Julian Fellowes Belgravia

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Inhaltsangabe zu „Belgravia“ von Julian Fellowes

Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm.

"Tratsch im Treppenhaus" im "Downton Abbey Gewand", das mich gut unterhalten aber nicht völlig überzeugen konnte.

— Ro_Ke
Ro_Ke

Vielleicht habe ich durch Downton Abbey zu viel erwartet...Mich konnte der Roman leider nicht überzeugen.

— PollyMaundrell
PollyMaundrell

Herrlicher, historischer Roman!

— woelfchen90
woelfchen90

Langweilig und voller Klischees

— Yolande
Yolande

Moderner Klassiker

— wortkaefig
wortkaefig

Eher Strandlektüre als satter Roman, die in den Händen von ein paar Darstellern zu noch tieferem, emotionalerem Material werden könnte

— katharose
katharose

Konnte mich begeistern....

— Bjjordison
Bjjordison

Charmante Geschichte, die sich manchmal etwas zieht...hat mir aber trotzdem gefallen!

— Postage
Postage

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

— Orlando2
Orlando2

Versetzt einen direkt in die Zeit, sehr viel Atmosphäre und eine dramatische Liebesgeschichte!

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SillyT

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  • "Tratsch im Treppenhaus" im "Downton Abbey Gewand"

    Belgravia
    Ro_Ke

    Ro_Ke

    26. June 2017 um 20:21

    Klappentext (lovelybooks): Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm. Meine Meinung: Als Downton Abbey Fan der allerersten Stunde war meine Erwartung an diesen Roman, dass in ihm ein ähnlicher Charme und Zauber steckt, der mich 448 Seiten lang einhüllt und begeistern kann. Diese Erwartung, wenn sie natürlich auch sehr hoch war, wurde leider nicht ganz erfüllt.  Sehr schnell hat der Autor es durch seine großartige bildliche Sprache und historische Präzision geschafft, dass ich mich im England des 19. Jahrhunderts Zuhause fühlen konnte und als stiller Beobachter das bunte Treiben der Protagonisten zu dieser sehr aufregenden Zeit miterleben durfte.  Dieses Treiben hat mich allerdings im weiteren Verlauf eher hinein in eine „Ohnsorg Theateraufführung“ entführt, als in mein geliebtes Downton Abbey.  Da mich derlei Aufführungen aber auch stets gut unterhalten, habe ich mich auf ein britisches „Tratsch im Treppenhaus“ eingelassen. Das sorgte dann für ein unterhaltsames Lesevergnügen, wenn auch mit weniger Charme als erwartet aber dafür mit einem hohen komödiantischem Anteil, dem Henry Vahl und Heidi Kabel hervorragend Leben eingehaucht hätten.  Fazit: „Belgravia“ ist für mich gute Unterhaltungslektüre und punktet vor allem durch seine Sprache und historische Feinfühligkeit. Fans von „Downton Abbey“ sollten aber dazu bereit sein, ihre Erwartungen herunterzuschrauben.

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  • Vielleicht habe ich durch Downton Abbey zu viel erwartet...

    Belgravia
    PollyMaundrell

    PollyMaundrell

    25. June 2017 um 15:34

    Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm. (Verlag)Erster Satz Die Vergangenheit - wir haben es schon oft gehört - ist ein fernes Land, dort gelten andere Regeln. Meine Meinung Auch ich bin eine von den Mädels, die das Leben und die Leiden der Familien Grantham und Crawley und deren Angestellten miterlebt hat. Du weißt nicht wovon ich rede? Natürlich von Downton Abbey ♥ Doch es war bekannt, dass diese Serie eine zeitliche Begrenzung hat und so kam ich (wie sicher viele andere Fans) dazu, mir Belgravia genauer anzuschauen. Immerhin hat Julian Fellowes viele Drehbücher der Kultserie geschrieben - da muss doch auch dieses Buch der Wahnsinn sein. So dachte ich zumindest. Ich weiß nicht wieso, aber das Buch konnte leider nicht so bei mir punkten wie die Serie. Damit das niemand falsch versteht: Es handelt sich hierbei NICHT um das Buch zur Serie und dieses Buch ist auch nicht Vorlage dafür gewesen. Es sind zwei vollkommen unabhängige Geschichten! Lediglich das Hauptthema und das Setting sind gleich. Doch warum finde ich dann nicht beides gleich gut? Es gefällt mir wirklich gut, wenn bei Serien oder Filmen auf die kleinen Details geachtet wird. Wenn man beim zweiten oder dritten Mal gucken noch etwas Neues entdeckt geht mir das Herz auf. Bis zu einem gewissen Punkt mag ich das auch in Büchern. Allerdings ist der Grat zwischen detaillierter Beschreibung und unnötig langweiliger Ausschweifung da sehr schmal. Leider hat Mr. Fellowes sich oftmals in die falsche Richtung bewegt. Mag es bei Drehbüchern eine Notwendigkeit sein alles auszuschmücken und bis aufs kleinste bisschen zu beschreiben, war es mir hier viel zu viel. Beim Lesen merkt man sofort, dass sich der Autor mit der Thematik absolut auskennt. Egal ob es sich dabei um das historische England dreht oder das gesellschaftliche Parkett, auf dem die Personen tanzen...Julian Fellowes weiß diese Situationen bestens zu beschreiben. Allerdings sind mir der ein oder andere Dialog doch zu hölzern, was aber auch an der Übersetzung liegen könnte. Ebenso treffen die Charaktere nicht immer meinen Geschmack. Manche sind zu eindimensional und zu wenig beleuchtet, andere wiederrum viel zu kitschig und klischeebeladen. Die Mischung hätte hier ausgeglichener sein können und vielleicht sogar sein müssen. Fazit Ein Roman, der als Drehbuch vielleicht besser geeignet wäre. Eine filmische Darstellung hätte mir womöglich positiver im Gedächtnis bleiben können. Hätte ich Downton Abbey vorher nicht geschaut, wäre mein Urteil eventuell anders ausgefallen. So habe ich beim Lesen aber ständig Vergleiche gezogen, was ich leider auch nicht abstellen konnte. Wer dieses Genre, Familiengeheimnisse und England im 19. Jahrhundert mag, keine Angst vor Kitsch und sehr detaillierten Beschreibungen hat, wird hier vermutlich ein neues Lieblingsbuch finden!

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  • Ein Unrecht mit Folgen

    Belgravia
    Schneeflocke2013

    Schneeflocke2013

    19. June 2017 um 18:02

    Autor: Julian FellowesVerlag: C. BertelsmannISBN: 978-3-570-10324-1Erschienen: 2016Preis: 19,99 €Seiten: 447Zitat: "Wir sollten für sie beten." [S.33, Z. 31]Inhalt:Sophie Trenchard verehrt einen jungen Mann - Visscount Bellaris - der 1815 fällt. Sie bekommt einen Sohn und stirbt im Kindbett. 25 Jahre später ist genau das die Handlung des Buches. Der Verlauf eines Skandals. Oder auch nicht?Anne Trenchard und Lady Brockhurst - die Großmütter des jungen Mannes - versuchen alles von ihm fernzuhalten ohne das er weiß weshalb. Und dann gibt es da noch die Liebe...Meine Meinung:Julian Fellowes hat eine Geschichte geschrieben die Downton Abbey wirklich das Wasser reichen kann. Verworren, Intrigen, Hass, Liebe, Selbstsucht, Schmerz, Trauer, Nächstenliebe, Geheimnisse wahren. Alles war mit dabei.Ich habe tatsächlich eine Weile gebraucht mich mit der Geschichte und den Charakteren anzufreunden.Das lag nicht am Schreibstil - der hat mir gefallen - und auch nicht an den Beschreibungen. Ich bin zwischen den Szenen und Orten durcheinander gekommen. Kam erst nicht so richtig mit wer gerade von wem dran war.Dieses Familiendurcheinander kann einen aber auch wirklich verwirren.Von Anfang an im Jahr 1841 gab es Charakter die mir sympathisch waren oder halt auch nicht.Darunter natürlich auch Mitglieder beider Familien. Einige waren intrigant. Nur auf ihren Vorteil bedacht, doch in der Zeit war das gerade bei den Wohlhabenden normal.Anne Trenchard und Lady Brockhurst waren sehr unterschiedlich - nicht nur vom Stand her - und doch mochte ich sie.Lady Brockhurst an Luxus gewöhnt, etwas eitel, spendabel und verliebt in ihren Sohn - Visscount Bellaris - entsprach genau dem damaligen Verhalten. Sie tat was von einer Frau ihres Standes erwartet wurde. Und doch war sie eine trauernde Mutter, die unter dem Verlust ihres einzigen Kindes litt.Anne Trenchard kam durch das Geschick ihres Mannes höher in die Gesellschaft, doch im Gegensatz zu ihm weiß sie wo ihr Platz ist und versucht nicht auf Gedeih und Verderben weiter zu steigen - um am Ende zu fallen. Sie ist sehr klug, vorsichtig, aufmerksam. Mehr als manche Dame aus der gehobenen Gesellschaft. Sie leidet sehr unter dem Tod ihrer Tochter und dem schlechten Gewissen ihres Enkels gegenüber.Über den Mann von Lady Brockhurst kann ich nur wenig sagen, doch mit James Trenchard bin ich einfach nicht warm geworden. Ja es gibt ein paar Abschnitte aus seiner Sicht, doch trotz seines Geschicks im Geschäft kann ich nicht sagen, dass ich ihn mag. Vielleicht war er mir einfach zu ehrgeizig. Auch er hat seiner Frau Vorwürfe gemacht was das Geheimnis um den Enkel anging, doch gerade er hat da einiges falsch gemacht und das fand ich nicht in Ordnung.Charles Pope - die Hauptperson der Geschichte - ist ein junger, kluger und ehrgeiziger Mensch. Sein Herz hat er auf dem rechten Fleck. Und auch wenn er nicht versteht weshalb sich eine so feine Dame wie Lady Brockhurst mit in seinen Geschäften beteiligen will stellt er keine vorlauten Fragen. Ganz Gentleman.Oliver Trenchard und John Bellasis waren für mich zwei ähnliche, aber doch sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Mögen auch Beide Angst haben. Oliver hat sein Herz wenigstens noch nicht ganz abgeschrieben. Gerade er hat mich sehr positiv überrascht.Über die Charakter möchte ich aber gar nicht mehr sagen. Mir ist auch klar, dass ich ein paar vollkommen übergehe, doch ich möchte noch kurz etwas über die Geschichte sagen.Ich bin ein Freund von Büchern aus der hier durchspielten Zeit. Der Autor hat viele Details eingebaut durch die ich mich schnell heimisch gefühlt habe. Die Kleidung, der Stil der Räume, die Möbel, die Rangordnung der hohen Gesellschaft, Anstandsregeln, Geliebte, Standesbewusstsein, Angestellte. All das war so authentisch, realistisch das ich mich richtig wohl gefühlt habe. Die Intrigen kamen nicht zu kurz und auch Spannung war gerade am Schluss sehr viel dabei.Als ich das Buch zugeklappt habe war ich zufrieden.Von mir gibt es 4 Flocken.Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Julian Fellowes - Belgravia

    Belgravia
    woelfchen90

    woelfchen90

    16. June 2017 um 10:55

    Heute möchte ich euch daher einen tollen historischen Roman vorstellen, der mir vom Bertelsmann Verlag zur Verfügung gestellt wurde und den ich in den letzten Wochen gelesen habe. "Belgravia" ist das neue Buch des Autors von Dowton Abbey und darf deshalb in meinem Regal nicht fehlen! Schon das Cover von "Belgravia" ist ein echter Hingucker im Regal und macht richtig Lust auf das Buch. Es beginnt im frühen 19. Jahrhundert, am Abend vor der Schlacht von Waterloo. Hier lernen wir zunächst die Trenchards kennen, die in den Kriegszeiten einen gesellschaftlichen Aufschwung erleben. So strebt ihre Tochter Sophia nach dem Erben eines Herzogs. Welche weitreichenden Folgen die Begegnung der beiden jungen Leute hat, offenbart sich erst 25 Jahre später und wird zu einem dunklen Familiengeheimnis der Trenchards. Auf der anderen Seite dieser Verbindung steht die Adelsfamilie Brockenhurst, deren Erbe in der Schlacht von Waterloo gefallen ist. Der Zufall bringt die beiden Frauen dieser Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zusammen und so kommen beide nach und nach der Vergangenheit auf die Schliche. Meine Meinung: Zu Beginn hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. So richtig in der Geschichte angekommen war ich erst nach den ersten zwei Kapiteln. Das liegt zum einen daran, dass die Abschnitte des Buches recht lang gewählt sind, denn sie sind eher thematisch sortiert und es gibt nicht einfach nur durchnummerierte Kapitel. Auf der anderen Seite tauchen am Anfang des Buches einfach sehr viele Namen auf, die man sich teilweise einfach nicht merken kann - ich zumindest nicht. Nach einiger Zeit jedoch, ist man voll in der Geschichte verwoben und kann quasi nicht mehr aufhören, bis sich der Knoten aus Familiendramen am Ende löst - ja schier gar platzt. Wir begleiten hier zwei Familien und einige Einzelkämpfer, deren Geschichten wunderbar herausgearbeitet sind. Zu jedem Charakter hatte ich beim Lesen wirklich ein Bild im Kopf und konnte mir vorstellen, wie sie / er denkt und handelt. Das finde ich gerade bei historischen Romanen sehr wichtig. Das Ende der Geschichte konnte selbst ich allerdings nicht voraussagen und so wurde ich auch - endlich mal - überrascht. Mit seinen knapp 450 Seiten handelt es sich, für historische Verhätnisse, eher um eine mittellange Geschichte, aber meiner Meinung nach ist alles gesagt. Das Knäul aus Beziehungen wird erst so richtig verwoben, um am Ende dann die große Auflösung zu präsentieren. Einfach herrlich!

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  • Enttäuschende Story

    Belgravia
    Yolande

    Yolande

    07. June 2017 um 18:08

    Julian Felllowes wurde  1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken: für Gosford Park wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie Downtown Abbey hat ihn weltweit berühmt gemacht. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. (Klappentext)Inhalt (lovelybooks): Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm.Ich hatte eine Geschichte mit Tiefgang erwartet, gespickt mit einigen historischen Details, aber leider wurde ich enttäuscht.Die Charaktere waren durchweg oberflächlich und klischeehaft dargestellt. Dazu kommen noch hölzerne Dialoge und eine vorhersehbare und langweilige Story. Sehr schade, aber das war nix :(.

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  • Moderner Klassiker

    Belgravia
    wortkaefig

    wortkaefig

    01. June 2017 um 23:19

    Bookstagram hat mir bereits in den wenigen Monaten, in der ich diese Platform nutze, sehr viel positives beschert. Aus aktuellem Anlass zum Beispiel meine Registration auf dem Bloggerportal. Und vor ca. 2 Wochen habe ich meine erste Buchpost bekommen. Es war dieses schöne Hardcover vom C. Bertelsmann Verlag drin und ich habe mich riesig gefreut. Sofort gelesen habe ich auch (in einem Tempo, das durch Wochenend- und Nachtdienste deutlich reduziert wurde). Über den Autor: Julian Fellowes sollte jedem, der auch nur ein hauch von Serien- oder Filmjunkie ist, etwas sagen. Downton Abbey, meine Leute. Wenn ihr es nicht kennt, um Gottes Willen, wo lebt ihr denn, es kam sogar in Iron Man 3 vor. So berühmt ist die Serie. So viel davon. Über die Story: London in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zwei Familien aus verschiedenen Schichten der feinen Gesellschaft mit komplizierten Verhältnissen und einem 25-Jahre-alten Geheimnis, das sie für immer verbindet. Liebe, Intrigen und riesige Vermögen, die auf den richtigen Erben warten. Was mir gefiel: Julian Fellowes knows his stuff. Er ist einfach anstandslos in dieser Epoche Zuhause und das spürt der Leser in jedem Satz. Der Roman liest sich wie Hugo oder Tolstoi, wird dabei jedoch den Anforderungen der modernen Leserschaft gerecht. Nicht zuletzt in der Begrenzung. 448 Seiten sind doch leichter zu verdauen als 800+. (Ja, Schande über mein Haupt, bin jeweils 2x an Les Miserables UND Krieg und Frieden gescheitert) Komplexe Figuren, die wir im Laufe der Geschichte kennen und mögen lernen können. Die Story selber. (Wort der Vorwarnung, wird auf in der nicht gefallen Kategorie vorkommen) Es kam Spannung auf. Die Handlung bewegt sich sehr Flüssig voran und der Leser wird förmlich in diesen Sog gerissen. Ich war gespannt auf das Ende. Die Aufmachung. Ein wirklich schickes Buch. Ich bin eher pro-Paperback, aber Mal so ein Hardcover in der Hand halten ist auch ganz nett. Was mir nicht gefiel: Eben jetzt wieder: die Handlung. Es hat mir an Komplexität gefehlt. Eine nette Geschichte, aber am Ende lässt sie sich in ca. 3 Sätzen zusammenfassen. Zwar verschiedene Blickwinkel, aber letztendlich ein Handlungsstrang. Es hätte ein bisschen MEHR reingepasst.  Für wen und für wann: Für Downton Abbey Fans, Jane Austen Mädchen und für alle die gerade ein ganz böses Buch gelesen haben und jetzt etwas beruhigendes möchten. Oder für jemanden, der sich nicht an die alten Klassiker wagt und das gleiche Gefühl mit moderner Lektüre heraufbeschwören möchte.

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  • Intrigen im Nobel-Viertel

    Belgravia
    katharose

    katharose

    27. May 2017 um 20:37

    Vermutlich gehöre ich, wie viele Leser dieses Romans, zu den großen Downton Abbey Fans, die gespannt waren, was Drehbuchautor Julian Fellows noch zaubern kann. Bereits beim Lesen des Klappentextes wurde mir schnell klar, dass es gewisse Ähnlichkeiten mit der preisgekrönten Serie haben würde – besondern in Hinblick auf die Upstairs-Downstairs-Perspektive. Ein großes Lob geht an die wunderbare Covergestaltung: Ein schlichtes, aber auch edles Design welches das noble Belgravia Viertel in London mit Passanten und Kutschen darstellt und zweifelsohne ein Blickfang ist, der mich angelockt hat. Andererseits muss ich sagen, dass die gebundene Ausgabe des Buches recht dicke Seiten hat und sich das Buch als etwas schwerer erweist, als erwartet. Julian Fellows hat einen angenehm leichten und etwas blumigen Schreibstil, der besonders die Dialoge sehr angenehm zu lesen macht – sehr lebhaft und spritzig. Ganz deutlich wird auch Fellows jahrelange historisch-gesellschaftliche Expertise nach Downton Abbey, aber auch seinen beiden anderen Romanen „Eine Klasse für sich“ und „Snobs“, so dass er hervorragend das dekadente Leben des Hochadels, die Fauxpas der Emporstrebenden und die Lästereien unter den Dienstboten einfangen kann und ein bisschen an „Vanity Fair“ erinnert. In diesem Punkt hat mich Belgravia gut überzeugt, da ich schon enige Bücher in dieser Periode gelesen habe, war ich positiv überrascht: es wirkt historisch wirklich gut authentisch. Natürlich erkennt man auch eine starke Analogie zu Downton Abbey. Die Figuren hingegen sind sehr unterschiedlich: Manche sind sehr eindimensional und es wird sofort klar, ob sie böse oder gut sind und dass sich dies innerhalb des Romans nicht ändern wird.  Diese klassische Besetzung vom Sweetheart, der Zofe, die sich für etwas besseres hält, den verwöhnten reichten Kindern und dem Schurken macht den Roman in Teilen wirklich kitschig. Natürlich mag ich den Roman nicht die ganze Zeit mit Downton vergleichen, aber was mir in der Serie durchaus gefallen und hier gefehlt hat, war dass auch mal das „Böse“ eine gewisse Oberhand hat und es auch dunkle Episoden gab. Andererseits gibt es durchaus ein paar Figuren, deren Charakter sich ändert und entwickelt, zwar um keine 180 Grad Drehung, aber etwas  und die mir recht sympathisch geworden sind. Doch wie bei den Figuren, fehlt mir auch in der Storyline öfters die Tiefe: Die Handlung spielt häufig an der Oberfläche und wirkt manchmal trotz der blumigen Sätze ein wenig wie ein Drehbuch. Nach längerem Überlegen wurde mir auch klar, wie ich dieses ambivalente Gefühl zu diesem Buch am besten ausdrücke: Die Gesichte ist mehr eine Strandlektüre als ein satter Roman, aber ich denke, dass sie in den Händen von ein paar Darstellern und Darstellerinnen zu noch besserem, tieferem und emotionaleren Material werden können. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, da ich in der Geschichte Potential erkenne und sie mich manchmal wirklich mitreißen konnte, aber das gewisse Etwas (vielleicht auch das gewisse „Dunkle“) fehlt. Tatsächlich wäre ich sehr neugierig, wie „Belgravia“ filmisch umgesetzt seien würde, weil ich überzeugt davon bin, dass es mehr aus der an sich ganz interessanten Story machen könnte. Zu guter letzt möchte ich mich beider Verlagsgruppe Random House für die Bereitsstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken. Fazit: Eine nette, unterhaltende und leichte Lektüre mit guter historischer Exertise, die sich flott lesen lässt, aber meines Erachtens als Film mehr Wirkung hätte entfalten könne, statt in Form eines Romans. Leider fehlte mir die ausreichende Tiefe. 3 von 5 Sternen

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  • eine Reise in die Vergangenheit

    Belgravia
    Mylittlebookpalace

    Mylittlebookpalace

    25. May 2017 um 10:54

    Handlung: ' Belgravia ' spielt im 19 Jahrhundert der ganz reichen, wohlhabenden und adligen: Ihr Leben besteht aus großen Bällen, Intrigen und Geheimnissen. Es gibt viele Familien, die sich untereinander nicht ausstehen können oder lieben. Verbotene Liebe, die nicht sein darf, da die Verliebten nicht den gleichen Stand in der Gesellschaft haben. Es ist alles mit dabei, was man sich für die Reichen des 19 Jahrhunderts. Dienstboten, Adlige und Unternehmer sind natürlich auch dabei. Orte: Natürlich haben mir die orte gefallen, ich meine das alte England muss man doch einfach mögen, mit den großen Villen und Ballsälen. Mir gefallen einfach alte Häuser mit ihrer besonderen Architektur und die Kutschen und alles drum und dran. Ich konnte mir diese Orte richtig gut vorstellen, weil es auch tolle Beschreibungen gab. Personen: Es gab einfach zu viele Personen um jetzt einzeln welche vorzustellen, es sind einfach immer neue Familien mit ihren Angehörigen dazugekommen. Natürlich mochte ich einige Personen mehr und andere weniger, aber es waren wirklich sehr gute Charaktere dabei. Schreibstil: Den Schreibstil fand ich richtig gut und die Seiten sind gerade zu dahingeflogen, da man es so schnell lesen konnte, was bei Büchern die in der Vergangenheit spielen nicht immer so ist und trotzdem ist dieses Buch meiner Meinung nach trotzdem sehr autenthisch. Es wurden außerdem tolle Dialoge mit eingebaut. Gestaltung. Ich finde dieses Buch passt wirklich genau zu der Gestaltung, da es sehr elegant aussieht und dunkelblau verbinde ich persönlich immer mit dem Adel und Reichtum und dann kommt ja auch noch der goldene Schriftzug mit dazu, ich finde das passt einfach genau zu diesem Buch. Geschichte: es gab viele Zeitsprünge, aber ich mag Zeitsprünge also fand ich das persönlich sehr gut. Es gab einfach immer wieder neue Familien, Leute und Geschehenisse, weswegen das Buch auch nicht wirklich langweilig wurde, außer an ein paar Stellen, die man aber nicht erwähne muss. Fazit: Ich fand das Buch wirklich gut, ich liebe Bücher die in der Vergangenheit spielen und die Themen Reichtum und Vorurteile der Gesellschaft behandeln und das hat der Autor auch wirklich gut gemacht. Die Gestaltung ist sehr gut gewählt und auch der Schreibstil war super. Allgemein bin ich begeistert von dem Buch weshalb ich auch 5 von 5 Sternen gebe.

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  • Im Schatten des Meisterwerkes

    Belgravia
    Rosenmadl

    Rosenmadl

    22. May 2017 um 23:52

    Inhalt: London im Jahre 1841: James Trenchard hat sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet und dies tröstet ihn über all die leidlichen Jahre hinweg. Nur der Tod seiner Tochter vor über 25 Jahren wird nie aus seinem Gedächtnis verschwinden. Sie starb bei der Geburt ihres Sohnes. So sahen sich die Trenchards gezwungen den Jungen einem Geistlichen zu übergeben. Doch wie lange kann dieses Geheimnis noch bewahrt werden? Meine Meinung:  Da mir "Downton Abbey" so unglaublich gut gefallen hat war ich natürlich extrem neugierig auf das neueste Werk des Autors. Man merkt sofort, dass er sich darüber Gedanken gemacht hat, wie er ein ähnlich interessantes Szenario erwirken könnte. Und obwohl die Geschichte und auch die Protagonisten natürlich ganz anders erscheinen wie in seinem älteren Buch, erkennt man auf den ersten Seiten schon die vielen Parallelen. Im Endeffekt ist dies eine kleine Fortsetzung seines Meisterwerks nur mit anderen Charakteren, schlechteren Ausführungen und kaum interessanten Szenen. Die Vorhersehbarkeit war mir von Anfang an klar und mich konnten kaum noch Dialoge oder auch Situationen aufheitern oder hervorstechen. Ich möchte damit sagen, dass mich die Geschichte einfach nicht mitreißen konnte und weder die Adelsherrschaften noch die Bediensteten für außergewöhnliche Auftritte sorgten. Keineswegs ist der Schreibstil schlecht, nein er konnte mich absolut mit in die Zeit reisen lassen, aber dennoch fehlten mir so einige AHA-Erlebnisse oder unvorhersehbare Ereignisse. Für mich kamen die meisten Personen in "Belgravia" plump und platt vor und ständig ein Gezeter und Gemaule, ein Hintergehen und Belügen. Charles hätte doch auch schon längst erkennen müssen, wer sich da um ihn so stark bemüht. So naiv kann man ja schon fast gar nicht mehr sein. Und auch andere Protagonisten kamen mir entweder verlogen, lieblos oder gar bösartig vor. Natürlich sollte dies nicht dazu beitragen einen guten Roman zu bewerten. Aber wenn einem Leser nur solche Banalitäten oder unzufriedene Personen begegnen, dann macht es einfach nur halb soviel Spaß. Fazit: Für mich ein kleiner Flop, aber vielleicht auch kein Wunder, wenn man "Downton Abbey" gewöhnt ist. Die Geschichte konnte mich keinesfalls überzeugen, die Charaktere werde ich nicht vermissen und auch das Gesamtwerk wird nicht in meinen Erinnerungen verweilen. Einzig allein der gute Schreibstil und die düstere Atmosphäre des faszinierenden London zu jener Zeit haben mich nicht im Stich gelassen. Daher vergebe ich noch gute 3 Sterne ! 

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  • Toll....

    Belgravia
    Bjjordison

    Bjjordison

    20. April 2017 um 08:08

    Ich, als Fan von Geschichten aus dem 19. Jahrhundert und natürlich auch von Downtown Abbey, wollte dieses Buch unbedingt lesen, denn solche Geschichte gefallen mir im Normalfall immer sehr gut. Hier erzählt uns der Autor, die Geschichte von Sophia und Edmund. Die beiden durften sich in der damaligen Zeit nicht lieben, denn sie kommen aus unterschiedlichen Familien. Edmund gehört einer Adelsfamilie an und Sophia einer Arbeiterfamilie. Am Abend des Balles gibt es auch die Schlacht um Waterloo und danach ist nichts mehr, wie davor, denn beide Familien haben mit den Umständen der Schlacht zu kämpfen. Ich fand das Buch toll, denn der Autor hat uns mit einer wirklichen tollen, sehr bildhaften Sprache in die tolle Welt von damals entführt. Er hat eine wirklich tolle Atmosphäre geschaffen, die wunderbar für den Leser ist und in der man sich sofort wohlfühlt. Die Handlung hat mir gut gefallen. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, was die Schlacht für Nachwirkungen für jeden der erwähnten Personen hatte. Sehr schön. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es sehr passend für eine Geschichte aus vergangener Zeit. Es war zwar stellenweise etwas zäh zu lesen, da es sich ab und an doch etwas gezogen hat. Aber im Großen und Ganzen war das Buch genau mein Ding. Es war für mich auch kein Buch, dass man schnell lesen kann, denn man muss schon die Atmosphäre auf sich wirken lassen. Fazit: 5 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung.

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  • Eine Geschichte mit Flair...

    Belgravia
    Postage

    Postage

    17. March 2017 um 16:56

    Ursprünglich habe ich "Belgravia" gelesen, weil ich ein großer Fan der Serie "Downton Abbey" bin und das Buch ebenfalls von Julian Fellows ist. Grundsätzlich finde ich das Buch gut, die Story wird gerade am Ende immer spannender. Wie gesagt zieht sich die Geschichte manchmal ein bisschen, vor allem im Mittelteil... es war aber trotzdem sehr unterhaltsam und das Ende ist top!

  • Downton Abbey läßt grüßen

    Belgravia
    Orlando2

    Orlando2

    10. March 2017 um 13:49

    Julian Fellowes größter Erfolg war die TV-Serie Downton Abbey, die er erfand und für die er das Drehbuch schrieb. Ich mag sowohl die Serie als auch die Bücher von Julian Fellowes, die sich alle mehr oder weniger um das selbe Thema drehen: Was passiert, wenn das Schicksal Menschen aus der englischen Oberschicht mit Menschen aus der englischen Unterschicht zusammenbringt. Fellowes hat darin sein Genre gefunden. Auch in "Belgravia" schreibt er von den Irrungen und Wirrungen, denen Geldadel und Erbadel ausgesetzt sind, wenn sie vom Schicksal oder von Amor zusammengeführt werden. Belgravia war als Fortsetzungsroman a la Dickens angelegt und das merkt man auch: die Kapitel sind sehr kurz und hören fast immer mit einem Cliffhanger auf. Das finde ich auf Dauer etwas ermüdend. Die Charaktere sind schnell erfasst und sehr stereotyp angelegt. Der dicke, übereifrige Selfmade Geschäftsmann, der so gerne mehr wäre als er ist. Seine bescheidene Frau, die sich für ihn schämt und weiß, dass kein Geld der Welt ihr denselben Status verleiht wie ein ererbter Titel. Auf der anderen Seite die scharfzüngige, hochnäsige aber im Herzen gütige Gräfin (sie ist sehr nah an Lady Violet aus Downton Abbey angelegt) und der böse, eitle, faule Erbe. Sein Widerpart wie könnte es anders sein, ist ein junger Mann, rücksichtsvoll, klug, geschäftstüchtig, bescheiden. Hinzu kommen noch junge Mädchen, die allesamt jemanden zum Lieben benötigen und (fast) fertig ist die Geschichte. Fellowes hat in Snobs viel ironischer über die Gesellschaft und ihre vermeintlichen Regeln geschrieben als in Belgravia. Hier lesen sich manche Passagen wie Knigges Einführung in die Welt des Adels. Die Story ist vorhersehbar und bedient alle Klischees, die auch ein Groschenroman in sich trägt. Ich war sehr enttäuscht über den Roman. Meine Empfehlung ist: Lieber eine der älteren Titel von Fellowes lesen.

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  • Wunderschöner Roman

    Belgravia
    Sirene

    Sirene

    09. March 2017 um 20:27

    "Die Vergangenheit - wir haben es schon oft gehört - ist ein fernes Land, dort gelten andere Regeln." - S. 7Am Anfang des Buches hat mich der Schreibstil von Julian Fellowes beeindruckt, der sich so leicht der damaligen Zeit anpasst und flüssig, aber auch tum Teil amüsant, zu lesen ist. Seine Beschreibungen sind schön, aber nicht zu ausschweifend, seine Charaktere besitzen ein gutes Maß an Tiefe, die sich erst im Laufe der Geschichte entfaltet und auch in den letzten 100 Seiten hatte er es geschafft mich zu überraschen.An sich versteht er es sehr gut die Gefühle, Ansichten und Meinungen der damaligen Zeit gut rüber zubringen und es alles problemlos irgendwie zu verknüpfen.Zu den Charakteren könnte man sehr viel sagen, es sind nämlich einige Personen die auftauchen, sei es von der Seite der Trenchard Familie oder die der Seite der Brockenhurst oder die Bediensteten. Jeder von ihnen schafft es in seinem Buch eine Rolle zu spielen und was zu der Geschichte beizutragen, gutes, als auch schlechtes natürlich. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich, aber ein paar von ihnen verkörpern bekannte Rollen, wie der perfekte Sohn, der Hintergangene und so weiter. Außerdem wurde hier ein Zeitsprung eingesetzte und ein kleiner Teil des Buches behandelt die "Vorgeschichte" aus dem Jahr 1815 und der Hauptteil des Buches dreht sich um die Konsequenzen und Geschehnissen 25 Jahre später."Im Laufe der Jahre wurde so viel über den Ball der Duchess of Richmond geschrieben, bis ihn ein solcher Glanz, eine solche majestätische Pracht umwehten, wie man sie höchstens vom Krönungszeremoniell einer mittelalterlichen Königin kennt." - S. 17Der Roman besaß für mich weniger Überraschungen, als ich gehofft hatte und zum Anfang und Ende hin gab es diese geschockten Momente, wo man sich nur denkt "Nein. Das kann nicht wahr sein....das ändert alles." Trotzdem sehe ich es, im Gesamtpacket, als ein spannendes Buch, das immer wieder auf was anderes zusteuert und daher nie langweilig wird, denn es gab keine Stellen, wo es sich gezogen hatte oder abgeflacht ist."Aber wenn er ehrlich sein sollte, erwies sie sich als erheblich anspruchsvoller und, er zuckte vor dem Wort zurück, intellektueller, als er anfangs bemerkt hatte." - S. 124Das Buch würde ich Lesern von historischen Romanen empfehlen, die es lieben in eine Zeit abzutauchen von Bällen und Etiketten und einer Gesellschaft, in der die Herkunft und die Wahl des richtigen Partners viel wiegt.

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  • Versetzt den Leser in die Vergangenheit

    Belgravia
    SillyT

    SillyT

    09. March 2017 um 17:45

    Während Napoleon direkt vor den Toren Waterloos steht, findet im Hause der Duchesse of Richmond, Lady Brockenhurst, ein großer Ball statt. Zu aller Überraschung sind auch James Trenchard und seine Familie eingeladen, sehr zum Missfallen seiner Frau Anne und zur Freude seiner Tochter Sophia. Diese glaubt in dem Sohn der Fürstenfamilie, Edmund Brockenhurst, ihre große Liebe gefunden zu haben und hofft, dass er ihr hier vor aller Augen den Hof macht. Doch da gibt es ein Problem, die Trenchards sind zwar reich, aber das nur, weil James sehr geschickte Geschäfte abwickelt, Edmund hingegen gehört zum Hochadel und wird eines Tages Fürst, denn er ist der einzige Nachkomme der Brockenhursts. Doch es kommt ganz anders als gedacht, denn schon während des Balls kommt es dazu, dass die Männer unverzüglich aufbrechen und in den Kampf ziehen müssen. Edmund fällt und Sophia bleibt mit einem Geheimnis zurück, sie ist schwanger, jedoch stirbt sie bei der Geburt des Kindes. Die Trenchards geben den Jungen in eine Pfarrerfamilie, wo er aufwächst. 25 Jahre später treffen Lady Brockenhurst und Anne Trenchard wieder aufeinander und Anne plagt das schlechte Gewissen.Meine Meinung: Dieses Buch versprüht gleich von der ersten Seite an eine so dichte Atmosphäre, dass ich mich regelrecht in die Zeit zurückversetzt fühlte. Dabei schreibt Fellows in einem Stil, der nicht nur den Flair der Zeit hervorragend wiedergibt, sondern einen direkt einfängt, dabei wirkt es aber weder abgehoben noch zu gekünstelt. Sprachlich mit einem eher gehobenen Stil, dabei trotzdem gut verständlich und flüssig hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.Spannend sind auch die Beziehungen im Adel untereinander zu beobachten. Dabei musste ich allerdings ein wenig aufpassen, denn hier sind schon sehr viele Verzweigungen der Adelsfamilien aufgeführt und ich musste gerade zu Beginn immer wieder überlegen, wer zu wem gehört und wer mit wem etwas hat oder verbändelt werden soll. Doch auch das ist absolut glaubhaft, denn es war ja zu der Zeit gang und gäbe, dass der Adel nur untereinander verbunden werden durfte und dann Familien, wie die Trenchards, zwar reich, aber trotzdem nicht besonders angesehen waren. Dabei beschreibt er geschickt, mit welchen Geheimnissen, Intrigen und anderen Machenschaften es im Adel hoch hergeht.Auch das Setting ist sehr atmosphärisch, die Beschreibungen sind zwar so detailreich, dass ich die prunkvollen Häuser direkt vor mir sehen konnte, aber es wirkt dabei nicht zu überladen oder zu ausschweifend, dass es langweilig werden könnte. Dabei ist auch die Erzählform des personellen Erzählers perfekt gewählt, denn dieser liefert bei der Erzählung ein so lebhaftes Kopfkino, dass ich schon den Eindruck hatte, einen historischen Film anzuschauen.Die Charaktere in diesem Roman sind sehr zahlreich, sei es die Adelsfamilie der Brockenhursts oder die Trenchards und natürlich mit der zahlreichen Dienerschaft dergleichen. Jeder Charakter wurde detailliert, aber auch sehr glaubhaft dargestellt. Dabei sind die einzelnen Charakterzüge geschickt ausgefeilt und jeder wirkte authentisch. Besonders spannend fand ich die beiden Damen des Romans, Lady Brockenhurst und Anne Trenchard, wobei ich die unterkühlte, versnobte Art der Lady Brockenhurst so richtig nachspüren konnte. Anne hingegen war mir sehr sympathisch, bodenständig, trotz allen Reichtums, mit einem guten Gespür und viel Empathie. Ich könnte hier noch einige weitere Charaktere nennen, die ich mochte und umgekehrt, denn dieses Buch lebt von den Charakteren.Mein Fazit:Ein gelungener Roman, der die Zeit, in der er spielt, wunderbar spiegelt. Seien es gesellschaftliche Normen und Regeln oder Intrigen, Lügen und Geheimnisse, alles ist hervorragend aufeinander abgestimmt und eingestimmt. Ein Buch für Freunde gehobeneren Sprachstils und historischen Romanen dieser Zeit, die Ränkespiele mögen.

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  • Einfache Familiengeschichte im historischen Rahmen

    Belgravia
    Vossi

    Vossi

    07. March 2017 um 19:47


    Dieses neue Buch vom Downton Abbey (habe ich nur im Fernsehen gesehen) Autor hat mich nicht total überzeugt. Erstes Drittel waren 3 Sterne zweites Drittel 4 Sterne und im letzten Drittel 5 Sterne. Es ging schließlich das ganze Buch darum. Wann wird der wirkliche Engel entdeckt. Etwas Liebe und Romantik flossen auch noch mit hinein.

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