Julia Seuschek Straßenkötergene

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Inhaltsangabe zu „Straßenkötergene“ von Julia Seuschek

Lou mutiert mit dreizehn Jahren völlig unerwartet zu einem reinblütigen A-Menschen. Als ihr Vater – wie der Rest ihrer Familie ein einfacher B-Mensch – von der Königsfamilie ermordet wird, schwört Lou Rache. Verkleidet als Junge tritt sie in den Dienst ihrer royalen Gegner. Ausgerechnet Königssohn Jared stiehlt sich in das Herz der Rebellentochter und Lous Welt steht Kopf. Gibt sie Jared auf, um das System zu stürzen oder verrät sie ihre Herkunft für die Liebe ihres Lebens?

Eine mitreißende Geschichte voller Intrigen, Machtspielen und Liebe. Besonders gefallen hat mir der bildhafte Schreibstil der Autorin.

— Majainwonderland
Majainwonderland

Es gab weder Spannung, Tiefgang oder einen roten Faden und war total unausgearbeitet. Sehr enttäuschend!

— Beautifuul
Beautifuul

Gute Idee, die jedoch noch etwas mehr Ausarbeitung bedarf.

— JeannasBuechertraum
JeannasBuechertraum

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    Straßenkötergene
    Majainwonderland

    Majainwonderland

    20. August 2017 um 20:05

    Lou ist eine Außenseiterin in ihrer Welt.Eine Welt, in der zwischen zwei Typen von Menschen unterschieden wird.Sie lebt in einer Gesellschaft, die sie nicht länger erträgt.Es muss etwas getan werden.Lou muss etwas tun."Straßenkötergene" spielt in der Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es längst nicht mehr. Durch einen erbitterten atomaren Krieg wurde die Menschheit nahezu ausgelöscht. Aus dem überlebenden Genpool haben sich zwei Formen von Menschen herausgebildet. Zum einen die perfekten A Typ Menschen mit blonden Haaren und grünen Augen und zum anderen in die fehlerhaften B Typ Menschen mit braunen Haaren und dunklen Augen.Lou entwickelt sich zu einem A Typ, obwohl ihre ganze Familie aus B Typen besteht. Sie erträgt die Ungerechtigkeit nicht länger und beschließt, etwas dagegen zu unternehmen.Um eine Rebellion anzutreiben, schleicht sie sich als Junge verkleidet ins Königshaus und versucht an geheime Pläne zu gelangen. Womit das taffe Mädchen jedoch nicht gerechnet hat ist der Prinz Jared.Plötzlich steht Lou vor der Frage: Ist diese Welt nicht schon längst zu kaputt, um gerettet zu werden? Und wie zur Hölle konnte sich der Prinz in ihr Herz schleichen?Das Konzept der Geschichte finde ich absolut genial! Auch die historische Anspielung und Kritik, die in die jugendliche Dystopie eingeflochten wurde, ist sehr gut nachvollziehbar.Auf diese Weise wird die Thematik der Rassentrennung kritisch unter die Lupe genommen. Ich könnte mir vorstellen, dass jugendliche Leser im Alter von 13 Jahren auf diese Weise ein besseres Verständnis für diese Problematik erlangen könnten.Die Charaktere fand ich sehr sympathisch. Insbesondere Lou hat es mir angetan. Sie ist ein taffes Mädchen, das allerdings auch mal Schwäche zulässt und Emotionen zeigt.Jared gegenüber war ich am Anfang ein wenig skeptisch, ebenso wie Lou. Er ist immerhin der Prinz. Auf wessen Seite steht er? Was für Ideale vertritt er?Nach und nach hat man ihn jedoch lieben gelernt. Auch die Tatsache, dass Lou sich als Junge ausgab und Jared demzufolge dachte, dass er schwul sein musste, wurde in einem inneren Konflikt sehr gut dargestellt.Der Schreibstil der Autorin war mein persönliches Highlight an der gesamten Geschichte! So bildreich, poetisch und zugleich frech... Ich musste manche Stellen doppelt lesen, einfach weil sie so fantastisch geschrieben waren. Fazit:"Straßenkötergene" hat mich durch seine historische Kritik, die ungewöhnliche Liebesgeschichte und den genialen Schreibstil absolut überzeugen können!

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  • Die Idee war gut die Umsetzung leider gar nicht

    Straßenkötergene
    dieDoreen

    dieDoreen

    14. July 2017 um 22:43

    Ich liebe Dystopien und kann von diesen nicht genug bekommen, deshalb habe ich mich auch riesig auf "Strassenkötergene" von Julia Seuschek gefreut, denn der Klapptext klang großartig.Und jetzt? Jetzt stehe ich völlig gefrustet und mit tausend Fragezeichen im Kopf da und habe keine Ahnung wie ich diese Rezension verfassen soll ohne das es wie ein Verriss klingt.Ob "Strassenkötergene" ein Mehrteiler wird steht noch in den Sternen. Die Autorin könnte es sich vorstellen ich mir leider gar nicht.Der Anfang war OK und ich war gespannt wo die Geschichte mit mir hin will, fand ich doch die Idee mit den A und B Menschen äußerst interessant. Warum die Autorin den Weltenentwurf dann aber nur so spärlich beschrieben hat ist mir ein Rätsel. Ich konnte nur einen kurzen Blick auf die herrschende Gesellschaft und die Welt werfen. Nicht genug um alles zu vertsehen und nicht genug um mir ein umfassendes Bild machen zu können. Stattdessen hatte ich das Gefühl nur einen kurzen Blick auf die herrschenden Strukturen werfen zu können.Meine Hoffnung lag also auf den Charakteren. Doch auch diese konnten mich nicht überzeugen. Beide Protagonisten blieben farblos und blass und machten keinerlei Entwicklung durch. Besonders schade fand ich, dass Lou ihr eigentliches Ziel scheinbar schon nach kurzer Zeit völlig aus den Augen verliert und sich erst am Ende wieder auf ihre Rache besinnt. Stattdessen verliert sich Lou völlig in der allumfassenden Liebesgeschichte mit Jared. Und allumfassend war diese wirklich. Tatsächlich macht die Lovestory etwa 80 Prozent der Story aus. Das wäre vielleicht nicht all zu schlimm gewesen wenn sich die beiden nicht immer nur im Kreis gedreht hätten. Irgendwann fing ich an Absätze zu überspringen in der Hoffnung, dass endlich Schwung und Spannung in der Geschichte aufkommt, aber vergeblich. Schade, denn ab und zu lies die Autorin dann doch einen interessanten Handlungstrang und etwas Spannung durchblitzen nur leider wurde das wieder von der Liebesgeschichte überlagert und zu schnell abgehandelt.Den Schreibstil kann ich leider auch nur als seltsam bezeichen. Die Autorin versucht sich an einem Mix aus Poesie und locker leichten Jugendslang. Das war eindeutig zu viel des Guten. Das Ende kam schließlich sehr plötzlich und hoppla hopp ohne einen wirklichen Abschluss und eine Lösung. Ich bin ratlos und kann auch jetzt noch nicht beschreiben was mir dieser Schluss sagen soll. Mein Fazit Trotz guter Ansätze konnte mich "Strassenkötergene" leider überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee war gut, die Umsetzung gar nicht. Die Liebesgeschichte nimmt zu viel Raum ein und wirkt aufgesetzt, so dass sich die eigentliche Handlung nicht entfalten kann und der Leser mit tausend Fragezeichen zurück gelassen wird.

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  • Sehr viel Potenzial!

    Straßenkötergene
    Books-have-a-soul

    Books-have-a-soul

    12. July 2017 um 09:24

    Das Cover hat mich gleich überzeugt und die Voraussicht auf eine neue Dystopie macht mich grundsätzlich immer neugierig.In die Geschichte konnte ich leicht eintauchen, es geht gleich richtig zur Sache und das mag ich immer sehr gerne.Allerdings hatte ich zu Beginn etwas Probleme mit den Protagonisten. Lou und Jared, waren mir beide, obwohl sie manchmal auch nerven konnten, gleich sympathisch. Aber irgendwie fiel es mir zunächst schwer einen Bezug herzustellen. Man hat sie stellenweise nur etwas schwammig kennengelernt, ich hatte das Gefühl, da fehlen einige Details.Im Laufe der Geschichte sind mir die zwei aber ans Herz gewachsen. Was mir besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, ist dieser Schreibstil. Die Autorin hat eine tolle Mischung geschaffen. Lou und Jared unterhalten sich altersgemäß häufig im Jugendjargon und gleichzeitig wurden viele Metaphern verwendet, die ein wahres Kopfkino verursacht haben. Außerdem gibt es auch viele Momente mit wundervollen fast epischen Passagen, die ich stellenweise zweimal lesen musste, um diese zu genießen. Es wurde also eine perfekte Balance gehalten.In dieser Geschichte gibt es so einige Überraschungen und unerwartete Wendungen, die zu wahren Herzschlagmomenten führen. Was ich aber etwas schade fand, war, dass die Rebellion etwas im Hintergrund verloren ging. Ich hätte gerne etwas mehr über diese und allgemein über die komplette Welt, in der sie leben erfahren. Lou und Jared stehen in diesem Buch im Mittelpunkt, aber die gesamte Grundidee hat so viel Potenzial, dass ich wirklich hoffe, in der Fortsetzung mehr über dieses System und die unterschiedlichen Menschen darin zu erfahren. Trotz allem konnte ich die Geschichte schwer aus der Hand legen, es war spannend, emotional und am Ende wurde ich sprachlos zurückgelassen.Fazit: Mit Straßenkötergene konnte mich Julia positiv überraschen. Ihr herrlicher, von Humor gespickter Schreibstil hat mich komplett abgeholt und regelmäßig zum Schmunzeln gebracht. Einige Wendungen waren schockierend und herzzerreißend, es war durchwegs spannend und ich freue mich total auf eine Fortsetzung.Trotz meiner kleinen Kritik, bin ich ein Fan von diesem Buch und ich hoffe auf einen zweiten Teil, der mich noch etwas mehr in diese Zukunftsversion unserer Welt einführt. Ich vergebe daher wohlverdiente 4 Sterne und empfehle es gerne weiter.

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  • Leider ein kompletter Reinfall

    Straßenkötergene
    Beautifuul

    Beautifuul

    12. July 2017 um 01:32

    Ich war so aufgeregt, also ich das Buch begann zu lesen. Ich war richtig gespannt, auch wenn ich mich schon wunderte, wie so eine tolle, ausbaufähige Idee auf 200 Seiten passen sollten. Dann die Ernüchterung. So viele verschiedene Dinge, auf die man hätte eingehen können, wurden auf die ersten 50 Seiten gequetscht. SO VIELE SACHEN - einfach heruntergerasselt. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wolle einfach endlich mit der Story beginnen in der Lou im Palast arbeitet und überfliegt nur schnell die nötigsten Fakten um sie dahinzubefördern. Und was dann? Eine Lovestory. Und zwar auf jeder Seite in jedem Kapitel. Die nächsten 150 Seiten gingen also nur noch darum das Lou und Jared (der Königssohn) sich immer wieder mal begegneten und sich direkt beim 2. Mal verliebten und von Seelenverwandtschaft redeten. Ja ne, is klar. Und sonst nichts. Und dann war das Buch auch schon zuende. Und das Ende war richtig, richtig scheiße.   Ja meine Lieben. Und DAS war das Ganze Buch. Lou geht in Palast, begegnet Jared, verliebt sich und dann gibts ein unhappy End mit offenem Ende das auf 3 Seiten erzählt wurde. Das war alles. Die Idee, und die Vorstellung die man vom Buch hatte, hätte man so so so gut ausbauen können! Schon alleine den Beginn hätte man mit Ausführungen von 50 Seiten locker auf 200 Seiten strecken können, weil da so viel Potenzial war und es so viele Ideen gab! Leider ging die Autorin hier auf gar nichts ein. Es gab keine Spannung, keinen roten Faden, keine ausdrucksstarken Charaktere und genau 0,00% Tiefgang und Umschreibungen. Es gab so viele Dinge, die die Autorin begann und nicht beendete. So viele Dinge, die erwähnt und dann nie wieder ausgeführt wurden. Verschiedene Rassen, das Setting, das Königshaus, Rebellen, komplizierte Geschichte mit Vater, Bürgerkieg. AUF NICHTS WURDE EINGEGANGEN. Das macht mich so wütend. Es hätte so gut werden können. Ich weiß nichtmal was Sinn und Zweck dieses Buches war. Es beginnt und Lou hat einen Plan, Plan wird nicht verfolgt sobald sie Jared kennenlernt und sie kommt zu gar nichts, und dann Ende. Ende von einem Einzelband. Mit 500 verschiedenen offenen Stellen die man hätte ausarbeiten können und einem sinnlosen Ende für ein nichtsaussagendes Buch. Hatte eher das Gefühl die Autorin wollte nur mal eine kleine Lovestory schreiben, hatte aber nur Bock auf die Dialoge zwischen den beiden und auf sonst nichts. Und genau das ist das Buch auch. Und wenn dann mal was war, fühlte es sich extrem aus der Nase gezogen an. Ganz zufällig fliegt zum Beispiel mal ein Falke auf sie zu (oder Adler? ^^), den sie ganz zufällig als Kind großgezogen hat, und den sie ganz zufällig seit Jahren nicht mehr gesehen hat, und der ganz zufällig eine Nachricht ihres Bruders hat und der ganz zufällig als Wildvogel Brieftaube spielt, weil das scheinbar sein Hobby ist und Wildvögel das einfach so machen, ist ja logisch. Facepalm. Und dann noch so andere Kleinigkeiten, die gestört haben. Zum Beispiel das extrem oft Dinge aus unserer Generation als Anspielung genutzt wurden. Sowas wie Area 51, ein geändertes Zitat aus Rubinrot, Wörter wie Playlist usw. Die Autorin hat zu viel von sich und unserer Zeit reingebracht, statt die Protagonistin sprechen zu lassen und sich in das Buch zu versetzen. Und gleichzeitig wurde dann nichtmal die Umgebung oder Sonstiges beschrieben. Grr. Da gibt es noch so viel mehr was mich beim lesen total gestört hat, und so viel mehr, was einfach total gefehlt hat. Aber ich bin kein Lektor und jede Ungereimtheit aufzutippen die gemacht wurde nicht mein Job.FAZITDas ist mit Abstand eines der schlechtesten Bücher die ich jemals gelesen habe und vielleicht sogar auch das Schlechteste. Dabei hätte es wirklich so, so gut werden können, denn die Idee hatte so viele gute Sachen das man locker eine Trilogie drauß schreiben könnte. Und wenn man sich dann vorstellt, das eine Idee, die man locker auf eine Trilogie ausbreiten könnte, auf 200 Seiten erzählt wurden, dann könnt ihr euch ja denken wie gut das Buch ausgebaut war. Alles in allem war es gefühlt einfach eine Rohfassung, in der nur die wichtigsten Szenen die benötigt wurden, um die Handlung zu erklären, erzählt wurden. Keinerlei Ausarbeitung, Tiefgang, Spannung, Beschreibungen oder Sonstiges. War einfach nichts und ist auch leider nicht zu empfehlen. Sorry.

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  • StraßenKöterGene

    Straßenkötergene
    JeannasBuechertraum

    JeannasBuechertraum

    10. July 2017 um 23:19

    Um was geht es??"Manchmal erdrückt dich da Leben mit seiner Schönheit, manchmal mit seiner Hässlichkeit." (Kapitel 1)Wir stellen uns eine Welt vor: Jahrhunderte nachdem Kernreaktoren von hunderten Atomkraftwerken, rund um den Globus alles verseuchten. Übrig blieben 500 Menschen die eine neue Zivilisation aufbauten. Mittlerweile gibt es drei Sorten von Menschen: Die Kinder (Türkise Haare, Stachelbeeraugen) welche sich mit ihrem 13. Lebensjahr in Typus A Menschen (Blonde Haare, grüne Augen) oder Typus B Menschen (Braune Haare, braune Augen) mutieren. Die Heldin dieser Geschichte lebt in der Welt der Braunen, weit weg von den Adeligen. Zur Überraschung aller mutiert sie zu einem A-Typus. Motiviert durch ihren stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und den Zuständen in welchen sie aufwächst - lebt in ihrer Brust das Herz einer Rebellin. Und während ihr Bruder sich auf die Suche nach ihrem tot geglaubten Vater begibt, versucht Lou auf ihre Weise etwas zu verändern.Und so hats mir gefallen: ->Vorsicht SPOILER GEFAHR !!Ich versuche mich zurückzuhalten will dennoch eine Warnung vornedran stellen.Die Idee mit den mutierenden Genen fand ich klasse. Es erinnerte mich ein wenig an "Die Rote Königin" und das war schon Grund genug der Geschichte eine Chance zu geben. Und ich finde auch weiterhin das die Grundidee Potential hat, nur die Umsetzung wird einer Dystopie in meinen Augen nicht gerecht. Man bedenke: das ganze spielt JAHRHUNDERTE nach unserer Zeit. Aber Vorstellen konnte ich mir die "neue Welt" nicht. Es gibt Schlösser, Schulen, Dörfer, Königsfamilien aber die Welt ist mir dennoch nicht schlüssig geworden. Wie Modern ist es da? Was hat von der Welt, in der wir aktuell Leben überlebt? Telefone scheint es noch zu geben, Handys hat da jedoch scheinbar niemand. Es wird auf sehr vieles aus unserer Zeit angespielt, hier mal ein paar Beispiele:Area51 / Nutella (Haben die Urahnen und Fabriken von Ferrero überlebt und all das überdauert?) / Walzer Tanz / Tom & Jerry / Feuerlöscher / Art Attak / Playlists (gibts es da etwa MP3 Player oder Laptops oder dergleichen??)aber auch viele Bücher bekommen eine Anspielung, dazu zählen u.a. Twilight, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Robinrot und andere mehr. Diese "Kleinigkeiten" machten es mir unmöglich die "Geschichte" der Welt nachvollziehen zu können. Es wurde fast alles verseucht, zerstört, und nach all der Zeit sollen ausgerechnet diese Dinge überdauert haben?? Nur wie?? In der Geschichte selbst, wird dafür aufjedenfall keine Erklärung gegeben. Auch in der Story fand ich einiges etwas Räzelhaft. Und jetzt muss ich leider SPOILERN: Die Protagonisten befindet sich über Monate im Schloss und obwohl zwischendurch erwähnt wird, dass die gefärbten Haare langsam wieder ihre Ursprüngliche Farbe annehmen, färbt sie sich selbige nicht nach. Es vergehen weitere Wochen, aber keinem fällt die heller werdende Haarfarbe auf. Dasselbe gilt für ihre Verkleidung als Junger Mann. Nie wird erwähnt das sie ihre Stimme verstimmt und nicht mal bei einer Medizinischen Untersuchung fällt auf, dass sie eine Frau ist. Weiter noch ist zwar der König selbst misstrauisch und verlangt Beweise, ist aber mit einem Zertifizierten Zettel zufrieden, anstatt selbst Test von seinen eigenen Ärtzten im Schloss vor Ort durchführen zu lassen. UND als der Zettel ausgefüllt wurde, gab es darauf doch sicher ein Datum! (Wenn man bedenkt das alle Braunen genaustens festgehalten wurden, samt Alter). Man bedenke dabei auch: ihre Narbe war einen Monat alt, als der König sie sah, was schon hätte auffallen müssen, aber das der Zettel dann erst vier Wochen später ausgefüllt wurde: das hätte doch dann aufjedenfall auffallen müssen! Es gab auch kleinere Wiedersprüche aber dabei will ich es jetzt mal belassen.Zur Story selbst kann ich sonst nur sagen das es sich Teils dann doch echt gut lesen lies und ich immer mal wieder Hoffnung hatte, dass es besser wird. Aber im Rückblick aber auch schon beim lesen selbst, ging mir einfach alles zu schnell von statten. Die Handlungen wurde nacheinander abgehakt, weil sie sich bedingten aber der rote Faden wirkte eher gewaltsam reingepresst und manchmal dann doch ganz vergessen. Es gibt Geschichten bei denen Autoren sagen, sie hätten sich von selbst Geschrieben, die Autoren hätten da gar keinen großen Einfluss mehr drauf gehabt. Hier wirkte es, als wäre ein Grundgerüsst vorgeschrieben und dann das Ganze mit Sätzen "ausgemalt" worden. Doch damit es rund wirkt gehört für mich mehr dazu. Es wirkte einfach noch nicht fertig und ausgereift. Was echt Schade ist, da das Potential immer mal wieder durchblitzte. Zur Erzählweise:Die meiste Zeit wird aus Lou's Sicht erzählt. Zwischendurch gibt es aber auch kurze Abschnitte von Jared (dem Prinzensohn und männlichen Protagonisten), Diana (seiner Mutter) und Marvin (seinem Vater). Ich fand es etwas schade, dass die Abschnitte der anderen immer so kurz gehalten wurden. Vor allem vom männlichen Protagonisten hätte ich mir da oft mehr gewünscht, denn die hätten echt mehr hergeben können. Was ich zusätzlich etwas anstrengend fand, war das unnötige Gedanken zu übertrieben ausformuliert wurden. Vieles ist dem Leser auch ohne das Offensichtliche zu benennen bewusst. Des weiteren wird sehr, sehr viel mit Metaphern gespielt. Sowas wirkt im Maße sehr künstlerisch und angenehm, hier hatte ich das Gefühl die Autorin hatte eine Liste mit ihren Lieblingssprüchen, Metaphern und Vergleichen und hat sie nach und nach in die Geschichte eingebaut. Mir war das im gesamten zu viel. Mit unter waren aber schöne Elemente dabei, die man gut als Zitate mackieren konnte wie z.B. "Licht bringt anderen Schatten, hat aber selbst keinen.". Alles in allem waren mir die Formulierungen aber oft etwas zu übertrieben Philosophisch und gestelzt. Was sehr Gegensätzlich zu dem sonst so umgangssprachlichen, coolen Jugendslang der Protagonisten wirkte.Zu den CharakterenEhrlich gesagt konnte keiner der Charaktere mich mit einer gewissen Tiefe überzeugen. Vor allem die Protagonisten fand ich etwas anstrengend. So beschreibt sie sich selbst: "Bei mir zählt nur das Eine. Gerechtigkeit." (Mein erster Gedanke war: wow echt? man bist du toll..) Aber auch im Verlauf der Geschichte wirkte ihre Art, ihre Reaktionen und Gedanken sehr gestelzt und zugeschnitten. Sie wirkte auf mich einfach nicht echt. Jared fand ich von allen noch am besten gelungen - doch auch von ihm kam mir etwas zu wenig rüber. Längere Abschnitte aus seiner Sicht hätten das sicher ins positive verändern können.Was ich auch etwas schwierig fand war die Beziehung zwischen den Protagonisten. Es war für mich ein etwas schwer nachvollziehbares hin und her. Ok sie sind beide noch nicht allzu Alt, da kann man einiges verzeihen und verschmerzen, aber ihrer Art miteinander und der Situation umzugehen fand ich einfach nicht nicht ganz so nachvollziehbar umgesetzt. Zu den Nebencharakteren kann ich nicht viel sagen, da die meisten leider relativ schnell wieder verschwanden. Fazit.Für mich lässt sich ein guter Grundbaustein erkennen der jedoch noch nicht ausgereift ist. Mehr Liebe zum Detail und eine intensivere Überarbeitung könnten jedoch noch einiges aus der Geschichte rausholen. P.S. Dafür das es als Einzelband gehandhabt wird, bei dem sich die Autorin lediglich vorstellen kann weiter zu schreiben, tja dafür endet das ganze doch arg "mittendrin". Als wäre auf einmal die Abgabefrist beim Schreiben dazwischen gekommen - aber ein Ende haben Lou, Adam und Chiara schon verdient finde ich.  

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