Julia Malchow Mut für zwei

(61)

Lovelybooks Bewertung

  • 63 Bibliotheken
  • 5 Follower
  • 1 Leser
  • 31 Rezensionen
(30)
(18)
(12)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Mut für zwei“ von Julia Malchow

15.000 Kilometer allein mit dem Baby von München bis nach Peking, quer durch Sibirien und die Mongolei – kann das funktionieren? Mit ihrem erst zehn Monate alten Sohn Levi wagt Julia Malchow das große Abenteuer und begibt sich auf eine ganz besondere Reise in die entlegensten Winkel der Welt. Denn Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: Es ist der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst. Und genau danach sucht Julia Malchow nach der Geburt ihres Sohnes, die erst einmal ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat. Aber weiß sie auch wirklich, worauf sie sich einlässt?

Ein tolles Buch: Spannender Reisebericht und Überlegungen zum eigenen Ich und der Gesellschaft in einem. Nur der Schreibstil ist nicht meins

— Ann-KathrinSpeckmann

Stöbern in Biografie

Der Serienkiller, der keiner war

Die Gesichte zeigt, wie gesunder Menschenverstand ganz schnell auf die Probe gestellt werden kann.

dowi333

Für immer beste Freunde

Eine zufällige Begegnung bringt zwei Menschen eine unvorstellbare Horizonterweiterung.

Buchperlentaucher

Jupp Heynckes

Eine kurzweilige Biografie eines sympathischen Trainers mit Gentleman-Qualitäten.

seschat

Max

Speziell geschriebene, aber interessante Biografie über den Künstler Max Ernst

Hortensia13

Hass gelernt, Liebe erfahren

Ein tolles Buch, das die Sicht weitet und tolle Anregungen zum Nachdenken gibt. :)

Maerchentraum

Wir hier draußen

Eine kurzweilige Erzählung über eine Familie, die vor der Gesellschaft zu fliegen versucht

Sonnenschein96

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • 1001 Anregungen

    Mut für zwei

    Ann-KathrinSpeckmann

    10. February 2017 um 23:52

    Ich lese derzeit einen Reisebericht nach dem anderen durch, um mich selbst zu motivieren und ein paar Tipps einzusammeln. So bin ich dann auch bei diesem Buch gelandet. Ich selbst werde zwar in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich nur ohne Kind unterwegs sein, aber allgegenwärtig ist das Thema trotzdem. Und ich muss zugeben, dass ich bei dem Gedanken an eine mögliche Schwangerschaft zuerst denke, dass mir das alles kaputt machen würde. Allerdings schwingt bei mir auch immer der Gedanke mit, dass das vor allem an möglichen Vätern und am Geld läge. Wenn man ganz allein und finanziell unabhängig wäre ... Ich habe es auch schon eins, zwei Mal in Gegenwart von bekannten Müttern (die selbst ganz zu Hause bleiben) zu sagen, dass ich auf jeden Fall weiter studieren würde. Ich plane nicht mal ein Kind und trotzdem wurde mir quasi gesagt, was für ein Rabenmutter ich bin. Das sehe ich nicht allzu ernst. Aber ich merke es auch, dass die Gedankenmuste ziemlich festgelegt sind. Und ich finde jede Frau und jeden Mann bewundernswert der daraus ausbricht und sich eigene Gedanken macht. Das Buch wäre super für eine Leserunde. ;) Ich komme jetzt mal direkt zum Buch. Zwei Sachen mochte ich nicht: Nr. 1 ist der Schreibstil. Der ist meiner Meinung nach nicht gut gelungen und hat mich häufig aus dem Lesefluss gerissen. Die zweite Sache ist, dass ich es sehr komisch fand, welche Rolle ihr Mann bekommen hat. Beim Abschied in der Transsibirischen Eisenbahn wurde mehr über den Taxifahrer als über ihn gesagt. Vielleicht gibt es da Dinge, die nicht gesagt werden wollen, die mich auch nichts angehen. Aber irgendwie hat mir sein Part und seine Einbeziehung sehr gefehlt. Insbesondere dann, wenn einmal mehr gesagt wurde, dass beide sich gleich viel kümmern und Einfluss haben wollen. Insgesamt ein tolles und empfehlenswertes Buch. Auch wenn man selbst kinderlos ist.

    Mehr
  • Wagemutig, faszinierend, anders

    Mut für zwei

    Bücherfüllhorn-Blog

    28. June 2016 um 14:10

    Ich wurde überrascht, da ich eine „normale“ Reisebeschreibung erwartet habe. Vor kurzem habe ich das Buch „Die beste Entscheidung unseres Lebens“ gelesen, hier ging ein Pärchen auf Rucksack- Weltreise. Julia Malchow geht noch einen Schritt weiter. Denn mittlerweile sind auch die ehemaligen Geheimtipps für Rucksacktouristen von ebenselbigen völlig überlaufen. Julia Malchow sucht das ursprüngliche abseits von jeglichem Massentourismus, abseits des Mainstreams. Dies macht sie immer wieder deutlich. Sie ist eine Frau, die sich das traut, wovon andere vielleicht nur heimlich träumen.   Die Reiseroute ist wunderbar gleich vorne auf den ersten paar Seiten zum nachverfolgen. Nach ein paar gemeinsamen Tagen mit ihrem Sohn Levi und dessen Vater in Sankt Petersburg geht es alleine mit Kind weiter: mit der Transsib über Omsk, Irkutsk,  zum Baikal See. In Bolschije Koty bleibt sie ein paar Tage in einem gemieteten Zimmer. Nach einem Zweitages-Aufenthalt in Irkutsk geht es mit einem anderen Zug weiter durch die Mongolei (Ulan Ude, Ulan Bator, Bayangobi). Es folgt ein längerer Aufenthalt, zudem auch Levis Vater kommt. Zu dritt in einer mongolischen Jurte. Danach geht es wieder alleine weiter Richtung China und die Reise endet in Peking, wo auch Levi’s Vater wieder dazu kommt.   Sehr interessant waren die Kulturunterschiede zwischen Russland, Mongolei und China zu lesen. Vor allem China kam einem dann schon fast westlich daher, alles gut durch organisiert und nur keine Extra-Touren. Und natürlich die Herzlichkeit, mit denen Levin vor allem von Frauen aufgenommen wurde.   Einige Fotos in der Mitte des Buches ergänzen die Erfahrungen. Ich hätte gerne noch mehr Fotos geschaut …   Ich bin froh, dass Julia Malchow den Mut für diese außergewöhnliche Reise aufbrachte und vor allem darüber berichtete. Es ist nicht nur eine Reisebeschreibung, das kann es auch gar nicht sein, wenn man mit einem kleinen Kind unterwegs ist. Sie macht sich sehr viele Gedanken, und in vielen Aspekten zum Thema Kindererziehung bin ich mit ihr einer Meinung.   Zitat Seite 170: „Es geht nicht darum, etwas hinzubekommen. Es geht darum, mein Leben daraus zu machen. … Levi ist kein Stolperstein, er hält mich von nicht ab, weder in meinem Leben zu Hause noch auf Reisen. Es geht nicht darum, mit ihm alles so zu machen, wie es vorher war. Levi gibt mir eine weitere Chance in meinem Leben, wieder mal alles zu hinterfragen …“   Ihr Sohn Levi wird sich während der Reise als „Eisbrecher“ herausstellen, der viele Kontakte entstehen lässt. Aber auch das Gefühl des Zweifelns, ob die Reise richtig war? Zum Beispiel als ihr Sohn viele Splitter in den Händen hatte und sie am Baikal See mit ihm in ein „Krankenhaus“ musste, oder als sie selber kurz erkrankt. Dennoch, es geht irgendwie immer weiter.   Erfahrungen, wie zum Beispiel mit einer beanspruchten Wander-Outdoor-Hose in einem feinen Pekinger Hotel-Restaurant zu essen, Levi, der selber essen will und der Kellner, der mindestens dreimal um sie herum die Krümel aufgekehrt. Dies gelassen zu nehmen, fällt uns doch eigentlich schwer, aber Julia Malchow gelingt es dies ebenso, wie mit ihrem Sohn die Chinesische Mauer abseits der Touristenströme zu besichtigen.   Zitat Seite 307: „Als freigeistige Mutter mit individueller Lebensvorstellungen muss man extra stark sein.“   Ganz am Schluss gibt es ein Nachwort von der Autorin. Sie reflektiert die Zeit nach diesem Abenteuer und macht Andeutungen zu einer möglichen neuen Reise.   Fazit:  Das Buch ist in viele Kapitel aufgeteilt und lässt sich so gut strukturiert in kleinen Häppchen genießen. Mich hat die Geschichte von Anfang an fasziniert, weil sie nicht nur Reisebeschreibungen enthält, sondern auch Fragen der Autorin nach einem Lebensmodell mit Familie und Kind. Ihre Reise bringt auch auf den Punkt, wie es Müttern mit kleinen Kindern geht und das es doch andere Möglichkeiten geben muss. Dass man nichts als gegeben hinnehmen muss. Viele Ansätze sprachen auch mir aus dem Herzen, und gerade die Ehrlichkeit dieser Gedanken, die sicherlich nicht jeden zusagen wird, machen das Buch neben den Reiseerfahrungen sehr lesenswert. Julia Malchow ist eine starke Frau, die gegen den Strom schwimmt.  Das Buch rüttelt wach, eigene Erfahrungen und Gedanken immer wieder neu zu überdenken. Dieses Buch wandert in mein Bücherregal.   Lieblingsbuch!

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Knochenuhren" von David Mitchell

    Die Knochenuhren

    Marina_Nordbreze

    Herzlich Willkommen zu einer neuen Team-Leserunde von LovelyBooks! Seit unserer letzten Leserunde ist viel Zeit vergangen und es hat uns zwischenzeitlich immer mal wieder in den Fingern gejuckt, eine neue Team-Leserunde zu starten. Doch kein Buch konnte uns so richtig überzeugen.Aber jetzt haben wir den perfekten Kandidaten gefunden: "Die Knochenuhren" von David MitchellWir sind schon ganz gespannt auf die Lektüre und freuen uns auf die anstehende, hoffentlich intensive Diskussion!Vom LovelyBooks-Team sind dabei:aylareadsbooksdocetenHannaBuecherwurmJacky_Jollykai_huebnerKathycaughtfirekultfigurLaMargaritaMalistanordbrezeOribaPumpkinSophia29TinaLiestTree_TrunksIhr habt das Buch selber ungelesen daheim und möchtet mit uns gemeinsam lesen und diskutieren? Oder ihr habt das Buch schon gelesen und möchtet uns jetzt eure Meinung mitteilen? Kein Problem! Wir freuen uns, wenn ihr mit in die Leserunde einsteigt! Ihr kennt das Buch noch nicht? Hier könnt ihr schon einmal den Klappentext lesen:An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für "Asyl" einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat. Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes' Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen. Metaphysischer Thriller, moralische Betrachtung und Chronik unseres selbstzerstörerischen Handelns – dieser kaleidoskopische Roman mit seiner Vielfalt von Themen, Schauplätzen und Zeiten birst vor Erfindungsreichtum und jener Intelligenz, die David Mitchell zu einem der herausragenden Autoren seiner Generation gemacht hat.

    Mehr
    • 293
  • Macht Fernweh und Mut – vor allem für Leute die eine Familie gründen

    Mut für zwei

    Tasmetu

    17. September 2015 um 11:27

    Julia Malchow ist mir schon allein deshalb sympathisch, weil ihr einer meiner Lieblingsbuchläder (der GEOBUCH) in München gehört und sie sich trotz der vielen vielen kritischen Stimmen („mit so einem kleinen Kind kann man gar nicht / nicht abenteuerlich Reisen“ etc) für ein Abenteuer entschieden hat. Neben der Beschreibung der Reise philosophiert sie viel über sich, ihre Leben, ihr Kind und Familienmodelle. An manchen Stellen war das etwas zäh und vor allem wenn sie seitenweise ohne Unterbrechung über Levi, ihren Sohn, oder eine Kindertagesstätte in Peking schreibt, war ich schon manchmal ein wenig gelangweilt (vermutlich weil ich selber keine Mutter bin), aber ansonsten fand ich ihren Schreibstil sehr inspirierend. Was mich noch viel mehr inspiriert hat war ihre Einstellung und ihre Wanderlust. Jemand, der so großartige Reisen macht und noch dazu gegen klischeehafte Familienmodelle und Gesellschaftskonzepte rebelliert ohne diejenigen zu verurteilen, die sich in ihnen wohlfühlen – das kann nur eine Inspiration für mich sein. Julia Malchow hat mich mit diesem Buch motiviert, JA zu Abenteuern zu sagen und sich nicht zu viele Sorgen zu machen nur weil andere Menschen zu viel Angst vor dem Weg haben den du gehen möchtest. Und es hat gezeigt, dass, wenn man offen und neugierig durch die Welt geht, sich auf neues einlässt und neue Perspektiven zulässt, man zwar um Probleme nicht herumkommt, aber eine neue Reiseerfahrungen machen und überall großartige Menschen und Erlebnisse finden kann. Mehr: http://tasmetu.de/2015/09/mut-fuer-zwei-rezension/

    Mehr
  • Mut und Selbstvertrauen

    Mut für zwei

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2015 um 12:35

    Frau Malchow, eine Frau, die weiß was sie will und sozusagen mit "beiden Beinen" im Leben steht. Als ihr Sohn zur Welt kommt gilt es für Frau Malchow, wie für viele andere Frauen auch, sich in ihre neue Rolle zu finden. Leider gibt es in ihrer Umgebung nicht wirklich jemanden, von dem bzw. der sie sich etwas abschauen möchte. Auch von anderen Eltern denen sie z.B. auf dem Spielplatz mit ihren Kindern begegne, bringen sie nicht weiter. Außer natürlich, dass sie sich sicher ist so weder ihr Kind erziehen noch so ihr Leben gestalten zu wollen. Etwas was Frau Malchow in der Vergangenheit bei ähnlichen Situation immer geholfen hat, war ihren Blickwinkel zu verändern und auf Reisen zu gehen. Doch funktioniert das jetzt auch mit Levi und das noch dazu relativ kurzfristig? Verschiedene Reiseveranstalter ihrer Wahl sagen "nein", schon gar nicht wenn die Reise von München nach St. Petersburg über die Mongolei nach Peking führen soll. Und außerdem sollte man mit einem zehnmonatigen alten Baby eine derartige Reise überhaupt nicht machen. Schließlich sei das ja geradezu fahrlässig. Doch Frau Malchow lässt sich nicht entmutigen und schafft es mit ihrer Devise "im Zweifel für die größere Veränderung" ihre Reisepläne doch noch umzusetzen. Gemeinsam mit ihrem Sohn begibt sie sich auf die Reise und damit auf neue Wege in jeder Hinsicht. Meine Meinung: Zu Beginn des Buches berichtet Frau Malchow über ihre aktuelle Situation und wie sich bei ihr nach und nach der Plan festigt mit ihrem Sohn auf Reisen zu gehen. Die Autorin beschreibt ihre Erlebnisse aus der Sicht einer selbstständigen Unternehmerin. Obwohl ihre Argumentation und ihre Suche nach einer für sie geeigneten Umsetzung der Mutterrolle schlüssig sind, konnte ich mich mit einigen Standpunkten nicht so gut identifizieren. Erschienen mir doch manche von ihr beklagten deklariert, kämpft sie dennoch mit anderen Herausforderung des täglichen Lebens als eine Mutter, die sich z.B. in einem angestellten Arbeitsverhältnis befindet. Dennoch zeigte sich im Anfangsteil der Geschichte, dass unsere Gesellschaft bei weitem nicht so kinderfreundlich und liberal in Hinblick auf arbeitende Mütter ist, wie sie meist in der Öffentlichkeit gerne dargestellt wird. Es haben sich sicherlich sowohl im Alltag als auch im Beruf bereits viele Dinge für die Familien zum positiven verändert, dennoch bin ich der Meinung, dass man von einer Gleichberechtigung oder beruflichen Chanchengleichheit in diesem Bereich noch meilenweit entfernt ist. Den Reiseverlauf an sich beschreibt Frau Malchow sehr genau und authentisch. Der Leser sitzt sozusagen mit ihr und Levi in einem Zugabteil der Transibirischen Eisenbahn oder am Fühstückstisch bei einer Familie im Baikal. Zudem beschreibt die Autorin wie sich ihr eigenes Erleben ihrer Umwelt während der Reise mit Levi verändert. Fiel ihr früher noch nicht einmal das Herumliegen irgendwelcher Glasscherben auf, macht sie sich jetzt Gedanken darüber, welche Gefahren auf ihren herumkrabelnden Sohn überall lauern könnten. Doch Levi findet seinen Weg durch die unterschiedlichen Länder, verschiedene Kulturen mit fremden Menschen, die nicht seine Sprache sprechen. Frei von Vorurteilen lässt er sich ein auf seine aktuellen Lebensumstände und zeigt dadurch auch seiner Mutter eine neue Welt. Fazit: Eine Geschichte, die ihren Lesern Einblicke in neue Welten, in jeglicher Hinsicht gewährt, sie zu unkonventionellen Wegen inspiriert, deren Eins-zu-Eins-Umsetzung aber für die meisten von ihnen vermutlich nicht zu realisieren ist.

    Mehr
  • auf der Suche.....

    Mut für zwei

    abuelita

    Mit der Transsibirischen Eisenbahn auf der Suche nach einer Welt für zu Hause - jenseits der typischen Familienklischees. 15 000 Kilometer allein mit Baby von München durch Sibirien und die Mongolei bis nach Peking auf der Suche nach einem individuellen zeitgemäßen Verständnis des Mutterseins – auf diese Reise begibt sich Julia Malchow mit ihrem 9 Monate alten Sohn Levi. Denn: Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst. Und genau danach sucht sie nach der Geburt von Levi, der erst mal alles in Julia Leben auf den Kopf stellt. Aber funktioniert Reisen in abgelegene Winkel der Welt auch mit Kind? Ein großes Abenteuer, das mit gängigen Familienvorstellungen aufräumt und den Kopf frei macht für die Welt - und für zu Hause.  Soweit mal die Zusammenfassung, die ich jetzt einfach mal nur so abgetippt habe….was könnte ich auch mehr dazu sagen. Ich habe auch ein bisschen auf dem Blog von Frau Malchow gestöbert, mir die Menschen angeschaut, die sie vorstellt und festgestellt: es ist fast keine einzige „normale“ Frau dabei. Was ich damit meine? Die Autorin gehört zu einer privilegierten Schicht, genau wie die Persönlichkeiten auf Ihrem Blog auch. Welche ganz einfache Frau, egal ob nun alleinerziehend oder mit Mann, der wenig verdient, könnte es sich rein vom Finanziellen her leisten, einfach so aufzubrechen ohne Geld, ohne Sicherheit/en im Hintergrund , aber mit Baby oder Kleinkind? Natürlich, man kann ALLES – aber wäre DAS nicht dann unverantwortlich – dem Kind gegenüber? Die Autorin hatte all das ….und damit auch jederzeit und immer die Möglichkeit, Ihr Experiment kurzfristig abzubrechen. Etwas, das sie selbst auch in den Vordergrund stellt „wenn ich merke, dass es Levi nicht mehr gut tut, dann…..“ Das Buch ist also weniger auch ein Reisebuch, sondern eher ein sich-selbst-finden, ein Hineinhorchen in sich, ein Überlegen und Planen, wie wohl die Zukunft dann aussehen könnte. Ob das alles mit dem Kind noch geht, was die Autorin sich vorher und auch für die Zukunft vom Leben erhofft - oder doch nicht. Es hat mir gut gefallen, vom Leben der Autorin zu lesen – aber dies nun als „für alle Frauen machbar“ hinzustellen, finde ich nun doch reichlich übertrieben. Manch eine/r muss sich anders orientieren und auf anderen, ganz gewöhnlichen Wegen zu der Erkenntnis kommen, dass es noch andere Familien- “Leben“ gibt als die bisher althergebrachten. Auch und gerade dafür muss man „mutig“ sein…..

    Mehr
    • 2
  • 'Im Zweifel für die größere Veränderung.'

    Mut für zwei

    sabatayn76

    23. January 2015 um 16:11

    Inhalt: Julia Malchow geht zusammen mit ihrem 10 Monate alten Sohn Levi auf eine große Reise: von St. Petersburg mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Irkutsk, nach einem Aufenthalt am Baikalsee nach Ulan Bator und gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Markus durch die Mongolei bis nach Peking. Mein Eindruck: Ich war noch nie in Russland, doch eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn steht schon lange auf meiner Reise-To-do-Liste. Nach der Lektüre von 'Mut für zwei' ist meine Sehnsucht nach Sibirien, einer langen Zugreise und einem Transsib-Abenteuer noch deutlich größer geworden. Mir hat die Reisebeschreibung sehr gut gefallen, und ich empfand die Autorin beim Lesen als sehr sympathisch, außergewöhnlich mutig, offen und tolerant, alles andere als waghalsig oder unvorbereitet auf ihr großes Abenteuer. Was mich anfangs noch etwas gestört hat, waren die eher irrelevanten Infos, die Julia Malchow zu Beginn des Buches liefert, z.B. die seitenweise Beschreibung von Spielplatzanekdoten. Später hat sich dieser Detailreichtum allerdings als Segen herausgestellt, denn dadurch berichtet Julia Malchow von jeder Kleinigkeit in der Transsibirischen Eisenbahn, erzählt minuziös von ihren Erlebnissen, Gefühlen und Gedanken, beschreibt die unterwegs getroffenen Menschen lebendig und glaubwürdig. Mein Resümee: Zwar erzählt die Autorin hin und wieder etwas zu detailreich, vor allem was ihre persönlichen Gefühle und ihr Privatleben angeht, aber insgesamt hat mich das Buch hervorragend unterhalten, mich mit nach Russland, in die Mongolei und nach China genommen und mir viel Wissen über Land und Leute vermittelt.

    Mehr
  • Im Zweifel für die größere Veränderung

    Mut für zwei

    moorlicht

    20. January 2014 um 22:33

    "Man muss einfach aufbrechen. Der Rest findet sich irgendwie. Die größte Hürde ist der eigene Kopf!" (S. 305) Kann man mit einem Baby verreisen? Nicht nur zu den Verwandten im nächsten Ort, sondern weiter weg. Mit der transsibirischen Eisenbahn durch Sibirien, in die mongolische Steppe, nach China bis nach Peking. Die erste und allgemeine Antwort ist Nein. Aber warum eigentlich nicht? Diese Frage stellt sich auch Julia Malchow. Braucht ein Baby die hier als üblich angesehenen Routinen? Wo ist die Grenze zwischen der eigenen Person und dem Leben als Mutter? Wie fließend kann diese Grenze sein? Müssen die eigenen Wünsche hinter dem Kind zurücktreten? Warum soll es immer nur die standardisierten Pauschalreisen geben, die einem im jeden Reisebüro angeboten werden? Muß immer alles in den gewohnten Normen ablaufen, wie es in der Gesellschaft als richtig angesehen wird? Für Antworten auf diese Fragen und für ein passendes Konzept in ihrem verändertem Leben geht Julia Malchow auf eine Reise ohne feste Planung, mit offenem Ende und gerade einmal grob geplanten Eckpunkten wie Hotel- und Zugreservierungen. Eine Reise, bei der keineswegs alles glatt läuft. Auch die Zweifel kommen zu Wort zusammen mit den Fehlschlägen, die bei einer 15.000 km langen Fahrt nicht ausbleiben können. Ein Grund mehr, weswegen das Buch glaubwürdig ist. Auch ein Mensch, der sich an ein Unternehmen außerhalb der üblichen Parameter wagt, hat Ängste die überwunden werden wollen. "Zum Glück leben wir in einer Gesellschaft, in der die soziale und politische Kontrolle des Lebens bei Weitem nicht so ausgeprägt ist wie in China. Und weitere Kontrollinstanzen gibt es zum Glück nicht. Oder? Zum Glück leben wir in einem Land, in dem jeder seinen eigenen Lebensstil zelebrieren kann. Leben wir doch? (S. 302)." Jeder sollte sich bei einer Reise so leicht tun wie Levi. Der Kleine krabbelt einfach los und schließt neue Freundschaften. Ungestört von sprachlichen Barrieren oder Hemmungen vor dem Fremden. Schlußendlich wird überall nur mit Wasser gekocht und ein Haus ist ein Haus - in dem Menschen leben, ganz gleich wie es aussieht. Der Sohn hat den Weg eingeschlagen ohne irgendwelche Ängste - und es damit auch für Julia Malchow leichter gemacht, auf neue Erfahrungen mitzugehen.

    Mehr
  • Rezension zu "Mut für Zwei" (J. Malchow)

    Mut für zwei

    Anchesenamun

    25. November 2013 um 22:46

    Zum Inhalt: Julia Malchow hat schon viel von der Welt gesehen. Die passionierte Globetrotterin liebt das Reisen unter extremen Umständen und führt als erfolgreiche Geschäftsfrau u. a. ein eigenes Reisebüro. Als sie Mutter wird, stellt sie ihr eigenes Lebenskonzept und das gängige Familienmodell in Deutschland in Frage. Sie beschließt, das zu tun, was sie immer tut, wenn sie Antworten auf ihre Fragen sucht: Reisen! Allen Warnungen zum Trotz macht sie sich mit ihrem 11 Monate alten Sohn Levi auf eine mehrmonatige Abenteuerreise mit der Transsibirischen Eisenbahn, die sie von Russland über die Mongolei bis nach China und letzten Endes zu sich selbst führt. Meine Meinung: Leider hat es bei mir mehrere Monate gedauert, bis ich das Buch häppchenweise fertig gelesen hatte. Ich kann wirklich nicht sagen, woran es letzten Endes lag, doch ich habe lange Zeit keinen richtigen Bezug zu dem Buch herstellen können und legte es immer wieder zu Gunsten anderer Bücher zur Seite. Als ich mich dann endlich auf das Buch einlassen konnte, bin ich ziemlich schnell durchgekommen, da mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefiel, v. a. ihre eindrücklichen Beschreibungen von Landschaften und Menschen. Jedoch fand ich auch bis zum Schluss leider keinen Zugang zu ihren abschweifenden Gedanken und ihrem Selbstfindungstrip. Ich schätze, dies liegt daran, dass ich weder Mutter noch abenteuerliebende Extremreisende bin. Diese pseudophilosophischen Abschweifungen haben mich deshalb auch meist gelangweilt. Julia Malchows Anlass für die Reise fand ich zum Teil nachvollziehbar, jedoch nicht, wieso sie so unbedingt trotz aller widrigen Umstände genau diese Reise zu genau diesem Zeitpunkt machen wollte. Die Reise schien ja im Vornherein zum Scheitern verurteilt, da sich die Organisation als sehr schwierig gestaltete, doch die Autorin blieb so verbissen an der Sache, dass ich das schon übertrieben fand. Hier hatte ich eher das Gefühl, dass sie diese Reise einfach nur aus purem Trotz und „Euch zeig ich’s!“-Gehabe durchdrücken wollte. Auch wenn ich ansonsten den Eindruck hatte, dass sie das Wohl ihres Kindes während der Reise dann auf jeden Fall in den Vordergrund stellte. Nur während der Vorbereitung fand ich ihre Einstellung etwas egoistisch und zu verbissen. Die Schilderung der Reise mit ihren verschiedenen Stationen in Russland, der Mongolei und China fand ich sehr interessant und faszinierend. Julia Malchow ist eine beeindruckende Frau: Sie steht mitten im Leben, ist erfolgreiche Geschäftsfrau und entgegen all ihrer Bedenken (soweit ich das beurteilen kann anhand dieses Buches) eine hervorragende Mutter. Wo andere gemütlich am Hotelpool urlauben, besteigt sie Gebirge und dringt in die unwirtlichsten Ecken der Welt vor, als würde sie einen Spaziergang machen. Ich habe mich gefreut, als endlich ab der Mongolei auch der Kindsvater eine Rolle spielen durfte und Frau und Kind auf der weiteren Reise begleitete. Natürlich musste er arbeiten und konnte nicht die mehrmonatige Reise komplett mitmachen, aber zuvor spielte er kaum eine Rolle, was ich schade fand. Anschaulich sind die Farbfotos in der Mitte des Buches. So hatte man bei den Erzählungen Julia und Levi vor Augen und konnte auch ein paar Orte selbst sehen. Gerade bei einem Reisebericht finde ich Fotos sehr wichtig. Alles in allem ein interessanter Reisebericht über den Fernen Osten. Die Autorin macht Mut, dem gängigen Klischee der Familie zu entfliehen und sich trotz aller Unkenrufe mit Kleinkind auf Reisen zu begeben. Sicherlich nicht nur für Fans von Reiseberichten interessant, sondern auch für Eltern, die bisher davor zurückscheuten, mit Kleinkindern zu verreisen.

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Die Romantherapie" von Susan Elderkin

    Die Romantherapie

    DieBuchkolumnistin

    Es gab in meinem Leben eigentlich kaum eine Situation, bei der Bücher nicht in irgendeiner Weise geholfen hätten. Zugegeben - an manchen Problemen sind sie auch indirekt schuld, zum Beispiel am aktuellen Kontostand - aber: sie waren und sind mir immer eine Lebenshilfe! Die Autorinnen Susan Elderkin und Ella Berthoud haben diese Tatsache einmal von ihrem eigenen Leben in ein Buch übertragen und im Insel Verlag ist soeben mit Unterstützung von Traudl Bünger "Die Romantherapie - 253 Bücher für ein besseres Leben" erschienen. Kaum ein Unglück oder Gefühl, gegen das kein Buch geschrieben wurde - egal ob Liebeskummer, Fernweh, Sehnsucht, Wut, Eifersucht oder natürlich die Schlaflosigkeit und all diese werden in diesem fabelhaften Sachbuch zur unendlichen SUB-Erweiterung empfohlen! Aber Achtung: Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Buchhändler oder den Lieblingsautor!  Wir verlosen gemeinsam mit dem Insel Verlag 10 Exemplare des Bibliophilen-Ratgebers und stellen dafür natürlich eine Aufgabe rund um Buchtipps: Zeigt uns entweder hier auf LovelyBooks oder/und auf Facebook, Twitter, Instagram und Google+ mit einem Bild Euren Buchtipp gegen: a) Liebeskummer oder b) Fernweh oder c) Wut oder d) Schlaflosigkeit oder e) Einsamkeit. Wir wollen die Buchtipps natürlich möglichst breit streuen und freuen uns deswegen, wenn Ihr den Anlass nutzt und entweder zu einem oder zu allen Gefühlen Euer Lieblingsbuch auf den sozialen Kanälen mit dem Hashtag #romantherapie postet. Das Posting dann bitte einfach hier verlinken und schon sitzt Ihr im Lostopf! :-) Hier ein Beispiel meines aktuellen Fernwehbuchs: https://twitter.com/Buchkolumne/status/394783113605550081 und http://instagram.com/p/gAkQBvKwnV/ Die Romantherapie im Netz: Website inklusive Rezept-o-mat + Die Romantherapie auf Facebook + die Romantherapie auf Twitter

    Mehr
    • 107
  • Baby Levi erweitert den Horizont

    Mut für zwei

    Tinkers

    Fast jede Frau kennt die Fragen: Kind oder Karriere? Familie oder Selbstverwirklichung? Hausmutti oder Weltreisende? Bisher mussten sich alle für eins entscheiden. Aber nun zeigt uns Julia Malchow, wie man beides haben kann und dabei noch seinen und den Horizont seiner Mitmenschen erweitert. „Mut für zwei“ ist ein hervorragender Reisebericht der jungen Mutter Julia, die sich mit ihrem 10monatigen Sohn Levi auf eine echte Abenteuerreise mit der Transsibirischen Eisenbahn begibt. Entgegen sämtlicher Warnungen, Vorurteile und Unkenrufe, entschied sie sich ihr bisheriges Leben als Weltreisende nicht aufzugeben und stattdessen für sich und ihre neue Familie ein Familienmodell zu finden, das sowohl ihrem kleinen Sohn als auch ihrer Persönlichkeit gerecht wird.   Julia Malchow ist Reiseexpertin, veranstaltet Abenteuerreisen für anspruchsvolle Individualisten, führt eine Reisebuchhandlung und durchquert ihr bisheriges Leben lang die Welt auf der Suche nach den spannendsten Orten, die nicht in den üblichen Reiseführern zu finden sind. Sogar hochschwanger ist sie auf Reisen und will ihre Leidenschaft nicht aufgeben. Da sie zwar weiß, dass sie nicht eines der üblichen Familienmodelle leben will, aber noch keinen eigenen Plan entwickelt hat, plant sie ein Abenteuer bei dem sie für sich und die Zukunft ihrer Familie die Antworten auf alle Fragen suchen will. Die Reise geht von Sankt Petersburg quer durch Russland, Sibirien, Baikal, Mongolei bis Peking. In der Transsibirischen Eisenbahn begegnen Julia und Levi spannende Persönlichkeiten, am Baikalsee decken sie typische Touristenfallen auf und auf den unrestaurierten Teilen der chinesischen Mauer findet Julia ihre Antworten. Das Buch „Mut für zwei“, erschienen 2013 im Malik-Verlag ist Julia Malchows Debüt. Ich hoffe sehr, dass sie auch die weiteren Reisen mit Levi veröffentlicht, denn sie schreibt sehr ehrlich, offen, klug und es ist spannend die Welt durch ihre Augen kennenzulernen. Ich bewundere sie dafür, dass sie ihre Leidenschaft auslebt und dabei mit Levi beweist, dass man als neugieriger, offener Mensch mit individuellem Charakter auf die Welt kommt, der viel robuster ist als es sich übervorsichtige, pauschalreisende, an unzählige gesellschaftliche Zwänge gebundene Westeuropäer vorstellen können.

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Mut für zwei" von Julia Malchow

    Mut für zwei

    JuliaMalchow

    Liebe Vielleser! Vor Kurzem erschien mein Buch "Mut für Zwei"! Da die 2,5 Monate lange Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn, von dem das Buch handelt, mein Leben grundlegend verändert hat, freue ich mich sehr, Euch "Mut für Zwei" an dieser Stelle vorzustellen und Euch vielleicht ein bisschen zu inspirieren. Im Zweifel für die größere Veränderung Mit der Transsibirischen Eisenbahn 15.000 Kilometer von München durch Sibirien und die Mongolei bis nach Peking - auf der Suche nach einem individuellen zeitgemäßen Verständnis von Familie. Auf diese Reise begibt sich Julia Malchow mit ihrem zehn Monate alten Sohn Levi. Denn: Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst. Und genau danach sucht sie nach der Geburt ihres Sohnes, der erst einmal alles in Julias Leben auf den Kopf stellt. Sie will raus in die Welt, um zu spüren, wie ihr eigenes Verständnis von Familie aussieht. Jenseits der Klischees und der Vorstellung anderer. Aber: Funktioniert Reisen in abgelegene Winkel der Welt auch mit Kind? Ein großes Abenteuer, das gängige Familienvorstellungen hinterfragt, mit mittelalterlich anmutenden Glaubenssätzen aufräumt und den Kopf freimacht für die Welt und zu Hause. Hier geht's zum Buchtrailer auf YouTube: Hier geht's zu einer Leseprobe.   

    Mehr
    • 440
  • Von Sankt Petersburg bis nach China - eine abenteuerliche Reise!

    Mut für zwei

    superkeks94

    28. September 2013 um 18:35

    Warum soll mit Kind plötzlich alles anders sein? Warum soll sich alles verkomplizieren? Warum müssen wir unser Leben strikt planen und organisieren wenn wir Babys bekommen? Ist man eine Rabenmutter, weil man sein eigenes Leben nicht gleich aufgeben will, weil man es anders macht, als es von einem erwartet wird? Als Julia Malchow mit ihrem 10 Monate alten Sohn Levi auf eine abenteuerliche Reise aufbricht, bekommt sie nicht nur Zuspruch für ihr Wagnis. Viele finden es verrückt, waghalsig, aber alle sind sich einig: Die Frau ist richtig mutig! Julias Reise beginnt in Sankt Petersburg und führt sie durch Russland, durch die Mongolei, bis nach Peking in China.Dabei legt sie ein großes Stück der Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn zurück, die für die gesellschaftlichen Vorstellungen von Reisen mit Kind, eher ungeeignet ist.Aber Julia verfolgt eine Mission, sie möchte ihr Reisefieber nutzen, um eine Antwort auf die Frage zu finden, wie sie nun mit Baby weiterlebt. Wie ihr weiteres Leben in München aussehen soll. Wie sie ihre Zukunft mit Levi gestaltet. Sprachbarrieren werden überbewertet und die Gefahr, die ihr alle für diese Reise zugesprochen haben, bergen wahre Chancen in sich, dem Leben etwas Neues abzugewinnen. Die Autorin nimmt uns mit auf eine einmalig schöne Reise, voller zwischenmenschlicher Beziehungen und spricht einem direkt ins Herz.Ein Buch, das ich mehrmals aus der Hand legen musste - nicht weil ich wollte - sondern weil ich darüber nachdenken musste. Und ein Buch, dass Fernweh weckt!Egal woher wir unseren Antrieb nehmen, neue Antworten oder Lösungen zu finden, so kann man sich nur wünschen, das jeder eine solch bereichernde Erfahrung machen kann. Die Einfachheit, wie Menschen zum Beispiel in der Mongolei leben, reduziert das Leben auf die wahren Werte, nach denen man streben sollte. Meinen großen Respekt an Julia Malchow, die ihr Abenteuer "Transsib" genutzt hat, um ihr Leben jenseits von normalen "Urlaub" zu bereichern. Vielleicht sollte man nicht schemenhaft 2 Wochen Malle buchen, sondern etwas wagen, denn nur so kann man Neues entdecken, was definitiv von keinem Reiseführer angeboten wird!

    Mehr
  • Was für eine inspirierende Geschichte!

    Mut für zwei

    yayitslizzy

    25. September 2013 um 20:16

    In erste Linie habe ich mir das Buch gekauft, weil wir selbst planen, mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren - allerdings ohne Kind. Dann bekam ich aber mehr als einen Reisebericht - ein Buch über die Suche nach einem Familienkonzept, das individuell ist und zu den eigenen Bedürfnissen passt. Ich habe (noch) keine Kinder, aber ich mache mir oft Gedanken darüber, wie das Leben mit Kind aussehen kann und bekomme einiges im Freundeskreis mit. Mir wurde aber erst durch das Lesen bewusst, wie mich vieles, was auch die Autorin beklagt, bisher an der bei uns üblichen Familienvorstellung stört. Das Buch hat mir Mut gemacht, dass man eben doch auch mit Baby reisen kann - wenn eben auch in einem anderen Tempo - und dass man seinen eigenen Weg finden muss und vor allem auch darf. Dadurch hat mich das Buch wirklich zutiefst bewegt. Und Lust auf die Transsibirische Eisenbahn hat es natürlich auch gemacht. Vom Schreibstil fände ich es schöner zu lesen, wenn es öfter mal "er" hieße, anstatt, dass immer wieder der Name genannt wird. Ich habe meinem Mann immer mal wieder Stellen daraus vorgelesen und da fällt es einem besonders auf, wie oft Namen wiederholen werden - auch Ortsnamen - und auf einer Seite in fast jedem Satz auftauchen.  Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen, habe mich über die Fotos in der Mitte des Buches gefreut und bin zutiefst beeindruckt von der Autorin - einfach super! Es macht nicht nur Lust aufs Reisen & auf die Transsibirische Eisenbahn, sondern auch darauf, sich ein Leben mit Baby zu schaffen, das für die eigenen Bedürfnisse am besten passt.

    Mehr
  • Fernweh

    Mut für zwei

    A-bookish-kid

    13. September 2013 um 21:53

    Wir bleiben mal wieder interkulturell...heute geht es weiter mit einer Rezension zu "Mut für zwei" von Julia Malchow. Mich packt mal wieder das absolute Fernweh, wenn ich dieses Buch in den Händen halte - da würde man am liebsten wieder ins Flugzeug und weg. Wie schön, dass meine nächste Reise nach Shanghai schon bevorsteht :). Dieses Buch wollte ich wahnsinnig gerne lesen, da ich ja selber total gerne reise. Spätestens seit Indien bin ich dem Backpacken total verfallen und kann es kaum erwarten bis es endlich zum Backpacken nach China geht. "Mut für zwei" fand ich besonders interessant, da die Autorin Julia Malchow nicht "einfach nur" aus Reisen gegangen sondern auch ihren kleinen Sohn mitgenommen hat. Backpacken - das machen viele, ist ja heutzutage kaum noch etwas besonderes. Backpacken mit Kind hingegen ist ungewöhnlich - ich jedenfalls habe in Indien allerhöchstens mal Pauschalurlauber in Goa mit ein, zwei Kinderlein getroffen. Das war's dann aber auch. Daher war ich ziemlich neugierig auf diesen Reisebericht. Normalerweise lese ich keine derartigen Bücher - daher ist diese Rezension auch etwas jungfräulich und ich hoffe mal, der Aufbau der Rezension wird für euch trotzdem einigermaßen übersichtlich. Ich fand es total spannend den Reisebericht zu lesen - schon alleine weil ich (leider) noch nie über Moskau und St. Petersburg hinaus geschafft habe. Natürlich kann ein Buch keine eigene Reiseerfahrung ersetzen - aber dennoch schnuppert man ja ein wenig "russische" Luft. Besonders toll fand ich auch die Fotos im Buch - ich finde es ja schon spannend, wenn die Dinge die man gelesen hat auch ein "echtes" Gesicht bekommen. Ist manchmal ganz witzig wie weit die Realität dann doch von der eigenen Fantasie entfernt ist. Ich habe die Bilder auch erst am Ende angesehen - würde ich euch auch empfehlen :). Von der Motivation der Reise her war ich auch angetan und ich fand es toll, dass die Autorin uns an ihrer Gedankenwelt teilhaben lässt, die ja doch teilweise auch recht privat ist. Ich finde es erfrischend zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich weigern in der "ollen Tretmühle" zu laufen, ihr Leben reflektieren und versuchen ihr persönliches Glück zu finden, auch wenn es vielleicht nicht unbedingt gesellschaftskonform ist. Ich teile nicht unbedingt alle Gedanken der Autorin zu 100% - aber das muss man ja auch nicht, darum einem Menschen ein Lebensmodell aufzudrücken geht es der Autorin ja gerade nicht. Auch wenn ich selber teilweise andere Ansichten zum Leben habe, war es super spannend zu lesen wie eine andere Person dazu denkt. Alleine dafür hat es sich, für mich, gelohnt dieses Buch zu lesen. Ein klitzekleines bisschen schade fand ich, dass die Zeit in China vergleichsweise wenig Platz im Buch eingenommen hat - ich hätte irgendwie gerne noch mehr von Peking gelesen, auch wenn das Buch dann vielleicht ein paar Seiten mehr gehabt hätte. Das ist aber sicherlich auch persönliche Geschmackssache und wenn es nichts spannendes mehr zu erzählen gab, ist es ja auch okay. Es fiel mir eben nur auf, dass dieser Teil doch recht kurz geraten ist. Ein wirklicher Punkteabzug ist es für mich dann aber doch nicht. Es kann ja nicht jeder Autor meinem persönlichen Wunschdenken genügen :D. Zu den Charakteren lässt sich bei diesem Buch natürlich nicht soviel sagen, da es sich ja um reale Menschen handelt und ich es doch etwas anmaßend fände, deren Charakter hier anhand eines Buches zu beurteilen. Ich kann aber sagen, dass die Autorin in ihrer Reiselust und ihren Gedanken absolut sympathisch war (und das sage ich nicht nur weil mir das Buch zum rezensieren zur Verfügung gestellt wurde :D). Mir hat es Spaß gemacht die Autorin durch das Buch auf ihrer Reise zu begleiten und ich fand den Humor, den sie im Buch immer wieder eingebracht hat, sehr angenehm. Manchmal musste ich wirklich laut über einige Formulierungen lachen. Vom Schreibstil her handelt es sich nicht um einen besonders anspruchsvollen Schreibstil, als niveaulos kann man ihn aber bei Leibe auch nicht bezeichnen. Es ist eben eine ganz normale Art von einer Reise zu erzählen - sehr angenehm und einfach zu lesen, man kommt recht schnell in den Lesefluss und so im Endeffekt auch zügig durch das Buch. Insgesamt glaube ich, dass dieses Buch vielen Lesern als Inspiration und/oder Gedankenanstoß für das eigene Leben dienen kann. Vor allem die letzten Seiten und die Begegnung am Münchener Flughafen fand ich persönlich nochmal sehr, sehr schön zum Lesen und um eigene Ansichten/Handlungen neu zu überdenken. Nicht zuletzt macht es einfach wahnsinnige Lust auf's Reisen. Wie schon gesagt: am liebsten würde ich mich gerade ins Flugzeug setzen und irgendwo hinfliegen. Vielleicht traut sich durch "Mut für zwei" ja nun auch der ein oder andere mal die Sachen zu packen und in die Ferne zu ziehen, der sich bisher noch nicht getraut hat. Übrigens hat die Autorin auch einen Blog (www.juliamalchow.de). Dort könnt ihr ihre neuesten Reiseabenteuer ein wenig verfolgen. Viel Spaß dabei :). www.a-bookish-kid.blogspot.com

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks