Julian Gloag

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Als ob nichts geschehen wäre, Schlafende Hunde lügen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Julian Gloag

Als ob nichts geschehen wäre

Als ob nichts geschehen wäre

 (1)
Erschienen am 11.08.2009
Schlafende Hunde lügen

Schlafende Hunde lügen

 (1)
Erschienen am 01.01.1984
Als ob nichts geschehen wäre

Als ob nichts geschehen wäre

 (0)
Erschienen am 01.01.1964

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Rezension zu "Schlafende Hunde lügen" von Julian Gloag

1980, College Milieu in Cambridge, Psychiater stößt an seine Grenzen
GersBeavor 3 Jahren

Inhalt (Klappentext):

Dieser mit Intelligenz und ungewöhnlicher Spannung
geschriebene Roman erzählt die Geschichte eines ebenso psychologischen wie
kriminalistischen »Falls«. Er beginnt mit einer scheinbar alltäglichen
Situation: Dr. Welchmann, ein erfahrener Psychiater in Cambridge, übernimmt
einen neuen Patienten mit einem interessanten Symptom. Alex Brinton, ein junger
Student, leidet unter einer zwanghaften Angst – er kann die Treppe im Seminar
nicht hinuntergehen.

Dr. Welchmann leitet routinemäßig die Analyse ein und deckt
schließlich die traumatische Erfahrung seines Patienten auf: Alex Brinton
musste als kleines Kind beobachten, wie seine Mutter die Kellertreppe hinunterstürzte
– oder gestoßen wurde – und dabei starb.

Seitdem lebt die ganze Familie Brinton in einer Atmosphäre von Verdacht und Schuld. Damit erfährt der Therapiefall eine dramatische Steigerung.

Als Dr. Welchmann sich entschließt, den Rat eines Kollegen: »Wecken Sie keine schlafenden Hunde« zu überhören, begibt er sich in das unabsehbare Labyrinth einer Familientragödie, die mehr und mehr auch ihn selbst, sein Leben, sein Zuhause, seine Ehe betrifft. Er, der lediglich ein Symptom mitrationalen Mitteln kurieren wollte, hat nun mit seinen eigenen Geistern zu kämpfen…

Julian Gloag ist mit Schlafende Hunde lügen eine hervorragende Synthese des psychologischen Romans mit dem Detektivroman gelungen. Das Geschehen, voller Schocks, Überraschungen und Logik wie das Unbewußte selbst, lässt den Leser nicht mehr los.

Der Autor (Klappentext):

Julian Gloag wurde in London geboren. Nach seinem Studium in Cambridge ging er für längere Zeiten in die Vereinigten Staaten, wo er zuletzt als Verlagslektor in New York arbeitete. Seit 1963 freier Schriftsteller; lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in Paris. Schlafende Hunde lügen ist nach Als ob nichts geschehen wäre und Die sanfte Tote sein dritter Roman.

Rezension:

Dr. Hugh Welchmann ist ein nikotinsüchtiger Psychiater in Cambridge. Zusammen mit seiner kalten beziehungsunfähigen Frau Julia wohnt er im kalten blumenlosen Landhause Hillside. Die englische Oberschicht mit ihrem klassenspezifischen Smalltalk, ihren gesellschaftlichen Konventionen und »Spielchen« sind detailreich beschrieben und gut getroffen: ständig wird ein Drink genommen und massenhaft geraucht ;-).

Der Kriminalfall wird aus verschiedenen Sichten geschildert: der der Betroffenen und Verdächtigen und vor allem aus dem Blickwinkel des Psychiaters.

Mit jeder neuen Tatsache, jeder neuen Erläuterung von Beteiligten zerfallen die bisherigen Erkenntnisse in viele kleine Mosaiksteinchen und werden mühsam wieder neu zusammengesetzt.

Hugh verliert seine professionelle Distanz und mischt sich aktiv in die Ermittlungen ein – nicht zu seinem Vorteil. Am Ende steht er vor dem Scherbenhaufen seines bisherigen Lebens.

Dieses ständige Drehen und Wenden der Tatsachen fand ich einerseits ermüdend und mitunter sehr langatmig, andererseits war ich oft überrascht und wollte unbedingt wissen wie die Geschichte ausgeht.

Ich vergebe 4 Sterne mit einer Tendenz zu eher 3,5 Sternen.

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Rezension zu "Als ob nichts geschehen wäre" von Julian Gloag

Rezension zu "Als ob nichts geschehen wäre" von Julian Gloag
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Jens Wawrczecks neues Hörbuch ist wie seine Vorgänger aus der Edition AUDOBA etwas ganz Besonderes. Der Sprecher und Schauspieler hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu unrecht vergessene Texte wieder ans Licht zu holen, um ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient haben. Mit viel Feingefühl und Geschick ist ihm das auch bei diesem Buch wieder gelungen.

Julian Gloag erzählt die Geschichte der Geschwister Hook. Die sieben Kinder leben mit ihrer kranken Mutter im südlichen London. Ihren Vater haben sie noch nie kennengelernt. Als die Mutter stirbt, ist den Kindern klar, dass sie ins Waisenhaus kommen, sollte ihr Tod bekannt werden. So entschließen sie sich, die Leiche ihrer Mutter heimlich im Garten zu begraben, und einfach so zu tun, als ob nichts geschehen wäre. Dass das gar nicht so einfach ist, kann man sich denken... Zunächst halten sich alle an die Regeln, die noch zu Mutters Lebzeiten galten. Elsa nimmt als Älteste automatisch die Rolle der Anführerin ein, die übrigen Geschwister Hubert, Dinah, Dunstan, Jiminee, Gerty und Willy fügen sich ihren Anweisungen. Doch schon bald verändern sich die Kinder. Kaum merkbar verschiebt sich der Einfluss der einzelnen Geschwister in der kleinen Gruppe, es entstehen erste Konflikte und schließlich kommt es, wie es kommen musste. Ein weiteres Unglück geschieht, das kaum zu verbergen ist und wieder bangen die Kinder, dass ihr Geheimnis auffliegt...

Wer bereits von Jens Wawrczeck gelesene Hörbücher kennt, weiß, dass er besonders gefühlvoll und intensiv liest, ohne dafür seine Stimme großartig verstellen zu müssen. Er kann mit nur kleinen Veränderungen in der Aussprache und des Tons die verschiedenen Charaktere so spielen, dass auch der Hörer sofort weiß, welche Person gerade spricht. Bei diesem Hörbuch ist ihm das allerdings in einer Perfektion gelungen, die einen staunen lässt. Sei es der erzählende Hubert, der stets versucht, vernünftig und klug zu entscheiden, Elsa, die große, aber im Herzen auch noch kindliche Schwester, der finstere Dunstan oder die Kleinen, Gerty, Willy und der süße, leicht stotternde Jiminee. Wawrczeck hat sie alle zum Leben erweckt und man kann einfach nicht anders, als gebannt der Geschichte zu lauschen. Wawrczeck nutzt nur zarte Nuancen, doch insgesamt gesehen so intensiv ausgeführt, dass man nicht nur vom Inhalt der Story sondern ebenso von seiner Sprecherleistung berührt und begeistert wird. Die Wahl des abschließenden Musikstücks ist ebenso gefühlvoll ausgefallen. Das schlichte Schlaflied "Sleepy Baby" ist ein harmonischer Abschluss dieses bewegenden Hörbuchs, den man sich besser nicht vorstellen könnte. Ebenso passend wie dieser Song ist auch die von Henrik Albrecht arrangierte Zwischenmusik. Zarte Geigenklänge unterstreichen die Intensität der Geschichte und treffen so mitten ins Herz. Abermals eine tolle Zusammenarbeit der beiden Künstler.

Auf sechs Cds beweist Jens Wawrczeck hier eindrucksvoll sein Können und obwohl es sich um eine gekürzte Lesung handelt, wird die Aussage und Wirkungsstärke von Julian Gloags Buch mehr als deutlich. Man darf gespannt sein, welche literarischen Schätze Jens Wawrczeck noch ausgraben und vertonen wird, denn eines ist sicher: es wird wieder außergewöhnliches Lauschgut sein.

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Rezension zu "Als ob nichts geschehen wäre" von Julian Gloag

Rezension zu "Als ob nichts geschehen wäre" von Julian Gloag
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Ich habe diese Hörbuch nach dem 35 Track etwas abgebrochen da ich die Stimme einfach unerträglich fand wenn die Kinder oder die Mutter nachgesprochen wurden.
Handlung:
Als die Mutter stirbt begraben die Kinder sie im Garten und versuchen zu leben als "Ob nichts geschehen wäre" .Sie sind mit ihrer Trauer alleine, vertrauen niemanden ausser sich selbst. Jeder versucht seine Rolle in der Familie zu finden.
Dann kommt heraus das eine der Schwestern von einem "Garagenmann" missbraucht wurde und wird von den Geschwistern bestraft.
Wie es weitergeht kann ich nicht eburteilen da ich das Höbuch abgebrochen hab.
Mich hat es nicht annähernd überzeugen können.

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