Julia von Rein-Hrubesch Sehnsuchtsfluchten

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Inhaltsangabe zu „Sehnsuchtsfluchten“ von Julia von Rein-Hrubesch

Wandle durch eine Welt, in der Zweifel, Neid und Angst tiefe Wurzeln in den Boden schlagen,aber auch Liebe, Lust, Freude und Hoffnung erblühen. Blick hinein in Schluchten, in denen Gier und Missgunst lauern. Fliege über Seen, in denen sich die Sehnsucht spiegelt, Trauer, Leid und Tod am schwarzen Grund lauern. Nimm dich in Acht vor prächtigen Blüten, die dich mit Verbotenem locken und dich in Ekstase ertränken wollen. Fünfzehn Autoren nehmen dich in diesen Geschichten mit auf eine Suche nach Gedanken und Emotionen.

Einnehmend. Tiefgründig. Wunderschön. - Lesen!

— Janna_KeJasBlog

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    Sehnsuchtsfluchten

    Janna_KeJasBlog

    22. September 2017 um 21:24

    15 Autoren – 27 Geschichten, dies mag auf den ersten Blick für ca. 200 Seiten zu viel wirken. Dem möchte ich an dieser Stelle lautstark widersprechen! So kurz wie die Geschichten selbst, wird auch meine „Besprechung“ ausfallen. Ich bin keine Autorin und ich kann diesem Buch mit eigenen Worten nicht gerecht werden … Eher selten greife ich zu Kurzgeschichten, meist können sie mich nicht einnehmen, fühlen sich unvollständig an oder haben nicht die benötigte Tiefe. Bei dieser Anthologie jedoch wurde ich eines besseren belehrt! Die verschiedenen Geschichten sind nach wenigen Seiten ausgelesen und schafften es dennoch mich einzunehmen. Eine Wortgewalt, welche von Beginn an einen faszinierenden Sog hat. Viele Autoren heißt, verschiedene Arten Geschichten zu erzählen. Dies macht es nochmals besonders, denn es finden sich so vielfältige Gedanke! Ein Buch welches nicht in einem Rutsch gelesen wird, weil es keine Texte für „mal eben zwischendurch“ sind – es sind Geschichten für die Seele. Liebe, Selbstfindung und Selbstzweifel, Verlust, Schuld – Sehnsüchte in denen man abtauchen kann und sich an der ein oder anderen Stelle auch selbst wieder findet – metaphorisch, phantastisch, realistisch. Geschichten welche bewegen und berühren. Dies auf wenige Seiten zu schaffen ist die Kunst des Schreibens und diese beherrschen die Autoren und Autorinnen. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu sehr auf den weiteren Inhalt eingehen, da dieser nicht nur unterschiedlich von den Autoren verfasst wurde, sondern ebenso verschiedene Gedanken bei den einzelnen Lesern auslöst bzw. auslösen wird. Um einen kleinen Einblick zu gewähren, habe ich aus jeder Geschichte ein Zitat heraus gesucht … Dieser Ort stand weit jenseits der Welt. (S. 8) Es geht darum, nicht zu sein. (S. 18) Das Küssen […], diese Intimität, die dahinter steckt. (S. 25) […] Flucht bleibt Flucht, egal wohin (S. 28) […] die Stille zwischen ihnen schmerzte beinahe. (S. 40) Meine Gedanken reisen durch die Erinnerungen der vergangenen Jahre. (S. 43) Nur, wenn Ihr Blick frei ist, frei auf die Furchen und Verstecke Ihrer Gedanken, dann finden Sie Wahres, die Essenz, den Geist. (S. 55) Ich habe zu genau hingesehen. Zu lange, zu intensiv. (S. 63) Was ich glaubte, besiegt zu haben, nimmt nun wieder Besitz von mir. (S. 69) Mein Körper wird immer unwahrer. (S. 72) Freudig ging ich durch die enge Gasse zwischen der deprimierenden Realität und meiner eignen, glänzenden Fantasiewelt. (S. 77) Eines Morgens beschloss ich, auf den Grund meiner Seele zu reisen. (S. 84) Ein Versprechen von Sonne, Regen und Leben. (S. 88) Er ist der mehr oder weniger clevere Vermieter eines emotionalen Giftraums. (S. 69) Die Nacht ist kalt und die Stimmung umarmt mich, aber nicht wärmend. (S. 101) Ich schälte das selbst. (S. 115) Das liebe ich an dir. Du bist nach außen so wie von innen […]. (S. 118) Es ist so arm, sich selbst zu retten, indem man einen anderen der Meute ausliefert. (S. 124) Eine Wandlung wie in Zeitlupe, als würde die Zeit innehalten, um es selbst zu genießen. (S. 128) Ich wollte schauen, ob ich ohne dich sein kann. (S. 143) Auf einmal ist alles wieder verblichen. (S. 145) Vor dem, was in meinem Kopf ist, kann ich nicht weglaufen. (S. 149) Aber nach so vielen scheiß Erfahrungen mit Menschen wollte ich keine Vertrauensexperimente mehr. (S. 159) Eine einzelne rote Rose in einem Meer aus Weiß. (S. 162) Man klammert sich an den kleinsten Hoffnungsschimmer, nur um dem Schmerz noch eine Weile zu entkommen. (S. 174/175) > Wenn ich erwachsen bin, werde ich …<<>> … älter sein […] << (S. 186/187) Kein Aber mehr. Dafür aber auch sonst nicht viel Substanz. (S. 189) … und nicht jedes Zitat steht selbst erklärend für sich, aber sie zeigen wie einnehmend und/oder poetisch jede einzelne Geschichte ist. Ein kleines besonderes Highlight für mich war „Take it, Easy„, denn diese hat Bezug zu dem wundervollen Roman „Schneepoet„! Nicht alle Geschichten haben mich gleichermaßen eingenommen, aber ich bin beeindruckt von der Fähigkeit der einzelnen Autoren, solch eine Themengewalt in diesem kleinen Rahmen tiefgründig umzusetzen! Jede Geschichte erzählt auf seine eigene Art von Emotionen, denen wir alle in irgendeiner Form bereits begegnet sind und mich persönlich haben besonders die Geschichten „Der eiserne Jaques“ und „Ebail“ eingenommen. Eine lyrische Auseinandersetzung mit alltäglichen Gedanken und Emotionen – wer sich fallen lassen und abtauchen will, sollte zu dieser Anthologie greifen. Wer neugierig auf die einzelnen Autoren ist, sollte auf der Facebook-Seite „Sehnsuchtsfluchten“ vorbeischauen, dort sind verschiedene Interviews zu finden. | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

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