Julia Korbik

 4 Sterne bei 56 Bewertungen

Lebenslauf von Julia Korbik

Warum Feminismus noch wichtig ist: Die deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Publizistin Julia Korbik wurde 1988 in Herne geboren. Nach ihrem Studium der European Studies, Kommunikationswissenschaften und Journalismus, veröffentlichte sie 2014 ihr erstes Buch "Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene". Daraufhin startete sie 2016 einen Blog mit dem Titel "Oh Simone", in welchem sie die Inhalte und Aussagen von Simone de Beauvoir wiedergibt. Neben ihrer Beschäftigung mit den Ansichten der französischen Wissenschaftlerin ist sie außerdem als Journalistin tätig. Dabei berichtet sie über die Popkultur und politische Themen aus weiblicher Perspektive. 2017 erschien ihr zweites Buch "Oh, Simone! Warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten". 2018 erhielt sie den Luise Büchner-Preis für Publizistik. Julia Korbik lebt und arbeitet in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Bonjour Liberté (ISBN: 9783446269446)

Bonjour Liberté

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Neu erschienen am 15.03.2021 als Hardcover bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Julia Korbik

Cover des Buches How to be a girl (ISBN: 9783522305099)

How to be a girl

 (24)
Erschienen am 13.09.2018
Cover des Buches Oh, Simone! (ISBN: 9783499633232)

Oh, Simone!

 (14)
Erschienen am 15.12.2017
Cover des Buches Stand up: Feminismus für alle (ISBN: 9783036958156)

Stand up: Feminismus für alle

 (1)
Erschienen am 13.08.2019
Cover des Buches Bonjour Liberté (ISBN: 9783446269446)

Bonjour Liberté

 (1)
Erschienen am 15.03.2021

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Julia Korbik

Cover des Buches Bonjour Liberté (ISBN: 9783446269446)KateRapps avatar

Rezension zu "Bonjour Liberté" von Julia Korbik

Vom Teenager zum Enfant Terrible der Literaturszene
KateRappvor 2 Monaten

Dieses Buch ist flüssig geschrieben und hat mich von der ersten Seite gefesselt, wie ein guter Roman. Obwohl ich die Autorin Francoise Sagan schon lange kenne, hatte ich noch keine Biografie über sie gelesen. Der Charme von Julia Korbiks Buch besteht darin, Anekdoten und Zitate aus Sagans Tagebüchern einzuflechten und auch andere Zeitgenossinnen zu Wort kommen zu lassen. Beispielsweise zitiert sie mehrmals Annie Ernaux, um die Zeit atmosphärisch zu beschreiben, oder auch die ehemalige Chefredakteurin der Elle und spätere Staatssekretärin Francoise Giroud sowie Juliette Greco und andere.

Leichtfüßig folgen wir Francoise Sagans wechselvoller Schulzeit und ihrer nonchalanten Art, diesen ersten Roman „Bonjour Tristesse“ zunächst als „Angeber-Projekt“ gegenüber ihren Freundinnen zu beginnen und als sie ihn bei mehreren Verlagen einreicht, fiebert man richtig mit.

Ihre unpolitische, freiheitsliebende, um nicht zu sagen egozentrische Art, diese unbedachte Unbeschwertheit der Jugend, mit der Francoise Sagan auch nach ihrem literarischen Erfolg in den Interviews und Medien als authentisch gefeiert wurde, machte sie zu einem Star. 

Als Journalistin wenig erfolgreich, schrieb sie neben ihren Romanen auch zahlreiche Songtexte. Sie hatte einen großen Freundeskreis und wechselnde Liebhaber. Sie traf Tennessee Williams, Carson McCullers und Billie Holiday auf einer Reise in die USA 1955, wo sie als der größte französische Exportschlager neben Edith Piaf und Chanel No5 gehandelt wurde.

Nach einem schweren Autounfall wird sie morphinsüchtig, macht eine Entziehungskur, nur um anschließend die chronischen Schmerzen mit Alkohol, Amphetaminen und Drogen zu bekämpfen und in eine lebenslange Suchterkrankung zu geraten.

Dieses Buch ist die Teilbiografie ihrer Anfangsjahre und endet in der 68ger Revolution in Paris. Es zeigt sie als einen unruhigen Geist, eine Person, die sich in ihrer Jugend Freiheiten als Frau wie selbstverständlich nahm und später auch nur ungern den Rollenerwartungen entsprach. Eine Person, die ihre Bisexualität zwar nie thematisierte, aber auslebte, nicht frei war von Fehlern wie Spiel- und Verschwendungssucht und trotz ihrer politischen Zurückhaltung und der Tatsache, dass man sie nicht wirklich als Feministin bezeichnen könnte, DAS Role-Model der emanzipierten Frau der Fünfziger Jahre wurde.

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Cover des Buches Stand Up! - Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene (ISBN: 9783954030446)Elenchen_hs avatar

Rezension zu "Stand Up! - Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene" von Julia Korbik

Feminismus!
Elenchen_hvor einem Jahr

In "Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene" (oder in der überarbeiteten Version: "Stand Up. Feminismus für alle" - was mir besser gefällt, denn mal ehrlich: ein Buch über Feminismus sollte definitv nicht das generische Maskulin im Titel haben) sammelt Julia Korbik viele richtig gute Gedanken, inspirierende Persönlichkeiten und interessante Fakten rund um Feminismus. Dabei ist das Buch noch unglaublich toll aufgemacht, was es zu einem riesen Lesevergnügen für mich gemacht hat.


Julia Korbik geht in ihrem Buch auf viele unterschiedliche Themen ein. Sie gibt eine Übersicht über den Feminismus im Allgemeinen, stellt die Geschichte des Feminismus in einem kurzen Abriss sehr gut dar und geht auf die Ungleichheit und Ungerechtigkeitkeit in den Medien sowie den Sexismus und die sexualisierte Gewalt ein. Kurz gesagt: sie informiert richtig gut über alles wichtige und gibt der Leserin und dem Leser viel Input, auch im Bezug auf Quellen und weitere Literaturhinweise. Ich habe viel Neues gelernt beim Lesen, zum Beispiel habe ich mich vorher nie mit Feminismus und Videospielen auseinander gesetzt - was man aber definitiv machen sollte, holla hab ich mich da geärgert!


Dazwischen finden sich immer wieder Kurzportraits von inspirierenden Feminist_innen, die mit Zitaten der Persönlichkeiten abgerundet werden. Hinzu kommen super viele Abbildungen und Statistiken, die den Text sehr gut ergänzt haben. Alles natürlich optisch richtig ansprechend und in Neonfarben gehalten. Ich bin begeistert!


Dass die Reise durch das Thema Feminismus und hin zum Wandel der Gesellschaft mit der Lektüre des Buches nicht beendet ist, dürfte klar sein - dafür gibt Julia Korbik der Leserin und dem Leser auch gleich mal noch eine interessante Liste an Büchern, Filmen, Podcasts und Blogs an die Hand. Auch im Text finden sich immer wieder Tipps, um sich selbst weiterzubilden oder ein Thema selbst zu vertiefen.


Insgesamt bin ich also hoch zufrieden mit dem Buch. Es hätte für meinen Geschmack auch noch etwas intersektionaler sein können, vielleicht setzt sich aber die überarbeitete Ausgabe mehr damit auseinander.


Ich kann "Stand Up" also wirklich empfehlen. Wie der Titel schon sagt: es ist sowohl für Anfänger_innen als auch für Fortgeschrittene was.

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Cover des Buches Oh, Simone! (ISBN: 9783499633232)buecherwurm_ins avatar

Rezension zu "Oh, Simone!" von Julia Korbik

Beauvoir für alle
buecherwurm_invor 2 Jahren

„Oh, Simone!“ – so heißt ein Buch, das ich direkt nach seinem Erscheinen gekauft und seitdem ungelesen im Schrank stehen gelassen habe. Der richtige Zeitpunkt dafür musste wohl erst kommen und nun war er da.
In diesem Sachbuch erklärt Julia Korbik, warum wir Beauvoir wiederentdecken sollten; erzählt von Beauvoirs Werden, Lieben, Denken, Schreiben, Handeln und Kämpfen. 
Gleich zu Beginn macht Korbik klar, dass sie ein riesiger Fan der Philosophin ist, und das merkt man zwischendurch auch stark an ihrem Schreibstil. Gerade aktuelle feministische Kritik an Beauvoir wird mir persönlich außerdem zu stark heruntergespielt, ohne argumentativ vollends entkräftet zu werden. Wirklich problematisch finde ich, dass die Autorin Beauvoir nur als „Simone“ anredet, genauso wie ihre Freundinnen Zaza, Stépha oder Gégé, während die Männer in Beauvoirs sozialem Umkreis mit Nach- oder vollem Namen beschrieben werden. Das stellt die weiblichen und männlichen Charaktere schlicht auf unterschiedliche Stufen und wäre recht einfach zu vermeiden gewesen. Alles in allem ist es dennoch ein interessantes Buch, das vielen gerade jungen Menschen einen wunderbaren Zugang zu einer der größten Intellektuellen Frankreichs ermöglicht und große Lust macht, endlich die Werke von Beauvoir zu lesen, die so oft bei Flohmärkten mitgenommen und dann doch viel zu lange nicht gelesen werden. Und damit spreche ich natürlich nicht von mir und gewissen Büchern in meinem Regal, hust hust.

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