Julian Nida-Rümelin

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Die Optimierungsfalle, Humanismus als Leitkultur und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Julian Nida-Rümelin

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Die Optimierungsfalle

Die Optimierungsfalle

 (6)
Erschienen am 28.09.2011
Humanismus als Leitkultur

Humanismus als Leitkultur

 (4)
Erschienen am 15.02.2006
Politische Philosophie der Gegenwart

Politische Philosophie der Gegenwart

 (2)
Erschienen am 17.09.2009
Über Grenzen denken

Über Grenzen denken

 (2)
Erschienen am 20.03.2017
Der Sokrates-Club

Der Sokrates-Club

 (2)
Erschienen am 14.07.2014
Der Akademisierungswahn

Der Akademisierungswahn

 (2)
Erschienen am 01.10.2014
Strukturelle Rationalität

Strukturelle Rationalität

 (1)
Erschienen am 01.10.2001
Philosophie und Lebensform

Philosophie und Lebensform

 (1)
Erschienen am 18.06.2009

Neue Rezensionen zu Julian Nida-Rümelin

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Rezension zu "Über Grenzen denken" von Julian Nida-Rümelin

Offene Grenzen als Lösung?
dominonavor 5 Monaten

Es gibt viele gute Gründe gegen offene Grenzen und dieses Buch bietet, denke ich, eine gute Einführung in diese Seite der philosophischen Argumentation. Das Buch inspiriert mich dazu, mich noch anderweitig damit zu beschäftigen. Auch erscheint es mir sinnvoll, dieses Thema im Auge zu behalten und aktiv nach neuen Lösungsmöglichkeiten zu suchen, auch wenn es manchmal noch so ausweglos erscheint.

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Rezension zu "Über Grenzen denken" von Julian Nida-Rümelin

Er glaubt nicht an das Konzept offener Grenzen als richtige Antwort auf das Elend der Welt
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Die Flüchtlingsströme, die insbesondere 2015 über die Balkanroute nach Europa, vor allem nach Deutschland kamen, haben nicht nur in der Politik und der Gesellschaft viele Debatten ausgelöst. Auch wenn im Jahr danach und ganz aktuell sehr viel weniger Migranten unsere Grenzen überschreiten, warten in Nordafrika etwa noch Millionen Menschen auf die ersehnte Reise ins gelobte Land.

Der über alle Parteigrenzen hinweg angesehene 1934 geborene Zeithistoriker Hans-Peter Schwarz hat gerade in einem Buch mit dem Titel „Die neue Völkerwanderung nach Europa“ gezeigt, wie Armut und fehlende Lebensperspektiven einer exponentiell wachsenden Bevölkerung in den Staaten Afrikas und des Nahen Ostens, Kriege und Hungersnöte und die Attraktivität europäischer Sozialstaatssysteme zu einem immer größeren Migrationsdruck auf Europa führen.


 „Über den Verlust politischer Kontrolle und moralischer Gewissheiten“ schreibt Hans-Peter Schwarz und entwirft fünf Leitlinien für einen neuen Kurs der Flüchtlingspolitik. Sie alle aber brauchen als Bedingung eine funktionierende und sich erneuernde und vor allen Dingen einige EU, was aber bei nüchterner Betrachtung extrem unwahrscheinlich ist.  Warum sollten Staaten wie Polen, Ungarn, Tschechien etc. auf einmal in der Flüchtlingsfrage kooperieren?

Es ist eine verdunkelte Zeit, in der auch aufgeklärte Philosophen wie Julian Nida-Rümelin vollkommen neu „über Grenzen denken“. In dem vorliegenden  gerade erschienenen Buch denkt der renommierte Philosoph nach über eine „Ethik der Migration“. Er glaubt nicht an das Konzept offener Grenzen als richtige Antwort auf das Elend der Welt, wie sie bei uns immer noch von den Grünen und Teilen der Linken propagiert werden. Er ist überzeugt, dass offene Grenzen das Elend nicht wesentlich mildern, sondern die Herkunftsregionen weiter schwächen und die sozialen Konflikte in den aufnehmenden Ländern verschärfen würden. Sie sind keine Lösung für die beschämenden humanitären Skandale unserer Zeit.

„Eine Jahrhundertaufgabe für die EU: Schutz der Außengrenzen und Ursachenbekämpfung“ nennt Hans-Peter Schwarz als die wichtigste  Leitlinie einer zukünftigen Flüchtlingspolitik. Da würde Nida-Rümelin ihm zustimmen. Politisches Handeln muss seiner Meinung nach dabei immer auf den Werten und Normen der Humanität beruhen. Angesichts der Komplexität einer solchen in den Ursprungsregionen ansetzenden Migrationspolitik werden verfasste Staaten gebraucht, die handlungsfähig sind.

Ob es gelingen wird, die weltweite Armut (65 Millionen Flüchtlinge  weltweit) und die Perspektivlosigkeit in den Ursprungsländern wirksam zu bekämpfen, lässt Nida-Rümelin offen. Es ist für ihn aber „der Lackmustext unserer Menschlichkeit.“


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Eva-Maria_Obermanns avatar

Rezension zu "Der Sokrates-Club" von Julian Nida-Rümelin

Große Fragen für kleine Denker
Eva-Maria_Obermannvor 3 Jahren



In neun Kapiteln beleuchten die Autoren verschiedene philosophische Fragen. Dabei geben sie immer zunächst ein philosophisches Gespräch mit Kindern wieder, anhand dessen sie das Thema einführen und gleich auch ein Beispiel aufzeigen, wie so ein Thema mit Kindern angegangen werden kann. In einem zweiten Schritt ist jedem Kapitel ein etwas fachlicherer Teil angefügt, der detaillierter und umfangreicher das behandelte philosophische Problem angeht.

Da werden beispielsweise die Fragen „Was ist Wahrheit“ und „Was ist Menschlichkeit“ behandelt. Im Rahmen eines Klassenzimmers oder dem privaten Wohnzimmer wird die Philosophiestunde immer wieder mit anderen Kindern angegangen, so sind auch die Einfälle der Kinder sehr unterschiedlich. Mit kindlicher Naivität und einfachen Regeln gehen die Kinder die Fragen an und erst im Miteinanderreden entstehen die großen Fragen.

Erstaunlich ist für mich, wie zielsicher die Kinder diese Fragen begreifen, ergreifen und weiterspinnen. Wie sie bei der Suche nach der Wahrheit zur Suche nach dem Wissen kommen und hier schon im Grundschulalter erkennen, dass Wahrheit und Wissen durchaus individuelle Konstrukte sind. Auch ohne die fachlichen Begriffen verstehen die Kinder die Problematik und die Anleitung der Moderatoren besteht – zumindest in den widergegebenen Gesprächen – aus wenigen Fragen, die weniger richtungsweisend, als anregend sind.

Bei diesen Überlegungen kommen auch Erwachsene gut in die jeweiligen Themen hinein und die angeschlossenen umfangreicheren Fachteile sind dank der vorangestellten Diskussionen besser zu verstehen. Die Fachteile sind dann nicht nur fachlicher und detaillierter, sondern auch weitreichender und gehen über die kurzen Diskussionen der Kinder weit hinaus, aber auch nicht so weit, dass sie nicht zu verstehen wären.

Richtige Philosophierunden mit Kindern werden wohl die wenigsten mit dem Sokrates Club im privaten Bereich führen. Mir hat das Buch aber für die kleinen Gespräche mit meinem Sohn, in denen er durchaus auch auf Themen zu sprechen kommt, die philosophische betrachtet werden können, ein paar Ideen und Gedanken gegeben. Im Bereich der Schule könnte ich mir solche großen Runden auch vorstellen. So oder so ist das Buch neben dem didaktischen Teil für das Philosophieren mit Kindern auch für das eigene philosophische Verständnis geeignet.

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