Julia Trompeter Die Mittlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Mittlerin“ von Julia Trompeter

Was macht man, wenn man von einer Literaturagentin den Auftrag bekommt, einen Roman zu schreiben - jedoch gar nichts erzählen will? Die junge Frau, die sich voller Bedenken an die Aufgabe der Mittlerin herantastet, gerät dabei ins Schwitzen. Sie stürzt sich in Gedanken, Gefühle und immer absurder werdende Ereignisse. Drei Geistesgrößen beeinflussen sie: der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, der antike Philosoph Aristoteles sowie besagte Mittlerin. Doch bevor die Protagonistin die Konfrontation mit dem Eigenen zulassen kann, muss sie sich der Außenwelt stellen. Auf dem Weg zu sich selbst begegnen ihr der fischgraue Oskar, der fabelhafte Bear, sowie Köfte-Belmondo, der attraktive Mann der Mittlerin. Dabei wird sie in reger Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition immer bewusster zur Erzählerin ihrer eigenen Geschichte. Julia Trompeter wirft in ihrem Debüt einen Blick auf den Literaturbetrieb und die Berliner Szene, nimmt es mutig mit literarischen Vorbildern auf und erzählt dabei eine unterhaltsame Selbstfindungsgeschichte ganz eigener Art. "Julia Trompeter blickt mutig genau dahin, wo die eigene Schreiblust angesichts der großen Meister gemeinhin versagt. Kunstfertig, mit charmantem Trotz und Witz findet sie in der Auseinandersetzung mit Vorbildern zu einem eigenen Ton." Jurybegründung zum Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2012

Wirklich wunderschöne Sprache, aber für mich leider inhaltlich nicht fesselnd genug.

— SchattenImLicht
SchattenImLicht
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    Die Mittlerin
    thiefladyXmysteriousKatha

    thiefladyXmysteriousKatha

    20. May 2015 um 16:11

    Klappentext Was macht man, wenn man von einer Literaturagentin den Auftrag bekommt, einen Roman zu schreiben aber leider nichts vom Erzählen versteht? Die junge Frau, die sich der ehrenvollen Aufgabe der Mittlerin stellen soll, gerät dabei ordentlich ins Schwitzen. Sie stürzt sich in Gedanken, Gefühle und immer absurder werdende Ereignisse. Drei Geistesgrößen beeinflussen sie: der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, der antike Philosoph Aristoteles sowie besagte Mittlerin. Doch bevor die Protagonistin die Konfrontation mit dem Eigenen zulassen kann, muss sie sich der Außenwelt stellen. Auf dem Weg zu sich selbst begegnen ihr der fischgraue Oskar, der fabelhafte Bear, sowie Köfte-Belmondo, der attraktive Mann der Mittlerin. Dabei wird sie in reger Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition immer bewusster zur Erzählerin ihrer eigenen Geschichte. Meinung Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es geht um eine namenlose Protagonistin, welche gerade dabei ist ihr erstes Stück Prosa zu verfassen obwohl sie eigentlich lieber Lyrik schreibt und bei diesem Prozess von der Mittlerin, einer Literaturagentin (mehr oder weniger) unterstützt wird. Die Mittlerin ist scheinbar allgegenwärtig, ständig präsent und spukt regelrecht im Kopf der Protagonistin. Man fragt sich als Leser an manchen Stellen: gab es diesen Dialog nun in der Realität des Buches oder nur in der Fantasie der Protagonistin? Genau dies zieht sich durch den gesamten "Roman", was ich bewusst in Anführungszeichen setzte, da man sehr stark diskutieren kann ob dieses Buch wirklich ein Roman ist. Man stößt während des Lesens auf zahlreiche philosophische aber auch literaturwissenschaftliche Bezüge . Die Protagonistin setzt sich unter anderem sehr stark mit Aristoteles Poetik und Thomas Bernhard auseinander. Wer Thomas Bernhard nicht kennt wird teilweise Schwierigkeiten haben dem Buch richtig zu folgen. Es gibt keine Kapitel, nur Absätze und sehr oft schweift die Protagonistin mit ihren Gedankengängen ab, was sie allerdings darf, wie sie betont, denn sie schreibe ja Prosa und nichts wissenschaftliches. Ihr Leben scheint bis auf die Treffen mit der Mittlerin und den ein oder anderen Abend in der Kneipe sehr eintönig zu sein. Man erfährt auf der einen Seite viel von ihr durch ihre Gedankengänge, aber auf der anderen Seite blieb sie für mich bis zum Ende eine Fremde. Ich habe mich das ganze Buch hindurch gefragt ob es die Mittlerin wirklich gibt. Da muss wohl jeder Leser eine eigene Antwort zu finden. Der Schreibstil von Julia Trompeter ist sehr poetisch; sie schreibt tolle Sätze und kann sehr gut Gedankengänge ausbauen. Allerdings schweift die Erzählerin so oft ab, dass ich oft Probleme hatte den Gedanken zu folgen. Wenn man sich mit dem Prozess des Schreibens auseinandersetzten möchte, dann ist dieses Buch sicherlich empfehlenswert. Auch wer sich für gut geschriebene Gegenwartsliteratur interessiert wird hierbei Freuden haben. Fazit:Ich persönlich fand das Buch sehr gut, nur etwas zu Thomas Bernhard lastig.

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