Cover
Das Cover ist schön gestaltet und wirkt auf den ersten Blick sehr ansprechend. Besonders die Farbwahl finde ich gelungen, da sie eine magische Atmosphäre erzeugt.. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass das Design etwas mehr von den zentralen Themen der Geschichte – wie Selbstliebe und innere Entwicklung – widerspiegelt.
Inhalt
Vicky lebt ein ganz gewöhnliches Leben: Sie hat ein gutes Einkommen, wohnt in einer netten Kleinstadt und ihre Familie bedeutet ihr alles. Doch in letzter Zeit fühlt sie sich körperlich und seelisch zunehmend ausgelaugt. Als sie eines Morgens im Krankenhaus aufwacht, steht ein fremder Mann an ihrem Bett und behauptet, ihr Schutzengel zu sein. Vicky hält das zunächst für ein absurdes Hirngespinst, doch wenn sie wieder gesund und glücklich werden will, bleibt ihr keine andere Wahl, als dem geheimnisvollen Mann zu vertrauen, der ihr all das verspricht. So beginnt für Vicky eine Reise zu sich selbst – eine Erzählung über (Selbst-)Liebe mit einem Hauch Magie.
Meinung
Das Buch regt definitiv dazu an, über sich selbst und das Thema Selbstliebe nachzudenken. Es vermittelt eine starke Botschaft, und man spürt, dass die Autorin sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Besonders dieser Aspekt hat mir gut gefallen, da es den Leser dazu anregt, die eigene Beziehung zu sich selbst zu hinterfragen und neue Perspektiven auf das Thema Selbstakzeptanz zu gewinnen.
Die Grundidee der Geschichte fand ich spannend und vielversprechend, vor allem durch den gelungenen Mix aus realistischen Themen und einem Hauch von Magie. Leider hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Umsetzung in einigen Bereichen unausgereift war. Viele Ereignisse entwickelten sich zu schnell, sodass ich als Leserin oft das Gefühl hatte, nicht ausreichend Zeit zu haben, um die Handlungen und deren Bedeutung richtig zu verarbeiten. Dadurch ging ein Stück der emotionalen Tiefe verloren, die der Geschichte meiner Meinung nach gutgetan hätte. Besonders die Gespräche zwischen den Charakteren wirkten oft oberflächlich. Sie blieben meist kurz und boten wenig Raum, die Figuren wirklich kennenzulernen oder eine tiefere Bindung zu ihnen aufzubauen.
Die Kapitellängen hingegen empfand ich als angenehm. Sie waren kompakt und in sich geschlossen, was der Geschichte ein gutes Lesetempo verlieh. Dennoch konnte mich der Schreibstil insgesamt nicht vollends überzeugen. Vieles wurde zu hastig erzählt, wodurch mir die Gelegenheit fehlte, mich emotional auf die Charaktere und die Handlung einzulassen. Ein langsameres Erzähltempo hätte der Geschichte mehr Tiefe verliehen und den Dialogen mehr Raum gegeben, um sich zu entfalten.
Insgesamt finde ich die Idee hinter dem Buch sehr reizvoll, doch die Ausführung hätte für meinen Geschmack etwas mehr Feinschliff vertragen, um die Geschichte wirklich zur Geltung zu bringen.
Regt zum Nachdenken an



