Belgravia. Zeit des Schicksals

von Julian Fellowes 
4,0 Sterne bei76 Bewertungen
Belgravia. Zeit des Schicksals
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Positiv (57):
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Gehört in den kalten Jahreszeiten auf den Lesestapel

Kritisch (5):
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Am Ende wurde es doch noch spannend, aber warum nur war es vorher so belanglos.

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Inhaltsangabe zu "Belgravia. Zeit des Schicksals"

»Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328101956
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:13.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    AnjaArvor 3 Monaten
    Sehr schön :-)

    Der Autor Julian Fellowes hat es von der ersten bis zur letzten Seite
    verstanden mich völlig mit in die Welt des Buches zu nehmen.
    Als großer Downtown Abbey Fan liebe ich auch dieses Buch.
    Die Ähnlichkeiten sind ja offensichtlich.

    Arme und reiche Menschen spielen eine gleichsam wichtige
    Rolle im Buch. Die Verbindung zwischen ihnen ist das
    Band der Liebe.
    Das Buch spielt im 19 Jahrhundert und Liebe, Intrigen, Neid, Krieg und Missgunst
    spielen auch eine Rolle.
    Der Schreibstil des Autors ist leicht und sehr gut zu lesen.
    Die Seiten flogen nur so dahin.
    Wirklich ein zauberhaftes Buch.

    Für jeden, der historische Geschichten mit Glanz, Glamour und Tragik mag, genau das Richtige.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 5 Monaten
    Vorhersehbare Geschichte


     "Belgravia" ist eine Geschichte, die zwei Familien miteinander verbindet, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide Familien wurden durch ihre Vergangenheit miteinander verbunden und diese holt sie nun nach 25 Jahre im Jahr 1841 wieder ein. Ein junger Mann sorgt für Intrigen, Neid, Eifersucht, Irritation und Versöhnung bei den beteiligten Personen.

    Julian Fellowes hat eine leicht zu lesende Geschichte geschrieben, die sehr detailliert auf das Leben 1841 eingeht. Den Anfang der Geschichte fand ich nicht so gelungen und auch etwas verwirrend, so dass ich eigentlich erst ab Seite 75 so richtig in die Geschichte reinkam. Die Charaktere sind teilweise recht gut gelungen. Die Geschichte ist nicht neu, aber der Autor versucht durch kleine Wendungen und Irrungen Spannung aufzubauen. Leider wiederholt sich der Autor recht häufig, so dass phasenweise auch etwas Langeweile entstehen konnte.  Er bedient sich fast allen Klischees aus dieser Zeit und leider ist seine Welt auch stark in schwarz und weiß eingeteilt.  Zudem weiß man recht schnell wie die Geschichte ausgehen wird.

    So, richtig überzeugt hat mich seine Geschichte nicht. Als Serie mit großer Ausstattung und Kulisse könnte die Geschichte jedoch funktionieren.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 7 Monaten
    Mir gefiel das Buch ganz gut....

    Also ich finde eigentlich das, der Autor, dass wieder gut umgesetzt hat. Man konnte sich direkt in der Zeit wiederfinden.

    In dem Roman von Julien Fellowes geht es um zwei Familien angesiedelt in England im 19. Jahrhundert. Die Familie Trenchard, James das Oberhaupt der Familie, hat es wirklich geschafft von einem kleinen Markthändler zum Proviantmeister der britischen Armee. Für James war und ist es immer wichtig gewesen in den oberen Kreisen des englischen Adels zu agieren, nur seine Frau Anne findet seine Art sehr unangehm. Für beide ist aber sehr wichtig, dass seine Tochter Sophia gut verheiratet wird und in den Genuss vom Adel kommt.

    Der komplette Gegensatz zu Trendardfamilie ist der Clan der Familie Brockenhurst. Sie gehören zu dem alteingesessenen englischen Adel und sind gegenüber unteren Klassen sehr herablassend. Ihr Sohn Edmund verliebt sich ausgerechnet in Sophia Trendard und es dauert auch nicht lange und beide haben sowas wie eine „Affäre“ miteinander. Daraus resultiert eine Schwangerschaft von Sophia, während Edmund bei der Schlacht von Waterloo fällt. Aber auch Sophia erleidet an Kindsbettfieber nach der Geburt, James und seine Frau haben den Säugling in die Obhut eines Geistlichen gegeben, dieser zieht den kleinen Charles wie sein eigen auf.

    Man kann sagen, dass die eigentlich Geschichte dann 25 Jahre später spielt. Denn Charles weiß nicht genau wer er ist und wo er herkommt. Was aber noch schlimmer ist, dass James und auch Anne damals noch nicht mal in der Lage waren den Brockenhurst die Wahrheit zu erzählen. So kommt es natürlich wie es kommen muss und ein Familiengeheimnis scheint ans Tageslicht zukommen.

    Fazit: Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und konnte auch gut in die Geschichte eintauchen. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerne solche Art der Romane lese. Aber ich würde das Buch gerne weiterempfehlen.

    Lieben Dank an das Random Bloggerportal für das Leseexemplar.

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    zuendegelesens avatar
    zuendegelesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Gehört in den kalten Jahreszeiten auf den Lesestapel
    Gehört in den kalten Jahreszeiten auf den Lesestapel

     

    Meinung

    Was sich hinter dem Kapitel „Tanz in die Schlacht“ verbergen sollte, konnte ich nur erahnen. Als Einstieg in die Geschichte war es ziemlich pompös und turbulent zugleich. Der Duke und die Duchess of Richmond haben für den Herzog von Wellington zum Ball geladen. Auch Wellingtons Proviantmeister James Trenchard stand mit seiner Frau Anne Trenchard und Tochter Sophie auf der Gästeliste. Lord Viscont ist Sophies Verehrer. Auf dem Ball begegnen sie sich und die beiden waren sich sehr zugetan. Doch an diesem Abend sind Dinge geschehen, die Sophia ihm nicht verzeihen konnte. Sie fühlte sich von ihm hintergangen.

    Noch während des Balls näherten sich die Truppen von Napoleon Bonaparte und traten überraschend über die Grenze Brüssels. Der Ball kam zum Erliegen, dann brach das blanke Chaos los. Viele der anwesenden Männer mussten zu ihren Einheiten kehren, um sich der Schlacht zu stellen. Auch der Sohn der Schwester der Duchess, Lady Brockenhurst: Lord Viscont Bellasis. Es gab viele Tränen und ein großes Durcheinander. An dieser Stelle wurden schon Fragen aufgeworfen, die die Geschichte grundlegend im Verlauf beeinflussen. Viscont Bellasis und viele andere Männer mussten in der Schlacht von Waterloo im Juni 1815 auf dem Feld ihr Leben lassen.

    Zwischen dem Tod von Bellasis und dem Beginn der Handlung sind 25 Jahre vergangen. In dieser Zeit sind viele Dinge geschehen, die viele Fragen aufwarfen und die bis zum Schluss dafür gesorgt haben, dass sich sämtliche Familiendramen abspielen mussten. Zum Beispiel ist da das uneheliche Kind, dass Sophia von Bellasis empfangen und geboren hat. Der Junge wurde bei Pflegeeltern großgezogen. Die Trenchards erhielten regelmäßige Berichte vom Adoptivvater des Kindes. In diesem Vierteljahrhundert blieb es nicht aus, dass sich mehr Dinge zugetragen haben, die die Vergangenheit ans Tageslicht geführt haben und dunkle Geheimnisse gelüftet und böse Gerüchte gesät haben.

    Der Konflikt, der dadurch innerhalb der Familie Trenchard erstanden ist, hatte umfassende Auswirkungen. James hat seiner Frau vorenthalten, mehr Kontakt zu dem Enkel gehabt zu haben. Anne konnte das Geheimnis nicht länger für sich bewahren und hat in einem schwachen Moment mit Lady Brockenhurst über den Ball von Brüssel vor der Schlacht von Waterloo gesprochen und dabei kamen sie auf den Jungen zu sprechen. Dadurch ist ein gefährliches Spiel um den Jungen — Charles Pope — entstanden. Er erhielt urplötzlich „zu viel“ Aufmerksamkeit aus den guten Kreisen der Gesellschaft. Neben finanzieller Unterstützung für seine Baumwollfabrik bekam Charles einmalige Einladungen, die in seiner Stellung als Baumwollfabrikant oder Unternehmer nicht üblich waren. Böse Zungen versuchten mit allen Mitteln an Informationen zu kommen, weshalb Mr. Pope so interessant ist.

    Der Aufbau der Gesamtgeschichte ist sinnvoll gegliedert. Da das Buch recht dick ist, fallen die Kapitel auch entsprechend groß aus. Es gibt gerade mal 11 Kapitel darin. Deswegen benötigte ich beim Lesen manchmal eine Pause zwischendurch. Für Leser, die nicht gerne aufhören mitten im Kapitel ist das schon eine Herausforderung. Dennoch hat das Buch eine angenehme, aufbauende Spannungskurve, die nie wirklich abbricht. Die Informationen und die Geschichte sind so interessant aufgebaut, dass vieles nur erahnt werden kann. Die Lösungen finden sich zudem nicht immer direkt, manchmal dauert es auch eine Weile, bis es wieder Erwähnung findet — in der Zwischenzeit grübelte ich fleißig mit und versuchte selbst auf die Lösung zu kommen. Das Netz aus Lügen und Intrigen, das sich immer zu vergrößern scheint, sorgt für Abwechslung. An manchen Stellen war es fast unerträglich mit zu verfolgen, wie verquer die Situation doch ist. Meine Emotionen wurden voll und ganz mitgerissen und ich folgte der Handlung so aufmerksam wie möglich, um ja kein Detail zu verpassen und zwischen all den Halbwahrheiten die Wahrheit zu finden.

    Die Sprache des Buches ist sehr zeitgemäß und authentisch verfasst. Beim Lesen entführt Julian Fellowes den Leser förmlich in das 19. Jahrhundert. Beschreibt sehr detailreich und szenisch, dass sich alle Bilder wie ein Film vor Augen abspielen. Die historischen Hintergründe sind sehr gut recherchiert und regen sogar zur weiteren Selbstrecherche an. Obendrein sind viele Begriffe aus dem Lateinischen und Französischen in den Sprachgebrauch — wie zu der Zeit üblich — übernommen worden. Das verfeinert das Gesamtbild. Ich liebe es sehr, wenn Worte und Sätze zu ganzen traumhaft schön formulierten Absätzen verschmelzen und sich so Seite um Seite ohne Aussetzer lesen lassen.

    Alleine der Erzähler macht schon einiges her. Er ist geschickt eingesetzt, lenkt und führt die Geschichte, wie es sich gerade angeboten hat. Kommentiert an manchen Stellen und erstellt somit vorausblicke und macht Verknüpfungen. Es war gerade zu perfekt für diese Geschichte. Die richtige Sprache hat den richtigen Ton bekommen und dann war es schon um mich geschehen.

    Was für viele Leser sicher ein großes Manko ist, ist der große Stempel „Donwton Abbey“, der schon auf dem Cover damit wirbt. Das weckt natürlich große Erwartungen und man versucht Parallelen zu ziehen. Für meinen Teil muss ich sagen, dass ich mich davon bewusst habe nicht leiten lassen, da ich nicht enttäuscht werden wollte. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht und es gibt durchaus wiederkehrende Elemente, zum Beispiel, dass die Dienstboten eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen. Aber weites gehend bin ich davon überzeugt, dass die Geschichte etwas ganz eigenes ist.

    Julian Fellowes hat ein großes Talent für Familiendramen in der englischen Gesellschaft, das was er schreibt, liebt er. Damit kennt er sich aus. In der Serie hat er es gut beweisen können und mit diesem Buch ebenfalls. Ich kann nur jedem raten, nicht danach zu suchen, wo die Parallelen sind und stattdessen die eigentliche Geschichte zu verfolgen.

      

    Fazit

    Mit diesem Roman hat Fellowes nicht nur eine Unterhaltungslektüre geschaffen, sondern eine kurze Reise in eine glanzvolle und längst vergangene Zeit verbunden mit historischen Elementen. Diese Kombination gestaltet das Ganze ansprechend. Das Buch liegt auf einem sprachlich hohen Niveau und wirkt dabei sehr authentisch, wie es sich für das Genre gehört. Dieses Buch ist für alle Leser, die es lieben, sich den englischen Gesellschaftsdramen des 19. Jahrhunderts hinzugeben. Die es lieben, sich sprachlich verzaubern zu lassen. Belgravia bietet all das, was in den kalten Jahreszeiten auf den Lesestapel gehört und unbedingt gelesen werden sollte.

    Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

    Kommentare: 2
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    Catgirllovesbookss avatar
    Catgirllovesbooksvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Anfangs hatte ich Probleme, doch dann war ich Voll und Ganz dabei. Intrigen, Verluste und Liebe gehen hier Hand in Hand.
    Intrigantes Personal, große Gefühle und ein Familiengeheimnis

    Zusammenfassung: In der Nacht vor Waterloo findet ein glanzvoller Ball statt. Die Menschen feiern ausgelassen und besondere Aufmerksamkeit erzielen Sophia Trenchard und ihre große Liebe Lord Bellasis. Denn die beiden lieben sich - obwohl sie aus verschiedenen Schichten sind. Und während Sophia's Vater James - der Proviantmeister -  sich darüber freut, dass seine Tochter einen Lord erobert hat, sehen es die Mütter der Beiden skeptisch. Doch dann kommt die Nachricht, dass alle jungen Männer sich auf dem Schlachtfeld einfinden sollen. Und schnell wird klar, dass die Kämpfe nicht viele überleben werden. Die jungen Männer ziehen noch in festlichen Outfits in den Krieg. Und einen Tag später wird klar, dass die Schlacht schwere Verluste mit sich gezogen hat. Und während die Verluste beklagt werden, nimmt ein tragisches Geheimnis hier seinen Anfang...

    Ca. 25 Jahre später, hat sich die Lage aller verändert. Der Ball vor Waterloo ist in die Geschichte eingegangen, und alle werden beneidet die an diesem Abend anwesend waren. Doch die Schatten des Krieges sind nach wie vor spürbar. Und so kämpft die Familie Trenchard mit einem herben Verlust, genau wie die adligen Bellasis. Doch die Bellasis haben noch mit einem familiären Problem zu kämpfen - der Bruder des Lords ist ein leidenschaftlicher Spieler, doch leider bankrott. Und als er sich mit den falschen Leuten anlegt, wird es nicht nur für die Familie lebensgefährlich...

    Die Trenchards haben sich zwischenzeitlich hochgearbeitet, was James Verdienst ist. Doch sein Sohn Oliver hat seine Begabung nicht, und genießt lieber das lockere Leben. Seine Frau Susan ist frustriert, da sie keine Kinder und somit auch keinen Erben in die Familie mit einbringen kann. Als Charles Pope auf den Plan tritt, wird ein Geheimnis gelüftet, welches lange verborgen blieb. Und beide Familien sehen sich mit Problemen konfrontiert, die weitreichender sind als Beide denken...

    Meine Meinung: Belgravia, Zeit des Schicksals. Ist ein interessanter Roman. Er beinhaltet Liebe, tragische Verluste, Leidenschaft und Intrigen. Da ich Downtown Abbey weder gelesen noch gesehen habe bisher, kann ich hier keinen Bezug ziehen. Die Charaktere sind interessant und spannend geschrieben, der Stil ist flüssig.  Anfangs hatte ich ein paar Probleme in die Story hinein zukommen, denn man befindet sich praktisch sofort in den Geschehnissen, ohne dass man die Charaktere kennt.

    Aber nach den ersten Seiten war ich sofort in der Geschichte. Ich konnte den Roman fast nicht aus der Hand legen, und zum Ende hin wird er richtig aufregend und sehr spannend. Vor allem Sophia fand ich sympathisch, da sie rebellisch ist aber sie urteilt vorschnell und liebt von ganzem Herzen.

    Das Cover finde ich sehr schön. Ein Paar geht durch die nebligen Straßen Londons, der Titel ist leicht kursiv und in metallic-violett.


    Ich danke für das Rezensionsexemplar.

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    vielleser18s avatar
    vielleser18vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch ist wie eine Dampflok- es kommt langsam in Fahrt, nimmt immer mehr an Geschwindigkeit auf um dann fulminant ans Ziel zu kommen.
    Eintauchen in eine andere Zeit : faszinierende Geschichte

    Die Geschichte beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, die Ereignisse von 1815 haben auch Auswirkungen auf die Geschichte, die dann 1841 in London spielt.

    Julian Fellowes, der Autor von Downton Abbey, hat mit "Belgravia" ein ähnliches Setting gewählt. Im Vordergrund stehen die Unternehmensfamilie Trenchard und die Adelsfamilie Brockenhurst. 1815 hat sich Sophia Trenchard in den zukünftigen Earl verliebt. Doch der junge Edward stirbt auf dem Schlachtfeld und lässt eine verzweifelte und enttäuschte Sophia zurück. Denn am Vorabend hat sie mit Entsetzen festgestellt, dass die heimliche Hochzeit zwischen ihnen eine Finte war. Zurück in London stellt sie eine Schwangerschaft fest. Mit ihrer Mutter Anne fährt sie unerkannt  aufs Land und bringt einen Jungen zur Welt, Charles. Sie selbst stirbt bei der Geburt. Charles wird zur Adoption an ein kinderloses Pfarrerehepaar gegeben.
    25 Jahre später taucht Charles in London auf. Unterstützt von James Trenchard, seinem Großvater. Doch weder Charles weiß über seine wahren Eltern Bescheid, noch die Familie Brockenhurst. Als Anne Lady Brockenhurst die Wahrheit erzählt, stößt sie damit eine ganze Reihe von Ereignissen an: Zwietracht, Eifersuch, Neid, Bespitzelung, Affären, große Gefühle und eine große Liebe, die nicht sein darf.
    Der KLappentext hinten auf der Rückseite ist leider nicht ganz passend.

    Es braucht ein bisschen um in diesen Roman hinein zu kommen.  Die Geschichte ist wie eine Dampflok: sie kommt langsam in Fahrt, nimmt aber stetig immer mehr an Geschwindigkeit auf um dann fulminant ans Ziel zu kommen.
    So ging es jedenfalls mir. Aber nachdem ich warm mit der Geschichte geworden war, konnte ich irgendwann auch das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor hat diese fast 200 Jahre alte Zeit, die Menschen, ihre Gefühle, ihre Beweggründe, den Zeitgeist sehr gekonnt aufleben lassen. Ich habe mich zurückversetzt gefühlt. Abwechslungsreich erzählt er aus verschiedenen Perspektiven, erläutert gekonnt Beweggründe und Gefühle. Die Figuren agieren authentisch, menschlich, der Zeit entsprechend - und man hat als Leser das Gefühl, mitten dabei zu sein.

    Die Spannung steigt immer mehr - Julian Fellowes hat dramaturgisch eine Lunte gelegt, die einmal angezündet, dann immer schneller ans Ziel kommt. Am Ende kommt es zu einem dramatischen Showdown - und mit Wehmut habe ich dann das Buch geschlossen.
    Eine tolle Geschichte, aufwändig, impossant, spannend, abwechslungsreich und gekonnt erzählt.


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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten
    Belgravia

    Ich wollte das Buch unbedingt lesen, da es vom Autor der Serie Downton Abbey, welche ich mit großer Begeisterung geschaut habe, geschrieben wurde.
    Und ich wurde auch nicht enttäuscht.
    Die Geschichte beginnt mit dem Ball, am Abend der Schlacht um Waterloo.
    Viele reiche und adelige sind geladen, darunter auch die Familie Trenchard mit ihrer Tochter Sophie. Niemand weiß, dass Sophie und der adlige Edmund Bellasis ineinander verliebt sind. Doch Edmund wird bei der Schlacht getötet und danach ist nichts mehr, wie es war, denn Sophie ist schwanger. Und dieses dunkle Geheimnis läßt die Familien auch noch nach Jahrzenten nicht zur Ruhe kommen.

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe mich zwar erst an den Schreibstil gewöhnen müssen, aber wenn man mal drin ist, fliegen die Seiten nur so dahin.
    Ich liebe es, von dieser Zeit zu lesen und denke sofort an die ganzen Dinnerpartys, Teegesellschaften, klatschendes Personal, die nicht selten untereinander intrigieren und auch nicht immer unbedingt loyal ihrer Herrschaft gegenüber sind.
    Auch in dieser Geschichte geht es um Liebe, Verrat, Hoffnungen auf einen Neuanfang, Eifersucht, Zuversicht, es wird soviel geboten.
    Es war sehr spannend zu lesen, wie jeder mit der gegebenen Situation umgeht und ich fand die Charaktere alle, egal ob gut oder böse sehr gut angelegt.
    Da ich die anderen Romane von Julian Fellowes noch nicht kenne, mich Belgravia aber so begeistern konnte, werde ich diese bestimmt in der nächsten Zeit noch lesen.

    Ich kann dieses Buch allen Liebhabern von Downton Abbey nur wärmstens ans Herz legen, könnte mir aber auch vorstellen, dass die Geschichte auch bei denen gut ankommt, die die Serie nicht kennen.

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    ThePassionOfBookss avatar
    ThePassionOfBooksvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: abgebrochen
    Leider so gar nicht meins :(

    Nachdem ich schon länger keinen historischen Roman mehr gelesen hatte, war meine Vorfreude auf "Belgravia" sehr groß. Die Ernüchterung kam dann jedoch recht schnell. 

    Direkt zu Beginn möchte ich sagen, dass ich das Buch auf Seite 109 abgebrochen habe und sich meine Rezension nur auf die von mir gelesenen Seiten bezieht. Die Geschichte beginnt noch recht interessant mit einem Ball, bei dem man verschiedenen Familien aus den höchsten Kreisen der Gesellschaft kennenlernt. Nach kurzer Zeit erfolgt ein Zeitsprung und man befindet sich im Jahr 1841. Ab da hat mir die Geschichte gar nicht mehr gefallen. Durchweg alle Figuren wirken blass und farblos, ihre Gedanken und Gefühle bleiben platt. Auf mich wirkten die Charaktere eher wie leblose Marionetten und nicht Menschen.

    Der Schreibstil selbst hat mir auch nicht zugesagt. Es gibt mehrere Wiederholungen und mir fehlt die Lebendigkeit. Selbst als London beschrieben wurde, eine belebte, aufregende und eindrucksvolle Stadt, hätte ich einschlafen können beim lesen. 
    Letztendlich habe ich deshalb das Buch dann auch abgebrochen. Es ist nicht total uninteressant, aber mich konnte es nicht genug fesseln um wirklich weiterlesen zu wollen. Total schade, denn der Klappentext hat mich zunächst schon neugierig gemacht. 

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    FreizeitPrinzessins avatar
    FreizeitPrinzessinvor 9 Monaten
    Downton Abbey 2.0

    In diesem Buch geht es hauptsächlich um 3 Protagonisten: um die Countess Brockenhurst und das Ehepaar Trenchard. Diese drei Menschen teilen ein riesen Geheimnis welche um die Person Charles Pope spannen. Die Leser erfahren dieses Geheimnis recht schnell im Beginn des Buches. Dies fand ich sehr interessant, da man mitbekommt wie verzweifelt diese drei Charaktere versuchen das Geheimnis zu wahren, während alle anderen krampfhaft versuchen herauszufinden was die drei verbergen und dabei mit den wildesten Theorien daher kommen.


    Auch wenn der Leser zu Beginn schon den Kern des Geheimnisses kennt, wird im Laufe des Romans immer mehr enthüllt und man erlebt dennoch so einige Schockmomente. Viele die ich gar nicht erwartet hätte.


    Nicht zu kurz kommen hier Lügen und Intrigen. Davon gibt es einige, dabei geht es um Macht, den guten Ruf und der verzweifelte Kampf um die gesellschaftliche Position. Dabei sind vielen Charakteren jede Mittel recht und viele Versuchen durch Lug und Trug das beste für sich herrauszuholen. Geld spielt hierbei auch eine wichtige Rolle.

    Dadurch bleibt die Geschichte durchwegs spannend und man möchte zu jedem Zeitpunkt wissen wie es weiter geht.


    Auch interessant fand ich wie der Autor grandios die vielen verschiedenen Schichten der Gesellschaft des 19 Jahrhunderts dargestellt hat. Sei es die wirklich Reichen, die gute Mittelschicht oder die untere Schicht der Butler und Zofen. Es war wirklich sehr authentisch geschrieben und man hat sich oft in diesem vergangenen Jahrhundert verloren. Aber wen wundert es auch, ist doch Julian Fellowes der Autor der berühmten Downton Abbey Serie. Auch diese ist einfach grandios und eine Empfehlung an jeden!


    Von den drei Hauptprotagonisten ist mir keiner wirklich symphatisch geworden. Ich konnte die vielen Handlungen der jeweiligen Personen nicht nachvollziehen, zu fremd waren mir die gepflogenheiten dieser Schichten und dieser Art des Lebens.

    Wirklich symphatisch waren mir Charles Pope und Lady Maria Grey. Sie waren beide herzlich und nett, haben auf ihr Herz gehört und sich nicht von den Regeln der Aristokratie unterkriegen lassen.


    Interessanterweise scheint es 2 verschiedene Cover zu geben. Ein dunkel blaues auf dem ein Schloß zu sehen ist das sehr an Schloß Schönbrunn in Wien erinnert und ein hell blaues in dem man ein spaziergehendes Pärchen sehen kann. Ich finde mein Cover, das hell blaue, sehr viel schöner, aber das ist wohl Geschmackssache. Allerdings habe ich mir eine Szene aus dem Buch genauso vorgestellt. Auch der Titel ist im Englischen wie im Deutschen der gleiche geblieben: Belgravia. Finde ich toll das es nicht einen weit entfernten übersetzten Titel gibt. Dies finde ich immer sehr verwunderlich.



    Dies war ein sehr gelungenes Buch das mich von Anfang an gut unterhalten hat und mir viele Gedanken bereitet hat. Es war traurig, rührend, berührend, spannend und interessant gleichermaßen. Ich kann dieses Buch jedem Roman Liebhaber empfehlen und hoffe sehr das es verfilmt wird – ich würde es mir definitiv anschauen.

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    Binsches avatar
    Binschevor 9 Monaten
    Eine sehr schöne Geschichte


    Klappentext:
    Belgravia 1841: Der junge, ehrgeizige Charles Pope versucht, sich in der Londoner Geschäftswelt einen Namen zu machen. Eines Tages erscheint eine elegant gekleidete Countess in seinem Büro und bittet ihn unter einem Vorwand in ihre Villa im noblen Stadtteil Belgravia. Ehe er sich versieht,  findet sich Charles in einen Skandal verstrickt, der vor vielen Jahren bei einem glanzvollen Ball der Londoner High Society begann. Im Zentrum des Skandals schein ein dunkles Geheimnis seiner eigenen Famile zu stehen, und bald schon ist Charles Liebe zur schönen Lady Maria Grey in Gefahr ...


    Eigene Meinung: 
    Aufmerksam wurde ich auf das Buch nicht nur durch das wundervolle Cover, sondern durch den blauen Kreis mit der Aufschrift "vom Autor von Downton Abbey" und in diese Serie war ich regelrecht verliebt.
    Die Geschichte spielt sich in einem Ort in England namens Belgravia.
    Beginnend mit einem Ball vor dem Krieg in Waterloo, auf dem nicht alle Gäste willkommen waren, machte die Geschichte dann einen Sprung ca. 25 Jahre später.
    Sehr gut gefiel mir, dass man in dem Buch verschiedenen Personen folgte, so hatte man den perfekten Einblick in die Geschichte. So konnte mann zb. die Oberschicht mit Lady Brockenhurst, aber auch die Dienerschaft mit Ellis begleiten.
    Die Geschichte handelt um den 25 jährigen Charles Pope, der Adoptivsohn eines Pfarrers, dessen Vater im Krieg und seine Mutter nach der Geburt verstarben. Charles Pope versucht sich ein eigenes Gewerbe aufbauen und da ist es um so verwunderlicher, dass ausgerechtet zwei wohlhabende Familien Interesse an seinem Gewerbe zeigen und ihm finanziell so großzügig unter die Arme greifen.
    Die große Frage ist hier nun, ob der Glaube an Popes Unternehmen wirklich so groß ist oder eventuell doch was anderes dahinter steckt?
    Auch eine Liebesgeschichte kommt nicht zu kurz, aber auch das gestaltet sich nicht so einfach, da es damals ja noch nicht üblich war, dass sich die obersten mit den untersten Schichten vermischen.
    Natürlich kommen auch bei Belgravia, wie bereits auch schon bei Downton Abbey, Geheimnise, Tuscheleien und Intrigen nicht zu kurz.
    Stellenweise empfand ich das Buch allerdings ein wenig zu ruhig, was sich aber meist rasch wieder änderte.
    Da ich gerne Bücher immer von Kapitel zu Kapitel lese, empfand ich diese teilweise ein wenig zu lang.


    Fazit:
    Ein wirklich schönes Buch, dass ich nur empfehlen kann.
    Danke an das Bloggerportal und den Penguinverlag für das tolle Rezensionsexemplar.

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