Julianna Deering

 4 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Mord mit Stil ist auch nicht besser, Rules of Murder und weiteren Büchern.

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Mord mit Stil ist auch nicht besser

Mord mit Stil ist auch nicht besser

 (13)
Erschienen am 17.06.2014
Rules of Murder

Rules of Murder

 (0)
Erschienen am 05.08.2014

Neue Rezensionen zu Julianna Deering

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Rezension zu "Mord mit Stil ist auch nicht besser" von Julianna Deering

Nett, aber mit Längen
MonikaSvor 4 Jahren

Auf Farthering Place, dem Besitz des jungen, gut aussehenden Drew Farthering, findet eine von seiner Mutter organisierte Gesellschaft statt. Der Abend endet mit zwei Toten. Da Drew der Polizei, die sich viel zu rasch auf seinen Stiefvater als Täter stürzt, nicht richtig vertraut, nimmt er, zusammen mit seinem Freund Nick und der Nichte seines Stiefvaters, Madeline, die gerade zu Besuch ist, die Ermittlungen auf.
Die Geschichte ist flüssig geschrieben und ließ sich leicht lesen. Und sie beginnt lustig und spannend. Die Idee mit den "Regeln für einen fairen Kriminalroman" fand ich zu Beginn prima. Doch irgendwann fand ich Nick und seine Zitate, die doch meines Erachtens ziemlich naiv und weltfremd sind, nervend.
Ich habe mich nach etwa der Hälfte gefragt, was denn eigentlich -außer den Morden- passiert ist. Und danach zog sich der Roman etwa die nächsten 100 Seiten so sehr, dass ich fast abgebrochen hätte.
Nichts gegen Genremix und gerne darf in einem Krimi auch etwas "Privates" und auch eine Liebesgeschichte vorkommen - aber leider fand ich, dass die Liebesgeschichte den Krimi fast erschlagen hat. Und ich hatte dabei noch nicht einmal das Gefühl, dass es zwischen den beiden knistert o.ä. Sie führen nur immer lange Dialoge und es wird behauptet, dass er in ihrer Gegenwart nur schwer denken kann, doch was ihn genau ablenkt, wird nicht beschrieben. Kein Kribbeln, keine Schmetterlinge ... Vieles blieb nur oberflächlich und ich konnte nicht mitleiden.
Bei all den Dialogen werden auch manches Mal Dinge erzählt, die rein gar nichts mit der Geschichte zu tun haben, was die "Sache" noch mehr in die Länge gezogen hat. Andererseits hätte ich mir in anderen Dingen noch mehr Details gewünscht. Es wird zB nie erzählt, was in der Firma eigentlich produziert wird und warum es eine Niederlassung in Kanada gibt o.ä. Das hätte man in einem oder zwei Sätzen erklären können.
Zugegeben, es wird nie erwähnt, dass es ein historischer Krimi ist. Er ist so erzählt, dass es zu jeder Zeit spielen könnte und ich hatte nie das Gefühl, mich in den 30er Jahren zu befinden. Es wird weder durch die Kleidung noch durch die Ermittlungsmethoden o.ä. angedeutet. Auch hier hätte ich mir mehr Details gewünscht.

Das christliche fand ich ein wenig aufgesetzt und "bei Bedarf aus der Schublade" geholt. Und ich fand es auch ein wenig unglaubwürdig, wenn ein junges Mädchen aus dem konservativen Amerika (Stichwort Prohibition) mit einem Mann kokettiert (und offen zugibt, dass sie nur spielt und nicht weiß, ob sie es ernst meint) und ein "gewagtes" Kleid (wie auch immer das aussieht, es wird leider außer der Farbe nicht beschrieben) trägt, plötzlich fromm ist (bitte nicht falsch verstehen, ich will niemanden verurteilen, der so etwas macht, nur in dem Zusammenhang passte es irgendwie nicht) - da hätte ich mir ein wenig mehr "Christsein im Alltag" gewünscht.

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Rezension zu "Mord mit Stil ist auch nicht besser" von Julianna Deering

Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tod
eskimo81vor 4 Jahren

Südengland in den Dreissigerjahren. Drew Farthering, ein junger Lord aus besten Kreisen, und sein Freund Nick Dennison geniessen das Leben und lieben Krimis. 
Als ein Mord auf dem Gut der Farthering verübt wird, können sie es nicht lassen und versuchen natürlich den Fall selber zu lösen. 
Leider hält sich der Mörder nicht an die zehn Regeln des fairen Krimi-Romans und die Nichte des Stiefvaters, Madeline, hat Drew so richtig den Kopf verdreht. 
Wer ist schneller beim lösen des Falls? Die Polizei oder die "Möchtegern-Detektive"?

Interessant sind diese zehn Regeln, die es scheinbar wirklich gibt. 

Die ersten paar Seiten verwirrten mich sehr, dann klärte es sich bald und es offenbarte sich mir ein spannender und schlüssiger Krimi. Gespickt mit einer Liebesgeschichte und einem recht offenem Schluss. 

Als Fan von Agatha Christie würde ich nicht sagen, dass dieses Buch vergleichbar mit ihren ist, aber jeder Schriftsteller ist anders und das ist auch gut so. An Agatha Christie kommt man einfach nicht heran. 

Es ist ein wundervoller Krimi zum schwelgen. Einfach "altmodisch". Ohne DNA, ohne diese neumodische Ermittlungen, einfach noch nach dem "alten" Stil auf eine recht gemütliche Art. 

Fazit: Ein guter, historischer Krimi bei dem auch die Romanze nicht zu kurz kommt. 

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LEXIs avatar

Rezension zu "Mord mit Stil ist auch nicht besser" von Julianna Deering

Der Mörder ist immer der Gärtner, oder?
LEXIvor 4 Jahren

Aufgrund meines Faibles für den klassischen Kriminalroman vertiefte ich mich mit großer Vorfreude in diese Neuerscheinung der mir bislang unbekannten Autorin Julianna Deering, die lt. Klappentext ihrerseits Fan der Krimis aus den Zwanzigern und Dreißigern ist. Und so schuf sie kurzerhand ihren eigenen Detektiv namens Drew Farthering und konstruierte einen Kriminalroman, der seinen Vorbildern alle Ehre macht.

Bereits der Einstieg in dieses Buch sorgte mit seinen „Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman“ von Father Knox aus dem Jahre 1929 für ein amüsiertes Schmunzeln, ahnte ich ja an dieser Stelle bereits, dass diese Regeln wohl nicht alle in diesem Krimi befolgt würden.

Zu Beginn des ersten Kapitels entführt uns die Autorin zum Schauplatz des Geschehens – zum ehrwürdigen alten Herrenhaus Farthering Place in Hampshire, direkt neben dem kleinen Dorf Farthering St. John gelegen. Auch der Protagonist dieses Buches wird dem Leser zu diesem Zeitpunkt bereits vorgestellt, es handelt sich hierbei um den jungen Lord Ellison Andrew Farthering, der mit seinem Freund Nick Dennisson in einem Rolls Royce zu später Stunde unerwartet in seinem Haus auftaucht. Der selbstbewusste und gutaussehende Gentleman in stilvoller Kleidung bewahrt nur mit Mühe seine vornehme Contenance, als er in seinem Bett einen Hausgast vorfindet, den er zutiefst verabscheut. Durch die Intervention seiner Mutter, Constance Farthering Parker, sowie seines Stiefvaters, Mason Parker, wird ein Eklat jedoch vermieden, und der aufdringliche, protzige David Lincoln darf bleiben. Im Verlauf der rauschenden Party am nächsten Abend überschlagen sich jedoch die Ereignisse, als nach dem obligatorischen Feuerwerk auf dem Anwesen der Fartherings plötzlich eine Leiche aufgefunden wird. Drew Farthering und Nick Dennisson, die nicht nur eine gemeinsame Jugend- und Studienzeit aufzuweisen haben, sondern die beide ihrerseits Kriminalromane über alle Maßen schätzen, beteiligen sich – sehr zum Leidwesen der ermittelnden Polizeibeamten – eifrig an den Ermittlungen, und suchen nach Spuren, die sie zum Täter führen. Mason Parkers anmutige Nichte Madeline ist die dritte im Bunde um die Bemühungen, diesen Fall aufzuklären. Doch die von Drew und Nick viel zitierten Regeln des Father Knox werden über kurz oder lang allesamt missachtet…

Die Autorin hat diesen Kriminalroman in einem sehr einnehmenden Schreibstil verfasst und die Geschichte geschickt aufgerollt. Beginnend mit der Vorstellung der handelnden Personen geht sie gleich nach dem Auffinden des Mordopfers dazu über, die Vergangenheit der einzelnen Charaktere genauer zu beleuchten. Sie bedient sich dabei zwar einiger Nebenfiguren, bemüht sich jedoch sichtlich, deren Anzahl überschaubar zu halten. Die Fährten, die sie ihren Lesern anbietet, sind verlockend und gut gelegt, meine Verdachtsmomente wurden mehr als nur einmal an einer späteren Stelle im Buch vollständig widerlegt. Julianne Deering lässt in ihren Kriminalroman durchaus auch eine humoristische Note einfließen, bedient sich aber auch Klischees wie beispielsweise eines obligatorischen Gärtners als Verdächtigen, was meinen Verdacht kurzzeitig nicht nur in eine bestimmte Richtung lenkte, sondern auch für Amusement sorgte. Der raffiniert konstruierte Fall und der kontinuierliche Spannungsaufbau fordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende des Buches konstant erhalten. Da ich Kriminalromane sehr gerne mag, die bedächtig aufgerollt werden, sich liebevoller Details widmen und sich eher behutsam und langsam entwickeln, war diese Lektüre für mich ein wahrer Genuss und machte es mir schlichtweg unmöglich, den Krimi vor der Auflösung des Falles aus der Hand zu legen. Erwähnenswert erscheint mir auch der Glaube der Amerikanerin Madeline, der vor allem im letzten Drittel des Buches zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Glaube an Gott ist zwar nicht das zentrale Thema dieses Krimis, ihm wird aber durchaus Raum und Bedeutung zugemessen, und beeinflusst nicht zuletzt auch den Protagonisten Drew.

Mein persönliches Fazit ist rasch und leicht dargelegt: „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ hat mir ausnehmend gut gefallen, mich sehr gut unterhalten, und mir genügend Stoff für meine eigene Beteiligung an der Suche nach dem Mörder geliefert. Julianna Deering hat mich auf falsche Fährten geschickt und es geschafft, mich zum Ende des Buches wirklich zu überraschen. Ein Kriminalroman, den ich gerne weiter empfehle und dem ich ebenso gerne die maximale Anzahl an Bewertungssternen vergebe.

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Gespräche aus der Community

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Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen.

Der Hänssler-Verlag stellt vier Exemplare des Romans „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ von Julianne Deering zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde!


Südengland in den Dreißigerjahren. Drew Fathering, ein junger Lord aus besten Kreisen, liebt Kriminalgeschichten. Doch bis jetzt sind sie ihm nur zwischen zwei Buchdeckeln begegnet. Wer kann denn auch ahnen, dass sich auf seinem friedlichen Anwesen ein Mord ereignen wird? Was hat es mit den Gerüchten über die dunkle Vergangenheit der Fatherings auf sich? Gemeinsam mit seinem Freund Nick und der charmanten Amerikanerin Madeline wendet er sein gesamtes Wissen aus Kriminalromanen an, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.


Eine Leseprobe findet ihr hier: http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/mord-mit-stil-ist-auch-nicht-besser/187101/187101/187101.html

Falls ihr eines der vier Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 31. Juli 2014, 24 Uhr hier im Thread und berichtet uns, wer euer favorisierter Krimiautor ist und welches der liebste Protagonist.

Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde innerhalb von vier Wochen zum Austausch in jedem einzelnen Leseabschnitt, wobei nicht einfach der Inhalt zusammengefasst, sondern auch auf die anderen Testleser eingegangen und diskutiert werden soll. Die Zurverfügung-stellung eines Exemplares beinhaltet zugleich auch die Verpflichtung zum Schreiben einer Rezension im genannten Zeitraum, die nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht wird.  Ich möchte zudem darauf hinweisen, dass Bewerber mit „privaten (geschlossenen) Profilen“ sowie jene, die noch keine Rezensionen auf ihrer Profilseite veröffentlicht haben, bei einer Auslosung nicht berücksichtigt werden.

Beachtet außerdem, dass es sich um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle.
Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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