"Bär & Hippo machen Urlaub“ von Timon Meyer konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Zwar sind die Illustrationen hübsch und schön bunt gestaltet und laden durchaus zum gemeinsamen Betrachten ein, die Reime hingegen finde ich sehr einfach. Leider wirken sie auf mich weder besonders originell noch wirklich witzig, sodass bei mir der erhoffte Vorlesespaß ausbleibt.
Etwas kritischer sehe ich allerdings die Botschaften, die das Buch nebenbei vermittelt. An manchen Stellen werden aus meiner Sicht fragwürdige Verhaltensweisen als selbstverständlich oder lustig dargestellt. So steht Bär beispielsweise am Straßenrand und pinkelt. Auch beim Thema Sonnenschutz ist die Geschichte wenig vorbildlich: Hippo bekommt einen ziemlich heftigen Sonnenbrand.
Natürlich muss nicht jedes Bilderbuch pädagogisch belehren, und Kinder dürfen auch einmal über alberne Situationen lachen. Trotzdem finde ich, dass hier die Vorleser*innen gefragt sind, solche Szenen einzuordnen und gegebenenfalls mit den Kindern darüber zu sprechen, was eigentlich besser wäre.
Mein Fazit fällt daher eher gemischt aus: Die farbenfrohen, freundlichen Illustrationen gefallen mir gut, inhaltlich und sprachlich bietet das Buch für meinen Geschmack jedoch zu wenig, um mich wirklich zu begeistern.



















