Julia Mayer Die Brut (Old Souls)

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Inhaltsangabe zu „Die Brut (Old Souls)“ von Julia Mayer

Amerika, 2074. Des Mordes verdächtigt, befindet sich Avery zusammen mit ihren neuen Begleitern auf der Flucht. In den Staaten branden Rebellionen auf, denen sie sich anschließen möchten – wären da nicht Averys Trauer um Skar, die Sehnsucht nach dem Splittern und die Zweifel einer hoffnungslosen Zukunft. Kann der fremde Nomade ihnen helfen und die einzelnen Keime zu einer Gruppe vereinen, oder verrennen sie sich in der wahnwitzigen Idee, Frieden bringen zu wollen? „Die Brut“ ist der zweite Band einer 8-Bände starken All-Age Dystopie und widmet sich mit Leidenschaft den Fragen einer zukünftigen Gesellschaft und der zwischenmenschlichen Philosophie. P.S.: Digitale Rechteverwaltung ist nicht aktiv und kann somit in Formate für andere E-Reader abseits des Kindles konvertiert werden!

Nicht immer zu einhundert Prozent logisch, aber verstörend schön.

— Pulsblau
Pulsblau
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  • Old Souls 2: Die Brut

    Die Brut (Old Souls)
    Leseglueck

    Leseglueck

    21. March 2017 um 12:07

    Erster Satz Ich habe über die Erinnerungen nachgedacht, die sich wie dünne Schatten um meine Knochen wirbeln. Cover Das Cover sieht genauso schön aus wie das vom ersten Band und beide passen super zusammen. Das Düstere passt zu der meist bedrückten Stimmung im Buch. Meinung Die Brut ist der zweite Band der Old Souls Reihe. Mittlerweile ist es etwas über drei Jahre her, seit ich den ersten Band gelesen habe. Da so viel Zeit vergangen ist und ich schon beim ersten Band Probleme hatte in die Geschichte rein zu kommen, war ich etwas skeptisch. Da das eigentlich mein einziger Kritikpunkt beim ersten war, habe ich mich gefreut dass es beim zweiten Band viel besser geklappt hat. Auch nach so langer Zeit war ich gleich wieder drin und konnte wunderbar an die Keime anknüpfen. Das Buch hat sich toll gelesen und ich bin begeistert. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Auch in diesem Band liegt das Hauptaugenmerk auf Avery. Von ihr hat man schon im ersten Band am meisten erfahren. Sie gehört immer noch zu den Keimen, die sich in der ersten Phase des Seins befinden und verfolgt werden. Avery ist am Anfang ziemlich ruhig und trifft wenig eigene Entscheidungen. Sie zeigt nicht wirklich viel Eigeninitiative und ich hatte schon Angst dass sie nicht aufwacht. Avery hat sich im Laufe des Buches weiter entwickelt, aber wenn sie sich einfach treiben lässt und alles mit macht was die anderen wollen, gefällt sie mir gar nicht. Zum Glück hat sie aber auch eine starke Seite und wenn sie sich dann etwas in den Kopf setzt, kann sie das doch ganz gut durchsetzen. Cash spielt neben Avery eine große Rolle in dem Buch. Er nimmt immer noch viele Drogen, ist aber ab und zu schon auf dem Weg der Besserung. Ihm liegt viel an Avery und auch sie ist ihm nicht abgeneigt. Die Beiden kommen sich langsam näher, aber leider haben sie sich meistens genauso schnell wieder weggestoßen. Ich habe mich oft geärgert dass die Zwei nicht einfach zueinander stehen. Cash habe ich im zweiten Band dieser Reihe in mein Herz geschlossen denn als Leser erfährt man viel über sein zu Hause und seine Familie. Leider hätte ich mir das auch bei Avery gewünscht. Vielleicht gibt es darüber mehr im nächsten Band zu lesen. Eliza war mir schon im ersten Band ein Rätsel und in diesen überrascht sie sicherlich jeden Leser. Mit so einer Wendung hätte ich nicht gerechnet und ich bin gespannt wie es mit ihr weiter gehen wird. Was ich von ihr halten soll, weiß ich allerdings immer noch nicht. Auch Cosima ist wieder dabei. Sie ist Avery eine gute Freundin und ohne sie würde es Avery wahrscheinlich schon gar nicht mehr geben. Sie ist bei allen Aktionen mit dabei und übernimmt oft die leitende Rolle. Ich wünsche mir aber dass Cosima tiefgründiger behandelt wird und würde gerne mehr über ihr voriges Leben erfahren. Diese Buchreihe ist etwas ganz besonderes wie ich finde. Die Gedanken und Gefühle der Charaktere wird toll beschrieben und alles ist sehr poetisch und tiefgründig. Außerdem wurde hier von Julia Mayer eine neue Welt erschaffen mit den verschiedenen Stufen des Seins. Meiner Meinung nach hat sich die Autorin vom ersten zu diesem Band gesteigert worüber ich mich sehr gefreut habe, da das Lesen noch mehr Spaß gemacht hat.   Fazit Die Brut ist eine gelungene Fortsetzung, die mir noch besser gefallen hat wie der erste Band. Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

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  • Perle mit extremer Sogwirkung

    Die Brut (Old Souls)
    Pulsblau

    Pulsblau

    12. July 2016 um 17:22

    Nach den schrecklichen Ereignissen am Ende von Band I geht Averys Flucht in "Die Brut - Old Souls II" weiter - mit neuen Gefährten, die ihr in vielerlei Hinsicht näher kommen als Skar und mit denen sie sich gerade deshalb regelmäßig heftig streitet. Wäre ihre Gesamtsituation nicht derart bedrückend und gefährlich, wäre es beinahe kindisch, wie sie sich zum Teil verhalten, so aber habe ich Verständnis dafür, dass die angestaute Angst und Frustration sich vor allem bei Avery endlich entlädt, auf eine Weise, auf die es ihr gegenüber Skar niemals möglich war.Und Avery darf wachsen, sich entwickeln - vom einst verängstigten jungen Mädchen in Skars Schatten zu einer treibenden Kraft der Widerstandsbewegung gegen die Keimjagd und die Obrigkeit, von der diese ausgeht.Auch der zweite Band von Julia Mayers verstörend schöner Dystopie konnte mich begeistern - und das, obwohl mir seine Handlung nicht immer zu einhundert Prozent logisch erschien. Erstmals wurde mir zur Gänze bewusst, was es konkret mit der bereits in Band I regelmäßig erwähnten Reinigung auf sich hat - und alles, was diesen Umbruch und das Wissen darum in der Bevölkerung betrifft, habe ich beim Lesen als nicht ganz und gar ausgereift empfunden. Hier hätten dem Roman klarere, strukturiertere Erklärungen gutgetan, finde ich, ebenso wie dem Sinneswandel einer bestimmten Figur gegen Ende des Romans.Das ändert aber nichts daran, dass diese Dystopie-Perle eine extreme, fast unheimliche Sogwirkung auf mich ausübt. Nicht immer konnte ich die Beweggründe der Charaktere in "Die Brut" nachvollziehen, doch sie wirken auf mich trotzdem (oder gerade deshalb) extrem faszinierend. Dazu kommt Julia Mayers Schreibstil, der stellenweise nahezu an die Poesie eines Rilke-Gedichts heranreicht und dazu geführt hat, dass meine beiden ersten "Old-Souls"-Bände von vorne bis hinten mit bunten Page-Markern gespickt sind, damit ich die schönsten Stellen leichter wiederfinde.

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