Julian Barnes The Sense of an Ending

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Inhaltsangabe zu „The Sense of an Ending“ von Julian Barnes

Winner of the Man Booker Prize for Fiction in 2011 and a Sunday Times bestseller - this is a brilliant novel from a writer at the very height of his powers

Winner of the Man Booker Prize for Fiction in 2011

Tony Webster and his clique first met Adrian Finn at school. Sex-hungry and book-hungry, they would navigate the girl-less sixth form together, trading in affectations, in-jokes, rumour and wit. Maybe Adrian was a little more serious than the others, certainly more intelligent, but they all swore to stay friends for life.

Now Tony is retired. He's had a career and a single marriage, a calm divorce. He's certainly never tried to hurt anybody. Memory, though, is imperfect. It can always throw up surprises, as a lawyer's letter is about to prove.

Hat mir die Bewertung sehr schwergemacht!

— littleowl

Dieser Roman ist vielschichtig und wertvoll; sprachlich sowie inhaltlich überzeugend. Er war schlussendlich Thema meiner BA-Arbeit.

— DieZeilentaenzerin

Retro Charme der 60er, wunderbar geschrieben

— JuliaKStein

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    The Sense of an Ending

    littleowl

    03. September 2017 um 09:32

    Meine Meinung Dieser Roman war vollkommen anders als ich vom Klappentext her erwartet hätte, und ich habe mich immer noch nicht so ganz entschieden, ob es eine positive Überraschung war oder nicht. Für mich als Zwanzigjährige war es in jedem Fall ein sehr merkwürdiges Gefühl, mich in einen alten Mann hineinzuversetzen, der auf sein Leben zurückblickt. Ich denke, es wäre wirklich interessant für mich, die Geschichte in zwanzig oder dreißig Jahren noch einmal zu lesen, dann werde ich sicher einen ganz anderen Blick auf manche Dinge haben. Nach der ersten Hälfte des Romans, in der die Jugendzeit des Protagonisten im Mittelpunkt steht, geht es im zweiten Teil vor allem um verpasste Chancen, Reue aufgrund falscher Entscheidungen und um die Streiche, die uns unser Gedächtnis spielt. Mich persönlich hat das Buch vor allem melancholisch gestimmt, mich aufgewühlt und zum Nachdenken gebracht. Am Ende lässt einen die Geschichte mit vielen offenen Fragen zurück. Manchmal hatte ich das Gefühl, hier weniger eine stringente Erzählung zu lesen, sondern eher dem Protagonisten Tony beim Nachdenken zuzuhören. Das macht den Roman nicht schlechter, es ist nur eines der Dinge, die es schwermachen, ihn zu bewerten. Adrian ist mir als Figur genauso ein Rätsel geblieben wie dem Protagonisten. Ich kann hier nicht viel über diesen Teil der Handlung sagen, ohne zu spoilern, aber mir kam es vor, als würde jede neue Information zu diesem Charakter nur noch mehr Fragen aufwerfen. Sicher bin ich mir dagegen in meinem Urteil über Veronica. Deren Reiz für Tony und Adrian hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen, ich habe sie als äußerst unsympathische Figur empfunden. Schwierige Familienverhältnisse hin oder her. Bei Protagonist Tony war ich überrascht davon, wie gut ich mich trotz des riesigen Altersunterschieds doch mit ihm identifizieren konnte. Man merkt seiner Erzählstimme sofort an, dass hier jemand mit viel Lebenserfahrung über seine Jugend reflektiert. Wie gesagt, in ein paar Jahrzehnten werde ich seine Gedanken und Gefühle wahrscheinlich noch besser nachvollziehen können als jetzt. Fazit Ein leiser, melancholischer Roman, der mir die Bewertung äußerst schwer gemacht hat.  

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  • Solange er erzählt, bleibt alles in Bewegung

    The Sense of an Ending

    DieZeilentaenzerin

    21. March 2017 um 14:19

    Im Jahr 2011 erschien eines meiner liebsten Bücher und wurde zugleich mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet- einem Preis, dem ich sehr vertraue, da mich bislang keiner seiner Preisträger enttäuscht hat. In diesem Monat kommt nun endlich die Verfilmung des Romans in unsere Kinos. Grund genug, finde ich, den Roman erneut zu lesen und wirklich jeden ans Herz zu legen. Vom Ende einer Geschichte ist für mich ein kleines Kunstwerk. Es zeigt sehr gekonnt, wie gut Literatur das Leben widerspiegeln kann und auch was ein Autor, mit viel Fingerspitzengefühl, in der Lage ist zu erschaffen. Es handelt sich um eine fiktive Autobiografie von Tony Webster, einem Rentner, der vielleicht aus Resignation heraus, die Geheimnisse der Vergangenheit aufklären möchte.  Im ersten Teil des Romans erzählt Tony von seiner Jugend in den 60’er Jahren. Von seiner Freundschaft zu drei Mitschülern, einer kleinen Clique, die sich für intelligenter und besonderer hielt als die anderen, wobei einer wirklich herausstach: Adrian. Er war der klügste der Freunde und zeichnete sich durch Schlagfertigkeit und seiner stetigen Suche nach philosophischen Antworten auf das Leben heraus. Auch die Liebe war ein wichtiges Thema der Heranwachsenden. An der Universität lernte Tony seine Freundin Veronika kennen. Die Beziehung schien jedoch für beide nicht das perfekt zu sein. Sie scheiterte (nach einer gefühlten Ewigkeit des Lesers) und Veronika kam schließlich mit Adrian zusammen. Tony brach daraufhin den Kontakt zu den beiden ab und berichtet in diesem Buch (nur 3 Seiten weiter) von Adrians Suizid, den er kaum mit seinem Brief und seiner Absage an die Freundschaft in Verbindung bringen kann. Alles, was nach seiner Schul- und Universitätszeit passiert, erzählt Tony in einer Art Schaukelstuhlmanier: Ehe, Kind, Scheidung, Ruhestand. Alles scheint dahingeplätschert zu sein, so als hätte er in seinem gesamten Erwachsenenalter nicht mehr gelebt. Diese friedliche Ereignislosigkeit wird durch einen Brief einer Anwaltskanzlei gestört. Ihm wird eine Erbschaft versprochen: das Tagebuch seines verstorbenen Freundes, Adrian. Plötzlich ist Tony wie ausgewechselt. Er hat Feuer gefangen und möchte nun allen Rätseln der Vergangenheit auf den Grund gehen. Dies gestaltet sich jedoch als schwieriges Unterfangen, was nicht nur an der mangelnden Hilfe von Veronika liegt sondern vielmehr an Tonys Charakter, seinem Urteilsvermögen und Gedächtnis. Vom Ende einer Geschichte zeigt, dass uns das Gedächtnis Streiche spielen kann. «...am Ende ist das, was man in Erinnerung behält, nicht immer dasselbe, was man beobachtet.» Wir glauben das, was wir glauben wollen; als würde uns unser Kopf vor schmerzenden Wahrheiten und Erinnerungen beschützen wollen. Am Ende stellt sich die Frage, was wir als Leser glauben können und vor allem ob die Wahrheit für Tony wichtig ist. Ich glaube nicht, dass es die Wahrheit ist, die ihm am Ende doch ein wenig verändert hat. Es war viel mehr die Suche danach, die ihn immer wieder unsicher werden ließ. Ein stetiges Hinterfragen scheint ein guter Rat fürs Leben zu sein; ein Training, das den Kopf wach und den Geist rein halten mag. «Wenn man jung ist – als ich jung war – will man, dass die Empfindungen so sind wie die, von denen man in Büchern liest. Man will, dass sie das ganze Leben umkrempeln, dass sie eine neue Realität schaffen und bestimmen. Später will man, glaube ich, dass sie etwas Sanfteres tun, etwas Praktischeres, sie sollen das Leben unterstützen, so wie es ist und geworden ist. Sie sollen dir sagen, dass alles in Ordnung ist.» In diesem Roman werden kleinste Fäden miteinander verknüpft. Das geschieht natürlich auch in Krimis, hier jedoch wirkt es viel authentischer. „Genau so spielt das Leben manchmal“, ist das Gefühl, das man während des Lesens hat und dabei ist es so gar nicht langweilig. Ganz im Gegenteil: Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da immer wieder neue Puzzleteile aufgedeckt werden und man das Bild nun endlich zusammensetzen will. Auch die philosophische Frage nach Schicksal und Determination kann dieser Roman auf mehreren Ebenen beantworten. Wie ihr seht, ist dies ein kleiner aber reicher Roman. Er wird euch dazu bringen, den Stift zu nehmen und Zeilen in euer Notizbuch zu kopieren, was nicht nur an den tollen Gedanken sondern auch an der schwingenden Sprache von Julian Barnes liegt. Ich habe den Roman auf Deutsch und in der englischen Originalsprache gelesen und würde euch die englische Ausgabe ans Herz legen. Bereits mit Blick auf den deutschen Titel, Vom Ende einer Geschichte, zweifle ich ein wenig daran, dass der Übersetzer die eigentliche Bedeutung des Romans und des Originaltitels, The Sense of an Ending, richtig erfasst hat. Viele Leser waren vom Ende des Romans enttäuscht, so ging es mir überhaupt nicht. Ich habe das Gefühl, dass das, was ans Tageslicht kommt, glaubhaft erzählt, authentisch sowie überraschend ist. Ebenso lässt der Roman einiges offen, was ich großartig finde, da es Raum für eigene Interpretation und wilde Gedankengänge schafft. Dieses Buch wird euch begeistern, wenn ihr gerne um 8 Ecken denkt und lest sowie fordernde zugleich aber auch amüsante Romane wert schätzt. Natürlich muss es sich aber auch mit euch verbinden- ihr müsst zusammen passen wie ein altes Ehepaar. Ich freue mich sehr auf den Kinofilm, der mit großartigen Schauspielern wie Jim Broadbent und Michelle Dockery besetzt ist. Neben meiner absoluten Lesempfehlung, möchte ich euch auch den Film ans Herz legen. Vielleicht bin ich etwas vorschnell aber ich wette, das Buch wurde brilliant umgesetzt!

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  • Retro Charme der 60er, wunderbar geschrieben

    The Sense of an Ending

    JuliaKStein

    07. September 2015 um 11:29

    Julian Barnes kann wunderbar schreiben und beschreibt im ersten Teil, der mir noch besser gefiel, die Studienjahre von jungen Männern in den verklemmten 60er. Der Erzähler beschreibt insbesondere die Freundschaft zu dem intellektuellen Adrian, der so beschrieben wird, wie man sich wunderbar vorstellen kann, dass er den intellektuellen Neid des Freundes erweckt. Ein Brief, den der Erzähler Adrian beschrieben hat, spielt eine wichtige Rolle und er stellt beispielhaft da, wie sehr wir die eigene Vergangenheit, die Wahrheit, in der Erinnerung manipulieren können. Ein kleines, feines Buch. Die Aufläsung der Geschichte gefiel mir etwas weniger, aber insgesamt einfach ein wundervolles Buch, wie so viele Bücher, die den Man Booker Prize gewinnen, ein echtes Gütessiegel für Bücher, das mich noch nie enttäuscht hat.

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  • Spannend vom Titel bis zur letzten Seite

    The Sense of an Ending

    bookscout

    20. February 2014 um 14:58

    In wie weit sind wir verantwortlich für das Leben anderer? In wie weit beeinflussen wir durch unser Handeln, durch die kleinste unserer Entscheidungen die Geschicke anderer?  Sie waren vier Freunde, unzertrennlich während der Schulzeit, philosophische Rebellen, einer vielleicht etwas intellektueller, herausragender als die anderen.  Die Zeit bringt unterschiedliche Colleges, erste Liebesbeziehungen, neue Herausforderungen, sorgt auf ihre Weise dafür, dass die Freundschaft der vier mehr und mehr im Sande verläuft.  Einmal bäumt sie sich noch auf, als die Beziehung zwischen Erzähler Tony und seiner ersten Freundin Veronica zerbricht: in Form eines zornigen Briefes, den Tony an seinen Ausnahmefreund Adrian schreibt. Denn wie das Leben so spielt, ist nun er der Mann an Veronicas Seite.  Tragischerweise ist das spielende Leben in seinem Falle ein kurzes: Adrian begeht wenig später Selbstmord, zum Unverständnis vieler.  Wurde Veronica ungewollt schwanger, fragt man - oder war er einfach zu intelligent für das Leben?   Tony ist mehr Lebenszeit beschieden: Er heiratet, bekommt eine Tochter, lässt sich ohne großen Aufsehens wieder scheiden, ist seiner Ex-Frau weiterhin in Freundschaft verbunden.. Im Großen und Ganzen kann er nun, im Alter, zufrieden auf ein beschauliches Leben zurückblicken.  Aber ist es wirklich so beschaulich, hat er tatsächlich alles "richtig gemacht", wie er denkt?  Eine unerwartete Erbschaft, neuerliche Begegnungen mit Veronica und ein aufwühlendes Schriftstück bringen vergangene Wunden ans Tageslicht und werfen vor allem eine Frage auf:  Kann Tony sich auf seine Erinnerung, seine Interpretation der Vergangenheit verlassen? Oder hat er sich jahrelang um seiner Beschaulichkeit Willen selbst getäuscht?  Bekommt er nun die Rechnung dafür präsentiert? 

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  • Rezension zu "The Sense of an Ending" von Julian Barnes

    The Sense of an Ending

    Ellen-Dunne

    28. November 2012 um 11:57

    Der Booker Prize ist einer der wichtigsten englischen Literaturpreise, und Julian Barnes wurde für diese Geschichte über den alternden Tony Webster, der ein schmerzhaftes Kapitel seiner Geschichte plötzlich neu aufschlagen und revidieren muss, ausgezeichnet. Wunderbar geschrieben, fasziniert mich dieses Buch vor allem durch seine klugen Beobachtungen zu den Themen Altern, Erinnerung vs. Wahrheit und der verpassten Chancen im Leben. Ich fand es auch richtig spannend zu lesen, denn die Geschichte um Adrian, Tonys Freund, dessen Beziehung zu Tonys Ex-Freundin Veronica und frühen Selbstmord gibt viele Rätsel auf. Am Ende des Buches steht eine abrupte, schockierende Enthüllung und eine Menge Fragen nach den Motiven der Charaktere. Vielleicht unvermeidlich, denn die Erzählperspektive bleibt streng an Tony, der als Erzähler äußerst unzuverlässig ist. Doch persönlich habe ich es lieber, die Beweggründe von Charakteren - und seien sie noch so schwierig nachzuvollziehen - schlüssig dargelegt zu bekommen. Denn so bleibt trotz aller Lesefreude auch viel Verwirrung zurück. Deshalb ein Stern weniger. Trotzdem eine UNBEDINGTE Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "The Sense of an Ending" von Julian Barnes

    The Sense of an Ending

    schteff

    04. October 2012 um 12:24

    Die Geschichte ist in zwei Teile gegliedert. Der Erzähler blickt im ersten Teil zurück in seine Jugend und tönt dabei gewisse Dinge an, die dann später passierten. Im zweiten Teil ist er bereits Rentner und erzählt Geschehnisse, die mit seiner Jugend zusammenhängen. Ich fand die Geschichte nicht so sonderlich. Das Ende ist überraschend, aber das ist auch das einzig Gute an dem Buch. Der Rest zieht sich etwas. Vielleicht gewinnt das Buch, wenn man selber schon etwas älter ist und auf sein Leben zurück blicken kann.

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