Frostbiss

von Julia Mayer 
4,0 Sterne bei19 Bewertungen
Frostbiss
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Positiv (14):
Mimi_Schreiberlings avatar

Gefühlvoller Liebesroman über ein lesbisches Pärchen!

Kritisch (1):
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Nicht so mein Fall. Es ist eine Art Tagebuch und meiner Meinung nach zieht es sich teilweise und der Schluß müsste nicht unbedingt sein.

Alle 19 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Frostbiss"

Die Liebe klopft immer bei jenen an, die sie am wenigsten erwarten. Dörte wusste nicht, dass ihr etwas fehlt, bis eine neue Schülerin in ihre Klasse kommt. Philippa ist schweigsam, unabhängig und bringt Dörtes Gefühlswelt durcheinander. Doch der zarten Liebe der zwei Mädchen stehen traditionelle Werte und persönliche Ängste im Weg. Wird es ihnen gelingen, diese zu überwinden?

"FROSTBISS" Ein Roman über die erste Jugendliebe, Geduld und die Verantwortung, mit Herzen nicht zu spielen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783738050288
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:215 Seiten
Verlag:neobooks
Erscheinungsdatum:26.11.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    TimeIsAHealers avatar
    TimeIsAHealervor 3 Monaten
    Ein Buch über erste Schritte auf den Pfaden lesbischer Liebe und über mögliche Begleiterscheinungen…

    Es ist schon einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Da ich zwischenzeitlich immer mal wieder daran gedacht habe, würde ich sagen, es hat mich mitgenommen. Somit kann Frau auch mal etwas dazu schreiben.

    Seinerzeit war ich zugegebenermaßen zuerst skeptisch, ob ich mich auf einen „lesbischen Jugendroman“ einlassen kann, der die Welt zweier junger Frauen im Abiturientenalter erzählt, die sich in der Schule kennenlernen, sich jeweils zum ersten Mal in eine Angehörige des eigenen Geschlechts verlieben und sich aufmachen, diese ihnen noch unbekannte Welt zu entdecken.
    Das lag gewiss auch daran, dass ich mich in Liebesdingen definitiv zu den Spätzündern zähle und dieses Alter seinerzeit dezent habe links liegen lassen, was mein Lesbischsein anging. Daher meinte ich wohl auch, die emotionale Entwicklung in diesem Alter für mich nicht reflektieren zu können.

    Ja liebe/r LeserIn, Augenverdrehen ist erlaubt! Frau kann wirklich engstirnig oder besser mental off sein, ich weiß es im Nachhinein auch ;)

    Wie sich unschwer erkennen lässt, verflogen diesbezügliche Bedenken beim Lesen letztlich komplett. Ich war tatsächlich erstaunt, wie sehr und wie schnell mich dieses Buch eingefangen hat.
    Julia Mayer hat mit „Frostbiss“ eine Geschichte zu Papier gebracht, die meiner Meinung nach glatt als Real Life-Doku bezeichnet werden könnte. Es ist ein Buch über Lernen, Liebe und das Leben mit vielen seiner Tücken und Facetten, nicht nur wenn es um gleichgeschlechtliche Beziehungen geht…

    Jeder empfindet es natürlich anders, aber wie haben die zwei Hauptcharaktere auf MICH gewirkt?
    Dörte - Zu Beginn dachte ich noch „Hm, die Dörte, musisch angehaucht, eigentlich ziemlich begabt, was das Einschätzen des Lebens angeht, aber sich vor dem eigenen Selbst verstecken wollen, na das kann ja was werden“. Je mehr ich aber gelesen habe, umso greifbarer wurde Dörte für mich.
    Ihr Weg, sich selber zu finden und sich den Reaktionen ihrer Umwelt auf das Coming Out zu stellen, oder besser auf das unfreiwillige Outing, sind auf ihre Weise absolut nachvollziehbar dargestellt.
    Ich kann nicht umhin zu sagen, dass die junge Frau für mich im Verlauf der Handlung am meisten wächst und gewinnt, weil ihr Auseinandersetzen dem Leser am eingängigsten dargelegt wird.

    Letztlich gilt eine Aussage für das gesamte Buch, denn Verbindungen zum echten Leben und Verständnis gegenüber dem Benehmen einzelner Charaktere lassen sich meiner Meinung nach eine ganze Menge herstellen.
    Und nun weiter…

    Philippa – die ‚Neue‘ in der Klassengemeinschaft, in der Dörte und sie sich kennenlernen. Die Outsiderrolle, die sie von Beginn an innehat, zieht sich wie ein kleiner roter Faden durch.
    In der Beziehung der beiden jungen Frauen stets die distanziertere Person, immer darauf bedacht, was das Umfeld über sie denkt, Fehler vermeidend, karriereorientiert und fortwirkend irgendwie unterkühlt. Eigenschaften, die sie von da an scheinbar ablegt, wo sie mit Dörte zusammen kommt, allerdings nur in den Momenten, in denen die zwei allein sind, von der Welt unbeobachtet.
    Genau dieses Verhalten verpasst ihrem Charakter über den gesamten Romanverlauf das Prädikat der leicht divergenten Protagonistin. Resümierend ist das Verhalten aber wohl eher mit dem Arme Socke-Schildchen zu bedenken, wie bei allen Menschen, die sich komplett nur darauf konzentrieren, was die Umwelt über sie denkt, anstatt auf sich selbst und das eigene Glück.
    Ich empfand die Distanz zu Philippa beim Lesen nicht als sonderlich störend, da mir solches Verhalten bereits oft genug begegnet ist. Auch solche Rollen verpasst nun mal das Leben…

    Bei den Nebendarstellern ist mir Ulis (Ulrikes) Charakter, neben Dörte, am meisten unter die Haut gegangen.
    Die Begleitpersonen Uli, Vera und diverse Mitschüler, sowie die Familien der zwei Teenagerinnen, haben in den Passagen, in denen sie auftauchen, wichtige Bedeutung, um die Umwelt der Mädchen „reagieren zu lassen“. Auch diese Personen sind in ihrem Handeln gut beschrieben, wenn doch mit weniger Einblick in emotionale Hintergründe.
    Ab und an hätte ich mir als Wegweiser für manchen (außenstehenden) Leser, der kleine Hinweise in dieser Art Literatur sucht, fast noch ein Quäntchen mehr Einsicht in die Köpfe der begleitenden Akteure gewünscht. Ich glaube trotzdem, alles Begleitende ist ausreichend beschrieben, um Verständnis fürs Umfeld zur Beziehung der zwei jungen Frauen zu entwickeln.
    Zugleich ist es erschreckend, wenn man sich der Thematik Homophobie durch eben dieses Umfeld von Dörte und Philippa wieder bewusster wird.

    Der überwiegend melancholische Unterton des Romans hat mir sehr gefallen. Er hat dazu beigetragen, selbst in den Passagen, die absolutes Hochgefühl hätten vermitteln müssen, den Zwiespalt der Schlüsselfiguren um ein Coming Out und das Geheimnis um ihre kleine Welt präsent zu halten.
    Die Wahl der schriftstellerischen Mittel, sprich Wortwahl und schriftlicher Ausdruck machen einem das Lesen auf ansprechende Weise leicht, ohne dabei „einfach“ zu wirken. Wirklich angenehm.
    Für mich war die Erzählweise genau richtig gewählt, um des Lesers Augenmerk auf die (junge) Geschichte zu fokussieren und ihm das Gefühl zu vermitteln, er habe schlichtweg mit dem normalen Leben zu tun.
    Ich denke, nichts wäre in diesem Roman störender und unpassender gewesen, als hochtrabend linguistische Satzkonstellationen, die sich gefühlt in einer anderen Welt bewegen.
    Mayer hat es bestens verstanden, das Leben zweier Teenagerinnen, Schülerinnen, Mädchen, die sich in einander verlieben und plötzlich mit neuen Gefühlen und Situationen umgehen müssen, sprachlich „echt“ und im Mittelpunkt zu halten. Und gerade das Einfließen der vielfältigen Gefühle, wenn man u. a. die emotionalen Achterbahnfahrten eines Beziehungslebens reflektiert, war für mich passend verteilt und glaubhaft.

    Ich stehe überhaupt nicht auf diese Floskeln in Bewertungen, aber ich konnte den Roman seinerzeit tatsächlich nur schwer aus der Hand zu legen.
    Es ist meiner Meinung nach ein gutes Zeichen, wenn man an einigen Stellen eines Buches auch Herzrasen verspürt, positiv wie negativ. Ich habe mich „in der Geschichte“ gefühlt und bestimmte Geschehnisse kopfnickend bestätigen können, eben weil sie so nachvollziehbar waren.
    Für mich ist es tatsächlich immer wieder spannend, wie sehr Bücher persönliche Erinnerungen wieder präsent machen können: lächelnde Herzen, Seufzen und Salz in alten Wunden…

    Im Nachhinein bin ich verblüfft, ein wenig erschrocken und unbestritten schwer angetan von Julia Mayers Buch. Es hat mir Manches aus meinem früheren Beziehungsleben nochmal mit der Unverblümtheit des Lebens vor den Latz geknallt und trotz der erst im leicht fortgeschrittenen Alter gemachten Erfahrungen am eigenen Leibe ein, zwei Spiegel hochgehoben. Der Epilog spricht für mich Bände…

    Der Autorin gilt mein Dank für diesen toll geschriebenen Roman, der sich nach „mitten aus dem Leben“ anfühlt und nicht wirklich mit Schmachtfetzen zu tun hat, die einem nur eine heile Welt zeigen wollen.
    Von mir gibt es für „Frostbiss“ eine klare Leseempfehlung, egal für welche Altersgruppe und ob gleichgeschlechtlich lebend oder in welcher Gemeinschaft auch immer.
    In diesem Buch ist mehr zu entdecken als ein offensichtlicher (Jugend-)Roman um lesbische Liebe und ein Coming Out… Ein Buch zum Kopf einschalten und Hingucken, das einen beim Lesen jedoch nicht mit Schwere erschlägt!

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    Mimi_Schreiberlings avatar
    Mimi_Schreiberlingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gefühlvoller Liebesroman über ein lesbisches Pärchen!
    Gefühlvoller lesbischer Liebesroman


    „Frostbiss“ war für mich eine Premiere: der erste Indie-Roman, den ich mir gekauft habe. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich äußerst kritisch an die Sache herangegangen bin. Ich habe nicht viel erwartet. Schlechte Erfahrungen mit kostenlosen Kurzgeschichten auf Amazon hatten mich abgeschreckt und ich dachte mir: „Für 2,99 € kriegst du nichts, das sich mit einem Verlagsbuch vergleichen lässt.“ Weit gefehlt! „Frostbiss“ hat alles, was ein Roman braucht: liebenswürdige Charaktere, eine spannende Handlung, viel Gefühl und einen tollen Erzählstil.

    Weiterlesen? Hier geht's zur kompletten Rezension: https://myna-kaltschnee.com/2015/12/01/rezension-frostbiss/#more-115

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    Corazon1705s avatar
    Corazon1705vor 2 Jahren
    Sehr schöne Liebesgeschichte

    Klappentext
    Die Liebe klopft immer bei jenen an, die sie am wenigsten erwarten.
    Dörte wusste nicht, dass ihr etwas fehlt, bis eine neue Schülerin in ihre Klasse kommt. Philippa ist schweigsam, unabhängig und bringt Dörtes Gefühlswelt durcheinander. Doch der zarten Liebe der zwei Mädchen stehen traditionelle Werte und persönliche Ängste im Weg. Wird es ihnen gelingen, diese zu überwinden?


    Anfang
    Mit dem herbstwind kommt eine neue Schülerin in unsere Klasse. Es ist Ende Oktober, wir basteln im Kunstunterricht Herbstcollagen, es ist kälter und dunkler und ich tausche meine leichten Herbstschuhe gegen gefütterte Winterstiefel aus.
    Eine Woche vorher ist die neue Schülerin, die mitten im Jahr auf unsere Schule wechseln soll, von Herrn Liebhold angekündigt worden. Den Grund haben wir nicht erfahren, egal welchen Lehrer wir um Informationen angebettelt haben. Wir haben lediglich erfahren, dass es sich um ein Mädchen in unserem Alter handeln soll, das vom Rostocker Käthe-Kollwitz-Gymnasium an unser Gymnasium in Altenfels wechselt.


    Autorin
    Julia Mayer wurde 1993 in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Stralsund und genießt das Leben an der Ostsee. Seit 2012 veröffentlicht sie als unabhängige Autorin ihre Bücher und ist in ihrer Genre-Wahl vielseitig und flexibel.


    Meine Meinung
    Erst einmal vielen lieben Dank Julia für das Rezensionsexemplar!

    Bei diesem Buch handelt es sich um die Geschichte von Dörte und Philippa. Philippa kommt neu in Dörtes Klasse, macht aber nicht den Anschein, dass sie sich in die Klasse integrieren möchte, denn sie redet nicht, mit niemandem. Doch nachdem Dörte und Philippa für ein Kunstprojekt zu Partnern gemacht wurden, freunden sich die beiden langsam an und Philippa taut in Dörtes Nähe langsam auf. Auch Dörte fühlt sich in Philippas Nähe immer wohler und die Fühlt Dinge die sie vorher noch nie gefühlt hat. Langsam wird aus der Freundschaft mehr, womit Dörte zu Beginn gar nicht klar kommt, doch nach einigen Gesprächen lässt sie sich auf eine geheime Beziehung mit Philippa ein. Doch kann ihre Beziehung geheim bleiben?

    Dörte ist ein Einzelkind aus relativ wohlhabendem Haus. Ihre Eltern haben sehr wenig Zeit für sie, da sie viel arbeiten. In der Schule hat sie, bis auf Uli, nicht wirklich Freunde und ist eher ein Mitläufer. Doch sie macht eine enorme Wandlung als sie Philippa kennen lernt und merkt zum ersten Mal was Freundschaft und Liebe ist. Manchmal fand ich sie jedoch etwas naiv und dadurch ging sie mir auch manchmal etwas auf die nerven, aber ansonsten bin ich gut mit ihr klar gekommen :D
    Mit Philippa hingegen bin ich einfach nicht warm geworden. Sie ist ein sehr ruhiger und in sich gekehrter Mensch und ich fand es bestand immer eine gewisse Distanz zwischen dem Leser und dieser Protagonistin. Ihre Familie hingegen finde ich klasse. Irgendwie eine typische chaotische Großfamilie die viel Liebe zu geben hat.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und das Buch lies sich sehr leicht lesen. Die Geschichte wird aus Dörtes Sich geschrieben und so manchmal hätte ich schon gerne gewusst was in den Köpfen der anderen so vor sich geht. Einziger kleiner Negativpunkt hier, war für mich der Schluss, denn da ging alles relativ schnell und mir hat da auch etwas die Tiefe gefehlt. Doch das bezieht sich wirklich nur auf die letzten paar Seiten.

    Das Cover ist schlicht und trotzdem sehr schön und ist für mich definitiv ein Eye Catcher!

    Ich habe vorher schon einmal ein Buch über gleichgeschlechtliche Liebe gelesen, doch Frostbiss hat mir definitiv um einiges besser gefallen, da hier mit mehr liebe zum Detail gearbeitet wurde!

    Alles in allem ein sehr schöner Liebesroman für zwischendurch und ich kann es nur empfehlen wenn ihr Liebesromane mögt und doch mal etwas anderes lesen wollt.

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    Korikos avatar
    Korikovor 3 Jahren
    Hätte mehr sein können ...

    Story:
    Auf die meisten Schüler wirkt Philippa, Neuzugang der Klasse, unnahbar, kalt und eigenbrötlerisch. Auch Dörte kann nur wenig mit dem scheuen Mädchen anfangen und hat im Grunde kein Interesse daran ihre neue Mitschülerin näher kennenzulernen. Das ändert sich jedoch, als sie mit Philippa in ein gemeinsames Kunstprojekt gesteckt wird und ihre Partnerin näher kennenlernt. Aus der anfänglichen Faszination wird zunächst Freundschaft, schließlich sogar mehr. Dörte muss sich selbst eingestehen, lesbisch zu sein, eine Sache, die sie zutiefst verstört. Dennoch entschließt sie sich es mit Philippa zu versuchen und die beiden werden ein Paar. Damit müssen sie sich jedoch auch einem Haufen neuer Probleme stellen: Coming-Out, Anfeindungen, Beziehungskrisen und die Unsicherheit, wie es mit ihnen nach ihrem Abitur weitergehen soll …

    Eigene Meinung:
    „Frostbiss“ ist der erste lesbische Liebesroman der Autorin Julia Mayer, die vorwiegend fantastische Jugendbücher und düstere Dystopien veröffentlicht hat. Mit dem vorliegenden Roman wagt sie sich an eine realistische Geschichte mit lesbischen Charakteren.

    Alles in allem legt die Autorin eine sehr authentische, nachvollziehbare Geschichte vor, die sich jedoch hin und wieder etwas schleppend liest. Man lernt Dörte in ihrem letzten Schuljahr vor dem Abschluss kennen und begleitet sie bei ihren ersten Schritten hinsichtlich Liebe und Beziehung. In diesem Zusammenhang erfährt man mehr von ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem Leben, ebenso von Philippa, die sich stark von Dörte unterscheidet. Insgesamt umfasst die Geschichte gut zwei Jahre, so dass es immer wieder Sprünge in der Handlung gibt, da man die Entwicklung der Figuren über eine längere Zeit mitverfolgt. Das hat den Nachteil, dass man sich nur teilweise mit den Charakteren identifizieren kann. Man fühlt sich immer ein wenig außen vorgelassen, denn es fällt schwer eine Bindung zu Dörte aufzubauen.
    Nichtsdestotrotz ist es angenehm, dass Julia Mayer die Beziehung zwischen Dörte und Philippa in sehr ruhigen, ernsten Tönen beschreibt und auf kitschige Elemente verzichtet. So sind die beiden zwar ineinander verliebt, doch es wird nichts überdramatisiert oder verkitscht. Stattdessen bringt die Autorin ernste Themen zur Sprache, wie das Coming-Out, das Mobbing der Mitschüler und das Unverständnis von Freunden und Familie hinsichtlich der Liebe zwischen zwei jungen Frauen. Ein wenig mehr Tiefgang gerade bei den angesprochenen Problemthemen hätte der Geschichte allerdings gut getan. So plätschert „Frostbiss“ leider einen Teil der Zeit ereignislos vor sich hin. Es passiert wenig Fesselndes, denn auch wenn es sich bei dem Roman um ein Jugendbuch handelt, so hätte man es deutlich spannender und dramatischer umsetzen können, um den Leser die knapp 400 Seiten bei der Stange zu halten. Das fällt ganz besonders am Ende auf, wo Dörtes Auslandsaufenthalt in Kanada nur in Mailform zusammengefasst wird. Hier hat der Leser keinerlei Bindung mehr zu ihr, da man nichts davon miterlebt, sondern nur zusammengefasst erzählt bekommt.

    Ein Manko sind auch die Charaktere – das Buch mag zwar aus Dörtes‘ Perspektive geschrieben sein, doch man kann sich nur schwer mit ihr identifizieren. Sie wirkt zumeist unnahbar, aber nicht ganz so kalt und emotionslos wie Philippa. Mit ihr hat man im Laufe der Zeit noch größere Probleme, denn sie scheint fast keine Gefühle zu haben und Dörtes Liebe nur halbherzig zu erwidern. Im Gegenzug zu den beiden Protagonisten kann sich Leser mit den meisten Nebenfiguren anfreunden – gerade die Familien der beiden Mädchen sind sympathisch, ebenso Dörtes Freunde, die sie nach ihrem unfreiwilligen Outing findet. Sie sind einem näher als die eigentlichen Heldinnen der Geschichte, was das Buch ein wenig unausgewogen macht.

    Julia Mayer hat einen soliden, etwas unspektakulären Stil, was leider dafür sorgt, das es ihr nicht immer gelingt zu fesseln oder ihre Charaktere den Lesern näher zu bringen. Dennoch ist „Frostbiss“ flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Insbesondere Fans ruhiger und realistischer Lektüre, werden Julia Mayers Stil angenehm und stimmungsvoll finden.

    Fazit:
    Julia Mayers „Frostbiss“ ist ein ruhiges, realistisches, mitunter aber auch langatmiges Buch über eine lesbische Liebe, die damit verbundenen Probleme und das Erwachsenwerden einer jungen Frau. Die Charaktere erreichen den Leser leider nicht, ebenso wenig gelingt es der Autorin mit der Geschichte zu fesseln. Zu unnahbar sind die beiden Heldinnen, zu wenig kann man sich mit Dörte und Philippa identifizieren. Auch Probleme werden nur oberflächlich abgehandelt, so dass das Buch sowohl zu lang (da über einen langen Zeitraum berichtet wird), als auch zu kurz (da nicht tiefgängig genug) wirkt. Schade, da hätte man mehr herausholen können.

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    Lovely_Lilas avatar
    Lovely_Lilavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine süße, realistische Liebesgeschichte. Für Jugendliche besonders empfehlenswert, weil wichtige Themen angesprochen werden.
    3,5 Sterne: Gelungener Jugendroman mit ein paar Schwächen!

    Inhalt

    Als Dörte mit der neuen schweigsamen Mitschülerin Philippa für ein Projekt in eine Gruppe gesteckt wird, ist sie zunächst wenig begeistert. Doch je näher sie diese kennenlernt, desto mehr weicht ihre anfängliche Abneigung Faszination und einer Nervosität, die sich zuerst nicht erklären kann...

     

    Meine Meinung

    Ich habe zuvor noch nie ein Buch gelesen, in dem es vorrangig um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen/Jungen ging, doch der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich wurde neugierig. Diese Neugier wurde auch zum Großteil belohnt.

    Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und unaufgeregt, auf klare Weise schön. Die emotionalen Stellen gelingen gut damit. Dieses Buch ist eine kleine Liebeserklärung an den Winter. Die Jahreszeiten werden toll beschrieben und der Winter und November werden einem von einer vollkommen neuen (faszinierenden) Seite gezeigt, so dass ich mich heuer irgendwie schon darauf freue.

    Die Personen gefielen mir verschieden gut. Die Nebenpersonen können eigentlich durchwegs überzeugen. Besonders gut gelungen ist sicherlich Uli, die zu Beginn Dörtes Freundin ist.

    Die Hauptperson ist eine sehr ruhige, intelligente Person, die mir die ganze Zeit über sympathisch war. Dörte ist keine Freundin von Lästereien und hat hohe moralische Wertvorstellungen. Als die anderen über Philippa, die neue Mitschülerin schlecht reden, macht sie nicht mit und konnte auch damit bei mir Pluspunkte sammeln.

    Nicht wirklich konnte mich dagegen Philippa überzeugen. Sie konnte mich nicht gefangen nehmen, so wie es bei Dörte geschehen ist. (Ich bin der Meinung, dass man sich bei Liebesgeschichten schon immer selbst ein Stück weit in die/ den Angebetete/n verlieben sollte.) Ich habe nicht wirklich verstanden, was so unglaublich toll an ihr sein soll. Meiner Meinung nach bemüht sich Philippa nicht genug um die Beziehung, versteht keinen Spaß und macht aus den winzigsten Aussagen gleich ein Drama. Auf mich wirkte sie eigentlich die ganze Zeit über kühl, außer vielleicht in den Szenen, in denen sich die beiden näher gekommen sind, aber auch da bleibt sie distanziert. Es gab einige Situationen, in denen sie mir unsympathisch war, einmal handelt sie auch widersprüchlich. Ihre Familie fand ich viel zugänglicher und sympathischer, und da diese nur selten vorkommt, sagt das, denke ich, einiges.

    Leider muss ich sagen, dass die Spannung, oder besser gesagt, der Drang weiterzulesen, in diesem Roman nicht immer gegeben war. Es passierten einfach immer wieder viele Dinge, die irgendwie nicht spannend genug geschildert wurden und somit auch nicht wirklich interessant waren. Aus manchen Dingen wie zum Beispiel dem Urlaub hätte man mehr machen können, man hätte die Atmosphäre und Erlebnisse intensiver schildern und so Spannung erzeugen können. Die Liebesgeschichte stand oft lange oder gar nicht im Mittelpunkt, dafür hätte ich mir mehr Platz gewünscht. Am besten hat mir das Buch vom Beginn bis zur Mitte ungefähr. Da konnte mich die Geschichte am meisten gefangen nehmen, ich konnte Dörtes Zweifel und Gefühle sehr gut nachvollziehen und fand dieses Verlieben wunderschön geschildert.

    Bei den Liebesszenen wird nicht ins Detail gegangen, manchmal auch dezent ausgeblendet. Das finde ich in einem Jugendroman absolut passend, auch wenn ich finde, dass manches Mal Dörtes Gefühle noch ein bisschen detaillierter beschrieben hätten werden können.

    Die Themen, die dieser Roman behandelt sind vielfältig und gut gewählt. Über die Folgen von Alkohol, über homophobe Menschen bis hin zu psychischen Problemen wird hier einiges abgedeckt. Besonders gut werden sich wohl Jugendliche in diesem Buch wiederfinden, die selbst noch in der Schule sind, optimalerweise vielleicht gerade im letzten Jahr. Dörte verwendet viel Zeit darauf, herauszufinden, was sie im Leben will und wer sie überhaupt ist.

     

    Mein Fazit

    Eine süße Liebesgeschichte, die in der Realität spielt. Die sympathische Hauptperson und der angenehme, klare Schreibstil sind gelungen. Für Jugendliche sehr interessante Themen wie Studienwahl  und Selbstfindung werden angesprochen. Die Liebesgeschichte hätte meiner Meinung nach mehr Platz einnehmen sollen, Philippa konnte mich nicht verzaubern und gegen Ende fehlte mir ein wenig der Drang, weiterzulesen, aber insgesamt ist dieser Jugendroman gelungen.

    Ich empfehle dieses Buch allen, die die ruhigeren Töne mögen, die offen für Neues sind und ganz besonders Jugendlichen, die noch zur Schule gehen und ebenfalls in naher Zukunft lebensverändernde Entscheidungen treffen müssen.

     

    Übersicht

    Erzählstil: Ich-Erzähler, Präsens;
    Perspektive: aus weiblicher Perspektive (Dörte)

    positiv:
    * realistisch erzählte, süße Liebesgeschichte
    * klarer, angenehmer Schreibstil
    * Liebeserklärung an den November/Winter
    * für Jugendliche aktuelle Themen wie Selbstfindung, Studienwahl etc. werden angesprochen
    * sympathische Hauptperson
    * gelungene Nebenpersonen

    negativ:
    * gegen Ende fehlt mir der Drang zum weiterlesen, die Spannung
    * die Liebesgeschichte nimmt nicht genug Platz ein
    * Philippa wirkt auf mich kalt und unzugänglich, teilweise auch unsympathisch
    * aus manchen Vorkommnissen hätte man mehr machen können
    * die Streits wirken oft übertrieben und zu dramatisch


    Bewertung:

    Idee und Inhalt: 8 /10
    Ausführung: 7 /10
    Schreibstil: 8 / 10
    Personen: 8 /10
    Protagonistin: 5  /10

    Zusatzkriterien bei diesem Buch:
    Liebesgeschichte: 8 / 10
    wichtige Themen angesprochen: 10 / 10


    Insgesamt:

    ❀❀❀,5

    Ich vergebe 3 1/2  Lilien!



    Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

     

     

     

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    xxemma277xxs avatar
    xxemma277xxvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweiliges Buch, Interessant und empfehlenswert
    Frostbiss

    Julia Mayers "Frostbiss" erzählt die Geschichte von Dörte, einem jungen Mädchen, das sich mit einer ganz unerwarteten ersten Liebe auseinandersetzen muss: Philippa. Eine bittersüße Geschichte über die Suche nach und den Kampf um die eigene Identität und Zukunft.

    Nach dem ersten Kuss ist nichts mehr wie zuvor. Beide Mädchen müssen erst einmal mit ihren unerwarteten Gefühlen klarkommen. Aber das Kämpfen mit der eigenen Sexualität ist erst der Anfang der Herausforderungen, die sie während ihrer Beziehung zu meistern haben. Auch wann sie sich outen spielt eine große Rolle und natürlich auch wem sie von sich erzählen.


    Eine tolle, romantische und wunderbare Liebesgeschichte. Frostbiss ist  mein erstes Buch, in dem es um eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung geht und ich bin überrascht, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat

    Die Geschichte begleitet Dörte von der elften Klasse bis in die Zeit nach dem Abi. Mal ist sie sich sicher: Das mit Philippa ist hält bis in die Ewigkeit. Mal hat sie starke Zweifel ob das wirklich alles so klappt.

    Ich denke am Ende hat Dörte viele hilfreiche  Erfahrungen die ihr in der Zukunft helfen werden.

    Tolles buch kann ich nur weiter empfehlen
    :)

    Kommentare: 1
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    Anna1991s avatar
    Anna1991vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach nur wow! Absolut Lesenswert
    Absolut Lesenswert

    Ein muss! Da aber Lovelybooks mal wieder nicht erlaubt meine Rezi hier rein zu kopieren, gibts eben hier mein Link, samt einem mini Interview mit Julia Mayer :)

    Rezi zu Frostbiss

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    Elfensterns avatar
    Elfensternvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die romantischste und einfühlsamste Liebesgeschichte, die ich bisher gelesen habe!
    Für seine Liebe muss sich Niemand schämen!

    Mitten im Schuljahr kommt eine neue Mitschülerin in Dörtes Klasse. Da sie keinen Kontakt zu ihren Mitschülern sucht, sondern diese einfach ignoriert, ist sie allen etwas suspekt. Irgendwas kann ja mit der Neuen nicht stimmen. Wer wechselt denn schon mitten im Schuljahr die Schule.


    Im Kunstunterricht stellt die Lehrerin der Klasse eine Aufgabe, die sie nur zu zweit erledigen können. Ausgerechnet heute ist Dörtes beste Freundin Ulrike krank und Dörte muss das Projekt ausgerechnet mit der Neuen zusammen machen. Bei diesem Projekt geht es darum, den Charakter des Projektpartners bildlich darzustellen. „Na super“, denkt sich Dörte. „Da habe ich ja voll die Arschkarte gezogen“. Alle Anderen kennen sich bereits viele Jahre und sie muss sich mit der Neuen abmühen, von der sie bisher nichts weiß, außer dass sie Philippa heißt.


    Es bleibt also Dörte und Philippa nichts weiter übrig, als sich außerhalb der Schule zu treffen, um sich besser kennenzulernen. Mit der Zeit taut die verschlossene Philippa auf und sie und Dörte werden sehr schnell beste Freundinnen. Als die Beiden allein in Philippas Zimmer sind, beugt sich Philippa plötzlich zu Dörte vor und gibt dieser einen zärtlichen Kuss auf den Mund. Fast sofort bricht Dörte in Tränen aus und Philippa steht das Entsetzen ins Gesicht geschrieben! Weshalb Dörte zu weinen anfängt, will ich hier nicht verraten. Wenn ihr es wissen wollt, müsst ihr das Buch lesen.


    Was für eine supertolle, superromantische und wunderbare Liebesgeschichte. Bei Frostbiss handelt es sich um mein erstes Buch, in dem es um eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung geht und ich bin überrascht, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat. Der Autorin Julia Mayer gelingt es auf eine sehr einfühlsame Weise, die Gefühle, die die beiden Hauptprotagonistinnen füreinander empfinden darzustellen. Obwohl das Buch keine erotischen Szenen enthält, möchte ich behaupten, dass es die romantischste Liebesgeschichte ist, die ich bisher gelesen habe. Ich bin immer noch hin und weg. Kein Wunder also, dass es nach nicht einmal zwei Tagen durchgelesen war – leider. Es ist sehr selten, dass man die Hauptcharaktere dermaßen gut kennenlernt wie hier. Und das macht auch einen Teil des Reizes aus, den dieses Buch hat. Gerade durch die Nähe der Charaktere, vor allem zu Dörte, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, ist das Ganze einfach wundervoll. Man erhält einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt und ist dadurch als Leser quasi mit in der Geschichte.


    Es könnte alles so schön sein für Dörte und Philippa, wenn es keine homophoben und neidischen Menschen geben würde. Aber natürlich bleiben Anfeindungen nicht aus. Und dann gibt’s da ja noch Ulrike, die bisher Dörtes beste Freundin war und die sich natürlich etwas vernachlässigt fühlt, wenn Dörte nur noch mit Philippa zusammen ist und für sie keine Zeit mehr hat. Wer auf gefühlvolle Romantik steht, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Mir fällt eingentlich nur ein Minuspunkt ein und das ist der Name Dörte! Ich finde diesen Namen, genauso wie Dörte selbst, einfach grauenhaft!

    Kommentare: 2
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    DylanTomorrows avatar
    DylanTomorrowvor 3 Jahren
    Blond ist eine warme Farbe :,)

    Eine bittersüße Liebesgeschichte, in der es vor allem darum geht, was nach dem Happy End passiert, bei dem Dörte und Philippa zusammenkommen, denn das geschieht bereits mitten im ersten Drittel des Buches.

    Nach dem ersten Kuss ist nichts mehr wie zuvor. Beide Mädchen müssen erst einmal mit ihren unerwarteten Gefühlen klarkommen. Aber das Ringen mit der eigenen sexuellen Orientierung ist erst der Anfang der Herausforderungen, die sie während ihrer Beziehung zu meistern haben. Auch wann sie sich wem outen, spielt eine wichtige Rolle und wie sehr sie sich selbst nach dem großen Outing in der Öffentlichkeit als Paar zeigen wollen.

    Eine Beziehung tatsächlich zu haben ist aber die größte Herausforderung und über die Monate kommen die Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen den beiden immer mehr zum Vorschein.

    Die Geschichte begleitet Dörte von der elften Klasse bis in die Zeit nach dem Abi. Mal ist sie sich sicher: Das mit Philippa ist was für die Ewigkeit. Mal hat sie starke Zweifel ob ihrer Meinungsverschiedenheiten.

    Die Geschichte endet stark und lässt Dörte zuversichtlich und um viele Erfahrungen reicher zurück

    Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Erzählerin weder sich selbst noch ihre erste große Liebe als unfehlbar darstellt. Menschen machen nun mal Fehler und haben ihre Macken und nicht alle sind bereit, viel an sich zu arbeiten.

    Alles in allem: Eine schöne und zugleich ungeschönte Liebesgeschichte, die ich gerne in kürzester zeit verschlungen habe.

    Ich hab sie kostenlos ergattert, aber für einen Euro ist sie immer noch ein richtiges Schnäppchen. Kaufen! :)

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine bittersüße Geschichte über die Suche nach und den Kampf um die eigene Identität und Zukunft.
    Rezension zu Frostbiss von Julia Mayer

    Julia Mayers "Frostbiss" erzählt die Geschichte von Dörte, einem jungen Mädchen, das sich mit einer ganz unerwarteten ersten Liebe auseinandersetzen muss: Philippa. Eine bittersüße Geschichte über die Suche nach und den Kampf um die eigene Identität und Zukunft.

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir denkbar leicht gefallen, denn der Stil der Autorin ist wirklich angenehm lesbar, die Sprache verständlich und die Ausdrucksweise flüssig und auch die - nun ja wohl ausgemerzten :P - kleineren Logikfehler hier und da tun dem Lesefluss keinen Abbruch, denn die Geschichte zieht einen mit ihrer so lebensnahen Atmosphäre schnell in ihren Bann.

    Dörte war mir von Anfang an sympathisch. Sie wirkt einfach unglaublich authentisch und es ist ein Leichtes, sich in irgendwelchen Aspekten ihres Wesens und Lebens wiederzufinden, denn der Autorin gelingt es sehr gut dem Leser Dörtes Gedanken und Gefühlswelt nah zu bringen. Da ist es nicht schwer an der Seite der Protagonistin in diese Geschichte einzutauchen ;)

    Ganz anders sah es mit Philippa aus - die war mir von Anfang an nicht so ganz geheuer. Damit meine ich nicht, dass Dörtes Gefühle für sie unrealistisch wirkten, denn das taten sie nicht, im Gegenteil, die Verliebtheit wird mit all ihren Stimmungsschwankungen und Konflikten sehr glaubhaft geschildert. Ich mochte Philippa als Person einfach nicht recht, lange Zeit ohne sagen zu können, woran genau es lag.

    So wirklich klar geworden, warum ich Philippa nicht mochte, obwohl ich Dörtes Gefühle als sehr authentisch empfunden habe, ist mir erst, als mein zweit liebster Charakter, Vera, gegen Ende des Buchs genau das in Worte gefasst hat, was mich die ganze Zeit unterschwellig gestört hat - und die Geschichte damit in eine vielleicht etwas unerwartete aber dafür in meinen Augen absolut passende Richtung gelenkt hat.

    Denn einer der Punkte, der mir an "Frostbiss" von Julia Mayer richtig gut gefallen hat, war das Ende. Es war nicht so, wie ich es mir über weite Strecken des Buchs vorgestellt hatte, aber wäre es das gewesen, hätte es auch nicht richtig gepasst - so aber ist es für mich der perfekte Abschluss einer Geschichte gewesen, die mich vor allem durch ihre Lebensnähe, ihre "Echtheit" überzeugt hat - und da ist eben nur selten alles voller rosarotem Zuckerguss :D

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Livs avatar
    Hallo ihr Lieben! Ich lade euch hiermit herzlich zu einer Leserunde meines lesbischen Liebesromanes "Frostbiss" ein. Es handelt sich um einen jugendlichen coming-of-age Roman, der sich neben der gleichgeschlechtlichen Liebe auch mit dem Thema Beziehung und Zukunft im Allgemeinen auseinandersetzt.

    Ich vergebe vier kostenlose eBook-Rezensionsexemplare, für die ihr euch gerne hier bewerben könnt. Dafür bitte ich euch um euren Namen, eure Emailadresse, was euer Lieblingsgenre ist und warum ihr denkt, dass euch dieser Roman gefallen könnte. :)
    Wer das Buch bereits besitzt, kann natürlich auch mitmachen. Ich suche in sieben Tagen, also am 12. August, die Teilnehmer aus den Bewerbern aus!

    Freue mich wirklich sehr über rege Teilnahme. Mehr über das Buch erfahrt ihr hier (ich hänge den Link zur Lovelybooks-Seite an!) ->
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