Julia Karr XVI

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 26 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(7)
(4)
(2)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „XVI“ von Julia Karr

Eine fabelhafte Idee, aber eben leider auch nicht mehr.

— Wortmagie

Ein spannendes Buch für zwischendurch, viel Potenzial und eine langsam wachsende Liebe. Musste einfach zu Ende lesen. Freue mich auf Teil 2!

— KateIrons

Ich habe inzwischen ein paar Mal angefangen, aber irgenwie schaffe ich es nicht über die 50 Seiten- etwas kommt immer dazwischen.... :-(

— KerstinnI

Stöbern in Jugendbücher

Königlich verliebt

Wahnsinnig schöne Geschichte zum Träumen und Staunen

Booknerdsbykerstin

Almost a Fairy Tale - Verwunschen

Leider nicht das meinige. Hatte irgendwie etwas anderes erwartet. Zu viel Gewalt, zu wenig Märchen.

faanie

Boy in a White Room

Insgesamt ein recht spannendes Jugendbuch, das vor allem durch sein Spiel mit den Wahrheiten punkten kann und für einen Denkanstoß gut ist.

parden

Herz über Klick

Eine sehr schöne, locker leichte & spaßige kleine Liebesgeschichte. Das kribbeln im Bauch kommt definitiv auf.

schokigirl

Forever 21

Das Potential ist da... wurde aber nicht voll ausgeschöpft!

LisaChristina

The Hate U Give

Werde ich aufjedenfall ein zweites mal lesen.

Gracey15

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Es passt hinten und vorne nicht

    XVI

    Wortmagie

    29. January 2015 um 12:26

    Mit „XVI“ von Julia Karr schließe ich endlich meine ABC-Challenge 2014/15 auf meinem Blog ab. „XVI“ ist mein Buch mit „X“ zu Beginn des Titels. Ich habe es gefunden, indem ich in den Bücherregalen meiner Freunde bei Goodreads rumgeschnüffelt habe. Bei wem genau ich fündig wurde, weiß ich leider nicht mehr (ich hätte es aufschreiben sollen), aber wer auch immer es war, Danke! :) Ich kannte weder die Autorin, noch den Roman an sich, doch der Klappentext ließ auf eine interessante YA-Dystopie schließen. Über die Autorin Julia Karr ist nicht viel bekannt; „XVI“ ist ihr Erstling, den es übrigens auch auf Deutsch gibt. Nina Oberon erwartet ihren 16. Geburtstag mit Sorge, denn wie alle anderen Mädchen auch erhält sie an diesem Tag das staatlich vorgeschriebene XVI-Tattoo, das aller Welt zeigt, dass sie nun sexuell aktiv sein darf. Nina hat Angst davor, sie ist kein sex-teen wie ihre beste Freundin Sandy. Sie weiß genau, dass das theoretisch schützende Tattoo wie eine Einladung wirkt und Männer dazu animiert, ihr Dinge gegen ihren Willen anzutun. Damit nicht genug, wird Ninas Leben von einem Moment auf den anderen brutal auf den Kopf gestellt. Ihre Mutter wird überfallen; mit ihrem letzten Atemzug offenbart sie Nina, dass alles, was sie bisher glaubte, eine Lüge war. Nina muss die Wahrheit herausfinden und bringt damit sich und ihre kleine Schwester Dee in Gefahr. Doch dann trifft sie auf den gutaussehenden Sal, der mehr über Ninas Vergangenheit zu wissen scheint als sie selbst… Schade. „XVI“ hätte sehr gut sein können, denn die Idee dahinter ist fabelhaft. Leider reichte diese Idee nicht aus, um mich zu überzeugen. Ich bin enttäuscht, weil die Dystopie haufenweise unnötige Lücken aufweist. In meinen Augen war Julia Karr viel zu abgelenkt von Ninas privatem Schicksal und vernachlässigte den Aufbau ihrer Zukunftsvision und die Brisanz des zugrundeliegenden, existenziellen Konflikts. Alle Mädchen werden im Alter von 16 tätowiert, um sexuelle Bereitschaft zu signalisieren. So weit, so gut; die Gefahren, die einhergehen, liegen auf der Hand. Welcher Zweck damit verfolgt wird, wird jedoch nie erklärt, ebenso wenig wie die allgemeinen Hintergründe der Dystopie. Karr beschreibt oberflächlich eine repressive Regierung, die junge Mädchen extrem sexualisiert, arbeitet diesen Ansatz aber nicht konsequent aus. Werden die „sex-teens“ erwachsen, scheint der sexuelle Druck nachzulassen – unwahrscheinlich, da ein ganzer Wirtschaftszweig auf Sex spezialisiert ist und Frauen kaum Rechte haben. Nina als Protagonistin und Ich-Erzählerin lud mich nicht wirklich zur Identifizierung ein. Sie ist sympathisch, das muss ich ihr lassen, aber dass Karr ständig betonte, wie anders sie doch ist, nervte mich, weil es nicht natürlich wirkte. Es war, als hätte Nina ihr „anders sein“ vor Jahren einmal auswendig gelernt und dann so oft wiederholt, dass es völlig seine Bedeutung verlor, wie ein sinnfreies Mantra. Einerseits hat sie panische Angst davor, genau wie alle anderen sex-teens zu sein, andererseits ist ihre Beziehung zu Sal überaus klischeebeladen. Es passt vorne und hinten nicht zusammen. Dieser Eindruck pflanzt sich auch in anderen Punkten fort. Julia Karr wollte ihren LeserInnen unbedingt vermitteln, dass sich Nina und ihre Mutter Ginnie nahestanden – warum nennt Nina sie dann beim Vornamen? Auch Karrs Darstellung von und Ninas Umgang mit ihrer kleinen Schwester Dee ist purer Quatsch. Ninas Stiefvater Ed, Dees Vater, verprügelte Ginnie jahrelang. Jahrelang hatte sie Blutergüsse, blaue Flecken und gebrochene Knochen. Mir kann niemand erzählen, dass Dee das nicht mitbekommen hätte. Sie ist ein 11-jähriges Kind, aber nicht blind, taub oder dumm. Es ist lächerlich, dass Dee angeblich keine Ahnung hat, wie ihr Vater wirklich ist und es ist ebenso lächerlich, dass Nina sich beharrlich weigert, sie darüber aufzuklären. Wie gesagt, das Mädchen ist 11, keine vier Jahre alt und Ed ist offenbar gefährlich; Nina geht sehenden Auges das Risiko ein, dass er Dee etwas antut, nur um ihr Seelenheil nicht zu gefährden. Bullshit. Es gibt noch eine weitere Beziehung, in der sich Nina durch kolossales Nichtstun auszeichnet: ihre Freundschaft zu Sandy. Mal davon abgesehen, dass Sandy der Gipfel der Dämlichkeit und Naivität ist, lässt Nina sie ungebremst in ihr Verderben rennen – und das soll ihre beste Freundin sein? Wenn das stimmt, bin ich froh, dass es niemanden in meinem Bekanntenkreis gibt, der/die so ist wie Nina. „XVI“ war eine herbe Enttäuschung. Unlogische Handlungsabläufe, null Atmosphäre, stereotype Charaktere und das zarte Gefühl, dass eigentlich nicht wirklich etwas passiert. Der Horizont der Geschichte beschränkt sich ausschließlich auf Nina und ihre Freunde, alles, was darüber hinausgeht, bleibt im Dunkeln. Ich wollte das Buch ja wirklich mögen und habe mir Mühe gegeben, aber tatsächlich musste ich die Bewertung im Nachhinein zweimal nach unten korrigieren, weil es einfach NICHT GUT ist. Da nutzt auch mein guter Wille nichts mehr. Was als interessante Idee begann und mich anfangs sehr neugierig machte, wurde von Julia Karr dermaßen schludrig, kurzsichtig und inkonsequent umgesetzt, dass sie damit in meinen Augen alles ruinierte. Ich werde die Fortsetzung „Truth“ nicht lesen und möchte euch von „XVI“ abraten. Eine tolle Idee ist, wird sie nicht zur Entfaltung gebracht, eben auch nichts weiter als eine Idee.

    Mehr
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    vormi

    03. December 2011 um 13:08

    Dieses Buch hatte es bei mir echt schwer. Ich mußte es immer wieder unterbrechen, aber da es mir von Anfang an so gut gefallen hat, wollte ich es such gerne zu Ende lesen. Diese Dystopie, in der es viel um die magische Grenze zum 16. Geburtstag geht, hatte wirklich alles: Spannung, Gefühle, Geheimnisse, Verschwörung, beschattet werden, verliebt sein... Mir hat es so gut gefallen, ich habe zwischendurch schon überlegt, es mir evt auch noch auf deutsch durchzulesen. Da es aber die Tage erst auf deutsch rauskommt habe ich noch etwas Zeit um darüber nachzudenken...

    Mehr
  • Frage zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    Leonie

    Was haltet ihr von XVI - Julia Karr? Ist doch eher Jugendliteratur oder? Kann man es auch gut noch im nicht mehr ganz jugendlichen Alter von 25 Jahren lesen ;)??

    • 5
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    nothanks

    25. September 2011 um 23:54

    „Sometimes too much knowledge is a dangerous thing.“ Wir schreiben das Jahr 2150. Im zarten Alter von 16 erhält jedes Mädchen ein vom Goverment Council vorgeschriebenes Tattoo (16 in römischen Zahlen, „XVI“, auf dem Unterarm), welches alle Welt wissen lässt, dass man legal ist. Dass man bereit für Sex ist. Dass man ein sex-teen ist. Nina Oberon steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag. Ihre größte Angst ist selbst zu einem sex-teen zu werden, zu den Mädchen, die von Medien gesteuert werden. Ihre Einstellung ändert sich jedoch, als sie sich nach einem schwerem Unglück alleine um ihre kleine Schwester Dee kümmern muss und mit einem Haufen von offenen Fragen und Lügen zurückgelassen wird, die es gilt zu klären um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Nina dachte, sie weiß bereits über alles Bescheid. Auch über sich selbst. Denn neben der Frage, ob sie sich wirklich weiterhin gegen das Werden zum sex-teen wehren will, ist da ja noch die Sache mit der Wahrheit. Als Nina dieser nach und nach auf die Schliche kommt, merkt sie viel zu spät, dass ihr Wissen ihr zum Verhängnis werden kann... „XVI“ von Julia Karr war meine erste Dystopie. Und die hatte es, nach anfänglicher Schwierigkeiten, in sich! Die Welt, die wir in Julia Karrs Dystopie kennenlernen, scheint nicht weit entfernt. Schon heutzutage haben die Medien einen großen Einfluss und dass immer wieder auf die altbekannte Masche „Sex sells“ gesetzt wird ist auch nichts Neues. Zu Beginn der Geschichte braucht man etwas, um in die Geschichte und vor allem auch in die dystopische Welt reinzukommen. Es wird mit Begriffen um sich geworfen, die nicht wie gedacht kurz danach erklärt werden, nein. Entweder muss man warten, bis auf die Vorgeschichte oder Definition dieser eingegangen wird oder aber auch darauf hoffen, dass deren Bedeutung sich aus der weiteren Handlung ergeben. Mich hat es anfangs ein wenig überfordert, weil man sich so viele Begriffe merken muss, deren Bedeutung man nicht direkt kennt, und mir auch ein wenig die Lust weiterzulesen genommen. Die Neugier war jedoch größer und so habe ich das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, ja, sogar regelrecht verschlungen! Die Charaktere sind, außer ein paar Ausnahmen, alle sehr liebenswert. Ich weiß nicht wieso es wirklich immer so ist, aber mal wieder hat es mir die entzückende, süße, kleine Schwester mit am meisten angetan. Was mich, neben der Einstiegsschwierigkeiten wegen den Begriffen, noch ein wenig gestört hat, war die viel zu schnelle Entwicklung der hier vorhandenen Liebesgeschichte. Mit dem Ende war ich zufrieden, denn dieses war nach dem mit Spannung beladenem letzten Teil ein wenig entspannter und hielt auch einige Glücksmomente bereit, welches mich auch für die Charaktere gefreut hat. Auch wenn man meinen könnte „XVI“ sei in sich abgeschlossen, so bleiben auch nach dem Ende mehr als genügend Fragen offen, die (hoffentlich) im nächsten Teil geklärt werden. Was ich jedem, der zu der deutschen Ausgabe greift, nur ans Herz legen kann: Bitte nicht den Klappentext lesen! Meiner Meinung nach verrät dieser nämlich schon viel zu viel und nimmt den Reiz der Geschichte. Meine erste Dystopie, die in eine Welt führt, welche – wenn man sich den Einfluss der Medien heutzutage betrachtet – leider nicht allzu unwahrscheinlich scheint. Ich kann über die Einstiegsschwierigkeiten und die etwas viel zu schnell sich entwickelnde Liebesgeschichte hinwegsehen, da mich die Geschichte einfach bis zum Schluss gefesselt hat. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung von „XVI“, die Anfang 2012 unter dem Titel „Truth“ erscheint!

    Mehr
  • Leserunde zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    nothanks

    Die Leserunde zu „XVI“ von Julia Karr fängt am 06.09., also morgen, an. Jeder der Zeit und Lust hat darf gerne mitlesen.

    • 50
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    marimirl

    08. September 2011 um 08:17

    Die Geschichte rund um Nina Oberon spielt im Jahre 2150. Sie steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag, einem Tag, der ihr Leben verändern könnte. Denn mit 16 bekommt man ein Tattoo ans Handgelenk, das zeigt, dass man bereit für Sex ist. Nina ist ein sehr kritisches Mädchen und im Gegensatz zu vielen anderen glaubt sie nicht alles, was die Regierung vorgibt. Bei dem Buch handelt es sich um eine Dystopie: 2150 - die Menschen leben in einem Klassensystem, in dem sie in 10 Gesellschaftsschichten eingeteilt werden. Die unteren Schichten führen natürlich ein deutlich schlechteres Leben als die Oberschichten. Außerdem wird die Bevölkerung überwacht. Immer und überall können sie abgehört werden und viele tragen sogar einen GPS-Chip mit dem sie geortet werden können. Sich der Regierung zu widersetzen ist strafbar. Ja, das hört sich an wie der Nationalsozialismus in der Zukunft. Ich hab bis auf "Brave New World" noch keine Dystopie gelesen, daher war das für mich alles noch ziemlich neu und interessant. Ich kann also nicht sagen, wie ein eingefleischter Dystopienleser das Buch findet. Meine anfängliche Angst, dass sich alles nur um Sex drehen würde, weil Nina doch 16 wird, hat sich nicht bestätigt. Es geht um so viel mehr: Um Zusammenhalt, die erste Liebe, die Meinungsfreiheit, den Kampf um Gerechtigkeit, Freundschaft... Nach den ersten fünf Kapiteln hat mir das Buch noch gar nicht gefallen. Der Anfang ist etwas misslungen: Es häufen sich Abkürzungen und Begriffe, die nicht erklärt werden und erst im Laufe des Buches Sinn ergeben. Daher war es am Anfang wirklich mühsam für mich, da ich nur die Hälfte verstand. Das hätte die Autorin anders lösen können bzw. wäre es einfach nicht nötig gewesen, so viel in die ersten Seiten zu stecken. Der Rest des Buches kommt nämlich fast ohne Abkürzungen aus und auch unbekannte Begriffe werden dann plötzlich eher erklärt. Aber es zahlt sich wirklich aus, sich durch die ersten mühsamen Seiten zu kämpfen. Denn dann erwartet einen eine wunderbare Geschichte (inhaltlich weniger, denn die Geschichte ist natürlich nicht schön), in die man eintauchen kann. Nina war mir sofort sympathisch, und als Leser geht man mit ihr durch dick und dünn. Viel mehr möchte ich nicht verraten und ich würde euch auch raten, den Klappentext (zumindest wie er auf Amazon steht) nicht zu lesen. Es wird viel zu viel verraten, und ich kann mir gut vorstellen, dass dann die Überraschungseffekte, die mir so gut gefallen haben, fast zur Gänze ausbleiben. Übrigens habe ich gerade erst gelesen, dass das der erste Teil einer Reihe ist. Aufgrund des nicht ganz zufriedenstellenden Endes habe ich mir das schon fast gedacht. Ein Buchtipp, trotz des seltsamen Anfangs, da ich selten so gefesselt war.

    Mehr
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    dreamer

    16. August 2011 um 07:59

    Who wants to be sex-teen? . Nina ist keines dieser Mädchen das auf ihren 16. Geburtstag wartet und es kaum erwarten kann endlich als Erwachsene zu gelten und Sex zu haben. Denn Nina will nicht mit dem Strom schwimmen, keinesfalls eine von ihnen sein. Dann stirbt auch noch ihre Mutter und plötzlich scheint alles durcheinander. Ihr Leben scheint auf einer großen Lüge aufgebaut zu sein. Das Kartenhaus fällt in sich zusammen und für Nina wird es Zeit die Wahrheit über sich und die Non-Cons zu erfahren, doch zu welchem Preis? Liebe? Rache? Findet es heraus' . Meine Meinung Schon seit langem sind Distopien auf meiner Leseliste relativ weit oben und "XVI" (dt. "The Sign - Nur zu deiner Sicherheit") war mein Muss-Haben-Highlight in letzter Zeit. . Zu allererst zur Aufmachung. Im englischen Original eher dürftig, im deutschen schon etwas besser ' das betrifft das Cover im Allgemeinen. Durch den Abdruck des Buchtitels auf dem Cover wirkt im Original alles recht düster, aber auch unauffällig. Hätte ich nicht im Vorhinein gewusst, dass das Buch so vielversprechend klingt, wäre es mir nicht einmal aufgefallen. Der Titel jedoch passt sehr gut und ist einfach gehalten ' klassisch und gut wie schon bei George Orwell ;D Wobei die Änderung in "The Sign" vom deutschen Verlag auch nicht schlecht ist! . Der Schreibstil ist durchgehend gut und nur teilweise etwas schleppend in die Länge gezogen. Trotzdem fehlt es dem Leser hier generell nicht an Spannung. Was die Idee an sich betrifft, fand ich sie gut, zwar blieben einige Dinge unklar, aber an eigenen Ideen hat es Julia Karr hier nicht gefehlt. Noch dazu soll einem ja nicht alles gleich im ersten Teil unter die Nase gehalten werden, das wäre ja langweilig ;D . Die ewige Frage nach der 'Sollte ich englisch lesen' will ich hier wiedermal klären. Das ist ein Jugendbuch, was so viel heißt wie: wenn ihr flüssig reden könnt und keine Probs habt auf Englisch zu plaudern, ist "XVI" sicher nicht die riesen Herausforderung für euch. Ich würd raten: einfach mal ne Leseprobe lesen! . Was ich allerdings nicht verstehe, sind die negativen Meinungen. Von vielen Seiten habe ich 'gehört' das Buch sei unausgereift und nur mäßig, aber ernsthaft, es ist teil eins, will heißen die Story geht ja noch weiter und die Autorin wird uns schon noch überraschen :) . Ich fand also, dass es in "XVI" (dt. "The Sign - Nur zu deiner Sicherheit") nicht an Gefühl, Spannung oder Tiefgang fehlt. Ein guter Start, der durchaus Potential hat. . Fazit Eine Distopie mit dem gewissen Etwas. Wer auf Herzklopfen und düstere Geheimnisse steht ist hier an der richtigen Adresse. Ich vergebe 5 von 5 Wölkchen. . Reihe Im Jänner nächstes Jahr kommt Teil 2 - "Truth". Nina Oberons Geschichte geht hier in die zweite Runde, man darf gespannt sein!

    Mehr
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. July 2011 um 03:41

    Der 16te Geburtstag von Nina steht kurz bevor, der Tag an dem sie offiziell ihre Unschuld verliert. Während die Gesellschaft die sogenannten sex-teen feiert, steht Nina diesem neuen Lebensabschnitt mit gemischten Gefühlen gegenüber. Als dann ihre Mutter brutal ermordet wird, fängt Nina an die Gesellschaft in der sie lebt und deren Werte in Frage zu stellen. Lang ist’s her, dass ich dieses Buch gelesen habe und genauso lange habe ich mich davor gedrückt es zu rezensieren. Manchmal fällt es mir schwer die richtigen Worte zu finden, um ein Buch vorzustellen, das mir gut gefallen hat. So unangenehm mir negative Rezensionen auch sind – sie scheinen mir leichter von der Hand zu gehen. Für mich war das beste an diesem Buch die Dystopie, in der seine Hauptfiguren leben und überleben. Ein Coming-Off-Age Roman der ganz besonderen Art, in dem das erwachsen werden ganz offiziell eine furchterregende Sache wird. Eine fesselnde Zukunftsvision und grandios komponierte Metapher, über die Ängste, die mit der Pubertät und den ersten Liebesbeziehungen einher gehen. Und auch ein Roman über persönliche Grenzen, gesellschaftliche Vorgaben und darüber, wie wichtig es ist, auf sein Herz zu hören und Entscheidungen dann zu treffen, wenn man sich dafür bereit fühlt. Anstatt sich der Masse zu ergeben und seine Lebensabschnitte, wie auch damit einhergehende Erfahrungen, von außen diktieren zu lassen. Die Autorin macht klar, dass es nicht nur eine Art gibt, als Mädchen erwachsen zu werden, sondern so viele, wie es Mädchen selbst gibt und dass man sich seiner eigenen Stärke, Willenskraft und Individualität nicht zu schämen braucht. Du siehst ich bin ein absoluter Fan der Aussage des Buches, aber auch ein Fan des Buches selbst Denn neben dem sozial-kritischen Anteil, der mein Leserherz so herrlich zum Klingen bringt, gibt es natürlich noch den dystopischen Handlungsstrang und der bringt ordentlich Feuer zwischen die Seiten. Spannung ist in XVI zu Hause und wartet nur darauf den Leser, in diesem Fall also mich, an jedes einzelne Wort zu fesseln und Kapitel um Kapitel förmlich in sich aufzusaugen. Noch kein anderes Jugendbuch hat meine Lesegeschwindigkeit so hoch getrieben, wie dieses hier und das verdanke ich Spannung, Bedrohung, Intrige und jeder Menge überraschender Wendungen. Was mein Erlebnis mit diesem Buch ein wenig getrübt hat, ist dass ich leider keinen Zugang zur Hauptfigur Nina gefunden habe. So beeindruckend das Buch für mich war, dieser Charakter war es nicht – warum bleibt wohl eines der vielen Mysterien der Menschheitsgeschichte, aber so ist es nun mal. Mit der Fokusperson wurde ich nicht so richtig warm. Ich bezeichne dies allerdings eher als ein individuelles Problem, welches hoffentlich nur mich betreffen wird und daher niemanden von der Lektüre dieses Roman abhalten sollte Meine Nr. 2 Dystopie, direkt nach der Panem-Trilogie, und dabei ganz anders. Sehr lesenswert, besonders für uns junge und mitteljunge Damen, mehr bleibt da gar nicht zu sagen.

    Mehr
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    serpent

    18. April 2011 um 19:00

    Der sechzehnte Geburtstag sollte etwas Besonderes sein. Ein symbolischer Übergang ins Erwachsenenalter. Genauso sollte ein Tattoo ein Ausdruck der Individualität, der Kreativität sein. Nicht so in Nina Oberons Welt: an ihrem 16. Geburtstag bekommen alle Mädchen an ihrem Handgelenk das exakt selbe Tattoo: ein XVI – die römischen Ziffern für “16″. Noch ist Nina fünfzehn, doch schon bangt sie ihrem Geburtstag im Dezember entgegen. Wir haben das Jahr 2150 und kaum etwas erinnert noch an unsere Gesellschaft, denn in ihrer Welt wird man nicht “sixteen” sondern “sex-teen”. Mit sechzehn ist man offiziell erlaubt Sex zu haben – und wird sogar dazu ermuntert. Den Mädchen werden schon in der Schule Videos gezeigt, die ihnen beibringen sollen, wie man möglichst viele Männer auf sich aufmerksam macht, die Medien puschen alles aufreizende Verhalten. Nina selber ist mit ihrer jüngeren Schwester bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater Ed groß geworden. Während Ed die Regierung und die Medienkampagnen unterstützt, ist Ninas Mutter Ginnie vorsichtiger: sie bläut ihrem Mädchen ein, dass das Erkennungstattoo keinesfalls zu ihrem Schutz dient und sie vielmehr zu Freiwild macht. So ist ihr kommender Geburtstag lange Ninas einzige Sorge. Doch dann wird ihre Mutter ermordet und verrät ihr auf dem Sterbebett ein Geheimnis, das ihr Lebens ins Wanken bringt. Plötzlich sind die Regierung und die ständige Werbung nicht mehr bloß nervige Nebenerscheinungen, sondern grausame Geheimnisse kommen ans Licht. Und Nina erfährt, dass Dinge nicht immer so sind wie sie scheinen: sie erfährt gänzlich Neues über ihre Mutter, erfährt brisante Informationen über ihren Vater und steckt plötzlich mitten im Kampf der NonCons – der Regierungsgegner. Zudem ist da dieser Junge, Sal, der viel zu viele Geheimnisse hat… und doch kann Nina nichts dagegen tun ihren Vorsatz keinen Freund zu wollen, zu brechen und sich in ihn zu verlieben…. Mit “XVI” drängt eine neue, gesellschaftskritische Dystopie auf den Markt der Jugendbücher. Julia Karr zeichnet hier allerdings eine Gesellschaft, die der Leser nur langsam begreift und dadurch umso mehr in ihren Sog gerät. Nina selber ist die Erzählerin der Geschichte. Sie begegnet uns als Leser zunächst als Mädchen mit festen Vorstellungen und Ängsten, die sie (auch dank ihrer Mutter) bereits früh verinnerlicht hat. Zwar ist sie der Regierung und den Medien gegenüber kritisch und versucht selber zu denken, anstatt sich alles vorkauen zu lassen, doch befreit aus der Gesellschaft ist sie noch lange nicht. Die “tiers”, etwas in der Art wie Kasten, bilden auch für sie Grenzen, vor denen sie Respekt hat. Als eine Angehörige einer der unteren Kasten kann sie es sich nur leisten billige Kaufhausware zu erwerben und führt ein relativ schlichtes, aber dennoch fröhliches Leben. Erst, als sie beginnt durch die Informationen ihrer Mutter mehr über die Hintergründe ihres Landes zu erfahren, beginnt sie auch das große Gesamtbild zu verstehen und muss sich der Herausforderung stellen selber zu begreifen, was “gut” und was “schlecht” ist. Ihre erschreckenden Entdeckungen verändern die Fünfzehnjährige und lassen sie erwachsener werden, genauso, wie ihre erste Liebe. Hin und Hergerissen zwischen all ihren Gefühlen und ihren Erfahrungen, muss sie so für sich selber einen Weg finden. Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, kann man als Leser ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Nina ist kein besonders herausstechender oder besonderer Charakter – eher durchschnittlich und gewöhnlich. Dass sie sich plötzlich in ungewöhnlichen Umständen wiederfindet, macht ihre Entwicklung umso spannender und man schließt sie schnell beim Lesen ins Herz. Insgesamt besonders begeistert war ich von der Welt, die Julia Karr in ihrer Dystopie geschaffen hat. Die Regierung kontrolliert die Medien und die Medien kontrollieren die Menschen. Eine ständige Reizüberflutung mit Werbung, Videos, Musik und Anzeigen strömt auf die Bewohner dieser Welt ein. Mädchen werden in zwei Gruppen eingeteilt: die unter sechzehn und die, die offiziell Sex haben dürfen. Das Tattoo: ein Brandzeichen, für jeden sichtbar. Nicht gleich sichtbar, aber dennoch da ist hingegen der GPS-Sender, den alle Mädchen bis zu ihrem 16. Geburtstag tragen müssen. Zu ihrem Schutz, sagen die Medien. Zur Kontrolle, sagen die NonCons. Ganz so abwegig ist diese Zukunftsgesellschaft gar nicht. Julia Karr hat lediglich überspitzt, was bei uns heute schon so oft kritisiert wird: die Übersexualisierung und den Einfluss der Medien. Warum also nicht einen Schritt weiter gehen und darüber schreiben was passiert, wenn die Medien ihre Zuschauer derart beeinflussen, dass Mädchen und Frauen sich geradezu in die Promiskuität werfen? Erfrischend und gleichzeitig spannend war auch, wie Karr uns diese Welt nun näher bringt. Sie erklärt keinesfalls zu Beginn alle wichtigen Begriffe und erzählt über die Organisation der Regierung – vielmehr wirft sie uns direkt ins Geschehen. Es tauchen häufig Begriffe auf, die von den jugendlichen Protagonisten ganz selbstverständlich verwendet werden, uns Lesern aber ein Rätsel sind. Manchmal erst nach mehreren Seiten werden die Bedeutungen in einem anderen Gespräch oder einer anderen Situation geklärt. So hat man bisweilen das Gefühl, tatsächlich ein Beobachter des Geschehens zu sein. Als stünde man unsichtbar irgendwo am Rande und hätte die Gelegenheit das Handeln der Charaktere zu beobachten und zu belauschen. Dieses Vorgehen bringt einen außergewöhnlichen und erschreckend nahen Bezug zur Geschichte und lässt einen ungewohnt intensiv mitfiebern. Einzig der Schreibstil kam mir manchmal etwas schwierig vor. Als jemand, der nur mit dem überkorrekten Schulenglisch vertraut ist, wirken die Satzkonstruktionen der Autorin ab und zu etwas anstrengend und befremdlich. Hinzu kommt, dass das Ende der Geschichte sehr plötzlich und unbefriedigend daher kommt. Gerade hat man Blut geleckt und beginn sich zu fragen, wie weit Nina in die Auseinandersetzung der Regierung und der NonCons gerät, da ist plötzlich Schluss. Das Buch ist durchaus in sich abgeschlossen, doch würde man gerne noch mehr erfahren, noch tiefer in die Verschwörung gegen die Regierung abtauchen. Insofern war ich etwas enttäuscht als ich dann auf der Homepage der Autorin sah, dass sie bereits die Fortsetzung schreibt (bzw. sogar schon überarbeitet). Auf diese Fortsetzung bin ich zwar sehr gespannt, denn das Buch war im Großen und Ganzen wirklich gut, doch stört es noch so lange warten zu müssen und sich mit dem sehr abrupten Ende abzufinden, das gerade dann kam, als es wirklich spannend wurde. Insgesamt ist “XVI” definitiv allen zu empfehlen, die gerne Dystopien lesen und sich selber kritisch mit dem Thema Medien und ihrem Einfluss auseinander setzen möchten. Auch die Probleme typischer Teenager werden auf wenig klischeeweise und ansprechende Art thematisiert, sodass das Buch facettenreich und packend einen ganzen Nachmittag füllen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. March 2011 um 19:46

    “Sometimes I wish I could just be like everyone else my age and not think at all.” Nina Oberon ist 15 und sie hat große Angst vor ihrem 16. Geburtstag, weil es für sie bedeuten würde, dass sie dann ein Tattoo mit der Aufschrift XVI auf ihrem Handgelenk bekommt und sie dann ein ‘Sex-teen’ ist. Die Regierung hat dann das Recht, bestimmte ‘Sex-teens’ für ihr FeLS-Programm zu wählen, was bedeuten würde, dass es allen Männern erlaubt wäre mit ihr Sex zu haben – auch gegen ihren Willen. Ihre beste Freundin Sandy ist begeistert von FeLS, weil es für sie bedeuten würde, dass sie die Möglichkeit hat in der Gesellschaft in ein höheres ‘tier’ zu steigen und sie nicht mehr in der Unterschicht leben muss. Nina dagegen hält nichts von dem Programm und ist ihrer Mutter sehr dankbar, dass sie sie mit einem Vertrag aus dem Programm kaufen möchte, doch es kommt alles anders, als Nina’s Mutter ermordert wird und Nina zu ihren Großeltern ziehen muss und sie und ihre Schwester Dee plötzlich in größter Gefahr schweben… denn ihre Mutter hatte ein Geheimnis und hinter dieses möchte Nina kommen. Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn die Inhaltsangabe hört sich spannend und einzigartig an. Doch leider wurde ich enttäuscht, weil ich mir was vollkommen anderes vorgestellt habe und diese Erwartungen nicht erfüllt wurden. Nachdem man die Inhaltsangabe gelesen hat, erwartet man eigentlich eine Geschichte über das ‘Sex-teen’-System, wie die Protagonisten damit umgehen, was sie davon halten und überhaupt was Nina’s Familie damit zu tun hat. Doch leider muss ich sagen, dass dieses ganze ‘Sex-teen’ sehr in den Hintergrund gedrängt wird und es mehr um das Geheimnis von Nina’s Familie geht. Natürlich wird dieses System erwähnt – oft sogar- weil Nina’s beste Freundin Sandy verrückt nach diesem Programm ist und unbedingt ein ‘Sex-teen’ sein möchte. Doch das, was eigentlich das Hauptthema sein sollte, ist leider nur ein kleiner Teil der Geschichte und wird meiner Meinung nach nicht richtig beleuchtet sondern sehr doof abgearbeitet und die Lösung am Ende ist einfach unzufriedenstellend. Ich hätte mir den Kernpunkt mehr auf dem System gewünscht, als auf dem Geheimnis der Familie, aber gut, man kann ja nicht alles haben. Doch leider fand ich diese ganze Familien-Geschichte auch nicht so atemberaubend. Es war unterhaltsam, aber einfach nicht spannend genug, vor allem weil das Ende sehr vorhersehbar ist. SPOILER Ich meine… es war jetzt nicht sooo schwer herauszufinden, wer der Mörder der Mutter ist. Ich meine mehr Verdächtige gab es ja auch nicht. SPOILER ENDE Dann die Charaktere, von denen ich finde, dass viele von ihnen sehr oberflächlich gehalten sind – vor allem Nina’s männlichen Freunde wie Derek und Mike. Nina dagegen finde ich sehr authentisch, genauso wie ihre Familie und Sandy, auch wenn die ein wenig übertrieben rübergebracht wurde, aber sie hat dennoch sehr zur Unterhaltung beigetragen. Die Liebesgeschichte zwischen Nina und Sal dagegen hat mich nicht besonders gereizt. War zwar schön anzusehen, fand ich jetzt aber nicht außergewöhnlich. Der Schreibstil von JULIA KARR ist angenehm. Er ist leicht zu lesen und sie hat Nina’s Gefühle gut rübergebracht. Ich find ihn jetzt nicht besonders, aber schlecht ist er auch nicht. Zum Ende muss ich noch sagen, dass ich die Auflösung nicht besonders spannend finde. Ich hab mich während des Lesens andauernd gefragt, ob das schon alles sei. Das endgültige Ende empfinde ich dann aber als sehr angebracht und finde, dass es kein weiteren Band braucht, weil es so schon schön ‘gelöst’ ist, auch wenn es noch einige offene Fragen gibt, aber irgendwie hat es so seinen Reiz. Für mich muss man keinen zweiten Band schreiben, obwohl ich ihn lesen würde, weil ich Buchreihen generell beende. Eine tolle Grundidee, die meiner Meinung nach einfach nicht gut umgesetzt wurde, weil das Hauptthema ein anderes ist, als erwartet. Deswegen vergebe ich nur drei Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    chrisujlo

    Inhalt Wir schreiben das Jahr 2150. Die Regierung kontrolliert alles, vor allem aber die Mädchen und Frauen. Mit 16 erhalten sie ein Tattoo mit der römischen Zahl XVI, um den Männern zu verdeutlichen, dass sie jetzt zur Verfügung stehen - zur Verfügung für Sex. Denn sie sind nicht sixteen so wie früher, sondern sex-teen. Seit ihrer Jugend werden die Mädchen darauf gedrillt sich sexy zu kleiden, mit den Männern zu flirten und Sex als das große Ziel anzusehen. Die meisten Mädchen freuen sich auch darauf jetzt endlich Sex haben zu dürfen, verstehen aber nicht, dass das bedeutet, dass auch jeder Mann mit ihnen Sex haben darf, egal ob sie wollen oder nicht. Nina wurde von ihrer Mutter so erzogen, dass sie nicht zu einem Sex-teen, also einem sexversessenen Teenager wird. Außerdem darf sie sich auf nicht für das FeLS bewerben, einem Programm für Mädchen aus den Unterschichten, das oft ihre einzige Aufstiegsmöglichkeit ist. Ihrer Freundin Sandy wurde aber schon da Gehirn gewaschen, sie verhält sich genau so wie es von einem bald 16-jährigen Mädchen erwartet wird. Nina versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Als dann ihre Mutter eines Nachts getötet wird und ihr am Sterbebett ein Geheimnis verrät, hat sie aber mit größeren Problemen zu kämpfen. Sie deckt nach und nach auf, dass ihre Eltern NonCons, also Regierungsgegner waren, und sie erfährt die Wahrheit über ihre Vergangenheit, die Regierung und das FeLS und bringt sich dabei in große Gefahr. Meinung Kennt ihr das wenn ihr ein Buch lest, das so gut ist, dass ihr nicht glauben könnt dass es aus ist? Das so gut ist, dass ihr gar nicht wisst was ihr als nächstes lesen sollt, weil sie kaum ein anderes Buch damit messen kann? Genau so geht es mir mit XVI. Ich bin einfach so begeistert und euphorisch, dass ich kaum weiß womit ich anfangen soll. Bei XVI handelt es sich um eine Dystopie, die ja in letzter Zeit immer beliebter wurden. Ich dachte ja eigentlich dass dieser Kampf gegen die Unterdrückung einer großen Organisation oder der Regierung mit der Zeit langweilig wird, aber in XVI wurde ich eines Besseren belehrt. Hier spielt die Handlung in unserer Welt im Jahr 2150, also gar nicht so weit in der Zukunft. Die Technologien haben sich noch weiterentwickelt, sind aber eher zu einem Fluch als zu einem Segen geworden. Die Bewohner stört es aber kaum, dass sie teilweise ihr Leben lang einen GPS Chip implantiert haben und überall abgehört werden können. Schockierend ist aber, dass keiner ein Problem damit zu haben scheint, dass Mädchen ab ihrem 16. Geburtstag als Freiwild und Sexobjekt gelten. Sie werden sogar so erzogen, dass sie sich möglichst sexy kleiden und verhalten. Dieser gesellschaftliche Hintergrund und Aufbau hat mir sehr gut gefallen, allerdings hätte ich vor allem am Anfang gerne mehr Informationen erhalten, da man eigentlich nie wirklich weiß wie es dazu gekommen ist. Außerdem werden einige Ereignisse und Feiertage erwähnt, die aber nicht erklärt werden. Es könnte natürlich sein, dass von der Autorin gezielt so gemacht wurde, um zusätzlich für Spannung zu sorgen. Ich hätte aber gern etwas mehr erfahren, um ehrlich zu sein hätte ich am liebsten 1000 Seiten von dieser tollen Geschichte gelesen und hätte dann wahrscheinlich immer noch nicht genug. Was dieses Buch nämlich so aufregend macht, ist Nina und die Vergangenheit ihrer Eltern. Ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht zu viel verraten, weil ich finde, dass jeder dieses Buch selber lesen sollte, aber das was ihre Eltern aufgedeckt haben, ist wirklich unglaublich furchtbar. Nachdem was ihre Mutter ihr am Sterbebett gesagt hat, sucht und findet Nina das Babybuch ihrer Schwester, das wie sie später herausfindet, sehr wichtige Informationen enthält. Neben der überaus spannenden Suche nach dieser Vergangenheit ist da auch noch die ständige Bedrohung von Ed, dem Exfreund ihrer Mutter, der tiefer in der ganzen Sache verstrickt ist, als Nina ahnt. Nina und auch all ihre Freunde, vor allem Wei sind mir gleich von Anfang an unglaublich ans Herz gewachsen, ich liebe diese Charaktere. Auch ihr Großvater mit seiner Fußprothese ist ein besonderes Highlight. Die Handlung selbst ist wahnsinnig spannend, so dass ich sogar abends nicht schlafen konnte vor lauter Aufregung! Es passiert auch unglaublich viel, ich glaube ich habe selten so viel Handlung auf so wenig Seiten gelesen und das meine ich absolut positiv. Das Ende ist zwar kein wirklicher Cliffhanger, allerdings sind noch sehr viele Fragen offen, die hoffentlich in einer Fortsetzung beantwortet werden. Gestern habe ich mich gleich auf die Suche nach dieser gemacht und Gerüchte von einem "Sequel" und einem "Spin-off" gelesen, bin also zuversichtlich dass wir bald noch viel mehr von Julia Karr lesen werden. Diese Debütautorin hat mich jetzt schon von sich überzeugt. Außerdem ist sie mit XVI ein gewisses Risiko eingegangen, denn ich glaube es ist nicht leicht in den USA ein Jugendbuch zu schreiben, indem 16-Jährige schon so offen mit Sex umgehen und ich kann mir durchaus vorstellen´, dass sie Schwierigkeiten hatte einen Verlag zu finden. Für diesen Mut und vor allem für diesen wunderbaren Debütroman hat sie meine absolute Hochachtung! Fazit Ich kann nicht viel mehr sagen als: UNBEDINGT LESEN!!!!

    Mehr
    • 3
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks