Julia Stagg Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf

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Inhaltsangabe zu „Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf“ von Julia Stagg

Ein Dorf steht Kopf.Die Bewohner von Fogas sind perplex: Ihre Auberge – in den Händen von Engländern! Vor allem der Bürgermeister des kleinen Pyrenäendorfs ist außer sich, fürchtet er doch um seine ureigenen Interessen. Listig legt er den netten Briten einen Stein nach dem anderen in den Weg, um sie schnellstmöglich wieder loszuwerden. Doch Serge Papon hat die Rechnung ohne sein Dorf gemacht …

In Fogas ist es wie überall: Man hat Vorbehalte gegenüber Fremden.

— Doro2
Doro2

Wirklich eine wunderbare Geschichte über Missgunst und Zusammenhalt zwischen den Menschen. Die Charaktere schließt man sofort ins Herz

— Valabe
Valabe

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  • Nichts ist nur schwarz oder nur weiß

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Doro2

    Doro2

    12. March 2017 um 11:40

    Die Rezension auf Amazon:https://www.amazon.de/review/R3HPXKINW7B03G/ref=pe_1604851_66412761_cm_rv_eml_rv0_rv In Fogas ist es wie überall: Man hat Vorbehalte gegenüber Fremden, vor allem, wenn sie aus England kommen. Gerade aus England. Weiß doch jeder, dass Franzosen und Engländer eher wie Hund und Katz sind. Dabei bemüht sich das englische Ehepaar Paul und Lorna wirklich. Doch Monsieur Papon, der Bürgermeister, versucht mit allen Mitteln sie zu vertreiben, denn er hatte das Hotel seinem Schwager versprochen. Die Dorfbewohner sind zunächst unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Papon zählt auf ihre Kollegialität. Als aber immer mehr auf der Seite der Engländer zu stehen scheinen, muss der Bürgermeister sich gut überlegen, wie er weiter vorgeht. Ich habe eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden, da ich mir die vielen Namen nicht merken konnte. Aber bei jedem weiteren Kapitel wurden mir die Figuren vertrauter. Die Autorin versteht es, die Dorfbewohner so liebevoll zu beschreiben, dass man das Dorf mit seinen Bürgern vor sich zu sehen glaubt. Gleichzeitig sind die Charaktere so detailgetreu ‚gezeichnet’, mit all ihren Fehlern und liebenswerten Eigenschaften, dass man sich selbst in dem einen oder anderen wieder erkennen kann. Ein Buch, das auf humorvolle Art und Weise zeigt, wie wertvoll Toleranz und Freundschaft sind, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten und dass Nichts nur schwarz oder nur weiß ist. Das Leben ist bunt und genauso sind die Einwohner, nicht nur in Fogas, sondern überall.

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  • Leider langweilig

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Ulenflucht

    Ulenflucht

    05. October 2016 um 16:44

    Zwei Engländer in Frankreich, eine kleine schnucklige Pension und ordentlich was, was schief gehen kann. Das scheint ein gutes Erfolgsrezept für einen Unterhaltungsroman zu sein, man denke nur an Peter Mayle. Julia Stagg aber versetzt den Leser 1. nicht in die Provence, sondern in die Große Unbekannte, sprich in die Pyrenäen, 2. ist hier überhaupt nichts lustig und 3. sind 200 der 350 Seiten schlicht überlfüssig.Die Story ist leicht erzählt, ich verweise auf den ersten Satz. Natürlich nicht einberechnet hatten die beiden Grünschnäbel von Neubesitzern den Widerstand der hiesigen Bevölkerung, die lieber jemand Einheimischen mit der Übernahme der Pension betraut hätten und damit nicht genug, auch soll es jemand aus dem Umfeld des Bürgermeisters bzw. dessen Vize sein. Was sich aus diesem Problem entspinnt ist ein Wirrwarr an Nichthandlung zwischen November und Januar in den unwirtlichen Pyrenäen, Familienverstrickungen und Schicksalsschlägen. Renoviert wird nur am Rande und auch fragt man sich, wer eigentlich sowas wie der Protagonist ist. Monsieur Papon, der Bürgermeister, der erst fies ist und dann plötzlich Läuterung erfährt durch seine sterbende Frau? Wohl kaum, denn auch er kommt wie jeder sonst nur am Rande vor. Dieses Buch hat es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, statt eine einzelne Person ein ganzes Dorf abzubilden. Zwar ist jeder erkennbar, aber auch irgendwie ziemlich blass und unbedeutend. So zieht sich der Roman dahin, ohne Spannung aufzubauen oder auch nur eine kreative Idee zu haben. Auch nicht, als die Autorin zum Äußersten greift, dem Klassiker in Sachen Spannungsaufbau und Wendepunkt: Ein Sturm und ein Feuer. Das wird aber schnell wieder gelöscht durch eine dahinplätschernde Geschichte ohne Highlight. 

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  • Papon, Fogas und die liebsten Menschen der Pyrenäen

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Valabe

    Valabe

    24. July 2016 um 17:29

    „Monsieur Papon- Oder ein Dorf steht Kopf“ ist der erste Teil aus der Pyrenäen-Reihe von Julia Stagg. Das die Autorin selber in den Pyrenäen lebt, merkt man in der Erzählung des Buches auf jeder Seite. Die gesamte Geschichte spielt in dem kleinen Ort „Fogas“, genauer gesagt in Picarets, in den französischen Alpen. Ein malerisches Dorf mit einer kleinen Epicerie, einem Postamt und der „Auberge des Deux Vallées“. Die Auberge stand lange Zeit leer und der Bürgermeister des Dorfes, Serge Papon, wollte sie nun kaufen für seinen Schwager, doch dann haben ihm die beiden Engländer Paul und Lorna Webster die Auberge aufgrund eines guten Angebotes des Vormieters vor der Nase weggekauft, sehr zu Papons Ärger. Und damit fängt die Geschichte an… Paul und Lorna sind zwei hinreißende und lustige Charaktere und komplett unerfahren in Gastronomie. Sie haben die Auberge aus einer Eingebung heraus gekauft, dass ein Leben als Gastronom doch besser sein könnte als ihr bisheriges Leben in England. Doch die Auberge ist in keinem sonderlich guten Schuss und die Kosten für eine Renovierung würde ihr gesamtes Erspartes und noch mehr auffressen. Dies macht sich Serge Papon zu Nutze und halst Beiden eine Kontrollbegehung nach der anderen auf, die die Auberge natürlich nicht bestehen kann. Und schon müssen die Engländer wieder verkaufen. Aber die Einwohner des Dorfes, allen voran Stephanie und Josette (sowie auch Pascal), sind alles andere als einverstanden mit den Machenschaften ihres Bürgermeisters und versuchen Paul und Lorna bestmöglich zu helfen. Christian, der Vizebürgermeister, wird anfangs von Serge Papon für seine Intrigen genutzt, doch mit Charme und Verstand schafft er es mit Hilfe von Stephanie, Josette und Annie einen Hilfstrupp für die Auberge zusammenzustellen, sodass sie die Auberge wieder zu alten neuem Glanz verhelfen können. Ein Brand, ein langes gehütetes Geheimnis und ein auf dem Totenbett gegebenes Versprechen lassen Papon umdenken. Man ist von der ersten Seite an gefesselt von der Geschichte und der Landschaft von Fogas. Auch die Charaktere schließt man alle mit der Zeit ins Herz. Serge Papon ist äußerlich ein gemeiner Hund, aber man lernt ihn mit der Zeit besser kennen und sogar seine Machenschaften verstehen. Josette (und Pascal) sowie Annie und Veronique spielen mit der Zeit eine immer größere Rolle. Auch ihre Geheimnisse tragen mitunter zur Wendung der Geschichte bei. Christian ist ein charmanter und witziger Mensch, der eigentlich nur versucht immer das Richtige zu Tun. Und Paul und Lorna sind in Liebenswürdigkeit und Optimismus fast nicht mehr zu toppen. Das schönste an der Geschichte ist das Zusammenspiel aller Charaktere, so unterschiedlich wie sie einem zu Beginn auch erscheinen mögen. Und die Hilfsbereitschaft diese Dorfes wünscht man sich öfter in der heutigen Zeit.  

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  • Ein nettes Lesevergnügen, dass von der schrulligen, intriganten Dorfgemeinschaft lebt.

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. January 2015 um 21:14

    Julia Stagg hat mit „Monsieur Papon, oder ein Dorf steht Kopf“ einen netten Roman über eine eingeschworene Dorfgemeinschaft geschrieben. Monsieur Papon ist stinksauer, er fühlt sich hintergangen, sollte doch sein Schwager der neue Besitzer der „Auberge des deux Valles“ werden, doch ausgerechnet zwei Engländer haben sie ihm vor der Nase weggeschnappt. Das kann er nicht akzeptieren und beruft eine Gemeindeversammlung ein, in der er eine Intrige schmiedet wie er die beiden „Neuen“ die seiner Meinung absolut nicht in das Dorf passen und, da sie Engländer sind, ohnehin nicht kochen können, wieder weg ekeln bzw. zum Verkauf zwingen kann. Doch da hat er die Rechnung ohne seine Dorfgemeinschaft gemacht, die die Intrigen ihres Bürgermeisters schon lange leid sind und der Meinung ist, dass die beiden Neuen: Paul und Lorna Webster wenigstens eine Chance verdient haben, noch dazu, da sie Personal einstellen wollen, also Arbeitsplätze schaffen und in das vom „Aussterben“ bedrohte Dorf neues Blut bringen. Monsieur Papon, oder ein Dorf steht Kopf ist ein Roman dessen Geschichte eher langweilig und Vorhersehbar ist und von der ich mir mehr lustige Momente erwartet habe. Das Buch lebt nicht durch die Geschichte sondern durch die Menschen. Da ist der intrigante Bürgermeister der Machtspiele liebt. Seine sympathische und freundliche Art scheint immer nur Kalkül und doch droht er an der Krankheit seiner Frau zu zerbrechen, oder Annie die der Gemeinschaft den Rücken gekehrt hatte. Da gibt es Stéphanie mit ihrer kleinen Tochter Chloe die vor ihrem jähzornigen Mann mit den flingen Fäusten geflohen oder Josette die mit dem Geist ihres verstorbenen Mannes die Epicerie "alleine" weiterführt. Oder Christian der Bauerssohn und stellvertretende Bürgermeister, der verliebt ist ohne es zu wissen und noch viele mehr. All diese wunderbaren Personen mit ihrem Macken und Schrullen wachsen einem sofort ans Herz genauso wie das Ehepaar Webster, dass in einem Sommerurlaub in den Pyrenäen die „Auberge des deux Valles“ entdeckt und sich sofort in das Gebäude verlieben. Schon lange haben sie den Traum von einem kleinen Gasthof, also warum nicht hier. Sie greifen die Gelegenheit beim Schopf, kaufen die Auberge und brechen alle Zelte in ihrer Heimat England ab um ihren Traum in Frankreich zu leben. Kaum dort angekommen ist nichts wie erwartet und die Gemeinde wirft ihnen ein Hindernis nach dem anderen in den Weg, doch sie versuchen verzweifelt an ihrem Traum festzuhalten und als es scheint, dass sie ihren Traum aufgeben müssen kommt Kommissar Zufall den Bemühungen von Annie, Josette und Stephanie zu Hilfe. Die Geschichte bekommt von mir 1 Stern doch weil ich die Charactere so großartig und entzückend finde (= 5 Sterne),komme ich auf eine Gesamtwertung von 3 Sternen.

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  • Ein Roman wie ein Soufflé

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    Paul und Lorna Webster möchten sich einen Traum erfüllen. Sie haben in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen das einzige dort vorhandene (aber leerstehende) Restaurant gekauft und wollen es nun selber bewirtschaften. Ein Schock für so manchen am Ort – man fürchtet die englische Küche und sieht eine gastronomische Katastrophe aufziehen. Zudem wollte der Bürgermeister eigentlich seinen Schwager als künftigen Besitzer sehen! Intrigen werden gesponnen mit dem Ziel, die „Fremden“ möglichst schnell wieder loszuwerden. Allerdings sind nicht alle Dorfbewohner so negativ eingestellt und versuchen, den Websters zu helfen. Und so kommen auf das Dorf sehr turbulente Zeiten zu… Was für ein schönes Buch! Die Handlung ist spannend, weil ich mich lange gefragt habe, wie die Websters es schaffen sollen, all die ihnen in den Weg gelegten Steine beiseite zu schaffen. Der Spaß kommt auch nicht zu kurz, denn es gibt einige wirklich komische Szenen und vieles ist herrlich witzig geschrieben. Es gibt zudem immer wieder schöne Beschreibungen der Landschaft – ich hatte ganz oft dieses „Da-möchte-ich-auch-mal-hin“ Gefühl. Die französischen Namen und gelegentlich eingestreute Vokabeln rundeten dieses Gefühl ab. (Man braucht aber zum Lesen kein Lexikon ) Und dazu gibt es reichlich liebenswerte Charaktere! Natürlich die ein oder andere Schrulligkeit, aber auch persönliche Schicksale, die Sympathien hervorrufen. Und für l’amour ist selbstverständlich auch noch Platz. Zwischendurch wurde es auch mal ein bisschen traurig aber am Ende entließ mich das Buch mit einem wohligen „Hach-ist-das-schön“ Gefühl. Fazit: Es war an einem regnerischen Tag wie heute genau das richtige Buch für mich. Der Titel meiner Rezi kommt übrigens vom Klappentext. Dort heißt es vollständig: „Ein Roman wie ein Soufflé. Locker-leicht zu lesen und doch mit Tiefgang.“

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  • Die Engländer, das Dorf im Tal und die Auberge

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Grandville

    Grandville

    11. November 2013 um 20:13

    Paul und Lorna wollen weg aus England, aus der Routine. Sie verlieben sich in ein leerstehendes Restaurant in einem verträumten Ort in den Pyrenäen. Nach der ersten Freude über die baldige Wiedereröffnung des einzigen Restaurants im Tal, folgt bald Empörung: ausgerechnet Engländer! Die können doch gar nicht kochen! Zu Hilfe kommt die französische Bürokratie und das Abenteuer kann beginnen. Ein kurzweiliger, nicht anstrengender Schmöker über die Fallstricke in der Fremde seinen Lebenstraum zu erfüllen. Mir hat das Dorfleben in Fogas gefallen, genau das richtige um an einem ungemütlichen Herbst/Winterabend mal abzuschalten. Ich würde aber auch sagen, dass es sich als Sommerlektüre für einen (Frankreich) Urlaub geeignet ist. Für einen Erstling finde ich, ist "Monsieur Papon" gelungen und lese zur Zeit das zweite Buch über die Dorfgemeinschaft von Fogas. Schrullige Charaktere, die typische Frankreich-England-Fede, ein wenig Humor und ein bisschen Dramatik. Eine gelungende Mischung zum schmökern. Einziger Wehrmutstropfen ist vermutlich, die deutsche Übersetzung. Der Wortwitz, der sich auf die Französisch-Englischen-Begriffe bezieht, wird aufgrund der Übersetzung einiges an Schwung genommen, weil sich der Witz nun nicht mehr gänzlich erschließt. Mir hat es als Schmöker für Zwischendurch gefallen und ich kehre gerne wieder nach Fogas zurück um mit den Dorfbewohnern das nächste Abenteuer zu bestehen.

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  • Ein Dorf steht Kopf

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    schokoloko29

    schokoloko29

    Inhalt des Buches: In einem Dorf in den Pyrenäen haben Engländer eine Gaststätte mit Pension gekauft. Der Bürgermeister Monsieur Papon, ist entsetzt. Denn eigentlich sollte sein Schwager die Gaststätte aufkaufen. Um dies ungeschehen zu machen, versucht Monsieur Papon durch Intrigen und Machtspielchen die Engländer wieder rauszuekeln... Eigene Meinung: Dieses Buch ist der Hammer. Die beschriebenen Charaktere in diesem Buch sind total nett und humorvoll beschrieben und wachsen einem richtig ans Herz. Ich war richtig enttäuscht als das Buch fertig war!!!

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  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    rumble-bee

    rumble-bee

    Es gibt zwei Arten von Erstlingswerken. Erstens, Bücher, bei denen man staunt, dass der Autor nicht schon längst viel bekannter ist - sie wirken "wie aus einem Guss", sind nahezu perfekt in der Ausführung, überraschen durch ihre Originalität und Eleganz. Zweitens jedoch gibt es auch die Erstlinge, denen man ihr "Neusein" anmerkt - alles ist zwar durchaus nett, aber nicht ganz "rund"; man sieht sozusagen noch die "Nähte", an denen die Ideen zusammengefügt wurden. "Monsieur Papon" von Julia Stagg gehört für mich eindeutig in die zweite Kategorie. Vorab aber zu den guten Seiten! Die Grundidee hat mir gut gefallen, ebenso wie der liebenswerte Witz, der das ganze Buch durchzieht. Zwei Engländer, die - ausgerechnet - in Frankreich ein Restaurant eröffnen wollen, und nun mit viel Gegenwind zu kämpfen haben. Ich habe oft schallend gelacht! Die Autorin hat ein unbestreitbares Händchen für Situationskomik und slapstickartige Konstellationen. Da geht es z. B. um verbrannte Hintern, Chili in Schokoladenkuchen, einen elektrischen Weidezaun, der einem beleibten Mitmenschen zum Verhängnis wird, einen entflohenen Stier, und noch etliches mehr. Mir hat auch gefallen, wie die einzelnen Kapitel aufgebaut sind - Person X tat gerade dies, während Person Y heimlich hier zugange war, und Person Z die Situation vollends komplizierte, weil sie dies und jenes tat. Wirklich stellenweise sehr köstlich! Aber meine Bedenken möchte ich ebenso wenig verschweigen - oder sagen wir besser, die Dinge, die mir - eher negativ - aufgefallen sind. Da wären zum einen die wirklich erdrückenden (!) Parallelen zu "Chocolat". Es fällt mir sehr schwer zu beurteilen, inwiefern die Autorin sich hier nur inspiriert hat - oder ob sie anspielen oder gar parodieren wollte. Es tauchen einfach unglaublich viele Motive und Anlässe auf, wie sie aus "Chocolat" bekannt sind. Beide Autorinnen sind Engländerinnen, die ihre Geschichte in einem schrulligen Dorf in Frankreich ansiedeln. Es gibt die missliebige Restauration, die eröffnet werden soll. Es gibt die alleinerziehende Mutter mit ihrer Tochter, die plötzlich ins Dorf kommt. Es gibt den intriganten Bürgermeister, der beinahe nichts unversucht lässt. Es gibt dessen geheimnisvolle Ehefrau, von der keiner etwas Genaues weiß, und die im Nachhinein für den Ausgang der Geschichte wichtig wird. Es gibt ein Naturereignis, das mitten in der Handlung auftaucht (Sandsturm hier, Schneesturm dort). Es gibt leicht mystische Elemente. Es gibt Dorfbewohner, die ihre Schrullen haben, aber durch die Ereignisse wieder zueinander finden. Und es gibt den einen, der von Anfang an zu den Außenseitern hält. Aus dieser Liste mag jeder Leser nun seine persönlichen Schlüsse ziehen. Zweitens glaube ich, dass die Geschichte in der Originalversion wesentlich besser "wirkt" und funktioniert. Die Krux des Buches ist ja, dass viele Situationen und Witze auf dem Zusammenprall zweier Sprachen beruhen - Englisch und Französisch. Und das Buch wurde ursprünglich auf Englisch geschrieben...! Bei einer Übertragung ins Deutsche musste nun zwangsläufig mancher Witz "unelegant" wirken, oder erst umständlich "klar gemacht" werden. Möglicherweise werde ich mich nach der englischen Version umschauen, um diese Frage zu ergründen. Drittens finde ich, dass das Können der Autorin im Wesentlichen auf kurze (!) Strecken funktioniert - Situationskomik ja, einzelne Witze ja, aber ein ganzer, überzeugender Plot ... jein. Das wird nun entscheidend daran liegen, wie man das Buch auffasst - ob als halbwegs realistische Erzählung, oder als Märchen. Beides wäre möglich. Ich persönlich meine, dass das Buch im ersten Drittel noch ausgewogen "geplottet" ist, und gegen Ende hin häufen sich immer mehr die eigentlich unwahrscheinlichen Ereignisse, um in einem etwas süßlichen Finale zu münden. Abschließend möchte ich meine "Kritik" ein wenig relativieren. Natürlich kann man das Buch gut lesen! Natürlich kann man sich prächtig amüsieren! Nicht jeder ist schließlich ein so kritischer Geist wie ich. Dennoch denke ich, dass sich die Autorin in weiteren Bänden (so es denn welche gibt) steigern kann und sollte. Bisher vergebe ich vier sehr wohlwollende Sterne - für den reinen Unterhaltungswert, und für die Grundidee.

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  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    Was für ein wunderschöner Schmöker mit französischem Flair. 5 Sterne! ----- In "Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf" kauft ein englisches Pärchen (Lorna und Paul) das Restaurant "Auberge des Deux Vallées" im beschaulichen Örtchen Fogas. Sehr zum Ärger des Bügermeisters von Fogas, denn der hat das Restaurant schon seinem Schwager versprochen und überhaupt passt es ihm nicht in den Kragen, dass sich ausgerechnet zwei Engländer in Fogas niederlassen wollen, wo doch bekannt ist, dass Engländer nicht kochen können! Monsieur Papon schmiedet also einen Plan und stiftet die Bewohner von Fogas an, ihn bei der Durchführung seines Plans zu helfen, die beiden Engländer aus Fogas zu vertreiben. Doch nicht alle Dorfbewohner stehen auf seiner Seite.... ----- Kurzweilig geschrieben, mit Witz, einer Prise Spannung und mit tollen Charakteren konnte mich das Buch überzeugen. Julia Stagg (selbst gebürtige Britin) gelingt es, das französische Flair und die französischen Eigenarten sehr gut zum Ausdruck zu bringen.

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    • 3
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    30. May 2012 um 18:47
  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    IraWira

    IraWira

    "Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf" ist ein sehr unterhaltsamer Roman über ein kleines französisches Dorf in den Pyrenäen, dessen einziges Restaurant zum Entsetzen der Einwohner ausgerechnet von Engländern übernommen werden soll. Und das, wo doch jeder weiß, dass Engländer nicht kochen können! Da dieses Projekt außerdem noch den Plänen des Bürgermeisters M. Papon zuwiderläuft, dessen Schwager eigentlich das Restaurant übernehmen wollte, begibt sich Papon auf den Kriegspfad. In dem von ihm gesponnenen Netz aus Intrigen und Gegenintrigen, verfangen sich allerdings nicht nur seine Widersacher, auch für ihn selber ist es nicht immer einfach, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Vor dem Hintergrund dieser amüsanten und liebenswerten Erzählung, lernt der Leser auch das Dorf mit seinen streckenweise recht eigenwilligen Bewohnern und den sie umgebenden Geschichten kennen und lieben. Schließlich kommt es zu unvorhergesehenen Entwicklungen, die die Dorfbewohner aus der Reserve locken und sie dazu bringen, Partei zu ergreifen und aus ihren festen Bahnen einmal auszubrechen. Das Buch ist eine nette leichte Lektüre, dessen Beschreibungen zwar leider manchmal einiges an Tiefe vermissen lassen, das sich aber dennoch sehr schön und flüssig liest und den Leser gut zu unterhalten we

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    • 2
    aba

    aba

    30. May 2012 um 16:15
  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    lord-byron

    lord-byron

    11. May 2012 um 15:44

    Das englische Ehepaar, Paul und Lorna Webster, sind überglücklich. Sie hatten mit ein wenig Glück die Auberge des Deux Valees in Fogas, einem kleinen Dorf in den Pyrenäen erworben. Was sie allerdings nicht wissen ist, dass der Besitzer dem Bürgermeister des Dorfes versprochen hatte, die Auberge seinem Schwager zu verkaufen. Darum stehen die Sterne nicht gut, für das englische Paar. Der Bürgermeister ist schrecklich wütend und intrigiert von Anfang an gegen die "Ausländer". Leider kann er nur einen Teil der Dorfbewohner auf seine Seite ziehen, denn die Anderen haben noch ein Hühnchen mit dem Bürgermeister zu rupfen. So intrigiert bald jeder gegen jeden, sehr zur Freude des Lesers. Julia Stagg hat mit Monsieur Papon einen wundervollen Roman über das französische Dorfleben geschrieben, der mich köstlich amüsiert hat. Die verschiedenen Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben alle ihre Schwächen, was sie sehr menschlich wirken lässt. Die Beschreibung des Ortes fand ich einfach zauberhaft. Schön fand ich auch, dass der größte Teil der Bevölkerung ziemlich schnell merkt, dass die "Fremden" doch eigentlich gar nicht so übel sind. Was ich ein bisschen schade fand war, dass manche Handlungen nur ein wenig angerissen wurden um dann im Sand zu verlaufen. Zum Beispiel die Sache mit Veronique und ihrem Vater. Davon hätte ich gerne mehr gelesen. Am witzigsten fand ich den Versuch der Engländer einen Brief mit Hilfe des Onlineübersetztungsprogramm zu lesen. Da habe ich wirklich Tränen gelacht. Ich finde, das Buch Monsieur Papon ist ein zauberhaftes Buch für alle, die einfach mal ein wenig ausspannen möchten.

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  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Leseratte87

    Leseratte87

    Monsieur Papon ist außer sich: Die Auberge ist verkauft! Uns zwar nicht, wie geplant, an seinen Schwager, sondern an zwei Fremde, außgerechnet handelt es sich bei den beiden auch noch um Engländer. Jeder weiß doch, das diese nicht kochen können! Nun, diese Schmach lässt der Bürgermeister des kleinen Ortes Fogas nicht auf sich sitzen, die Auberge muss an seinen Schwager gehen, koste es, was es wolle. Und schon hat er einen Plan, wie er an sein Ziel kommt: Er lässt die Auberge aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen schließen. Das muss ja nun das Ende für das Ehepaar Webster bedeuten. Doch noch ahnt er nicht, dass die beiden neuen Besitzer des kleinen Hotels Verbündete unter den Bewohnern haben, die sich für das Ehepaar einsetzen. "Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf" ist durch und durch ein sympathischer Roman über den Zusammenhalt der Bewohner kleiner Gemeinden, (Gast-)Freundschaft und guter Küche. Das Buch ist einfach zu lesen und zieht den Leser in seinen Bann, denn nach und nach werden immer mehr Details aus dem Leben der Bewohner Fogas' bekannt, denn natürlich kennt jeder jeden und trotzdem gelingt es manchmal, das Eine oder Andere voreinander zu verbergen.

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    • 3
  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Penelope1

    Penelope1

    Ein junge Ehepaar aus England hat sich in die Auberge des Deux Vallées" in Fogas, einem kleinen Ort in den französischen Pyrenäen verliebt. Sie verkaufen ihr Haus in England und kaufen vom Erlös die kleine Herberge mit Restaurant. Doch dies passt Bürgermeister Monsieur Papon überhaupt nicht. Schließlich war sein Plan, dass dieses kleine Hotel in den Besitz seines Schwagers übergehen soll. Und überhaupt: das kann ja nur eine Katastrophe für Gaumen und Menschen geben, wenn Engländer ein französisches Restaurant betreiben - und da Monsieur Papon das Wohl seiner Bürger sehr am Herzen liegt, sucht er Mittel und Wege, um die neuen Besitzer loszuwerden. Dazu benötigt er jedoch Unterstützung, die er bei den Einwohnern von Fagos sucht. Doch dass längst nicht alle Bürger seine Meinung teilen, die Engländer inzwischen ganz nett finden und diese sogar Arbeitsplätze für Einheimische schaffen, erschwert sein Bemühen sehr. Bald bilden sich zwei gegnerische Fronten im Dorf und jeder muss für sich entscheiden, auf welche Seite er sich stellt. Nicht immer leicht und so wundert es kaum, das im Dorf bald jeder jedem misstraut und das Chaos ausbricht. * Ein unterhaltsamer Roman, der den Leser in ein kleines Dorf in den Bergen Frankreichs entführt. Und zwar in ein typisches Dorf, in dem jeder jeden kennt und Geheimnisse schneller die Runde machen als einem lieb ist. Und so erhält auch der Leser bald sehr genaue Einblicke in die Bewohner des kleinen Ortes, lernt sie kennen und schließt den einen oder anderen davon bald ins Herz. Zum Beispiel die alleinerziehende Stephanie, die dringend einen Job benötigt und nur zu gerne als Wirtin in der Auberge anfangen möchte. Oder die Bäuerin Annie, die dank ihres Gebisses nur schwer zu verstehen ist: Lassdirdassgeschagtschein". Nicht zu vergessen natürlich die beiden mutigen, sympathischen Engländer, deren Französischkenntnisse eher dürftig sind und deren Herz an dieser Auberge hängt. Sie stehen vor existenziellen Frage, ob es noch Hoffnung auf eine baldige Eröffnung gibt oder ob sie aufgeben und verkaufen müssen. Die Autorin schafft eine amüsante Atmosphäre, indem sie immer wieder für skurrile Situationen sorgt, in die sich der eine oder andere Dorfbewohner begibt und die Geschichte insgesamt eher tragisch-komisch erzählt. Dabei wird dem Leser jedoch gleichzeitig immer wieder bewusst vor Augen geführt, welche ernsthaften Konsequenzen die Betroffenen zu erwarten haben und dass bei aller Komik die Lage "ernst" ist. Einzelne Rückblicke in die Vergangenheit sorgen ebenfalls für einen tiefergehenden Einblick in den Hintergrund von persönlichen Beziehungen. Auch was es bedeutet, in einem kleinen Dorf zu leben, in dem jeder jeden beobachtet und jeder am Leben des anderen teilnimmt - auf welche Art auch immer, wird eindrucksvoll beschrieben. Ingesamt hat mich dieser Roman gut unterhalten und ich empfehle ihn für kurzweilige und amüsante Lesestunden: einfach abschalten und in die Welt des kleinen französischen Ortes Fogas abtauchen, das im Moment jedoch eher chaotisch als idyllisch ist...

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    • 2
  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    Die Engländer können nicht kochen, sagt man, die Franzosen sind Meisterköche, sagt man. Als ein englisches Ehepaar in einem französischen Dorf ein Restaurant eröffnen will, ist daher der Aufruhr groß. Der intrigante Bürgermeister Papon findet einen Weg, die Eröffnung zu verhindern, denn schließlich wollte er das Haus seinem Schwager zuschanzen, aber er hat weder mit der britischen Beharrlichkeit, noch mit dem Chaos, das nun im Dorf ausbricht, gerechnet. Herrlich, diese leicht schrulligen Charaktere, die das Dorf bevölkern! Sie alle habe ich ins Herz geschlossen, so sympathisch und warmherzig bevölkern sie diese charmante Geschichte. Dieses humorvolle Buch bietet eine federleichte Lektüre, die das Herz erwärmt und perfekt zum sonnigen Frühlingswetter passt.

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    • 2
  • Rezension zu "Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

    Monsieur Papon oder ein Dorf steht kopf
    detlef_knut

    detlef_knut

    Angefüttert durch Alex Capus’ „Leon und Louise“ und dem darin enthaltenen Flair bin ich auf das hier besprochene Buch von Julia Stagg aufmerksam geworden. Zugegeben, das Auto auf dem Umschlagbild war auch nicht ganz unschuldig, wie das ganze Umschlagbild an einige schöne Tage im Périgore erinnerte. Nun ist das Flair in diesem Buch nicht mit der Besinnlichkeit bei Capus zu vergleichen, aber Flair, französischen Charme und ausgelassene Fröhlichkeit bringt es trotz aller Katastrophen ins Spiel. Die Schriftstellerin hat den französischen Nerv sehr gut getroffen, und das obwohl, oder gerade weil?, sie eine Britin ist. Das wird daran liegen, dass sie ähnliche Erlebnisse wie die des englischen Ehepaares Lorna und Paul Webster in dem Buch hatte erfahren müssen. Genau wie diese hat Stagg mit ihrem Mann eine Pension auf dem französischen Lande eröffnet und betrieben. Für die Websters geht es in dem Pyrinäendörfchen Fogas nicht gerade lustig zu. Als sie sich im Sommer die „Auberge de Deux Vallées“ anschauten und sich in sie verliebten, wohnten dort noch die Inhaber mit ihrer Familie, das Restaurant war in Betrieb, die Betten bezogen, in der Küche hatte es nach Gewürzen geduftet. Doch nun, als sie im Winter endlich die Möbelwagen ausladen, ist die Herberge nichts weiter als eine dreckige und heruntergekommene Herberge, deren Möbel und Fußböden von Mauseköttel übersät sind. Doch dies ist nicht das einzige Ungemach, welches sie erwartet. Viel schlimmer soll der Ärger werden, den Serge Papon, Bürgermeister des Örtchens, ihnen bereitet. Denn dass das Restaurant in einem französischen Dorf von Engländern, die noch nie etwas vom Kochen verstanden hätten, seinem Schwager vor der Nase weggeschnappt wurde, ist ein unverzeihlicher Affront. Mit leicht süffisantem Humor hat Julia Stagg diesen Roman verfasst. Hin und wieder musste ich in lauteres Lachen ausbrechen. Der Streit zwischen den „geschmacklosen“ Engländern und den „Froschschenkelfressern“ bildet die Grundlage dafür und für ein heilloses Chaos in den Bergen Frankreichs. Zahlreiche Begebenheiten, wie die von Jaques, der dem Bürgermeister eine Flamme an dessen Hinterteil hält, worauf der in Flammen aufgeht, der Raum nach geschmortem Fleisch riecht und Jaques sich vor Lachen nicht mehr einkriegt, geben Anlass, so manche Traurigkeit schnell zu vergessen. Denn immer wieder neue Intrigen des Bürgermeisters lassen die Websters nicht zur Ruhe kommen. Manche Szenen haben etwas von Situationskomik an sich und man liest sie gern ein zweites Mal. Einfühlsam und gut gelungen ist die Einführung eines Geistes in die reale Welt dieser Dorfgemeinschaft. Aber dieser Geist macht keinesfalls eine Fantasy-Geschichte aus dem Roman. Es ist der verstorbene Ehemann einer Dorfbewohnerin, die mit ihm gerne noch Zwiesprache hält. Die sprachliche Umsetzung des Humors wird zweifellos auch das Verdienst der Übersetzerin Angelika Naujokat sein. Sie hat hervorragend die sprachlichen Schwierigkeiten (die Websters sprechen anfangs mit deutlichem, später mit weniger ausgeprägtem Akzent) für den deutschen Leser gemeistert. Und auch Annie mit ihrem losen Gebischkommtbeschonderschgutrüber. Das Buch ist äußerst unterhaltend, bannt den Leser in einem ständigen Auf und Ab von Gefühlen und ist deshalb sehr zu empfehlen.

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    aba

    aba

    08. May 2012 um 13:12
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