Julian Lees So fern wie der Himmel

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Inhaltsangabe zu „So fern wie der Himmel“ von Julian Lees

Der fulminante Debütroman eines geborenen Erzählers! Als der zarentreue Vassya während der Oktoberrevolution an die kommunistischen Milizen verraten wird, beginnt für die Trofimows jäh ein gefahrvoller und entbehrungsreicher Spießrutenlauf – vom heimatlichen Sibirien bis in die schillernde Wirtschaftsmetropole Shanghai. Aber auch in China kämpfen die russischen Flüchtlinge ums nackte Überleben inmitten von Armut und politischem Terror. Bis Vassyas Tochter Agrapina eines Tages dem jungen Eurasier George Talbot begegnet. Denn Georges Erbe ist sein unbeugsamer Wille. Und ein Herz, das die Erfüllung seiner Liebe gegen alle Widerstände sucht ... • Nicholas Sparks trifft Doktor Schiwago: ein hinreißender Roman über die unbeugsame Kraft einer großen Liebe. • Der junge englische Autor Julian Lees verwebt die Geschichte seiner Familie zu einem bewegenden Schicksalsroman.

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  • Rezension zu "So fern wie der Himmel" von Julian Lees

    So fern wie der Himmel
    traumwald

    traumwald

    10. October 2011 um 19:50

    Als der zarentreue Wassya im Jahre 1918 während der Oktoberrevolution durch seinen hinterlistigen Vetter an die kommunistischen Milizen verraten wurde und das Haus der Trofimows in ihrem Heimatort Klara in Brand gesetzt wurde, gab es für Wassya nur eine Möglichkeit, sich und seine Familie zu retten. Mit wenigen Habseligkeiten, die vor dem Feuer einigermaßen verschont blieben, begann für die Familie eine verlustreiche und kräftezehrende Flucht. Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn in Richtung Sibirien und quer durch Eurasien war ein einziger Höllentrip. Geplagt von Krankheit und Hunger siechten die Flüchtlinge wie die Tiere in ihrem eigenen Exkrementen dahin. Der Geruch in den Waggons war bestialisch. Krankheiten und Armut war Allerorts zu sehen. An einer Haltestation trug man aus den Holzwaggons die vielen verendeten Leichen nach draußen. Mehrere Wagen zogen an ihnen vorbei, auf denen man sie aufgekarrt und fortgebracht hatte. Es war die Hölle! Als der Zug nach mehreren Tagen an der Endstation angelangt war, kam neben der Trauer und dem vor Hunger knurrenden Mägen die unglaubliche Erkenntis, dass sie inmitten der madschurischen Einöde ausgestiegen waren und nicht etwa dort, wo sie geplant hatten auszusteigen. Ein Kutscher beförderte die Trofimows schließlich nach Harbin, die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang. Mit Nichts außer sich selbst und den Kleidern an ihrem Leib suchten Tania, ihr Mann und auch die älteste Tochter Agripina nach Arbeit, um die Miete des heruntergekommenen Zimmers, welches man ihnen anbot, bezahlen zu können. Irgendwie schaffte die Familie, trotz vieler Hindernisse, sich an diesem fremden Ort einzuleben. Sie fanden sogar Freunde, doch die Angst trieb sie wieder fort. -- In China kämpfen die russischen Flüchtlinge ums nackte Überleben inmitten von Armut und politischem Terror. Anders wie in Harbin, werden die Russen dort als letzter Abschaum beschimpft. Im zweiten Handlungsstrang befindet man sich in der schillernden Wirtschaftsmetropole Shanghai. Beginnend mit dem Jahr 1917 ( fünf Jahre nach Ende der Qing-Dynastie) liest man sich in das tragische Schicksal der wohlhabenen Familie Talbot ein. Unter anderem bekommt man die Angst Chinas vor der Großmacht Japans regelrecht zu spüren. -- In meiner Ausgabe geht es nicht hervor, dass es sich bei dieser Familiensaga um eine wahre Begebenheit handelt. Das hatte ich woanders gelesen. Dass es sich inhaltlich im Groben um eine Liebesgeschichte handeln soll, würde ich nicht behaupten. Der Autor schrieb dieses Buch, um die Erlebnisse seiner Großeltern festzuhalten und konnte das Geschehene eindrucksvoll beschreiben. Für dieses durchweg spannende Leseerlebnis möchte man sich am liebsten persönlich bedanken. Über die wenigen Druckfehler in meiner alten Ausgabe sehe ich hinweg. Dieser Roman hat bei mir das Interesse für die chinesische Geschichte geweckt. Man ist manchmal von einer tieftraurigen Stimmung umgeben; wobei es auch glückliche, hoffnungsvolle, ja sogar humorvolle Momente gibt. Zum Beispiel sind es die schönen Erinnerungen vergangener Tage, wenn die Familie Zuhause am Tisch sitzt und Tania ihren Kindern von ihrem Vater erzählt, oder Agrapina ihre Baumfreunde umarmt. Julian Lees Schreibstil ist unbeschreiblich schön, lebendig, sensibel, ausdrucksstark, malerisch und geht tief. Es ist, als würden sich die verschiedenen Kulissen und das Treiben auf den Straßen und das ganze drumherum, direkt vor einen aufbauen. Die Charaktere sind so liebevoll gestaltet, dass man sie von Beginn an ins Herz schließt, oder sie am liebsten einkerkern wollen würde. -- In dieser Geschichte steckt so viel Herzblut, dass man sich wünschte, sie würde niemals enden. Genau richtig für kalte oder verregnete Herbst- und Wintertage! Wenn ich mit dem Buch eingeschlafen bin, dann definitiv nicht aus Langeweile. Nicht nur ein Muss für alle Histo-Leser, sondern auch ein absolutes Muß für Jeden. Ausnahmslos! LESEN LESEN LESEN! -- 5 Sterne von 5 Sterne

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  • Rezension zu "So fern wie der Himmel" von Julian Lees

    So fern wie der Himmel
    Kossi

    Kossi

    01. January 2009 um 14:26

    Kein normaler Liebesroman Das Cover und auch der Titel erinnerten mich beim ersten Hinsehen stark an die Romane eines meiner Lieblingsautoren Nicolas Sparks. Zum Teil ähnelt der Schreibstil von Julian Lees dem genannten sogar. Vor allem. Wenn er über die Gefühle der beiden Protagonisten schreibt. In zwei verschiedenen, abwechselnden Erzählsträngen lernt der Leser zunächst die Geschichte von Agrapina kennen, die mit ihrer russischen Familie während der Revolution fliehen muss und bei dieser Flucht sehr harte Schicksalsschläge in Kauf nehmen muss, an der die ganze Familie zunächst zu zerbrechen scheint. Auf der anderen Seite lernen wir den Jungen George kennen, der mit seiner Familie in Shanghai lebt und ein ganz anderes Leben führt als Agrapina. Als die beiden inzwischen fast erwachsenen Menschen einander kennen lernen, spüren sie sehr schnell, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Doch stammen sie aus verschiedenen Ländern und so sind die Familien der beiden nicht „not amused“ über diese Freundschaft. Nun wird alles versucht, die beiden auseinander zu bekommen und der Leser verfolgt mit Spannung, ob sich die beiden am Ende nun doch noch finden oder nicht. Laut Klappentext handelt es sich bei der Geschichte von Agrapina und George um die Großeltern von Julian Lees. Mit diesem Wissen habe ich das Buch sicher mit ganz anderen Augen gesehen, denn in Anbetracht der Tatsache, dass die Erlebnisse wirklich geschehen sind, kann man sich noch viel mehr in diesen wunderbaren Roman hineinfühlen. Lees versteht es, Spannung aufzubauen und dabei dennoch die romantischen Aspekte zweier Menschen nicht außer Acht zu lassen. Doch wird hier genau die richtige Mischung benutzt, um nicht in einen zu schnulzigen Schreibstil abzudriften. Sehr interessant für mich war es, das Leben in der damaligen Zeit in Russland und Shanghai kennen zu lernen. Nie zuvor hatte ich mich mit diesem Thema beschäftigt und wäre ich nicht durch Zufall auf dieses Buch „gestoßen worden“, so wüsste ich sicher jetzt immer noch nichts über die damalige Oktoberrevolution. Rundum ein sehr gut gelungenes Buch, welches ich jedem Leser ans Herz legen möchte, der keinen normalen Liebesroman, sondern einen Roman mit geschichtlichem Hintergrund lesen möchte. Das zweite Buch des Autors („Das Lied der Sterne“) wartet bereits in meinem Bücherregal darauf, gelesen zu werden.

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  • Rezension zu "So fern wie der Himmel" von Julian Lees

    So fern wie der Himmel
    bonomania

    bonomania

    05. April 2008 um 00:00

    Eine spannende russische Familensage brilliant erzählt. WOW, was für ein genialer Schreibstil, ich konnte einfach nicht mehr aufhören mit Lesen und habe es in nur 2 Tagen verschlungen. Wenn sie einmal mit diesem Buch anfangen haben, dann können sie sich nichts anderes mehr vornehmen. Vergessen sie den schnulzigen Titel, das Buch ist so viel mehr. Sie werden lachen und weinen in einem Atemzug. Bekommt von mir die volle Punktzahl (wenn ich könnte noch viel mehr) Ist vielleicht nichts für ganz zart Besaitete - an manchen Stellen wurde es etwas brutal..... aber so ist eben das Leben der Familie Trofimows von 1911 - 1931 gewesen. Sollte es hier eine Fortsetzung geben, ich bin dabei :)

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  • Rezension zu "So fern wie der Himmel" von Julian Lees

    So fern wie der Himmel
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 19:17

    Eine opulente Familiensaga - und ein rauschendes Fest für die Sinne Eine tragische Odyssee vom Ural über die Mandschurei nach Schanghai. 2 Erzählstränge durchziehen diesen opulenten Roman: Einerseits das Schicksal der russischen Familie Trofimow, auf der anderen Seite das der Eurasier Talbot. Der zarentreue Vassya Trofimow wird verraten und muss mit den Seinen während der Revolution Hals über Kopf fliehen, zuerst in die Mandschurei und dann, Jahre später, nach Shanghai. Überallhin begleitet sie der nackte Kampf ums Überleben und die Angst vor Verfolgung und Rache. Die Talbots wissen ebenfalls was es heißt, Außenseiter zu sein. Vor allem der jüngste Sohn George scheint daran und an seinem strengen Vater zu verzweifeln. Als sich Trofimows kluge Tochter Agrapina und George kennen lernen, steht ihre Verbindung unter keinem guten Stern. Nur Georges unerschütterlichen Liebe ist es zu verdanken, dass Vassya seine Intoleranz gegenüber Nicht-Russen verliert und in dem jungen Unternehmer den rechten Partner für seine Tochter sieht. Das Erstlingswerk des Autors, dem wohl die bewegte Geschichte seiner eigenen Großeltern zugrunde liegt, liest sich atemberaubend spannend und vermittelt ein glaubhaftes Bild vom harten Schicksal Vertriebener. Die Spannung wächst manchmal ins Unerträgliche, und dennoch ergeben sich immer wieder urkomische, humorvoll erzählte Szenen, so dass man hellauf lachen muss. Außerdem ist das Buch sehr ansprechend gestaltet, mit einem wunderschönen Einband.

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