Julia Lange Irrlichtfeuer

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Inhaltsangabe zu „Irrlichtfeuer“ von Julia Lange

Ein packender Fantasy-Roman von Debüt-Autorin Julia Lange Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben. Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen. Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Gas einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Bandenkrieg und einen Volksaufstand und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen.

Ich durfte diese sympathische junge Autorin auf dem Bloggertreffen des Verlages 2016 kennen lernen und freue mich schon auf neues von ihr

— Kerstin_Lohde
Kerstin_Lohde

Ein lesenswertes Autorendebüt! Fantasievoll und mit vielen neuen Ideen gespickt. Auf jeden Fall einen Blick wert!

— Delora
Delora

Mit gemischten Gefühlen: starke Handlung, hin und wieder irritierende Figuren und ein nicht leicht zugänglicher Schreibstil.

— NicoleGozdek
NicoleGozdek

Leider für mich nichts, aber vom Ansatz her eine interessante Story.

— Solara300
Solara300

Eine geniale Grundidee, die jedoch zu wirr umgesetzt wurde, vieles wird angerissen, aber nicht zuende geführt. Schade eigentlich!

— louella2209
louella2209

Ein unglaublicher Wirrwarr ohne roten Faden

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Eigentlich eine schöne Idee, jedoch zu viele Perspektiven, die im Einzelnen zu kurz kommen

— Knorke
Knorke

Zu viele unrelevante Handlungsstränge und ein unklares Ziel.. Schade, die Grundidee ist toll!

— EmelyAurora
EmelyAurora

Gute Grundidee, jedoch eine nicht so gelungene Umsetzung. Dennoch ein Buch das durchaus seine Höhen hatte!

— Booksforfantasy
Booksforfantasy

Solide Handlung, aber zäher Schreibstil und schlechte Umsetzung

— Loki_Laufeyson
Loki_Laufeyson

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  • Ein mehr als gelungenes Debüt einer lieben, jungen und netten Autorin

    Irrlichtfeuer
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    21. August 2017 um 11:39

    Auf dieses Buch habe ich schon sehr gespannt gewartet. Denn ich hatte das Glück gehabt auf der Leipziger Buchmesse 2016 beim Bloggertreffen des Droemer Knaur Verlages die Autorin kennen lernen zu dürfen. Nachdem sie ihren Roman vorgestellt hatte. Wenn man mit dem Roman einmal angefangen hat, kann man es kaum aus der Hand legen. Wie ich finde, ein Muss für Fantasy Fans. Ein mehr als rundum gelungenes Debüt einer jungen Autorin das mich vollends überzeugt hat.

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  • Guter Plot dennoch konnte mich die Geschichte leider nicht packen

    Irrlichtfeuer
    EmmaZecka

    EmmaZecka

    03. July 2017 um 12:59

    Kennt ihr das? Ihr besucht eine Buchpräsentation eines Romanes und findet nicht nur die Autorin sympathisch, sondern den Inhalt des vorgestellten Buches lesenswert? Dann besorgt ihr euch das Buch, fangt an zu lesen und hofft, dass irgendwann dieser Moment kommt, an dem ihr euch in der Geschichte auskennt? Oder das Handeln der Charaktere versteht? Ihr wartet und wartet aber der Moment bleibt aus. Zum Schluss steht ihr da und ärgert euch, dass euch das Buch nicht gepackt hat und das obwohl es keine schlechte Geschichte ist. Genauso ging es mir bei Irrlichtfeuer. Und das hat mich echt genervt.Gestaltung Das Cover ist sehr schön dargestellt. Wir sehen eine Gestalt, die in blaues Licht getaucht wird. Das Cover wirkt mysteriös und hat mich noch neugieriger auf Irrlichtfeuer gemacht. Ich ahnte, dass es sich bei dem blauen Licht um das Irrlicht handeln musste. Der Klappentext stellt einen wichtigen Handlungsstrang der Geschichte dar und führt auch die Nebenstränge auf, die aber wichtige Elemente in der Geschichte bekommen. Die im Klappentext angedeutete Struktur hat mir im Buch selbst etwas gefehlt. Inhalt Irrlichtfeuer wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Die CharaktereWir begleiten Alba, die aufgrund einer Muskelerkrankung Schwierigkeiten hat, sich fortzubewegen. Sie möchte sich frei fühlen, wird aber ständig durch ihren Körper gebremst. Sie hat nur einen Traum: Fliegen können. Und dafür hat sie auch ein passendes Konstrukt entwickelt. Wäre da nicht die Sache mit der Schwerkraft... Dann begegnen wir Karel und seinem Sohn Rafael. Die beiden sind Herrscher über die Rothen, einer Bande, die im Stadtteil Rothentor herrscht. Doch Vater und Sohn geraten oft aneinander. Während Karel seine Aufgaben pflichtbewusst erfüllt, hat er nur wenig Vertrauen in seinen sprunghaften Sohn, der sich gerne von Frauen ablenken lässt. Durch eine Frauengeschichte gerät nicht nur Rafael in tödliche Gefahr. Und natürlich gibt es auch eine Bewegung, denen die Sache mit dem Irrlicht nicht gefällt. Sie nennen sich Die Gerechtigkeit. Diese Gruppierung besteht aus Angehörigen, die Verwandte und Freunde durch einen großen Irrlichtunfall verloren haben. Doch nicht nur Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Viele verloren dabei ihr Obdach. Und die Königin? Diese denkt noch nicht mal an eine Entschädigung, geschweige denn an eine Entschuldigung. Anführerin von Der Gerechtigkeit ist Meret, die ihren Mann und ihre Kinder durch den Unfall verloren hat. Sie glaubt stets an das Gute in den Menschen und hofft, dass die Königin sie schon irgendwann erhören wird, wenn die friedlichen Proteste immer lauter werden. Und zu guter Letzt wären da noch Sora und Kass, zwei Irrlichtkinder, die das Kindesalter aber schon längst überschritten haben. Durch einen Unfall sind sie mit dem Irrlicht in Berührung gekommen. Seither arbeiten sie als eine Art Polizeitruppe für die Königin Ijsstedts. Doch glücklich sind sie mit dieser Aufgabe keinesfalls. Sie und die anderen Irrlichtkinder werden durch den Kommandanten und einen Arzt streng kontrolliert. Jegliche Fortschritte werden sofort an die obere Etage weitergegeben. An Privatleben oder gar Freiheit ist kaum zu denken. Können die beiden ihrem Gefängnis entkommen? Die Handlung Die Grundidee, die Handlung um das Irrlicht herumzuspinnen, finde ich clever gelöst. Wir lernen alle Parteien kennen, die irgendwie mit dem Irrlicht zu tun haben und verschiedene Motive verfolgen an dieses heranzukommen oder Abstand von Irrlicht zu gewinnen. Allerdings hatte ich große Mühe, mich in die Handlung einzufinden. Das lag zum einen an den vielen Charakteren, die eingeführt wurden. Mir war nicht klar, welcher Charakter wichtig ist und wer nur in einem Nebensatz auftritt. Das Personenverzeichnis befindet sich bei Irrlichtfeuer am Ende des Buches, sodass ich es erst nach Beenden der Geschichte entdeckt habe, weil ich nicht auf die Idee gekommen bin, dass es hier ein Personenverzeichnis gibt. Es hätte mir sehr geholfen, wenn die Liste am Anfang gestanden hätte. So wäre klar gewesen, wo ich mir einen Überblick verschaffen kann. Und ich muss zugeben: Die Sache mit dem Irrlicht verwirrte mich extrem. Immer wenn ich glaubte, einen Durchblick zu haben, kam wieder ein Nebensatz, der bei mir Fragezeichen verursachte. So dachte ich beispielsweise, dass das Wort Schatten als Synonym für die Irrlichtkinder eingesetzt wird. Dann bekam ich aber eine Information, die die Frage auslöste, ob Schatten gesondert von Irrlichtkindern behandelt wurden. Außerdem hieß es, dass die Irrlichtkinder durch einen Unfall mit Irrlicht infiziert worden wären. Dennoch war im Buch davon die Rede, dass Irrlichtkinder ihren Irrlichtvorrat regelmäßig auffüllen müssten, da sie sonst Entzugserscheinungen hätten. Da hab ich mich auch gefragt: Wieso warten sie nicht auf den Irrlichtentzug um dann normale Menschen zu werden? Und das Frustrierende ist, dass ich überhaupt nicht davon ausgehe, dass es keine Antworten auf die Fragen in dem Buch gibt. Ich hatte nur das Gefühl, dass mir das Wesentliche der Geschichte irgendwie verborgen bleibt. Spannung Der Klappentext ist zwar spannend gehalten, jedoch sorgten ein paar Wendungen der Geschichte und die Tatsache, dass ich nicht wirklich durchblickte, dafür, dass ich mit dem Roman nicht wirklich mitgehen konnte. Die Handlung zog eher an mir vorbei. Schreibstil Toll finde ich, dass Julia Lange ihren Schreibstil der Gesellschaftsschicht anpasst aus deren Perspektive sie gerade erzählt. Wenn wir uns in der Oberschicht befinden, wird viel Wert auf Etikette gelegt. Hingegen werden in der Unterschicht oft Kraftausdrücke verwendet. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Dialoge gewünscht. Mehrere Charaktere berichteten, dass Ijsstedt aufgrund der Irrlichtlage einem Pulverfass glich. Das kam bei mir leider nicht ganz an. Wir begegneten zwar den jeweiligen Schichten, jedoch trafen diese Schichten nicht bewusst aufeinander. Hätte es hier mehr Konflikte gegeben, beispielsweise den ein oder anderen Streit zwischen den Bewohnern verschiedener Stadtteile, wäre die brenzlige Lage bei mir eher angekommen. Gesamteindruck Ich befürchte, meine Erwartungen an Irrlichtfeuer waren einfach zu hoch. Als ich hörte, dass ein Handlungsstrang von Alba, einer Frau mit einer Muskelerkrankung erzählt wurde, wurde ich neugierig. Eine körperliche Erkrankung in einer fiktiven Fantasy Welt. Wie würde das funktionieren? Wie wirkt sich die Erkrankung auf ihr Leben aus? Diese Aspekte wurden teilweise sehr gut dargestellt. Allerdings verliert die Erkrankung nach der Entwicklung von Albas Charakter auch ein bisschen an Bedeutung. (Ach, verdammt, dass ist echt so eine richtige "Jammer"-Rezension). Jedenfalls hoffe ich, dass die Fantasy Freunde unter euch, sehr wohl einen Gefallen an Irrlichtfeuer finden können. Ich bin sehr auf eure Meinung zu dem Buch gespannt. 

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  • Für mich zu verwirrend

    Irrlichtfeuer
    Julia_Regenbogen

    Julia_Regenbogen

    24. May 2017 um 18:43

    Ich habe mich total gefreut. Mein erstes Rezensionsexemplar, das ich von einem Verlag erhalten habe.Stolz wie Oskar ist es auch direkt auf meinem Want to read für den Mai gelandet.Doch leider habe ich mir etwas anderes erwartet.Von der Story her ein gutes Buch. Doch die ständigen Wechsel der Protagonisten mitten im Kapitel fand ich mehr als irre führend. Daher konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. 

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  • Konnte mich nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hatte

    Irrlichtfeuer
    _Vanessa_

    _Vanessa_

    28. April 2017 um 10:47

    Meine Meinung:Auf die Geschichte rund um die junge Alba, die vom Fliegen träumt, war ich schon lange sehr gespannt. Die Inhaltsangabe hat mich vor einer Weile in der Vorschau vom Verlag sehr angesprochen und ich hatte mich darauf gefreut, das Buch zu lesen.Leider kam ich bei meinem ersten Anlauf absolut nicht in die Geschichte hinein und habe nach einigen Kapiteln fürs Erste aufgegeben. Nach einer Weile startete ich dann einen zweiten Versuch und muss sagen, dass es mir auch dieses Mal nicht wirklich viel einfacher fiel, mit dem Buch warm zu werden.Dieses Mal habe ich aber durchgehalten und weitergelesen - meine persönlichen Umstände waren einfach ganz anders und bei meinem ersten Versuch steckte ich zusätzlich noch in einer Leseflaute, die bei meinem zweiten Versuch nicht mehr vorhanden war.Julia Langes Schreibstil las sich angenehm und flüssig. Sie schreibt die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was perfekt zu der meiner Meinung nach doch recht komplexen Geschichte passt, in der es um so viel mehr geht, als Alba die Fliegen möchte. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich die Inhaltsangabe vom Verlag nicht unbedingt ganz passend finde, doch ich habe es absolut nicht hinbekommen, die Geschichte in wenigen Sätzen so zusammenzufassen, das man ein gutes Bild davon bekommt, ohne gespoilert zu werden.Zu den Charakteren werde ich an dieser Stelle nur allgemein etwas erzählen, da es zu viele sind, um auf alle einzeln einzugehen. Insgesamt muss ich sagen, dass ich sie ein wenig schwach fand und keiner mich richtig mitreißen oder berühren konnte. Teilweise fand ich manche von ihnen sogar ein klein wenig unglaubwürdig, aber das war zum Glück eine Ausnahme und die meiste Zeit über waren die Handlungen der Figuren nachvollziehbar.Einzig und allein Alba habe ich mich ein wenig verbunden gefühlt, wenn auch nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Sie war meiner Meinung nach ein wenig besser dargestellt, vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, da sie und mich etwas verbindet: Eine chronische Erkrankung, die uns einschränkt. Es ist zwar nicht die gleiche Erkrankung, Albas würde ich als eine Art Muskelschwund bezeichnen, ich habe aktuell die Diagnose Fibromyalgie, außerdem noch einige weitere Dinge und 2 Sachen, die aktuell näher untersucht werden müssen, aber es geht schon in eine ähnliche Richtung, was die Auswirkungen betrifft: Man kann einfach nicht so, wie man gerne würde. Vielleicht finde ich sie nur deswegen ein wenig stärker, vielleicht ist sie es aber auch tatsächlich, so genau kann ich es nicht sagen.Aufgrund der vielen Charaktere und den vielen Perspektiven/Handlungssträngen fiel mir der Einstieg ins Geschehen ziemlich schwer. Ich war oft verwirrt, wusste nicht genau wo welche Figur jetzt hingehört und auch später kam ich manchmal noch durcheinander. Ich glaube, dass ich vor allem dadurch nicht ganz so warm mit dem Buch wurde, mich nie wirklich gefühlt habe, als steckte ich mitten drin, nicht gefesselt wurde.Denn grundsätzlich gefiel mir die Handlung echt gut, sie ist komplex, interessant, bot Spannung, war absolut nicht vorhersehbar und brachte einige Überraschungen mit sich. Potenzial mich zu fesseln war definitiv da, nur leider hat das Buch dies nicht geschafft.Das Ende schließt die Geschichte gut ab, lässt aber auch Fragen offen. Ich fand es passend und es gefällt mir, für mich persönlich kann das Buch ruhig als Einzelband stehen bleiben. Andere mögen das vielleicht nicht so sehen. Ob es bei diesem Band bleibt oder eine Fortsetzung geplant ist, weiß ich nicht.Fazit:"Irrlichtfeuer" konnte mich leider nicht ganz so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hatte. Grundsätzlich gefiel mir die komplexe Handlung echt gut, das Buch bot Spannung und war nicht vorhersehbar, doch ich wurde absolut nicht warm damit und habe mich die meiste Zeit außen vor gefühlt, wurde nicht gepackt. Trotzdem kann es nicht Schaden einen näheren Blick auf das Buch zu werfen, denn nur weil ich persönlich so empfinde, heißt das ja noch lange nicht, dass es jeder so sieht. Gute 3 Sterne von mir.Hinweis: Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen. Dort habe ich die Inhaltsangabe vom Verlag verwendet, weswegen ich darauf verzichtet habe, diese hier einzufügen.

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  • Die Jagd nach dem mächtigen Irrlicht

    Irrlichtfeuer
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    29. January 2017 um 19:48

    Die junge Alba leidet an einer Erkrankung ihrer Gliedmaßen, die ihre Bewegungsfähigkeit stark einschränkt. Daher ist es ihr größter Wunsch, frei wie ein Vogel fliegen zu können. In einer Wohnung, von der ihre Familie nichts weiß, arbeitet sie an mechanischen Schwingen, um ihren Traum Realität werden zu lassen. Mithilfe des Irrlichts, auf das die Mächtigen des Stadtstaates Ijsstedts ein Monopol haben, könnte Alba die Schwingen optimieren, aber dessen Besitz ist illegal und damit strafbar. Mit diesem Debütroman entführt die Autorin den Leser in den Stadtstaat Ijsstedt und stellt dessen Gesellschaftsstruktur und Bewohner vor. Die Stadt ist in mehrere Bezirke unterteilt, die in der Hand mächtiger Banden und deren Bosse liegt und die unter anderem Handel mit dem illegalen Irrlicht betreiben. Die Oberschicht Ijsstedt verdankt ihren Wohlstand und Komfort dem gasförmigen und leicht entzündlichen Irrlicht, das sie streng bewachen lässt. Sogenannte Irrlichtkinder, junge Menschen, die vor Jahren eine verheerende Irrlichtexplosion trotz Vergiftung überlebt haben, stehen im Dienst der königlichen Regierung und sollen dem illegalen Irrlichthandel auf die Schliche kommen. Die arme Bevölkerung profitiert nicht vom Irrlicht, im Gegenteil, viele Familien haben Angehörige bei Explosionen oder Bränden durch das Gas verloren, ohne eine entsprechende Entschädigung erhalten zu haben. In der Organisation Gerechtigkeit haben sich diese Menschen gefunden, die für einen friedlichen Dialog mit der Regierung einstehen. Jedoch wird die Organisation zunehmend von den Banden unterlaufen. Der Roman ist so aufgebaut, dass der Leser diese Informationen erst nach und nach durch die Lektüre enthält, was ich normalerweise sehr gut finde, aber hier hätte ich mir manchmal gewünscht, dass diese Informationen einige Seiten zuvor geliefert worden wären. So hatte ich teilweise zu viele offene Fragen auf einmal, was den Lesefluss etwas gestört hat. Überrascht hat es mich, dass die komplexe Geschichte aus mehreren Handlungssträngen besteht, damit hatte ich bei dem Klappentext nicht gerechnet; fand ich aber gut, da wir so die Ijsstedter Gesellschaft und ihre Probleme aus verschiedenen Blickwinkel erleben. Allerdings gab es zwei Handlungsstränge, bei denen mir die Entwicklung gefehlt hat, die Figuren agierten mir zu wenig und teilweise war für mich nicht ersichtlich, wo denn nun eigentlich ihre Ziele liegen oder wie sie diese erreichen wollen. Die Entwicklung von Alba als kranke junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und durch die Geschehnisse ihr Selbstbewusstsein stärken kann, hat mir gut gefallen. Teilweise war mir die Entwicklung allerdings zu drastisch und am Ende hatte ich ein paar offene Fragen zu ihrer Motivation, aber da die Autorin eventuell einen zweiten Band plant, könnte ich mir vorstellen, dass diese Fragen dort nochmal aufgegriffen werden. Das Buch ist zwar abgeschlossen, aber dennoch bleiben einige Fragen offen, was die weitere Entwicklung Ijsstedts angeht, und bietet somit Raum für eine Fortsetzung. Anmerken möchte ich noch, dass die Autorin nicht unbedingt zimperlich mit ihren Figuren umgeht. Bis auf die oben genannten Schwachpunkte hat mich der Roman gut unterhalten, die Handlung ist komplex und spannend und ich würde mich über ein Wiedersehen in Ijsstedt freuen. Eine Anregung habe ich noch: es wäre schön, wenn die Karte von Ijsstedt auch ihren Weg in das eBook finden würde.

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  • Julia Lange - Irrlichtfeuer

    Irrlichtfeuer
    nef

    nef

    26. January 2017 um 10:53

    Inhalt:Alba ist dabei sich ihrem großen Traum ein Stück weiter zu nähern. So oft es geht stiehlt sie sich davon um in ihre eigene kleine Wohnung zu gehen und an ihren Flügeln zu arbeiten. Seit sie denken kann ist ihr Körper ihr größter Feind. Ihre Krankheit raubt ihr die Kraft zu gehen, zu greifen und all die Dinge zu tun die sie so gern machen würde.Ihr einziger Wunsch ist es endlich schwerelos über Ijsstedt zu schweben und ihrem geschwächten Körper zu entfliehen. Was danach passiert ist nicht mehr wichtig.Als nicht weit von ihr einer der Stahlriesen der zum Irrlichtabbau benutzt wird in Flammen steht, rettet sie eine verletzte Krähe vor einigen Mitbewohnern des Hauses. Natürlich wird sie die Krähe nicht essen, wie von den anderen vermutet. Nein, sie will ihr helfen. So beherbergt Alba einige Tage die verletzte Krähe, füttert sie und stellt ihren Flügel ruhig, damit er heilen kann. Am Tag des Abschieds ist Alba nicht nur traurig, dass sie nun wieder alleine ist, nein, sie würde zu gern mir ihr fort fliegen. Aber die Krähe vergisst Alba nicht und besucht sie jeden Tag in ihrer Werkstatt. Bis eines Tages ein Mann im Treppenhaus erscheint und sich bei ihr bedankt. Er sei der Besitzer von Corvin - so der Name der Krähe - und es dauert nicht lange, bis die beiden sich immer wieder über den Weg laufen. Dem ersten Erscheinungsbild nach ist Sora ein komischer Geselle und alle Versuche Albas ihn los zu werden scheitern.Der erste Flugversuch mit ihren selbstgefertigten Schwingen währt nur kurz. Das Gestell ist zu schwer, auch wenn Alba kaum noch ein zusätzliches Gewicht ist, muss sie schon bald landen. Eine Krähe begleitet sie auf ihrem ersten Flug - Corvin?Zumindest ist es eben diese einst verletzte Krähe, die ihr ein großes, wenn auch gefährliches Geschenk macht: Irrlicht! Natürlich benutzen sie bei ihr zu Hause Irrlicht als Lichtquelle, aber reines Irrlicht zu besitzen ist verboten. Wie kommt die Krähe dazu? Und warum bringt sie ihr das Irrlicht?Die Frage ist nun - wie wird sie es unauffällig wieder los? Oder soll sie es gar behalten?Soras Besuche werden häufiger und Alba befürchtet, dass er ihr an der Nasenspitze ansieht, dass sie etwas Verbotenes tut. Aber was wäre, wenn sie die Flügel mit dem Irrlicht behandeln könnte? Wenn sie sie dadurch leichter machen könnte, könnte sie beim nächsten Mal viel länger fliegen. Alba steckt in der Zwickmühle. Dabei ist das Irrlicht nur eins von ihren Problemen. Kass ist ein sogenanntes Irrlichtkind. Nach dem Unfall in der Mine ist es den Irrlichtkindern verboten worden sich nach draußen zu begeben. Dorien, ihr Sprecher, setzt alles daran die Königin und ihren Rat nicht gegen sich auf zu bringen, aber unter den anderen Irrlichtkindern wächst der Unmut. Als dann Hisa, Kass Geliebte und Soras Schwester, ermordet wird, macht er sich aus dem Staub. Irgendwo ist der Mörder von Hisa und während der Widerstand in der Bevölkerung gegenüber der Königin zunimmt, versucht er unerkannt an Informationen zu gelangen. Dabei sind die Aufstände in den Arbeitervierteln ein willkommener Schutzmantel.Kass versteht die Menschen und die Wut in ihren Köpfen, nachdem so viele ihrer Verwandten und Bekannten bei dem erneuten Brand in der Miene umgekommen sind. 20 Jahre zuvor ist es schon einmal passiert - dabei ist unter anderem er entstanden: ein Irrlichtkind.Er kann sich daran kaum erinnern, aber die Narben bleiben und kennzeichnen ihn sichtbar. Alba und Kass könnten unterschiedlicher nicht sein und doch verbindet sie ein Wunsch: Freiheit. Meinung:'Irrlichtfeuer' ist der Debütroman von Julia Lange und spielt in einer gänzlich unbekannten Welt. Die Stadt Ijsstedt ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Was über seine Grenzen hinaus ist, wird nicht angerissen.Als Hauptcharakter kann man hier Alba ansehen, auch wenn das Buch aus sehr vielen verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist. Neben Alba, Kass und Sora lernen wir noch die Gedankengänge des Grafen und von Meret kennen. Das ist am Anfang ein wenig sehr verwirrend, da die Perspektive nicht pro Kapitel wechseln sondern teilweise sogar mitten im Textblock. Alba ist ein schmächtiges, gebrechliches Mädchen, das in gutem Hause geboren ist, sich aber so oft es geht in die Anonymität der Armenviertel flüchtet. Seit jungen Jahren leidet sie an einer mysteriösen Krankheit, die ihre Glieder schwächt und die sie in nicht allzu ferner Zukunft das Leben kosten wird. Eine Art Medizin hilft ihr, die Schwächte der Muskeln zu überwinden und die Schmerzen zu vertreiben.Während des gesamten Buches wird leider nicht näher beleuchtet was dies für eine Krankheit ist. Es bleiben nur Spekulationen. Ebenso die ihr helfende Medizin. Auf der anderen Seite wird sehr häufig darauf hingewiesen, dass Alba krank und schwächlich ist. Das hat mir den ersten Teil des Buches ziemlich verhagelt, weil es einfach zu viel war.Ab dann geht es. Auch nimmt ab der Hälfte ungefähr die Spannung deutlich zu. Alle anderen eingeführten Charaktere mit eigenen Perspektiven waren zum Großteil nicht handlungsrelevant. Natürlich war es nett zu lesen, welche Gedanken sich diese Personen machen, sowohl um den Unfall mit dem Irrlichtfeuer als auch über die Aufstände. Aber wirklich wichtig für die Handlung ist lediglich halbwegs noch der Graf. Der mir persönlich auch sehr sympathisch ist. Mit Alba dauerte es eine Weile mit dem warm werden und mein persönlicher Lieblingscharakter ist eh die Krähe. Wer mich kennt, weiß warum ;o) Im Großen und Ganzen ist die Geschichte durchaus angenehm zu lesen, wenn man sich erst einmal auf den Schreibstil eingestellt hat, aber sie hat mich leider nicht restlos begeistert. Dafür sind mir einfach zu viele Fragen am Ende nicht beantwortet worden. Für mich ist es wichtig, dass sich am Ende alle Fäden treffen und die wichtigsten Sachen beleuchtet werden. Das ist hier leider nicht der Fall. Somit habe ich das Gefühl, das Buch ist nicht fertig. Es ist irgendwie löchrig geblieben.Eine weitere Geschichte in Ijsstedt würde mich schon noch mal reizen, einfach um den Rest der Stadt kennen zu lernen.

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  • Von Träumen, Wut und Rache

    Irrlichtfeuer
    Delora

    Delora

    16. January 2017 um 21:01

    In Irrlicht Feuer von Julia Lange geht es um Alba, ein Mädchen das von einer Krankheit geschwächt ist und trotzdem vom Fliegen träumt. Sie ist bereit alles ihr Mögliche zu versuchen, damit sie frei sein kann.Wir lernen Ijsstedt allerdings nicht nur aus Albas Augen kennen. Wir begleiten auch Kass und Sora, zwei Schatten, die aufgrund ihrer Fähigkeit mit dem Irrlicht von der Bevölkerung und ihrer Regierung gleichermaßen gefürchtet werden. Meret die für Gerechtigkeit eintritt und Karel eine Art Boss im Untergrund und seinen allzu leichtfertigen und aufbrausenden Sohn Rafael.Mir hat Irrlichtfeuer sehr gut gefallen. Es gab praktisch keine Längen es passierte immer etwas Spannendes. Die Mischung aus persönlichen Zielen und der größeren politischen Problematiken hat ein gutes Bild von Ijsstedt gezeichnet. Die Charaktere sind mir durch ihre Stärken und Schwächen sehr ans Herz gewachsen. Das nicht alle nur ausnahmslos gut oder böse sind macht sie einfach menschlich und greifbar.Ich lege dieses Buch allen ans Herz die gerne über eine Stadt am Anfang ihrer industriellen Revolution lesen möchten, die sich aber auch nicht an einigen übersinnlichen Fähigkeiten stören. Julia Lange schafft es alles logisch zu erklären, ohne dabei allzu sehr ins technische Detail abzudriften. Man sollte sich allerdings nicht daran stören das nicht alle Fragen bis ins letzte beantwortet werden. Mir persönlich macht es nichts aus mir da noch meine eigenen Gedanken zu machen und auch Infos die zwischen den Zeilen stehen wieder und wieder zu überdenken.Ich hätte das Buch wahrscheinlich an zwei oder drei Tagen verschlungen, wenn ich gekonnt hätte. Allerdings habe ich an einer Leserunde auf Leserunden.de teilgenommen und durch den Austausch mit den anderen Lesern hat sich das natürlich auf meine Lesezeit ausgewirkt. Allerdings fand ich das sehr schön!

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  • Viel Action, manchmal zu wenige Erklärungen

    Irrlichtfeuer
    NicoleGozdek

    NicoleGozdek

    15. January 2017 um 21:39

    Inhalt: Im Stadtstaat Ijssedt kontrollieren die Königin und ihr Rat den wichtigen Irrlichthandel. Ihre Untergebenen, die Irrlichtkinder, verfügen über die Fähigkeit, den gasförmigen oder flüssigen Brennstoff für ihre Magie zu nutzen, und sind als gefürchtete Schatten der verlängerte Arm der Regierung.Hier lebt Alba, eine Tochter aus gutem Haus, und träumt aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung durch eine schwere Krankheit vom Fliegen. Doch dafür benötigt sie das für sie verbotene Irrlicht.Doch eine Irrlichtfeuerkatastrophe verändert nicht nur ihr Leben auf dramatische Weise.Meret verliert ihren Ehemann und ihre beiden Kinder und schließt sich einer neuen Gruppierung mit dem Namen Gerechtigkeit, wo sie schnell in den Führungskreis aufsteigt. Doch die Untergrundbosse der Stadt, die die einzelnen Stadtviertel unter sich aufgeteilt haben, wollen die Gruppe für ihre eigenen Zwecke nutzen. Einer von ihnen ist Karel, der Anführer der Rothen, der mit seinem Sohn Rafael eigene Pläne mit dem wertvollen Irrlicht hat. Doch ihnen sind schon die Schatten, unter ihnen Sora und Kass, auf der Spur. Doch ein Fehler führt zum Tod einer ihnen nahestehenden Person und zur weiteren Entfremdung mit ihren eigenen Befehlshabern, während die Lage in der Stadt immer explosiver wird ... Meine Meinung: Puh, das ist gar nicht so einfach, denn ich habe gemischte Gefühle, was das Buch angeht. Gestartet ist es super, gleich mitten drin in der Action, es passierte viel und wir lernten die wichtigsten Personen als Interakteure kennen, ohne dass viel erklärt wurde. In medias res - ein guter Weg, um Spannung beim Leser aufzubauen.Doch irgendwann habe ich Erklärungen erwartet, die einfach nicht kamen - oder viel zu spät und zu wenig -, ich fühlte mich mit der Geschichte allein gelassen und da zudem auch Beschreibungen eher selten waren und manche Dinge nicht konkret benannt wurden, fehlten mir nicht nur wichtige Orientierungspunkte, sondern auch ein Gesamtbild. Das wurde zwar im Laufe der Geschichte besser, aber das Lesegefühl war dadurch ein einziges Auf und Ab - Zufriedenheit nach Aha-Momenten, Frust, wenn man feststellte, dass eine Schlussfolgerung falsch war und einem Informationen gefehlt hatten, und Unverständnis wechselten sich ab.Am Schreibstil merkt man, dass "Irrlichtfeuer" der Debütroman von Julia Lange ist. Sie ist wunderbar in der Handlung drin und erzählt spannend, doch sie vergisst es, uns Leser hin und wieder an die Hand zu nehmen und entscheidende Dinge zu erklären, die man als Fremder in ihrer Welt benötigt.Nicht nur beim Schreibstil auch bei den Figuren selbst hatte ich gemischte Gefühle. Es gibt fünf Erzählfiguren in der 3. Person: Alba, Meret, Karel, Rafael und Kass. Mit Alba, Kass - und hin und wieder auch Karel - konnte ich mich überwiegend identifizieren, Meret war zu blass, zu emotionslos, obwohl sie ihre Familie verloren hatte, als dass ich eine Beziehung zu ihr hätte aufbauen können. Und Rafael wurde nach und nach als "Bösewicht" aufgebaut, der in seiner Besessenheit für Sora alles und jeden anderen verrät und am Ende zu einer tragischen Figur wird. Doch Alba und Kass haben es auch geschafft, mir auf die Nerven zu gehen mit ihrer Untätigkeit oder ihren unverständlichen Handlungen, sodass ich sie hin und wieder einfach nur geschüttelt hätte. Somit war keine Figur dabei, die mich durchgängig überzeugt hätte, nicht einmal Karel, der sich in einem entscheidenden Moment schlecht beraten lässt. Die Irrlichtmagie fand ich spannend, aber hier wurde das Potential nicht genug ausgeschöpfert. Manchmal erschien sie mir das Mittel zum Zweck zu sein, ein Ungeheuer, vor dem sich die Menschen fürchten, man als Leser jedoch nicht genau weiß warum. Hier wurde manchmal zu wenig beschrieben, sodass die wichtigen Einsätze der Irrlichtmagie manchmal im Rest etwas untergingen. Das fand ich sehr schade, denn die Irrlichtmagie ist etwas Besonderes und Neues, das den Roman auszeichnet und ihn von anderen abhebt.Das Ende ... Zum Teil erwartet, in anderen Dingen überraschend. ich weiß noch nicht recht, was ich davon halten soll. Ich werde wohl noch eine Weile darüber nachdenken, aber es lässt mich nicht recht zufrieden zurück, auch wenn es zum Großen und Ganzen von Julia Langes Geschichte passt.  Fazit: Ein noch nicht ganz runder Roman, der mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten und noch ein paar Schwächen im Stil und in den Figuren hatte, insgesamt aber spannend und rasant erzählt ist. Ich würde ihn Fans von historischer Fantasy und gesellschaftlichen Fragestellungen empfehlen. 

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  • Wenn der Traum vom Fliegen näher kommt...

    Irrlichtfeuer
    Solara300

    Solara300

    08. January 2017 um 13:04

    Kurzbeschreibung Die junge Albertina Katrien Veenstra auch kurz Alba genannt ist aus gutem Hause was sie nicht wirklich interessiert, denn seit sie weiß, träumt sie vom Fliegen. Den genau dieses Gefühl der Freiheit und des Loslassens kann sie dabei empfinden, wie sie es sich vorstellt. Denn bei ihr wurde eine Krankheit diagnostiziert die ihr das tägliche Leben mit Schmerzen füllt. In ihrer geheimen Werkstatt die sie immer wenn es geht aufsucht, verkleidet sie sich als Arbeiter um nicht aufzufallen. Denn in Ijsstedt sind die Reichen und vor allem die Königin nicht gerne gesehen, zu sehr sind die Leute verdrossen über das Verhalten der Oberen. Denn die kümmern sich nicht wirklich ums Volk, sondern nur um ihr geliebtes Irrlicht auf das der Stadtstaat Ijsstedt ein Monopol hat. Nur was wäre wenn es zu Unruhen kommen würde, denn ein winziger Funken reicht manches Mal aus, den hier laufen viele Parallele zusammen... Cover Das Cover gefällt mir mit dem Schwarz und dem Blauweißen Feuer das um die Person zu lodern scheint. Und wie man sieht steht dieses Person mitten in der Stadt. Nachdem ich das Cover das erste  Mal erblickt hatte, war ich Neugierig und wollte wissen was sich dahinter verbirgt und was das Licht genau zu bedeuten hat. Schreibstil Die Autorin Julia Lange hat eine sehr interessante Geschichte geschrieben, die mehrere Handlungsstränge hat, die sich zu einem Ganzen verknüpfen. Allerdings hat mir hier der Funken gefehlt, wo mich an die Geschichte so richtig fesselte. Die Junge Alba ist zwar krank und doch kann ich nicht wirklich einen Bezug zu ihr aufbauen, genauso wenig zu dem Großteil der Personen. Außer manchen, wie die Einheit der Schatten, konnte es mich leider nicht so ganz überzeugen. Meinung Wenn der Traum vom Fliegen näher kommt... Dann sind wir bei der jungen Alba, die sich diesen Traum endlich erfüllen will, dafür arbeitet sie so oft es geht in ihrer geheimen Werkstatt verkleidet als Straßenjunge. Denn keiner darf wissen was die Tochter aus gutem Hause wirklich macht. Denn nicht nur das es sich nicht gehört, ist Alba sehr krank und sollte sich stattdessen ausruhen. Bei einem Zwischenfall mit einem Irrlicht Unfall rettet sie einer verletzten Krähe das Leben und ist froh endlich jemand zum reden zu bekommen. Denn ihrer älteren Schwester Fiene braucht sie sich nicht anzuvertrauen. In der Zwischenzeit auf den gefährlichen Straßen Ijsstedt geht es immer hitziger zu und die Diskussionen und der Unmut der Bevölkerung wachsen, den sie fühlen sich vom Staat und der Königin im Stich gelassen, die sich nur noch um sich selbst und ihren Reichtum kümmern. Das einzige was zählt ist das Irrlicht, und ob dann ein paar Menschen ums Leben kommen, ist ihnen egal. In dieser aufgeheizten Stimmung befinden sich aber nicht nur die, wo jemanden bei den Unfällen verloren haben, oder ihren Träumen nachgehen, sondern auch noch denen die zwar geduldet werden, aber vor denen man eine Heidenangst hat weil sie anders sind. Die Irrlichtkinder, bestehend für die Königin zu arbeiten und gleichzeitig unter Kontrolle gehalten zu werden. Denn Magie, was die Irllichtkinder beherrschen wird nicht gern gesehen, außer zum Nutzen der Königin. In genau dieser Zeit des Umbruches und der Zeichen, gibt es bald einen großen Knall und jeder muss für sich eine folgenschwere Entscheidung treffen. Für mich hat die Autorin hier sehr gut erzählt was passieren kann wenn sich ein Volk erhebt und gleichzeitig einzelne Schicksal beleuchtet werden, die trotz allem zu dem ganzen gehören. Allerdings waren es mir hier nicht zu viele Handlungsstränge, sondern ich konnte mich nicht richtig fallen lassen beim Lesen. Die Geschichte ist gut, aber leider definitiv nichts für mich. Wer also mehr aus dieser aufgeladenen Umgebung lesen möchte ist hier mit dieser Fantasy Geschichte sehr gut beraten. Fazit  Leider für mich nichts, aber vom Ansatz her eine interessante Story. Verwicklungen, Unmut, Liebe und Intrigen werden hier nicht zu kurz kommen.... 3 von 5 Sternen

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  • Irrlichtfeuer

    Irrlichtfeuer
    Nenatie

    Nenatie

    24. November 2016 um 13:27

    MeinungAls ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt habe war ich sofort begeistert und wollte Irrlichtfeuer unbedingt lesen.Jetzt hab ich es gelesen und einiges zu schreiben, wo fang ich am besten an? Wahrscheinlich am Anfang ;)Der Start ist gelungen finde ich. Man ist sofort in der Welt und begleitet Alba bei ihrem Versuch zu fliegen. Und lernt dann auch viele andere Charaktere kennen. Was hier etwas verwirrend ist sind die Perspektivenwechsel. Sie kommen einfach so, zwar durch einen Absatz getrennt aber man muss sich trotzdem erstmal zurechtfinden. Ein Glück gibt es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis, so findet man sich besser zurecht. Leider wird vieles erst mal nicht näher beleuchtet. Es ist ein bisschen wie wenn man verschiedene Episoden einer Serien gleichzeitig laufen hat und man immer hin und her springt. Alle Wege kreuzen sich auch dann auch irgendwann mal und es war spannend wie dann alles zusammenhängt. Es gibt Morde, Intrigen und viel Politik. Die Geschichte ist keine einfache und leicht Fantasy. Man muss selbst viel kombinieren und die vielen kleinen Hinweise im Text finden. Und vor allem werden Romantikfans mit diesem Buch nicht glücklich, es gibt nämlich keine Romantik. Und der Klappentext gibt nur einen kleinen Teil der Handlung wieder. Alba steht zwar im Mittelpunkt, es gibt aber noch viele andere drum herum.Was mit gefehlt hat war noch mehr Hintergrundinformationen und auch Ausführungen. Es gibt so viele Charaktere und Julia Lange hat so viele tolle Ideen hier in dieses Buch gepackt, dafür ist es einfach zu dünn. Ein paar Seiten mehr hätten meiner Meinung nach auch nicht geschadet. Damit hätte es mehr Platz für Details gegeben. Es gibt auch sehr viele Handlungsstränge die teilweise einfach offen bleiben, leider muss ich sagen. Vieles hätte mich noch interessiert und ich glaube ich hätte auch einen 1000 Seiten Wälzer der in dieser Welt spielt gelesen.Die Charaktere bleiben dadurch leider auch sehr blass.Alba ist zu Beginn sehr klischeehaft. Ein reiches Mädchen das sich heimlich davon schleicht um ihren Traum zu erfüllen, dabei wird sie noch von einer geheimnisvollen Krankheit geplagt. Sie macht sich aber im Laufe des Buches, wenn sie mir das auch nicht wirklich sympathischer gemacht hat. Ich mochte sie die ganze Zeit nicht, sie ist einfach zu egoistisch. Aber das ist ja Geschmackssache. Ihre Entwicklung war trotzdem sehr interessant.Dafür gab es andere Charaktere die ich mochte, Kass und Sora, zwei Irrlichtkinder, auch Schatten genannt. Sie waren wirklich interessant, ihr ganzes dasein und ihre Aktionen. Aber auch hier hätte gerne noch viel mehr kommen dürfen. Dann gibt es noch einige Charaktere mehr die man auch immer wieder begleitet.Ich mochte den Schreibstil, alles war gut zu lesen. Und ich konnte auch gut in die Welt abtauchen, es gibt nicht viele Erklärungen aber die die es gibt haben ausgereicht das ich mir ein Bild verschaffen konnte. Leser die viel Fantasy lesen haben es hier sicher einfacher sich alles vorzustellen.Ich schwanke bei der Bewertung sehr. Dieses Buch wollte ich so gerne lieben und ich war auch so gespannt darauf. Doch leider hat es mich nicht ganz überzeugt. Die Welt ist toll und die Geschichte bietet sehr viel Potential. Julia Lange hat auch bewiesen das sie viel Fantasie hat und ihre Ideen zu Papier bringen kann! Aber es ist auch noch Luft nach oben.Eine tolle Welt mit vielen tollen Ideen. Leider insgesamt zu kurz um alle Ideen im Buch auch auszuführen. Wer gerne komplexe Geschichten mit viel Politikanteil mag, und auch gerne Details kombiniert, ist mit diesem Buch gut beraten.

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  • Leserunde zu "Irrlichtfeuer" von Julia Lange

    Irrlichtfeuer
    JuliaLange

    JuliaLange

    „Dunst verschleierte den Himmel, wo heute keine Krähe im Wind tanzte. Heute gehörte er Alba allein.“Ich hoffe, ihr seid schon neugierig geworden auf meine erste Leserunde :)"Irrlichtfeuer" ist mein Debüt, das Anfang September bei Knaur erschien, die auch netterweise fünfzehn Exemplare für euch zum Gewinnen zur Verfügung gestellt haben.Um was es in dem Buch geht? Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das magische Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben. Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen. Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Gas einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Bandenkrieg und einen Volksaufstand und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen.Aber es geht nicht nur um Alba, sondern auch um Karel, einen der Bandenchefs, der eigentlich nur das Beste für sein Viertel will. Um Meret, die sich Gerechtigkeit für ihre tote Familie wünscht. Um Rafael, der von seiner großen Liebe sitzengelassen wurde. Und um Kass, einem Irrlichtkind, das genug vom derzeitigen Leben hat.Wer noch mehr wissen möchte, der kann gerne noch in die Leseprobe schauen.Lasst mich wissen, ob und warum ihr gerne dabei sein wollt. Ich freue mich auf eure Teilnahme :)

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    • 250
  • Ein unglaublicher Wirrwarr ohne roten Faden

    Irrlichtfeuer
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    16. November 2016 um 20:39

    Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben. Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen. Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Gas einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Bandenkrieg und einen Volksaufstand und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen....So besagt es die Inhaltsangabe und diese ließ mich hier gern zugreifen, vor allem, da auch das Cover mich sehr ansprach.Leider verlor ich recht schnell die Übersicht.Es tauchen unglaublich viele Charaktere auf, die zwar alle irgendetwas tun - aber bis zur letzten Seite kam ich nicht dahinter, was eigentlich der Sinn und Zweck dieser Taten ist.Manches habe ich mir zusammengereimt - um ein paar Seiten weiter fest zu stellen, dass das so auch nicht stimmen kann und irgendwann habe ich  dann gedanklich einfach entnervt sämtliche Erklärungsversuche meinerseits aufgegeben.Aus dem Buch herauslesen konnte ich die Zusammenhänge allerdings auch nicht.Mehr und mehr entstand bei mir der Eindruck, dass hier schlicht mehrere Erzählungen zusammengewürfelt sind, die nur zufällig in der gleichen Welt spielen, wenig bis nichts miteinander zu tun haben und auch nirgendwo hin führen.Für sich genommen sind die Ideen dahinter gut - so aufeinander gestapelt wie hier ist die Umsetzung aber in meinen Augen wirklich extrem schlecht gelungen.Es fehlt an allen Ecken an einem wirklichen Ziel, der Aufbau der Charaktere ist zu sprunghaft und unausgegoren, um wirklich glaubhaft zu sein und einen Überblick verschaffte mir dabei weder die Karte noch das Personenregister.Dazu ist das Buch furchtbar langatmig geschrieben - da zittern die Beine, alles ist beschissen und obwohl scheinbar einiges passiert - tut sich nicht wirklich was.Gut am Ende brennt ein Viertel und einige sind tot - warum auch immer. Aber sonst?Gefiebert habe ich hier nur auf eins: auf das Ende.Weil ich einfach jedes Buch zu Ende lese...!Leider keine Leseempfehlung.

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    • 3
  • Der Traum vom Fliegen =)

    Irrlichtfeuer
    Lizzy_Curse

    Lizzy_Curse

    16. November 2016 um 15:27

    Alba träumt vom Fliegen und bastelt dafür klammheimlich an einer Apparatur, die ihr dieses Vorhaben ermöglicht. Doch dazu benötigt sie Irrlicht. Auf der Suche danach gerät sie zwischen die Fronten, die sich in dem Stadtstaat Ijesstedt formieren. Zwischen Irrlichtkindern und Arbeitern muss sie sich nun behaupten. Die Idee der gesamten Geschichte lockte mich an wie das Licht einer Laterne die Mücken. Ein geheimnisvolles Irrlicht, das als Energiequelle dient und auch sonst ein gewaltiges Potential bietet. „Kinder“, die aus einem Unfall hervorgegangen sind und besondere Fähigkeiten haben und eine Stadt, in der der Groll der Bevölkerung schwelt. Alles Zutaten, die von dem gewöhnlichen Fantasymainstream abweichen und frischen Wind versprechen. Schon die ersten Seiten zogen mich in ihren Bann. Alba handelt, sie wird nicht erst lange eingeführt, sondern ich lernte sie in ihrem gewohnten Umfeld kennen. Dabei wurde auch noch nicht alles über sie verraten. Die Frage nach ihrer Herkunft trieb mich zu den wildesten Spekulationen und ließ mich Seite um Seite umblättern, um über die Passage zu stolpern, die meine Neugierde befriedigte. Genauso war es mit Kass, einem Irrlichtkind, dessen Anfangsszenen ich besonders beeindruckend finde, da ich die Bilder, die Julia Lange mit ihren Worten in meinen Kopf zu zeichnen vermochte, sehr gern hatte. Julia Lange jongliert mit einer Hand voll Charakteren und Erzählperspektiven, die sie in der ersten Hälfte auch gut einführt und zu händeln vermag. Jeder Charakter hat Anfangs seine eigene Stimme, gleich ob laut oder leise, und jeder kommt auch mal zu Wort. Anfangs? Auf diese Einschränkung gehe ich später noch ein. Der Plot entwickelt sich spannend und Julia Lange nimmt auch kein unnötiges Blatt vor den Mund oder schont an der falschen Stelle. Doch ich will nicht all zu viel verraten, da sich die Geheimnisse von Ijesserstedt erst nach und nach entblättern. Die Sprache der Autorin ist sehr bildhaft, was einem vor allen Dingen zu Beginn hilft, die Charaktere vor sich zu sehen und die Settings einzuordnen, in denen die verschiedenen Figuren agieren. Ich mochte den Stil des Buches auf jeden Fall sehr gerne und war gerade deswegen zu Anfang Feuer und Flamme für diese Welt. Zu Anfang? Ja, zu Anfang. Meine Euphorie ist in der zweiten Hälfte des Buches ein wenig abgekühlt. Vor allen Dingen da hatte ich manchmal das Gefühl bei den Wechseln der Erzählperspektive, dass sie holprig von statten gingen. Es dauerte immer ein wenig, bis sich die Autorin wieder gefangen hatte und das trübte auch die Lesefreude ein wenig. Zudem weiß man lange nicht, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Da hätte ich mir sowohl zum Plot als auch zur Funktionsweise und dem Ursprung des Irrlichtgases ein wenig mehr Input erhofft. Nichtsdestotrotz habe ich mit den Figuren gelitten und gebangt, war von den Ideen begeistert. Die Autorin hat mich in eine Stadt entführt, in der hinter jeder Ecke ein Geheimnis lauerte und ich habe manchmal mit angehaltenen Atem an der Buchseite geklebt. Deshalb vergebe ich sehr gerne vier Sterne und bin gespannt auf ihr nächstes Werk.

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  • Eine solide Idee mit ein paar Schwächen

    Irrlichtfeuer
    Knorke

    Knorke

    14. November 2016 um 21:20

    Mit Irrlichtfeuer habe ich schon in der Vorschau von Knaur geliebäugelt. Nicht nur weil mir das Cover wirklich gut gefällt, sondern auch weil der Klapptext eine kreative Fantasygeschichte zu versprechen schien. Leider konnte das Buch mich trotz der wirklich tollen Idee dahinter nicht völlig überzeugen. Die Geschichte besitzt verschiedene Handlungsstränge, die jeweils von verschiedenen Charakteren erzählt werden. Zum einen gibt es Alba, die sich wegen einer Krankheit kaum auf den Beinen halten kann und deswegen unerbittlich an ein paar Flügeln arbeitet. Dann gibt es eine Untergrundorganisation, die die verschiedenen Stadtteile Ijsstedt beherrscht, eine Bewegung, die Gerechtigkeit fordert, nachdem bei einem Unfall in einer Irrlichtmanufaktur viele Menschen ums Leben gekommen sind und die sogenannten "Irrlichtkinder", die bei einem früheren Unfall mit Irrlicht in Berührung gekommen sind und deswegen besondere Fähigkeiten haben. Gut gefallen hat mir der Gundgedanke der Geschichte, der versucht, die verschiedenen Parteien, die in der Stadt aktiv sind, zu Wort kommen zu lassen. Dabei stehen häufig auch politische Aspekte im Vordergrund. Das muss man mögen, ich persönlich finde das sehr spannend und die Umsetzung ist der Autorin auch gelungen. Außerdem haben mir die Figuren, so weit man diese kennenlernen konnte, gut gefallen. Die meisten besitzen einen interessanten Hintergrund und wirkten sehr authentisch auf mich. Teilweise hätte ich sie jedoch gerne noch etwas besser kennengelernt.Zu Beginn war man jedoch von den vielen Perspektiven und damit verbunden mit den unzähligen Menschen ziemlich erschlagen. Es wird nicht wirklich deutlich gemacht, wann die Perspektiven wechseln und so kam manchmal noch zusätzliche Verwirrung auf. Deswegen dauert es eine ganze Weile bis man die einzelnen Erzählsstränge auseinanderhalten und der Geschichte wirklich folgen kann. Nachdem mir das gelungen ist, fand ich die einzelnen Geschichten eigentlich ziemlich interessant, auch wenn mir Alba und ihre Erlebnisse am besten gefallen haben. Gleichzeitig ist es jedoch schade, dass man wegen der vielen Erzählern, immer nur sehr kurz auf wenigen Seiten in eine Perspektive eintauchen konnte. Weniger Perspektiven, dafür jeweils einen längeren Abschnitt aus der Sicht eines Protagonisten hätte dem Buch gut getan. Das alles wäre vielleicht gar nicht so schlimm gewesen, wenn die verschiedenen Perspektiven am Ende zusammengelaufen wären und die Geschichte ein großes Ganzes ergeben hätte. Jedoch bleibt jede Geschichte für sich und die wenigsten besitzen dazu ein abgeschlossenes Ende. Viele Probleme werden in jedem Erzählstrang kurz angerissen, doch die wenigsten werden am Ende augegriffen und gelöst. FazitObwohl sich die Rezension mehr auf meine Kritikpunkte konzentriert, gefielen mir doch die Grundidee, die Welt und die Figuren, die die Autorin erschaffen hat. Da mich eben die Umsetzung und die vielen Perspektiven nicht völlig überzeugen konnte, bekommt das Buch von mir gute 3 Sterne.

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  • Unstrukturiert und unübersichtlich

    Irrlichtfeuer
    Letizia

    Letizia

    14. November 2016 um 13:01

    Ijsstedt ist eine gespaltete Stadt. Der Großteil der Bevölkerung lebt in Armut und wird von kriminellen Banden regiert. Diese haben es besonders auf ein Gut abgesehen – das Irrlicht. Es wird für alle Arten der Energie benutzt und kann Menschen sogar magische Kräfte verleihen, wenn man die Vergiftung überlebt. Auch für die junge Alba wird das Irrlicht bald eine besondere Bedeutung bekommen. In diesem Buch gibt es eindeutig zu viele Charaktere, um auf alle ausführlich einzugehen. Eine größere Rolle nimmt aber Alba ein, die zur wohlhabenderen Gesellschaftschicht gehört. Sie träumt davon zu fliegen und gerät dabei mitten in einen Bandenkrieg und einen Bevölkerungsaufstand. Anfangs ist sie recht unsicher, sogar leicht naiv und unbedarft. Doch am Ende zeigt sie eine abgebrühte und skrupellose Seite von sich. An manchen Stellen kann man das Gefühl bekommen, als wäre an Alba eine Schauspielerin verloren gegangen. Die Irrlichtkinder sind eine Gruppe von Menschen, die in ihrer Kindheit durch einen Irrlichtunfall abhängig davon wurden und gleichzeitig magische Kräfte entwickelten. Die Schatten sind eine spezielle Einheit der Irrlichtkinder und sorgen dafür, dass das Irrlicht nur von der Regierung verarbeitet und damit gehandelt wird. Es gibt noch viele weitere Gruppierungen, wie die Gerechtigkeit, die gegen die Königin ist und mehr Sicherheit im Umgang mit dem Irrlicht fordert. Oder die Bandenanführer, die alle ihre eigenen, zwielichtigen Ziele verfolgen. Das ist ein sehr großer Schwachpunkt der Geschichte. Es sind einfach viel zu viele Charaktere, die man vor allem am Anfang kaum auseinander halten kann. Durch diese Fülle lernt man auch keine der Personen wirklich kennen und wecken auch keine Gefühle beim Leser. Die Tode waren mir relativ egal. Als direkte Konsequenz daraus, gibt es sehr viele Szenen- und Perspektivenwechsel, die meist abrupt und schlecht gekennzeichnet sind. Man wird vollständig aus dem Lesefluss herausgerissen und muss ich erst wieder neu orientieren. Genauso wie es einfach zu viele Charaktere sind, hat sich die Autorin in zu vielen Handlungssträngen verrannt. Bis zur letzten Seite konnte man nicht den Schwerpunkt oder die Aussage der Autorin herausfinden, da sie so viele Ideen eingebaut hatte. Manchmal schein es, als wollte die Autorin alles, was ihr gerade durch den Kopf ging, unbedingt in ihre Geschichte einbauen. Es war unstrukturiert aufgebaut und zu viele Geschichten in einer, die dadurch nicht gut ausgearbeitet werden konnten. Die Handlungsstränge wurden aufgegriffen, aber nicht wirklich zu Ende geführt und es blieben tausend Fragen offen. Das Buch hat mich sehr unzufrieden zurückgelassen, da es sich unvollständig anfühlt. Das Potenzial ist definitiv da, aber es wurde hier komplett verschenkt.

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