Julia Quinn Der Lord, der mich verführte

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Inhaltsangabe zu „Der Lord, der mich verführte“ von Julia Quinn

"Das solltest du über deine Ehepflichten wissen." Verschämt denkt Iris Smythe-Smith an die enthüllenden Worte ihrer Mutter. Gerade hat sie Sir Richard Kenworthy geheiratet und wird gleich mit ihm das Bett teilen! Im Sturm hat der Lord sie erobert und mit seinen Berührungen ein hitziges Feuer in ihr entflammt. Doch ihr tagsüber so zärtlicher und charmanter Bräutigam bleibt dem Schlafzimmer fern! Welches skandalöse Geheimnis möchte er um jeden Preis bewahren?

Nicht ganz so, wie erwartet

— Bjjordison

Kein klassischer Nackenbeißer sondern eine sehr süße Liebesgeschichte. Genau richtig für den Sommer!

— kreszenz

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    Der Lord, der mich verführte

    Bjjordison

    24. September 2017 um 18:28

    Meine Meinung: Nun, ich würde mich ja als Fan der Autorin bezeichnen, denn gerade die Reihe um die Bridgerton Geschwister hat mich absolut begeistert. Einfach, weil ich die Mischung aus Witz und historischem Liebesroman immer sehr unterhaltsam fand. So, hatte ich natürlich auch an dieses Buch große Erwartungen. In diesem hier erzählt uns die Autorin, die Geschichte zwischen Iris und Richard. Beide treffen sich auch einem der Musikabende wieder, die Lesern der Autorin schon bekannt sein dürfte. Seit diesem Treffen hat sich Richard in den Kopf gesetzt Iris zu heiraten. Die Handlung in dieser Geschichte konnte mich leider nicht so ganz überzeugen, denn mir hat einfach der Humor gefehlt und stellenweise fand ich, dass diese irgendwie teilweise etwas absurd ist. Ich meine, dass Zusammenkommen der beiden wurde so schnell beschrieben und auch als es dann weitergeht, hat mir dann auch etwas der Liebreiz gefehlt. Es ist nämlich so, dass Richard einen Plan verfolgt, der dem Leser sich während des Lesens offenbart. Als ich dann erfahren habe, was eben dieser ist, war ich einfach enttäuscht, denn dieser wirkte auf mich nicht realistisch. Ansonsten kommen in der Handlung, die typischen Elemente dieses Genre vor. Die beiden Hauptcharaktere fand ich toll beschrieben, obwohl Richard auf mich nicht gerade sympathisch wirkte. Allerdings wirkte er authentisch. Iris hingegen fand ich sympathisch und ich konnte auch ihre Gedankenänge sehr gut verstehen. Ebenso haben mir die Nebencharaktere recht gut gefallen. Man trifft einige alte Bekannte wieder, wie auch einige Neue. Der Schreibstil ist wieder sehr locker zu lesen. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Die Autorin erzählt uns die Geschichte aus wechselnder Ich – Perspektive von Richard und Iris. Das Cover gefällt mir gut. Fazit: 3 von 5 Sterne. Leider nicht ganz so, wie erwartet.

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  • Kein klassischer Nackenbeißer sondern eine sehr süße Liebesgeschichte!

    Der Lord, der mich verführte

    kreszenz

    30. August 2017 um 13:25

    Der ledige Sir Richard Kenworthy benötigt eine Ehefrau. Dringend! Am besten wäre es, innerhalb der nächsten 14 Tage verheiratet zu sein, sonst ist der Ruf seiner Familie ruiniert. Doch woher nehmen? Gut, dass die Familie Smythe-Smith jedes Jahr eine musikalische Soiree veranstaltet, um der Gesellschaft die noch unverheirateten Töchter und Cousinen vorzustellen. Richards Freund Winston Bevelstoke verschafft ihm eine Einladung, allerdings widerspenstig. Denn erfahrungsgemäß sind die jungen Damen alles andere als musikalisch talentiert… Bei der Soiree fällt ihm die unscheinbare Miss Iris am Cello auf, die nicht nur als einzige der jungen Damen ihr Instrument halbwegs beherrscht, sondern auch weiß, wie unglaublich schlecht ihre Verwandten spielen und darüber am liebsten vor Scham im Erdboden versinken möchte. Da ihre Familie nicht besonders vermögend ist und Miss Iris auch eher für ihre Zurückhaltung als für ihre Schönheit bekannt ist, sind ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt eher gering. Für Richard also eine ideale Kandidatin. Winston macht die beiden bekannt und Richard merkt schnell, dass die Zurückhaltung von Iris nicht auf Schüchternheit oder Dummheit beruht. Iris ist gewitzt, schlagfertig und eine beeindruckende Gesprächspartnerin. Auch wenn es ihm also überraschenderweise alles andere als unangenehm ist, sie zu umwerben, steht Richard doch unter Druck. Die Uhr tickt und ihm bleibt nur noch eine Woche um zu heiraten. Seine einzige Möglichkeit besteht darin, Iris in eine kompromittierende Situation zu bringen, um von ihren Eltern zu einer schnellen Eheschließung „genötigt“ zu werden. Dies funktioniert auch wunderbar, wären nur nicht die Gewissensbisse! Diese hatte Richard schon vor der Umsetzung seines Plans, doch nun ist ihm seine Ehefrau zutiefst sympathisch geworden und er weiß, wenn sie die Wahrheit erfährt, wird sie ihn bis ans Ende seiner Tage hassen. Iris hingegen hätte Richard auch zum Mann genommen, wäre die Sache nur etwas langsamer gegangen, hat sie doch längst Gefühle für ihn entwickelt. So ahnt sie, dass es irgendeinen Grund für die überstürzte Hochzeit geben muss. Nur welchen? Hinzu kommt, dass Richard ihr tagsüber Avancen macht und heftig mit ihr flirtet, nachts aber dem Ehebett nicht beiwohnt und die Ehe immer noch nicht vollzogen hat. Gilt Richards Interesse wohl nur Männern und er braucht eine Alibi-Ehefrau? Auf Richards Landsitz angekommen, erfährt sie den tatsächlichen Grund für die Blitzhochzeit. Ein Familiengeheimnis, das Richards komplette Familie zerstören könnte. Welche Entscheidung wird Iris treffen? „Der Lord, der mich verführte“ von Julia Quinn, ist nicht der routinierte Nackenbeißer, den das Cover hätte vermuten lassen. Hier handelt es sich um eine wirklich süße und romantische Liebesgeschichte, die mich positiv überrascht hat. Heute wäre Richards Geheimnis wohl keine große Sache mehr. In der damaligen Zeit hat so etwas tatsächlich einen Skandal verursacht. Daher ist Richards Plan zwar fies, aber irgendwie auch nachvollziehbar, schließlich will er für seine Familie nur das Beste. Dass er sich in Iris verliebt, macht die Dinge für ihn sehr kompliziert. Er hat aufrichtige Gefühle für sie entwickelt und möchte sie bis zuletzt nicht verletzten, sieht aber keinen anderen Ausweg. Diesen Zwiespalt kann man beim Lesen ganz gut nachvollziehen und Richard bleibt trotz allem sehr sympathisch. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, auch die der Nebenfiguren. Hier ist vor allem Daisy zu nennen, die etwas kleine Schwester von Iris ist eigentlich extrem nervig, wächst einem dann doch irgendwie ans Herz. Es menschelt sehr. Mir hat dieses Buch echt Spaß gemacht und ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen!

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