Julia Schoch Selbstporträt mit Bonaparte

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Inhaltsangabe zu „Selbstporträt mit Bonaparte“ von Julia Schoch

Bonaparte, notorischer Spieler und ihr Geliebter, ist weg. Weggehen hieß bei Bonaparte wiederkehren – so ist es immer gewesen. Doch diesmal bleibt Bonaparte verschwunden. Und sie muss sich fragen, ob nur die obsessive Liebe zum Roulette es war, die sie miteinander verband? Julia Schoch erzählt von einer ungewöhnlichen Leidenschaft, messerscharf und doch poetisch.

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  • Rezension zu "Selbstporträt mit Bonaparte" von Julia Schoch

    Selbstporträt mit Bonaparte

    lisaisabella

    24. January 2013 um 21:39

    Die Geschichte in Julia Schochs neustem Roman "Selbstporträt mit Bonaparte" ist in wenigen Sätzen erzählt. Eine klassische Liebesgeschichte, zwischen zwei Menschen, die nicht viele Worte bedurften, um zu merken, dass sie füreinander bestimmt sind. Schnell entwickelte sich eine Verbindung zwischen beiden, die durch die Liebe zum Roulette gestärkt wird. Doch der sprunghafte Bonaparte macht durch sein ständiges Fortgehen klar, dass jede Beziehung und Verbindung fragil ist. Nachdem Bonaparte endgültig gegangen ist, erinnert sich die Ich-Erzählerin durch ihr Schreiben an die zerbrechliche und doch starke Bindung zwischen ihnen. Julia Schoch schafft es mit Hilfe ihrer knappen und doch bildhaften Sprache die Zerbrechlichkeit und Stärke der Liebe auszudrücken. Der Roman bekommt durch seine Knappheit eine Leichtigkeit und transportiert doch unglaublich viel Gefühl. Durch die Verstrickung der Liebesgeschichte mit dem Glücksspiel stellt sich die Erzählerin mit der Zeit die Frage, ob die Liebe zueinander doch nur aus der gemeinsamen Leidenschaft zum Roulette besteht. Die Grenzen verschwimmen immer mehr und mit den Erinnerungen auch die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Buch hinterlässt nur ein knappes Porträt der Gegenwart der Erzählerin und doch so viel mehr. Es hat mich sehr berührt und hat mir gezeigt, wie sehr meine Gegenwart mit den Fäden der Vergangenheit zusammenhängt. Man kann sich in der tiefen Liebe der Erzählerin zu Bonaparte verlieren und sich selbst in den Zustand der Leidenschaft, der durch das Thema des Glücksspiels zusätzlich aufgegriffen wird, verlieben.

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