Julia Willmann

 3.8 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von was es ist.

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Julia Willmannwas es ist
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was es ist
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 (12)
Erschienen am 07.02.2017

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Rezension zu "was es ist" von Julia Willmann

Eine stille und doch bahnbrechende Veränderung
Lainybellevor einem Jahr

Hinweis vorab:

Um sich ein Bild vom Buch zu machen, lohnt sich ein Blick in den Buchtrailer: https://vimeo.com/196354314

Was mich neugierig gemacht hat:


Zum einen war es der erste Eindruck von dem prägnanten Titel und dem so schlichten und sich gerade dadurch so ausdrucksstark entfaltenden Cover, zum anderen vor allem das Grundthema, das mich angezogen hat. Eine innere Entwicklung, die Suche nach sich selbst und dem Leben, das man führen will, das Verhältnis zu den älter werdenden Eltern und die Bewältigung von einer schweren Lebensphase - all das hat mich sehr neugierig auf die Umsetzung von "Was es ist" gemacht.

Wie es mir gefallen hat:


Literatur ist Kunst - das hat mir "Was es ist" noch einmal neu bewusst gemacht.
Es gibt so viele Spielarten, Geschichten zu erzählen. Dieses Buch hat eine ganz besondere.

Als Leser begleitet man Viola durch viele Szenen ihres Lebens - oft nur kurze Begebenheiten, die sich aneinanderreihen und insgesamt ein Puzzlebild ergeben, das der Leser zusammensetzen kann, um in Violas Situation und Stück für Stück auch ihre Vergangenheit hineinzufinden.
Durch die Kürze der Abschnitte und den Schreibstil, der ohne Ausschmückungen und in knappen Beschreibungen funktioniert, wird die kühle, oft bedrückende Atmosphäre der Geschichte noch verstärkt. Violas Seelenzustand wird praktisch in der Art des Erzählens widergespiegelt.

"Was es ist" ist keine leichte Kost, sondern sehr anspruchsvoll zu lesen, da es gilt, auf Details zu achten und viel zu interpretieren und sich selbst zu erschließen. Selbst kleine nebensächlich scheinende Dinge kann man als Metaphern oder Stimmungsfänger auffassen, wenn man sie eingehender betrachtet.
Obwohl man das Verhalten der Figuren (besonders natürlich der Protagonistin) beobachten kann, erhält man keinen direkten Zugang zu ihrem Wesen, sondern muss selbst deuten und zu verstehen versuchen.
Die Autorin erzählt zwischen den Zeilen noch weit mehr als die 230 Seiten selbst fassen könnten. Ein Stück weit lässt sie den Leser damit allein, und das mag nicht jedermanns Sache sein. Ich persönlich fand das Leseerlebnis sehr faszinierend, auch wenn ich an einigen Stellen ein bisschen ratlos war oder gern noch Konkretes über Viola erfahren hätte. Über das eine oder andere werde ich sicher noch nachzudenken haben
Man muss sich bei diesem Buch damit abfinden, dass man nicht so viele Erklärungen bekommt, wie man sich das vielleicht manchmal wünschen würde - wenn man das erkannt hat, entspinnt sich die ganz eigene Wirkung des Textes.

Für ein Buch wie dieses eine Bewertung zu finden, die sich in Sternen oder einer Note ausdrückt, ist fast unmöglich. Es ist ein Meisterwerk, aber es setzt beim Leser vieles voraus - vor allem die Bereitschaft, sich auf die vielen Zwischentöne einzulassen. Daher wird es vielleicht nicht den Geschmack einer breiten Masse treffen, aber ich denke, genau das will und muss es auch gar nicht.
Ich vergebe gern die volle Punktzahl für dieses Buch, aber mit der kleinen Einschränkung, dass es den Zugang nicht für jeden leicht macht. Außerdem ist für mich ein kleiner Minuspunkt, dass das Thema Glaube sich nur hinter der Geschichte erahnen lässt. Wie Viola selbst oder z.B. auch ihre Eltern dazu stehen, wird nie explizit thematisiert. Ich hatte bei der "inneren Wende" durchaus damit gerechnet, dass Gott hier eine unmittelbare Rolle spielen würde, und aufgrund des Erscheinens in einem christlichen Verlag hätte ich selbst mir noch einen stärkeren Bezug in diese Richtung gewünscht.

(Für wen) Lohnt es sich?


"Was es ist" kann sich sehr lohnen und bereichernde Gedankenimpulse zu Themen wie Identität, Lebenskrisen, Familie, Selbsttäuschung und Davonlaufen, Sinnsuche, ... geben, wenn man vor der recht außergewöhnlichen Umsetzung und einer Tendenz zur Melancholie nicht zurückschreckt. Der Text fordert von einem, dass man sich auch über das, was schwarz auf weiß zu lesen ist, hinaus damit auseinandersetzt und in Eigenleistung Fäden weiterspinnt.

In einem Satz:


"Was es ist" ist kein leichtes Buch für nebenbei, sondern eine kunstvoll erzählte, tiefgehende, zeitweise bedrückende Geschichte, die einen drängt, sich intensiv mit ihr auseinanderzusetzen, um ihre Lebensweisheit für sich entdecken zu können. 

 
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag

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Traeumerin109s avatar

Rezension zu "was es ist" von Julia Willmann

Was es ist
Traeumerin109vor einem Jahr

In Violas Leben geht es vor allem um eines: Kontrolle. Sie führt ein ziemlich einsames Leben. Aber dann fällt ihre Mutter ins Koma und nun kann sie sich nicht länger aus allem raushalten.

Dies ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch. Ich finde es gelungen, kann aber auch bisher geäußerte Kritik nachvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig und fordert den Leser heraus, zwischen den Zeilen zu lesen. Teilweise sind die Sätze sehr kurz und abgehackt, was dem Ganzen eine gewisse Härte verleiht. Trotzdem ist das Buch auch sehr feinfühlig und tiefgründig. Aber es sind eher leise Töne, die mehr indirekt anklingen. An manchen Stellen sind diese knappen Sätze auch genau richtig und viel treffender als umständliche.

Es kann auch sein, dass ich Teile der Geschichte nicht verstanden habe, weil außerdem Gegenwart mit Vergangenheit gemischt wird, aber beides immer nur bruchstückhaft. Erst nach und nach ergibt sich überhaupt ein Bild. Aber es ist eine tragische und sehr traurige Geschichte, die zum Vorschein kommt. Deshalb ist die Atmosphäre im Buch auch ein wenig bedrückend. Nichtsdestotrotz muss ich noch einmal betonen, dass ich das Buch gut finde. Es thematisiert Einsamkeit und vieles andere, ohne die traurigen und negativen Seiten zu verschweigen oder schönzureden. Das ist etwas sehr Wertvolles. Viola als Protagonistin bleibt ein wenig verschwommen, sie ist nicht leicht zu durchschauen. Es wird eher distanziert geschildert, was passiert. Vielleicht ist das so, weil Teile der Geschichte fehlen. Viel wird angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt. Das ist natürlich auch ungewohnt, aber nicht schlecht. Gerade in den Andeutungen kann man so viel herauslesen. Auch der Titel ist sehr poetisch und schön.

Fazit: Ein sehr sanftes und ruhiges Buch, das man nicht einfach so zwischendurch lesen kann. Man sollte es auf keinen Fall zur Seite legen, nur weil der Einstieg ungewohnt ist. Es lohnt sich!


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pallass avatar

Rezension zu "was es ist" von Julia Willmann

Ein nachdenklich stimmendes Buch
pallasvor einem Jahr

Viola ist eine sehr ergeizige Frau, für die der berufliche Erfolg an erster Stelle im Leben steht. Um möglichst viel zu erreichen setzt sie ihre volle Energie ein. In Folge verhungert ihr Liebesleben auf dem Abstellgleis und die Beziehung zu den Eltern ist abgekühlt. Zwar war sie mit Yannick gute sieben Jahre zusammen und hat ihn wohl auch geliebt; dennoch beendete sie von sich aus die Beziehung und fand seither keinen geeigneten Mann mehr für ihr Leben. Als ihre Mutter einen Schlaganfall erleidet denkt Viola über die Zeit nach, als sie noch als Kind bei ihren Eltern lebte.

Die Lektüre dieses Romans gestaltete sich für mich recht schwierig. Zum einen empfand ich den Fluß den die Story durch den Roman nahm recht verwirrend, der Schreibstil sagte mir ebenfalls nicht besonders zu und so gelang es mir folglich nur sehr schwer mich in die Story hineinzudenken. Streckenweise ist mir bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht ganz klar, was die Autorin mit dem einen oder anderen Aspekt der Geschichte gemeint hat oder welche Intention dahinter verborgen wäre.
Das Buch erzeugte in mir eine recht traurige, oft schon melancholische Stimmung, die mir gehörige Pausen während der Lektüre auferlegten. Die schon als bedrückend zu bezeichnende Atmosphäre empfinde ich auch jetzt noch als recht schwierig - ein Gefühl, das von der keineswegs sympathischen und verschlossen erscheinenden Protagonistin noch verstärkt wird.
Die großen Themen, derer sich das Buch anzunehmen versucht sind "Vergebung und Neubeginn".
Der Roman endet obendrein Ergebnis offen und so wünschte ich mir zu erfahren wie denn nun die Story für Viola letztendlich ausgehen würde

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Neu im fontis Verlag ist auch dieser Roman. Ich danke dem Verlag für die Unterstützung der Leserunde.

Julia Willmann Was es ist




Zum Inhalt:


Violas Erfolg im Beruf fühlt sich an wie eine kugelsichere Weste. In ihrem gläsernen Büro entwickelt sie Marketingstrategien für Stofftiere und sieht ihrem Assistenten dabei zu, wie er für sie das Telefon abnimmt. Die Feierabende bieten ein anderes Bild. Da steht Viola am Fenster ihrer Loft-Wohnung und bügelt sich ins gedankliche Nichts. Weg von den Jahren zuhause. Weg von der Zeit mit Yannick, den sie geliebt hat, so mutig sie konnte. Als ihre Mutter erkrankt und ins Koma fällt, verliert Viola die Waffe, die sie geschützt hat: Kontrolle. Die Zugreisen zwischen Elternhaus und Wohnort, zwischen damals und heute, führen sie an unerwartete Orte. Sie kommt zurück in ein Leben, mit dem sie nicht mehr gerechnet hat.
„was es ist“ erzählt die Geschichte einer inneren Wende – in kraftvollen Bildern und einer Sprache, die kein Wort zu viel sagt.

„Julia Willmann erzählt von der Überwältigung der Gefühle, klar, knapp, und zwischen den Worten fängt sie das Unsagbare ein.“ Maria Schrader

„Julia Willmann ist eine großartige Erzählerin. Ihre Schilderung einer gefrorenen Seele, die auftaut, hat mich tief berührt und außerdem grandios unterhalten. Ein zutiefst wahres und wunderschönes Buch.“ Markus Spieke



Zur Leseprobe:

https://www.fontis-verlag.com/buch/julia-willmann-was-es-ist/




Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 5. April 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ?






Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.




Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!




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