Julie Harris

 3,8 Sterne bei 52 Bewertungen
Autor*in von Der lange Winter am Ende der Welt, Träume von der Ewigkeit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Julie Harris

Julie Harris, geboren 1957, lebt in Queensland, Australien. Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder war unter anderem als Theaterautorin und Regisseurin tätig, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei zuwandte. »Der lange Winter am Ende der Welt« ist ihr dritter Roman. Er erschien erstmals 1996 in deutscher Übersetzung und wurde auf Anhieb ein großer Erfolg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Julie Harris

Cover des Buches Der lange Winter am Ende der Welt (ISBN: 9783492500814)

Der lange Winter am Ende der Welt

 (35)
Erschienen am 15.08.2017
Cover des Buches Im Zeichen der Fehde (ISBN: 9783404154463)

Im Zeichen der Fehde

 (4)
Erschienen am 17.01.2006
Cover des Buches L'enfer blanc (ISBN: 9782744102455)

L'enfer blanc

 (1)
Erschienen am 01.01.1996
Cover des Buches Die Tochter des Fürsten (ISBN: 9783868002454)

Die Tochter des Fürsten

 (2)
Erschienen am 01.01.2009
Cover des Buches A Little Princess (ISBN: 9781491579442)

A Little Princess

 (1)
Erschienen am 18.11.2014
Cover des Buches Rebecca and Sunny Brook Farm (ISBN: 0898454816)

Rebecca and Sunny Brook Farm

 (0)
Erschienen am 01.08.1984

Neue Rezensionen zu Julie Harris

Cover des Buches Der lange Winter am Ende der Welt (ISBN: 9783492500814)
gabelingebers avatar

Rezension zu "Der lange Winter am Ende der Welt" von Julie Harris

Ein grossartiger Roman!
gabelingebervor einem Jahr

Das bisher beste Buch dieses noch nicht langen Lese-Jahres - und eines der besten, das ich je gelesen habe!
Es erzählt die Geschichte des Fliegers John Robert Shaw, der 1926 einen Rekordflug antrat, dabei aber nicht berühmt wurde, sondern verschwand.
Er stürzte im Eismeer ab und wurde von Eskimos gefunden, gepflegt und in ihren Stamm aufgenommen. Ohne Möglichkeit, dort je wegzukommen, wurde er unter widrigsten Umständen und kaum erträglichen Umwelt-Bedingungen einer der ihren.
Ein grosser, bewegender Roman über das Mensch-Sein. Nicht mehr und nicht weniger!
Grossartig - und seltsamerweise kaum bekannt...
Höchste Lese-Empfehlung!

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Cover des Buches Der lange Winter am Ende der Welt (ISBN: 9783492500814)
Moni2506s avatar

Rezension zu "Der lange Winter am Ende der Welt" von Julie Harris

Eine Geschichte, die einen auf eine Reise an einen unwirtlichen Ort mitnimmt
Moni2506vor einem Jahr

In „Der lange Winter am Ende der Welt“ erzählt Julie Harris die Geschichte von John Robert Shaw, der mit seinem Flugzeug abstürzte und 17 Jahre bei den Unangan lebte. Erschienen ist der Roman erstmals im Juni 1995. Die aktuelle Ausgabe ist 2017 im Piper-Verlag erschienen.

Als John Robert Shaw sich 1926 zu seinem Rekordversuch mit dem Flugzeug aufmacht, ahnt er noch nicht, dass er 17 Jahre lang nicht zurückkehren wird. Er gerät in einen Sturm und stürzt ab. Die Ureinwohner der Aleuten finden ihn und retten ihm das Leben. Fortan lebt er unter Ihresgleichen und muss sich an ein vollkommen neues Leben gewöhnen, ein Leben im ewigen Winter mit viel Schnee und Eis und keinerlei Zivilisation.

Das Buch wurde mir von jemandem empfohlen, der sehr beeindruckt von dieser Geschichte war und über Silvester dachte ich mir, knapp 300 Seiten, das kannst du doch schnell mal lesen. An Silvester habe ich die erste Hälfte geschafft und an Neujahr dann die zweite Hälfte gelesen. Die Ereignisse sollen auf wahren Begebenheiten beruhen, aber hierzu konnte ich im Internet leider nicht wirklich etwas finden.
Lesen tut sich dieser Roman schnell. Die Sprache ist nicht allzu schwierig und so kommt man mit Schnellesetechniken gut voran. Ich habe immer mal wieder Abschnitte in normalem Tempo gelesen, um ein Gefühl für die Stimme der Geschichte zu bekommen. Es ist in einer Art Tagebuchstil gehalten mit Ergänzungen einer zweiten Person.  

Die Geschichte wechselt zwischen der Vergangenheit und der Zeit auf den Aleuten hin und her. Nachdem John Robert Shaw abgestürzt und wieder zu Bewusstsein gekommen ist, versucht er sich an sein Leben zu erinnern und schreibt dieses auf. Wir haben Anteil an seinem Leben vor dem Flugzeugabsturz, die Menschen, die ihm wichtig waren und den Ereignissen, die ihn geprägt haben, erleben andererseits seine Zeit bei den Unangan, den Ureinwohnern der Aleuten, und wie er sich dort ein vollkommen neues Leben aufbaut, bevor es wieder zurück geht in die Zivilisation.
Es ist ein Buch das berühren soll, das zum Nachdenken über das Leben anregen soll und das schafft es durchaus. Schicksalsromane sind nicht meine übliche Lektüre. Ich habe den Bann der Geschichte gespürt, erahne die verborgenen Nachrichten, die darin enthalten sein sollen, aber es hat meine Welt nicht auf den Kopf gestellt. Ich bin dem Verlauf der Ereignisse gerne gefolgt und habe mich versucht in John Robert Shaw hineinzuversetzen. Es ist eine beeindruckende Geschichte keine Frage, aber dieser letzte Funke zur totalen Begeisterung hat mir gefehlt.
Die Entwicklung die John durchmacht hat mir gefallen. Der Absturz hat sein Leben total auf den Kopf gestellt. Seine Prioritäten haben sich verändert, genauso wie sein Blick auf die Welt. Hierbei schneidet das Buch am Rande zusätzlich wichtige Themen wie Rassismus an. In dieser Hinsicht hätte das Buch 2017 allerdings eine gründlichere Überarbeitung durchaus gut getan. Die Zeit in der das Buch spielt war eine andere und bestimmte Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel das N-Wort, waren noch gang und gäbe. Dennoch wäre es meiner Meinung nach sehr einfach gewesen, diese zu ersetzen, ohne dem Buch etwas von seiner Bedeutung zu nehmen und ich bin froh, dass diese Begriffe nicht im übermäßigen Maße benutzt worden sind, denn das hätte mein Leseerlebnis doch sehr beeinträchtigt.
Ein Nachwort gibt es nicht. Durch die Art, wie die Geschichte erzählt wird, versucht es an Authentizität zu gewinnen. Ich fand es spannend etwas über die Unangan zu erfahren. Leider habe ich keine Informationen zur Recherche dieses Buches und kann diese Informationen dadurch nur schwer beurteilen. Wikipedia widerspricht dem Buch auf jeden Fall nicht grundlegend und das Leben auf einer Insel, wo es nie wärmer als 0 Grad wird und es keine Bäume gibt, muss auf jeden Fall hart gewesen sein.

Fazit: Eine Geschichte, die einen mit auf eine Reise an einen unwirtlichen Ort nimmt und dazu anregt, über sein eigenes Leben und deren Prioritäten nachzudenken. Eine Reise, die John Robert Shaw tiefgreifend verändert hat. Wer Schicksalsromane mag, der ist bei diesem Buch auf jeden Fall an der richtigen Adresse. 

Kommentare: 1
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Cover des Buches Der lange Winter am Ende der Welt (ISBN: 9783492500814)
Gwennileins avatar

Rezension zu "Der lange Winter am Ende der Welt" von Julie Harris

Beeindruckendes Leseerlebnis!
Gwennileinvor 5 Jahren

WOW! Ein Buch über einen Menschen, dessen Passion die Fliegerei ist, vom Wunsch fliegen zu lernen, bis hin zu seinem längsten und bedeutungsvollstem Flug, der sein Leben nicht nur verändert, sondern alles auf den Kopf stellt. Er stürzt ab und landet bei den Eskimos, wo er fortan lebt. Alles was vorher Bedeutung hatte, alles was er kannte, lernte, liebte ist hier anders oder erst gar nicht vorhanden. Doch er arrangiert sich mit diesem Leben, was zu einem überraschendem Ende führt. Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Was ist, wenn Zeit und Geld keine Rolle mehr spielen? Auf was kommt es wirklich an? Wie leben andere Völker, fernab von unsrer bekannten, westlichen Welt? Dringende Leseempfehlung!

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