Julian Holland Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt“ von Julian Holland

Legendäre Züge verströmen einen nostalgischen Reiz und versetzen den Reisenden aus dem Digitalzeitalter zurück ins 19. Jahrhundert, als über den Gleisen noch der Rauch der Dampflokomotiven aufstieg. »Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt« macht Lust, sich auf diese altmodische Form des Reisens einzulassen. Der Autor Julian Holland, ein anerkannter Eisenbahnexperte, stellt 50 große Eisenbahnrouten auf allen Kontinente vor: von der Cumbres & Toltec Scenic Railroad in den Rocky Mountains über die berühmte Darjeeling Himalayan Railway bis zur Trans-Australian Railway. Aber auch die Strecken direkt vor unserer Haustür - die Jungfraubahn in der Schweiz, die Harzer Schmalspurbahnen oder die Ferrocarril de Sóller in Mallorca - werden ausführlich und liebevoll beschrieben. Die Kapitel sind reich illustriert und bebildert, und es gibt Informationen zur Spurweite und Länge der Strecke sowie die wichtigsten Stationen und eine Übersichtskarte mit dem Streckenverlauf. Ein großartige Reise um die Welt auf Schienen, nicht nur für Zugfans.

Tolle Bilder, gute Infos und seltene Schätze dicht an dicht.

— derMichi
derMichi
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  • Faszinierend und hochwertig in der Darstellung

    Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    16. March 2016 um 14:02

    Faszinierend und hochwertig in der DarstellungGerade wenn man in Deutschland lebt, muss man eigentlich nicht unbedingt in die Ferne Reisen, umfasst ein oder andere Stück Eisenbahnromantik zu erleben. Vielfache Naturerlebnisse und besondere Eisenbahnmomente sind inzwischen an vielen Orten in Deutschland möglich. Von denen der Harz und Thüringen auch wunderbar bebildert Erwähnung im Buch finden.Für den wahren Eisenbahnromantiker aber taucht der Bildband natürlich tief ein in auch exotisch, ferne Welten.Liegt die Zahnradbahn am Jungfrauenjoch (durch die Eiger-Nordwand hindurch) noch nahe (ebenso wie die Aluba-Bahn, beide in der Schweiz), finden sich bereits in Europa schon so manch entlegen Orte in Norwegen oder auf Korsika.Aber auf allen Kontinenten lassen sich intensive Eisenbahnerlebnisse finden, werden Routen im Buch vorgestellt, die zwar einiges an Anreise mit sich bringen, dafür aber reich entschädigen. Wie die durchweg hochwertigen Fotografien mit den entsprechenden Landkarten und dem ebenso reichhaltigen, erläuternden Textteil wunderbar vor Augen führen.Beeindruckend, wie sich die brachial wirkende Lokomotive im Sudan durch fast orangefarbene Wüste vorarbeite und interessant zu lesen über den allmählichen Niedergang der ehemals wichtigsten Verkehrsverbindung im Sudan seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.Oder die faszinierenden, fast altertümlich wirkenden Bilder der chinesischen Dampfeisenbahnen, die dort nicht aus romantischen Erinnerungszwecken wie hierzulande noch in Betrieb gehalten werden, sondern als ganz normale Arbeitsmaschinen vielfach benutzt und benötigt werden. Eindrücke wie aus der Frühzeit der Industrialisierung Europas.Und als Kontrast dazu der Nilgrini-Mountain-Railway, mitten durch paradiesisch wirkende, üppige Landschaft in Südindien.Ob Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und Australien, vielfach sind die Eindrücke, die Holland bildlich beeindruckend und textlich informativ in diesem hochwertigen Bildband vereint, und durchaus gelingt Holland ein um das andere mal auch der verblüffende Blick auf ansonsten kaum bekannte und außerhalb von „Kennerkreisen“ wenig erwähnten Strecken, Landschaften und Eisenbahntechnik.Eine rundum gelungene, sehr zu empfehlende Lektüre.

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  • Für Bahnfans und Rucksacktouristen. Oder solche die es werden wollen.

    Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt
    derMichi

    derMichi

    10. November 2015 um 09:49

    Wenn Geld und Zeit nicht für eine Weltreise ausreichen, dann hilft es manchmal, ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Für potentielle Globetrotter und Eisenbahnfreunde dürfte diese Neuveröffentlichung von National Geographic daher eine wahre Augenweide und Fundgrube sein. Szenekenner Julian Holland stellt hier auf gut dreihundert prall gefüllten Seiten verschiedenste Bahnstrecken auf der ganzen Welt vor. Kein Kontinent wird ausgelassen, sowohl Geheimtipps als auch eingefleischten Eisenbahnfans bereits bekannte Strecken werden mit reichlich Fachkenntnis vorgestellt. Dass dabei eine Auswahl getroffen werden musste, liegt auf der Hand. Obwohl man gerade in Deutschland noch eine Menge weiterer interessanter dampfbetriebener Strecken findet, werden hier lediglich die Harzer Schmalspurbahnen und die Regelspurstrecke durch den Thüringer Wald erwähnt. Dafür gibt es gerade in Gegenden wie Java, Indien, Kuba, Südamerika und im Nahen Osten Raritäten zu entdecken, die man vorher womöglich eher weniger auf dem Schrim hatte. Auch über den aktuellen Status der jeweiligen Bahnen wird informiert, so dass niemand vergeblich vor Ort nach einer seltenen Breitspurstrecke im Grenzgebiet von Afghanistan und Pakistan suchen muss. Schön, dass auch solchen mittlerweile stillgelegten Verbindungen reichlich Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein besonderes Highlight sind die großformatigen Karten und Fotos, die das Beschriebene passend illustrieren. Das gibt einen guten geografischen Überblick und bei den Fotografien ist manches Kunstwerk dabei, das Respekt verdient. Seien es endlose Wüstenstrecken wie auf dem Titelbild, die riesigen Wälder und Fjorde von Kanada oder Norwegen, oder auch der verschneite Brocken, an dessen Hang sich ein Dampfzug mit kilometerweit zu sehender Rauchwolke entlangkämpft. Wer auf Fernweh mit Eisenbahnflair abfährt, der ist hier also genau richtig. Das Buch ergänzt sich außerdem mit vielen anderen einschlägigen Bänden, in denen die bekannteren Strecken der Welt bereits vorgestellt wurden. Originaltitel: Great Railway Journeys of the World Seitenzahl: 304 Format: 22,7 x 28,4 cm Verlag: National Geographic / Piper

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  • Reisen mit der Eisenbahn

    Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    11. October 2015 um 18:44

    Eisenahnreisen haben ihren ganz besonderen Charme. Die kleinen, urigen Kabinen, in denen kaum Platz für sich und den Koffer ist. Nachts in den Schlaf geschaukelt zu werden, dabei das Rattern des Zuges im Ohr. Duschpläne wie im Londoner Studentenwohnheim. Die langen Abende im Bistro bei gutem Essen und noch mehr Getränken. Die Bekannt- und Freundschaften, die man in der Zeit knüpft. Die Orte, die man passiert und die, die man bei den Ausflügen erlebt. Die Landschaft, die an einem vorbeizieht. Eisenbahnreisen sind etwas ganz besonderes und mit keiner anderen Art zu reisen, zu vergleichen. Manche sagen jetzt vielleicht "Busreise sind doch ähnlich!", aber nein, das sind sie ganz sicher nicht.  Julian Holland nennt in Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt rund 50 Zugreisen. Die meisten davon finden in Europa statt, ein paar in Afrika, ebenso in Nord- und Südamerika, viele in Asien und zwei in Australien. Es sind also wirklich Eisennahnreisen aus aller Welt. Eine kleine Weltkarte zeigt, wo in etwa die Reisen stattfinden. Bevor es mit der Vorstellung der Reisen losgeht, erzählt Julian Holland in einem ausführlichen und bebilderten Vorwort, was ihn dazu gebracht hat, dieses Buch zu veröffentlichen. Alles fing an mit einem Besuch in der Bibliothek und dem Buch Far Wheels...  Bei den Reisen selbst ist nicht nur für Reiselustige, sondern auch für Eisenbahnfans etwas dabei. Die erste Strecke, die vorgestellt wird, sind die Harzer Schmalspurbahnen. Sie sind insgesamt 140km lang, die Spurweite beträgt 1000 Millimeter. Es gibt drei mögliche Routen: die Harzquerbahn, die Brockenbahn und die Selketalbahn, die allesamt durch den Harz führen. Ein Kartenausschnitt zeigt an, wo genau die drei Routen verlaufen. Neben Informationen zu den Reiserouten gibt es auch immer wieder geschichtliche Informationen. Beispielsweise wann die erste Schmalspurbahn im Harz in Betrieb genommen wurde. Oder geographische Informationen wie die höchste Erhebung. Informationstechnisch ist wohl für jeden etwas dabei.  Das Textlayout gefällt mir sehr gut. Ein Blocksatz sorgt für Ordnung, es ist zweispaltig geschrieben. Die Schrift ist klein, aber nicht zu klein. Übergroße Buchstaben am Anfang mancher Absätze durchbrechen das sonst recht monotone Schriftbild. Die Fotos gliedern sich perfekt ins Layout ein (was leider nicht immer der Fall bei National Geographic Bildbänden ist, deshalb betone ich das gelungene Layout hier extra).  Und dann die Fotos. Hach, die Fotos. Züge, die dicke Dampfwolken ausstoßend durch eine verschneite Waldlandschaft fahren. Eisenbahnen im Porträt und Profil, mal mit Menschen, mal ohne. Ihre schier endlose Länge. Die Atmosphäre mancher Bahnhöfe, vor allem bei Nacht. Zugbrücken miten im Gebirge. Städte, Wälder, Gebirge, Strände, Seen, winzig Dörfer im Nirgendwo. Alte Eisenbahnen, die für nostalgisches Schwärmen sorgen. Moderne Züge, die durch die Landschaft rauschen. Schienen, die sich durch die Landschaft schlängeln. Ich weiß nicht, in welches Bild ich mich mehr verliebt habe: die Schneelandlandschaft oder das, das im Hintergrund einen Zug im Profil zeigt und im Vordergrund ein neugieriges Känguru.  Die spektakulärsten Eisenbahnreisen der Welt ist mit Vorsicht zu genießen, denn wer es aufschlägt, wird den starken Drang verspüren, seinen Koffern zu packen, seine Kamera einzustecken und zu sehen, wohin der nächste Zug einen bringen mag. (c) Books and Biscuit

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