Julian Barnes Nichts, was man fürchten müsste

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Inhaltsangabe zu „Nichts, was man fürchten müsste“ von Julian Barnes

Klein, aber fein …Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. »Was soll eigentlich dieses ganze Tamtam um den Tod?«, fragt nüchtern Julian Barnes’ Mutter. Aber ihr Sohn kann deshalb oft nicht schlafen: »Ich erklärte ihr, mir widerstrebe eben der Gedanke daran.« Und so erzählt er die anekdotenreiche Geschichte vom Leben und Sterben der sehr britisch zugeknöpften Familie Barnes. Seine wahren Angehörigen sind für den Autor jedoch Schriftsteller und Komponisten wie Stendhal, Flaubert und Strawinsky. Brillant, geistreich und witzig wie immer, setzt sich Julina Barnes mit einem Thema auseinander, das jeden ein Leben lang betrifft.

Duffy hat bereits alles alles geschrieben, was meinem Empfinden entspricht. Ich lese es gerade nach etwa zwei Jahren zum zweiten Mal.

— Arabrab0310
Arabrab0310

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  • Kluge Gedanken über den Tod

    Nichts, was man fürchten müsste
    skywatcher

    skywatcher

    21. April 2016 um 17:06

    Nachdem ich "Vom Ende einer Geschichte" von Julian Barnes gelesen hatte und in den Sog seiner klugen Sätze und echten Beschreibungen hineingezogen wurde, war ich mir fast sicher, dass andere Werke von diesem grandiosen Schriftsteller mir ebenfalls gefallen würden (denn das ist bei meinen Lieblingsautoren immer so). Und ich wurde nicht enttäuscht: In "Nichts, was man fürchten müsste" beschreibt Barnes die Gedanken von sich und Familienangehörigen zu den wichtigen Themen Tod, Gott, Krankheit und Verlust. Viele kluge Sätze, die zum Nachdenken und Weiterdiskutieren anregen und unvergessen bleiben und diese schwierigen Themen etwas Leichtes verpassen. Barnes gehört für mich, auch nach der Lektüre dieses Buches, zu den Schriftstellern, von denen man jedes einzelne Buch lesen sollte.Vielleicht ist die Furcht vor dem Tod nicht weniger geworden, doch ich habe viele neue (positive) Gedanken bekommen!

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  • Vielschichtige Betrachtungen über Tod, Leben und Gott

    Nichts, was man fürchten müsste
    Arabrab0310

    Arabrab0310

    02. September 2014 um 12:03

    Duffy hat bereits alles alles geschrieben, was meinem Empfinden entspricht. Ich lese es gerade nach etwa zwei Jahren zum zweiten Mal, und bin wieder fasziniert von seinem Schreibstil. Selten hat ein Buch in mir das Gefühl ausgelöst, mich mit dem Autor in einem Dialog zu befinden, zumal ich mich seit -zig Jahren mit dem Thema auseinandersetze, aber hier ist es so. Julian Barnes trockener Humor, der immer wieder durchklingt, lässt mich das Buch umso mehr lieben. Ein Rezensent schrieb, ihm fehle der rote Faden - aber es geht ja hier nicht um eine Romanhandlung, sondern um ein vielschichtiges Thema von drei zusammenhängenden Begriffen und deren Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven. Ein Mensch erzählt hier sein Leben und seine im Laufe der Jahre entstandenen Erkenntnisse im Hinblick auf diese drei Begriffe. Er hat das Wunder geschafft, das alles auf 333 Seiten in bewunderswerter Weise zu vermitteln und den Leser in einen fiktiven Dialog zu ziehen.

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  • Interessante Thematik - fehlende Struktur

    Nichts, was man fürchten müsste
    WildRose

    WildRose

    08. July 2013 um 20:33

    Ein Buch über das Sterben, den Tod - das hört sich ziemlich interessant an. Eines der großen Themen im Leben, über das man stundenlang philosophieren und diskutieren kann. Ich bin kein Julian-Barnes-Fan, "Nichts was man fürchten müsste" war nämlich mein erstes Buch dieses erfolgreichen Autors. Ganz überzeugt hat es mich aber nicht von dessen Qualitäten. Die Wahl des Themas war zwar überaus interessant und man merkte, dass der Autor sich wirklich damit beschäftigen wollte. Mir fehlte jedoch der "rote Faden", der sich durch jedes Buch ziehen sollte. Mal schreibt Barnes recht ausführlich über seine Familie und das Sterben von Verwandten, dann wiederum wendet er sich Philosophen zu und klärt den Leser über deren Ansichten zum Tod und deren Einstellung zum Leben auf. Alles nicht uninteressant, aber da fehlten einfach Gliederung und Struktur. Schade, dass dieses Buch es nicht schaffte, wirklich bis zu mir "durchzudringen"; dennoch war es recht interessant und auch informativ zu lesen.

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  • Rezension zu "Nichts, was man fürchten müsste" von Julian Barnes

    Nichts, was man fürchten müsste
    Duffy

    Duffy

    03. February 2012 um 10:31

    Julian Barnes ist ganz sicher als Romancier in der Königsklasse anzusiedeln. Sein lebhafter, flüssiger Stil, eingebettet in einem subtilen aber immer auf den Punkt kommenden britischen Humor, hat für so manches uneingeschränkte Lesevergnügen gesorgt. Aber wenn so ein Autor ein Buch über den Tod verfasst, ist Skepsis geboten und Demontage der eigenen Legende zu befürchten. Bei Barnes ist es der bisherige Höhepunkt seines literarischen Schaffens. Seine ständige Beschäftigung mit diesem Thema oder auch die Angst vor dem Tod, treibt ihn zur Gewinnung von Erkenntnis, durch divergierende Ansätze in Literatur, Kunst, Musik und ihren Querverbindungen mit dem allgegenwärtigen Thema des Sterbens. Religion und Philosophie fließen genauso ein wie der naheliegende Erfahrungsbereich der eigenen Familie. So erfährt man ganz nebenbei auch viel Biografisches vom Menschen Barnes, der sich aus allen Richtungen dem Thema annähert, um Erkärungen, Thesen, Gefühle, Logik, Weisheit und Erfahrungen miteinander zu verknüpfen. Erstaunt stellt der Leser fest, dass er sich auch schon häufig auf diese oder jene Exkursion eingelassen hat und nur überfordert war, seine Denkansätze konsequent weiterzuverfolgen. Das genau tut Barnes hier auf nur 350 Seiten, in denen er es schafft, noch viele neue Aspekte hinzuzufügen. Das ist eine fast unfassbare Leistung, die noch dadurch gekrönt wird, alles aufzuschreiben und zwar in ganz klaren Strukturen, niemals unverständlich oder abgehoben. Alles mit einem Optimismus, der den Leser hoffnungsfroh zurücklässt, sodass er beim nächsten Mal bei der Beschäftigung mit diesem negativ besetzten Thema den einen oder anderen Silberstreif aus diesem Buch entnehmen kann. So ist es denn für den Dauerpessimisten ein tröstendes Buch, alle anderen werden sich freuen, dass auch hier der Barnes'sche Humor nicht auf der Strecke bleibt. Ein Meisterwerk!

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  • Rezension zu "Nichts, was man fürchten müsste" von Julian Barnes

    Nichts, was man fürchten müsste
    Clari

    Clari

    21. March 2010 um 11:00

    Ein Zweifler und Hoffender im Kreuzfeuer seiner Gedanken „Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn!“ Mit diesem Eingangssatz ist schon die ganze Theorie umrissen, mit der sich der Autor bei seinen Überlegungen über den Tod und zu Reflexionen und Rückbesinnungen auf Todesfälle in der Familie und anderswo auseinandersetzt. Wer kennt sie nicht, die Frage nach dem, was nach uns kommt? Ungewöhnlich allerdings sind diese Gedanken für einen 12 -15 jährigen Jungen. In diesem Alter hat sich Julian Barnes bereits mit dem Thema Tod und Sterben beschäftigt, und er fürchtete den Tod. Mit einem ironisch- belustigten Ton setzt Julian Barnes seine Betrachtungen zu dem brisanten Thema fort, in dem es um Todesfälle in der Familie, bei Bekannten, Freunden und anderswo geht. Wie denkt z.B. sein Bruder darüber? Dieser, ein Philosoph, antwortet auf die eingangs zitierte Feststellung: „ Sentimentaler Quatsch!“ Und weiter geht es mit der Beschreibung dessen, was Barnes an Denkansätzen in seiner Familie erfahren hat. Die Großmutter war eine „ Reihenhaus“- Sozialistin, der Vater ein milde gesonnener Liberaler, die Mutter nüchtern und realitätsnah. Nun sind sie alle tot und beim Aufräumen des Nachlasses kommen die Erinnerungen. Da er und sein Bruder unterschiedliche Wahrnehmungen haben, hält Julian Barnes fest, dass es keine reine „Wahrheit“ über das vergangene Leben und über das Erinnern gibt. Er lässt seine Fantasie schweifen und bemüht Aussagen großer Dichter und Philosophen, um sich mit Tod und Sterben zu befassen. Aus seinen Aufzeichnungen ist ein leichtes und luftiges Werk entstanden, in dem er das Für und Wieder des Glaubens an einen Gott und an das Leben nach dem Tod überdenkt. Im Austausch mit dem atheistischen Bruder erfährt der Agnostiker Barnes nützliche Hinweise ,die zur Verständigung seiner Ausführungen hilfreich sind. In seinem Buch ist häufig von Gott die Rede, an den Julian Barnes jedoch nicht glaubt! Er wendet die alten Fragen der Menschheit nach dem Sinn und Unsinn unseres Lebens, nach der Erfüllung im Denken und täglichen Handeln, nach Glauben und Unglauben, nach den Vererbungen, den Genen und vielen anderen belustigenden Beobachtungen hin und her und zieht das Fazit, dass der Tod nichts ist, “...was man fürchten müsste“. Besinnlich, nachdenklich und melancholisch sind seine Betrachtungen, die es einem leicht machen, ihm zu folgen. Es lohnt sich, das Buch zu lesen, das in einer guten Übersetzung von Gertraude Krueger vorliegt.

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