Rezension zu "Franky 1: Meine schräge Zombie-Familie, Schrumpfdrachen und andere Katastrophen" von Nicola Anker
MamijojaleFranky ist kein gewöhnlicher Junge – er ist zu drei Vierteln Zombie. Klingt schon verrückt genug, oder? Doch seine Familie ist mindestens genauso schräg: eine halbzombische Mutter, ein Vater, der Gruseltieren die Haare schneidet, ein zockender Bruder und eine kleine Schwester, die überall malt. Eigentlich lebt die Familie in Sarghofen, doch nach einem Unfall müssen sie zu Oma Elvira in die Welt der Lebenden ziehen. Dort fühlt sich Franky erst einmal völlig fehl am Platz.
Sein großer Traum: Gruseltier-Fotograf werden. Statt eines coolen Haustiers bekommt er allerdings einen schleimspuckenden Schrumpfdrachen – der sich schnell als chaotischer, aber treuer Gefährte entpuppt. Gemeinsam stolpern die beiden in jede Menge Turbulenzen, treffen auf schräge Figuren und erleben kleine wie große Katastrophen.
Das Buch überzeugt nicht nur durch seine witzige Geschichte, sondern auch durch den Comicstil mit vielen detailreichen Illustrationen, die die Seiten lebendig machen. Kleine Orientierungshilfen sorgen dafür, dass auch Comic-Neulinge den Überblick behalten. Besonders gelungen ist, wie Humor und Spannung miteinander verknüpft werden: Es gibt viel zu lachen, aber auch Themen wie Freundschaft, Mut und das Gefühl, anders zu sein, werden angesprochen. Die Botschaft ist klar: Anderssein ist keine Schwäche, sondern kann zur Superkraft werden.
„Franky“ ist für Kinder ab 8 Jahren gedacht, macht aber auch Erwachsenen Spaß. Die Mischung aus abgedrehten Ideen, liebenswerten Charakteren und farbenfrohen Bildern sorgt dafür, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu blättern. Dazu gibt es ein kleines Extra: einen wiederverwendbaren Schleim-Sticker auf dem Cover und sogar ein Rezept zum Selbermachen von Schleim.
Ein rundum gelungenes Kinderbuch im Comicstil, das Lesemuffel ebenso begeistert wie Comic-Fans. Wer Lust auf schräge Abenteuer, sprechende Drachen und jede Menge Chaos hat, sollte Franky unbedingt kennenlernen.






