Julie Cantrell Zeig mir das Morgen

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Inhaltsangabe zu „Zeig mir das Morgen“ von Julie Cantrell

Mit einem prügelnden Alkoholiker als Vater und einer Mutter, die sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, wächst Millie in der Zeit der Wirtschaftsdepression in Colorado auf. Trotz aller Widrigkeiten schöpft sie Kraft aus der Schönheit der Natur. Als der charismatische River sie völlig in seinen Bann zieht, muss Millie eine folgenschwere Entscheidung treffen ...§§Der "New York Times"-Bestseller endlich auf Deutsch.

packende und berührende Unterhaltung

— Yannah36

Absolutes Lesehighlight für mich.

— leseratte69

Eine Familiengeschichte geprägt von Gewalt, Ingnoranz & Egoismus - ein einziges Drama! Doch die Hoffnung stirbt zuletzt :)

— suggar

Ein toll geschriebenes Buch voller Dramatik, mit einer so sympathischen Kämpferfigur als Hauptprotagonistin, die niemals aufgibt.

— Maerchentraum

Ich bin ein Teil geworden von Millies Leben, hab mit ihr geweint und mich mit ihr gefreut,....ein wunderschönes Buch !

— Rees

Ein wunderbares Buch über das echte Leben und dass Gott immer da ist, auch wenn wir immer wieder dran zweifeln.

— heaven4u

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  • Keine leichte Lektüre

    Zeig mir das Morgen

    maulwurf789

    27. August 2017 um 08:54

    "Zeig mir das Morgen" ist der Erstlingsroman der Autorin Julie Cantrell, welcher mit zwei Christy-Awards ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt der Handlung steht das neunjährige Mädchen Millie Reynolds. Sie wächst zur Zeitcder Wirtschaftsdepression in Mississippi mit einem prügelnden Alkoholiker als Vater und einer Mutter, die sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, auf. Eines Tages kommen Zigeuner durch die Stadt. Millie erlebt das erste Mal ein Gefühl der Zugehörigkeit. Sie möchte sich der Gruppe anschließen, doch es kommt zu einem folgenschweren Zwischenfall, welcher Millie zu einem Pflegekind in einer wohlsituierten, fast perfekten Familie macht. Der Scheun trügt jedoch... Ein junges Mädchen mit einem Koffer in der Hand, vom Betrachter abgewandt, läuft einen Feldweg entlang - dieses Bild zeigt das auf alt gemachte Cover des Romans. Eindeutig kann man Millie in ihr erkennen, ihre Einsamkeit nachvollziehen und spüren. Die Geschichte wird in einem sehr schlichten Schreibstil erzählt. Ich selbst habe eine gewisse Zeit gebraucht, um in die Handlung und die Erzählweise im Präsens hineinzukommen. Die neunjährige Protagonistin ist eine richtige Kämpferin, trotz vieler Schicksalsschläge lässt sie sich nie unterkriegen, kämpft immer tapfer weiter. Als Leser geht man mit ihr mit, durchlebt ihr Leben, welches sehr berührend zugleich bedrückend und traurig ist. Das Buch ist definitiv keine leichte Lektüre. Ich vergebe drei von fünf Sternen.

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  • packende und berührende Unterhaltung

    Zeig mir das Morgen

    Yannah36

    16. August 2017 um 18:48

    Dieses Buch sollte man als Leser einfach nur genießen und eintauchen in das Leben von Millie. Sie hat mit einem gewalttätigen Alkoholiker als Vater und ein depressiven Mutter zu kämpfen und sehnt nicht nach Freiheit und Frieden.Als die Zigeuner durch den Ort kommen, fühlt sie das Erste mal so etwas wie Zugehörigkeit und ist von deren Lebensweise begeistert, doch eh sie mit ihnen mitziehen kann, kommt es zu folgenschweren Zwischenfällen, die ihr Leben noch mehr auf den Kopf stellen.Ich war begeistert, wie die Autorin die Figuren darstellt, sie wirken sehr plastisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Als Leser wächst man mit der 9 jährigen Millie auf und geht durch die Ich Perspektive im Präsens mit ihr durch alle Höhen und Tiefen. Wunderbar fand ich die Verbundenheit zur Natur, wenn Millie Probleme hat, klettert sie in ihren Baum, den sie liebevoll Sternchen nennt. Millies Schicksal ist eng mit den Entscheidungen ihrer Mutter verbunden, da diese nur sporadisch aufgeklärt werden, behält das ganze Buch eine Spannung für den Leser bereit, die einem hintert das Buch aus der Hand zu legen. Die ganzen Schicksalschläge lassen einen als Leser Fragen, wo ist nur Gott und warum greift er nicht ein, dass ist genau die Frage die auch die Hauptperson beschäftigt. Ich fand es toll, wie sie trotz vieler Tiefschläge in Bezug auf den christlichen Glauben (Ich will nicht zu viel verraten, aber so einige kirchliche Vertreter werden nicht im besten Licht dargestellt) sich durch Liebe und Vertrauen Gott doch annähert.Ich finde das Buch lässt sich super Lesen, ist aber keine leichte Lektüre und für jeden Leser geeignet, egal ob christlichen Glaubens oder nicht

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  • Leserunde zu "Ein Brautkleid für fünf" von Eva Marie Everson

    Ein Brautkleid für fünf

    Arwen10

    Ein weiteres Highlight aus dem Herbstprogramm ist gerade erschienen. Ich danke dem Verlag Gerth Medien für die Unterstützung der Leserunde. Ein Brautkleid für Fünf von Eva Marie Everson Zum Inhalt: Chicago, Anfang 1950: Fünf junge Frauen teilen sich eine Wohnung, und jede versucht auf ihre Weise, ihren persönlichen Weg zu finden. Bei einem gemeinsamen Stadtbummel entdecken sie das perfekte Hochzeitskleid. Aus einer Laune heraus probieren sie es an, obwohl keine von ihnen einen ernsthaften Verehrer hat. Da es allen fünfen gefällt und passt, fassen die Frauen einen spontanen Entschluss: Sie werden das Kleid kaufen, und diejenige von ihnen, die zuerst heiratet, bewahrt es für die nächste auf. Daraufhin entfalten sich fünf persönliche Geschichten ... Dieser Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Hier findet ihr eine Leseprobe und weitere Infos: http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=817189 Infos zur Autorin: Eva Marie Everson ist eigentlich gelernte Krankenschwester. Sie hat außerdem einen Abschluss in Theologie und eine ganze Reihe von Romanen verfasst. Sie ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder, die sie mit den tollsten Enkelkindern beschenkt haben. Falls ihr eines der 6 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 23. Juni 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! NACH 3 TAGEN VERFÄLLT DER GEWINN; WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE. ES ERFOLGT KEIN ANSCHREIBEN DER GEWINNER VON MIR !!

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    • 200
  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    • 393
  • Leserunde zu "Ich bleib an deiner Seite: Wenn Liebe nicht aufgibt. Eine wahre Geschichte." von Larissa & Ian Murphy

    Ich bleib an deiner Seite: Wenn Liebe nicht aufgibt. Eine wahre Geschichte.

    Arwen10

    Ein sehr berührendes Buch ist dieser Tatsachenbericht " Ich bleib an deiner Seite" von Ian & Larissa Murphy  aus dem Verlag Gerth Medien. Ich bedanke mich beim Verlag Gerth Medien für die Unterstützung der Leserunde. Ich bleib an deiner Seite von Ian & Larissa Murphy Larissa und Ian waren ein ganz normales junges Paar, das vorhatte, bald zu heiraten. Sie träumten davon, eine Familie zu gründen und gemeinsam alt zu werden. Doch als Ian einen schweren Autounfall hatte, eine massive Gehirnverletzung erlitt und eine Mehrfachbehinderung davontrug, änderte sich alles. Beide ahnten nicht, was Liebe alles aushalten kann. In diesem Buch erzählen sie ihre Geschichte. Hier findet ihr ein sehr berührendes Video und eine Leseprobe zum Buch http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=817058 Infos zu den Autoren: Ian und Larissa Murphy sind seit 2010 verheiratet und wohnen in Pennsylvania. Sie leben und lachen zusammen, während sie mit den Herausforderungen eines Lebens umgehen lernen, das von Schmerz und Einschränkungen, aber auch von großer Liebe geprägt ist. www.ianandlarissa.com (c) Foto: Lydia Hartnett Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 18. September 2015, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage:  Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. In diesem Buch spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !! Ich möchte darauf hinweisen, dass ich die Bücher selber verschicke. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid.        

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    • 160
  • Guten Morgen, kleine Wilde

    Zeig mir das Morgen

    eskimo81

    Millie hat es nicht leicht, ein prügelnder Alkoholiker als Vater, eine Mutter, die sich immer mehr zurückzieht - Liebe, Liebe findet sie nur in ihren Büchern. Kraft für Ihren Weg findet sie nur in der Natur... Aber egal, was dir widerfährt, du hast immer noch die Hoffnung (Seite 194) Wie soll man über ein Buch schreiben, dass einen so sehr berührt hat, dass man am liebsten 2/3 davon in Zitaten hier nennen möchte? Man kann mit einer Rezension gar nicht ausdrücken, wie wundervoll dieses Werk ist - das ist schlicht unmöglich! Ein Buch, dass zeigt, dass es noch etwas anderes gibt, jemanden / etwas, dass einen führt und begleitet. Millie zeigt so viel Stärke, so viel Lebensmut - und das nur dank ihrer tapferen Art - ihrem Durchhaltewillen. Sie glaubt an Gott auf ihre eigene Art - aber sie wird dafür belohnt. Auch wenn sie das schlimmste erlebt, was einem Kind passieren kann, sie wird immer wieder aufgefangen, begleitet. Sicherlich kommen Fragen auf - wie auch im realen Leben - weshalb hat Gott das zugelassen? Aber diese Frage gibt es immer - und schlussendlich können wir nicht wissen, wohin die Reise geht... Ein Buch, dass einen zum Nachdenken anregt, das nachhallt und das noch lange nicht vergessen sein wird. Zu Recht auf der New Yorker Bestseller-Liste Absolut zu Recht! Fazit: Ein wundervolles, berührendes Buch. Die Augen werden nicht trocken bleiben, das eigene Leben wird anders aussehen. Ein Buch fürs Herz aber auch fürs Leben. Einfach nur - unbeschreiblich!

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    • 3
  • Vielleicht gibt es so etwas wie Vergessen nicht, aber ich glaube, es ist an der Zeit zu vergeben

    Zeig mir das Morgen

    LEXI

    „Vielleicht gibt es so etwas wie Vergessen nicht, aber ich glaube, es ist an der Zeit zu vergeben“ Das bettelarme Indianermischlingskind Millie Reynolds lebt zur Zeit der Wirtschaftskrise in einer ehemaligen Sklavenhütte auf einer Plantage in Iti Taloa, Mississippi. Milli liebt es, sich in der freien Natur aufzuhalten, streift für ihr Leben gerne im Wald umher und hat die große Leidenschaft für Bücher von ihrer Mutter Marie geerbt. Der ältere Farmhelfer Mr. Michaels, von allen nur „Sloth“ genannt, fungiert als Millies Beschützer, bester Freund und Vaterersatz. Ihr ständig abwesender leiblicher Vater Jack Reynolds arbeitet als Bullenreiter, Zornausbrüche und Prügel sind in der Familie an der Tagesordnung, und ihre Mutter zieht sich immer mehr in ihre eigene, innere Welt zurück, versucht mit Hilfe von Drogen den Schmerzen und den Schlägen zu entkommen. Millie ist einsam, und als eines Tages Zigeuner in die Kleinstadt kommen, ist die Neugier des jungen Mädchens geweckt und sie sucht ihre Gesellschaft. Millie ist fasziniert von ihrer Gemeinschaft und beneidet das Wandervolk um dessen Freiheit und Zusammengehörigkeitsgefühl. Im Alter von 16 Jahren lernt sie den charmanten River kennen, und bittet ihn, seiner Sippe zu überzeugen, sie mitzunehmen. Doch als der Morgen ihrer Flucht angebrochen ist, muss River feststellen, dass Millie nicht zum vereinbarten Treffpunkt kommt - eine schreckliche Tragödie hat alle Pläne des verzweifelten jungen Mädchens mit einem Schlag zunichte gemacht… „Zeig mir das Morgen“ ist ein Buch, das mich überwältigt hat. Es handelt sich um keinen leichten Roman, den man als gute Unterhaltung in kurzer Zeit liest und ebenso rasch wieder vergessen kann. Julie Cantrells Geschichte reißt den Leser aus seinem gemütlichen Sofa und katapultiert ihn in eine Welt voller Armut, voller Vorurteile und Hoffnungslosigkeit. Millies Geschichte ist tragisch, die Welt, in der sie lebt, leider allzu realistisch. Nicht nur das Leben der armen Bevölkerungsschicht in Zeiten der Wirtschaftskrise, sondern auch das schwierige und zugleich aber faszinierende Leben des Wandervolkes der Roma werden sehr anschaulich dargestellt. Die Autorin versteht es exzellent, den Leser mit einzubeziehen, ihm die wirklich gelungenen Protagonisten und Nebenfiguren nahe zu bringen, ihnen liebenswerte – aber auch böse Charaktereigenschaften zu verleihen. Obgleich die Person der kleinen Millie im Mittelpunkt dieses Romans steht, widmet sich Julie Cantrell auch eingehend ihrem Umfeld – wie beispielsweise dem sympathischen Sloth, der sein gesamtes Leben auf der Farm verbracht hatte und sich liebevoll um das einsame kleine Mädchen kümmert, ihr viel beibringt und sie gerne zu seinen Angelausflügen mit nimmt. Als liebste Nebenfigur präsentierte sich mir Mabel, die Angestellte der Familie Miller, die Millie sofort in ihr Herz schloss und ihr nicht nur mütterliche Zuneigung, sondern durch ihren unerschütterlichen Glauben an Gott auch Trost und Hoffnung vermittelte. Julie Cantrells Schreibstil hat mich überrascht. Ich empfinde es grundsätzlich als Qual, eine Handlung, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckt, im Präsens verfasst zu lesen – eine Tatsache, die aber in diesem Fall durch den beeindruckenden Inhalt wett gemacht wird. „Zeig mir das Morgen“ war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis, das stark mit den Emotionen seiner Leser spielt und die Geschichte eines außergewöhnlichen Mädchens erzählt, das trotz der überwältigenden Schicksalsschläge immer wieder aufsteht und mutig nach vorne blickt. Eine Geschichte voller Tragik und Hoffnung zugleich – eine uneingeschränkte Leseempfehlung und fünf Bewertungssterne für dieses wirklich gelungene Erstlingswerk, auf dessen Nachfolgeband ich mich bereits jetzt freue.

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    • 2
  • Freiheit, Hoffnung und Geborgenheit

    Zeig mir das Morgen

    Sonnenblume1988

    05. October 2015 um 20:23

    Ein Buch, das mit zwei Christy Awards ausgezeichnet wurde, macht natürlich neugierig. Da es sehr gute Kritiken bekommen hat, bin ich auch mit einer entsprechend hohen Erwartung an den Roman herangegangen. Weil ich wenig Zeit zum Lesen hatte, konnte ich anfangs nur kleine Abschnitte lesen und bin etwas schwer in die Geschichte hineingekommen. Das Buch wird aus Sicht der anfangs 9-jährigen Millie beschrieben, die sehr abgeschieden in den 1930er Jahren in Mississippi aufwächst. Sie lebt mit der dauernden Angst vor ihrem gewalttätigen Vater und macht sich viele Gedanken um ihre traurige, emotional abwesende Mutter. Als „Zigeuner“ in die Umgebung kommen, beobachtet Millie diese und verliebt sich schließlich in den Zigeunerjungen River. Als dieser weiterziehen muss, überstürzen sich die Ereignisse. Millie, die nirgendwo willkommen scheint, wird schließlich von der Krankenschwester Diana in eine Pflegefamilie aufgenommen. Doch auch dort erlebt sie die erhoffte Freiheit nicht… Das Buch lässt sich flüssig lesen. Manchmal werden die Geschehnisse nur angedeutet und der Leser muss die Sätze ein wenig interpretieren. Millies Eltern, zwei sehr unterschiedliche und sehr problembehaftete Charaktere, spielen in dem Buch eine genau so wichtige Rolle wie Millie. Im Laufe der Geschichte klären sich einige Rätsel um die beiden. Wie aus der Inhaltsbeschreibung ersichtlich, hat Millie kein schönes Leben. Das habe ich beim Lesen als sehr bedrückend empfunden, da die Ereignisse oft noch schlimmer als gedacht ihren Lauf nahmen. Mut macht es, dass Millie eine Kämpferin ist und sich nicht unterkriegen lässt. Der Glaube an Gott ist in diesem Buch sehr interessant eingearbeitet, da er sowohl positiv als auch negativ dargestellt wird. Durch ihre Mutter lernt Millie Gott vorsichtig kennen und bekommt ihre erste Bibel. Dennoch versucht sie, alleine im Leben klar zu kommen. Auch Millies Großeltern und ihre Pflegefamilie haben mit dem Glauben an Gott zu tun. Deren Glauben erlebt Millie erlebt jedoch sehr negativ, erdrückend, unecht und abschreckend: „Diana will, dass ich nach vorn gehe und mit Bruder Johnson bete, seine Worte wiederhole. Aber ich will davon nichts wissen“. Aber Gott lässt Millie immer wissen, dass er da ist, nicht zuletzt durch die Haushälterin der Pflegefamilie. Insgesamt erzählt die Autorin Julie Cantrell eine abwechslungsreiche, nicht vorhersehbare, manchmal etwas schwermütige untypische Geschichte, bei der es um den Wunsch nach Freiheit, um Hoffnung und um Geborgenheit geht. Auf jeden Fall ist das Buch ein besonderes, ungewöhnliches Leseerlebnis, das mitreißt.    

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  • Ein unglaubliches Buch

    Zeig mir das Morgen

    Maerchentraum

    Cover: Das Cover ist in der Farbe gelb gehalten, der Farbe der Hoffnung und zeigt ein junges Mädchen, das sich auf den Weg zu einer Reise macht. Somit passt das Buch richtig gut zum Inhalt und ist auch so sehr liebevoll gestaltet. Super schön! :) Inhalt: Jeder Kapitelanfang ist wunderschön umrandet und der Schreibstil ist wirklich, wirklich gut. Er ist super angenehm und leicht geschrieben und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen, wenn man erst einmal damit begonnen hat. Die Geschichte selber enthält sehr viel Dramatik, das sich im und um das Leben von Millie, der Hauptprotagonistin, abspielt. Aber in der ganzen Dramatik bleibt Millie stark. Vom Inhalt her, ist das Buch nicht sehr leicht, aber da die Geschichte so gut geschrieben ist, findet man sich sofort in dieser Welt wieder und wünscht sich, dass doch noch alles gut wird. Der christliche Aspekt spielt zwar eine Rolle, aber eher subtil. Denn Millie ist in diesem ersten Teil (es kommt aufjedenfall ein Folgeband, auf das ich schon unglaublich gespannt bin) noch dabei ihren eigenen Weg zu finden und auch den Weg zu Gott. So geht es in dieser Geschichte um das Leben und die Tragik, die es enthält, aber auch um wunderbare Freundschaften und Liebe. Fazit: Trotz der ganzen Tragik, die in diesem Buch enthalten ist, ist das Buch so gut geschrieben, dass man in Millies Leben, in ihre Gedanken, Gefühle und Sorgen mit eintaucht. Es ist zwar nicht so leicht, aber das Leben ist auch nicht immer leicht. Trotzdem findet sie letztendlich ihre Leidenschaft und Begabung und ihren eigenen Weg und diesen Weg zu begleiten und dabei zu sehen, was für eine starke Frau Millie wird, kann ich jedem nur empfehlen. Ich fand das Buch unglaublich und es gehört definitiv zu meinen drei Lieblingsbüchern. :)

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    • 3

    Maerchentraum

    17. June 2015 um 00:54
    Smilla507 schreibt Mir hat das Buch auch super gut gefallen! Kennst Du schon "Das Mädchen aus dem Zug"? Das ist vom Schreibstil her ähnlich.

    Danke für den Hinweis. Das Buch werde ich mir aufjedenfall mal anschauen. :)

  • Wunderbar, emotional, einfach genial.

    Zeig mir das Morgen

    leseratte69

    Klappentext Millie Reynolds hat es nicht leicht. Mit einem prügelnden Alkoholiker als Vater und einer Mutter, die sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, wächst sie in der Zeit der Wirtschaftsdepression in Colorado auf. Als Zigeuner durch die Stadt kommen, erlebt sie zum ersten Mal ein Gefühl der Zugehörigkeit. Als sie sich ihnen anschließen will, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall und Millie landet als Pflegekind in einer wohlsituierten, nahezu perfekten Familie. Doch der Schein trügt. Schon bald muss Millie eine folgenschwere Entscheidung treffen ... Dieser wunderbare Debüt-Roman wurde mit gleich zwei Christy Awards ausgezeichnet. Über die Autorin Julie Cantrell hat früher für ein Literaturmagazin Rezensionen geschrieben, bevor sie mit ihrem Erstlingswerk "Zeig mir das Morgen" die New York Times-Bestsellerliste stürmte. Sie betreibt mit ihrer Familie eine Farm in Mississippi. Neben dem Schreiben ist sie als Sprachtherapeutin tätig und unterrichtet Englisch an einer Grundschule. Meine Meinung Story Ich habe dieses Buch von den ersten Seiten an geliebt. Die Geschichte um die Protagonistin Millie ist so emotional und wirklich tragisch. Die Geschichte beginnt im Jahr 1936 und der Leser erfährt das die 9 jährige Millie bereit ein schweres Leben hat. Der Vater ein gewalttätiger Alkoholiker, der sowohl die Mutter als auch Millie bei jeder Kleinigkeit verprügelt, die Mutter eine sehr depressive und passive Person, die durch Drogen der Realität entflieht, und natürlich die arme Millie auf deren Schulter eine viel zu große Last liegt. Die Familie lebt in sehr armen Verhältnissen, sie leben in einer ehemaligen Sklavenhütte. Millie flieht gerne nach draußen in die Natur und ihr Zufluchtsort ist ein alter Ahornbaum, in dessen Wipfeln sie sich sicher und geborgen fühlt. Millie Leben ist von Verlusten geprägt. Sie muss früh erkennen, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Dann macht die Handlung einen Zeitsprung und Millie ist nun 16 Jahre. Wie jedes Jahr ziehen auch in diesem Frühjahr die Zigeuner wieder durch die Stadt und Millie verliebt sich in diesem Sommer unsterblich in den Zigeunerjungen River. Endlich einmal fühlt sich Millie geborgen und geliebt. Als Millie am Ende des Sommers beschließt, mit den Zigeunern weiter zuziehen, hat sie endlich Hoffnung auf eine Zukunft. Doch das Schicksal schlägt erbarmungslos zu und macht ihre Pläne zunichte. Im ganzen Buch stellt sich Millie die Frage, wo ist Gott wenn es ihn wirklich gibt, wo ist er und warum hilft er mir nicht? Die Autorin hat dieses wirklich gut rübergebracht. Mann kann in jeder Silbe die Verzweiflung von Millie nachempfinden und dennoch hat Millie immer noch Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Wunderschöne, wenn auch sehr tragische Geschichte, die fesselt, berührt und den Leser auf eine emotionale Achtbahnfahrt schickt. Schreibstil Die Autorin hat einen schönen, leicht zu lesenden Schreibstil, der mir sofort gefallen hat. Die tragische Geschichte ist aus der Sicht von Millie erzählt und somit erfährt und erlebt man alle Gefühle und Gedanken von ihr und kann sich sehr gut in ihre Lage hinein versetzen. Charaktere Ich fand Millie einfach nur toll. Sie hat mir zwar sehr Leid getan, dennoch ist sie an den Herausforderungen, die ihr das Leben gestellt hat, gewachsen. Millies Gefühle, ihre Ängste und ihre Hoffnung sowie die Suche nach Gott und dessen Hilfe, wurden einfach nur wunderbar hervorgehoben und wiedergegeben. Auch die anderen Charaktere haben wunderbar in ihre Rollen hinein gepasst. Sie gaben dem Ganzen den letzten Schliff. Alle Charaktere waren sehr authentisch und mitten aus dem Leben. Millie ist mir sofort ans Herz gewachsen. Mein Fazit Ein absolut tolles Buch, trotz der bedrückenden und traurigen Handlung. Ein Buch welches mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Ein Buch von der Suche nach Gott, von Schicksal und Hoffnung, Verlust und Liebe. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

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    • 2
  • Leserunde zu "Zeig mir das Morgen" von Julie Cantrell

    Zeig mir das Morgen

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag Gerth Medien stellt vier Exemplare des Buches "Zeig mir das Morgen" von Julie Cantrell zur Verfügung Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Millie Reynolds hat es nicht leicht. Mit einem prügelnden Alkoholiker als Vater und einer Mutter, die sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, wächst sie in der Zeit der Wirtschaftsdepression in Colorado auf. Als Zigeuner durch die Stadt kommen, erlebt sie zum ersten Mal ein Gefühl der Zugehörigkeit. Als sie sich ihnen anschließen will, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall und Millie landet als Pflegekind in einer wohlsituierten, nahezu perfekten Familie. Doch der Schein trügt. Schon bald muss Millie eine folgenschwere Entscheidung treffen ... Dieser wunderbare Debüt-Roman wurde mit gleich zwei Christy Awards ausgezeichnet. Hier der Link zur Leseprobe.  Das englischsprachige Youtube-Video findet ihr hier: Bitte bewerbt euch bis zum 18. April hier im Thread und beantwortet die Frage, wie euch die Leseprobe oder Video gefallen. Bei diesem Buch müsst ihr die Portokosten von 2 Euro selber tragen. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte schaut nach dem Verlosen selbstständig nach, ob ihr gewonnen habt und übermittelt eure Adresse innerhalb von 48 Stunden. Ihr erhaltet keine Nachricht und sonst wird neu gelost. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter  http://www.gerth.de/ für 16,99 € (Buchpreis)  bestellen.Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 56
  • bedrückender Schicksals-Roman mit leichtem Hoffnungsschimmer

    Zeig mir das Morgen

    robberta

    03. June 2015 um 12:14

    Zeig mir das Morgen von Julie Cantrell Klapptext: "Millie Reynolds hat es nicht leicht. Mit einem prügelnden Alkoholiker als Vater und einer Mutter, die sich immer mehr in sich selbst zurückzieht, wächst sie in der Zeit der Wirtschaftsdepression in Colorado auf. Als Zigeuner durch die Stadt kommen, erlebt sie zum ersten Mal ein Gefühl der Zugehörigkeit. Als sie sich ihnen anschließen will, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall und Millie landet als Pflegekind in einer wohlsituierten, nahezu perfekten Familie. Doch der Schein trügt. Schon bald muss Millie eine folgenschwere Entscheidung treffen ... Meine Meinung: Die Verarbeitung des gebundenen Buches ist gut. Der Schreibstil ist gut zu lesen. Die Protagonistin Millie ist sympathisch muss aber in ihrem jungen Alter schon sehr viel ertragen. Ihre erste Liebe zu River dem Zigeunerjungen ist wunderbar romantisch und lockert ihr düsteres Leben auf. Die eingebundenen literarischen Verknüpfungen haben mir gut gefallen konnten die bedrückende Atmosphäre des Buches aber nicht dauerhaft erhellen. Ihr Schicksal wird im Laufe des Buches immer tragischer und bedrückender, auch wenn jemand ihr Halt gibt, überwiegt die Düsternis und kaum ein Hoffnungsschimmer ist in Sicht. Geheimnisse ihrer Eltern und Großeltern überschatten ihr Leben. Doch der Wahrheit entkommt man nicht und die holt sie schließlich jäh wieder ein. Nach krassen Schicksalsschlägen gibt das Ende von “Zeig mir das Morgen“ wieder einen kleinen Funken Hoffnung. Es geht auch um den Glauben an Gott und seine vielen verschiedenen Facetten ob nun fanatisch, pragmatisch,vorgetäuscht oder rein. Für mich spiegelt sich wahrhafter Glauben in Taten wieder und so fand ich nur die arme Familie von Bump (Anderson) richtig gläubig. Ansonsten ging für mich das Thema "Hoffnung" in all dem vielen Negativen total unter. Das Cover hätte mich nicht zum Buch greifen lassen, aber es passt zum Inhalt des Buches, denn sie schleppt ja den alten Koffer ihres verstorbenen Vaters, sie hat sprichwörtliche den Koffer gepackt um in ein neues Leben und hoffentlich besseres zu gehen. Fazit: Das Buch hat mir nicht gefallen, es war einfach zu düster. Ich hatte zwar Spannung und Geheimnisse erwartet aber nicht soviel Tragik. „Zeig mir das Morgen“ ist ein bedrückender Schicksals-Roman mit leichtem Hoffnungsschimmer. Im Vergleich: dazu fand ich z.B. „Neues Glück für Susannah“ erheblich besser, da stimmte für mich alles, der Plot, die Glaubensfindung und Harmonie einfach alles wunderbar miteinander verwoben.

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  • Millies schwerer Weg

    Zeig mir das Morgen

    irismaria

    30. May 2015 um 09:46

    „Zeig mir das Morgen" von Julie Cantrell ist die berührende Geschichte des Mädchens Millie. Sie lebt in den 1930er Jahren in einem kleinen Ort in den USA. Ihr Vater ist Rodeoreiter, der die Mutter schlägt und zu viel trinkt. Die Mutter reagiert mit Depressionen und nimmt Drogen, die Großeltern haben den Kontakt abgebrochen. Millie ist alleine, ein Baum und der Hilfsarbeiter Sloth sind ihre einzigen Freunde. Für ihre Zukunft sieht sie keine Perspektive, doch als eine Gruppe Zigeuner ins Dorf kommt, erlebt sie bei ihnen zum ersten Mal Gemeinschaft und Zuwendung. Auf den Rat der alten Zigeunerin will sie etwas über ihre Vergangenheit herausfinden… Millies Geschichte war mir am Anfang zu negativ. Alles Leid der Welt schien sich im Leben dieses Mädchens zu konzentrieren. Später kam dann eine positive Wendung und Millie konnte ihren Weg in ein besseres Leben beginnen. Die Autorin schreibt flüssig und bildhaft. Bestimmte Symbole oder Ereignisse werden immer wieder aufgegriffen. Das Thema Familie und Angenommensein spielt eine große Rolle sowie der christliche Glaube, der von den Charakteren ganz unterschiedlich interpretiert wird. Mir hat das Buch gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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  • Eine Familiengeschichte geprägt von Gewalt, Ignoranz & Egoismus - und Hoffnung!!!

    Zeig mir das Morgen

    suggar

    27. May 2015 um 17:27

    In "Zeig mir das Morgen" lernt der Leser Millie (9) kennen. Ein Mädchen aufgewachsen im Staate Mississippi; der Vater Rodeoreiter, Alkoholiker und kaum daheim, die Mutter depressiv und in der Opferrolle & häuslicher Gewalt gefangen. Millie flieht in ihre eigene Welt, auf ihren Ahornbaum, wo sie von der Freiheit träumt: so leuchtend bunt und fröhlich, wie die Zigeuner, die jedes Jahr durch die Stadt Millersville ziehen. Dort versucht sie zu vergessen, was ihr Vater, der kein Vater ist, ihrer Mutter antut, die keine Mutter mehr ist... :( Als auch noch ihr Freund und Nachbar Sloth stirbt überschlagen sich die Ereignisse und enden in einer Katatsrophe. Und Miliie muss sich entscheiden... Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Das Buch liest sich flüssig & man kann es schwer beiseite legen. Die Geschichte ist sehr melancholisch, teils tragisch und verzweifelt; aber dennoch so bunt wie ein Regenbogen und voller Hoffnung! :) Beim Lesen konnte ich das Flirren der Luft im warmen Mississipi spüren, den Regen riechen und die Sehnsucht von Millie nach Freiheit fühlen. Ein wirklich tolles, überwältigendes & berührendes Buch! Ich bin gespannt, wann die Fortsetzung der Lebensgeschichte von Millie Reynolds im Deutschen erscheint und freue mich schon sehr darauf! :D PS: obwohl dieses Werk von christlichen Werten geprägt ist, finde ich, wurde das Glaubensthema super in das Buch integriert ohne aufdringlich zu sein. Im Gegenteil, mir haben die Zitate und Textstellen aus der Bibel sehr gut gefallen.

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  • Mitreißend von der ersten bis zur letzten Seite!

    Zeig mir das Morgen

    Smilla507

    30. March 2015 um 11:46

    „Wenn Sie vom Himmel aus heimlich einen Blick auf die Stadt Iti Taloa werfen wollten, dann müssten Sie in der Nähe von Jackson suchen, an der Grenze zu Alabama. Da findet man bewaldete Berghänge, die fast tausend Meter hoch sind, mit tiefen Tälern dazwischen. Hier, wo um die vielen Arme des Mississippi fruchtbares Ackerland liegt wie eine Schürze, wachsen Fichten, Eichen, Magnolien und Zedern. Und genau dort, irgendwo in den Ästen von einem dieser Bäume, finden Sie wahrscheinlich mich – ein Kind der warmen, wilden Gegend.“ (S. 11) Es ist das Jahr 1936. Millie Reynolds ist 9 Jahre alt als sie beginnt ihre Geschichte zu erzählen: Von ihrer Mutter, die sich oft im „tiefen finsteren Tal“ befindet, von der alten Sklavenhütte, in der sie leben, von ihrem gewalttätigen Vater Jack, der beim Rodeo arbeitet und zum Glück nicht so oft daheim ist. Davon, dass sie mit ihrem Nachbarn Sloth zum Angeln geht, dass sie die Bäume singen hören kann und sich gerne auf ihren Lieblingsbaum mit Namen Sternchen flüchtet. Wie jedes Frühjahr lagern die Zigeuner in der Stadt. Millie fühlt sich angezogen von ihrem freien und bunten Leben, das so viel schöner zu sein scheint als ihr eigenes. Als Millie 16 Jahre alt ist verliebt sie sich in River, der zu dieser Gruppe gehört. Sie hat nur einen Wunsch: Weg von der Sklavenhütte und allen Widrigkeiten. Aber es kommt alles anders... Mit ihrem schlichten und dennoch intensiven, ja sogar poetischen Schreibstil hat Julie Cantrell mich in den Bann gezogen. Ich musste mich die ersten Seiten in diese spezielle Schreibweise einlesen, zumal die Stimmung vor allem zu Beginn ziemlich bedrückend ist. Und doch konnte mich dieses Buch derart fesseln, dass ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen habe. Die Autorin beschreibt das Leben einer kleinen Überlebenskünstlerin, deren Schicksal ganz eng mit dem ihrer Mutter und deren Entscheidung verwoben ist. Es geht um Entscheidungen und wie sie uns beeinflussen. Eine Zigeunerin gibt Millie einen Rat, der ein Schlüssel für Millies Leben wird: Sie muss die Vergangenheit kennen, um die Zukunft gestalten zu können. Bei allem, was Millie wiederfährt stellt sich sowohl Millie als auch dem Leser die Frage: Wo ist Gott? Wie kann er all das zulassen? River macht ihr Mut: „Wenn dir etwas Schlimmes passiert, ist das eine gute Erfahrung, denn dann hast du etwas gelernt, was du vorher nicht gewusst hast.“ (S. 80) Millie steht immer wieder auf und macht am Ende die ersten vertrauensvollen Schritte mit Gott. Über dieses Buch könnte ich noch so viel mehr schreiben! Es ist ganz sicher keine Strandlektüre. Wem z.B. „Das Mädchen aus dem Zug“ vom Schreibstil gefallen hat wird auch „Zeig mir das Morgen“ gefallen. Julie Cantrell hat zu Recht den begehrten Christy Award für ihr Werk bekommen. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Teil weiter geht (und bitte nicht die Inhaltsangabe zum zweiten Teil lesen, bevor nicht der erste Band zu Ende gelesen ist).

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