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JulianeV

vor 4 Jahren

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Liebe Lovelybooker,

als Autorin von "Acht Sommer und eine Distel" möchte ich Euch gern zu einer Leserunde einladen.

Zunächst einmal der Klappentext:


Man sagt, dass von hunderten Jungschildkröten nur eine ihren Weg ins Meer findet. Alle anderen werden von den Schatten der Natur verschlungen.

Ähnlich ist es auch mit der Liebe. Viel zu oft kämpft die Schwärze des Lebens sie nieder; doch eine einzige – die einzig wahre – kann überleben; so man sie lässt.

Layla, matt und übermüdet, hangelt sich zwischen Vorlesungen und Nebenjob durch den Alltag an der Uni. Eines Morgens trifft sie auf einen jungen Mann im Park. Er steht vor ihr, direkt auf dem Weg, nur wenige Meter entfernt. Regentropfen prasseln auf seinen grünen Parka. Layla zögert, doch ihre Schritte tragen sich ihm entgegen. Die Blicke finden sich. – Obwohl sie kein Wort miteinander wechseln, verbindet sie etwas – ein Geheimnis, das beide aus der Vergangenheit teilen …


Für weitere Einblicke schaut bitte hier:

Leseprobe


Bezüglich der Einordnung in ein Genre würde ich sagen, es ist vor allem ein Liebes/Frauenroman mit Fantasy-Einlage. Zur Leserunde vergebe ich – wie kann es anders sein? – acht Ebooks im mobi-Format.

Bitte meldet Euch bis zum 08.07.2013.

Bis dahin wünsche ich fröhliches Eintauchen in fremde, fantastische Welten!

Autor: Juliane Vogler
Buch: Acht Sommer und eine Distel

_Reni92_

vor 4 Jahren

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Die Geschichte hört sich schön an, vor allem der Bezug zu den Schildkröten weckt wirklich mein Interesse! ;)

JulianeV

vor 4 Jahren

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@_Reni92_

Das freut mich. Wenn Du magst, schick' mir per PN Deine Mailadresse. Dann erhälst Du demnächst die Buchdatei. Lieben Gruß!

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JulianeV

vor 4 Jahren

Nach Beendigung des Lesens: Wie sind Eure Eindrücke im Allgemeinen zum Buch? Ist der Klappentext aussagekräftig? Eure Lieblingsstellen?
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@LeseJulia

Layla ist diesbezüglich besonders aufmerksam, was Verbrechen etc. angeht. Gerade wenn es um Messer, Schnitte etc. geht. Das sind keywords, die sofort an ihr Ohr dringen. Insofern richtig. Und auch Deine anderen Erklärungen sind vollkommen richtig. Super! Das freut mich.

Sie hat den Parkamann im ersten Sommer kennengelernt, nicht früher. Als er auf dem Weg steht, zu Beginn des Buches, als wir ihn kennenlernten, da hat sie ihn auch kennengelernt. Dann begegnet er ihr im Fahrstuhl. Sie blickt ihn an und weiß, dass sie etwas gemeinsam haben, den Hang zu Selbstverletzung (Schnitte, Kopf irgendwo gegen rammen etc.) Selbstmordtendenz usw. Er hat einen Verband am Kopf und ihre erste Vermutung ist, dass er sich seinen Kopf irgendwo gegengerammt hat.
Kennt Ihr das? es gibt so Millisekunden-Momente, in denen man jemandem wirklich sieht oder glaubt ihn zu sehen. Man blickt ihm in die Augen und weiß Bescheid, die Maske fällt, wenn auch nur für eine Sekunde. Zumindest glaubt man das, denn 100-ig wissen, kann man es ja nicht.
Layla reagiert aber nicht weiter (und macht sich das auch später zum Vorwurf). Dann bringt er sich um und erscheint für sie, für uns alle, (das bleibt offen) im zweiten Sommer. Er beschützt sie vor sich selbst, damit sie sich nichts antut. Er hat ihr seine Bilder gezeigt, seine Flashbacks (seinen Missbrauch, seine Rache), ob nun real oder nur in Laylas Einbildung bleibt bewusst Interpretation. Deshalb bleibt auch der erste Mord ungeklärt. Hat Sterillium ihn begangen und der später gefasste Täter einfach nur nachgeahmt? Oder war es jemand anderes? Spiegelt er einfach nur Laylas Wunsch wieder sich selbst zu rächen? Diesen Punkt lasse ich offen, bewusst. Auch im wahren Leben bleiben Verbrechen unaufgeklärt, so auch hier.
Die logische Erklärung, sprich, er war nicht real, geht genau in Deine Richtung, Julia. Nämlich, dass es deshalb in ihrem Apartment so stark nach Putzmittel riecht, weil sich durch die Zuspitzung von Laylas innerem Gemütszustand auch ihr Wasch- und Putzzwang verstärkt. Und er ist eine gedankliche Auskopplung dessen, eine Parallele zu ihr. Sie interpretiert ihre Rache in ihn hinein. Er ist stark und hat sich gewehrt, was sie nie vermochte etc. Er kann sie beschützen, vor sich selbst, was sie auch nie vermochte. Und sie interpretiert alle Geschehnisse (Zeitungs- und Radiomeldungen, das Gespräch der beiden Studenten im Fahrstuhl über Arthur in ihn hinein).
Vielleicht hat es auch nur einfach so nach Putzmittel im Fahrstuhl gerochen (der Boden im Apartmenthaus war ja häufiger gebohnert). Vielleicht hatte Arthur auch eine Art Verfolgungswahn, der ihn dazu veranlasste, zu glauben, dass der Aufzug total schwankte, als würde jemand oben auf dem Aufzug stehen und an den Seilen rütteln. Und dann wird er tatsächlich Opfer eines Verbrechens. Zufall? es gibt mehrere Erklärungen dafür.
Layla jedoch interpretiert sofort auf Sterilium bezogen. Hat sie am Anfang noch gezweifelt, ob es ihn wirklich gab, stand es irgendwann für sie fest. Sie konnte da nicht mehr raus; sie hatte zuviel von sich an ihn gegeben. Sie interpretiert ihr Leiden in ihn hinein. Damit war sie nicht mehr allein, nachdem sich mehr und mehr abzeichnete, dass Mosby wegbrechen würde als Halt. Ich hoffe, Ihr versteht meine Erklärungen, sonst fragt noch einmal nach.

Was ich mit dem Buch erreichen wollte, ist, dass man es gedanklich, nach dem Lesen, nicht einfach nur zur Seite legt und sagt: "Ah, alles klar. Ok." Erledigt. Ich will, dass es nachwirkt, durch eben genau solche offenen Punkte. Das man darüber nachdenkt. Denn auch das tun Missbrauchsopfer. Viele schwanken zwischen: den Peiniger umbringen, erlernter Hilflosigkeit (sie werden immer Opfer bleiben und können sowieso nichts tun) und zwischen "Ich will einfach nur vergessen, ich will, das es einfach nur aufhört, ein normales Leben führen." All diese Gedanken durchlaufen einige von ihnen jeden Tag, für den Rest ihres Lebens.

JulianeV

vor 4 Jahren

Eure Rezensionen? Euer Fazit?
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@LeseJulia

Wie toll!!! Danke. Das ist wunderschön zusammengefasst. Vielen Dank dafür! Und bietet auch noch mal Extra-Infos für den Leser, die nicht zuviel verraten. So etwas mag ich besonders! Da der Klappentext als Buchauftakt dient, sozusagen die Hand herausreicht und den Leser in das Buch holt, kann ich manche Infos da nicht reinbringen (die Nummer mit dem Prof etc.). Wenn die in einer Rezension ergänzt werden, umso cooler. Danke!

JulianeV

vor 4 Jahren

Nach Beendigung des Lesens: Wie sind Eure Eindrücke im Allgemeinen zum Buch? Ist der Klappentext aussagekräftig? Eure Lieblingsstellen?
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Der Parkamann hat sich deswegen so manifestiert, weil er sie mit ihrem Selbstmordversuch konfrontiert, den sie jahrelang verdrängt hat. Es überrollt sie quasi. Deswegen ist sie auch so fertig und fühlt sich mit ihm verbunden. Auch er scheint ja einen gewissen Bezug zu ihr zu haben, was der Blickkontakt im Fahrstuhl vermuten lässt. Der Vorwurf, nicht reagiert zu haben, gepaart mit ihrer eigenen Hilflosigkeit (Musik drang unverhofft aus dem Radiowecker, es wird immer mehr klar, das mit Mosby funktioniert nicht, die Attacke im Bus, als sie aus dem Mosbys kommt), das alles führt dazu, dass sich der Parkamann in ihrem Kopf manifestiert und verselbstständigt. Nicht umsonst, "fällt" er vom Balkon, als sie die erste private Situation mit Piet hat. Sie fühlt sich stark, macht sogar die Musik an. Natürlich ist sie trotz allem traurig und überfordert, als er für sie dann wirklich nicht mehr da ist. Hier beginnen sich quasi die beiden Seiten in ihr aufzusplitten. Nicht umsonst treten beim Tanz einen Tag später zum ersten Mal die kalten, klaren Augen zutage.

LeseJulia

vor 4 Jahren

Nach Beendigung des Lesens: Wie sind Eure Eindrücke im Allgemeinen zum Buch? Ist der Klappentext aussagekräftig? Eure Lieblingsstellen?
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@JulianeV

OK...also war Parkamann anfangs real, später "Wahn" bzw Hilfshalluzination...das ist mir auch nicht 100%ig aufgegangen...ich dachte er war immer irgendwie wahn, aber dann wäre ja sein Selbstmord nicht von anderen gesehen worden...
Da könnte man vielleicht noch bissel feilen, dass dies deutlicher wird, weil dann doch der Fokus sehr auf Piet gelenkt wird und so das ruminterpretieren mit dem Parkamann etwas untergeht, bzw wegflutscht, wie es mir gegangen ist...

LeseJulia

vor 4 Jahren

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@JulianeV

gern, bin erleichtert, dass ich es halbwegs getroffen habe, fand es hier echt schwer zusammenzufassen ohne entscheidende Sachen zu verraten, aber dennoch nichts im unklaren zu lassen...

LeseJulia

vor 4 Jahren

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@JulianeV

Puh, ich habe ja keine Ahnung, was in einem Missbrauchsopfer vorgeht, bzw wie sich solch eine Aufspaltung anfühlt, aber, wenn du das so beschreibst...uah...Gänsehaut...erschreckend zu was der Körper bzw das gehirn fähig ist, wenn es in Notsituationen kommt

JulianeV

vor 4 Jahren

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@LeseJulia

Richtig. Und die Info, dass er sich umgebracht hat, hatte Layla ja von der alten Dame. Danach ist er dann eine Erscheinung, ob tatsächlich existierend oder nur in Laylas Kopf bleibt offen. Mal sehen, ob ich da noch was einpfriemle ;)

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