Julian Heun

 3.6 Sterne bei 22 Bewertungen
Julian Heun

Lebenslauf von Julian Heun

Julian Heun lebt. Geboren wurde er 1989 in Berlin, Abitur 2008. Danach trieb er sich durch Indien, Süd- und Mittelamerika und ein Praktikum bei der BILD. Gerade studiert er Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der FU Berlin. Seit 2007 ist er auf Poetry Slam-Bühnen zu finden und hat einige Preise von unterwegs mitgebracht wie z.B. drei mal den des deutschsprachigen Vizemeisters. Er war Gast des Goethe-Instituts bei internationalen Poesiefstivals in Spanien, Italien, Ukraine, Kolumbien und den USA. Julian Heun ist Projektleiter beim Poesiefestival Berlin 2013 und organisiert und moderiert monatlich mit Wolf Hogekamp den Bastard Slam in der Ritter Butzke. Außerdem ist er Teil der Lesebühne Spree vom Weizen und des Spoken-Word-Ensembles Allen Earnstyzz.

Alle Bücher von Julian Heun

Strawberry Fields Berlin

Strawberry Fields Berlin

 (22)
Erschienen am 01.09.2014

Neue Rezensionen zu Julian Heun

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Rezension zu "Strawberry Fields Berlin" von Julian Heun

Strawberry Fields Berlin
Themistokelesvor 5 Jahren

Irgendwie hatte ich hier beim Lesen die ganze Zeit den Eindruck, dass dieser Roman die Leser ziemlich spalten würde. Entweder mag man diesen Schreibstil mit den vielen Neologismen, ewig langen oder extrem kurzen und oftmals seltsam verschnörkelten und auf mich auch inhaltlich sehr wirr wirkenden Sätzen, empfindet das Ganze als Wortkunst und Poesie oder man findet es wahrscheinlich einfach grausam und extrem überzogen.

Wie man sicherlich schon merken kann, bin ich eher negativer Meinung über dieses Buch. Ich finde diesen Stil, in dem es verfasst ist, einfach extrem gruselig, weil er so hochtrabend wirken will, aber es oft in meinen Augen einfach nicht schafft, sinnfrei ist und wie eine unlogische Aneinanderreihung seltsamer Wortschöpfungen wirkt, was mich teilweise beim Lesen echt verrückt gemacht hat.

Zudem fehlte für mich einfach eine Art Handlung in diesem Buch, das irgendwie nur über zwei extrem unsympathische Männer zu berichten scheint, die beide sehr seltsame Probleme haben, weil sie entweder nicht wissen, was sie bloß mit ihrem Leben anfangen sollen oder anderen scheinbar die Schuld dafür geben müssen, dass ihr Leben nicht so ist, wie sie gern hätten, obwohl er und die Beschuldigten sich nicht einmal kennen.

Aber wenigstens hat mich das Buch noch gelehrt, dass das Wort Hipster nicht nur eine Bezeichnung für Damenunterwäsche ist, sondern auch einen bestimmten Kleidungs-, wie Verhaltensstil zu beschreiben scheint. Zunächst hat mich das nämlich enorm verwirrt, da ich neben dem für mich sehr seltsamen Stil einfach auch immer wieder an Unterwäsche denken musste, da das Wort Hipster so verdammt oft in diesem Roman vorkommt, dass ich es am Ende fast schon nervig fand. Wobei ich das Verhalten von dem Charakter Schüttler, der so einen extremen Hass auf Hipster zu haben scheint, einfach nur ekelhaft und verabscheuungswürdig finde und mir diesen Part des Buches nur noch unsympathischer machte, als den Part des anderen Mannes, Robert.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind auch die vielen Sprünge zwischen den beiden Erzählsträngen, vor allem, da manchmal zu einem nur ein bis zwei Sätze kommen und dann sofort wieder zum anderen gesprungen wird. Wobei dann diese zwei Sätze im nächsten Part noch einmal wiederholt werden, was mich ehrlich gesagt einfach nur genervt hat. Die Konklusion aus dem Ganzen, was man so über die Zeit erfährt, war aber auch sehr vorhersehbar, wodurch das Ende des Buches zwar einer gewissen Logik nicht entbehren kann, wenn es auch einfach nicht meins war, wie das gesamte Buch mir einfach nicht gefallen hat.

Manche werden das Buch bestimmt lieben, da sie auf diesen für mich einfach nur komischen Schreibstil stehen und vielleicht den Autor auch einfach besser verstehen, als ich es tue. Man mag vielleicht auch eher ein Stadttyp sein, um dieses Buch wirklich zu verstehen, ich verstehe es nicht und finde es vollkommen sinnbefreit. Daher meine eindeutige Einschätzung, dass es polarisieren wird, denn ein "ich finde es ganz ok" kann ich mir nicht vorstellen, aber wer weiß, vielleicht gibt es auch diese Meinung.   

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Rezension zu "Strawberry Fields Berlin" von Julian Heun

Wer ausgefallenes mag, wird dieses Buch lieben
Kanjugavor 6 Jahren

Vorweg möchte ich zu Thema Inhalt sagen, dass es eigentlich keine Geschichte im normalen Sinne ist. Man erlebt ein paar Tage im Leben der beiden Hauptprotagonisten (Tagebucheinträgen nicht unähnlich) und lernt zu verstehen, wie sie wurden, was sie am Ende sind. Es geht nicht darum, was sie erleben, sondern was das Erlebte mit ihnen macht.

Inhalt
Schüttler ist ein Boulevardjournalist der nur wenig Freude im Leben hat. Lediglich Gin Borgward, hin und wieder Drogen und die Jagd auf Hipster mit seinen Freunden lässt ihn seinen Alltag halbwegs ertragen. Er kann sein Leben eigentlich nicht ausstehen, ist aber zu lethargisch um etwas zu ändern und wüsste auch garnicht was.

Robert hingegen weiß genau was er will: Luca wiedersehen. Und die hält sich in Strawberry Fields, Indien auf. Eigentlich ist nichts dort, wie Robert es sich vorgestellt oder gewünscht hätte, aber er ist perfekt darin sich alles schön zu reden solange nur Luca bei ihm ist. Drogen, Partys, Nichtstun und sinnlose pseydo-philosophische Gespräche bestimmen seinen Alltag bis er erkennen muss, dass man seinem Leben eine Richtung geben sollte um sich nicht selbst zu verlieren.

Meinung
In diesem Buch geht es vorrangig um die Sprache und diese versteht Herr Heun zu spielen wie ein Musiker sein Instrument. Er zupft hier sachte an einer Saite, schlägt da einen lauten Ton an und der geneigte Leser hört zu und versteht (oder auch nicht ;o) ). Etwas zu oft werden Drogen konsumiert und Schüttler geht -meiner Meinung nach- bei seiner Hipsterjagd eindeutig zu weit. Aber nichts destotrotz hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Charaktere waren überzeichnet und trotzdem durchaus glaubwürdig und konsequent zuende gedacht. Die Geschichte schwächelt ein wenig, hat bis auf zwei Ausnahmen keine wirklichen "Überraschungen" parat aber das ist hier nicht weiter schlimm.

Fazit
Wem eine ausgefallene Sprache gefällt und wer kein Problem mit akrobatischen Sätzen hat, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Wer hingegen einen Satz ungern zweimal hintereinander liest um ihn besser zu verstehen und "echte" Geschichten mit strukturierter fortlaufender Handlung bevorzugt, der sollte hiervon lieber die Finger lassen.

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Rezension zu "Strawberry Fields Berlin" von Julian Heun

Strawberry Fields Berlin
Muffin02vor 6 Jahren

Inhalt:
Der Autor Julian Heun erzählt in "Strawberry Fields Berlin" die Geschichte zweier Männer.
Robert unternimmt eine Reise durch Indien und landet in Strawberry Fields.
 Sein großes Ziel ist es, seine Traumfrau Luca wiederzufinden. Doch dann gerät er in ein Leben voller Drogen und Nichtstun, aus dem es nicht so leicht ist wieder hinauszufinden.
Schüttler arbeitet als Boulevard-Journalist in Berlin. Eine viel größere Leidenschaft als sein Job stellt für ihn jedoch die "Hipster Jagd" da, denn die Hipster sind seine schlimmsten Feinde.
Wie hängt die Geschichte der beiden wohl zusammen?

 

Meine Meinung:
Julian Heun ist Poetry-Slammer. Und das merkt man dem Buch auch an. Am Anfang fiel es mir sehr schwer, mich an den Schreibstil des Buches zu gewöhnen. Viele Sätze, oft sogar ganze Passagen, musste ich mehrmals lesen, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Glücklicherweise wurde das dann aber immer seltener und ich begann mich an den Schreibstil zu gewöhnen.
Wenn ich den Schreibstil ganz objektiv bewerten soll, so glaube ich durchaus das er sehr gut ist. Die Sprache ist wirklich sehr poetisch und außergewöhnlich.
Doch im großen und ganzen war der Schreibstil für mich persönlich einfach nicht so, dass es mir super gefallen hatte. Ich kam einfach nicht so gut damit klar, auch wenn es mit der Zeit besser wurde.
Und da der Schreibstil in dem Buch der Handlung vorangestellt ist, wurden es für mich leider nur 3 Sterne. Denn Handlung ist mir bei einem Buch dann doch immer wichtig.
Trotzdem möchte ich noch einmal darauf hinweise, dass ich das Buch durchaus für ein gelungenes Werk mit viel Potential halte.

 

Fazit:
Dieses Buch wird definitiv seine Fans haben. Um jedoch nicht von dem Buch enttäuscht zu werden sollte einem klar sein, dass man es hier keineswegs mit einem "nebenbei-Buch" zu tun hat. Ich würde sogar sagen, man sollte das Buch mehrmals lesen, um das gesamte Buch besser zu verstehen.
Wer sich jedoch auf ein Buch mit einem anspruchsvollen Schreibstil freut, welcher für ihn eine größere Rolle als die eigentliche Handlung spielt, wird nicht enttäuscht werden.

 

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Gespräche aus der Community

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Verehrte Leser,

mein Name ist Julian Heun, ich komme aus Berlin und studiere gerade Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der FU Berlin. Neben dem Studium schreibe ich für Slambühnen, Literaturzeitschriften und Zeitungen und trete seit einigen Jahren auf Slambühnen im deutschsprachigen Raum auf.

Ich freue mich sehr, dass im März endlich mein erster Roman mit dem Titel «Strawberry Fields Berlin» im Rowohlt Berlin Verlag erscheint. Ich lade euch hiermit ganz herzlich zu einer gemeinsamen Leserunde zu meinem Buch ein.

Worum geht es in «Strawberry Fields Berlin»? Der Roman handelt von zwei jungen Männern und ihren Geschichten: Schüttler, ein Berliner Boulevardjournalist, durchlebt sadomasochistische Arbeits­tage, muss grenzdebile Artikel und Pro­mi­-Storys schreiben. In der Freizeit treibt er sich mit einer Bande herum, die auf behorn­brillte Hipster schießt - mit Sektkorken. Doch trotz aller Abgebrühtheit träumt Schüttler von einem anderen Leben … Ein Leben, das Robert gefunden zu haben glaubt. Robert ist ausgestiegen aus dem deutschen Mief und reist nun, bis über beide Ohren verliebt, der schönen Luca durch Indien hinterher. Er findet sie in einem Hippie-Camp auf den Andamanen, feiert, lebt und liebt. Doch die Romanze wie die endlosen Partys werden Robert bald fremd und fremder.

Hier findet ihr eine Leseprobe, um schon einmal vorab in die Geschichte hineinzulesen:

http://www.rowohlt.de/fm/131/Heun_Strawberry_Fields_Berlin.pdf

Wer hat Lust, mit mir zusammen mein Romandebüt  zu lesen und zu diskutieren?

Rowohlt Berlin stellt insgesamt zwanzig Freiexemplare zur Verfügung. Die Bewerbungsfrist endet am kommenden Montag, den 25. Februar um 12.59 Uhr. Bewerbt euch einfach unter «Bewerbung als Testleser» und schreibt mir, warum gerade ihr an der Leserunde teilnehmen wollt.

Ich freue mich sehr auf Eure Bewerbungen und auf eine spannende Leserunde mit euch!

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Julian Heun wurde am 08. Mai 1989 in Berlin (Deutschland) geboren.

Julian Heun im Netz:

Community-Statistik

in 39 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

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