Julian Nida-Rümelin Die Optimierungsfalle

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Inhaltsangabe zu „Die Optimierungsfalle“ von Julian Nida-Rümelin

Ein Plädoyer für eine nachhaltige und menschengerechte Ökonomie »Der ökonomische Markt ist nicht moralfrei«, sagt der angesehene Philosoph Julian Nida-Rümelin und präsentiert sein Modell einer humanen Ökonomie. Er glaubt an eine gut funktionierende Wirtschaftsordnung, die menschengerecht und nachhaltig ausgerichtet ist. Dabei sieht er darin keineswegs eine Utopie, sondern vielmehr eine praktikable Form, die unseren Alltag positiv verändern kann. Dieses Buch richtet sich an diejenigen, die über den Tag hinausdenken wollen, die über die Kritik an dem einen oder anderen gravierenden Fehlverhalten ökonomischer Akteure hinaus eine ethische Perspektive gewinnen wollen, die sich Gedanken machen, wie eine auf Kooperation und moralischen Werten basierende Wirtschaftsordnung in der Weltgesellschaft aussehen könnte. Julian Nida-Rümelin formuliert seine ausgereifte Vorstellung einer humanen Ökonomie, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt.

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  • Rezension zu "Die Optimierungsfalle" von Julian Nida-Rümelin

    Die Optimierungsfalle
    PeterPloeger

    PeterPloeger

    14. March 2012 um 15:10

    Julian Nida-Rümelin stellt in seinem aktuellen Buch „Die Optimierungsfalle“ eine enorm wichtige Frage: Wie können wir die Wirtschaft human gestalten? Die Frage reagiert auf das steigende Unbehagen an der herrschenden Wirtschaftsweise und der durchkapitalisierten Gesellschaft, das sich immer lauter in deutlicher Kritik und in Protesten Bahn bricht. Nida-Rümelin bringt seine Antwort in einer unaufdringlichen Art vor, argumentiert sachlich und ruhig, dennoch schafft er es einige Male, zu überraschen und manchmal auch perplex zu machen. Die Ökonomie, so sein Urteil, die so große Stücke auf ihre kühle Rationalität hält, ist schon in ihrer Grundidee irrational. Ihre Annahme, wenn nur alle ihre individuellen Eigeninteressen verfolgten, stiege das Wohl des Ganzen wie durch Zauberhand, erweist sich als magischer Trick, der schön anzusehen ist, aber nicht funktioniert. Zu oft sind die Verteilungen, die das kapitalistische System erzeugt, ungerecht. Das gebräuchliche Richtmaß der Pareto-Effizienz, so Nida-Rümelin, sei nur eine „Schrumpfform des Utilitarismus“, ein theoretisches Konstrukt, das den Menschen auf eine Wunschoptimierungsmaschine verkürze. Menschliches Wohl lässt sich jedoch nur ganz erfassen, wenn der Blick sich weit über derartige Vereinfachungen erhebt. Seit dem 18. Jahrhundert leitet uns die Idee, freie Interaktionen von Individuen würden schließlich eine stabile gesamtgesellschaftliche Ordnung schaffen. Jetzt müssen wir einsehen, dass das Ideal des freien Marktes allein nicht trägt. Der Markt muss eingebettet sein in einen größeren Rahmen von Regeln, die das soziale Zusammenleben organisieren: ethische Regeln, Regeln des Kommunizierens. Sie sind im Markt noch nicht enthalten, können von ihm auch nicht erzeugt werden. Die Voraussetzungen dafür, dass Wirtschaft funktionieren kann, müssen also in der Gesellschaft und ihrer Ethik angelegt sein. Nida-Rümelin setzt dem Marktideal sein Konzept einer „strukturellen Rationalität“ entgegen: Menschen haben gute Gründe dafür, nicht bloß einer kurzfristigen Nutzensteigerung nachzugehen, beispielsweise, indem sie sich kaufen, was sie sich gerade wünschen. Wichtig ist ihnen auch, persönliche Integrität zu bewahren und zum Beispiel eine Ware nicht zu erwerben, die unter Bedingungen hergestellt wurde, die sie ablehnen – Kinderarbeit oder Umweltverschmutzung etwa. Kurzfristige Optimierung aber steht einer langfristigen Bindung an Leitbilder oder auch Personen im Wege. Der nach der ökonomischen Theorie optimale Mensch läuft in eine Sackgasse. „Er optimiert je punktuell und wird gerade dadurch strukturell irrational“. Dieser Falle müssen wir entkommen und damit in unseren Vorstellungen von erfolgreichem Wirtschaften ein ganzes Stück menschlicher werden.

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