Mein neuester Roman „Schottische Weihnacht in Bonny Bridge“ von Julie Clairmont / Jeanine Krock hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen. Im kleinen Winterroman, der mit einem wunderschönen, heimelig anmutenden Cover punktet, sieht man als Betrachter, rechts oben einen Mistelzweig mit roter Schleife. Am linken Bildrand ist ein prächtig geschmückter Tannenbaum mit vielen roten, weißen und grünen Kugeln zu sehen, darunter sind liebevoll verpackte Geschenke zu erahnen. Am rechten Bildrand sitzt ein dunkler Gordon Setter mit seidigem Fell. Im Hintergrund sieht man durch eine Butzen-Fensterscheibe, die Umrisse eines innig, küssendes Paares.
Die wichtigsten Protagonisten sind Gartenarchitektin Evie Clark, ihre Freundin Mairie, Bestsellerautor Connor Mac Lean, aus Südfrankreich Yale, David, Fleurie sowie Anthony, Duncan, Charlotte und Isla Murray. Nennenswert ist dazu Haushälterin Lexi und die zwei Gordons (Hunde) Suki & Gordon.
Der Plot spielt kurz vor Weihnachten im schottischen Dorf Bonny Bridge. „Garten-Fee“ Evie soll dort einen historischen Schlosspark begutachten, um die barocke Anlage, bei Auftragserteilung wieder herzurichten. Kicher, unterschiedlicher können Romanfiguren wohl nicht sein? Was meint ihr? Das wird bestimmt spannend! Jedes Kapitel im Buch ziert ein Mistelzweig, was ich sehr passend finde und zusätzlich für ein leichtes Vorfreudiges Kribbeln in meinem Bauch sorgt. Der Schreibstil und die Wortwahl, der mir vorher unbekannten Autorin, sagen mir sehr zu. Die Beschreibungen sind sehr bildhaft und lassen sich gut lesen. Als Stilmittel benutzt sie die figurale Erzählperspektive. Das schafft in meinen Augen eine gewisse Nähe und Distanz gleichermaßen. Die zahlreichen Charaktere sind zudem gut erdacht und fein, mit vielschichtigen differenzierten Eigenschaften, beschrieben. Die bunte Mischung wirkt erfrischend und authentisch auf mich, selbstverständlich passt die kleine Liebesgeschichte, die sich bei zwei Protagonisten anbahnt, ebenfalls. Beim Lesen, wärmt dass das Herz in der Winterzeit. Besonders gut gefallen haben mir zudem die Beschreibungen der Natur und Kultur, Sitten und Brauchtum. Selbstverständlich passen Legenden über Kobolde in Schottland perfekt und erklären beim Lesen auch die Entstehung des Ortes und der „Bonny Bridge“ im Titelschriftzug, was ich genial fand. Die Autorin hat sich zudem bemüht, dem Leser wissenswerte Fakten und Infos zum romantischen „Yule-Fest“, zahlreichen köstlichen regionalen Speisen (kicher, da hätte ich gerne die Rezepte im Anhang gehabt, denn ich koche leidenschaftlich gern) und den traditionellen schottischen Bräuchen. Leider ist das Büchlein ruckzuck durchgelesen und wie die Weihnachtsfeiertage viel zu schnell vorbei!
Fazit: ***** Der Roman „Schottische Weihnacht in Bonny Bridge“ von Julie Clairmont / Jeanine Krock ist bezaubernd und passt perfekt in die Winterzeit. Das broschierte Taschenbuch hat mit Leseempfehlung 191 Seiten. Und ich könnte mir gut eine Fortsetzung vorstellen, da ich wissen möchte, was die Romanfiguren weiter so erleben und ob der historische Garten wieder erblüht.