Ivory and Bone

von Julie Eshbaugh 
3,2 Sterne bei29 Bewertungen
Ivory and Bone
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Positiv (10):
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Ein ganz außergewöhnliches Buch

Kritisch (9):
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Das Grundgerüst dieses Buches hatte so viel Potential. Leider wurde dieses nicht ausgeschöpft.

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Inhaltsangabe zu "Ivory and Bone"

'Zweifelsohne das außergewöhnlichste Young-Adult-Debüt des Jahres.' (PasteMagazine.com)

Kol verliert sein Herz an die Mammutjägerin Mya, als er zum ersten Mal sieht. Alle erwarten, dass die beiden eine Verbindung eingehen und dadurch den Fortbestand ihrer Clans sichern. Doch Kol unterläuft bei der Jagd ein Fehler, und Mya straft ihn mit Verachtung. Da schlägt ein weiterer Stamm sein Lager in der Nähe auf, und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit kommt zutage. Kol muss den Kampf aufnehmen: für den Erhalt seines Stammes, gegen die Naturgewalten, und um Mya, für die er trotz allem ungebrochen brennt …

Eindringlich und atemberaubend erzählt Julie Eshbaugh vom unerbittlichen Überlebenskampf zweier Clans und einer unvergleichlichen Liebesgeschichte in einer Welt, in der eigentlich kein Platz für Liebe ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783737353441
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum:21.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    LieLuvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schon als ich das Buch in den Händen hielt, war klar, dass ich es unbedingt lesen muss.
    Ivory and Bone: Die Geschichte von Mya und Kol (Julie Eshbaugh)

    Erschienen
    21. September 2017
    Seitenzahl: 368
    Verlag: Fischer S. Verlag
    Hardcover: 16,99 €
    ISBN: 978-3737353441

    Die Autorin

    Julie Eshbaugh entdeckte schon in frühen Jahren ihre kreative Ader. Diese führte sie vorrangig zu ihrer Arbeit in der Filmindustriebranche. In der Branche veröffentlichte sie unter anderem zwei Kurzfilme und arbeitete mehrere Jahre an einer Teenieserie mit. 2016 erschien in den USA ihr Debütroman „Ivory and Bone“, der Beginn einer Jugendbuchreihe.

    Ivory and Bone: Die Geschichte von Mya und Kol

    Als Mya mit ihrem Clan den von Kol besucht, ist dieser hin und weg. Schnell ist es um ihn geschehen, doch Mya steht dem eher kritisch entgegen. Denn obwohl alle Welt erwartet, dass die beiden eine Beziehung aufbauen und eine Verbindung aufbauen. Als Kol jedoch einen Fehler bei der Jagd begeht, kann Mya nicht über ihren Schatten springen und straft ihn ab diesem Zeitpunkt mit Verachtung. Doch als ein weiterer Stamm sein Lager in der Nähe aufschlägt, wird es für beide kritisch. Denn dieser Stamm scheint ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit, welches Kol nicht kennt, wieder an die Oberfläche holen zu willen. Kol muss nun den Kampf aufnehmen, um seinen Stamme erhalten zu können. Er ist der älteste von drei Brüdern und wird die Nachfolge des Hohen Ältesten antreten.

    Fazit

    Schon als ich das Buch in den Händen hielt, war klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Mir gefällt das Cover sowie der Titel „Ivory & Bone“ unheimlich gut. Es ist unheimlich, geheimnisvoll und außergewöhnlich zu gleich. Beide Dinge verraten wenig über den Inhalt, was ich sehr ansprechend finde. Die ersten Seiten folgen nur so dahin und ich war mittendrin im Geschehen. Dann lies die Spannung jedoch ziemlich nach. Die Handlung kam nicht wirklich voran und ich hatte das Gefühl als würde sich die Geschichte ein wenig im Kreis drehen. Doch zunächst zu den positiven Seiten, neben Cover und Titel.

    Besonders gut gefallen hat mir der Schreib- und Erzählstil. Diese waren locker leicht und absolut einfach zu verstehen. Außerdem fand ich die Landschafts- und Szeneriebeschreibung wirklich gut gelungen. Ich fühlte mich sofort hineinversetzt in die Welt von Kol und Mya. Dazukommt, dass das Buch mitten in der Handlung einsteigt und durch Rückblenden bzw. eine Erzählung von Kol lebt. Das fand ich sehr ansprechend, da sich dadurch die Erzählperspektive außergewöhnlich gestaltet hat. Er spricht direkt die Leute an, denen er die Geschichte erzählt. Das fand ich sehr gut gelungen. Auch die Szenerie, die längst vergangene Zeit, in welcher die Handlung des Buches spielt, war für mich mehr als ansprechend.

    Gut ins Buch gestartet und angefixt von Handlungsort etc., hätte dieses Buch wirklich gut werden können, denn die Idee ist klasse. Dann kamen die beiden Hauptcharaktere ins Spiel: Kol und Mya. Beide konnten mich absolut nicht packen. Kol kam mir sehr zweifelnd und trübsinnig vor, während Mya arrogant, hochnäsig und unnahbar wirkt. Dass sich Kol verhält wie er es tut, ist darauf zurück zuführen, dass er eher ein ruhiger Charakter ist. Dazu kommt, dass er sich in seinem Clan behaupten muss und er muss ein Mädchen finden, mit dem er sich verloben kann, bevor seine Brüder heiraten dürfen. Dies ist nicht so ganz einfach, denn in seinem Clan gibt es keine Mädchen. Umso großer ist die Hoffnung, die in andere Clans gesteckt wird.

    Besonders gut hat mir die Entwicklung der Geschichte zwischen Mya und Kol gefallen. Denn der Gedanke, dass sie ihn zu Beginn nahezu verabscheut, hat etwas sehr geheimnisvolles und spannungsförderndes. Allerdings drehte sich schon nach einiger Zeit alles nur noch im Kol und seine Gedanken, die er sich rund um Mya macht. Sie ist für ihn kein Mädchen, was er einfach nur erobern möchte, sondern er empfindet tiefer für sie. Mya fand ich einfach nur anstrengend und kühl. Für meine Empfindungen ist sie zu weit entfernt vom Leser, das änderte sich für mich auch bis zum Schluss des Buches wenig.

    Der Clan selbst war für mich leider überhaupt nicht ansprechend. Ich kam nicht wirklich dahinter, wie es der Clan in der Umgebung schafft zu überleben, noch fand ich die Verhältnisse der einzelnen Mitglieder untereinander einleuchtend. Die Geschichte fand ich an dieser Stelle auch etwas zu einfach. Auch als der Clan letztlich den Höhepunkt des Buches erlebt, ging mir alles ziemlich schnell. Mir ist nicht ganz klar, weshalb die Geschichte unbedingt in dieser Zeit spielen muss, in der sie es tut. Mit den wenigen Ausführungen zum Clan etc. hätte sie auch in einer späteren Zeit angesiedelt sein können. Im Gegensatz dazu fand ich die Szenerie der Gefahren durch andere Clans und eben nicht nur durch Wildtiere, wie Säbelzahntiger etc. sehr spannend.

    Alles in allem ein gelungenes Debüt, welches sicherlich noch ausbaufähig ist, aber einen ungewöhnlichen und spannenden Handlungsort aufweist. Dieser könnte in den Folgebänden noch stärker involviert und ausgestaltet werden.

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    MiHa_LoRes avatar
    MiHa_LoRevor 9 Monaten
    Einfache Geschichte mit ungewohntem Setting

    Seit zwei Jahren sind zum ersten Mal wieder Leute aus einem anderen Clan da - und es sind sogar Mädchen dabei. Kol hat in diesen zwei Jahren kein Mädchen in seinem Alter gesehen und verliebt sich sofort in die hübsche Mammutjägerin Mya. Doch diese ist nicht nur hübsch, sondern auch stolz und stur. Doch Kol und sein Clan hoffen trotzdem auf eine Verbindung zwischen den beiden.
    Als Kol bei der gemeinsamen Jagd jedoch einen Fehler macht, straft Mya ihn mit Verachtung. Während er versucht, sich ihr zu nähern, findet er mehr über die Vergangenheit der Clans heraus, über Ungerechtigkeiten und drohenden Kriegen ...

    Dieses Buch erzählt eigentlich eine einfache Geschichte, die durch die Taten der Vergangenheit zu einer seltsam komplizierten Geschichte wird.
    Mya ist wirklich eigensinnig, aber ich kann verstehen, warum Kol sie faszinierend findet (abgesehen von "uh, ein Mädchen!"). Sie ist ist so verschlossen, dass schon jeder milde Blick Kols Herz erfüllt. Er selbst ist ein lieber, fast naiver Kerl, der gern das Richtige tun will.

    Das Setting ist ungewohnt, weil es in der Steinzeit spielt. Oder wie man auch die Zeit nennt, zu der es Mammuts und Säbelzahntiger gab. Ich habe noch kein Buch mit einer so simplen Welt gelesen, daher war ich schon überrascht. Ich weiß aber nicht, ob nicht manche Sachen schon zu weit entwickelt waren oder ob sie etwa dem damaligen Wissen der Menschen entsprechen. Ich fand es manchmal schon fast zu modern.

    Etwas gestört hat mich die Ich-Perspektive, die Mya immer als "du" anspricht. Also, dann steht da nicht "Mya sagt" oder "sie sagt", sondern "du sagst". Das mag ich generell nicht so. Aber Kol beginnt beim Prolog des Buches (wo er Mya schon du nennt), ihr eine Geschichte zu erzählen, die am Tag ihrer ersten Begegnung beginnt. Ich kann schon verstehen, warum man sich für diese Perspektive entschieden hat, aber ich mag es trotzdem nicht besonders.

    Dieses Buch behandelt eigentlich zwei Dinge: Die Jungs und Mädchen, die heiraten wollen, und die Geschehnisse der Vergangenheit, die die Leute nicht vergessen und vergeben können. Die erste Sache fand ich irgendwann fast nervig. Ja gut, es gibt nicht viele Menschen und ihr wollt heiraten und euch fortpflanzen, aber dieses seltsame Drama nahm sehr viel Platz ein, und das, obwohl es meistens sehr schnell ging - fast zu schnell. Letzteres wirkte erst eher unwichtig, weil Kols Clan sehr friedlich war, aber die anderen beiden Clans in dem Buch - die südlichen und die westlichen Nachbarn - hatten weit zurückliegende Probleme, die es dann zu lösen galt.

    Ich fand die Geschichte von Mya und Kol eigentlich süß, aber die Schatten der Vergangenheit, die Perspektive und diese ganzen verliebten und verlobten Kinder haben mich doch gestört.

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    saras_bookwonderlands avatar
    saras_bookwonderlandvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Das Grundgerüst dieses Buches hatte so viel Potential. Leider wurde dieses nicht ausgeschöpft.
    Potential wurde leider nicht ausgeschöpft.

    INHALT:

    Kol verliert sein Herz an die Mammutjägerin Mya, als er zum ersten Mal sieht. Alle erwarten, dass die beiden eine Verbindung eingehen und dadurch den Fortbestand ihrer Clans sichern. Doch Kol unterläuft bei der Jagd ein Fehler, und Mya straft ihn mit Verachtung. Da schlägt ein weiterer Stamm sein Lager in der Nähe auf, und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit kommt zutage. Kol muss den Kampf aufnehmen: für den Erhalt seines Stammes, gegen die Naturgewalten, und um Mya, für die er trotz allem ungebrochen brennt …

    Eindringlich und atemberaubend erzählt Julie Eshbaugh vom unerbittlichen Überlebenskampf zweier Clans und einer unvergleichlichen Liebesgeschichte in einer Welt, in der eigentlich kein Platz für Liebe ist.

    Quelle: Fischer Verlage

    COVER:

    Ich finde das Cover wirklich sehr gelungen und ich mag das Symbol vor dem dunklen Hintergrund sehr. Auch die Schriftart des Titels gefällt mir gut und mein Blick ist gleich auf die kleinen Funken gefallen, die aussehen, als hätte jemand mit einem Feuerstein hantiert. Mir ist übrigens erst nach mehrmaligem Betrachten aufgefallen, dass im Hintergrund das Gesicht eines Mädchens zu erkennen ist.

    MEINE MEINUNG:

    Doch so schön das Cover auch war, das Buch an sich war es meiner Meinung nach nicht.
    Ich hatte mich sehr auf eine vermeintlich spannende Geschichte um zwei verfeindete Clans und die große Liebe gefreut. Doch bei der Umsetzung haperte es dann.

    Mit meiner Kritik geht es gleich im ersten Kapitel mit dem Schreibstil und der Erzählperspektive los.
    Und während ich noch dachte: Ach, das wird schon. Warte mal und und lies weiter... wurde ich schnell eines Besseren belehrt.
    Der Schreibstil hat mir nicht sonderlich gut gefallen. Ich empfand ihn als sehr schleppend und wenig fesselnd. Von Spannung keine Spur. Doch die Erzählperspektive hat mich am meisten gestört und ich konnte mich bis zum Schluss nicht daran gewöhnen.
    Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Kol, beginnend mit einem Prolog, in dem Mya verletzt ist und Kol sie bei Bewusstsein halten will.
    Daraufhin erzählt er die Geschichte von sich und Mya und spricht sie dabei immerzu direkt an.
    Das hat mich am Anfang sehr verwirrt, da man sich durch das "Du" immer persönlich angesprochen gefühlt hat. Zudem hat es einfach meinen Lesefluss ausgebremst.

    Doch der viel größere Kritikpunkt ist vielleicht, dass ich aufgrund des Erzählstils einfach keine Verbindung zu Kol oder Mya aufbauen konnte. Beide, aber vor allem Mya, sind mir vollkommen fremd und unnahbar geblieben und ich wüsste ehrlich gesagt auch gar nicht, wie ich Mya als Charakter näher beschreiben soll. Außer ihr abweisendes Verhalten Kol gegenüber, lernt man nämlich nicht viel von ihr kennen.

    Und auch mit Kol bin ich nicht warm geworden. Als Charakter erschien er mir einfach sehr blass und wenig tiefgründig. Außerdem konnte ich seine Begeisterung für Mya anfangs überhaupt nicht nachvollziehen. Erst mit der Zeit wird klar, dass Kol einfach nicht so viele Alternativen hat und sich deswegen so an Mya klammert.

    Nach den Informationen, die man aus dem Klappentext zieht, hatte ich mit einer richtig schönen Liebesgeschichte gerechnet. Schließlich wird auch von einer unvergleichlichen Liebesgeschichte gesprochen (s.o.). Allerdings sind bei mir kaum Emotionen und Gefühle angekommen und ich die habe die Verbindung zwischen Kol und Mya nicht als richtige Romanze wahrgenommen. Das liegt vermutlich aber auch an dem schon genannten Punkt, dass ich keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Ohne Verbindung und Sympathie gibt es einfach keine Emotionen und Mitgefühl.

    Im Gegensatz zu den oben genannten Punkten konnte mich das Setting dann aber überzeugen. Ich fand die Darstellung der Eiszeit und das damit verbundene Leben ziemlich gut gelungen. Und auch die Problematiken mit den wilden Tieren, der Jagd, den verfeindeten Clans und dem Kampf ums Überleben war realistisch ausgearbeitet.
    Dennoch empfand ich den Handlungsverlauf als zäh. Ich habe mich beim Lesen wirklich schwergetan, denn das Buch konnte mich einfach nicht packen. Es passiert auch leider nicht wirklich viel, obwohl die Autorin meiner Meinung nach ein gutes Grundgerüst aus Eiszeit, verfeindeten Clans, einem alten Geheimnis und einer Liebesgeschichte zur Hand gehabt hat. Das Potential wurde schlicht und ergreifend für meinen Geschmack nicht ausgeschöpft.

    BEWERTUNG:

    "Ivory & Bone" konnte mich mit seiner schleppenden und wenig fesselnden Handlung leider nicht überzeugen. Die Charaktere sind nur sehr blass und oberflächliche dargestellt, sodass ich keine Verbindung aufbauen konnte und die Romanze blieb für meinen Geschmack sehr undurchsichtig. Zusätzlich habe ich mich mit dem Erzählstil mehr als schwergetan. 

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Das Potenzial war da, aber die Handlung war dennoch lahm und die Figuren unverständlich
    Das Potenzial war da, aber die Handlung war dennoch lahm und die Figuren unverständlich

    Klappentext

    „Kol verliert sein Herz an die Mammutjägerin Mya, als er sie zum ersten Mal sieht. Alle erwarten, dass die beiden eine Verbindung eingehen und dadurch den Fortbestand ihrer Clans sichern. Doch Kol unterläuft bei der Jagd ein Fehler, und Mya straft ihn mit Verachtung. Da schlägt ein weiterer Stamm sein Lager in der Nähe auf, und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit kommt zutage. Kol muss den Kampf aufnehmen: für den Erhalt seines Stammes, gegen die Naturgewalten, und um Mya, für die er trotz allem ungebrochen brennt …“

     

    Gestaltung

    Das Cover gefällt mir gut, da ich das Symbol vor dem dunklen, blauen Hintergrund eigentlich ganz hübsch finde und es klar zu sehen ist. Zwar ist das Cover etwas schlicht, aber bei genauerem Hinsehen kann man doch im Hintergrund ein Mädchengesicht entdecken, was mir auf dem ersten Blick entgangen ist. Am besten gefällt mir eigentlich der Titel, der aussieht als würde er brennen oder in Flammen aufgehen, weil er von einer Art Glut umgeben ist.

     

    Meine Meinung

    Als ich das erste Mal von der Geschichte gehört habe, dachte ich, dass durch das Steinzeit-Setting hier mal etwas Neues vorliegt, etwas noch nicht dagewesenes, denn ich hatte bisher noch keinen Kontakt zu Büchern, die zu dieser Zeit gespielt haben. Diese Grundidee finde ich auch nach wie vor nicht schlecht, allerdings konnte mich das Buch insgesamt dann leider doch nicht so wirklich von sich überzeugen.

     

    Dies lag zum einen an der recht gewöhnungsbedürftigen Erzählweise. Das Buch wird bis kurz vor Ende aus Kols Sichtweise erzählt, allerdings in der Du-Perspektive. Er spricht seine Freundin Mya an und erzählt ihr, wie er ihr erstes Aufeinandertreffen empfunden hat. Da ich schon einmal ein Buch gelesen habe, das ebenfalls aus dieser Sichtweise erzählt wird (wobei hier der Leser mit „du“ angesprochen wurde und keine Figur des Buches), dachte ich, dass ich damit ganz gut klar kommen würde, da ich bei dem mir bekannten Buch keinerlei Probleme mit dem Stil hatte, allerdings stellte ich fest, dass ich bei „Ivory & Bone“ an meine Grenzen gestoßen bin.

     

    Dadurch dass Kol sich an Mya richtet und ihr die Geschichte erzählt, erhält die Handlung für mich eine gewisse Distanz. Ich fühlte mich nicht, als sei ich in die Geschehnisse eingebunden, sondern blieb eher außen vor und war stiller Betrachter. Manchen mag dies gefallen, aber bei mir hat es eher dafür gesorgt, dass ich mich langweilte und dass bei mir keinerlei Emotionen ausgelöst wurden.

     

    Zudem konnte ich auf diese Weise auch keine Beziehung zu den Figuren aufbauen. Vor allem Mya blieb für mich absolut blass und farblos. Ich konnte keinerlei Charaktereigenschaften, Besonderheiten oder Wesenszüge von ihr feststellen, die auch nur ansatzweise dazu hätten führen können, dass ich sie näher kennen lerne und mir ein Bild von mir machen kann. So blieb sie für mich ein unnahbares Konstrukt, das mir teilweise auch sehr unwirklich schien. Für mich hätte Kol auch gerne noch etwas ausführlicher erklären können, was er an Mya toll findet und warum. Ich konnte seine Gefühle und Beweggründe nur schwer bis gar nicht nachvollziehen, wodurch auch er mir eher fern blieb und das, obwohl er die Geschichte erzählt!

     

    Auch die Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen, da sie mir teilweise recht verworren vorkam und bei mir mehr als einmal für Stirnrunzeln gesorgt hat. So empfand ich die Handlung als eintönig, da mir die Figuren unverständlich blieben (weil ich bestimmte Beweggründe nicht nachvollziehen konnte, allen voran Kols Grund für seine Gefühle für Mya). Zudem passierte einfach nicht wirklich etwas Spannendes. Die Handlung dümpelte vor sich hin, obwohl genügend Potenzial durch das Setting und die verschiedenen Clans vorhanden war.  

     

    Fazit

    „Ivory & Bone“ konnte mich leider nicht von sich überzeugen, obwohl die Geschichte einiges an Potenzial mitbringt. Das Steinzeit-Setting fand ich nämlich sehr innovativ und auch die verschiedenen Clans hätten einiges an Zündstoff bieten können, leider war die Handlung aber eher lahm und die Figuren blieben mir zu fern. Gerade ihre Beweggründe waren unverständlich und die ungewöhnliche Erzählweise hat auch dazu beigetragen, dass mir vieles distanziert vorkam und kaum Emotionen ausgelöst wurden.

    2 von 5 Sternen!

     

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    Einzelband

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    jessi_heres avatar
    jessi_herevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht schlecht, aber auch nicht supertoll
    Ivory and Bone

    Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

    Inhalt:

    Kol verliert sein Herz an die Mammutjägerin Mya, als er zum ersten Mal sieht. Alle erwarten, dass die beiden eine Verbindung eingehen und dadurch den Fortbestand ihrer Clans sichern. Doch Kol unterläuft bei der Jagd ein Fehler, und Mya straft ihn mit Verachtung. Da schlägt ein weiterer Stamm sein Lager in der Nähe auf, und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit kommt zutage. Kol muss den Kampf aufnehmen: für den Erhalt seines Stammes, gegen die Naturgewalten, und um Mya, für die er trotz allem ungebrochen brennt …

    Eindringlich und atemberaubend erzählt Julie Eshbaugh vom unerbittlichen Überlebenskampf zweier Clans und einer unvergleichlichen Liebesgeschichte in einer Welt, in der eigentlich kein Platz für Liebe ist.
    Quelle: fischerverlage.de

    Meinung:

    Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

        "Ich liege mit geschlossenen Augen im Gras und lausche auf das Flügelsummen der Honigbienen, aber es ist noch zu früh ihm Jahr für Bienen, und das weiß ich."

    Das Cover ist ein richtiger Hingucker, auch wenn ich nicht genau beschreiben kann, was es darstellt. Auf dem englischen ist eben Elfenbein und Knochen in dem Kreis eingearbeitet, warum man das nicht ins Deutsche übernommen hat, weiß ich nicht. Dennoch ist das Cover eher schlicht und trotzdem schön gehalten, es wird nicht viel vom Inhalt dadurch verraten und kann somit recht unvoreingenommen auf die Geschichte zugehen. Was mir erst jetzt auffällt ist, dass ein Menschengesicht im Hintergrund abgebildet ist, wahrscheinlich Mya, das hätte man sich meiner Meinung nach sparen können.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig. Das Buch ist aus Sicht von Kol in der Ich-Perspektive geschrieben, da er allerdings Mya eine Geschichte erzählt, redet er sie das ganze Buch über mit Du an. Es ist komisch als Leser das Du zu lesen und zu wissen, dass man selbst nicht gemeint ist, denn man ist ja Kol. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fand ich das aber gar nicht mehr störend und ich flog nur so durch die Seiten. Ansonsten ist der Schreibstil der Epoche, in der das Buch spielt angepasst und auch die Wortwahl entsprechend.

    Zu Beginn lernt man hier Kol kennen, er lebt mit seinem Clan etwas weiter weg von anderen Clans und bei ihnen gibt es keine Mädchen in seinem Alter. Als ein anderer Clan sie besuchen kommt, trifft er auf Mya, die allerdings nicht so begeistert von ihm zu sein scheint. Doch auch ein dritter Clan befindet sich in der Nähe, dies hat Kols Bruder gesehen. Schon bald findet er Dinge heraus, die ihn an Mya und ihrem Clan zweifeln lassen.

    Ich habe bereits im Vorfeld viele verschiedenen Meinungen zu dem Buch gelesen, einige waren begeistert, andere eher nicht. Daher war ich umso mehr gespannt, wie es mir nun gefallen würde und ich fand es weder umwerfend noch schlecht, es ist ein durchschnittliches Buch, das man schon mal lesen kann.

    Was mir sofort gefallen hat, war das Setting. Es spielt in einer prähistorischen Zeit, daher sind die Charaktere auch anders, sie reden anders, verhalten sich anders und leben anders. Die Idee von Clans hat mir sofort gut gefallen, man begleitet auch die Hauptpersonen auf die Jagd nach Essen, stöbert mit ihnen Bienen für Honig auf und wandert durch den Wald zum nächsten Clan. Die Autorin hat diese Zeit wirklich gut beschrieben, mit allen Höhen und Tiefen und ich fühlte mich sofort in diese Zeit versetzt. Wie sie die Hütten gebaut haben und untereinander Neuigkeiten ausgetauscht haben, hat mich sehr fasziniert und dies war sicherlich mein Lieblingsaspekt der Geschichte.

    Der Einstieg ist eher langsam, man erfährt viel von Kol und seiner Familie und als dann Mya und zwei andere Leute aus ihrem Clan auftauchen, passiert immer noch nicht viel. Hauptsächlich geht es dann darum Freundschaften zu schließen, oder gar eine Frau für Kol oder einen seiner drei Brüder zu finden. Ab da entwickelt sich langsam etwas Kol und Mya, wobei ich nicht wirklich nachvollziehen kann, warum er sie mag. Sie ist nur gemein und abweisend zu ihm und er mag sie zuerst auch nicht besonders, mit der Zeit aber, wobei sie sich eher selten sehen, merkt er, dass er sie ziemlich gern hat, für mich völlig unverständlich, denn sie hat nichts gemacht, um ihn zu beeindrucken, sie hat ihn immer nur weggestoßen.

    Anders verhält es sich mit Kols Bruder und Myas Schwester, die beiden hatten sofort einen Draht zu einander und waren meiner Meinung nach das Traumpaar in dem Buch. Kol und Mya hatten für mich keine Gemeinsamkeiten, was aber auch daran liegen könnte, dass man über beide nicht viel erfährt und sie daher eher flach bleiben. Allgemein hatte kein Charakter wirkliche Tiefe und alle wirkten gleich auf mich.

    Im letzten Drittel des Buches stieg die Spannung dann an, es wurden einige Geheimnisse gelüftet und auch Kämpfe gab es dann. Besonders spannend fand ich die Fahrten in den Kanus, wenn es stürmte oder starken Wellengang war, denn damals waren die Kanus sicherlich noch nicht so standfest wie heute und ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Menschen damals solche gebaut haben. Auch die Hütten haben mich fasziniert, da genau beschrieben war, wie diese aufgebaut waren und ich konnte mir eine solche Hütte einfach nicht vorstellen. Es muss richtig kalt gewesen sein. Auf jeden Fall waren die letzten 100-150 Seiten spannend und es wurde viel erklärt, was überhaupt zu dem Kampf geführt hat, auch verstand man als Leser den Hass zwischen dem Clan von Mya und dem dritten Clan besser, wobei mir diese Geschichte am besten gefallen hat.

    Abgesehen vom Ende folgt das Buch aber immer den gleichen Abläufen, es wird gejagt, geredet, gewandert und noch mehr geredet. Ich kann verstehen, dass viele Leser dadurch gelangweilt waren und das Buch nicht mochten, ich aber habe mit sowas kein Problem und man es sogar lieber, wenn weniger passiert, als wenn alles ganz schnell nacheinander passiert und es dadurch unrealistisch wirkt.

    Das Ende selbst war dann schön abgeschlossen, lässt aber auch Platz für eine Fortsetzung. Diese gibt es auch schon, ich bin aber noch unentschlossen, ob ich diese lesen werde. Durch den Schluss kann man viel seiner Fantasy überlassen, denn es wird nicht erklärt, wie Mya und Kol nun weiter machen, man kann es sich aber von den Ereignissen her denken, das fand ich ziemlich schön. Insgesamt hat mich das Ende also glücklich zurück gelassen.

    Fazit:

    Durch den Schreibstil und die sich wiederholende Handlung ist das Buch sicherlich nicht für jeden etwas, mir hat es aber gefallen und da man schnell durch ist, kann es man schön Zwischendurch lesen. Ich habe mich zu keinem Charakter besonders verbunden gefühlt, dennoch habe ich ihre Geschichte gespannt verfolgt, ich vergebe hierfür 3 von 5 Sterne, da es mich eben nicht vom Hocker gehauen hat.

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    Brunhildis avatar
    Brunhildivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ganz außergewöhnliches Buch
    Ein ganz außergewöhnliches Buch

    Meine Meinung:
    Sofort hatte mich das Cover angesprochen. Ich finde es sehr außergewöhnlich und in sich stimmig, auch wenn es recht dunkel gehalten ist.

    Der Scheibstil diesen Buches ist sehr außergewöhnlich und sehr überraschend. Ich habe schon ein paar Seiten gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Er ist flüssig und gut zu lesen, aber der Leser schlüpft hier in die Rolle von Mya und wird das ganze Buch über persönlich angesprochen.

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Kol, dem Sohn eines Clanoberhauptes. Ich habe vorher schon viele durchwachsene Rezensionen gelesen, bin hier aber ohne Vorurteile und ohne große Erwartungen rangegangen. Die Charaktere sind teilweise sehr verschieden, aber in einem sind sie doch alle gleich: Der Fortbestand des Clans hat oberste Priorität und somit kommen einem die Charaktere manchmal emotionslos und oberflächlich vor (fast schon primitiv). Zuerst dachte ich auch, dass das ein Manko wäre. Nachdem ich aber eine Nacht drüber geschlafen habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass das einfach nur realistisch ist. In der damaligen Zeit - also als es noch Säbelzahntiger und Co. gab - war der Fortbestand des Clans und dessen Ehre vermutlich tatsächlich das Wichtigste. Deshalb sehe ich es nicht mehr als negativ, sondern als sehr authentisch.

    Die Handlung hat mich auch von der ersten Seite an begeistert. Es gibt einige spannende und interessante Szenen, die mich haben das Buch schnell durchlesen lassen. Zwischendurch gibt es ein paar kurze Momente, wo das Tempo ein wenig abnimmt. Wie bereits erwähnt gibt es einige Punkte, die klar im Vordergrund stehen, andere hingegen sind eher nebensächlich. Das Setting hat mir hier sehr gut gefallen, weil es wirklich außergewöhnlich ist. Ich habe noch nie solch eine Art von Story gelesen.


    Fazit:
    Mir persönlich hat "Ivory and Bone" sehr gut gefallen. Es ist eine Art von Story, die ich so noch nie gelesen habe. Auch der Schreibstil und die Charaktere waren in meinen Augen sehr außergewöhnlich.

    5/5 Punkte
    (Perfekt!)

    Vielen Dank an den Verlag Fischer / Sauerländer zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

    Kommentare: 1
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    LillianMcCarthys avatar
    LillianMcCarthyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein etwas anderes Jane Austen Retelling mit ganz eigenem Charme in einer prähistorischen Zeit!
    Ein etwas anderes Jane Austen Retelling

    Ich habe mich besonders auf diesen Titel gefreut, da ich das Setting des Buches so interessant fand. Die Geschichte ist in der prähistorischen Zeit verortet und das zog mich wie magisch an. Dieser Punkt gefiel mir auch während des Lesens sehr gut. Man merkte auf jeder Seite, wie viel Arbeit die Autorin in die Recherche gesteckt hat und dementsprechend gut ist das Buch folglich auch. Über kleine Dinge im Sprachgebrauch bin ich durch mein Linguistikstudium gestolpert aber die sind kaum der Rede wert und es ist völlig klar, dass man nicht alles historisch perfekt umsetzen kann, wenn man an einem Jugendbuch arbeitet.

    Was direkt ins Auge springt, wenn man beginnt das Buch zu lesen, ist der außergewöhnliche Schreibstil verbunden mit einer interessanten Perspektive. Im Prolog erfahren wir, dass Mya verletzt in einer Höhle liegt und Kol bei ihr ist. Er will verhindern, dass sie das Bewusstsein verliert und beginnt so, die Geschichte der beiden seit ihrem ersten Zusammentreffen zu erzählen. Das alles wird aus Kols Perspektive erzählt und im Folgenden spricht er Mya und somit indirekt den Leser mit Du an. Das war zu Beginn sehr ungewöhnlich und anfangs auch sehr störend, denn wir erfahren alles aus Kols Sicht, können uns zeitgleich aber nicht in ihn hineinversetzen, weil wir Mya sind und das ist für einen Roman doch eine eher ungewöhnliche Kombination. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich allerdings an den Schreibstil und selbst, wenn ich mich bis zum Schluss nicht ganz daran gewöhnen konnte, bleibt er doch stilistisch außergewöhnlich.   

    Bei der Geschichte selbst viel mir sehr schnell ein Aspekt auf, der mir vorher nicht bewusst war. Bei Ivory & Bone handelt es sich um ein Stolz & Vorurteil Retelling, das die gesamte Geschichte zwischen Elizabeth und Mr. Darcy nicht nur in die prähistorische Zeit versetzt sondern auch die Rollen vertauscht. Kol ist in Elizabeths Situation während Mya Mr. Darcy verköpert. Manchmal weicht die Geschichte stark vom Original ab, manchmal meint man jedoch sogar Zitate zu erkennen, insgesamt wurde die Geschichte von Jule Eshbaugh aber perfekt in die Zeit eingebettet und überzeugt zudem mit Details, die eine ganz neue Geschichte entstehen lassen. In diesem Zusammenhang finde ich sdie Bedeutung des Titels Ivory & Bone auch sehr schön. Was es mit diesem auf sich hat, erfahrt ihr jedoch erst, wenn ihr selbst zum Buch greift.

    Fazit: Ivory & Bone ist nicht nur ein sehr gut gelungenes Stolz & Vorurteil Retelling. Es spielt in der prähistorischen Zeit und bekommt dadurch nicht nur seinen eigenen Charme und Widererkennungswert sondern wurde auch sehr gut recherchiert und man spürt förmlich die Arbeit, die im Buch steckt. Einzig mit dem Schreibstil, insbesondere der Perspektive, konnte ich mich während des gesamten Lesens nicht besonders anfreunden. Hier wäre mir ein klassischer Stil lieber gewesen. 

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    aly53s avatar
    aly53vor 10 Monaten
    Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte in einer Welt, in der dafür kein Platz ist

    Und dann gibt es Bücher auf die freust du dich ganz besonders, daher ist es oft schwer in Worte zu fassen, warum man so enttäuscht ist.
    Ivory & Bone gehört zu diesen Büchern und ich habe mich unbändige auf diese ganz besondere Geschichte mit einem herausragenden und vielversprechenden Setting gefreut.

    Meine Probleme begannen jedoch schon mit dem Schreibstil der Autorin. Denn es erfolgt aus der Perspektive von Kol. Aber Kol spricht nicht zu uns, sondern zu Mya. Es ist ungewöhnlich und ich hatte oftmals das Gefühl, ich betrachte so alles ausd der Ferne, es ist distanziert und man hat einfach das Gefühl, man wird von dem ganzen völlig ausgegrenzt. Dadurch war es auch ein Problem für mich überhaupt eine Bindung zu Kol oder zu Mya aufzubauen. Wobei Kol wohl noch am ehesten zu greifen war. Bei Mya war mir das gänzlich unmöglich. Sie blieb kühl, unnahbar und ich kam ihr einfach nicht näher.
    Oft habe ich wirklich mit mir gerungen und darüber nachgedacht, warum Kol Mya so mochte. Ja, was er an ihr fand. Ich konnte es stellenweise leider gar nicht nachvollziehen.
    Kol selbst spricht sehr sanft und leise. Und so ist er auch als Person, was nicht unbedingt schlecht zu werten ist. Dadurch kam man seinen Wesenzügen deutlich näher und konnte sich ein Bild von ihm machen.
    Doch nicht nur Kol und Mya spielen eine Rolle. Es geht um weitere Clans ihre Verbindungen und auch einzelnen Charakteren begegnet man immer wieder. Leider blieben meine Emotionen dabei auf der Strecke und auch an der Tiefe hätte man noch mehr arbeiten können.
    Somit habe ich mir mehr Hoffnung von Welt versprochen, die ich wirklich herausragend, faszinierend und interessant empfand. Obwohl sich die Autorin mit vielen Details dem Alltag betreffend verliert, so konnte mich die Welt dennoch fesseln und ich wollte einfach mehr darüber erfahren. Schade empfand ich leider, das nicht mehr herausgeholt wurde, denn es wäre noch eine deutliche Steigerung möglich gewesen. Das hätte es mir als Leser ermöglicht, noch tiefer in das Geschehen und die Menschen einzudringen. Sie zu fühlen.
    Wir befinden uns hier in der Steinzeit , als die Menschen noch Mammuts jagten und wo der Fortbestand des Clans ein Problem darstellt. Da könnte eine Menge Nervenkitzel warten, tut es leider nicht. Was schlichtweg daran lag, das es deutlich am Spannungsbogen mangelte.

    Die Handlung selbst ist eher ruhig und von einigen Längen begleitet. Hin und wieder schafft es die Autorin jedoch Spannungselemente einzubringen und somit den Leser zu fesseln. Irgendwann drang ich auch tiefer vor und verstand Mya. Denn da gibt es einiges zu entdecken, was mich doch zum innehalten und grübeln brachte.
    Der Abschluss des Ganzen ist gut gelungen, dennoch habe ich mir einfach von der ganzen Story mehr erhofft, als ich letztendlich bekam.
    So bleibt für mich leider eine Enttäuschung und ein bitterer Nachgeschmack zurück. Denn hier hätte man deutlich mehr daraus machen können.

    Fazit:
    Ivory & Bone hat mich leider ziemlich enttäuscht. Ich hab mir so unglaublich viel davon versprochen, aber es war nicht das, was ich hoffte zu finden.
    Das Setting empfand ich jedoch als herausragend, faszinierend und enorm interessant. Damit hat es die Autorin geschafft mich zu fesseln und auch wenn es deutliche Schwachstellen zu verzeichnen gab, so habe ich die Geschichte doch voller Spannung verfolgt.
    Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte in einer Welt, in der dafür kein Platz ist.
    Für mich leider mehr oder weniger ein Flop.
    Zu wenig emotional und auch aus der Story hätte man bei weitem mehr herausholen können.
    Schade.

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Es führte letztlich nach 200 Seiten zum Buchabbruch. Grundidee fand ich gut, aber es gab zu viele Punkte mit denen ich nicht warm wurde
    Grundidee fand ich gut

    Meine Meinung zum Jugendbuch:
    Ivory & Bone
    Die Geschichte von Mya und Kol

    Aufmerksamkeit:
    Diesen Punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:
    Kol erzählt seine Geschichte. Wie er Mya kennenlernte, warum Mya so unnahbar wirkte und was es heißt in einer Zeit groß und erwachsen zu werden, wo Handys keine Rolle spielten. Denn in der Steinzeit gab es nur den Luxus der Liebe und selbst dieser ist in der Regel nicht vorhanden, denn eine Partnerschaft bedeutet schlichtweg das überleben des Clans.
    Doch wie werden Kol und Mya zueinander stehen, vor allem als der feindliche Clan auftaucht?
    Dies muss euch das Buch beantworten!

    Wie ich das gelesene empfand:
    Die Geschichte ist einfach gestrickt, jedoch die Sprache schwer.
    Die Geschichte könnte auch überall und zu jeder Epoche geschehen, denn die Autorin verwendet Worte in Gesprächen, die ich so nicht bei einem „primitiven“ Volk erwarten würde. Das dann Kol immer wieder auch in der DU Sprache wandelt, und dabei Mya nur am Rande wirklich wahr genommen wird, macht das alles nicht wirklich leichter.
    Was ich jedoch gut fand, dass die Autorin wirklich einmal eine neue Idee an sich in das Buchleben hinein gebracht hat.
    Nämlich die Steinzeit, selten lese ich von der Steinzeit Romane oder Geschichten. Auch wenn die Handlungen irgendwie überall gepasst hätten.
    Gut fand ich auch das man Kol anmerkte, das er durch eine Begebenheit das Leben zu schätzen weiß, und niemals jemanden Grundlos töten möchte. Diese Idee fand ich gut wenn ich es auch nicht ganz realistisch empfand.
    Gerade damals war Töten nicht nur ich schlachte ein Tier, was Massenprodukt ist, sondern ich töte ein Tier um mein Überleben zu sichern. Das Fell und alle anderen Dinge vom Tier auch zu nutzen und mich damit zu kleiden und zu versorgen, Waffen zu basteln und das kam mir in diesem Buch etwas zu kurz.
    Ihr merkt, ich hab mehr Kritik an das Buch, als das ich das Gefühl hatte das Buch bringt mich weiter. Ich konnte dieses Buch auch nicht in einem Rutsch lesen, dazu fand ich die Sprache zu befremdlich und ich konnte mich einfach nicht darauf einstellen, weswegen ich dann auch irgendwann das Buch zuklappte, und es aufgab bis an das Ende zu kommen, was eigentlich schade ist, denn ich hab einfach eine Menge mehr erwartet und vielleicht waren meine Anforderungen an dieses Buch zu hoch.
    Was ich aber klasse finde, dass auch neue Ideen wieder entdeckt werden, dass auch wieder Männer als Helden in einer Geschichte vorkommen, in letzter Zeit waren es ja eher die Frauen und Girls die an die Macht der Bücher kamen.
    Dennoch möchte ich dieses Buch dem ein oder anderen nahe legen. Einerseits weil die Grundidee eine total frische Idee ist. Andererseits weil ich denke, dass es Menschen geben könnte, die diesen Schreibstil, wie er im Buch vorkommt, lieben werden und zum anderen, die Geschichte schon auch ihre Reize hat.

    Übrigens zur Autorin:
    In ihrem Buch steht im Nachwort etwas, was mich dann doch wieder aufhorchen hat lassen und warum ich dieser Autorin dennoch gerne noch einmal eine Chance geben möchte, Sie bedankt sich einerseits bei einer ganzen Menge Menschen, aber dann bei Gott. Das fand ich richtig schön.
    Denn selten findet man solche Widmungen in nichtchristlichen Werken.
    Ein Zitat davon: „Gott hat viele Wunder in meinem Leben gewirkt. Dieses Buch ist nicht das geringste davon, aber es ist auch nicht das größte. Gott ist Liebe, glaube ich, und all die Leute, die ich hier aufgeführt habe, beweisen es mir jeden Tag.“

    Bewertung:
    Nachdem ich dieses Buch abgebrochen habe (jedoch auf Seite 200/363 Seiten) kann ich diesem Buch natürlich keine fünf Sterne schenken, sondern es werden drei. Mittelfeld weil ich finde die Grundideen waren toll.

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    sweetpiglets avatar
    sweetpigletvor einem Jahr
    Ivory & Bone

    Viele hundert Jahre zurückliegend verliebt sich der Jäger Kol auf den ersten Blick in Mya. Als sie kurz darauf auch noch bei der Mammutjagd sein Leben rettet, versucht er sie von sich zu überzeugen, doch Mya scheint eiskalt. Sie ignoriert ihn, lässt ihn abblitzen und lehnt seine Geschenke ab. Doch Kol spürt das mehr dahinter steht, dass ein Geheimnis verborgen liegt, welches Myas Verhalten erklärt.  Das Buch hat mich vor allem wegen dem Setting angesprochen, die Geschichte spielt in der Eiszeit, wo Jagen und Felle häuten an der Tagesordnung steht, und genau das macht so interessant. Ich kenne keine Geschichte die diese Zeit näher in den Fokus setzt und vor allem den Blickwinkel auf die verschiedenen Stämme setzt.

    Am Anfang bin ich mit Kol einfach nicht warm geworden. Irgendwie konnte ich seine sofortige Begeisterung für Mya nicht nachvollziehen, wo sie doch ihn einfach immer wieder ablehnt. Er überlebt als Jäger in dieser feindlichen Umgebung, mit Säbelzahntigern und anderen Gefahren, und kann dann einfach nicht Mya sein lassen? Doch nach einer gewissen Zeit, und vor allem einem tieferen Blick wurde mir klar, dass Kol auf Grund des absoluten Mangels an Frauen in seinem Alter in seinem Stamm dieses Verhalten an den Tag legt. Mya ist nicht nur hübsch und kann jagen, sie ist auch die erste Frau seit Jahren, die er als "Potenzial zum Heiraten" sieht.

    Aber auch mit Mya hatte ich am Anfang meine kleinen Schwierigkeiten, denn ähnlich wie bei Kol, konnte ich ihre Ablehnung nicht verstehen, ihr Verhalten war für mich nicht nachvollziehbar. Doch auch hier kam mit der Zeit die Erklärung, die ich mir eher gewünscht hätte. Mya kämpft nämlich sehr stark mit ihrer Vergangenheit, und hat leider gegenüber Kol nicht das Talent, sich besser auszudrücken, so dass dieser Umstand schneller deutlich wird. Unabhängig davon waren Mya und Kol als Protagonisten realistisch für die Zeit und nach den Startschwierigkeiten auch wirklich interessant und entwicklungsfähig.

    Natürlich ging es nicht nur um die beiden, sondern auch um die Intrigen und Kämpfe zwischen den Stämmen in der Eiszeit, denn es geht ums Überleben, um das Wandern und Jagen, um den Stamm ernähren zu können. Hier wird noch eine weitere Geschichte erzählt die sich mit der von Mya und Kol verbindet und das Fundament dafür darstellt. Die Erzähldynamik war manchmal etwas schleppend, bedeutet teilweise wusste ich einfach nicht, wohin sich alles entwickeln sollte oder könnte. Am Ende hat mich aber immer wieder das besondere Setting zurück geholt und begeistert, denn aus dieser modernen Welt heraus und diese kalte Einöde einzutauchen war einfach berauschend und spannend.

    Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich zunächst dachte, dass mir das Ende einfach viel zu kurz kam, aber ich habe festgestellt, dass es einen zweiten Teil geben wird, der bereits auf englisch erschienen ist. Darin wird Mya und Kols Geschichte weitererzählt. Es bleibt also weiter interessant und hoffentlich können wir bald wieder in diese Zeit eintauschen.
    Fazit: 
    Das Setting und der Plot sind top, und der Hauptgrund weshalb ich immer wieder Eintauchen wollte in das Buch. Mya und Kol hingegen brauchten eine Weile um mit mir warm zu werden, doch sobald das erledigt war, fing die Geschichte an ins Rollen zu kommen. Leichte Spannungsschwankungen zum Trotz konnte mich Julie Eshbaugh mit ihrem Roman fesseln.

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    Julie Eshbaugh schafft es mühelos durch ihre moderne Erzählweise die prähistorische Kulisse verständlich und lebendig erscheinen zu lassen.

    Für mich ist Eshbaughs Roman ein wundervolles Debüt, das es geschafft hat, mich bestens zu unterhalten. Das Setting war etwas ganz neues, genau wie die Erzählweise.

    Der spannend geschriebene Roman fesselt den Leser, verbindet Liebe, Abenteuer und Freundschaft und trifft somit den Geschmack von vielen Jugendlichen.

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