Julia Mayer Die Keime (Old Souls)

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Inhaltsangabe zu „Die Keime (Old Souls)“ von Julia Mayer

Außergewöhnlich genial ♥

— Pooly
Pooly

Anders, düster, großartig ...

— KatharinaVHaderer
KatharinaVHaderer
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  • Die Keime

    Die Keime (Old Souls)
    masterofdisaster

    masterofdisaster

    16. May 2015 um 13:44

    Meine Meinung: Am Anfang möchte ich erstmal der lieben Julia danken, die mir dieses Buch per Mail zukommen lassen hat, damit ich es für sie lese. Vielen Dank! Ich habe dieses Buch gerade beendet und es sind noch so viele Eindrücke in meinem Kopf, dass ich nun die Gelegenheit nutze, um diese hier zu ordnen. Allein der Schreibstil, den die Autorin verwendet, ist anders als das, was man gewohnt ist. Er ist sehr bildhaft, voller Metaphern und sehr detailreich. Mit ihm schwingt eine gewisse Art und Weise der Melancholie, die zu der Geschichte fast wie die Faust aufs Auge. Sicherlich musste man einige Passagen zweimal lesen, wenn man sie richtig verstehen wollte, aber darüber konnte ich auch hinweg sehen. Die Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird, beschränkt sich nicht nur auf die von Avery, sondern auch auf die Sicht von anderen, eher unabhängigen Menschen, wird beleuchtet. Meiner Meinung nach gibt das der Geschichte eine gewisse Abwechslung, die man zwischenzeitlich auch einfach mal braucht. Die Autorin hat eine dystopische Welt erschaffen, die wirklich anders ist als viele andere Welten. Es fließt eine Menge Fantasie mit in die Geschichte ein, was ich wirklich sehr gut gelungen finde. Diese alternative Welt, die sich da vor meinen Augen aufgebaut hat, hat mich doch sehr fasziniert. Das einzige, was ich mir hie noch gewünscht hätte, wäre ein wenig mehr Hintergrundinformation, um die Geschichte noch ein wenig besser verstehen zu können. Die Charaktere passten für mich einfach wunderbar in diese Geschichte hinein. Sicherlich kommt man ihnen nicht immer unglaublich nah, aber sie waren innerlich scheinbar genauso zerbrochen wie die Gesellschaft in dieser neuen Welt. Eine wirkliche Liebesgeschichte, die sonst immer üblich ist, bleibt aus, was für mich aber nicht so schlimm ist. Ich mag Liebesgeschichten in Büchern zwar, aber ich glaube, in diesem Band hätte es einfach nicht gepasst. Zu sehr hatten die Protagonisten mit sich selbst zu kämpfen. Wo sollte dann auch noch die Liebe Platz finden? Die Handlung in dem Buch ist, bis auf ein paar Passagen, die sich dann doch ein bisschen langgezogen haben, gut aufgebaut und an den Stellen, an denen Spannung entstehen soll, kommt diese auch auf. Es ist kein Buch, das von Anfang an mit einer Bombe nach der anderen aufwartet, aber das würde ich in einem ersten Teil einer Reihe auch nicht erwarten. Das Ende hinterlässt doch einige Fragen bei mir, sodass ich sicherlich verfolgen werde, wie sich die Geschichte um Avery weiterentwickelt. Fazit: Bei diesem Buch handelt es sich um eine spannende, andersartige Dystopie, deren Geschichte noch sehr viel Potenzial hat, sich zu entwickeln. Insgesamt in meinen Augen eine gute Leistung und meine Empfehlung geht an all diejenigen, die sich auch mal an eine andere Zukunftswelt wagen wollen und vor allem mit einem Schreibstil zurechtkommen, der sich eben nicht innerhalb von Sekunden weglesen lässt.

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  • Einfach anderes ...

    Die Keime (Old Souls)
    KatharinaVHaderer

    KatharinaVHaderer

    Ich fand es sehr interessant, die ganzen verschiedenen Sterne-Bewertungen von Mayer zu sehen; und ich kann mir nun, nachdem ich den Roman innerhalb weniger Tage gelesen habe, auch erklären, warum. Weil es anders ist. Dieses Buch ist eine Dystopie, und diese Beschreibung sollte man erst nehmen. Hier werden nicht schöne Kleider gedreht wie bei Katniss, oder Traumwelten mit dem Traum-Guy bereist wie in "The Divergent". Das ist eine Dystopie und Punkt. Die Gesellschaft befindet sich am Rande des Zusammenbruchs, wenn nicht schon wieder knapp dahinter. Während zuvor jeder Mensch wiedergeboren wurde, um sich später mit seinen Lieben zu vereinigen, passiert das nun nicht länger. Verständlicherweise bricht in dieser Welt, in der Tod nie Angst hervorgerufen hat, komplettes Chaos aus. Menschen betäuben mit Drogen den Schmerz über die verflossenen. Und selbstverständlich muss ein Sündenbock her: In diesem Fall die erste der vier Entwicklungsstadien im Laufe des Wiedergeburtszyklus, die man an den Augen erkennen kann: Die Keime. Sie sind die letzten, die nach der Wiedergeburt entstanden sind, und sie sollen nun dafür büßen, was auch dem Rest der Menschheit verwehrt bleibt. Die Protagonistin und ihr Begleiter, ein schweigsamer, rauer Mann um die gefühlte Vierzig, sind solche Keime. Sie befinden sich auf der Flucht, müssen durch die Finger der "Polizei" schlüpfen, sich mit Kontaktlinsen tarnen. Hilfe ist rar. Die einzige Hoffnung: Dass sie doch noch das zweite Stadium der Wiedergeburt erreichen, doch die Zeit bleibt still. Eine Vorgängerin mit einem Stern hat geschrieben: "ich verstehe das nicht und ständig nehmen nur alle Drogen und kotzen ständig. Und mit Drogen kann ich nix anfangen, ich hab noch nie welche genommen ..." Das hat mich sehr belustigt. Erstens: Es kotzen NICHT alle ständig, und wenn sie es tun, dann nur aus berechtigten Gründen. Zweitens: Ich habe das Gefühl, dass viele mit diesem Buch nichts anfangen können, weil sie sich nicht "reinleben" können. Ich muss keine Drogen genommen haben, um zu verstehen, warum diese Leute nach diesem Gesellschaftsumbruch so verzweifelt sind und es tun. Es wäre ungefähr so, als würden ab jetzt bei uns keine Babys mehr geboren werden und anschließend werden die Frauen verfolgt, weil man ihnen die Schuld gibt. Egal, was man tut - die Gesellschaft wird sich von diesem Umschwung nicht erholen, Depression macht sich breit, Verzweiflung. Drittens: Zum Verständnis des Buches: Julia Mayer schreibt anders; aber wie ich finde, auf einem sehr hohen Niveau. Das mag bei Dystopien, als Fantasy/SF nicht üblich sein, aber mir hat dieser tolle Stil so gut getan wie schon lange nicht mehr. Mayer wärmt nicht einfach nur auf, was vorher da war, sondern erschafft damit etwas komplett Neues. Ihr Stil ist metaphernreich; für mich persönlich war dennoch alles klar. Mag sein, dass es nicht allen so geht, die sich auf diese düstere Reise einlassen wollen. Ich jedenfalls war begeistert. Und wenn ich begeistert sage, heißt das, ich würde dem Buch lieber 6 Sterne geben als 5, und sowas sage ich nicht einfach leichtfertig.

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    • 2
  • Flüchten auf Meisterklasse

    Die Keime (Old Souls)
    N9erz

    N9erz

    15. July 2014 um 14:21

    Avery und Skar sind auf der Flucht - auf der Flucht vor den Häschern, die es auf Leute wie sie, auf Keime, abgesehen haben. Denn das höchste Gut der Menschheit wurde zerstört, eine Wiedergeburt ist nicht mehr möglich.  Verantwortlich gemacht werden dafür die Keime und darum sollen sie ausgerottet werden und die große Jagd nach ihnen ist eröffnet.  Averys und Skars einziger Ausweg aus der dauerhaften Flucht - all ihre Vergangenheiten durchforsten und es endlich auf die nächste Stufe zu schaffen - zu splittern. Denn wenn sie das Stadium des Keimes überstanden haben sollten sie sicher sein. ----- Die Idee hinter der Geschichte ist neu und wirklich gut. Die Menschheit durchlebt in der Zukunft unabhängig von ihrem Alter vier Stadien. Vom Keim, zum Splitter, zum Herzen und zuletzt zur Asche. Nach dem Durchlauf dieser Stadien kommt die Wiedergeburt und jede Seele kehrt auf die Erde zurück. Durch das Erforschen der alten Leben in Form ihrer Träume scheinen die jeweils nächsten Stadien erreichbar zu werden, doch wie genau der Aufstieg funktioniert weiß niemand so genau. Doch genau diese Wiedergeburt ist seit kurzem nicht mehr möglich und schuld daran sollen die Keime sein, weshalb Jagd auf sie gemacht wird. So viel zu der Grundidee, die ich wie gesagt eigenlich wirklich sehr interessant und gut finde. Allerdings dauert es leider sehr lange, bis man dieses System der Zukunft zum ersten Mal richtig durchschaut. Ich hab einiges an Zeit gebraucht, bis diese ganze Funktionsweise irgendwie Sinn ergeben hat und zumindest für mich endlich Platz für die Geschichte der Personen gemacht hat. Damit komme ich auch gleich zu der grundsätzlichen Geschichte rund um Avery, Skar und einige weitere Personen. Diese besteht in ihren Grundelementen eigentlich nur aus einem: Flucht. Zu Beginn befindent sich Avery und Skar auf der Flucht, dann fliehen sie in eine andere Stadt und wollen von dort wieder weiter - wieder auf der Flucht und immer mit der Gefahr entlarvt zu werden. Viel mehr passiert irgendwie nicht. Klar, Avery sucht in ihren Träumen nach einem Weg zu splittern aber die Flucht domieniert das Geschehen doch sehr stark. Zu Anfang auch gar kein Problem, aber gegen Ende hab ich mir doch ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht - die kommt zwar auch, aber erst sehr spät! Zu den Charakteren im Buch bin ich zwiegespalten. Avery wirkt irgendwie hochgestochen und doch so schüchtern, darum bin ich irgendwie nicht so wirklich warm geworden mit ihr. Über die meisten anderen Charaktere erfährt man nicht ganz so viel, einige wenige werden sogar nur in einzelnen eigenen Kapiteln vorgestellt um danach nie wieder aufzutauchen und anscheinend erst im Fortlauf der weiteren Geschichte einen Part zu übernehmen. Das macht einerseits ja Spannung aber andererseits hat es bei mir auch immer wieder Verwirrung gestifftet. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist die Sprache des Buches. Diese ist sehr gehoben, geschwollen oder gar philosophisch. Ich würde fast bedeutungsschwer sagen. Es dauert einiges an Eingewöhnungsphase bis man (oder zumindest ich) endlich in diesen Ausdrucksweisen drinnen war und so richtig schön durchlesen konnte. Immer wieder wird in die Wolken gegriffen und sehr viel bildlich in die Gedanken gelegt, was dazu geführt hat, dass ich irgendwie nur sehr schweren zu eienm flüssigen Lesefluss gekommen bin. Vor allem in Paarung mit der Verwirrung über die Systematik dieser Zukunft hat mir das den Einstieg doch recht schwer gemacht. Erst gegen Ende bin ich wirklich in das Buch hinein gekommen und habe mich mit dieser Welt endlich abfinden können. "Die Keime" ist der Auftakt einer 8-Bände starken Reihe, was auch erklärt, warum so viele Fragen in der Geschichte auch am Ende noch offen bleiben. Sehr viel Wie, Warum und Weshalb, Woher und Was steht am Ende nach dem Lesen, doch immerhin wird Stoff und Anregung zum Weiterlesen gebraucht wenn hier noch einiges folgen soll! Trotzdem kann ich jetzt nicht sagen, dass ich unbedingt weiter lesen muss. Die Geschichte macht gerade gegen Ende schon wirklich Lust auf mehr, da es aber durch die Sprache und die Komplexität der zukünftigen Welt (oder auch durch die vielen ungeklärten Fragen) doch sehr intensiv zu lesen war, brauch ich jetzt erst mak eine Pause. Leider nur recht wenig Punkte, obwohl sich die Idee (und ich glaube auch wirklich die Fortsetzungen) wahrscheinlich mehr verdienen würde.

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  • Etwas zäher Einstieg in eine faszinierend dystopische Welt

    Die Keime (Old Souls)
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    11. April 2013 um 15:07

    "Keime sind der Dreck, der Abschaum, wir halten das Leben auf. Keime, wie mein Partner Skar und ich, sind auf der Flucht vor anderem Leben, suchen nach der Endlichkeit unserer Phase - und der Tod klebt uns an den Fersen." (Pos. 174) Zusammen mit ihrem Partner Skar versteckt sich Avery in der Anonymität der überfüllten Großstädte, immer auf der Flucht vor den Häschern. Denn sie sind Keime, Menschen im "unreinen" Anfangsstadium der Seele, denen die Schuld am endgültigen Sterben der alten Seelen gegeben wird. Zusammen versuchen sie, so lange unentdeckt zu bleiben, bis sie das nächste, sichere Stadium erreicht haben. Doch wie das geschieht, kann keiner genau sagen. Als Avery jedoch eine Vision aus ihrem vergangenen Leben hat, die sie in der Bibliothek von New York zeigt, weiß sie, dass sie dort hin muss. Aber können sie eine Reise riskieren, ohne unterwegs geschnappt zu werden? Es ist eine sehr melancholische, traurige Welt, in die uns Julia Mayer da hineinversetzt. Eine Welt, die zwar unserer entspricht, in der jedoch ein anderes Gesellschaftskonzept herrscht. Hier durchläuft die menschliche Seele vier Lebensphasen, um anschließend wiedergeboren zu werden. Doch seit einiger Zeit erwachen die Seelen nicht wieder zum Leben - sie sterben endgültig! Die Nomaden, die ihr Wissen seit Generationen mündlich weitergeben, sehen die Ursache dafür in der Überfüllung der Welt mit zu vielen, zu kranken Seelen. Eine Entwicklung, der die Regierung entgegenzuwirken versucht, indem sie Seelen in der ersten Phase, sogenannte Keime, verfolgen und töten lässt, um die Wiederkehr für andere zu sichern. Man erkennt sie an ihren Augen, die, je nach Phase, von einem anderen Ring um die Iris gekennzeichnet sind. So ist es kein Wunder, dass viele ihre Augen hinter farbigen Linsen verbergen, um nicht erkannt zu werden. Nicht nur gesellschaftlich, auch technisch hat sich im Jahre 2074 einiges verändert. Flugbusse und automatisch fahrende Autos gehören zum Alltag, so wie scheinbar auch die synthetischen Drogen, denen viele Menschen verfallen sind. Doch was bleibt auch anderes als die Realitätsflucht, wenn man entweder gejagt wird oder weiß, dass seine Liebsten nach ihrem Tod nie wiederkehren? In dieser Welt sucht Avery, gemeinsam mit ihrem mürrischen Begleiter Skar, nach Schutz vor den Häschern und nach einer Möglichkeit, in die nächste Phase überzugehen. Während ihrer Reise durch ein zerrüttetes Amerika treffen sie auf die unterschiedlichsten Charaktere, die alle irgendwie versuchen, das hoffnungslose Leben ihrer Zeit zu überstehen... Das Grundkonzept der Geschichte "Die Keime" fand ich wirklich faszinierend, allerdings hat die Umsetzung meine Geduld beim Lesen oft ganz schön auf die Probe gestellt. Denn die Geschichte ist geprägt von vielen philosophischen Gedankengängen und inneren Monologen, die sich zwar durch ihre feinfühligen, schönen Schilderungen auszeichnen, die ich aber leider eher ermüdend fand. Zwar werden dieses Passagen sicherlich einige Leser begeistern können, für mich ist dabei aber leider das Fortschreiten der Handlung etwas auf der Strecke geblieben. Dazu kommen, je weiter die Geschichte voranschreitet, immer häufigere Wechsel der Erzählperspektive, die zwar spannende neue Einblicke in Averys Welt geben, aber auch für einige Verwirrung sorgen. Nicht nur Avery, sondern auch ein junger Mann namens Cash, der gerade seine Eltern verloren hat, eine Frau von der Regierung und ein bis zum Schluss hin mysteriöser Mann namens Ruben übernehmen abwechselnd die Erzählung. Dazu träumt Avery auch immer öfter von ihren früheren Leben, wobei man als Leser jedoch keinen wirklichen Zusammenhang zwischen den einzelnen Träumen herstellen kann. So lässt die Geschichte mehr Fragen offen als sie beantwortet. Dies mag aber daran liegen, dass "Die Keime" nur der erste von insgesamt acht Teilen ist, weshalb ich hoffe, dass die nächsten Teile etwas mehr Klarheit bringen. Trotz der Kritik konnte mich die Geschichte doch fesseln, denn ab einem bestimmten Punkt will man einfach wissen, wie es mit Avery weitergeht und wie sich am Ende alles zusammenfügt. Mich hat Julia Mayer jedenfalls neugierig genug gemacht, dass ich auch den nächsten Band lesen werde.

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  • Old Souls

    Die Keime (Old Souls)
    Marie1990

    Marie1990

    10. April 2013 um 14:25

    Die Welt gerät aus den Fugen, als den Menschen das Erlangen der Wiedergeburt verwehrt bleibt. Die schwächsten Glieder der Gesellschaft werden gejagt – und auch Avery findet sich auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie wieder. Mithilfe anderer Flüchtlinge versucht sie, sich ihre Freiheit zu erkämpfen und gerät dabei immer wieder aufs Neue an scheinbar unüberwindbare Grenzen. Für sie, die Keime, gibt es nur die Flucht und den wartenden Tod, während die übrige Menschheit nach dem ewigen Leben lechzt und durch den Mord an den Schwächsten die Wiedergeburt zu finden versucht. Eine Jagd nach Sinn und Menschlichkeit beginnt ... "Die Keime" ist der erste Band und somit der Auftakt zur achtteiligen "Old Souls'- Reihe von Julia Mayer. Genretechnisch ist dieser erste Teil der paranormalen Dystopie zuzuordnen, deren Idee sich sehr von den anderen Dystopien am Markt abhebt. Allerdings ist im Bezug auf die Umsetzung noch viel Potential nach oben vorhanden, da es, meiner Ansicht nach, noch einige Kritikpunkte gibt, die in den Folgebänden hoffentlich ausgemerzt werden. Zuallererst lässt sich sagen, dass die Handlung an sich durchaus spannend ist, aber teilweise Längen aufweist, da viel Wert auf Beschreibungen gelegt wird, die den Lesefluss stellenweise bremsen. Man hätte die Handlung ein wenig straffen können, um die Spannung stärker herauszuarbeiten und ein Stück weit mehr Tempo in die Geschichte zu legen. Bei der Erzählung der Geschichte hat die Autorin einen wunderschönen Schreibstil bewiesen, der diesen Auftakt definitiv aufleben lässt. Sprachliche Schönheit und viel Poesie, sowie Philosophie schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die stellenweise sehr düster erscheint. Jedoch kommen durch diese schillernde Erzählweise die Informationen ein wenig zu kurz, die man benötigt um die Handlung zu verstehen. Es blieben zu viele Fragen offen, um ein komplettes Bild der Geschichte aufleben zu lassen. Ich konnte mir teilweise die Personen , Orte und Gegebenheiten einfach nicht vorstellen, was sehr schade ist, denn darin steckt so viel Potenzial, das danach schreit, genutzt zu werden. Auch die Erzählungen aus den verschiedenen Perspektiven ist manchmal etwas verwirrend, da sich nicht immer klar erkennen lässt, worauf die Autorin nun hinaus will. Ich bin gespannt zu erfahren, ob sich diese Kritikpunkte in den Folgebänden legen werden und wie diese etwas andere Dystopie weitergehen wird.

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Leseglueck

    Leseglueck

    07. February 2013 um 15:08

    Erster Satz: Am Ende des Tages zählt die Realität nicht mehr. Cover: Das Cover finde ich sehr schön. Das alles dunkel gehalten ist passt gut zu der düsteren Geschichte. Ich bin mir nur nicht sicher zu wem diese blauen Augen gehören. Meinung: Das Cover sieht gut aus und der Klappentext verspricht einiges. Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, war ich etwas verwirrt und brauchte eine Weile um mich in die Geschichte reinzufinden. Was aber nicht schlimm war, denn eigentlich bin ich dadurch neugierig geworden und wollte unbedingt weiter lesen um zu erfahren was das alles soll. Das Buch ist keine leichte Lektüre, denn die Autorin hat schon einen speziellen Schreibstil. Alles wird sehr detailliert beschrieben und der Schreibstil wirkt an vielen Stellen poetisch. Im ersten Band von Old Souls liegt das Hauptaugenmerk auf Avery, aus deren Sicht auch überwiegend erzählt wird. Avery ist ein sehr ängstliches Mädchen, das ich wegen ihrer Geschichte, die sie bis jetzt miterlebt hat auch nachvollziehen konnte. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte aber weiter und war mir die ganze Zeit über sympathisch. Sie gehört zu den Keimen, die sich in der ersten Phase des Seins befinden. Die letzte Phase die es gibt ist die Asche. Bis vor kurzem wurden alle nach dieser Phase wiedergeboren. Doch jetzt hat sich alles geändert und niemand weiß warum. Die Vorstellung, dass nun liebe Familienmitglieder nicht wieder zurück kommen, ist schlimm. Die Schuld daran wird den Keimen gegeben, da es von Ihnen viel zu viele gibt. Deshalb werden sie nun gejagt und ermordet. Avery ist eine davon und auf der Flucht. Sie kämpft nun jeden Tag um das Überlegen. Dabei ist sie aber nicht allein, denn begleitet wird sie dabei von Skar. Skar ist ein Keim, genauso wie Avery. Skar hat einen Traum zu verdanken dass er auf Avery aufmerksam wurde. Da die beiden denken, dass sie zusammen die nächste Phase erreichen können, sind sie nun gemeinsam auf der Flucht. Skar ist geheimnisvoll, unnahbar und kalt. Auch wenn er noch ein Keim ist, scheint er trotzdem schon viel älter als Avery zu sein. Skar war mir überhaupt nicht sympathisch weil es mir nicht gefallen hat wie er Avery behandelt und ehrlich gesagt habe ich zwischendurch immer gedacht, dass er sich sowieso bald von ihr Abkapseln wird. Es gab natürlich auch noch andere Charaktere in der Geschichte, wie zum Beispiel Cash, aus dessen Sicht auch ab und zu erzählt wird. Cash ist drogenabhängig und in seinem Leben dreht sich mittlerweile um nichts anderes mehr. Als er sich dann mit Avery und Cosima auf den Weg gemacht hat, dachte ich eigentlich, dass er sich zusammenraufen wird, hat er aber nicht und deshalb kann ich ihn gar nicht so richtig einschätzen. Cash befindet sich schon in der zweiten Phase, der Splitter. Dazu gehört auch Cosima. Aus deren Gesicht wird zwar nicht erzählt, aber trotzdem ist sie mir fast genauso wie Avery, ans Herz gewachsen. Cosima ist ein toller Charakter - selbstbewusst, hilfsbereit und sie würde Avery niemals im Stich lassen und das alles obwohl sie als Häscherin eigentlich die Keime jagt. Avery und Cash sind nicht die Einzigen aus deren Sicht geschrieben wird. Ein wichtiger Part im Buch ist auch Eliza. Sie ist anscheinend diejenige, die für die vielen Morde verantwortlich ist. Eigentlich sollte man sie nicht mögen, aber in den Passagen, in der sie ihre Geschichte erzählt, zeigt sie eine sehr menschliche und gefühlsvolle Seite von ihr. Auch bei ihr ist es nicht einfach sie einzuschätzen. Außerdem gab es noch Passagen in der Geschichte, von denen ich bis jetzt noch nicht weiß, aus welcher Sicht sie erzählt wurden, ob diese Personen überhaupt real sind oder nicht. Ich hoffe das klärt sich dann im nächsten Band. Die Grundidee der Geschichte finde ich gut. So etwas habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Allerdings ist es durch das fehlende Hintergrundwissen, das einem in der Geschichte erst nach und nach gegeben wird, schwierig in die Geschichte reinzukommen. Im Laufe der Geschichte erfährt man natürlich das Wichtigste, aber nicht alles, was sicherlich so gewollt ist, denn schließlich muss es ja auch einen Grund für weitere sieben Bände geben. Ich würde mir allerdings wünschen das man in den nächsten Bänden noch etwas über Avery und ihr Leben in Eurasien erfährt, wie denn ein Übergang in die nächste Phase überhaupt funktioniert und etwas über die Koryphäen. Fazit: Die Keime ist der Auftakt der Old Souls Reihe. Durch den Schreibstil und das fehlende Hintergrundwissen am Anfang des Buches, ist es kein Buch für zwischendurch. Mir hat es aber trotzdem gefallen und deswegen vergebe ich 4 von 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Lesefee_booklover

    Lesefee_booklover

    05. February 2013 um 12:43

    Zunächst einmal finde ich es schon mal gut, dass das Cover inzwischen geändert wurde. Das alte Bild fand ich irgendwie nicht so ansprechend. Das neue Cover (s.o.) ist hingegen viel ansehnlicher und irgendwie auch passender, auch wenn es ein wenig düsterer ist, aber das Buch handelt nun auch nicht gerade vom Sonnenschein ;) Nun will ich aber kurz erklären, warum ich das Buch nur mit 2 Blümchen bewerten kann. Irgendwie hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte an sich. Die Hauptperson Avery ist ein so genannter Keim und ist auf der Flucht. Gemeinsam mit den etwas mürrischen Skar flieht sie von A nach B und von da nach C. An sich passiert auch nicht mehr. Von Avery konnte ich mir leider kein Bild machen. Eine genauere Beschreibung aller Personen hätte ich mir schon gewünscht. Julia Mayer hat einen außergewöhnlichen und intelligenten Schreibstil und einige von euch werden diesen auch sicherlich sehr genießen können. Mich hat der Stil leider nicht angesprochen. Manchmal kann man sich ja auch schnell dem Schreibstil anpassen, mir ist das dieses mal nicht gelungen. Auch wenn ich es mir wirklich gewünscht habe. Die Geschichte an sich hat einige gute Ideen, aber leider verhindert der außergewöhnlich lyrische Schreibstil ein fließendes lesen. Ich hatte damit meine Probleme und konnte daher die Geschichte nicht richtig genießen.

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2013 um 10:26

    Cover: Ich finde das Cover toll. Dadurch, dass der Hintergrund schwarz ist, wird diese sehr düstere Stimmung, die auch im Buch herrscht, wiedergegeben und das prägnanteste Merkmal, die Augen, erkennt man hier auch. Ich finde auch nicht, dass das Buch auf den ersten Blick wie eines der Bücher aussieht und das ist sehr gut. Meinung: Dieses Buch ist eines der Bücher, die man entweder absolut liebt, oder mit denen man eher wenig anfangen kann. Es ist sehr eigen, es ist anders und der Schreibstil wird vielen ein großes Hindernis sein, überhaupt in die Handlung eintauchen zu können. Der Schreibstil, der sehr, sehr bildhaft und sehr metaphorisch ist, gefiel mir und gefiel mir nicht. Ich fand sehr viele Sätze wunderschön, weil sie wirkten, als hätten sie mir direkt in die Seele gesehen. Nur leider zog mich der Schreibstil so sehr aus der Handlung heraus, weil ich die Sätze nur für sich genommen genießen konnte, sodass ich es sehr, sehr schwer hatte, in den Inhalt einsteigen zu können. Durch die vielen Beschreibungen bleiben einige wichtige Informationen auf der Strecke, die mir das Lesen teilweise sehr schwer gemacht haben. Das ist etwas, was auf jeden Fall nicht jedem gefallen wird. Hinter diesem Schreibstil stehen sehr schöne philosophische Gedanken, die sich mit Themen wie der Seele, das Leben allgemein, dem Dasein als Mensch und vor allem der Wiedergeburt beschäftigen. Davon zu lesen fand ich streckenweise schon sehr interessant, auch wenn ich nicht glaube, alles verstanden zu haben. Mit der wörtlichen Rede hatte ich teilweise auch so meine Startschwierigkeiten. Meistens besteht diese (wenn sie überhaupt vorkommt), nur aus Beleidigungen. Das fand ich etwas schade, weil mir sehr viel Dialog als Bestandteil der Geschichte gefehlt hat und ich glaube, dass sie den Inhalt besser hätten unterstützen können, wenn sie abwechslungsreicher gewesen wären. Unklar sind mir weiterhin der Gesellschaftsaufbau (warum werden die Charaktere auf der einen Seite bis ins kleinste Detail ausspioniert, können sich dann aber herumstehende Autos, Flugzeuge? nehmen und damit einfach durch die Gegend kurven?), die Charaktere und die Welt allgemein. Mit Skar konnte ich absolut nicht warm werden, Avery habe ich auch nur ansatzweise verstanden und Cash, Cosima, Ruben, etc sind mir eigentlich kaum in Erinnerung geblieben. Denn viel tun sie auch nicht. Sie laufen durch die Gegend, übergeben sich, pumpen sich mit Drogen voll und… ja. Ich habe keine Informationen über Vergangenheit, Wünsche und Ziele der Protagonisten erfahren, es war mir alles etwas zu schwammig. Sehr gut hat mir aber das Konzept der Wiedergeburt gefallen, über das ich wirklich unheimlich gern mehr erfahren würde. Wer legt fest, ab wann man in die nächste Phase übertreten darf? Wie genau ist dieses System entstanden und wieso? Wie sind die einzelnen „Kasten“ genau für- und gegeneinander abgegrenzt? Fazit: Ich fand das Buch schwierig. Dem Schreibstil steh ich etwas zwiegespalten gegenüber und er hat mich vom Inhalt her eher abgelenkt, als eingeführt. Die Charaktere habe ich allesamt nicht wirklich einordnen können und auch der Weltenentwurf war für mich mehr als schwer nachzuvollziehen. Sehr gut und interessant finde ich die vielen philosophischen Gedankenansätze und auch die Wiedergeburt(en). Nur leider ist es dabei auch geblieben. Ein Buch, was ich leider nicht jedem empfehlen kann. Meins war es leider nicht so wirklich.…

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Tinalini

    Tinalini

    Zum Inhalt des Buches kann ich nicht viel sagen. Zum einen ist nicht viel passiert, zum anderen habe ich das wenige, was passiert ist, nicht wirklich verstanden. Im Großen und Ganzen ist unsere Protagonistin, Avery, auf der Flucht. Zu Beginn ist sie auf der Flucht, in der Mitte ist sie auf der Flucht. Am Ende ist sie immer noch auf der Flucht. So viel habe ich verstanden: Die Seele durchläuft verschiedene Phasen und wird am Ende in einem neuen Körper wieder geboren. Wann sie von einer Phase in die nächste wechselt, ist immer unterschiedlich. So ist Averys Mutter laut deren Aussagen schon recht früh in die älteste Stufe gewechselt, und Skar, Averys Begleiter, ist im fortgeschrittenen Alter (er hat graue Haare, ich schätze ihn auf etwa 45 aufwärts) immer noch in der ersten Seelenphase. Und nun kehren die Seelen nicht wieder. Anscheinend können die Leute spüren, wenn die Eltern sterben, ob deren Seelen noch da sind oder nicht. Und irgendjemand hat sich überlegt, dass die Menschen, die noch in der ersten Seelenphase sind, Schuld tragen. Tja, und leider habe ich das meiste Wissen aus dem oberen Absatz NICHT durch Lesen des Buches herausgefunden, sondern durch Lesen anderer Rezensionen. Normalerweise lese ich keine Rezensionen zu Büchern, die ich noch lesen will oder die ich gerade lese. Ich habe immer Angst, dass mir jemand irgendetwas verrät und ich dann steh ich da mit meinem Talent. Hier aber habe ich sie gelesen in der Hoffnung, dass jemand was verrät. Dass die Autorin im ersten von acht Teilen nicht alles offenlegt, ist gewollt und an sich ja auch richtig. Aber ich habe leider rein gar nichts verstanden. Was ist los, wieso ist es so und was genau ist das alles? Man sollte allerdings so viel erklären, dass der Leser sich nicht verlassen fühlt. Das ganze Buch über hatte ich immer das Gefühl, dass die Autorin mich „vergessen“ hat. Sie hat mich nicht mitgenommen auf die Reise. Die ganze Hintergrundgeschichte und wichtige Informationen fehlten einfach. Für mich sehr schwer war auch die sprachliche Hürde. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, bei uns zu Hause wird Deutsch gesprochen, ich war auf einer Privatschule, ich habe mein Abitur, eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein halbes Studium. Und trotzdem… Frau Mayers (Schreib)Sprache ist sehr poetisch, geschwollen und überladen. Sie braucht acht Sätze, um auf den Punkt zu kommen. Und sie liebt das Partizip Präsens Aktiv, auch Partizip I genannt. Der schlimmste Satz im ganzen Buch war dieser: Den Kopf wendend, hebend, schließlich das Sofa verlassend und mit wackligen Schritten erst im Badezimmer nachsehend, versuche ich die Quelle dieser Geräusche zu finden. (Pos. 1235) Ich bin auch jedes Mal über die Koryphäe gestolpert. Jeder Mensch in Mayers Welt hat eine Koryphäe, die – so habe ich es zumindest verstanden – wohl eine Art Schutzengel ist. Aber die Koryphäe ist nach dem Duden jemand, der auf einem bestimmten Gebiet außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt (http://www.duden.de/rechtschreibung/KoryphaeeExperteTaenzerin). Soll also der Schutzengel ein Experte auf dem Schutzengelgebiet sein? In einem Satz hat die gute Julia mir die Gedanken schon vorab gelesen: Er zieht mir die Zigarette zwischen den Lippen hervor und verschwindet wieder in der Wohnung, während ich mir das Haar zurückstreiche und nach dem Sinn des Ganzen suche. (Pos. 1991) Den Sinn suche ich – leider – auch noch. Ein Fehler ist mir noch aufgefallen. Sie schreibt: Ein Kind an der Hand ihrer Mutter. (Pos. 2562) Das Kind heißt es. D-A-S Kind. Das Kind ist also an der Hand SEINER Mutter. Nicht ihrer. Sogar d-a-s Mädchen wäre an der Hand seiner Mutter. Es gibt noch mehr solcher Beispiele, z.B. schüttelt jemand wortlos den Kopf, sagt aber direkt nach dem Satzzeichen etwas. Sie schüttelt also den Kopf und erst nachdem das Schütteln vorbei ist und der Kopf still steht, fängt sie an zu reden? Das war übrigens Position 3372. Die Figuren waren bis auf Avery alle eher flach. Okay, wir haben einen Ich-Erzähler (Avery). Avery kann nun mal nicht in die Köpfe der anderen gucken, aber wir erfahren von niemandem etwas. Weder von Skar, der uns den größten Teil des Buches begleitet, noch von Cosima, Cash oder Jorris. Wir wissen, wer ein Keim ist, wer schon weiter ist in seinen Phasen und wer welche Drogen nimmt. Aber das war’s dann auch. Avery philosophiert ewig lang über den Sinn des Lebens und wie schlecht es ihr doch geht und wie sehr sie sich missverstanden fühlt. Ich weiß nicht, ob irgendwo ihr Alter erwähnt wird, aber ich würde sie auf etwa sechzehn Jahre schätzen. Sie benimmt sich allerdings häufig wie eine trotzige Elfjährige. Mir persönlich hat diese ganze Drogen-Nehmerei gestört. Der Großteil der wichtigen Figuren ist drogenabhängig. Die Symptome beim kalten Entzug werden sehr überzeugend dargestellt. Glaube ich zumindest. Ich kenne niemanden, der Drogen nimmt (hoffe ich) und habe selbst noch nie illegale Drogen probiert (weiß ich!) und ich habe da auch kein Verlangen nach. Aber ich fand es sehr realistisch. Trotzdem schmeißen die sich die Drogen rein, wie andere Wasser trinken. Nicht so meins, ehrlich nicht. Ich kenne zwei Coverversionen. Zum einen dieses Mädel mit den blauen Augen und dem Krabbelvieh, was man aktuell beim großen Fluss findet. Zum anderen das, was ihr oben seht. Entschuldigt, aber das ist so was von hässlich! Und hat nichts mit dem Buch zu tun. Das neue ist viel viel schöner! Ich hoffe für all diejenigen, die diese Reihe noch weiterlesen, dass Avery am Ende des achten Bandes nicht mehr auf der Flucht ist. Ich persönlich kann aber auf die anderen sieben Teile verzichten.

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    • 5
  • Leserunde zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Liv

    Liv

    Eine sehr liebe und interessierte Mail-Bekanntschaft hat mir vorgeschlagen, mit meiner Buch-Neuerscheinung (ich bin am Begriff "neu erschienenem (nenenene) Buch" gescheitert, ohje) doch eine Leserunde hier bei Lovelybooks zu gestalten. "Die Keime" ist mein Erstlingswerk und bisher nur als eBook-Version erhältlich. Bis die Printausgabe erhältlich sein wird, dürfte auch noch ein guter Monat vergehen, jedoch stellt das Lesen eines digitalen Buches im "Zeitalter" des eReaders auch keine große Hürde mehr dar.Ich würde es 10-30 Lesern (abhängig von der Bewerbungsdichte) kostenlos für diese Leserunde zur Verfügung stellen. Mich interessiert als Autor natürlich besonders, was am Buch direkten Eindruck hinterlässt, oder ob eben überhaupt nichts hinterlassen wird ;-) Kann man sich ja nicht unbedingt aussuchen. Der Kontakt zu Lesern ist mir schon immer während meines Schreibprozesses wichtig gewesen, und jetzt, da ich die Veröffentlichung gewagt habe, wünsche ich mir den direkten Austausch nur noch mehr. Genug Bla-bla. Kurz und knapp geht es in meinem Buch um: - dystopische Ereignisse- Krieg, Jagden und Weltschmerz einer verlorenen Gesellschaft- Seelen, Wiedergeburt - und somit unwiderruflich um die Philosophie- um eine sterbende Erde, zusätzlich zur sterbenden Gesellschaft- um Menschen in schwierigen Situationen- um Liebe, hier und dort, sowohl für Männlein als auch für Weiblein interessant Es ist definitiv kein Buch für unter 12-Jährige, es behandelt schwierige Themen und beansprucht sowohl Herzmuskel als auch Gehirn. Klappentext:Die Welt gerät aus den Fugen, als den Menschen das Erlangen der Wiedergeburt verwehrt bleibt. Die schwächsten Glieder der Gesellschaft werden gejagt – und auch Avery findet sich auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie wieder. Mithilfe anderer Flüchtlinge versucht sie, sich ihre Freiheit zu erkämpfen und gerät dabei immer wieder aufs Neue an scheinbar unüberwindbare Grenzen. Eine Jagd nach Sinn und Menschlichkeit beginnt ... Sneak Peek: "Die Menschen sagen, die Seele sei rein. Keine Sünde sei an ihr zu finden, keine Scham, kein Hass und nicht die kleinste Verschmutzung kann ihre Unschuld trüben. Die Menschen sagen, die Seele sei rein, solange sie keinen Körper bewohnt, an dem Sünde zu finden ist, Scham, Hass und noch die kleinste Verschmutzung als Zeuge der Schuld. Und stellt sich nicht die Frage danach, ob es die Seele ist, die des Lebens Phasen durchschreitet, mit aller Kraft nach Perfektion strebt? Oder ist es der Mensch, der aus simpler Physik ausbrechen will und muss, um der eigenen Befriedigung willen? Manche glauben, ein paar Gramm Civil machen sie frei. Andere geben ihr eigenes Blut, kehren ihr Inneres nach außen mit Mustern und Kreisen, Linien und Kreuzen, um die Seele auf den richtigen Pfad zu bringen. Doch sie alle vergessen, dass die Seele nicht fassbar ist. Sie ist kein scheues Tier, das man überlisten kann. Kein Trick wird sie locken, keine Gewalt sie zwingen … sie findet ihren Weg indem sie den Weg zum Ziel macht und das Ziel wieder zum Weg. Und wenn wir um uns selber weinen, so ist es die Sprache der Seele, die in fremden Zungen schlägt, und das Leben weint mit ihr. Denn so sehr wir verfluchen mögen, was unser Leben uns antut, es ist die Seele, die sich in den Schmerz verliebt." Bewerbungen wie üblich hier, Kontakt sonst auch über Mail: oldsouls[at]gmx.de Ich würde mich über ein paar aussagekräftige Infos über euch und eure Lieblingsbücher interessieren. Vor allem natürlich, in welchem Genre sich das Ganze abspielt, was ihr gar nicht mögt, was ihr besonders mögt, etc. Freue mich auch über mehr, das ist aber jedem selbst überlassen :-) Ich würde gern eine offene Leserunde starten! Das heißt, jeder kann nach seinem Gefühl mitlesen und kommentieren und das Fazit ziehen, obwohl es natürlich schön wäre, wenn die Diskussionen aktiv bleiben würden, während die meisten noch lesen. Aber das wird schon! :-) Wer also das Buch schon hat, darf es gern schon lesen - in spätestens einer Woche versende ich dann auch die Bücher an die ausgewählten Testleser. Ich freu mich! Die Leserunde der Leser, die das Buch bisher noch nicht besitzen, würde somit aktiv nächste Woche beginnen. Weitere Links: Amazon: http://www.amazon.de/Die-Keime-Old-Souls-ebook/dp/B00ACHOFE8/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1353779665&sr=1-1 Blog: http://www.oldsouls.de Twitter: https://twitter.com/gehirnbrot Ich freue mich auf die Teilnehmer der Leserunde! WER DAS BUCH BEREITS BESITZT, IST NATÜRLICH SEHR GERN ZUR LESERUNDE EINGELADEN! ___________________________________________________ Die letztendliche Leserunde habe ich in unterschiedliche Phasen gegliedert, eigentlich erklärt sich Jede dabei von selbst. Wenn etwas unklar ist, fragt ruhig! Teilnehmerliste: Thala Littlemhytica Steffi153 Darkangel82 Monerl Manja82 Lyrica PMelittaM Sineous SabrinaK1985

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    monerl

    monerl

    31. January 2013 um 16:22

    Kurzbeschreibung Amazon: Amerika, 2074. Auf der Flucht vor den Menschen, die nach dem Leben der „Keime“ trachten, findet sich Avery als eine der wenigen Überlebenden mit anderen Flüchtlingen zusammen. Verzweifelt sind sie auf der Suche nach dem verlorenen Frieden ihrer Gesellschaft. Doch genau dies wird ihnen nicht gewährt, schließlich sind sie Keime – Bürger, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass das höchste Gut der futuristischen Menschheit – die Wiedergeburt – nicht länger möglich ist. „Die Keime“ ist der Auftakt einer 8-Bände starken All-Age Dystopie und widmet sich mit Leidenschaft den Fragen einer zukünftigen Gesellschaft und der zwischenmenschlichen Philosophie. ______________________ Avery und Scar (Keime) sind auf der Flucht vor den Häschern, die sie töten und für immer auslöschen wollen. Gleichzeitig sind sie auf der Suche, wie sie in die nächste Lebensphase (Splitter) übertreten können. Denn dies ist ihr einziger Schutz vor der Treibjagd. Die Autorin hat ein besonderes Gefühl für bildliche Sprache. Sie schafft es, selbst einfache Dinge, Situationen und Gefühle derart bildlich zu beschreiben, dass es schon fast lyrisch klingt. Zu Anfang ist der Leser etwas, wegen dieser metaphorischen Sprache, irritiert, doch man gewöhnt sich sehr schnell daran und wird im Lesefluss dann nicht mehr davon gestört. Die verschiedenen Haupt-Charaktere sind schön gezeichnet. Avery, aus der gehobenen Schicht vom Lande stammend, die jung und behütet aufgewachsen ist und noch nicht viel von der Welt außerhalb mitbekommen hat, ist irritiert und mit ihrer Flucht-Situation, überfordert. Sie ist gefühlsbetont und sehnt sich nach Ruhe und Harmonie. Scar, ihr Fluchtpartner, schon etwas älter, brummig, unnahbar und wortkarg, da er schon länger mit dieser schrecklichen Situation umgehen muss. Er hat jede Naivität zum Leben verloren. Cosima, eine abtrünnige Häscherin. Ihr Beruf ist Keime zu jagen und diese zu töten. Cash, ein junger Mann, gezeichnet von tiefer Trauer um seine Eltern, die gestorben sind, und wegen der Unordnung im System nicht wiedergeboren werden können. Er ergibt sich seiner Trauer und versucht sie durch Drogen und Alkohol zu benebeln. Ephraim, die Koryphäe (unsichtbarer Beschützer) der verstorbenen Mutter von Cash. Der Debütroman und Start einer 8-teiligen Reihe reißt interessante Themen wie Wiedergeburt, Leben nach dem Tod, Träume und Traumstudien an und ich bin sehr gespannt, wie diese Themen in den weiteren Bänden verfolgt und wie die bisher aufgekommene Fragen beantwortet werden. Es ist mir jedenfalls sehr leicht gefallen, mir die von Julia Mayer erschaffene Welt und Weltordnung, vorzustellen. Ich werde gespannt verfolgen, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verflochten werden und wann und wie neue dazukommen. Welche Neben-Charaktere werden zu Haupt-Charakteren und von welchen werden wir uns verabschieden müssen? Ich hoffe, dass wir bald Antworten darauf erhalten werden.

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Manja82

    Manja82

    24. January 2013 um 17:19

    Kurzbeschreibung: Amerika, 2074. Auf der Flucht vor den Menschen, die nach dem Leben der „Keime“ trachten, findet sich Avery als eine der wenigen Überlebenden mit anderen Flüchtlingen zusammen. Verzweifelt sind sie auf der Suche nach dem verlorenen Frieden ihrer Gesellschaft. Doch genau dies wird ihnen nicht gewährt, schließlich sind sie Keime – Bürger, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass das höchste Gut der futuristischen Menschheit – die Wiedergeburt – nicht länger möglich ist. (Quelle: amazon) Meine Meinung: Willkommen im Amerika der Zukunft. Wir befinden uns im Jahr 2074. Früher wurden die Menschen noch nach der Phase der Asche wiedergeboren, jetzt ist dies nicht mehr möglich. Die Schuld daran wird dem Keimen gegeben. Avery ist ein solcher Keim und ständig auf der Flicht vor den Menschen, Dabei begegnet sie Skar, einem älteren Mann. Die beiden tun sich zusammen und versuchen eine Möglichkeit zu finden in die nächste Phase, den Splitter, überzugehen. Auf ihrer Suche treffen sie auf so einige Personen, die sie mitunter begleiten und erleben so manches Abenteuer … „Die Keime (Old Souls)“ ist der Debütroman der jungen Autorin Julia Mayer. Zugleich ist es auch der Auftakt zu einer 8-teiligen dystopischen Reihe. Avery ist ein Teenager und Keim. Sie wird gnadenlos von den Menschen gejagt, macht man die Keime doch dafür verantwortlich, dass die Menschen nicht mehr wiedergeboren werden. Avery hat ihre Familie bereits sehr früh verloren. Sie ist teilweise recht ängstlich und als sie auf Skar trifft ordnet sie sich ihm unter und hört auf das was er sagt. Im Handlungsverlauf aber wandelt sich Avery, sie geht nach und nach mehr aus sich heraus und bietet Skar auch mal Paroli. Skar ist ein mürrischer Mann. Er ist älter als Avery und wirkt sehr verschlossen, unnahbar und kalt. Auch er ist ein Keim und gemeinsam mit Avery versucht er eine Möglichkeit zu finden in die nächste Phase, dem Splitter, überzugehen. Es gibt noch weitere Charaktere im Roman die aber eher im Hintergrund blieben. Nicht so Cosima und Cash, die beide bereits in der nächsten Phase sind. So lernt man nicht nur die Sicht der Keime kennen, sondern auch die von anderen Personen. Der Schreibstil der Autorin ist recht detailreich, bildhaft und an manchen Stellen sogar poetisch. Dennoch ist es zu Beginn schwierig einen Einstieg in die Handlung zu finden. Man wird quasi direkt hineingeworfen, ohne irgendwelche Hintergrundinformationen oder eine Einführung. Nach einiger Einlesezeit aber wird es besser und man kann der Handlung gut folgen. Die Erzählperspektiven wechseln relativ rasch und ohne Vorwarnung. Manchmal musste ich etwas zweimal lesen um zu erfahren wessen Sicht es eigentlich ist. Das Ende ist eigentlich vollkommen offen gestaltet. Zwar gibt es ein paar Andeutungen am Schluss aber dennoch ist mir so gar nicht klar wohin die Reise in den Folgebänden gehen könnte. Fazit: „Die Keime (Old Souls)“ von Julia Mayer ist ein recht gelungener Auftakt zu der 8-teiligen dystopischen Reihe. Auch wenn der Roman ein paar Schwächen aufweist, die Idee hinter der Geschichte gefiel mir gut und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Darkangel82

    Darkangel82

    Im Jahr 2074 herrschen Verfolgung und Hass. Hass auf die Keime, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass jedem die Wiedergeburt verwährt wird. Die junge Avery und der schon leicht ergraute Skar sind solche Keime und auf der Flucht vor den Häschern. Als Partner, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen sie herauszufinden wie man die nächste Phase erreichen kann, damit sie nichtmehr gejagd werden und frei sind. Auf ihrem Weg schleichen sie unauffällig durch die Stadt, schließen einen Flieger kurz und durchleben eine wilde Verfolgungsjagd mit Häschern, bis sie sich irgendwann in die Hände eines solchen begeben müßen. Was würdest du tun um deine Seele zu retten? Ich habe mich mit noch keiner Rezension so schwer getan wie mit dieser. Was möchte ich euch sagen, wie dieses Buch nahelegen? Es ist kein einfaches Buch, dass man mal eben zwischendurch liest und noch dazu ein Erstlingswerk, was manche vielleicht vermuten lässt dass es unverdaulich ist. Doch das war nicht der Fall! Trotz einiger kleiner Mängel und verwirrenden Zwischensequenzen als Träume hat mich dieses Buch so verfolgt dass ich davon geträumt habe und das passiert nicht oft. Die Träume selbst erkennt man ganz gut auch wenn ich manchmal ein oder 2 Sätze gebraucht habe, die Charaktere darin hingegen beschäftigen mich noch immer weil ich sie nicht zuordnen kann, bzw. keine Bestätigung meiner Theorien erhalten habe. Muß ich aber auch nicht, da es eine 8 Bände umfassende Reihe ist/wird und ich nach dem Motto gehe: Kommt schon noch ;) Am Ende des Buches bleibt noch die ein oder andere Frage offen und auch wenn mich das als neugierigster Mensch der Welt gerade sehr ärgert ist es aus Sicht der Autorin perfekt, denn nur so erhält sie den Reiz der Leser diesen Fragen auf den Grund gehen zu wollen und da ich vermute dass alle Protagonisten auch in den nächsten Teilen auftauchen wäre eine in sich abgeschlossene Geschichte hier "unpraktisch". Ich kenne Dystopien bisher nur aus dem Fernsehen und Julia Mayer hat es geschafft mit ihrem Erstlingswerk genau auf den Punkt zu treffen. Wäre dieses Buch ein Film weiß ich nicht ob ich nicht irgendwann aufgegeben hätte so ala: Das ist mir zu Kompliziert wo kommt Werbung *lach aber da ich das Buch ja lesen wollte kann ich sagen: Ich bin sehr froh dass ich es getan habe und vielen Dank für dieses Debüt und ich freue mich auf den 2. Teil mit nur einem Hauch von Zweifel ;)

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    Darkangel82

    Darkangel82

    17. January 2013 um 16:09
  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    utaechl

    utaechl

    14. January 2013 um 20:02

    Julia Mayer hat mit die Keime ein sehr schönes Erstlingswerk abgeliefert. Ein Buch, das das Wort "unterwinden" enthält, muss mir einfach gefallen. Doch bevor ich das Fazit vorweg nehme, gehe ich lieber der Reihe nach vor: Inhalt: Das Buch spielt in einem zukünftigen Amerika. Die Menschen werden wiedergeboren und durchlaufen einen festen Zyklus vom Keim bis zur Asche, um dann wieder zurückzukehren. Doch auf einmal kommt dieser Kreislauf aus dem Gleichgewicht und man sieht nur eine Lösung, um das System wieder in Gang zu bringen: die überflüssigen Keime müssen beseitigt werden. Einer dieser Keime ist Avery, die auf ihrer Flucht und dem Weg zur nächstens Daseinsstufe, dem Splitter, verschiedensten Begleitern begegnen, die sie mehr oder weniger lange auf ihrem Weg begleiten. Cover: Das Buch hat gerade erst ein neues Cover erhalten, das von Laura Kok und Andra Dehelean designt wurde. Das blauäugige Mädchengesicht gepaart mit einem aufgehenden Keim sieht wirklich klasse aus und passt perfekt zum düsteren Dystopie-Szenario. Ich bin gespannt, wie das Design in den Folgebänden aufgegriffen wird. Setting: Das Buch im Jahr 2074 anzusiedeln, scheint mir fast etwas zu knapp gegriffen, um die Menschheit auf ein Wiedergeburtsszenario umzustellen. Allerdings wird durch die nicht zu ferne Zukunft die Wiedererkennungsmöglichkeit der beschriebenen Szenarien erhöht. Hinzu kommen äußerst passend eingefügte futuristische Elemente, wie Quallenlichter, Lebensumstände und die Hunting Agency. Alles fügt sich dank des sehr ausführlich beschreibenden Schreibstils zu einer Einheit, in die man als Leser ohne Probleme eintauchen kann. Natürlich ist das Leben in dem Endzeitszenario nicht wirklich erstrebenswert, aber trotzdem leidet und durchlebt man natürlich gerne mit den Charakteren deren "Alltagssituationen". Charaktere: Avery ist ein Keim und somit dazu verdammt, vom Rest der Gesellschaft gejagt zu werden. Sie kann nichts dafür, dass sie in dieser Rolle steckt und weiß auch nicht, wie sie aus ihr herauskommen kann, außer, wenn sie ihren Träumen folgt, da der Übergang zum Splitter nicht zeitlich festlegbar ist. Dies sieht man an ihrem weitaus älterem Leidensgenossen Skar. Dieses ungleiche Paar bietet unterschiedlichste Punkte, in denen sich der Leser wiederfinden kann. Trotz ihrer Ecken und Kanten folgt man ihnen gerne durch das Buch und vor allem Avery samt ihrer vielen Monologe bringt einem die Welt näher. Um nicht nur die Sicht der Keime zu zeigen hat Julia Mayer noch Cosima und Cash hinzugefügt, die bereits die nächste Daseinsstufe erreicht haben und somit sicher, aber bei weitem nicht glücklich sind. Das Zusammenspiel dieser vier Charaktere und der anderen Mitspieler sorgt dafür, dass man sie gerne durch das Buch begleitet und mit ihnen fühlt und sich freut, dass sie immer noch Hoffnung haben, dass alles gut ausgeht. Geschichte: Als erster Teil einer achtteiligen Serie habe ich zum Ende des Buches das Problem, dass ich nicht weiß, wohin der Weg führen wird, bzw. wie es weiter gehen wird. Da muss ich dann wohl auf den demnächst erscheinenden zweiten Teil warten. Es gibt zwar einige Anspielungen am Ende des Buches, aber so richtig schlau werde ich nicht daraus und weiß nicht, was in den Folgebänden noch passieren soll. Die Geschichte an sich ist Averys Weg durch Amerika, ihren Träumen folgend. Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Handlung und weniger Monologe gewünscht, aber in der Summe erzählt das Buch eine lohnenswerte Geschichte, die vielleicht noch mehr Nebenhandlungsplätzen vertragen hätte. Fazit: Julia Mayers Schreibstil zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Ihre Beschreibungen von Orten, Personen und Situationen sind sehr ausführlich und bildlich. Die Ideen, die ihre Charaktere in den Köpfen haben sind manchmal sehr philosophisch, ihre benutzte Sprache herrlich poetisch. Es bringt definitiv viel Spaß das Buch zu lesen und in die mit viel Überlegung gesponnenen Sätze einzutauchen. Dies führt vielleicht dazu, dass die Geschichte etwas in den Hintergrund tritt. Ich habe ein bisschen den roten Faden vermisst, bzw. das große Ziel, dass am Ende des letzten Bandes stehen wird. Die Handlung treibt zwar voran, aber man weiß nicht wirklich wohin Außerdem geht es sehr viel um Drogen und Realitätsflucht, was vielleicht auch dem ein oder anderen Leser nicht so sehr gefallen dürfte. Mir jedoch hat es gefallen, für meine Kritikpunkte würde ich einen halben Stern abziehen, da ich aber keine halben Sterne vergebe, wird wieder aufgerundet und ich bleibe dann doch bei fünf Sternen hängen. Ich freue mich, mehr von Julia Mayer zu lesen, Averys weiteren Weg verfolgen und mit ihr in die poetischen und philosophischen Tiefen der deutschen Sprache abtauchen zu können.

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  • Rezension zu "Die Keime (Old Souls)" von Julia Mayer

    Die Keime (Old Souls)
    Sineous

    Sineous

    10. January 2013 um 23:58

    Im Jahr 2074 zählt die Wiedergeburt als selbstverständlich – bis zu viele Menschenseelen die Erde bevölkern und die Wiedergeburt damit bedrohen. Nach dem Tod ihrer Mutter befindet sich Avery auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie und den Häschern des Staates und damit auf einer Grenzlinie zwischen Kämpfen und Aufgeben. Gemeinsam mit Skar schafft sie es, den Jägern immer gerade so zu entwischen. Ohne Trost, Freunde oder den Willen, ständig so weiterzumachen, ist ihrer beide einzige Hoffnung der Wechsel zur nächsten Daseinsphase; den Splittern. Doch wie man diese erlangt, steht in den Sternen... Das Besondere an Die Keime ist der bildhafte Schreibstil, der wirklich einzigartig ist. Durch Julias Metaphern fühlt man sich mit Leichtigkeit in die Charaktere hinein und hat das Gefühl, vor Angst und Hoffnungslosigkeit zu ersticken. Denn es ist kein heldenhafter Widerstand, den man im Buch vorfindet, sondern eine durchaus reellere Situation, in der das Gesetz des Stärkeren gilt. Der Leser bekommt Einblick in das Innenleben vieler wesentlicher Charaktere, wodurch die unterschiedlichen Motive klarer werden. Dass man im Vorhinein allerdings nicht weiß, in wessen Kopf man sich gerade befindet, empfand ich anfangs als verwirrend. Man muss sich dann erstmal bewusst machen, dass die Perspektive gewechselt hat und es als Entdeckungsprozess betrachten. Vielleicht hätte das besser gelöst werden können. Die Charaktere jedoch sind mir alle sehr nah gekommen, vielleicht gerade weil Avery nicht viel von den Anderen erwartet und sich auch mit Skar nicht auf einer Wellenlänge zu befinden scheint. Aus dem Grund war ich umso angenehmer überrascht über die zwei, drei Begegnungen, die sich doch als etwas wie Freunde herausstellten. Was die beiden Hauptprotagonisten angeht – es wird angedeutet, dass sie mehr gemeinsam haben als den Fluchtgedanken, vielleicht sogar aus beider früherer Leben, aber gerade Skar ist so störrisch und abweisend, dass man ihm am liebsten an die Gurgel gehen möchte. Wer also eine zarte Romanze erwartet, muss enttäuscht werden. In diesem ersten Band sind es die kleinen Augenblicke und Gesten, mit denen sich der Leser zufrieden geben muss. "Geht es dir gut?" Er zuckt mit den Schultern, reicht die Zigarette an mich weiter und ich nehme meinerseits Rauch in mich auf, schmecke Bitterkeit auf meiner Zunge, lasse alles wieder gehen. "Danke." Seine Lederjacke ist kalt, als er sie mir über die Schultern legt. Gleich zu Beginn der Erzählung steckt man in Averys Haut und erlebt was es heißt, um sein Leben fürchten zu müssen. Danach ebbt die Spannung etwas ab und der Leser lernt mehr Charaktere sowie die Welt kennen, in der diese leben. Die Handlung nimmt erst wieder richtig an Fahrt auf, als Avery und Skar gegen Ende des Buches ins Zentrum von New York aufbrechen, wo sie sich erhofft, sich an mehr als nur Bruchstücke aus ihren Träumen erinnern zu können und damit vielleicht zum Splitter zu werden. Denn zwischendrin finden sich immer wieder Erinnerungsfetzen aus früheren Leben von Avery, Skar und Cash, die ebenfalls für Verwirrung im Lesefluss sorgen. Die tiefere Bedeutung hinter all dem, nämlich das Bewusstsein, früher ein anderes Leben gelebt, andere Sünden begangen oder Verpflichtungen hinterlassen zu haben und den damit einhergehenden Zwiespalt der Personen fand ich allerdings ziemlich faszinierend. Grundsätzlich blieben leider noch viele Fragen unbeantwortet. Warum werden die Keime gejagt, wo sie doch selbst Wiedergeburten sind? Welche Rolle werden Cash, Eliza und Ruben spielen? Wird Avery wirklich sicher sein, wenn sie die nächste Phase erreicht? Am Ende von Die Keime ist klar, dass dieses Buch keinesfalls für sich alleine stehen kann. Das Buch ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück. Julias Debütroman ist trostlose, mit viel Bildsprache angehauchte Science Fiction wie ich sie gern lese, was aber sicherlich nicht jedem liegen wird. Da Die Keime zudem der erste von acht Bänden ist, verstehe ich das Buch mehr als Einleitung zur eigentlichen Geschichte. Ich hätte mir insgesamt mehr Fortschritt im Handlungsverlauf und mehr Antworten gewünscht und bin daher mehr als gespannt auf Band 2.

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