Juliane Breinl

 4.1 Sterne bei 71 Bewertungen
Autorin von Feentod, Perlentod und weiteren Büchern.
Juliane Breinl

Lebenslauf von Juliane Breinl

In den 70iger Jahren wurde Juliane Breinl in Döbeln (Sachsen) geboren. Dort hat sie sich - noch ohne Schreibkenntnisse, aber mit schreibtüchtiger Mutter - schon erste Geschichten ausgedacht und illustriert. Zum Glück haben diese Schriftstücke den Umzug nach Leipzig und 1984 die Ausreise aus der DDR nach Mainz überdauert und sind als Beweisstücke ihrer ersten schriftstellerischen Gehversuche konserviert. Nach einem Linguistikstudium, einer studienbegleitenden klassischen Gesangsausbildung und Tätigkeit als Sprachtherapeutin flammte ihre Schreibleidenschaft wieder voll auf und mündete 2011 in ihrem Erstling, „Die Feuerbälle – Abenteuer einer Kinderbande in Ostdeutschland“. Juliane Breinl lebt mit Mann, zwei Kindern und Familienkater im Landkreis Ebersberg vor den Toren Münchens und arbeitet als freie Autorin, Stimmbildnerin und als Dozentin für Schreibkurse. Neben ihrer Kinderbuchreihe: „Die Feuerbälle“ (Verlag Sankt Michaelsbund) ist im Januar 2013, nachdem sie Siegerin des zweiten Kinder-und Jugendbuchwettbewerbs des Arena Verlags, der Literaturagentur Meller und des Münchner Merkurs wurde, ihr erster Jugendthriller „Perlentod“ (Arena Verlag) erschienen. Vertreten wird Juliane Breinl durch die Literary Agency Michael Meller.

Alle Bücher von Juliane Breinl

Feentod

Feentod

 (42)
Erschienen am 08.01.2014
Perlentod

Perlentod

 (26)
Erschienen am 02.01.2013
Graue Wolken im Kopf

Graue Wolken im Kopf

 (2)
Erschienen am 06.06.2017
Die Feuerbälle auf Erpresserjagd

Die Feuerbälle auf Erpresserjagd

 (1)
Erschienen am 17.10.2012
Das Apfelkuchengeheimnis

Das Apfelkuchengeheimnis

 (0)
Erschienen am 17.04.2019
Die Feuerbälle

Die Feuerbälle

 (0)
Erschienen am 19.01.2011

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Neue Rezensionen zu Juliane Breinl

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Benni_Cullens avatar

Rezension zu "Graue Wolken im Kopf" von Juliane Breinl

Ein Gänsehautbuch, das Depression sehr gut thematisiert
Benni_Cullenvor einem Jahr

Dieses Buch wurde mir auf der Leipziger Buchmesse ans Herz gelegt und ich war sofort angetan von der Metapher: "Graue Wolken im Kopf" als Sinnbild für Depression. Einfach und dennoch wirkungsvoll. Gleichzeitig aber auch seht tiefgründig, denn Wolken sind ja Dinge, die irgendwann weg gehen können. Kann das eine Depression auch? Oder hat man sie sein ganzes Leben lang? Dann würde es ja auch passen, denn Wolken kehren ja auch immer mal wieder zurück. Toll, wenn allein ein Titel schon so philosophisch ist. Ich war sehr gespannt, wie dann die Geschichte ist und ob solche sprachlichen Bilder auch den Schreibstil der Autorin bestimmen.

Und gleich zu Beginn war ich sehr überrascht, denn ich stellte mich eigentlich auf die sofortige Thematisierung der Krankheit ein, doch es sollte anders kommen: Bevor die Thematik wirklich behandelt wird, nimmt sich die Autorin Zeit, die Figuren und deren Leben zu präsentieren. So lernen wir Tiziana und Vivan kennen, zwei beste Freundinnen, die gerade im letzten Schuljahr an der Realschule sind und sich allmählich auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten. Dabei ist Tiziana das Vorbild aller: Sie ist gut in der Schule, eine talentierte Volleyball-Spielerin, führt die Schülerzeitung und ist sogar so ambitioniert, dass sie freiwillig ein Projekt über Obdachlosigkeit auf sich nimmt. Vivian dagegen möchte eigentlich nur Spaß haben und lernt lieber für ihren Rollerführerschein als für die Abschlussprüfungen. Nach einem schrecklichen Ereignis verändert sich Tiziana jedoch stark und Vivian setzt alles daran, ihrer besten Freundin zu helfen. Doch kann man jemanden helfen, der gar keine Hilfe will?

Das Buch verarbeitet zu Beginn das Thema Obdachlosigkeit und nutzt dieses, um den Leser über Vorurteile und Meinungen nachdenken zu lassen, die sich die Gesellschaft zu einem Zeitpunkt über bestimmte Gruppen gemacht hat. Dabei schafft es die Autorin die verschiedenen Sichtweisen auf verschiedene Figuren zu münzen, die ihre Meinung klar aussprechen und so den Leser ganz automatisch dazu bringen, für eine Figur Partei zu ergreifen. Durch das Reflektieren der Figuren oder deren Gespräche untereinander findet dann eine Diskussion innerhalb des Buches statt, die sofort auch die Realität des Lesers beeinflusst. Das führte auch dazu, dass ich persönlich sogar sofort über das Thema recherchiert habe und so wirklich über das Thema reflektierte. Großartig und ein ganz toller Effekt, der hoffentlich bei vielen Lesern einsetzen wird.

Im Anschluss beginnt jedoch die eigentliche Thematik: Tiziana kapselt sich nach einem unglücklichen Vorfall komplett von ihrer Außenwelt ab, ist antriebslos und erschöpft, gleichzeitig kriegt sie in der Nacht jedoch kein Auge zu und hat das Gefühl, ihre Gedanken würden ständig rasen. Hinzu kommen körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, ein generelles Unwohlgefühl und Appetitlosigkeit. All diese Symptome werden im Buch wirklich gut aufeinander aufgebaut und so eingesetzt, dass sie immer schlimmer werden und immer schwerer auszuhalten sind. Als Leser spürt man die Hilflosigkeit von Tiziana, gleichzeitig fragt man sich ständig, wie man ihr helfen könnte, da immer wieder auch Vivians Sichtweise eine Rolle spielt. Durch den Aufbau, der einen möglichen Verlauf von Depression darstellt, schafft die Autorin Spannung, zeigt aber auch, wie unterschiedlich die Nebencharaktere auf die Symptome reagieren und wie wichtig es deshalb ist, über Anzeichen einer Depression Bescheid zu wissen, damit man schlussendlich richtig damit umgehen kann.

Auch wenn die Geschichte nur 200 Seiten lang ist, hat sie mich doch beeindruckt. Natürlich, und das möchte ich klar stellen, bin ich mir über die Tatsache bewusst, dass nicht jede Depression genau so abläuft. Und auch bin ich mir bewusst, dass es unterschiedliche Formen von Depression gibt. Dennoch finde ich das Buch für den ersten Kontakt mit der Krankheit wirklich passend, denn es zeigt Verlauf und Symptome gut auf, gleichzeitig berühren die Personen aber durch ihre Geschichte und den Verhaltensweisen. So gibt es mehrere Zugänge zu dem Thema: Eine sachliche, die auf alle Fälle mit einer Recherche zu den verschiedenen Themen ergänzt werden sollte, und eine emotionale, die den Leser darüber nachdenken lässt, wie man selbst mit diesen Symptomen umgehen würde oder wie man Personen helfen würde, bei denen man solche Symptome erkennt. Auch hier sollte wieder darüber nachgedacht werden, welche Anlaufstellen es gibt und wer einem helfen könnte.

Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende. Hier hätte man deutlicher herausarbeiten können, dass die Behandlung von Depression ein langwieriger Prozess mit den unterschiedlichsten Höhen und Tiefen ist. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass man aufzeigt, wie die Therapie abläuft, zumindest in einigen Aspekten. Leider hat man sich hier dazu entschieden ein Ende zu liefern, welches zwar typisch für das Genre ist, aber mich etwas unzufrieden zurückgelassen hat. Dennoch tut es der Tatsache keinen Abbruch, dass das Buch sehr gut mit der Thematik arbeitet und ein wichtiges Tabuthema der Gesellschaft anspricht.

Mein Fazit:
Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen, selbst den Lesern, die jetzt sagen: "Eigentlich ist das nichts für mich". Egal, tut es! Denn sich mit einem solchen Thema zu beschäftigen, ist wirklich wichtig und führt dazu, dass man über einige Dinge reflektiert, die wirklich bedeutend sein könnten. Vielleicht nicht für die eigene Gesundheit, aber vielleicht für die eines Freundes oder des Freundes eines Freundes. Egal, wie sehr man selbst davon betroffen ist, es lohnt sich sich damit zu beschäftigen. Und dabei ist "Graue Wolken im Kopf" ein wirklich guter Anfang, denn man wird nicht erschlagen von Informationen, sondern auf gefühlvolle, aber auch eindringliche Art und Weise herangeführt. Deshalb gibt es von mir auch 4 Sterne und damit eine klare Leseempfehlung - die diesmal nicht nur literarisch, sondern auch menschlich ist.

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Rezension zu "Feentod" von Juliane Breinl

Juliane Breinl - Feentod
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Für die Sängerin Noraya Al Ibi wird ein Traum wahr : Mit ihrer Band Engelhauch tritt sie auf den angesagtesten Musikfestival der Stadt auf. Weit weg von ihrem strengen Vater feiert sie ihr erstes Konzert vor großer Kulisse. Das Publikum tobt und sogar Mädchenschwarm Faris ist begeistert von Norayas Stimme. Doch der Rausch währt nicht lange. In der Nacht stürzt Faris einen Abhang hinab – er liegt im Koma. War es ein Unfall oder hat ihn jemand gestoßen ? Als Noraya am nächsten Tag einen anonymen Erpresserbrief erhält, ahnt sie noch nicht, dass der Albtraum gerade erst begonnen hat.


Das Cover ist recht schlicht gehalten, trotzdem habe ich mich auf den ersten Blick direkt darin verguckt, es ist recht zierlich durch die Federn und sehr mädchenhaft durch den rosa Hintergrund.


Es hat mir unglaublich Spaß gemacht, das Buch Feentod zu lesen ! Wie Juliane Breinl das Buch verfasst hat, hat mich fasziniert. Als ich begann dieses Buch, dachte ich, dass dieses Buch sehr klischeemäßig geschrieben wäre, ein strenger türkischer Vater der seine Tochter vor der großen, bösen Welt beschützen will, doch diese verliebt sich in einen deutschen Jungen und wendet sich von ihrem Vater ab, um durchzubrennen und ihre Musikkarriere zu starten.. doch so ist dieses Buch keineswegs, es ist anders, besonders.

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SmilingEllies avatar

Rezension zu "Feentod" von Juliane Breinl

Wenn ein Traum zum Albtraum wird...
SmilingEllievor 3 Jahren

Noraya ist eine junge begnadete Sängerin, die ihre Leidenschaft für Rockmusik geheim halten muss. Ihr Vater ist sehr streng und jedes Mal wenn sie zu einer Bandprobe möchte, muss sie sich eine Ausrede dafür ausdenken. An einem Festivalwochenende bekommt sie jedoch endlich die Chance mit ihrer Band vor großem Publikum aufzutreten. Während sie noch überglücklich über ihren Auftritt ist, passiert ein furchtbares Unglück. Noraya kann es nicht fassen, dass der Sänger einer anderen Band einen Unfall gehabt haben soll, doch dann kommt es noch schlimmer: plötzlich erhält sie seltsame Erpresserbriefe und weiß nicht mehr wem sie noch trauen kann...

Schon lange bin ich ein sehr großer Fan der Arena-Thriller, denn die meisten sind unglaublich spannend. "Feentod" reiht sich perfekt mit ein. Noraya hat ihrem Vater gegenüber immer ein schlechtes Gewissen, kann ihre Leidenschaft Musik aber nicht aufgeben. Der Konflikt in dem sie sich befindet, kommt sehr gut herüber und man schließt sie schnell ins Herz. Da man sie so sympatisch findet, fiebert man auch während der Erpressung besonders mit. Der Spannungsbogen ist der Autorin gelungen. Mit den ersten Erpresserbriefen baut sich die Spannung auf und man fiebert der Auflösung um den Täter hingegen. Obwohl ich diese meist sehr leicht errate, habe auch ich lange gebraucht um eine Ahnung zu bekommt. Dafür bekommt das Buch einen weiteren Pluspunkt. Je größer das Rätsel um den Täter desto spannender das Buch!

"Feentod" ist ein spannender Jugendthriller, der mit Noraya eine interessante und sympatische Hauptcharakterin hat. Diesen Roman kann ich nicht nur jungen Krimifans ans Herz legen. Dieses tolle Komplettpaket bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

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Arena_Verlags avatar

Liebe Freunde des feinen Grusels,

 

heute laden wir euch zu einer Arena Thriller-Leserunde mit Juliane Breinl und ihrem Jugendthriller "Feentod" ein. Nervenkitzelig, aber nicht blutrünstig, ist dieses Buch etwas für alle, die es lieber nicht so brutal haben.

 

Feentod erzählt die Geschichte von Noraya, die mit ihrer Band dem ersten großen Auftritt entgegenfiebert. Sogar Mädchenschwarm Faris ist unter den Zuhörern. Als Faris nach dem Konzert verunglückt und im Koma liegt, erhält Noraya einen Erpressertraum. Ein Albtraum beginnt ...

Aus "Feentod":
"Allein die Vorstellung, in sechs Tagen vor über hundert Zuhörern den ersten Ton ins Mikro zu singen, sorgte dafür, dass sich Übelkeit in ihr ausbreitete. Mit schweißnassen Händen umklammerte sie die Handtasche in ihrem Schoß. Um sich abzulenken, ließ sie den Blick aus dem Fenster wandern. Es war ein wunderschöner Tag."

Bewerbt euch um eines der 10 Leseexemplare, um an der Leserunde teilzunehmen:

Was tut ihr gegen Lampenfieber?

Juliane Breinl begleitet die Leserunde. Mitlesende Jugendliche (ab 12) sind selbstverständlich herzlich willkommen :) Bitte verfasst zum Ende der Leserunde eine Rezension. Die Glücksfee zieht am kommenden Donnerstag, den 6. Februar, die Gewinner der Leseexemplare.

Wir freuen uns auf die Runde, liebe Grüße

Juliane Breinl & Arena

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Juliane Breinl im Netz:

Community-Statistik

in 132 Bibliotheken

auf 33 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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