Julian Voloj

 4,7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Joe Shuster, Ein Leben für den Fußball und weiteren Büchern.
Autorenbild von Julian Voloj (©Leon Simon)

Lebenslauf von Julian Voloj

Autor, Journalist, Fotograf und dazu noch Comicschreiber: Julian Voloj ist in Münster geboren, lebt und arbeitet aber bereits seit 2003 in New York. 2015 erschien sein erster Comic, „Ghetto Brothers“, den er gemeinsam mit der Illustratorin Claudia Ahlering geschaffen hat. Darin skizziert Voloj das Leben von Benjamin Melendez, den ehemaligen Anführer der titelgebenden „Ghetto Brothers“. Weitere Veröffentlichungen von Voloj folgten, beispielsweise adaptierte er 2017 – wieder in Zusammenarbeit mit Ahlering – die „Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff. 2018 ergründete er das Leben von „Superman“-Schöpfer Joe Shuster in seinem gleichnamigen Werk „Joe Shuster: Der Vater der Superhelden“. Spätestens seit dieser Veröffentlichung ist Julian Voloj im Bereich von Comic und Graphic Novel zu einer bekannten Größe avanciert.

Alle Bücher von Julian Voloj

Cover des Buches Joe Shuster (ISBN: 9783551769206)

Joe Shuster

 (4)
Erschienen am 30.05.2018
Cover des Buches Ein Leben für den Fußball (ISBN: 9783551733672)

Ein Leben für den Fußball

 (1)
Erschienen am 02.03.2020
Cover des Buches Ghetto Brother (ISBN: 9783945034194)

Ghetto Brother

 (1)
Erschienen am 23.02.2015
Cover des Buches Basquiat (ISBN: 9783551760463)

Basquiat

 (0)
Erschienen am 30.06.2020
Cover des Buches Marlene Dietrich (ISBN: 9783957283344)

Marlene Dietrich

 (0)
Erscheint am 22.09.2021

Neue Rezensionen zu Julian Voloj

Cover des Buches Joe Shuster (ISBN: 9783551769206)Soerens avatar

Rezension zu "Joe Shuster" von Julian Voloj

Großartige Geschichte, nicht nur für Comic-Fans
Soerenvor einem Jahr

Anfang der 1930er Jahre wollen Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster die Welt revolutionieren. Nach mehreren wenig erfolgreichen Versuchen, im noch jungen Medium Comic Fuß zu fassen, erfinden sie Superman. Gleich von Anfang an ist die Figur ein Erfolg. Mit jeder Heft-Ausgabe werden größere Auflagen verkauft. Schließlich kommen Merchandising, Radio-Shows und sogar Superman-Filme dazu. Doch während die Verlagschefs dadurch zu Millionen scheffeln, gehen Jerry und Joe praktisch leer aus. Nachdem sie in ihrer Anfangszeit dummerweise einen sittenwidrigen Vertag unterzeichnet haben, gehören ihnen nicht einmal die Rechte an ihrer eigenen Erfindung.
Die Graphic Novel erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Wie Jerry und Joe sich kennen lernen, ihre ersten Gehversuche im Comicbereich und wie sie schließlich das Superhelden-Genre erfanden und definierten. Die von Julian Voloj erzählte Handlung ist nie aufdringlich und plakativ, sondern nimmt sich auch Zeit für leise Zwischentöne. Hinzukommen Thomas Campis Zeichnungen, die schlicht und nostalgisch sind und stark an die Popart der 50er und 60er Jahre erinnern. Das passt perfekt und verleiht der Story gleich noch eine zusätzliche klassische Note. So ist den beiden eine grandiose Graphic Novel gelungen, die den früheren Zeitgeist erklärt und auffasst und sogar etliche berühmte Zeitgenossen zu Wort kommen lässt. Eine großartige Geschichte, nicht nur für Comic-Fans.

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Cover des Buches Ein Leben für den Fußball (ISBN: 9783551733672)L

Rezension zu "Ein Leben für den Fußball" von Julian Voloj

Ein Comic für den nostalgischen Fußball
lalaundflusevor einem Jahr

Graphic Novel ist das Stichwort, wobei ich noch beim Comic bin und für unsere Fußballjungs begeistert bin. Idealer Zeitvertreib in der derzeitigen Situation mit wunderbaren Bildern und jeder Menge Fußballspaß, wenn auch in einer anderen Zeit. 

Ideal für alle lesefaulen Kids mit Hang zum Fußball. 

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Cover des Buches Joe Shuster (ISBN: 9783551769206)Serkalows avatar

Rezension zu "Joe Shuster" von Julian Voloj

Das Leben ist noch verrückter als Sch ...
Serkalowvor 3 Jahren

New York, 70er Jahre des 20sten Jahrhunderts, ungefähr zu der Zeit, als der erste große »Superman« Film in die Kinos kam, wurde ein älterer Herr von einem Polizisten auf einer Parkbank geweckt und in einem nahegelegenem Diner zum Aufwärmen und Essen eingeladen. Dort erzählt der alte Mann seine Lebensgeschichte.

Er heißt Joe Shuster und ist einer der beiden Erfinder der Figur »Superman«. Heute wissen das die Meisten, zumindest die, die sich für Comics und speziell Superhelden-Comics interessieren.

Damals, zu dem Zeitpunkt, wo die Geschichte einsetzt, wusste das so gut wie niemand.

Was eine Story!

Der amerikanische Traum umgekehrt.

Die Geschichte um die beiden Schöpfer einer der populärsten Figuren unserer Zeit ist derart berührend, spannend und erschreckend realistisch, dass man beinahe denken möchte, sie wurde geskripted.

Es ist alles drin.

Die naiven Künster, die vom kapitalistischen Markt gefressen werden, die Freundschaft zweier Männer, die irgendwann doch zerbricht, Liebe und und und ...

Atemberaubend erzählt, so dass ich den Band an einem Tag regelrecht verschlungen habe.

Was definitiv ein Verdienst von Julian Voloj ist. Ich habe (bis auf die über Marquis De Sade und die über Salvador Dali) noch nie Biographien gelesen. Hätte nie vermutet, dass die wirklich so spannend sein können. Das das Ganze dann noch in Comic-Form funktioniert ... ja ich weiß, es gibt da dieses Werk über Johnny Cash ...

Wie auch immer. Vielleicht führe ich mir die doch mal zu Gemüte.

Ein Beitrag auf 3SAT »Kulturzeit kompakt«, machte mich auf dieses Werk aufmerksam. Als bekennender »Batman« Leser, der kaum eine Superman-Story im Regal hat, machte mich das ganze doch sehr neugierig. Immerhin, das Leben ist noch verrückter als Scheiße, wie es in »Es war einmal in Amerika« so schön heißt und in kaum einem anderen Land scheint dieser Satz auch genauso zu stimmen, wie eben dort.

Dort, wo zwei jüdische Jungs sich eine Comci-Figur ausdenken, die tatsächlich die Welt verändert und so derart dem brutalen Kapitalismus zum Opfer fallen, bis ein paar Fans irgendwann für Gerechtigkeit sorgen.

Whow!

Neben dem handwerklichen Geschick, des Autors, eine Biographie, die in diesem Fall tatsächlich das Potential eines ganz großen Dramas hat, so zu erzählen, sind es (bei einem Comic nicht überraschend) natürlich die Zeichnungen, die dem noch die Krone aufsetzen.

Kongenial illustriert von Thomas Campi, dessen Bilder tatsächlich an Edward Hopper-Gemälde erinnern.
Vor allem zieht der Zeichner alle Register der Comic-Kunst, um die Story noch eine Ebene aus der erzählerischen hervorzuheben.
Solange die Story in der Gegenwart spielt, benutzt er schwarze Bildrahmen und einen deutlichen Strich um Figuren und Interieur. Wenn Joe Shuster seine Geschichte in Rückblenden erzählt, verschwinden diese klaren Konturen.
Übrig bleiben blasse Tuschfarben, die den Panels so einen leicht traumhaften Anstrich verleihen.

Schön auch, die verschiedenen Stilwechsel, wenn es darum geht, andere Comics zu zitieren oder auch die Idee, Bilder aus Storys von Shuster und Siegel zu zeichnen, in den Sprechblasen aber die eigentliche Geschichte weiterlaufen zu lassen.

Am meisten habe ich mich allerdings über die kurze Sequenz gefreut, in der sich Bob Kane (Neben Bill Finger, einer der Väter von »Batman«) auf Grund eines Verhaltens Shuster und Siegel gegenüber, unter Campis Feder in den Joker verwandelt.

Das Werk ist voll solcher zeichnerischer Kunstgriffe, dass es mir wirklich mehr als einmal die Beine unter dem Arsch wegzog.

Vollendet wird der Comic dadurch, dass Carlsen dem Werk ein eher raues, also wirklich an die damalige Zeit erinnerndes Papier »spendiert« und den Einband innen mit den zwei Superman-Farben rot und blau ausgekleidet hat.

Ein absolutes Kunstwerk, das meiner Meinung nach kein Comic-Leser und kein Fan von Superhelden-Storys ignorieren sollte.

Link zur Leseprobe bei Carlsen: https://www.carlsen.de/hardcover/joe-shuster/69437

5 Sterne

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