Julian Barnes In die Sonne sehen

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Inhaltsangabe zu „In die Sonne sehen“ von Julian Barnes

Jean Serjeant ist hundert Jahre alt. Julian Barnes stellt in seinem Roman drei verschiedene Episoden aus diesem Leben dar. Er erzählt von dem naiven, liebenswerten Mädchen, das in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg eine sorglose Jugend auf dem Land verlebt. Als reife Frau, die eine späte Schwangerschaft durchsteht, trennt sich Jean von ihrem Mann. Durch die Trennung bricht das Abenteuer in ihren Alltag ein. Und schließlich ist da die alte Frau, die im Jahr 2020 nach einem erfüllten Leben die letzten existentiellen Fragen stellt, die ihr wie der leuchtende Feuerball der Sonne aufgehen.  (Quelle:'Flexibler Einband/14.12.2006')

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  • 100 Jahre

    In die Sonne sehen
    Duffy

    Duffy

    01. October 2013 um 19:21

    Jean Serjeant ist 100 Jahre alt und blickt zurück auf ihr Leben. Diese Retrospektive unterteilt Barnes in drei Abschnitte: Die Jugend auf dem Land mit ihrer naiven Sorglosigkeit vor dem Zweiten Weltkrieg, die Ehe mit einer späten Schwangerschaft und einer Trennung, die eine selbstbestimmte Lebensphase mit vielen Reisen einleitet und schließlich die letzten Fragen des Lebens am Ende im Jahr 2020. Schon in seinen frühen Werken hat sich der Autor bemüht, seinen Figuren ein Interesse an ihrem Leben entwickeln zu lassen. Die gemeinhin "wichtigen Fragen und deren Antworten" münden bei Barnes nicht in eine starre Ideologie, sondern lassen viele Denkansätze offen und beschränken sich oft nur auf die Erwähnung von Möglichkeiten. Dabei wird sein Ton nie laut oder streitbar, immer ist eine Ruhe spürbar, ein leichtes An-die-Hand-nehmen, um im Dickicht der vielen Pfade ein paar Alternativen zu haben. Ab und an würzt er das Ganze mit einem versteckten Humor, der nicht aufschreckt, sondern im Gegenteil, die Aufmerksamkeit steigert. Barnes wäre nicht Barnes, wenn er den Leser nicht mit einer Fülle von Gedanken loslässt, die aber alle in die gleiche Richtung führen. In die des Machbaren und Möglichen. So hat er sich schon in diesem Roman im letzten Teil mit dem Gedanken an Zeit, Tod und Religion auseinandergesetzt, aber nur in dem erwähnten Rahmen. Mit diesem Kapitel hat er kleine Vorarbeiten für sein wohl klügstes Buch "Nichts, was man fürchten müsste" aus 2011 geleistet. Die manchmal simpel erscheinende Vorgehensweise an derlei Tabuthemen erledigt Barnes mit einer frischen, fast schon naiven Herzlichkeit, die andere Autoren noch nicht mal bei Alltagsthemen zustande bringen. Über den Stil des Erfolgsautors viele Worte zu verlieren, hieße Zeit zu verschwenden. Und genau das tut Barnes seinen Lesern nicht an. Zeitverschwendung. Also wieder ein hervorragendes Buch, das nur die 5 Sterne nicht bekommt, weil es mit "Nichts, was man fürchten müsste" das absolute Buch von Barnes gibt. Damit hat er die Messlatte ganz hoch oben angelegt.

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