Juliane Ungaenz Beziehungsstatus: Verliebt in facebook

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Inhaltsangabe zu „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ von Juliane Ungaenz

"Beziehungsstatus: Verliebt in facebook" verfolgt seine Hauptfiguren, wie ein verknallter Stalker seine Opfer, im sozialen Netzwerk und führt so schulterblickend durch den Alltag der Digital Nativity. Immer online, immer vernetzt, immer informiert und immer kompliziert, zeigt sich dabei das Miteinander im digitalen Kommunikationskanal. Nur weil alle immer online sind, sind sie noch lange nicht verfügbar. Karina vermisst Moritz, der seinen Beziehungsstatus heimlich geändert hat. Anna fragt sich, wie oft sie Sebastian anstupsen muss, bis er merkt, dass sie ihn mag. Und Leonie wird von ihren Eltern zur Internetsuchttherapeutin geschickt, um zu lernen mal wieder ‚abzuschalten‘. Neben den Erzählungen aus dem virtuellen Raum, analysieren und kommentieren Zwischentexte die E-volution unserer Lebensrealitäten. ‚Beziehungstatus: Verliebt in Facebook‘ ist ein Buch zum durchscrollen und weiterklicken, das die Grenze zwischen analoger und virtueller Welt deaktiviert.

Ein Episoden-Roman über das Leben und Lieben im Netz, der immer wieder fragt: Was ist eigentlich aus der Liebe geworden?

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    Beziehungsstatus: Verliebt in facebook

    kleinfriedelchen

    07. April 2013 um 10:44

    "Cognito, ergo sum" sagte Descartes. Aber dass ich denke, sieht doch bei Facebook niemand. "Ich poste, also bin ich", müsste es heute heißen. (S.15) Im Internetzeitalter ist es mit der Liebe gar nicht mehr so einfach. Das merkt Anna, als sie ungeduldig auf eine facebook-Nachricht von ihrem heimlichen Schwarm wartet und sich fragt, wie oft sie ihn anstupsen kann, bevor es aufdringlich wird. Und Karina merkt erst, dass sie wieder Single ist, als ihr Freund heimlich seinen Beziehungsstatus ändert. Leonie wird währenddessen von ihren Eltern zur Therapie geschickt, da ihre Internetsucht krankhafte Züge annimmt. Aber wie soll man denn bitte widerstehen können, wenn, egal wo man sich gerade auf der Welt herumtreibt, facebook immer nur einen Klick entfernt ist? Okay, ich gebe es zu. Ich liebe das Internet und bin fast rund um die Uhr online. Auch wenn ich im Urlaub schon mal eine Woche ohne Internetzugang auskomme, freue ich mich doch, wenn ich zu Hause wieder Mails checken, meinen Blog aktualisieren oder bei facebook stöbern kann. Und dass es nicht nur mir so geht, zeigt Juliane Ungaenz in ihrer satirischen Geschichte "Beziehungsstatus: Verliebt in facebook", in der der Drang, ständig im Internet sein zu müssen oder online zu kommunizieren, auf die Spitze getrieben dargestellt wird. Die Autorin erzählt uns aus der Sicht verschiedener Protagonisten, wie abhängig wir mittlerweile eigentlich vom Internet geworden sind. Da gibt es beispielsweise Anna, die vergeblich darauf wartet, von ihrem heimlichen Schwarm bei facebook zurückgestupst zu werden und nervös wird sobald sie anhand des grünen Punktes sieht, dass er online ist. Oder Karina und ihre Freundinnen, die im Urlaub quasi nur damit beschäftigt sind, immer und immer wieder dasselbe Foto zu schießen, bis alle damit zufrieden sind und es für "veröffentlichungswürdig bei facebook" befinden. Die Geschichte setzt sich zusammen aus Chatgesprächen, Romanpassagen und wild-philosophischen Gedankengängen der Ich-Erzählerin über das Lieben und Leben im Internetzeitalter. Juliane Ungaenz schreibt über Situationen, die wohl jeder von uns online schon erlebt hat. Beispielsweise wenn man sich wünscht, den letzten Satz doch bitte aus dem Chat löschen zu können, während man minutenlang auf den Bildschirm starrt und auf eine Antwort wartet. Na, kommt das dem einen oder anderen bekannt vor? Ich jedenfalls hatte beim Lesen öfter das Gefühl, mich selbst oder meine Freunde wiederzuerkennen, auch wenn ich froh bin, dass es bei mir noch nicht so weit ist wie bei den Figuren in der Geschichte. Die Autorin bringt unterhaltsam auf den Punkt, was vielen von uns wohl schon durch den Kopf gegangen ist und beschreibt die Phänomene unserer Zeit sehr treffend. Oder wer hat noch nicht erlebt, dass auf einer Party plötzlich alle still dasitzen und nur noch mit ihrem Smartphone rumspielen um zu gucken, ob grad wieder jemand was Interessantes bei facebook gepostet hat, was man liken könnte? Und selbst wenn es nur die Meldung ist, dass man gerade auf eben jener Party ist. "Beziehungsstatus: Verliebt in facebook" ist wirklich unterhaltsam und amüsant geschrieben, driftet allerdings manchmal auch in sehr wissenschaftlich gehaltenen Passagen ab, die doch mehr Aufmerksamkeit beim Lesen erfordert haben, als ich von so einem Titel erwartet hätte. So liest es sich auch weniger wie ein Roman, vielmehr ist es eine Ansammlung von lustigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zur sozialen Interaktion. Dass aber nicht alles amüsant ist, was uns online so passiert, das wird uns besonders zum Ende hin vor Augen geführt, denn hier schlägt die Geschichte auch ernstere Töne an und zeigt kritisch die Schattenseiten der sozialen Vernetztheit. Fazit: Mit dieser bunt-chaotischen Geschichte kann man wirklich Spaß haben, wenn man sich von der Vorstellung freimacht, hier einen "normalen" Roman mit geradliniger Handlungsentwicklung vorzufinden und sich auch nicht an ab und zu etwas wissenschaftlichen Formulierungen stört. All jenen kann ich das Erstlingswerk der sympathischen Autorin nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Beziehungsstatus: Verliebt in facebook" von Juliane Ungaenz

    Beziehungsstatus: Verliebt in facebook

    Fabella

    20. October 2012 um 07:38

    Inhalt: Eine Mischung aus beiläufigen Geschichten über oberflächliche Personen, die Facebook nutzen und Informationen über Facebook, die der - halbwegs intelligente - Facebook-Nutzer längst selbst herausgefunden hat. Erzählt in einem teils umständlich, zu Fremdwörtern neigenden, auf der anderen Seite aber wirklich witzigem Schreibstil. Das Buch versucht uns Facebook, seine Nutzer und seinen Sinn näherzubringen. Meine Meinung: Wirklich, wirklich schwierig. Wer hier einen leicht zu lesenden, humorvollen Roman erwartet oder erhofft, dem sei gesagt, er ist zu 100% falsch. Gut, humorvoll lasse ich durchgehen, das ist es. Aber Roman ganz sicher nicht. Zumindest nicht in meinen Augen. Ein Roman hat für mich einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende. Dieses Buch beginnt mittendrin und endet irgendwie am Anfang .. schwer zu erklären. Die Autorin beschreibt uns eigentlich nur Dinge, die wir selbst auf Facebook wohl schon alle erlebt haben. Sei es typische Fotos der jugendlichen Generation, meist von oben links gemacht, so dass ein Auge monströs zu erkennen ist, der Rest dann eher in der Verschwommenheit verschwindet oder aber auch solche Sachen wie "heutzutage löst man seine Beziehungen über seinen Status bei Facebook auf". Außerdem sucht sie sich zusätzlich noch drei verschiedene Gruppen Protagonisten, deren Sinn ich irgendwie selbst am Ende nicht verstanden habe. Zweimal geht es um mehr oder minder Paarungsfindung, einmal um drei Freundinnen, die im Urlaub zuviel von sich auf Facebook preisgeben. Und natürlich der Umgang aller dieser Personen mit Facebook. Wenn man im Laufe des Buches diese drei Gruppen so beobachtet und überlegt, dass sie als Beispiele für Facebook gewählt wurden, hat man den Eindruck, die Autorin hält alle bei Facebook angemeldeten Nutzer für arg unterbelichtet. Vielleicht war es aber auch nur ein gewollter Zufall, dass nur solche Menschen ausgewählt wurden. Gut, dass ich mich glücklich schätzen kann, solchen Leuten (fast) noch nie auf Facebook begegnet zu sein, und wenn .. gut dass man auch entfreunden kann und dann Ruhe hat. Ob derjenige von mir danach noch was lesen kann, ist mir relativ schnuppe, wichtig ist: Ich muss diese Leute nicht mehr ertragen ;-) Eine der "Protagonisten" wird zudem als extrem internet- (oder sollte ich eher sagen sozial-media-)süchtig dargestellt. Sicher, solche Menschen wird es geben, aber mich würde interessieren, wie viel Prozent sie tatsächlich ausmachen .. auch darüber wird’s garantiert eine Statistik geben :). Ich liebe meinen PC, Facebook und die Menschen mit denen ich dort täglich Kontakt habe. Habe ich Zugang, nutze ich es, warum auch nicht, dafür ist es schließlich da. Aber habe ich keinen Zugang.. nunja, dann ist das halt so. Und ich denke, genau so wird es wohl den meisten gehen, oder? Na, habt Ihr mein Geschreibsel bis hier ertragen? Dann glaubt mir, ich fand das Buch gar nicht mal schlecht, sonst hätte ichs wohl nicht bis zum Ende gelesen. Allerdings … ich fand es oft mühselig. Mir waren es zu viele Fremdworte (und nein, ich bin nicht der Meinung jedes Fremdwort kennen zu müssen, die anderen vielleicht absolut geläufig sind), aber vor allem zu viele Klischees. Nichts desto trotz hat die Autorin einen wirklich tollen Humor und ich konnte an vielen Stellen herzhaft lachen. Derzeit überlege ich ernsthaft, ob ich mir einen Hamster zulegen soll, er war glaube ich das intelligenteste Wesen im ganzen Buch ;-) Fazit: Eher eine Beschreibung von Facebook und seinen typischen klischeehaften Nutzern, als wirklich ein Roman. Wer Humor sucht, der ist hier sicher gut aufgehoben. Kaufempfehlung: Das muss hier wohl jeder selbst entscheiden, da mag ich keine Stellung zu nehmen. Ich fand es sehr nett, es einmal zu lesen.

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