Julianna Baggott

 3.7 Sterne bei 282 Bewertungen
Autorin von Memento - Die Überlebenden, Memento - Die Feuerblume und weiteren Büchern.
Julianna Baggott

Lebenslauf von Julianna Baggott

Das Allroundtalent unter den SchriftstellerInnen: Neben ihrem Beruf als Schriftstellerin lehrt, die 1969 geborene Julianna Baggott, als Dozentin für kreatives Schreiben an der University of Florida. Mehr als zwanzig Bücher hat Julianna Baggott bereits unter ihrem bürgerlichen Namen sowie ihren Pseudonymen Bridget Asher und N. E. Bode veröffentlicht. Mit 22 Jahren begann die Autorin Kurzgeschichten zu schreiben. Ihr erster Roman „Girl Talk“ erschien 2001. Der auch unter demselben Titel 2003 auf Deutsch publizierte Roman ist eine kurzweilige und amüsante Mädchenlektüre über die große Liebe und das Erwachsenwerden. Ihre Vielseitigkeit stellt Julianna Baggott immer wieder unter Beweis. Zu ihren Werken zählt der historische Roman „The Madam“ (2003). Er basiert auf dem Leben ihrer Großmutter. Mit der Dystopie „Memento“ (2012) zeichnet sie eine düstere Geschichte in einer zerstörten Welt. Den Großteil ihrer Werke schrieb Julianna Baggott für Erwachsene, aber auch für jüngere Leser verfasste sie einige preisgekrönte Romane, darunter die „The Anybodies“-Trilogie (2004). Darüber hinaus zählen auch lyrische Werke zu ihrem Repertoire. Für ihre Romane wurde die Autorin bereits mehrfach ausgezeichnet. Julianna Baggott lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Florida.

Alle Bücher von Julianna Baggott

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Memento - Die Überlebenden

Memento - Die Überlebenden

 (189)
Erschienen am 16.03.2012
Memento - Die Feuerblume

Memento - Die Feuerblume

 (42)
Erschienen am 19.07.2013
Memento - Der Neubeginn

Memento - Der Neubeginn

 (33)
Erschienen am 13.06.2014
Memento - Die Feuerblume: Band 2

Memento - Die Feuerblume: Band 2

 (3)
Erschienen am 19.07.2013
Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder

Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder

 (3)
Erschienen am 11.06.2018
Die perfekte Lüge

Die perfekte Lüge

 (1)
Erschienen am 16.08.2001
Vor Liebe wird gewarnt

Vor Liebe wird gewarnt

 (0)
Erschienen am 01.11.2005

Neue Rezensionen zu Julianna Baggott

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NiWas avatar

Rezension zu "Memento - Der Neubeginn" von Julianna Baggott

Der Neubeginn
NiWavor 2 Monaten

Vor neun Jahren haben Bomben die Erde zerstört. Geblieben ist eine verseuchte Welt, und die wenigen Überlebenden sind furchtbarst entstellt. Allerdings gibt es eine elitäre Gruppe, die sich noch vor der nuklearen Katastrophe in den geschützten Raum des Kapitols zurückgezogen hat.

In diesem Abschlussband der Memento-Trilogie liegt es an Protagonistin Pressia ein gemeinsames Leben von Verseuchten und den Bürgern des Kapitols herbeizuführen. Die Jugendliche stammt aus dem verseuchten Gebiet und wünscht sich nichts mehr, als eine gemeinsame Welt zu schaffen, in der Verseuchte und Reine Hand in Hand in die Zukunft gehen.

Während mich der erste Band restlos begeistert hat, ist mir der Mittelteil zu sehr ins Wirre abgerutscht. Dieses Finale hat die Trilogie wieder auf Kurs gebracht, indem es durch gekonnte Grauschattierungen die Schwierigkeiten bester Absichten betont.

Dieser Band schließt sofort an die Ereignisse des letzten Teils an, und man findet sich mit Pressia, Bradwell und El Capitán in merkwürdigen Gefilden wieder.

Protagonistin Pressia steht deutlich im Mittelpunkt. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, eine neue Welt zu schaffen. Die Mittel dafür, glaubt sie, in ihren Händen zu halten. Nun kommt es auf die Kooperationsbereitschaft des Kapitols an, damit ihre Vision Realität werden kann.

Hingegen hat es ihr Halbbruder Partridge zum Anführer im Kapitol gebracht. Eigentlich teilt er Pressias Vision und will sofort den politischen Kurs ändern. Allerdings merkt er schnell, dass Führung nicht nur dem eigenen Willen unterliegt, und er sich nach den Bedürfnissen der Bürger richten muss.

Außerdem kommen Bradwell und Lyda in der Handlung zum Zug, wobei Bradwell unscheinbar im Hintergrund versackt, und Lyda zu einem kämpferisch-labilen Charakter wird. Selbstverständlich ist El Capitán mit von der Partie, der mit seinem kriegerischen Hintergrund manch brenzlige Situation meistern kann.

Die Handlung ist gut erzählt, indem Baggott gewohnt durch die verschiedenen Perspektiven ihre Charaktere gleiten lässt. Einmal kämpft man mit Pressia um das nackte Überleben, ist gemeinsam mit Bradwell rebellisch gegen das Kapitol gestimmt, oder steht mit Patridge vor intriganten Machenschaften, die er ohne politische Erfahrung nicht bändigen kann.

Die Ereignisse im Kapitol habe ich als glaubwürdig empfunden, und sie haben der Trilogie Authentizität verliehen. Denn Patridge merkt rasch, dass ihm sogar als politisches Oberhaupt die Hände gebunden sind, weil es derart viele Aspekte zu berücksichtigen gilt. Rasch kommt er von seiner geraden Linie ab, und muss sich - trotz starker Zweifel - den Begebenheiten beugen.

Die Reise von Pressia, Bradwell und El Capitán entspricht dem abenteuerlichen Part, der von Auseinandersetzungen, Actionszenen und gefährlichen Situationen lebt. Außerdem wird hier noch einmal die Außenwelt beschrieben, die unbeschreiblich abstoßend ist.

"Es war eine schreckliche, eine blutige Welt, eine Welt des Leidens und Sterbens." (S. 235)

Zur Erinnerung: die Menschen sind durch die Bomben fürchterlich entstellt. Sie sind mit Familienmitgliedern oder Tieren verschmolzen, haben manchmal keine Gliedmaßen mehr, oder sind mit Gegenständen regelrecht gespickt. So ist Pressias Hand ein Puppenkopf, während sich in Bradwells Rücken Vögel befinden und El Capitán zum siamesischen Zwilling mutierte.

Diese Beschreibungen rufen grauenhafte Bilder hervor, die Julianna Baggott mit ihrem plastischen Stil gekonnt in Szene setzt.

Das Ende hat mir gefallen, weil es dem düsteren Flair der Trilogie entspricht. Julianna Baggott zeigt deutlich, dass sie keine Autorin zum Kuscheln ist, sondern durch Brutalität und ungeschöntes Grauen besticht.

Meiner Meinung nach ist diese Trilogie für Dystopie-Fans ein Lesemuss, wenn man mit den verstörend-realistischen Beschreibungen umgehen kann, und eine richtig finstere Welt aushält.


Die Memento-Trilogie:
1) Memento. Die Überlebenden
2) Memento. Die Feuerblume
3) Memento. Der Neubeginn

Kommentare: 4
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Buchkonfettis avatar

Rezension zu "Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder" von Julianna Baggott

Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder
Buchkonfettivor 5 Monaten

Der Roman Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder ist im Juli 2018 als deutsche Erstveröffentlichung im btb Verlag erschienen. Die englische Originalausgabe erschien bereits 2015.

Für die 380 Seiten, war nach eigenen Angaben der Autorin Julianna Baggott eine Arbeitszeit von 18 Jahren nötig. Ein Buch, eine Geschichte, die sich entwickeln musste, die pausiert hat und dann wieder neu aufgegriffen wurde.

Doch um was geht es in dem Roman?
Ich muss zuerst eingestehen, dass ich eine völlig andere Geschichte erwartet habe.
Der Klappentext hat mich eher in die Richtung Cecilia Ahern geschickt und ich habe eine seichte Liebes- und Lebensgeschichte, beladen mit Emotionen und kleinen Geheimnissen erwartet.
Schnell wird klar, dass mir hier keine ganz leichte Sommerlektüre vorliegt, sondern eine komplexe Familiengeschichte über drei Generationen, die bis in das Jahr 1900 zurück reicht.
Die vier Hauptakteurinnen sind Harriet, ihre Tochter Eleanor und deren ungleiche Töchter Ruth und Tilton. Harriet ist Schriftstellerin und hat sechs zusammenhängende sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Als Harriet stirbt, entfacht das Gerücht, dass es noch einen siebten und bisher unveröffentlichten Teil geben muss.

Die ganze Geschichte beginnt mit der Geburt Harriets. Bei ihrer Geburt wird vermutet, dass sie nicht gesund sei, und wenn überhaupt dann ein sehr schweres Leben vor sich habe. Somit beginnt ihr Leben nicht zu Hause bei ihrer Familie, sondern in der Maryland-Schule für schwachsinnige Kinder. Gleichzeitig entsteht eine Lebenslüge, die erst im Teenageralter von Harriet zur Wahrheit finden soll.

Abwechselnd erzählen die vier Frauen die Geschichte aus ihrer Sichtweise. Sehr gelungen passt Julianna Baggott ihre Erzähl- und Schreibweise an die unterschiedlichen Charaktere an. Durchlebte Traumata, gescheiterte Liebesbeziehungen, gestörte Mutter-Tochter-Verhältnisse, eingeredete und eingebildete psychische und physische Erkrankungen, Ängste, Liebe und Verzweiflung - all das formt Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Frauen. Viele Probleme ziehen sich durch die Generationen und wiederholen sich.

Ich finde schwer in die Geschichte und frage mich woran es liegt. Ist es die durchmischte Erzählweise mit ständigem Perspektivenwechsel? Oder doch die teilweise leicht surreale Story, die sich für mich oftmals störend erweist. Nach der letzten Seite frage ich mich: Und nun?
Ja ich bin eine Leserin, die nicht gerne mit offenen Fragen zurück gelassen wird. Fasziniert mich der Stil und die Geschichte sehr, dann akzeptiere ich es gerne, doch beides war hier für mich leider nicht der Fall - 3 von 5 buchkonfettipunkten!

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NiWas avatar

Rezension zu "Memento - Die Feuerblume" von Julianna Baggott

Ein grausamer Mittelband
NiWavor 2 Jahren

Pressia lebt in einer abstoßenden Welt, die schlimmer kaum sein könnte. Die menschliche Zivilisation wurde von Bomben zerstört, Gefahren gibt es seither überall und jene, die überlebt haben, sind grausam entstellt.

Es handelt sich um den 2. Teil der Memento-Trilogie von Julianna Baggott, der mir genau wie Band 1 unter die Haut gegangen ist.

Tragende Thematik ist meiner Meinung nach die Gefahr wissenschaftlicher Entwicklungen, wenn eine laufende Verbesserung des Menschen angestrebt wird, ohne die möglichen Konsequenzen zu bedenken. Julianna Baggott beschreibt in ihrer Dystopie, wie Fortschritte unbedacht Einsatz finden und damit die gesamte Menschheit an den Abgrund drängen.

Nachdem die Gruppe um Pressia im 1. Band das Militärregime kurzfristig besiegt hat, liegt es an ihnen, eine Armee aufzubauen. Denn das Kapitol soll gestürzt werden und gleichzeitig haben sie ein mysteriöses Serum entdeckt, das vielleicht ihre Rettung ist.

Wie auch im ersten Band wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was einerseits für Dynamik sorgt, andrerseits etwas zerfleddert wirkt und die Orientierung erschwert.

Gemeinsam mit Pressia, Bradwell, El Capitán, Lyda oder Patridge verfolgt man die jeweiligen Entwicklungen, was für mich zu viel gewesen ist. Zwar erhält man durch die Perspektivenwechsel ein rundes Bild und weiß, wie die Handlungen der Personen ineinander greifen, allerdings wäre ich oft gern länger bei einer Figur geblieben und hätte die Geschehnisse weiterverfolgt.

Der Einstieg ist mir aufgrund der Perspektivenvielfalt schwer gefallen und ich musste anfangs immer nachdenken, wer mit wem aus welchem Grund in Beziehung steht.

Auch die Handlung konnte mich zu Beginn nicht ganz überzeugen, weil es sehr lange dauert, bis sie an Fahrt gewinnt. Mir war lange nicht klar, was die Figuren überhaupt bezwecken bzw. wie sie nun vorgehen wollen und so dümpelt alles etwas vor sich hin. Ungefähr ab der Mitte bin ich wieder in Pressias Welt angekommen und ab da ist es interessant geworden. Geheimnisse werden aufgedeckt, unglaubliche Motive werden enttarnt und man erhält Hinweise, was damals vor bzw. bei der Explosion wirklich vorgefallen ist.

Julianna Baggotts dreiteilige Dystopie unterscheidet sich meiner Meinung von anderen Werken, weil sie so schonungslos ist. In dieser Welt hat es einst eine Explosion gegeben, die furchtbare Auswirkungen auf Tiere und Menschen hat, und zu abstoßenden Deformationen führte. Pressia hat zum Beispiel eine Puppe als Hand, Bradwell ist bei der Explosion mit Vögeln verschmolzen und manche Menschen wurden bei der Explosion richtig zusammengeschweißt. Nur die Menschen im Kapitol sind „rein“, also unversehrt, geblieben, was die Grundlage dieser Dystopie ist.

Mit dieser grausamen Welt hat mich Julianna Baggott zum zweiten Mal in ihren Bann gezogen, auch wenn ich mir gerade zu Beginn sehr schwer getan habe. Ebenso fassungslos wie beim ersten Band bleibe ich zurück, und bin gespannt, welche drastische Vorstellungen sich die Autorin für den Abschlussband ausgedacht hat.


Die Memento-Trilogie:
1) Memento. Die Überlebenden
2) Memento. Die Feuerblume
3) Memento. Der Neubeginn

Kommentare: 6
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Gespräche aus der Community

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CasusAngeluss avatar
Wir von der Gruppe Serienleserunden möchten gemeinsam "Memento - Die Überlebenden" lesen. Wer mag, darf sich gerne anschließen. Zu gewinnen gibt es nichts.
Start ist der 11.4.
AberRushs avatar
Letzter Beitrag von  AberRushvor 3 Jahren
Zur Leserunde
Stephie2309s avatar

Hallo,

anlässlich meines 7-jährigen Jubiläums verlose ich jetzt 7 Wochen lang verschiedene Bücher auf meinem Blog. In dieser Woche gibt es zwei Exemplars von Memento - Der Neubeginn von Julianna Baggott zu gewinnen.

Alles weitere erfahrt ihr dort: http://nobody-knows.eu    

Viel Glück!    

Stephie

Zur Buchverlosung
Stephie2309s avatar

Hallo,

auf meinem Blog verlose ich zur Zeit zwei Exemplare von 'Memento - Die Feuerblume' von Julianna Baggott.      

Alles weitere erfahrt ihr dort: http://nobody-knows.eu    

Viel Glück!    

Stephie   


 

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Zusätzliche Informationen

Julianna Baggott wurde am 29. September 1969 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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