Julie A Peters

 4.1 Sterne bei 64 Bewertungen

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By the time you read this, I'll be dead

By the time you read this, I'll be dead

 (64)
Erschienen am 09.01.2012

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Rezension zu "By the time you read this, I'll be dead" von Julie A Peters

Super schönes Buch
mvlvssvvor 9 Monaten

Ich hatte es mir anders vorgestellt, aber es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Super schön geschrieben. Ein sehr trauriges Thema, das man leider viel zu oft erleben muss. Meiner Meinung nach ein super Schluss, aber das ist Ansichtssache!

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Rezension zu "By the time you read this, I'll be dead" von Julie A Peters

Intressant und unfassbar ehrlich !
LaraJvor 3 Jahren

Daelyn hat es schon mal versucht sich selbst das Leben zu nehmen. Doch es ist nicht so geendet, wie sie es sich gewünscht hat. Dann stößt sie auf eine Website die ihr dabei helfen wird den nächsten Versuch zu starten. Dafür braucht es aber 23 Tage, die von der Website vorgeschrieben sind. In der Zeit versucht sie ihren Tot so gut wie möglich vorzubereiten. Doch es ist nicht so leicht, wenn ein Junge einen nicht in Ruhe lässt.

Angesprochen hat mich vorallem der Titel. Das Cover finde ich, passt gut zum Thema und lässt das Buch auch noch ansprechender aussehen. Die Story zwingt sich einen nicht auf. Sie ist erlich, nicht unnötig ausgeschmückt und leicht zu verstehen. Es war auch sehr interessant in den Kopf eines Menschen zu blicken der versucht hat Selbstmord zu begehen. Die Gedanken oder Reaktion auf gewisse Dinge waren klar ausgedrückt. Auch wie nie zu viel verraten wurde, sonder der Leser auch mal selber nachdenken musste fand ich passte zum Buch. Die Geschichte selbst war sehr gut. Das Ende besonders. Dazu sag ich auch nicht mehr da ich sonst zu viel spoiler. Deshalb liest das Buch selbst und bildet euch eure eigene Meinung.

Diese Raffinesse ein schweres Thema so leicht und doch überzeugend darzustellen muss man einfach erlebt haben. Ich kann es nur empfehlen. Besonders mit diesem, meiner Meinung nach, guten Ende für so eine Geschichte.

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loveisfriendships avatar

Rezension zu "By the time you read this, I'll be dead" von Julie A Peters

Was Mobbing anrichtet
loveisfriendshipvor 3 Jahren

Was Mobbing anrichtet

Dies wird eine emotionale Buchbesprechung, weil mich „By the time you read this, I’ll be dead“ von Julie Anne Peters wahrhaft aufgewühlt hat. Ich werde nicht so auf die literarische oder sprachliche Qualität eingehen, sondern auf die bei mir aufgeworfenen Gedanken. Suizid ist ein sensibles und heikles Thema. Wie die richtigen Worte finden, wie darüber angemessen schreiben? Es ist ein Tabu, doch ist es unsere Pflicht, dass dem nicht so ist, sondern dass das Schweigen durchbrochen wird und den Menschen geholfen. Um Suizide zu verhindern und so Leben zu retten! Wir dürfen unsere Augen nicht vor unbequemen Themen verschließen, denn durch Ausblenden ändert sich nichts, sondern verschlimmert sich noch.

Seht ihr das dicke Mädchen da vorne? Ist es nicht lustig, sie „fett“, „schwabbelig“ und „Schweinchen“ zu rufen? Nein ist es nicht. Ist es ganz und gar nicht. Derartige Bemerkungen musste Daelyn seit jeher über sich ergehen lassen. Über die Jahre zermürbt und dabei allein auf einen Aspekt ihres Äußeren beschränkt, also entmenschlicht, hat die Fünfzehnjährige schon mehrere Suizidversuche hinter sich. Diesmal soll es nicht beim Versuch bleiben…
Es wird ein hartes, hochaktuelles Thema behandelt, nämlich Suizid aufgrund von Mobbing. Und Mobbing ist an unzähligen Schulen – und Vereinen, Arbeitsplätzen, … - Standard.

Das ihr Widerfahrene hat von Daelyn Besitz ergriffen, sodass sie keine Möglichkeit auf ein besseres Leben sieht. Die Erwachsenen sind hilflos, verstärkt durch Daelyns Stummsein, die über das ihr angetane schweigt. Die Beleidigungen haben sich so eingefressen, dass sie ihre Wahrnehmung bestimmen, und sie sich den ihr darbietenden Möglichkeiten der Gegenwart verschließt. Daelyn fühlt sich allein und unverstanden, empfindet sich selbst als ekelhafte Aussätzige und wertlose Versagerin. Auch abwesend haben die einstigen Mobber indirekt die Macht über sie. Immer wieder bekommt Daelyn eingetrichtert: „Bring dich doch um.“ Und sieht sich so bestätigt, dass ihr Leben nichtig ist und die Leute ohne sie besser dran. Ihr Selbsthass geht so weit, dass sie, als jemand freundlich mit ihr redet, sich ernsthaft für sie interessiert und um sie bemüht, denkt: „Wenn der sich mit mir abgibt, muss der ja eine Macke haben.“ Aus Selbstschutz lässt sie kein Vertrauen und keine Liebe zu. Sie will die Kontrolle über ihre Gefühle behalten, sich emotional nicht ausliefern, nicht angreifbar machen. Zu oft wurde sie enttäuscht, schikaniert, ausgenutzt und fertig gemacht. Daelyn will nichts fühlen, will nicht leben. Ist es für Daelyn zu spät für Freundschaft, für Liebe? Gibt es Heilung, einen Neuanfang?

Die Autorin schreibt schonungslos offen, mehrmals musste ich schlucken, denn es könnten wirklich die Gedanken einer Suizidgefährdeten sein. Ich kann mir vorstellen, dass „By the time you read this, I’ll be dead“ das ist, was Betroffene lesen wollen, was ihnen hilft. Weil die Gedanken Suizidgefährdeter ernst genommen und ihre Gefühle nicht heruntergespielt werden. Eine heftige Lektüre, die nicht vorgaukelt: „Alles ist gut.“, sondern realistisch ist und aufklärt. Na klar, Daelyn lernt einen Menschen kennen, der sie nicht aufgibt. Es ist die Pflicht des Buches, Perspektiven und Mut zu vermitteln, weil es Niemanden zum Suizid verleiten will. Und dennoch schwebt immer die traurige Frage in der Luft: Was wäre, wenn sie diesen Menschen nicht hätte? Wie wäre die Geschichte dann ausgegangen? (Und wie geht sie überhaupt aus? Dies wird von der Autorin geschickt offen gelassen.) Wie viele Betroffene im echten Leben haben so einen Menschen nicht, sondern bleiben verstoßen? Doch wir alle können solche Menschen sein. Und dazu ruft das Buch indirekt auf. Wir können alle achtsamer durch die Welt blicken, auf Leute zugehen, uns um sie kümmern, ihnen vorurteilsfrei zuhören, sie nicht aufgeben. Dies nicht aus Mitleid oder „Gutmenschentum“, sondern weil sie wunderbar sind und jeder Mensch gleich viel wert. Die einzigen Menschen, die tatsächlich weniger „wert“ sind, sind die, die sich wertvoller als andere fühlen und es sie spüren lassen.

Immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt: Ist den Mobbern bewusst, was sie Daelyn antun? Wollen sie den Suizid bezwecken? Oder handeln sie ohne Nachzudenken?
Auch Worte und Gesten können wehtun. Was allein abschätzige Blicke und unüberlegte Bemerkungen anrichten können. Egal, ob körperliche oder verbale Gewalt, offenes oder subtiles Mobbing: Eine rote Linie wird ab dem Moment überschritten, wenn ein anderer Mensch sich verletzt fühlt. Die Täter sollten sich fragen, warum sie es nötig haben, sich wahllos einen Menschen rauszusuchen, auf den sie mit ihrem Hass drauftreten können. Mit welcher Begründung auch immer: es gibt keine Rechtfertigung für Mobbing! Die Gemobbten sind nicht schuld, nicht sie müssen sich schämen. Die einzigen, die ekelhaft sind, sind, die, die anderen sowas einreden wollen!
Ihr Schwachen verbündet und wehrt euch! Durchbrecht das Schweigen. Lasst es nicht euer Leben bestimmen. Gebt keinem die Macht, euch zu zerstören. Und seid offen zu erkennen, wer euch Gutes will. Es gibt mehrere Chancen, für jeden! Egal, wie schlimm das Erlebte ist. Davon bin ich überzeugt. Gemeinsam gegen Suizid und Mobbing!

Fazit: „By the time you read this, I’ll be dead“ von Julie Anne Peters kann ich mir als Schullektüre zum Thema „Suizidprävention“ vorstellen, denn es zeigt ungekünstelt was Mobbing anrichtet und wozu es führen kann. Es sensibilisiert dafür, wie man mit anderen Menschen umgeht, und gibt Betroffenen eine Identifikationsmöglichkeit. Dazu kommt, dass es trotz dem drastischen Thema packend geschrieben ist und den Leser dazu bringt, mit den Figuren mit zu fiebern. Das Buch verfügt über einen Anhang mit Diskussionsanregungen, Infomaterial und Hilfehotlines.
An dieser Stelle auch jedem zu empfehlen, der sich vor drängenden Themen nicht scheut: Das Jugendbuch „Eine echt verrückte Story“ von Ned Vizzini, dass sich auf eine erfrischende Art mit dem Thema psychische Erkrankungen und Suizid aufgrund von Depressionen und Leistungsdruck beschäftigt.

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