Julia Tieke

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Rezension zu "Mein Akku ist gleich leer: Ein Chat von der Flucht" von Julia Tieke

12 Min Lesezeit, der Rest vom Buch Werbung
Gwhynwhyfarvor 4 Jahren

Stinksauer, fühle mich veräppelt! Das Buch beginnt mit dem ersten Kapitel bei 2 %. Zwischen den Text sind alle paar Seiten kleine Fotos gesetzt, die auf ein s/w Reader nicht zu erkennen sind. Das Buch ist in Kapitel eingeteilt. Nach genau 50 % kommt der Epilog mit 2 Sätzen. Ende. Der Rest des eBooks ist Werbung! Für 30 Seiten Werbung auch noch Geld bezahlt? Rechnet man die halben Seiten nach Kapitelende runter und die Fotos, kommt man vielleicht auf 20 Seiten Text. Nach nicht mal 15 Minuten hatte ich das Buch durchgelesen. Ein Wort an den Verlag: Normalerweise sehe ich mir die Werbung für weitere Bücher an, sind in der Regel zwei bis sechs Bücher. Garantiert sehe ich mir keine 30 Seiten an! Und weil ich mich in der Seitenzahl betrogen gefühlt habe, erst recht nicht!

Nun zum Inhalt. Hier hatte ich etwas Neues erwartet. Leider ist die Kommunikation nicht ergiebig. Faiz lebt im Wald in Mazedonien, die Mücken plagen ihn, er hat Angst vor der Polizei, Angst abgeschoben zu werden. Er will weder Mitleid noch Hilfe, marschiert weiter. Ein paarmal wird er erwischt, kommt in den Knast für ein paar Tage, versucht es wieder, wird nach Mazedonien abgeschoben. Im Epilog erfährt man: Er lebt heute in Deutschland.

Die Idee, die Kommunikation mit einem Flüchtling niederzuschreiben, fand ich großartig. Die Hilflosigkeit auf der einen Seite, mitzuerleben, was der andere durchmacht, während man selbst feiert und der andere wahrscheinlich hungert. Faiz jammert nicht groß, will keine Hilfe, kommuniziert nur kurz, im Wald gibt es keinen Akku. Es gibt die eine oder andere Passage, die interessant ist in diesem Buch. Es gibt aber massig ähnliche Aufzeichnungen von Kommunikation überall im Netz, die wirklich an Nieren gehen.
Jedes Interview mit Flüchtlingen in Zeitungen bringt mehr Information darüber, was Flüchtlinge durchmachen müssen, welche Strapazen sie durchleben, wie sie unterwegs behandelt werden. Hier las ich nichts, was man nicht schon bekannt ist, emotional konnte mich diese Kommunikation auch nicht berühren. Es gibt gute Berichte und Texte. Der ist es für mich nicht.

Nein Freunde, das Buch geht zurück! Nicht für den Text, sondern für Seitenzahl, fühle mich als Leser betrogen!

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Rezension zu "Mein Akku ist gleich leer: Ein Chat von der Flucht" von Julia Tieke

Odyssee durch Südosteuropa
FrankRudkoffskyvor 4 Jahren

Das Chatprotokoll zwischen der deutschen Studentin Julia Tieke und dem syrischen Flüchtling Faiz dokumentiert eine monatelange Odyssee durch Südosteuropa, die vom Mut der Verzweiflung geprägt ist. Weil Faiz aufgrund seines zivilgesellschaftlichen Engagements die Enthauptung durch den IS droht, versucht er sich gemeinsam mit anderen Syrern nach Deutschland durchzuschlagen. Ihre Flucht führt sie in die Türkei und von dort nach Griechenland, droht jedoch in Mazedonien und Serbien immer wieder aufs Neue zu scheitern. Gleich mehrfach werden sie verhaftet, geschlagen und zurückverfrachtet; vierzig Kilometer lange Fußmärsche mit ungewissem Ausgang sind keine Seltenheit, klamme Nächte in Wäldern voller Moskitos die Regel. In seinen Chats mit Julia schreibt Faiz, dessen Sarkasmus zunehmend offener Verzweiflung weicht, lakonisch über die Demütigungen, die ihm und seinen Mitstreitern beinahe täglich widerfahren, und dokumentiert ihren entbehrungsreichen Alltag mit Fotos von seiner Handykamera. Immer öfter muss Julia ihm Mut zusprechen; umso beklemmender wirkt die Funkstille, wenn Faiz wieder einmal aufgegriffen und tagelang in Gefängnissen mit unmenschlichen Zuständen festgehalten wird. 


Man sollte "Mein Akku ist gleich leer" nicht als Text mit literarischem Anspruch verstehen, sondern vielmehr als ein Dokument der Hilflosigkeit von Menschen, die sich von der Internationalen Gemeinschaft zurecht im Stich gelassen fühlen. Darüber hinaus ist diese Veröffentlichung ein gutes Beispiel für die Aktualität und die Textsorten, die mit digitaler Literatur möglich sind. Vor allem kann sie Menschen, die ansonsten vielleicht ungehört blieben, eine Stimme geben – so zum Beispiel auch dem syrischen Flüchtling Aboud Saeed, dessen Texte ebenfalls bei Mikrotext erschienen sind.

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Rezension zu "Mein Akku ist gleich leer: Ein Chat von der Flucht" von Julia Tieke

Wichtiges und spannendes Thema in der heutigen Zeit!
Der-Lesefuchsvor 4 Jahren

Zum Inhalt:
Faiz ist ein Flüchtling aus Syrien, wo ihm die Todesstrafe droht. Um dem Tod zu entfliehen flüchtet er und macht sich auf nach Deutschland, wo er sich Hilfe verspricht. Dabei hat er einige Länder, die er passieren muss - und die es ihm nicht wirklich leicht machen. Kontakt hält er unterwegs (wenn der Akku nicht gerade leer wird) über sein Smartphone mit Julia Tieke aus Deutschland, die ihm Mut zuspricht und versucht zu helfen.

Meine Meinung:
In der heutigen Zeit, in der man in der Presse so viel über Flüchtlinge und Tote auf der Flucht hören muss, zeigt dieses Buch eindrucksvoll, was Menschen alles unternehmen, um ihr Leben und oftmals auch das Leben ihrer Liebsten zu retten.

Ich war erschrocken. Ich dachte immer, dass wir in Europa zivilisiert leben. Leider war ich anscheinend so blauäugig zu glauben, dass unsere Werte und rechtlichen Bestimmungen auch auf andere europäische Länder zutreffen - aber dem ist nicht so. Faiz wurde inhaftiert und teilweise auch gefoltert. Das hat für mich nichts mit Europa zu tun.

Was mir den Einstieg in das Buch etwas gestört hat, ist dass ich nichts über die Personen wusste. Am Schluss des Buches wurden zwar einige Fragen geklärt, jedoch habe ich trotz allem noch nicht alle Zusammenhänge verstanden.

Was für mich im Nachhinein das Buch so schockierend gemacht hat, ist der Gedanke, dass dies alles wirklich passiert ist. Faiz und Julia gibt es wirklich und Faiz hat diese Flucht wirklich so erlebt.

Mein Fazit:
Ein schockierendes Buch über eine Flucht durch Europa, in der alle Länder "zivilisiert" sind.

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Cover des Buches Mein Akku ist gleich leer: Ein Chat von der Flucht (ISBN:undefined)
Liebe Leserinnen und Leser,

weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht: Das ist ein drängendes Thema. Daher laden wir euch heute zur allerersten Leserunde unseres Verlags ein: Lest mit uns den sehr intensiven Facebook-Chat "Mein Akku ist gleich leer" zwischen einem syrischen Flüchtling, während er durch die Wälder flieht, und einer Deutschen. Ein echter Text, keine Fiktion! Das E-Book kann man in einer halben Stunde durchlesen - daher machen wir eine knackige Bewerbung für die Leserunde:

Bewerben könnt ihr euch heute und morgen, also bis Mittwoch, 29. April. Bitte schreibt uns auch, ob ihr ein ePub, eine mobi-Datei oder ein PDF lesen möchtet. Die Aufgabe fürs Mitmachen: Schreibt einen Satz, in dem die Wörter WALD und HANDY vorkommen.

Die Sätzeschreiber mit den Sätzen, die uns am besten gefallen, informieren wir am Donnerstag, 30. April und schicken euch die E-Books!

Die Leserunde läuft dann eine Woche.

Hier noch eine kurze Inhaltsangabe:
In seiner Heimat Syrien droht ihm die Enthauptung durch den IS. Also flieht Faiz durch die Wälder. Sein Handy hat er, wie alle Flüchtlinge, immer dabei, und er chattet, scheinbar cool und doch verzweifelt, mit der Deutschen Julia Tieke, die er in der Türkei kennengelernt hat.
Auf unserer Verlagsseite findet ihr eine kleine Leseprobe und Infos zu den Autoren.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und auf unsere allererste Leserunde auf Lovelybooks!

Viele Grüße,
Nikola Richter
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