Julia Navarro

 3.2 Sterne bei 159 Bewertungen
Autor von Die stumme Bruderschaft, Die Bibel-Verschwörung und weiteren Büchern.

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Die stumme Bruderschaft

Die stumme Bruderschaft

 (69)
Erschienen am 30.03.2010
Die Bibel-Verschwörung

Die Bibel-Verschwörung

 (48)
Erschienen am 01.01.2008
Alles, was die Zeit vergisst

Alles, was die Zeit vergisst

 (22)
Erschienen am 15.02.2016
Das Blut der Unschuldigen

Das Blut der Unschuldigen

 (7)
Erschienen am 20.08.2012
Das Blut der Unschuldigen: Thriller

Das Blut der Unschuldigen: Thriller

 (2)
Erschienen am 31.05.2012
Die Bibel-Verschwörung: Roman

Die Bibel-Verschwörung: Roman

 (1)
Erschienen am 31.05.2012
Die Bibel-Verschwörung

Die Bibel-Verschwörung

 (4)
Erschienen am 01.02.2006
Die stumme Bruderschaft

Die stumme Bruderschaft

 (4)
Erschienen am 01.01.2005

Neue Rezensionen zu Julia Navarro

Neu

Rezension zu "Das Blut der Unschuldigen" von Julia Navarro

Etwas zu offen am Ende
Traumfedervor 2 Jahren

Inhalt
1243 findet die Belagerung von Montsegur statt. Die Inquisitoren der Kirche wollen die eingeschlossenen Menschen ihrer gerechten Strafe zuführen. Schließlich sind die Menschen dort, die sich als Vollendete bezeichnen, als Ketzer angesehen. Der Dominikanermönch Julian ist als Schreiber vor Ort um das Grauen festzuhalten. So verfasst er eine Chronik, die selbst noch im 21. Jahrhundert Menschen beeinflusst. Denn manch einer sieht sich als Rächer der Vollendeten und ist bereit einen Krieg gegen die Kirche erneut ausbrechen zu lassen.

Meine Meinung
Ein Buch, das drei Männer in drei unterschiedlichen Zeiten miteinander verbindet. Gleichzeitig aber auch Chaos stiftet und die Wahrheit aufdeckt.

1243 muss der Dominikanermönch Julian die Belagerung von Montsegur mit ansehen. Als Schreiber der Inquisition soll der den Sieg der Kirche über die ketzerischen Vollendeten, auch Katharer genannt, festhalten. In einen Glaubenskonflikt verstrickt, fertigt Julian auch eine geschichtliche Chronik an, in der er die Wahrheit für die Nachwelt festhält.

1938 bekommt der Historiker Ferdinand Arnaud die Gelegenheit die Chronik zu untersuchen und ist tief beeindruckt. Doch ihm ist klar, dass der Besitzer der Chronik, Graf d'Amis, durch sie hofft einen uralten Schatz zu finden. Während Arnaud seine Arbeit macht, kommt die Bedrohung durch die Nazis immer näher. Schon bald ist er und seine Familie in die Kriegswirren verstrickt. Die Chronik wird dabei zu seinem Begleiter und hilft ihm den Schmerz und das Leid zu überstehen.

2009 werden verschiedene Anschläge geplant und die NATO findet Hinweise, die zum derzeitigen Graf d'Amis führen. Sie finden einige Spuren, die sie nicht deuten können, weshalb sie die Hilfe des Vatikanischen Geheimdienstes in Anspruch nehmen. Erneut wird klar, dass vieles zu Chronik des Dominikanermönchs führt. Doch wie kann die Chronik für die Anschläge verantwortlich sein?

Julia Navarro hat hierbei eine recht interessante und verworrene Geschichte geschaffen. Es wird von Mal zu Mal dunkler und komplizierter. In jedem Zeitsprung gibt es Geistliche, die in die Handlung hinein gezogen werden und sich von der Chronik beeinflussen lassen. Doch so verwirrend und spannend alles auch gestaltet wurde, scheint es, dass der Chronik immer der Tod auf den Fersen ist. Leider wird dem Leser selbst aber, der Großteil des Chronikinhalts vorenthalten. Es gibt kaum etwas, was daraus enthüllt wird und wenn, dann nur sehr oberflächlich.

Auch Religion spielt in Navarros Buch eine wichtige Rolle. So gibt es immer wieder religiöse Streitigkeiten oder Anspielungen auf Andersgläubigkeit. Im ersten Teil stehen sich die Christen und die Katharer gegenüber. Im zweiten Teil, der in der Nazizeit spielt, wird viel Wert auf die damaligen Ereignisse gelegt. So wird auch die Judenverfolgung zu einem zentralen Punkt. Im dritten Teil spielen die Christen und die Muslime die zentrale Rolle. Religionen, die eh immer wieder an einander geraten. Die Autorin versucht einen gewissen Einblick in die Glaubensstreitigkeiten der Muslime zu geben. So präsentiert sie die streng und verschlossen lebenden und jene, die dem Glauben nachgehen, ohne sich von der offenen westlichen Lebensweise zu distanzieren.

Das Buch ist gut geschrieben, hat Spannung zu bieten und viel Abwechslung. Dazu lässt die Autorin die verschiedenen Informationen einfließen, die wahrlich gut ausgewählt wurde. Doch betrachtet man alles genau, fällt auf, dass der dritte Teil unvollständig ist. Während die ersten beiden Teile in sich abgeschlossen sind, blieben beim Letzten sehr viele Fragen offen. Es sind viele Geschehnisse da, deren Ende nie ausgeführt werden, was sehr ärgerlich ist.

Julia Navarro hat einen guten Schreibstil. Sie schreibt fesselnd, so dass man selbst über langatmige Stellen hinweg, nie das Interesse verliert. Auch wenn der Ende des Buches recht offen ist, hat die Autorin mich doch überzeugen können. Ich werde mehr von ihr lesen.

Fazit
Eine Chronik, die über Jahrhunderte hinweg Menschen beeinflusst. Religionen und Überzeugungen, die immer wieder an einander geraten. Julia Navarro gewährt einen Einblick in die verschieden Zeiten, in denen Chaos regiert und Menschen Leid ertragen müssen. Verschiedene Motivationen, andere Antriebspunkte und doch ein Fünkchen Wahrheit.

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Rezension zu "Die stumme Bruderschaft" von Julia Navarro

Das Grabtuch von Turin und seine bewegte Geschichte
TanteGhostvor 3 Jahren

Zu viel Wissen, was in den Text einfließt und ihn so fast zur wissenschaftlichen Abhandlung macht. Ein Buch zum NICHT lesen

Inhalt:
Eine Kirche, welche gerade saniert wird, brennt. Darin war eigentlich das Grabtuch von Turin als heilige Reliquie der Kirche in einer Vitrine ausgestellt. Schnell ist der Polizei klar, dass auch dieser Brandanschlag das Ziel hatte, das Grabtuch zu entwenden.
Seltsam ist nur, dass eine verbrannte Leiche gefunden wird, die schon zu Lebzeiten keine Zunge mehr hatte. Genau so, wie der seltsame Gefangene im Gefängnis. Auch er ist stumm, da er keine Zunge mehr hat und scheint sich seinem Schicksal zu ergeben.
Was steckt hinter dieser Serie von Brandanschlägen und warum haben die Täter die Fähigkeit zu sprechen verloren?
Die Turiner Polizei tappt im Dunkeln, während die Täter des letzten Anschlages Buße tun, da sie das große Ziel auch dieses Mal nicht erreicht haben. Sie können entkommen, doch die Polizei kommt ihnen, trotz ihres Schweigens, dann doch irgendwann auf die Schliche.

Der erstes Satz:
¨» Abgarus, König von Edessa, wünscht Jesu dem guten Heilande, der im Lande um Jerusalem erschienen ist, alles Heil!¨

Der letzte Satz:
¨Die Gegenwart ist bloß der Widerschein dessen, was wir waren, sonst nichts, und es gibt nur eine Zukunft, wenn man nicht einen einzigen Schritt zurück macht.¨

Fazit:
Oh man, die Autorin hat es doch tatsächlich geschafft, ein so interessantes Thema komplett zu zerschreiben. Da war rein gar nichts mehr interessant. Weder die Ermittlungen, die sich seitenlang in sinnlosen Dialogen dargestellt haben, noch die Geschichte über das Grabtuch an sich. Die Autorin ist wild in der Zeit umher gesprungen. Man hat gemerkt, dass sie gut und ausgiebig recherchiert hat, aber ob man dieses Wissen jetzt so intensiv hätte breit treten müssen, steht ja auch noch in den Sternen. - Ich jedenfalls habe das Buch nur noch zu Ende gelesen, weil ich Bücher nie nur anlese und dann weg lege. Was ich angefangen habe, bringe ich auch zu Ende. Auch dann, wenn es eine so relative Quälerei wie dieses Machwerk hier ist.
Die Namen in der Handlung sind alle samt so dermaßen italienisch, dass ein deutscher Leser, ohne Kenntnisse dieser Sprache, mal eben komplett verloren hat. Ich habe schon ab dem Zeitpunkt nicht mehr wirklich aufmerksam gelesen, als der fünfte Name ins Spiel kam und ich die Personen sowieso nur noch nach Männlein und Weiblein unterschieden habe.
Eigentlich bin ich entsetzt. So ein interessantes Thema. Und ich bin mir sicher, dass da ein wahrer Kern dahinter steckt. Ich bin mir sicher, dass der entgültige Besitz in diesem Fall noch nicht geklärt ist. Aber das hätte man auch wesentlich besser schreiben können. Die ganzen Ausflüge in die Vergangenheit haben mich eigentlich mehr verwirrt, als dass sie zur Aufklärung der Geschichte beigetragen hätten.

Drei Sterne, mehr bekommt diese Schreibe von mir nicht. Und damit ist dieses Machwerk eigentlich auch noch ziemlich gut bedient. Wobei ein Stern von mir nur die Bücher bekommen, die ich wohl nich mal aufschlagen würde...

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Rezension zu "Alles, was die Zeit vergisst" von Julia Navarro

Eine langatmige Familiengeschichte
yarivor 3 Jahren

In "Alles was die Zeit vergisst" erhält der Journalist Guillermo Albi den Auftrag, nach den Ursachen des Verschwindens seiner Urgroßmutter Amelia zu Beginn der 30er Jahre zu forschen.
Sie lässt damals Mann und Kind zurück, um ihr Glück mit Pierre, einem Revolutionär, zu finden.
Doch auch mit Pierre ist Amelia kein Glück beschieden. Sie ist als Spionin während des zweiten Weltkrieges tätig und auch den Kalten Krieg sowie den Mauerfall erlebt Amelia.
Gelingt es Guillermo die Vergangenheit seiner Urgroßmutter ans Licht zu bringen?

Die Thematik des Buches ist durchaus interessant, da Amelia eine mutige Frau ist, die für ihre Ideale kämpft und während des 19. Jahrhunderts wichtige Epochen der Geschichte miterlebt.

Die historischen Hintergründe sind gut recherchiert.
Allerdings sind mir persönlich zu viele politische Details in die Handlung eingeflossen, die zum Verständnis nicht nötig gewesen wären und das Lesen sehr langatmig gemacht haben.

Die Charaktere der Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Vor allen Dingen Amelia, eine Frau voller Ideale und Mut dafür zu kämpfen, hat mir gut gefallen.
Ihre Entwicklung vom jungen Mädchen zur erwachsenen Frau, aber auch zur älteren Amelia ist Julia Navarro sehr gut gelungen.

Manche Handlungsstränge des Romans waren ebenfalls zu detailliert dargestellt, was das Lesen erschwert hat.

Da ich die Lebensgeschichte der Amelia Garayoa interessant gefunden habe, gebe ich "Alles was die Zeit vergisst" drei Sterne.

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