Julia Meyer Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn

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Inhaltsangabe zu „Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn“ von Julia Meyer

Ricky Meinfeldt ist reich, hat alles, was man sich für Geld kaufen kann. Aber er ist unglücklich. Nach einem tragischen Vorfall in seiner Familie, kommt er in ein Heim, bis er von einem reichen Ehepaar, das selbst keine Kinder bekommen kann, adoptiert wird. Er wächst wohlbehütet und in Luxus auf. Vorbelastet durch seine Vergangenheit und die Gewalt, die ihm als Kind zuteil wurde, wird er im goldenen Käfig nie selbstbewusst. Seine angeknackste Psyche bekommt weitere Risse, als seine Adoptiveltern sterben und er plötzlich auf sich alleine gestellt ist. Das ist erst der Anfang einer Kette von Ereignissen, die Richard an den Rand des Wahnsinns treiben. Schließlich wird er zum Mörder, der kein Entkommen mehr aus dem Abgrund findet.

Ein Psychothriller, der einem Sympathie mit dem Täter abringt und sich seine Gedanken über die Gefühlskälte der heutigen Zeit machen lässt

— Fairy25

Jeder der es etwas „brutaler“ mag und der nicht zu sensibel ist, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Kleine Sensibelchen sollten eher d

— Darkage-Castle

Das Buch ist ein wirklich fesselnder Psychothriller – sehr eindrucksvoll beschrieben.

— Buchreisender
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  • Interessant geschrieben, man leidet mit Ricky

    Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn

    Darkage-Castle

    16. March 2015 um 11:43

    Infos zum Buch Das Buch „Ricky Meinfeldt – Einsamer Wahn“ von Julia Meyer wurde am 6. Dezember 2014 in das Angebot von amazon aufgenommen und ist sowohl als Kindle-ebook als auch als Print-Version erhältlich. Der Preis fürs ebook beträgt aktuell 4,99€, ich hatte das Glück es für 3,99 zu bekommen. Die Printausgabe liegt bei 9,90€. Infos zur Autorin Die 1983 in Lüneburg geborene Autorin Julia Meyer, entdeckte bereits im Grundschulalter ihre Freude am Geschichten erzählen. Im Laufe der Zeit füllten viele Kurzgeschichten und Romane die Schreibblöcke. Sie besuchte eine Reihe von VHS-Kursen. Einer ihrer Kurzkrimis wurde 2001 in der TV-Zeitschrift "Funk Uhr" abgedruckt. Der Thriller "Ricky Meinfeldt - Einsamer Wahn", ist Julia Meyer‘s erster Roman und kam im Dezember 2013 raus. Weitere Werke sind der Tierthriller "Der Teufel im Pferd" und "Helldriving - Brennender Asphalt"   Info zum Inhalt Ricky, der seit seiner Kindheit aufgrund häuslicher Gewalt, psychisch sehr labil ist wir nach einem schrecklichen Vorfall innerhalb der Familie, zu einem Heimkind, welches später von den Meinfeldt’s aufgenommen und adoptiert wird.  Die neue Familie schwimmt im Reichtum und so muss ich Ricky zumindest in dieser Sache eigentlich keine Sorgen mehr machen. In der Schule ist Ricky eher der Außenseiter, der von allen argwöhnisch –nicht zuletzt aufgrund des Reichtums- betrachtet wird. Besonders leidet Ricky unter den Mobbingattacken seiner Mitschüler Hans und Thomas, sowie unter der unerwiderten Liebe von Marlene. Als dann auch noch seine Adoptiveltern bei einem Unfall ums Leben kommen, ist auch die letzte Stütze in Ricky‘s Leben verschwunden…. Ricky’s Leben nimmt eine extreme Wendung, er beginnt Rache zu üben und schreckt dabei auch nicht vor einem Mord zurück … Ist sein Wahn noch aufzuhalten? Mein „Urteil“ Ich muss gestehen, dass ich mich von der Kurzbeschreibung auf amazon etwas getäuscht habe und auch die Leseprobe ließ mich eine etwas andere Geschichte vermuten. Vielleicht wollte ich es auch nur gerne so haben? Vorneweg, die Geschichte von Ricky ist toll geschrieben, man kommt recht flüssig durchs Buch und der Schreibstil sorgte bei mir dafür, dass ich mich selber in der Story fühlte und mir alles bildlich vorstellen konnte. Und da kommen wir zum Punkt…. Manchen war mir zu bildlich im Kopf umher.  Zurück zum Buch. Es hat mich schon erschreckt wie gewaltbereit Ricky im Laufe dieser Story wurde und wie hemmungslos seien Taten wurden. Jedoch war er immer drauf bedacht sein Spuren so zu verwischen, dass sie nicht auf ihn zurück zu führen waren. Die Vorgeschichte in Rickys Leben, nämlich die Erfahrung der häuslichen Gewalt in der Kindheit, später das im Grunde „sorgenfreie“ – zumindest in finanzieller Hinsicht-  Leben nach der Adoption und das jahrelange Mobbing durch seine Schulkameraden haben den jungen Menschen geprägt. Sie haben aus ihm diesen Menschen gemacht, der mit roher Gewalt und trotzdem immer wissend was er tut, der er am Ende war. Ein Mensch der nicht mal vor Morden zurückschreckte Ich gestehe, das sich einige Passagen des Buches nur überfolgen habe. Wie schon erwähnt waren mir manche Dinge einfach zu bildlich vorstellbar, was ja im Grunde für die Autorin spricht. Sie kann ja nichts dafür, dass ich da doch etwas zu sensibel bin. Auch muss ich zugeben mich zunächst etwas schwer damit getan habe, dieses Buch zu bewerten. Letzt endlich habe ich mich dazu entschlossen, das meine Sensibilität bei diesem Thema nicht zu stark auf das Gesamtwerk wirken darf. Nur weil mir das Thema nicht ganz behagt, kann ich es nicht schlecht bewerten. Dieses Buch gibt auf jeden Fall einen interessanten Einblick in die Gefühlswelt von Ricky!   Am Ende kam für mich nur eine mögliche Bewertung raus, jeder der es etwas „brutaler“ mag und der nicht zu sensibel ist, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Kleine Sensibelchen sollten eher die Finger davon lassen.

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  • “Schrei nach Liebe”; irgendwie klingt es merkwürdig, aber Ricky Meinfeldt passt genau zu dem Song

    Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn

    Buchreisender

    03. March 2015 um 08:12

    Beim Lesen schwirrte mir immer wieder ein Song der Ärzte durch den Kopf. “Schrei nach Liebe”; irgendwie klingt es merkwürdig, aber Ricky Meinfeldt passt genau zu dem Song… *aber dies ist nur meine Meinung*. Das Buch ist ein wirklich fesselnder Psychothriller – sehr eindrucksvoll beschrieben. Der Leser wird durch die sprachliche Ausschmückung seiner Gedanken praktisch zu ihm selbst. Die Figuren des Psychohrillers sollten zu Beginn etwas näher erklärt werden, damit der Verlauf der Geschichte besser zu folgen ist. Richard, in dem Buch nur Ricky genannt, ist ein labiler und nach Anerkennung streben Junge. Die erstrebt Anerkennung versucht mit allen Mitteln zu erreichen. Hans, Thomas und Marlene sind Klassenkameraden, die auch im weiteren Verlauf nach der Schule noch eine Rolle spielen und ihn mit dem Mobbing verfolgen. Annegret und Manfred sind die luxusverwöhnten Adoptiveltern, die es eigentlich nur gut mit ihm meinen, ihm aber überbehütet eher einengen, als sich entfalten lassen. Sie machen ihn mit teuren Geschenken unbewusst zum Opfer. Zur Geschichte selbst. Die Arbeitslosigkeit des leiblichen Vaters führt zunehmend zu einer Zerrüttung der Familie, in der Ricky und seine Schwester aufwachsen. Seine Mutter kann sich gegen die Alkoholsucht des Vaters nicht behaupten. Ricky wird von seinen Klassenkameraden gemobbt und wird immer mehr zum Außenseiter, was ihm die Integration in seine Umwelt erschwert – ja, nahezu unmöglich macht. Das Mobbing durch die Klassenkameraden ist sehr glaubhaft und fühlbar geschrieben. Manchmal drängt sich mir fast der Gedanke auf, als würde die Autorin, Julia Meyer, ihre eigenen Erfahrungen beschreibt. Als seine Eltern ums Leben kommen wird Ricky von einer reichen Familie adoptiert und eigentlich sollte mit diesem Backround alles besser werden. Aber durch einen weiteren Schicksalsschlag verliert er seine Adoptiveltern … Obwohl Ricky materiell und finanziell gesehen ein reicher junger Mann ist wird er immer frustrierter. Doch immer mehr zerbricht Ricky an der gefühllosen gleichgültigen Welt, in der scheinbar nur materielle Werte wichtig sind. Er wird zu einem Monster, das in einer gleichgültigen Gesellschaft mordet und unbestraft bleibt. Rick Meinfeldt ist der sprichwörtliche erhobene Zeigefinger dafür, was in einem Menschen entstehen kann, wenn er keine Werte und Moral erfährt! Seine brutalen Gewaltfantasien, welche er seid frühester Kindheit hat werden immer brutaler.Immer mehr Menschen fallen ihm zum Opfer, immer bestialischer werden seine Taten. Dieses wird vor allem bei seinen Besuchen von ‘Stundendamen’ durch seine Gewaltausbrüche sehr sehr deutlich und eskaliert in Übergriffen auf den unschuldigsten und wehrlosesten Teil der Gesellschaft… Die Schreibweise von Julia Meyer zwingt dazu, diesen menschlichen Alptraum zustellen. Mit Ricky zu leiden. Sich Gedanken über den eigenen Umgang mit seinen Mitmenschen zu machen.  

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  • ausgefeiltes Psychogramm

    Ricky Meinfeldt: Einsamer Wahn

    Gwhynwhyfar

    07. August 2014 um 16:20

    Ricky Meinfeldt wächst in einer Familie auf, deren Leben vom Trinken des Vaters bestimmt ist, von seiner Gewalt. Eines Tages schlägt er mal wieder die Mutter bewusstlos, schlägt Ricky und steckt in seinem Dämmerzustand aus Versehen die kleine Schwester an, die verstirbt. Mutter in der Psychiatrie und Vater im Knast, schlimmer kann es nicht werden. Ein reiches Bankerehepaar nimmt Ricky auf und er Luxusseite des Lebens kenne. Auch das nützt ihm nichts. Denn er wird weiter in der Schule gequält, früher weil er arm war und immer die gleichen Sachen trug, nun weil er reich ist und die Mitschüler neidisch sind. Ricky sehnt sich nach Liebe. Die einzigen Menschen die ihn zu mögen scheinen sind seine Adoptiveltern, die versterben, als Ricky gerade sein Studium beendet hat. Nun ist er ganz allein. Auf der Suche nach Geborgenheit und Liebe trifft Ricky immer wieder auf Ablehnung. Oft ist er selbst schuld, weil ihn seine Sehnsucht zum Klammern bringt. Immer weiter vereinsamt der junge Mann und seine Persönlichkeit fängt an zu mutieren. Psychotisch beginnt seine Laufbahn als Mörder… Der Roman ist aus zwei Sichten geschildert, beide aus Rickys Blick. Im Kursivformat berichtet der erwachsene Mann aus dem Jetzt rückblickend und in Normalschrift schildert Ricky tagebuchartig sein Leben. Ein interessanter Zug, das Geschehen zu interpretieren. Die Sprache ist protokollarisch, distanziert. Genau aus diesem Grund empfindet man mit Ricky, möchte ihm zurufen: „Wehr dich doch!“ Irgendwann kommt man zu dem Punkt, an dem man ahnt, dass für Ricky bald alles aus dem Ruder läuft. Mir hat die Geschichte gut gefallen, da Julia Meyer sehr eindrücklich schreibt, es läuft einem manchmal ein kalter Schauer über den Rücken. Die Story ist psychologisch gut aufgebaut, wie ein Mensch sich schleichend in die Einsamkeit katapultiert, gleichzeitig aber nach Gesellschaft und Anerkennung sehnend, jede Brücke wieder zerschlägt. Ricky ist reich, sein Geld interessiert ihn aber nicht. Er lebt eher bescheiden, gibt Geld nur aus Langeweile aus oder kauft teure Autos, um die Sammlung, die er von seinem Ziehvater geerbt hat zu vervollständigen. Es wird deutlich, wie wichtig für den Menschen soziale Bindung ist, wie unwichtig letztendlich Reichtum. Ricky wird im letzten Drittel zum Mörder. Ab hier werden Stück für Stück seine Gräueltaten geschildert. Für mich riss hier den Bezug zum Buch etwas ab. Sprachlich ist nichts einzuwenden, auch nichts vom Handlungsablauf. Ich persönlich lese nicht gern von einem Schlitz zum nächsten über abgetrennte Köpfe zu fließendem Blut. Wer das allerdings mag, ist hier bestens aufgehoben. Insgesamt ist dies für mich ein außergewöhnliches Buch mit hoher Empathie, das den Leser nachdenklich zurücklässt.

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