Julian Barnes Arthur & George

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Inhaltsangabe zu „Arthur & George“ von Julian Barnes

Arthur Conan Doyle, Erfinder der berühmtesten Detektivfigur der Literaturgeschichte, klärt einen Justizirrtum auf
Arthur Conan Doyle und George Edalji könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, aus niederem schottischen Adel stammend, wird Augenarzt, dann ein erfolgreicher Schriftsteller und einer der berühmtesten Männer seiner Zeit. Der andere, Sohn eines anglikanischen Dorfpfarrers indischer Herkunft, führt ein bescheidenes Leben als Provinzanwalt. Die Wege der beiden Männer kreuzen sich, als Arthur in die Rolle des Sherlock Holmes schlüpft, um George zu helfen, der Opfer eines rassistisch motivierten Justizirrtums wird.

Ein wunderbares Buch über die Lebensgeschichten zweier so unterschiedlicher Männer.

— Alanda_Vera

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  • Sherlock's geistiger Vater im Kampf gegen die Justiz

    Arthur & George

    TheSaint

    05. May 2016 um 16:48

    Julian Barnes erzählt mit diesem Roman eine wahre Geschichte aus dem Leben von Sir Arthur Conan Doyle, dem Schöpfer des beratenden Meisterdetektivs Sherlock Holmes. 1903 werden in der Grafschaft Staffordshire mehrere Tiere gewaltsam verstümmelt und in auftauchenden anonymen Briefen an die Polizei wird der Sohn des lokalen Pfarrers, der Inder ist, dieser Taten bezichtigt. George Edalji, Mischlingskind und angehender beratender Rechtsanwalt, gerät dadurch ins Zwielicht und wird trotz fadenscheiniger und nicht stichhaltiger Beweise von der Justiz zu drei Jahren Haft verurteilt. 1906 wird der Schriftsteller A. C. Doyle auf den Fall aufmerksam und beginnt selbst hartnäckig zu recherchieren und sieht bald all die Versäumnisse und Vorurteile der Polizei und Bevölkerung bestätigt. Seiner Berühmtheit und Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass Edalji's Fall immer wieder aufgegriffen und schlußendlich auch durch das Innenministerium neu behandelt werden muss. Der Roman schildert das Leben des Schriftstellers und der Familie Edalji sowie die ganze Geschichte der anonymen Drohbriefe und der schrecklichen Tiermorde sehr genau. All die kleinen Erfolge und auch heftigen Rückschläge in diesem Kampf der beiden Protagonisten gegen die Justiz und gegen vermeintliche Vorurteile sind sehr dicht erzählt... und ermatten beim Lesen. Hervorzuheben ist die Idee des Autors, die Biographien der beiden Männer abwechselnd und nicht parallel in einzelnen Kapiteln zu erzählen. So gestaltet sich bis zur Mitte des Buches ein herrlicher biographischer Handlungsbogen, welcher dann im Zusammentreffen der beiden Herren in einem Londoner Hotel kulminiert. Der Roman ist vielmehr eine Biographie des Mannes Doyle als ein Kriminalfall, der den Anwalt Edalji betrifft. So gerät die Erzählung selbst um Doyle's Recherche, seine Lösungen und seinen Kampf mit der Obrigkeit um die Rehabilitierung des Halbinders George zu einem zähen zweiten Teil des Buches. Der Schreibstil und die akribische Aufbereitung sind hier zu loben und wohl auch die Tatsache, dass Doyle dank seiner Berühmtheit durch seinen Detektiv in England mit diesem Fall zur Einrichtung des britischen Berufungsgerichts beitrug.

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  • Leserunde zu "Die Welt des Sherlock Holmes" von Maria Fleischhack

    Die Welt des Sherlock Holmes

    LambertSchneider

    Liebe Bücherfreunde, wir möchten mit Euch eine neue Leserunde starten! Es wird mysteriös, spannend und rätselhaft – es geht um Sherlock Holmes! Unsere Autorin Maria Fleischhack nimmt uns in ihrem Buch „Die Welt des Sherlock Holmes“ mit in die Welt des berühmten Detektivs von Arthur Conan Doyle. Sie ermöglicht uns einen Blick hinter die Kulissen von Sherlock Holmes und erklärt Fälle, Feinde und Erfinder des großen Meisterdetektivs. Neugierig geworden? Dann bewerbt Euch bis zum 25. März 2015 für unsere Leserunde und gewinnt mit etwas Glück eines von 20 Leseexemplaren! Verratet uns einfach, in die Rolle welcher Figur aus dem Sherlock Holmes-Universum Ihr gerne einmal schlüpfen würdet und warum! Wir sind gespannt auf Eure Antworten! Schreibt uns auch gerne noch, auf welchen Plattformen Ihr Eure Rezension veröffentlichen wollt. Die glücklichen Gewinner werden von uns per PN benachrichtigt. Bei Fragen stehen wir Euch selbstverständlich zur Verfügung – gebt uns einfach Bescheid :-)  Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen! Liebe Grüße euer Lambert Schneider-Team P.S.: Eine Ankündigung gibt es auch gleich hinterher: Am 26. März 2015 starten wir auf unserer Homepage ein großes Sherlock Holmes Rätsel! Schaut dort unbedingt vorbei – es gibt tolle Preise zu gewinnen. Hier geht es zu unserem Gewinnspiel: http://bit.ly/1AZZGQx.

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  • Arthur Conan Doyle und der Fall George Edalji

    Arthur & George

    Stefan83

    06. October 2011 um 16:33

    Als eingefleischter und begeisterter Anhänger von Sir Arthur Conan Doyles Werken, insbesondere der Sherlock Holmes-Geschichten, hat mich die Veröffentlichung dieses Buches natürlich gefreut und äußerst neugierig gemacht, zumal die hier geschilderten Ereignisse wahrhaftig so vonstatten gegangen sind. Und da Julian Barnes, ein in London lebender Schriftsteller, auch im deutschsprachigen Raum mittlerweile mehr als ein Geheimtipp ist, kam ich schließlich am Kauf dieses Werks nicht vorbei. Nach nun knapp über 500 Seiten Lektüre hält sich meine Begeisterung in Grenzen, vermag ich besonders das Urteil der Berliner Zeitung ("Spannend wie ein Fall von Sherlock Holmes") auf dem Klappentext in keinster Weise zu teilen. Barnes erzählt in "Arthur & George" die Lebensläufe zweier, real existierender Männer des viktorianischen Englands, die wohl kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite ist Arthur Conan Doyle, späterer "Sir", Erfinder des weltbesten Detektivs Sherlock Holmes und englischer Patriot. Auf der anderen George Edalji, Sohn eines anglikanischen Pfarrers indischer Abstammung, der zurückgezogen mit seinen Eltern und der Schwester im Pfarrhaus von Wyrley lebt. Wo der eine (Arthur) eine insgesamt eher unbeschwerte, wenn auch durch Armut gekennzeichnete Kindheit verlebt, wird Georges Familie Anfang der 1890er Jahre zur Zielscheibe von anonymen Schmäh- und Drohbriefen. Was anfangs vom Pfarrer als kindlicher Streich abgetan wird, entwickelt sich zu regelrechtem Psychoterror, der dann eines Tages ohne ersichtlichen Grund abbricht. George, im christlichen Glauben erzogen, aber auch auf die Gesetze Englands vertrauend, beginnt nun eine Karriere als Solicitor (ein niederer Rechtsanwalt) und erntet dafür den Stolz seiner Eltern. Obwohl er sich selbst integriert und als Teil des Empires sieht, bleibt er für die Einwohner der rückständigen Gemeinde weiter ein Farbiger, ein Außenseiter. Als in der Gegend um das Elternhaus dann plötzlich Tiere verstümmelt aufgefunden werden, fällt der Verdacht sofort auf ihn. George wird aufgrund erdrückender Indizien verhaftet und zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Diese verlässt er zwar vorzeitig nach drei Jahren, ohne jedoch von Gesetz her rehabilitiert zu werden. An dieser Stelle tritt nun Sir Arthur in sein Leben. Der Autor schlüpft in die Rolle seiner bekanntesten Figur und nimmt die Ermittlungen nochmals von vorne auf... Julian Barnes hätte hier einen Riesenwurf hinlegen könnte, würde diese Begegnung von George und Arthur nicht erst auf Seite 300 (!) stattfinden. Bis dahin liest sich das Werk wie zwei getrennte Biographien ohne jeglichen Zusammenhang, ermüden die seitenlangen Beschreibungen der skurrilen Beziehungen von George zu seiner Familie und dem Gefühlsleben von Sir Arthur den Leser. En Detail werden die kleinsten Nebensächlichkeiten ausgewalzt, verliert sich der Autor seitenlang in abzweigenden Handlungssträngen, welche den Plot kein Jota voranbringen. Bis zum Treffen der beiden Figuren ist "Arthur & George" nicht spannend, nicht fesselnd und nicht mitreißend, sondern bloß eins: Äußerst mühsam. Ein Lesefluss wollte bei mir, trotz zweifelsfrei hervorragendem Sprachstil nicht aufkommen, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass aufbauende Spannungsbogen nie fortgesetzt wurden. Die Aufklärung des Falles, die man sich nach dem so zähen Anfang schmerzlich ersehnt hat, geht irgendwo zwischen Zeitungsartikeln und Arthurs Gedanken verloren. Was bleibt an Positivem? Für alle Interessierten an dieser Epoche und an Sir Arthur Conan Doyles Leben ist "Arthur & George" eine äußerst ergiebige Quelle. Alle wichtigen Stationen des Schriftstellers, sein Hang zum Spiritualismus, der Einfluss seines Lehrers Joseph Bell, wie auch die Bedeutung des Falls Edalji, der in England die Einführung von Berufungsgerichten zur Folge hat, werden thematisiert. Allein für die Form der Erzählung hätte man wohl besser eine Biographie verwenden sollen. Insgesamt ist "Arthur & George" ein zwiespältiges Lesevergnügen, dass zwar mit seiner Authentizität beeindruckt und ein treffendes Bild der Gesellschaft des viktorianischen Englands zeichnet, in Punkto Unterhaltung aber über weite Strecken nicht überzeugen kann.

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  • Rezension zu "Arthur & George" von Julian Barnes

    Arthur & George

    lesemaus

    26. January 2009 um 19:18

    Sherlock Homes ähnelt Arthur Conan Doyle, Arthur Conan Doyle ähnelt Sherlock Holmes. Aus dem Klapptext: „Arthur Conan Doyle, Erfinder der berühmtesten Detektivfigur der Literaturgeschichte, klärt einen Justizirrtum auf Arthur Conan Doyle und George Edalji könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, aus niederem schottischen Adel stammend, wird Augenarzt, dann ein erfolgreicher Schriftsteller und einer der berühmtesten Männer seiner Zeit. Der andere, Sohn eines anglikanischen Dorfpfarrers indischer Herkunft, führt ein bescheidenes Leben als Provinzanwalt. Die Wege der beiden Männer kreuzen sich, als Arthur in die Rolle des Sherlock Holmes schlüpft, um George zu helfen, der Opfer eines rassistisch motivierten Justizirrtums wird.“ Ich begann das Buch und war wie gefesselt. Einfach Wahnsinn. Mir hat das Buch sehr gefallen. Die Schreibweise war locker und verständlich, wobei man denkt, dass es kompliziert sein müsste, wenn es um den Autor von Sherlock Holmes geht. Ich kenne nicht alle Bücher von Sherlock Holmes, bin aber sehr fasziniert von ihm. So findet man im Buch viele Gemeinsamkeiten und erfährt so einiges aus Doyles Leben. Meine Empfehlung: Jeder, der Sherlock Holmes liest, muss dieses Buch gelesen haben.

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