Julia Karr XVI

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  • Rezension zu "XVI" von Julia Karr

    XVI

    DieKirsche

    29. November 2011 um 17:47

    Ein Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legt. XVI, angesiedelt im Dystopiengenre, spielt im Jahr 2150 und legt es ganz deutlich darauf an zu provozieren und zu schockieren. Julia Karr thematisiert ein sehr gewagtes Thema. Teenager, die mit 16 Jahren ein Tattoo bekommen, um jedem klar zu machen, dass sie legal Sex haben dürfen. Und dieses Zeichen bedeutet auch, dass sie kaum nein sagen können, wenn ein Mann ebendiesen von ihnen will. Dazu kommt eine mediendominierte Gesellschaft, die ein sehr offensives Verhalten junger Mädchen befürwortet, bewirbt und anregt. Die Idee finde ich wirklich fesselnd, wenn sie auch zunächst gewöhnungsbedürftig ist. Doch auch ansonsten ist die Gesellschaft sehr dystopisch, so gibt es zum Beispiel ein Klassensystem, welches von der Regierung aktiv aufrechterhalten wird. Die Bürger werden zu jeder Zeit abgehört und mindestens bis zu ihrem 16. Lebensjahr per GPS geortet. Auch haben Frauen, wie oben schon angedeutet, keinerlei Rechte, wie es scheint. Doch insbesondere durch die harsche Medienkritik, wird deutlich, dass Julia Karr auch unsere heutige Gesellschaft kommentiert. Nicht nur lassen wir uns heute schon durch Werbung etc. stark beeinflussen, auch wird Sexualität immer öffentlicher gemacht. In XVI wird dies natürlich überspitzt dargestellt, regt aber trotzdem zum Nachdenken an. Was mich auch zum Nachdenken angeregt hat, waren die vielen Lücken, die es dann doch gibt. Vieles wird nicht erläutert. Der Leser wird ins kalte Wasser geschmissen und ich habe bis jetzt kein genaues Bild darüber was B.O.S.S. ist, wie ein PAV aussieht und genau funktioniert. Hier hat mir doch die Hintergrundinformation gefehlt. Einige Erklärungen wären hilfreich gewesen, um sich ein besseres Bild von der beschriebenen Welt zu machen. Auch wird nicht klar, warum es ein Klassensystem gibt und vor allem, warum Frauen scheinbar jedes Recht verloren haben. Als zukünftige Energiequelle dient ein Stoff, der auf dem Mars abgebaut wird. Scheinbar gab es auch einen Krieg um Energiequellen. Dies wurde jedoch immer nur am Rand erwähnt und ich bin nicht wirklich schlau daraus geworden. Die Charaktere sind für einen Jugendroman in Ordnung. Ihre unterschiedlichen und teils durch ihre Klasse bedingter Charaktere werden deutlich. Wer viel Tiefgang erwartet, such vergebens. Mir hat es allerdings gereicht, um mir die Charaktere vorzustellen und sie lieb zu gewinnen. Auch Fans von Liebesgeschichten kommen nicht zu kurz, sollten aber auch keine Romanze erwarten, die im Mittelpunkt der Handlung steht. Eher am Rand wird Ninas Beziehung zu Sal beschrieben. Dieser Minuspunkte zum Trotz, finde ich das Buch wirklich gut. Dies liegt vor allem an der wendungsreichen Handlung. Oft glaubt man zu wissen, wie der Hase läuft und wird dann doch überrascht. Auch sorgt die Überwachungsatmosphäre für eine unglaubliche Spannung. Man fiebert mit Nina mit und hofft, dass ihr nicht geschieht. Das offen gestaltete Ende lädt auch bei diesem Buch zum Lesen von Band zwei ein. Das Ende ist meiner Meinung nach gut gewählt. Zwar wird ein Hauptpunkt der Geschichte in diesem Buch noch nicht geklärt, sondern auf später verschoben, doch es klärt sich genug, so dass man ein geschlossenes Bild von dem Buch hat. Einziges kleines Minus der deutschen Ausgabe ist für mich die Covergestaltung. Ich finde die Originalvariante deutlich schöner und vor allem passender. Dieser ausschnitthafte Blick auf Nina spiegelt die Überwachung so gut wieder, die viel, aber nicht alles über sie weiß. FAZIT: Für Dystopienfans sicher eins der lesenswerteren Bücher. Eine Geschichte mit Potential, die provoziert. Obwohl Nina sich in einem begrenzten Personenkreis bewegt, kommt mit XVI ein absolut spannendes Buch daher, das schnell gelesen werden will.

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