Julie Hilgenberg

 4,7 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor*in von Das Mädchen aus Glas.

Lebenslauf

Die romantische Sicht auf die Welt: Julie Hilgenberg, geboren 1991, ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie studierte Journalistik und fing nach ihrem Abschluss an als Schauspielerin und als Journalistin für die Süddeutsche Zeitung zu arbeiten. 

Nebenbei schrieb sie immer wieder eigene Texte und Geschichten und gab schließlich ihr Debüt als Autorin mit ihrem Roman „Das Mädchen aus Glas“. Hierzu inspirierte sie ihre romantische Sicht auf die Welt. Wenn sie nicht gerade schreibt, reist sie quer durch Europa und in exotische Länder. 

Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in München.

Alle Bücher von Julie Hilgenberg

Cover des Buches Das Mädchen aus Glas (ISBN: 9783453360570)

Das Mädchen aus Glas

 (65)
Erschienen am 11.05.2020

Neue Rezensionen zu Julie Hilgenberg

Cover des Buches Das Mädchen aus Glas (ISBN: 9783453360570)
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Rezension zu "Das Mädchen aus Glas" von Julie Hilgenberg

Wie ein Vogel im Käfig
mamenuvor 9 Monaten

Zum Buch

Berlin, 1913. Elisa leidet unter der seltenen und wenig erforschten Glasknochenkrankheit, weshalb sie ihr wohlbehütetes Zuhause kaum verlässt. Louis ist ein Draufgänger und liebt das Risiko. Die von den Eltern vereinbarte Eheschließung erscheint ihnen zunächst wie eine Bestrafung – zumal Elisa in ihren Arzt Wilhelm verliebt ist. Doch während der Erste Weltkrieg heraufzieht, kommen Elisa und Louis sich näher. Als die beiden Männer an die Front müssen, zeigt sich, wie stark Elisa wirklich ist – und sie erfährt, was es bedeutet, wahrhaftig zu lieben.


Meine Meinung

Elisa ist in ihrem Elternhaus durch ihre Glasknochenkrankheit so richtig gefangen. Sie darf nichts machen, außer sich im Haus aufhalten. Der einzige, mit dem sie viel Kontakt von außen hat,  ist ihr Hausarzt, der immer,  wenn er Zeit hat, nach ihr schaut. Zuerst ist es nur Freundschaftlich, doch irgendwann, als Elisa älter wurde, entwickelte sie Gefühle für ihn. Was sie aber nicht zeigen darf, weil der Vater von ihr andere Pläne mit ihr hat. Eines Tages am Tisch eröffnet er ihr, das es Zeit ist, zu Heiraten. Louis, der aus einem guten Haus ist und sie und ihre Familie gut versorgt, soll es werden. Nur ist Louis alles andere, als ein guter Mann, denn er hat noch einige flausen im Kopf und treibt sich gerne mal Nachts rum. Von Arbeiten hält er auch nicht sehr viel, da die Familie genug Geld hat und er sich ja keine Sorgen machen muss. Doch Elisa gefällt das gar nicht, was ihr Vater mit ihr vor hat und stemmt sich erstmal dagegen. Doch ihr Vater ist der Meinung das sie froh sein kann, wenn sie jemand Heiratet. Durch ihre Krankheit würde sie nicht gerade eine grosse Wahl haben. Ja und es kommt wie es kommen muss sie wird Verheiratet.

Ich habe mit Elisa so richtig mit gelitten, weil sie durch ihre Krankheit nichts durfte und nur wie ein Vogel im Käfig gehalten wurde. Nein, dann musste sie sie auch noch jemanden Heiraten, den sie gar nicht richtig kannte und das hatte nichts mit Liebe zu tun. Die Geschichte hat mich von Anfang an richtig in den Bann gezogen, denn ich war manchmal richtig sprachlos, wie die Eltern mit Elisa umgegangen sind. Ich denke, das war zu dieser Zeit normal. Auch die Mutter konnte ich nicht verstehen, die sich immer allem gefügt hat, was ihr Mann beschlossen hat. Beim lesen gab es bei mir immer wieder ein auf und ab.Wenn für Elisa der Tag mal gut gelaufen ist, habe ich mich mit ihr gefreut. Ist es mal schlecht gelaufen, weil andere wieder über ihr Leben bestimmt haben, kam schon mal etwas Wut bei mir auf. Das hat diese Geschichte so richtig vielseitig gemacht und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.Ich sollte öfters mal was Historisches lesen, denn dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.

 

Cover des Buches Das Mädchen aus Glas (ISBN: 9783453360570)
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Rezension zu "Das Mädchen aus Glas" von Julie Hilgenberg

Gern gelesen
cyranellivor 2 Jahren

Schon das Cover springt einen an und lässt sie vermuten: Die wunderbare Liebesgeschichte, die zunächst die Rahmenhandlung vorzugeben scheint.
Berlin, Anfang des 20. Jahrhunderts. Elisa, junges, hübsches Mädchen aus reichem Haus, leidet unter der seltenen und noch wenig bekannten Glasknochenkrankheit und kann ihr Zuhause kaum verlassen. Ihr Arzt Wilhelm erwidert wohl ihre Liebe, muss aber verzweifelt mit ansehen, wie Elisa in die arrangierte Ehe mit Louis, einem Lebemann und Draufgänger, geschickt wird. Während sich die beiden frisch gebackenen Eheleute zunächst mit starker Abneigung begegnen, kommen sie sich durch verschiedene Umstände näher und lernen einander doch lieben.
Louis und Wilhelm werden nach Ausbruch des ersten Weltkriegs unabhängig voneinander an die Front geschickt. Louis wird schwer verwundet. Elisa beweist ebenso große Stärke wie das Band der Liebe, das sie mit Louis verbindet.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, der Spannungsbogen ist gut gelungen, die Liebesgeschichte schien zwar etwas vorhersehbar, war es dann aber doch nicht.
Sehr gut gefallen hat mir die Entwicklung der Protagonistin von dem abhängigen, kranken Mädchen, das dann auch noch eine Vernunftehe eingehen muss, in eine starke, für ihre Liebe und Unabhängigkeit kämpfende junge Frau, die sich dann (endlich) auch für Sinnlichkeit und Erotik interessiert. Von letzterer hätte ich gerne ein bisschen mehr gehabt, die Liebesszenen waren ein bisschen zu "brav" für meinen Geschmack.
In ihren Bann gezogen haben mich die präzisen, gerne blumigen Beschreibungen der damaligen gesellschaftlichen Bälle und der dort getragenen Mode. Hier fühlte ich mich ganz im Element der damaligen Zeit und konnte mir die Begebenheiten bildhaft vorstellen.
Da ich einen medizinischen Hintergrund habe, kam mir jedoch einiges etwas oberflächlich vor. Sowohl die Beschreibung der Kriegsverletzungen, als auch die Glasknochenkrankheit als solche. Über letztere war wenig bekannt, aber es kam mir etwas unwirklich vor, dass Elisa anfangs ständig mit Verletzungen und Brüchen zu kämpfen hatte und später, nachdem sie ein "normales" und eher turbulentes Leben "draußen" führte, nie wieder darunter zu leiden hatte.
Der historische Hintergrund hätte mehr ausgeführt werden können, war nur angerissen.
Ich würde das Buch weiterempfehlen, der Unterhaltungswert ist hoch und es liest sich sehr flüssig. Das Buch vermittelt Werte wie Beständigkeit, Nachsicht und die Kunst des Verzeihens und zwar ohne den erhobenen Zeigefinger!

Last but not least sind einige Tippfehler drin, die ich mir leider nicht angestrichen habe, da ich das Buch als ebook gelesen habe....


Cover des Buches Das Mädchen aus Glas (ISBN: 9783453360570)
Ingrids_Blogs avatar

Rezension zu "Das Mädchen aus Glas" von Julie Hilgenberg

Berlin vor Beginn des 1. Weltkriegs
Ingrids_Blogvor 3 Jahren

Elisa, Tochter eines Schokoladenfabrikanten, die unter der wenig erforschten Glasknochenkrankheit leidet, wird am Vorabend des 1. Weltkriegs gegen ihren Willen mit dem Bankierssohn Louis vermählt. Sie ist in ihren Arzt Wilhelm verliebt, während Louis ein Freigeist ist und Zwänge jeglicher Art ablehnt.

Die Geschichte erzählt die langsame Annäherung der beiden, die immer wieder von Rückschlägen geprägt ist. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfühlsam und schafft eine dichte Atmosphäre. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, ihre Handlungen überwiegend schlüssig und ich habe mit allen mitgefiebert.

Der Krieg nimmt viel weniger Raum in der Geschichte ein, als der Klappentext vermuten lässt. Das Leben an der Front wird nur angerissen, immerhin erhalten Leser*innen durch Louis´ Sicht mehr Informationen darüber, als parallel über die Situation in der Heimat. Elisa muss während Louis´ Abwesenheit zwar die Firmenleitung übernehmen, aber außer einer kleinen Episode, erfahren wir nichts über ihre Probleme. Da hätte ich mir wesentlich mehr gewünscht und nach dem Klappentext auch erwartet. 

Die Handlungsstränge waren teils arg vorhersehbar, was den Lesegenuss an sich zwar nicht geschmälert hat, aber natürlich jeglicher Spannung entbehrt.

Elisas Krankheit ist zum Schluss hin auch kein Thema mehr. Am Anfang hat sie sich ständig etwas gebrochen, zum Schluss nicht mehr.

Das Ende wirkte auf mich ein wenig konstruiert. Alle waren glücklich und Elisas Herzenswunsch scheint auch in Erfüllung zu gehen. Das war für meinen Geschmack ein wenig zu viel.

Insgesamt jedoch ein lesenswertes Buch, das ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.


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Zusätzliche Informationen

Schreibt auch als: Julie Heiland, Lea Thannbach

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