Julia Maar

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Der siebte Sohn.

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Der siebte Sohn

Der siebte Sohn

 (3)
Erschienen am 10.08.2018

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Rezension zu "Der siebte Sohn" von Julia Maar

Sehr schöne Adaption des Aschenputtel-Märchens
SueAeppelwoiAstravor 3 Monaten

Dieser Band der Märchenspinnerei beruht auf dem Märchen vom Aschenputtel. Diesmal geht es aber nicht um die Ascheprinzessin, die von ihren Schwestern und der Stiefmutter geärgert und benutzt wird, sondern um den Bastart einen Königs. Er wird von seinen Halbbrüdern, für die er als Knappe arbeitet, gedemütigt und ausgenutzt, mehr als es für einen Knappen richtig ist, meiner Meinung nach. Robin ist mehr als das "Mädchen für alles", finde ich. Die Geschichte hat mir wieder sehr gut gefallen. Aber eigentlich habe ich es auch nicht anders von der Märchenspinnerei und den Autorinnen erwartet, da es alle sehr gute Autorinnen sind.

Den Verlauf der Geschichte fand ich sehr schön. Ich fand es gut, wie Robin sein Leben lebte. Trotz der Sticheleien der großen Brüder versucht er sich als Knappe zu behaupten und seine Mutter glücklich und stolz zu machen. Das finde ich sehr gut und macht einen sehr sympatischen Menschen aus ihm. Auch die anderen Figuren, wie Vivi und Karl fand ich sehr sympatisch. Sie waren für Robin da und bildeten schon nach kurzer Zeit ein schönes Freunde-Trio mit ihm. Die Brüder von Robin gingen mir ziemlich auf den Keks, aber auch einfach nur, weil sie den Kleenen ständig ärgern und sich über ihn lustig machen...ich finde das macht man nicht! Selbst wenn man seinen kleinen Bruder nicht mag...Insgesamt haben mir alle Figuren sehr gut gefallen. Jede war gut ausgearbeitet und man konnte sie sich gut vorstellen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich selber mit in Robins Welt mitten im Geschehen war :D

Bis ich die Parallelen zum Original gesehen bzw. erkannt habe, hat es übrigens etwas gedauert. Das hat der Geschichte aber keinen Abbruch getan. Bis jetzt habe ich alle Adaptionen von Aschenputtel gemocht, die ich gelesen oder gesehen habe.


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Rezension zu "Der siebte Sohn" von Julia Maar

Eine großartige und süße Märchenadaption!
buchlilievor 4 Monaten

Cover:

Was mir an diesem Cover zuerst aufgefallen ist, ist der malerische Stil. Mir persönlich gefällt dieser nämlich ausgesprochen gut! Aber auch der mit Lanze bewaffnete Ritter auf seinem Ross vor dem Hintergrund der Burg ist definitiv ein Blickfang. Zusammen mit den rot-schwarzen Farbverläufen und dem gut lesbaren, weißen Haupttitel stimmt die Szene sogleich auf die Geschichte ein. Es ist summa summarum schlicht, aber schön!


Meine Meinung:

„Es ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint.“ (Der siebte Sohn, Pos. 753)

Dieser Roman ist Zucker für die Seele, absolut herzerwärmend! Mit leichten Worten entführt Julia Maar den Leser in eine mittelalterlich anmutende Welt, in der Wunder keine Unmöglichkeit sind, und verwebt in diese Elemente des populären Märchens Aschenputtel. Interessant ist hierbei, dass ein Junge im Zentrum der Handlung steht. Denn es ist Robins Geschichte, die wir hier erzählt bekommen.

Der unerfahrene Königsbastard führt ein beschauliches, aber zufriedenes Leben am Hof seines Vaters. Beachtung findet er von ihm allerdings nicht, dafür von seinen Halbbrüdern, die vor nichts zurückschrecken, um ihn zu ärgern. Als er unerwartet als Knappe seines Ältesten Dante engagiert wird, kann er sein Glück kaum fassen. Endlich darf er ein echtes Turnier erleben! Doch auf der Burg zu Perrau erwartet ihn ein weitaus größeres Abenteuer, als er es sich je ausmalen könnte …

Ach, ich kann nur betonen, wie goldig diese Märchenadaption ist! Ich habe sie mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen. Diese Zeilen eignen sich wunderbar für zwischendurch, wenn man sich einfach mal eine traumhafte Auszeit nehmen möchte. Julia Maar gelingt es ganz entzückend, eine eigene Fabel über Gerechtigkeit, Selbstvertrauen, Liebe, Freundschaft und Magie zu spinnen, die gleichzeitig immer wieder auf die Vorlage verweist. Die Handlung vermag zwar dadurch nicht allzu sehr zu überraschen, doch es ist insgesamt eine Reise, die man gerne mit dem Helden antritt – was auch den kleinen Wahrheiten zu verdanken ist, die einen im Laufe der Geschichte auf angenehme Art zum Nachdenken anregen. Besonders der Aspekt der Tier- und Nächstenliebe zauberte mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Auch die Charaktere wissen zu überzeugen. So muten sie teils etwas stereotypisch an, was dem Zauber der Geschichte aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil! Den gutmütigen Robin mochte ich auf Anhieb, ebenso wie die aufgeweckte Vivienne und den pummeligen Karl. Die Antagonisten stechen dagegen ganz klassisch durch ihr achtloses Benehmen hervor, handeln aber zumindest nicht gänzlich ohne Beweggründe.


Fazit:

Diese Aschenputtel-Adaption aus der Märchenspinnerei konnte mich vollkommen verzaubern! Hier erwarten einen herrlich vergnügliche Lesestunden. Ich vergebe fünf Sterne.

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