Julie Berry Ich bin die, die niemand sieht

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Inhaltsangabe zu „Ich bin die, die niemand sieht“ von Julie Berry

Die Wahrheit wird alles verändern … An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können.

Eine wunderbare geschichte über 2 liebende

— CrystelAngelin
CrystelAngelin

Eine schöne Geschichte. Nur der Aufbau ist am Anfang etwas verwirrend.

— sommersonnne
sommersonnne

Wer historische Jugendromane mit eigenwilligem Schreibstil mag, ist hier bestimmt richtig. Für mich war es nichts. 2,5 Sterne

— Bella233
Bella233

Dieses unglaubliche Buch lässt mich glücklich und bewegt und doch auch traurig und wütend zurück. Für mich ein Meisterwerk!

— hauntedcupcake
hauntedcupcake

Die starke Protagonistin und ihre Entwicklung haben mir gefallen, ebenso wie das unerwartete historische Setting, die Lebensweise der Menschen und Judiths Schicksal.

— Avirem
Avirem

Am anfang etwas verwirrend aber nicht schlecht !!!

— iremcik
iremcik

Überraschend gut gelungen.

— Buecherwurm16
Buecherwurm16

Muss ich unbedingt lesen

— Live
Live

Ungewöhnlich, aber atemberaubend schön. Es hat mich total mitgerissen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Außergewöhnliche historische Geschichte, die wundervoll und bezaubernd ist und eine tolle Protagonistin bereit hält.

— Cadiz
Cadiz

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  • Ich bin die, die niemand sieht

    Ich bin die, die niemand sieht
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 14:34

    'Ich bin die, die niemand sieht' von Julie berry habe ich mir an der Frankfurter Buchmesse (ja, vor anderthalb Jahren) gekauft. Ich habe noch nie vorher davon gehört und ehrlich gesaft liess der Klappentext keine wahnsinnig originelle Geschichte erahhnen. Trotzdem griff ich die Tage zu deem Buch und wurde im ein oder anderen Fall überrascht.Julie Berry sagte mir ja gar nichts, die Sprache der Autorin ist aber einzigartig und poetisch. Gekonnt lässt sie die Aneinandergereihten Wörter ein zärtliches, ruhiges Lied für die Leser singen, fast schon lieblich, welches sich aber genauso grausam und verletzend anhören kann, wenn die Protagonistin Judith beispielsweise Leid erfährt. Sie selbst hat keine Stimme - sie ist stumm, denn ihr fehlt ein Stück der Zunge. Genauso brutal wie es sich anhört wurde es ihr entfernt. Von ihrem Entführer, bei dem sie zwei Jahre lang hauste. Dann kehrt sie in ihr Dorf zurück, um alles verändert vorzufinden. Ihr Vater ist nicht mehr am Leben und deswegen ist nun ihr Bruder der Mann im Haus. Und Lucas, in den sie seit geraumer Zeit verliebt ist, scheint die Heirat mit einer anderen vorzubereiten. Im Dorf ging das Leben nämlich  weiter. Nach ihrer Rückkehr wird Judith aber nicht himmelhochjauchzend empfangen, wie man es erwartet, sondern als Aussätzige behandelt.Tatsächlich hat sich mein Verdacht bestätigt - die Geschichte ist nicht was man nicht schon mal ähnlich irgendwo gelesen hat. Denkt man zumindest ziemlich lang. Ich kann euch eins verraten: Im Buch ist nichts so, wie es scheint. Manchmal ist es total überliefert, dann erschreckend direkt. Manches ist wahr, manches darf man nicht glauben. Aber, da geb' ich unserer ersten Vermutung recht, die Grundgeschichte baut auf einem altbekannten Prinzip aus und ist nicht das Originellste vom Originellsten.Vielmehr zeichnet diesen Roman, wie schon erwähnt, die gefühlsstarke Erzählstimme aus, genauso wie die anderen Details und die spannenden Thematiken, die Julie Berry feinfühlig und gekonnt in das Buch eingebaut hat. Judith erwähnt während den kurzen, manchmal nur ein paar Sätze langen Abschnitten oder Kapitel immer wieder diese eine Person, die sie in der zweiten Person Singular anspricht. 'Du' ist Lucas, in den Hochzeitsvorbereitungen steckend. Wenn man das hört, nimmt man an, sie widmet ihm das Buch also, aber so wirkte es auch nicht auf mich. Sie erzählt für sich selbst.  Denn sie kann nicht sprechen, sich nicht ausdrücken und wird deswegen für dumm gehalten und auch so behandelt (eine schöne Thematik, welche auch schon ausführlicher und anders im Buch 'Mit Worten kann ich fliegen', hier rezensiert behandelt wurde). Deswegen nehme ich an, dass das Ganze für sie selbst ist, sie für sich schreibt.Man kann das Buch aber klar von Werken mit ähnlichem Setting trennen, weil wir uns von Beginn an in einem ganz anderen  Szenario oder Verhältnis wiederfinden. Denn es sind andere Dinge gegeben als üblich. Dass das Buch nicht in der heutigen Zeit und ausserdem in einer streng religiösen Gemeinschaft spielt, wird schnell klar, aber weder Datum noch Or sind gegeben. Wir wissen von Beginnn an, wer wofür verantwortlich ist oder verstehen gleichzeitig mit den Charakteren. Wider Erwartens spielt auch Missbrauch keine Rolle, dafür wird anderes, zum Beispiel die Situation in der Schule in einer solchen Gemeinschaft für Mädchen und Jungen genau beschrieben.Insgesamt ein feinfühliges und grossartiges Werk, welches viel mehr an sich hat, als man vielleicht erwartet und welchem ich mehr Aufmerksamkeit wünsche. Ich kann es nur empfehlen.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/05/ich-bin-die-die-niemand-sieht.html

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    • 2
  • langweilig

    Ich bin die, die niemand sieht
    Hanna_Loft

    Hanna_Loft

    10. March 2017 um 23:58

    sehr merkwürdig verfasst worden. Einige Charaktere haben dieses Buch noch gerettet aber mich konnte dieses Buch einfach nicht fesseln

  • Ich bin die, die niemand sieht

    Ich bin die, die niemand sieht
    hauntedcupcake

    hauntedcupcake

    26. November 2014 um 09:06

    Zwei Mädchen verschwinden. Die eine wird ermordet aufgefunden, die andere taucht zwei Jahre später wieder auf, doch ist sie durch ein grausames Verbrechen verstummt. Diese andere heisst Judith, und sie gewöhnt sich nur langsam wieder an das Leben in der Gemeinschaft. Die Dorfbewohner gehen ihr aus dem Weg - es heisst, sie sei verflucht - und auch ihre Mutter verhält sich ganz anders als früher. Und ihre grosse Liebe Lucas will eine andere heiraten. Doch dann findet sie unerwartet eine Freundin, und mit ihr findet sie ihre Stimme wieder. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber sehr flüssig zu lesen. Aus der Sicht von Judith's Gedanken geschrieben, ist die Geschichte unglaublich fesselnd, bewegend und gleichermassen verstörend. Sie macht glücklich, zuversichtlich, aber auch traurig und wahnsinnig wütend. Die Autorin bedient sich einer wunderbaren Sprache und ja, ich hatte mal Gänsehaut, mal war ich geschockt und am Ende hab ich eine Träne vergossen, für Judith. "Nur der Gedanke an dich vertreibt meine Dunkelheit. Du bist die Sonne meiner Welt." (Seite 27) "Als ich dachte, ich könne dich nicht noch mehr lieben, kannte ich dich noch nicht gut genug" (Seite 111) Julie Berry hat ein unglaubliches Meisterwerk geschaffen

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  • Leseüberraschung

    Ich bin die, die niemand sieht
    PaperPrincess

    PaperPrincess

    20. November 2014 um 14:45

    Aber du weißt es nicht. Und du wirst es nicht erfahren. Denn ich darf es nicht verraten. Seite 14 Zum Inhalt: Judith war 14 als ihre Freundin Lottie ermordet wird und sie selbst verschwindet. Als sie einige Jahre später zurückkehrt, ist sie stumm. Im Dorf ist sie die Außenseiterin und ihre große Liebe Lucas bereitet auch noch seine Hochzeit vor. Dann holt Judith die Vergangenheit ein und sie muss sich ihren Ängsten stellen, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Meine Meinung: Beginnen möchte ich mit dem Schreibstil, denn der ist wohl das erste, was einem auffällt. In den teils sehr kurzen Abschnitten, in die das Buch geteilt wurde, spürt man jede von Judiths Emotionen. Trauer, Angst und Sehnsucht sind nur einige davon. Besonders gefallen hat mir das „DU”. (Wir kamen mit dem Schiff. Du und ich.) Dieses Du verleiht Büchern immer diesen gewissen Touch. Am Anfang muss man sich ein wenig daran gewöhnen und manche Abschnitte werden auch erst im Laufe des Buches verständlicher, aber mit der Zeit kommt man in einen kleinen Leserausch. Etwas enttäuscht war ich über den Klappentext. Man kann ihn zwar auf die gesamte Geschichte beziehen, aber nach dem ersten „Höhepunkt” (ca. 100 Seiten) kam es mir so vor, als wäre er eigentlich jetzt schon abgehandelt. Da dachte ich mir ok, was kommt jetzt? Was dann allerdings kam, hat mich keineswegs enttäuscht. Judith ist eine tolles und starkes Mädchen, die sich kämpferisch zeigt und nicht an den Geschehnissen zerbrochen ist. Bis zum Ende hatte ich Spaß daran, ihre Entwicklung zu verfolgen. Auch die Beschreibungen der Beziehungen zu ihrer Mutter und Lucas waren sehr gelungen. Überrascht hat mich, dass das Ganze weit vor unserer Zeit spielt, denn damit hatte ich gar nicht gerechnet. Die Beschreibung vom Umgang der Dorfbewohner mit Judith, der „Verfluchten”, sind teilweise echt schrecklich. Trotzdem ist nichts übertrieben und bleibt nachvollziehbar. Ich habe mit ihr gebangt und auf die große Enthüllung hingefiebert. Nun noch ein Abschlusswort zum Cover, denn das ist sehr gelungen. Es spiegelt die Stimmung und Judith so wieder, wie ich sie mir vorgestellt habe. Und die Farbwahl ist echt klasse. Fazit: Insgesamt ist „Ich bin die, die niemand sieht” ein sehr ruhiges Buch, das wenn man sich darauf einlässt, definitiv ein Leseerlebnis bietet. 3,5 Sterne

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  • Sie erträgt ihr Schicksal mit Würde, stumm beschreitet sie ihren Weg als stille Beobachterin ...

    Ich bin die, die niemand sieht
    Avirem

    Avirem

    Kurzbeschreibung Die Wahrheit wird alles verändern ... An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können. Inhalt Lottie war 15 Jahre alt, als sie ermordet wurde. Judith war 14 Jahre alt, als sie spurlos verschwand. Zwei Jahre später kehrte sie zurück ... stumm. Niemandem konnte sie erzählen was passiert war oder wo sie sich aufgehalten hat. Seither lebt sie als Außenseiterin in der Gemeinde. Als ihr Dorf in Gefahr gerät, muß Judith ihr Schweigen brechen. Meinung Die 18 jährige Judith gilt als verflucht, sie wird gemieden und lebt als Außenseiterin mit ihrer Mutter und ihrem Bruder außerhalb des Dorfes. Sogar ihre Mutter begegnet ihr gefühlskalt. Schon vor den schrecklichen Ereignissen war Judith ein ruhiges, eher unscheinbares Mädchen, heimlich verliebt in den Nachbarsjungen, naturverbunden und höflich. Nun spricht das junge Mädchen niemand mehr mit ihrem Namen an, hinter vorgehaltener Hand wird getuschelt und man hält sie für verrückt. "Ich bin die, die niemand sieht" ist der erste Roman von Julie Berry der auf Deutsch erscheint. Ich wußte nicht was mich erwartet und ich ging unvoreingenommen an das Buch heran. Auf 321 Seiten tauchen wir in Judiths Leben ein, die ihr Schicksal mit Würde erträgt, stumm ihren Weg beschreitet und zur stillen Beobachterin geworden ist. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir nicht sofort, was vermutlich an der Erzählweise lag. Das historische Setting und die Lebensumstände der Menschen waren für mich glaubwürdig dagestellt. Die Entwicklung von Judith realistisch und nachvollziehbar. Es handelt sich um ein eher ruhiges und stilles Buch das zu fesseln vermag, den Stück für Stück erfährt der Leser was Judith in den zwei Jahren ihrer Abwesenheit passiert ist, warum sie spurlos verschwand und wer Lottie getötet hat.  Die Liebesgeschichte nimmt einen wichtigen Teil der Story ein, drängt sich nicht unangenehm in den Vordergrund, geht Hand in Hand mit den übrigen Ereignissen einher. Erzählt wird von Judith in der Ich Perspektive. Ich hatte das Gefühl Judiths Tagebuch in Händen zu halten. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach und klar, angenehm zu lesen. Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt. Die Kapitel haben sehr unterschiedliche Längen. Manche sind einige Seiten lang, wogegen andere nur aus einem oder wenigen Sätzen bestehen. Zwischen den gegenwärtigen Kapiteln finden sich Sequenzen aus der Vergangenheit. Fazit: "Ich bin die, die niemand sieht" von Julie Berry hat mich überrascht. Eine ungewöhnliche Geschichte, die ich so nicht erwartet habe. Die starke Protagonistin und ihre Entwicklung haben mir gefallen, ebenso wie das unerwartete historische Setting, die Lebensweise der Menschen und Judiths Schicksal. Zitat "Du starrst erst ihn an, dann mich. Dein Blick dringt durch meinen Mund, mein Kleid und meine dunklen Erinnerungen. Langsam begreifst du - oder glaubst, zu begreifen - und verziehst entsetzt das Gesicht. Entblöst stehe ich vor dir. Ich wünschte der Erdboden täte sich auf und ich könnte darin verschwinden." (Seite 81)

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    • 6
  • Erstmals unsicher, dann begeistert.

    Ich bin die, die niemand sieht
    Buecherwurm16

    Buecherwurm16

    22. July 2014 um 18:51

    Anfangs waren mir diese vielen Absätze unverständlich und ich bin damit nicht zurecht gekommen, aber wenn man weiter liest fängt man an den Text zu verstehen und erfährt die ganze Geschichte von Judith und man kann sich immer besser in das Mädchen hinein versetzen. Ab der Hälfte des Buches konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, weil es so fesselnd war und irgendwie mal was anderes und 'besonderes'. Ich empfehle dieses Buch weiter. 

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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    • 113
  • Verzaubernd und berührend!

    Ich bin die, die niemand sieht
    Sunshine_Books

    Sunshine_Books

    15. February 2014 um 13:39

    Die Wahrheit wird alles verändern … An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können. Mein Fazit: Weder der Klappentext noch das Cover verraten richtig, was alles in diesem Buchs deckt, denn schon nach nur zwei Seiten war ich total fasziniert. Zum einen vom Kapitelaufbau, denn diese sind teilweise nur zwei bis drei Zeilen lang und dann gibt es wieder welche die über ein paar Seiten gehen. Manchmal aber eben auch nur ein Satz. Die meisten sind ein bis eineinhalb Seiten lang. Das war schon einmal ungewöhnlich aber es entsteht eine Art Sucht beim Lesen. Zumindest erging es mir so denn ich dachte oft: Ach, noch ein Minikapitel, und noch eins und noch eins und... ach ihr wisst schon was ich meine. Aber es gab noch eine positive Überraschung: Das Buch ist aus der Du-Perspektive geschrieben und das liebe ich ja abgöttisch, auch wenn es leider viel zu selten verwendet wird. Ich war einfach nur vom Schreibstil gefesselt sowie von Judith, der Protagonistin. Sie ist zwar ein Außenseiter aber verfällt nie in eine richtige Opferrolle. "Er nahm mir die Stimme, um mich zu retten. Und jetzt rette ich mich selbst, indem ich sie mir zurückhole." Sie ist mehr die stumme Beobachterin und trägt ihr Schicksal mit Würde. Man erfährt nur langsam, was in den Jahren ihrer Gefangenschaft geschehen ist und so ist auch das Tempo der Geschichte. Sehr ruhig und dennoch faszinierend, was wirklich am Erzählst liegt. Judiths Mutter empfand ich als furchtbar verbittert. Sie verbietet ihrer Tochter zu sprechen, da sie sich für sie schämt. Dementsprechend hat die Protagonistin absolut keinen Rückhalt durch sie. Einzig und alleine ihr Bruder steht ihr bei, doch sein Wort zählt im Zweifelsfall wenig. Trotzdem war er einer meiner Lieblingscharaktere. Auch Lucas hat mir gefallen, er ist Judiths heimlicher Schwarm, doch er wird Maria, die Dorfschönheit heiraten. Er ist der Sohn eines Mannes, der vor Jahren verschwand und für tot erklärt wurde. Lucas leidet im Laufe der Geschichte durch die Taten seines Vaters und er ist auch die Rolle, die man als Leser einnimmt. Denn Judith erzählt ihm ihre Geschichte. Dies tut sie auf so einfühlsame und durchdringende Weise, dass es einfach nur berührend und schön ist! Was mich jedoch überrasch hat ist der Schauplatz. Die Story spielt in der Vergangenheit in einem Dorf, was man durch den Klappentext nicht erraten kann. Ich hatte mit einem Plot gerechnet, der in unserer Zeit spielt. Dies minderte meine Begeisterung zwar nicht, aber es wäre trotzdem ein wichtiges Detail gewesen. Die Übersetzung ist übrigens super gelungen, man merkt richtig, wie die Autorin mit Worten gespielt hat und dies wurde auch in der deutschen Ausgabe übernommen. Eine absolute Leseempfehlung von mir für alle, die ungewöhnliche Schreibstile mögen und sich verzaubern lassen möchten!

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  • Ein ungewöhnliches, intensives, fesselndes Jugendbuch

    Ich bin die, die niemand sieht
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    05. February 2014 um 21:04

    ~Inhalt~ Die achtzehnjährige Judith lebt unter ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf, wo sie als Schande gilt, nach dem ihr etwas Schreckliches zustieß. Vor zwei Jahren hat sie gesehen, wie ihre Freundin ermordet wurde. Dann wurde sie verschleppt und gefangen gehalten. In der Gefangenschaft wurde ein Stück ihrer Zunge abgeschnitten. Als sie endlich zurückkehrt, ist nichts mehr so wie vorher. Alle glauben, sie sei verflucht. Sie kann sich ja auch nicht mehr äußern. Ihre große Liebe Lucas soll zudem eine andere heiraten. Judith steht vor schweren Entscheidungen – soll sie wirklich versuchen, endlich wieder zu reden, auch wenn dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt ist? ~Einschätzung~ Julie Berry hat schon mehrere Bücher veröffentlicht, mit „Ich bin die, die niemand sieht“, dürfen nun auch wir deutschen Leser von ihrem Talent, besondere Geschichten zu kreieren, kosten. Ich hoffe, da kommen noch mehr Übersetzungen – ich wäre definitiv und gerne dabei! „Am liebsten würde ich umkehren und im Gefolge der Reiter zu dir zurückkehren. Wenn du mich ließest, würde ich deine Angst mit Küssen vertreiben. Du fändest bei mir Ruhe. Ich würde an deiner Seite sterben und wäre glücklich.“ (Seite 58) Judith ist in Lucas verliebt. Schon seit einer Ewigkeit. Aber es ziemt sich nicht für ein Mädchen wie sie, für den begehrtesten der Junggesellen in ihrem Dorf zu schwärmen. Auch, wenn sie ihn schon so lange kennt. Nachdem Judith jedoch zwei Jahre verschwunden ist und dann verstümmelt wieder auftaucht, erinnert sie sich daran, wie sehr sie Lucas braucht. Nur, dass sie jetzt eine Ausgestoßene ist und selbst von ihrer Mutter verachtet wird, weil sie nicht mehr sprechen kann und niemand weiß, was ihr wirklich zugestoßen ist. Judith wird bald klar, dass sie reden muss, um das Schicksal in eine andere Richtung zu lenken, auch, wenn es unmöglich scheint … Eine Geschichte, die durch ihre leichte Eleganz, einem ausgefallenen Stil und einem tollen historischen Setting begeistert. Ich habe mich sogleich von Judiths Welt angesprochen gefühlt. Man weiß als Leser zwar nicht genau, in welcher Zeit das Ganze spielt, ahnt aber, dass es weit in der Vergangenheit sein muss, weil hier mit Begrifflichkeiten umgegangen wird, die weiter in der Geschichte zurückliegen, z.B. Pranger. Die Hauptfigur Judith ist ein ruhiges Mädchen, das mit ihrer tragischen Vergangenheit ein ganz faszinierendes Netz durch die Gesamtstory webt. Ich fand Judith einfach klasse und perfekt für diese Art von Geschichte, die insgesamt auch eher ruhiger und nachdenklich daherkommt. Lucas ist ebenfalls sehr sympathisch. Dazu kommen diverse sehr individuelle Dorf-Bewohner, die Judith zum Teil abgeneigt sind, zum Teil dabei sind, ihr doch eine Chance zu geben, um zu beweisen, dass sie weder dumm ist noch verflucht. Insgesamt finde ich das Buch bezaubernd und gleichzeitig sehr spannend. Man möchte einfach wissen, ob Judith es schafft, zu reden und auch, was ihr wirklich zugestoßen ist. Die Geschichte überrascht mit einer ungewöhnlichen Erzählweise, denn die Protagonistin Judith benutzt immer wieder das Wort „du“, als würde sie Lucas direkt ansprechen. Der Schreibstil an sich ist eher salopp, in kurzen Sätzen gefasst, aber auch irgendwie sehr schön. Ich habe das Buch jedenfalls nur so verschlungen. ~Fazit~ Ein ungewöhnliches, intensives, fesselndes Jugendbuch von Julie Berry, das in weit vergangener Zeit spielt und sich um große Themen wie Mut, Einsamkeit, Vertrauen und nicht zuletzt die Liebe dreht. Von mir gibt es verzauberte 5 von 5 Punkten. (DL)

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  • Ganz anders als erwartet

    Ich bin die, die niemand sieht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2014 um 16:08

    Inhalt: Die Wahrheit wird alles verändern … An dem Tag, an dem ihre beste Freundin ermordet aufgefunden wurde, verschwand Judith. Jahre später kehrt sie plötzlich zurück. Stumm. Eine grausame Tat raubte ihr die Stimme. Niemand weiß, wo sie die letzten Jahre gewesen und was mit ihr geschehen ist. Sie lebt als Außenseiterin in ihrer kleinen Gemeinde. Ihre eigene Mutter kann ihr nicht in die Augen sehen und ihre große Liebe Lucas soll eine andere heiraten. Aber als ihr Dorf und die Menschen, die sie liebt, bedroht werden, muss sie ihr Schweigen brechen und ihr Geheimnis lüften. Denn nur wenn sie die Wahrheit über die schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit offenbart, wird sie ihr Dorf und ihre große Liebe retten können. Meine Meinung: Mal wieder habe ich etwas vollkommen anderes erwartet, als ich bekommen habe. Diesmal war es eine positive Überraschung. Die Größte Überraschung war für mich die Zeit, in der der Roman spielt. Vom Klapptext her, bin ich irgendwie von der Gegenwart ausgegangen. Das Ganze spielt jedoch in der Vergangenheit. Eine genaue Zeit wird nicht genannt aber ich schätze es aufs 17./18. Jahrhundert. Also kein Mittelalter sondern eher Kolonialzeit (jaja ich weiß, ich bin ein Geschichtsfreak :P). Die zweite Besonderheit, ist der Schreibstil. Das Buch erinnert mit seinen kurzen Abschnitten an ein Tagebuch, liest sich aber wie ein Brief, da Lucas immer mit Du direkt angesprochen wird. Klingt vielleicht störend, war es für mich aber überhaupt nicht. Das Einzige, woran man sich vielleicht erst gewöhnen muss, sind die sprunghaften Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart, aber auch damit hatte ich keine großen Probleme. Denn zeigt deutlich wie Judiths Gedanken auch von Vergangenheit zu Gegenwart springen. Die Sprache ist einfach gehalten, ohne all zu viele Ausschmückungen und passt hervorragend zu Judith, die ein einfaches Leben führt und noch nicht so oft in der Schule war. Allgemein bekommt man in dem Buch einen tiefen Einblick in Judiths Gefühlslage. Man fühlt mit ihr mit und lernt sie immer mehr zu verstehen und auch wenn ich sie manchmal gerne angeschrien hätte, so habe ich doch verstanden warum sie so handelt. Julie Berry schafft es Judith mit all ihren Charakterzügen exakt darzustellen. Die junge, unschuldige Judith genauso, wie das gebrochene, stumme Mädchen. Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Lukas, Darrel und Maria die Einzigen die Judith Halt geben und doch nicht ohne Fehler sind. Das Buch ist kein Aktionroman. Die Handlung konzentriert sich ganz auf Judith und ihren Kampf zurück ins Leben, dabei ist es zu keiner Zeit langweilig, denn neben der Entwicklung Judiths, rücken auch immer wieder die Fragen: Was ist geschehen?, Wer hat Lottie ermordet? Und Warum wurde Judith die Zunge herausgeschnitten?, in den Vordergrund. Die Spurensuche wird nur durch kleine Hinweise hier und da gefördert und am Ende war es doch jemand vollkommen anderes, als ich erwartet hatte. Das Ende selbst hat mir sehr gut gefallen, aus Spoilergründen kann ich aber sonst nicht viel dazu sagen ;) Fazit Ein wunderbares, emotionales Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte und vor allem mit seiner Protagonistin überzeugt.

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  • Ein berührendes, außergewöhnliches Jugendbuch

    Ich bin die, die niemand sieht
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    15. December 2013 um 22:10

    Lottie war fünfzehn, als sie verschwand. Judith war vierzehn. Nach ein paar Jahren taucht Judith wieder auf. Und die Wahrheit um das Verschwinden, den Tod von Lottie, wird die Dorfbewohner wie ein Glockenschlag treffen. Die Wahrheit um was genau? Was war geschehen in den vergangenen Jahren? Doch Judith kann ihnen nicht die Wahrheit sagen. Zum einen hatte der Entführer ihr ein Stück Zunge abgeschnitten, damit sie nicht redete und ihn verriet, zum anderen war es ihre Mutter, die diese lallenden Worte nicht hören wollte. Nein, sie verbot es regelrecht Judith, zu sprechen. So wird sie zu einer Außenseiterin in der Gemeinde. Aber eines kann man ihr nicht nehmen, ihre Beobachtungen, die Wahrnehmung der Leute und vor allem, was war aus ihrer Liebe zu Lucas geworden? Auf eine ungewöhnliche Art beginnt das Buch. Nach einem ausführlichen Kapitel folgen kurze, wenige Sätze wie z. B. „S. 28 – XVIII Am Morgen kehre ich nach Hause zurück. Mutter schlägt mich so festg, dass sogar Darrel Mitleid hat. »Gerade du solltest es besser wissen«, sagt sie. » Nach all den schlaflosen Nächten, die ich wegen dir hatte!« Die Geschichte ist in der Ich-Erzählperspektive von Judith geschrieben. Diese Stimme, so emotional und manchmal so hilflos, das ist Judith. Und immer wieder die Frage, wer hat Lottie ermordet? Es sind viele Bruchstücke, die sich mehr und mehr zu einem Stück zusammenfügen. Für den Leser anfänglich eine kleine Herausforderung, aber es braucht nicht viel, um in dieser so außergewöhnlich wie auch dramatisch geschriebenen Geschichte einzutauchen. Vergangenheit und Gegenwart, sie greifen wie Zahnräder nahtlos ineinander. Die Geschichte der „stummen“ Judith, erst als es um ihr und das Leben von Lucas geht, bricht sie das Schweigen dank Goody Pruett, der rettende Engel. Endlich soll und muss das dunkle Geheimnis der Gemeinde an die Oberfläche gebracht werden. Am Schluss des Buches wird vom Inhalt einer hölzernen Truhe geschrieben, es war einmal die Kiste von Judiths verstorbenen Vater. Inhalt: Handtücher, Laken, alles feine Näharbeiten ihrer Mutter und dazwischen ein Quilt, ebenfalls Handarbeit. Und genauso wie die Zusammensetzung des Quilts ist das Buch aufgebaut, Stück für Stück zusammengesetzt, und das Endergebnis ein außergewöhnlich, für mich einzigartig. Vieles in dem Buch bzw. der Handlung waren ausschlaggebend, nicht zu viel hierüber zu schreiben bzw. offen zu legen. Es gibt so viele Personen, Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt, doch über all dem steht die Hauptprotagonistin, Judith. Fakt ist, das Julie Berry mit „Ich bin die, die niemand sieht“ ein außergewöhnliches Jugendbuch geschrieben hat. Meine Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche,  der erwachsene Leser wird ebenso berührt und emotional sich angesprochen fühlen. Ein Lesehighlight auf jeden Fall.

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  • Ein Buch wie kein zweites

    Ich bin die, die niemand sieht
    Cadiz

    Cadiz

    09. December 2013 um 20:32

    Sie hat ihre Sprache verloren... ... dabei hat sie eine Menge zu erzählen... ... aus der Zeit, in der sie gefangen gehalten wurde... ... nur wer wird ihr zuhören? *~*++*~*++*~*~*++~**~**++*~* Leseeindruck: Außergewöhnliche historische Geschichte, die wundervoll und bezaubernd ist und eine tolle Protagonistin bereit hält. Ich war schon nach wenigen Seiten verzaubert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

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  • Starke Protagonistin und starkte Geschichte

    Ich bin die, die niemand sieht
    MartinaBookaholic

    MartinaBookaholic

    06. December 2013 um 11:47

    Meine Gedanken zum Buch: Der Anfang hat mich zuerst einmal inne halten lassen, was sehr an dem Schreibstil lag. Es ist etwas schwierig zu erklären, aber es ist alles in kurzen Szenen aufgeteilt, die etwas aus der Vergangenheit erzählen. Dann kommt die nächste Szene, die in der Gegenwart spielt, was mich alles am Anfang sehr verwirrt hat, weil man zu Beginn überhaupt keine Ahnung hat, wo man sich befindet, in welcher Zeit oder um was es hier überhaupt genau geht. Erst später merkt man ein Muster, findet lose Fäden und kann sie miteinander verknüpfen, aber das dauert seine Zeit. Und auch dann war mir klar, dass es ungefähr um die Jahre 1940 spielt, was auch nicht ganz klar war und ich von der Inhaltsangabe nicht feststellen konnte. Dadurch ist verständlicherweise auch das Verhalten der Charaktere prüder und das Leben im Dorf sehr streng und nach harten Regeln. Wenn man diese nicht befolgt, kann es sogar noch vorkommen, das man an den Pranger gestellt wird. Wie bei Diebstahl oder auch kleiner Vergehen, wie wenn man längere Zeit nicht in der Kirche war. Also ein scheinbar nettes Dorf mitten am Land, wo die Idylle eher trügerisch ist. Durch die oben genannten kurzen Sequenzen, der Wechsel in der Zeit, habe ich mir auch schwer getan, eine richtige Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Der Texte wirkte durch diesen Schreibstil sehr distanziert und ich brauche wirklich viel Zeit, um mich auf die Figuren einzulassen. Aber wie bei jeder guten Handlung, merkt man die Schreibweise der Autorin bald nicht mehr, bzw. werden auch die Rückblicke immer weniger und die Handlung geht in der Gegenwart voran. Aber durch diese Rückblicke versteht man die Beziehung und Freundschaft von Judith und Lucas einfach besser, die man sonst nicht nachvollziehen hätte können. Eine Freundschaft und Zugehörigkeit, die auch noch besteht, nachdem Judith verstümmelt ist und sich langsam, gegen Meinung aller, zurück in ihr Leben kämpft und nicht länger stumm daneben stehen möchte. Für mich haben die Figuren eine gute Wandlung im Buch hingelegt. Allen voran Judith, die am Anfang sehr ängstlich beschrieben und von ihrer Mutter niedrig gehalten wird. Aber durch die Seiten hindurch ist sie immer weiter aus ihrer zugedachten Rolle ausgebrochen und hat Mut gezeigt. Mehr Mut als wir in unserer heutigen Zeit noch nachvollziehen können, da sie auch gegen gängige Regeln und Konventionen gehandelt hat, um sich und andere zu beschützen. Außerdem bot das Buch ein gutes Rätselraten, wer nun der Mörder war, warum sie entführt wurde und warum er sie verstümmelt hat. Alles in allem, war es dann doch überrascht für mich, da es doch mehrere Verdächtige für mich gab und das Ende hat mir dann auch sehr gut gefallen. Nach den ersten schwierigen 30 Seiten hat es sich definitiv zu einem Page-Turner entwickelt und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen. Wodurch ich mitten in die Nacht gelesen habe, weil ich einfach wissen MUSSTE wie es ausgeht, was mit Judith und Lucas passiert oder ob der Mord aufgeklärt wird. Hach, es wurde wirklich noch richtig toll! Cover: Das englische Cover ist einfach so genial und hat mich schon länger auf das Buch aufmerksam gemacht. Außerdem passt es so grandios zum Inhalt, weil ich Judith die Zunge heraus geschnitten worden ist. Aber das deutsche Cover – was soll ich sagen? Es ist nett, aber nichtssagend und langweilig. Passt in meinen Augen leider nicht zu dem tollen Buch mit spannendem Inhalt. All in all: Wenn man die ersten verwirrenden Kapiteln hinter sich gelassen hat, entwickelt sich die Geschichte zu einem spannenden, mitreißenden Page-Turner, der einem nicht kalt lässt und in die Gefühlswelt einer Person zieht, die sich lange Zeit nicht verständigen kann. Auch die Zeit, in der die Geschichte spielt, mit ihren Regeln und Vorschriften, bewegt mich – aber vor allem die besondere Stärke der Hauptfigur und wie sie allen die Stirn geboten hat. Mehr zu dem Buch findest du auf meinem Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/12/06/rezension-ich-bin-die-die-niemand-sieht/

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  • Ungewöhnlich

    Ich bin die, die niemand sieht
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    17. November 2013 um 12:38

    MEINE MEINUNG ALLGEMEIN Ich bin die, die niemand sieht ist eine ganz ungewöhnliche Geschichte, der man von außen leider nicht ansieht, was in ihr steckt. Das Kleid des Mädchens auf dem Cover könnte ein dezenter Hinweis sein, dass die Geschichte nicht in der Gegenwart spielt, aber wirklich deutlich wird es nicht.  PLOT Ich bin die, die niemand sieht ist in drei Abschnitte eingeteilt: Davor, Danach und Heute. Die erste Auffälligkeit ist, dass die Kapitel unbeschreiblich kurz sieht. Manchmal hat man auf einer Doppelseite das Ende von Kapitel A, Kapitel B, Kapitel C und den Anfang von Kapitel D. Manche Kapitel bestehen aus nicht mehr als ein oder zwei Sätzen.  Die Erzählform hat etwas von einem Tagebuch an sich, die Kapitel etwas von Tagebucheinträgen oder auch Briefen, die nie abgeschickt werden sollen; obwohl es nie explizit erwähnt wird. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass die Ich-Erzählerin Judith den Jungen, den liebt, mit Du anspricht. Der Leser wird also bis zu einem gewissen Grad in die Rolle des Lucas gedrängt, weil er immer wieder so angesprochen wird. Vom Stil her erinnert es stark an Ich wünschte, ich könnte dich hassen, was auch da zwar gewöhnungsbedürftig ist, mir aber trotzdem gut gefallen hat.  Was mich ein wenig "gestört" hat, dass weder Klappentext noch Cover darauf hindeuten, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Wann genau es spielt, wird nicht erwähnt, es fällt nur einmal die Jahreszahl '37, die zu dem Zeitpunkt bereits in der Vergangenheit liegt. Wir wissen nur, dass die Gemeinde Angst vor feindlichen Schiffen hat und dass alle kampffähigen Männer in eine Schlacht ziehen. Ein paar weitere Informationen sind die Art, wie sich die Frauen verhalten. Verabredungen mit Männern sind strengstens verboten, die Mädchen hoffen, möglichst schnell verheiratet zu werden, arrangierte Ehe zwischen jungen Mädchen und älteren Männern scheinen normal. Ich finde es ein wenig schade, dass die Aufmachung des Buches eher auf einen Thriller hindeutet, die eigentliche Geschichte aber eine ganz andere ist. Ein historisches Liebes-Drama, vielleicht. Das, was im Klappentext erwähnt wird, spielt sich bereits im ersten Drittel des Buch es ab und ist nicht Kern der Geschichte. Es geht nicht darum, dass Judith das Dorf retten muss. Es geht darum, dass sie ihre Stimme und damit auch ihre Hoffnung wiederfinden muss, um das Leben zu leben, das sie sich wünscht. Es geht darum, dass sie etwas wagen und sich über die Vorschriften ihrer strengen Mutter hinwegsetzen muss. Die Rettung des Dorfes spielt da nur eine Nebenrolle.  FIGUREN Die Figuren sind schwierig zu beschreiben. Da ist zum einen Ich-Erzählerin Judith, die entführt wurde und nach langer Gefangenschaft ohne Zunge zurückkehrt. Ihr Entführer hat sie ihr herausgeschnitten. Seitdem wird sie von ihrer Gemeinde als verflucht angesehen und ihre eigene Mutter verachtet sie und würde sie am liebsten verstoßen. Nur ihr Bruder Darrel hält noch zu ihr und versucht, sie normal zu verhalten. Erst mit der Zeit, als sie ihren Lebensmut wiederfindet, erkennt sie, dass sie noch mehr Freunde hat. Und dass ihre Chance auf Liebe gar nicht so gering ist, wie sie gedacht hat. Im Laufe der Geschichte muss sie lernen, ihre neuen Lebensumstände zu akzeptieren und sie muss einsehen, dass sie trotz Verstümmelung ein relativ normales Leben führen kann. Ob es ihr gelingt? Darrel ist der wohl größte Sympathieträger der Geschichte. Er ist Judith' kleiner Bruder und behandelt seine Schwester so normal wie möglich. Er hilft ihr und versucht immer wieder, Situationen aufzulockern.  Lucas, Maria und all die anderen bleiben leider etwas blass. Was ich schade finde, da gerade Lucas als männlicher Protagonist mehr hervorstechen müsste. Vor allem durch die ungewöhnliche Anrede "Du" über die gesamte Geschichte. Auch die strenge Mutter, die stets etwas lieblos und kaltherzig wird, bleibt einseitig beschrieben. Mir fehlt ein wenig die Tiefe der Figuren.  SPRACHE Auf die Sprache bin ich eigentlich eben schon eingegangen. Die kurzen Kapitel, das "Du". Das alles ist etwas gewöhnungsbedürftig und gerade die kurzen Kapitel lassen keinen richtigen Lesefluss entstehen. Trotzdem ist es gut geschrieben und der Stil ist angenehm, wenn man sich an das "Du" gewöhnt hat. FAZIT Eine nicht ganz so ungewöhnliche Geschichte sehr ungewöhnlich verpackt. Die Erzählform macht sie zu etwas Besonderem.  3,5 von 5 Punkten Cover 1/2 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1 Punkt ~*~ cbj ~*~ 318 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-570-40209-2 ~*~ Taschenbuch ~*~ 8,99€ ~*~ 11. November ~*~

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