Julie Kagawa The Lost Prince

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Inhaltsangabe zu „The Lost Prince“ von Julie Kagawa

The Lost Prince Ethan Chase has been plagued by the fey all his life. Protective of his family and resentful of his older sister, the Iron Queen, whom he believes deserted them, Ethan wants only to be left alone. But that becomes impossible when exiled fey start dying or disappearing. Full description (Quelle:'Flexibler Einband/23.10.2012')
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  • Rezension zu "The Lost Prince" von Julie Kagawa

    The Lost Prince

    Bissfan

    rezensiert von Shiku __________ Dreizehn Jahre sind vergangen, seit Ethan Chase von Feen ins Nevernever entführt und von seiner Halbschwester wieder zurückgeholt wurde. Seitdem ist viel geschehen: Meghan ist nun endgültig Teil der Feenwelt und kehrt nicht wieder zurück, doch andere Feen lassen den jungen Mann nicht in Ruhe. Er kann sie sehen und das wissen sie. Immer wieder machen sie ihm das Leben zur Hölle, und bringen ihn in Situationen, denen er anderen Menschen nicht erklären kann. Mittlerweile vollkommen pessimistisch hält er sich von Feen und Menschen zugleich fern, um seine Ruhe zu haben und niemanden zu gefährden. Doch dann trifft er auf Todd und Kenzie – ersterer ist ein Halbblut, das eigentlich gar nicht so übel ist, wie Ethan feststellen muss. Zweitere ist ein junges Mädchen, das für seinen Geschmack viel zu hartnäckig ist und das er viel zu sehr mag. Beide kann er nicht davor bewahren, mit den Feen in Kontakt zu kommen, und ausgerechnet jetzt ist es gefährlicher denn je: Geisterhafte Wesen tauchen auf, die von Menschen und Feen zugleich vergessen wurden. Nun werden sie dafür kämpfen zurückzukommen – um jeden Preis. „The Lost Prince“ liest man am besten, wenn man schon die vorangegangene Reihe, „The Iron Fey“, kennt. Zwar versteht man das Buch auch so recht gut, doch Meghans Geschichte fügt zu diesem Buch ein paar Ebenen hinzu, auf denen es gleich noch mehr Spaß macht, und sei es nur, dass man sich so über das Wiedersehen mit einigen Charakteren freuen kann. So weiß man auch schon in etwa, womit man rechnen kann. Julie Kagawas Schreibstil ist nach wie vor ein einfacher, der durchaus ins Detail geht, nie aber zu ausladend wird und sich letztlich schnell weglesen lässt. Auch was die Geschichte angeht, wird wieder eine Reise geboten, die quer durch das Nevernever, aber hier auch vor allem durch die Menschenwelt führt. Stillstand ist etwas, das vielleicht den Feen nützen könnte, in den Büchern aber nicht vorkommt. Nicht immer ist das Ziel dieser Reise ganz klar, doch früher oder später taucht der rote Faden wieder auf und weiter geht’s. Was dem Buch fehlt, ist unnötiges romantisches Drama und ich kann nicht behaupten, dass es mir fehlen würde. Ethan ist nun einmal nicht wie seine Schwester und es bleibt zu hoffen, dass er auch in Zukunft keine „Ich probier es mal mit meinem besten Freund“-Aktionen bringt, bei denen von vornherein klar ist, dass aus dieser Beziehung absolut nichts wird. Er ist auch ganz gewiss kein kleiner Junge, der als stark beschrieben wird, sich letztlich aber überhaupt nicht selbst verteidigen kann; im Gegenteil. Seit jeher kämpft er gegen die Feen und versucht, die Menschen um ihn herum so gut es geht herauszuhalten. Er versucht vor allem, seine Familie zu verteidigen und auch wenn ihm keine Feenmagie zur Verfügung steht, so hat er gelernt, mit Waffen umzugehen. Er braucht also nicht zwangsläufig ständig einen Retter – was nicht heißt, dass Hilfe nicht gern gesehen ist – und damit ist er ein wesentlich angenehmerer Protagonist als Meghan. Natürlich kann das alles nicht ganz ohne Drama vonstattengehen, doch es ist einmal erfrischend anders, dass nicht ausgerechnet die klassische Romeo-und-Julia-Konstellation im Vordergrund steht. Auch wenn sie vorhanden ist, so betrifft das keineswegs Ethan und Kenzie – Probleme gibt es auch bei diesen beiden, nicht aber weil ihre „Familien“ miteinander verfeindet sind. Alles ist das auch nicht; verständlicherweise ist Ethan sehr wütend auf seine Schwester, auch wenn er ihr in vielen Dingen unrecht tut. Gerade während dieser Parts musste ich besonders mitleiden und habe mir gewünscht, dass sie doch endlich vernünftig miteinander reden! Ethans Gegenpart, Kenzie, ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Sie ist ein junges, forsches Mädchen, das entschlossen ist, zu tun, was getan werden muss, um ihre Ziele zu erreichen, ohne dabei jedoch auf anderen herumzutrampeln. Sie hat ihre ganz eigene Bürde zu schleppen und ist, ganz kurz gesagt, einfach liebenswert. Gleiches gilt nicht unbedingt für Keirran, der aber ein bisschen Kontroverse mit in das Buch hineinbringt. Denn wie zu erwarten, sind die meisten nicht sonderlich erfreut über das Auftauchen der vergessenen Feen, die ihre Existenz bedrohen. Einiges erinnert an das Auftauchen der Iron Fey damals, bei denen erst nach und nach gezeigt wurde, dass sie eigentlich gar nicht so übel sind. Hier nun ist die erste Reaktion Abweisung. Was diese Neuankömmlinge tun, kann nicht gutgeheißen werden und doch … und doch. Müssen sie wirklich alle so sein? Gibt es vielleicht andere Lösungen – für sie und ohne dass sie erneut ausgelöscht werden? Es ist ein bisschen schwierig, Gut und Böse herauszupicken, da jede Seite ihre starken und schwachen Argumente hat. Daher braut sich nicht nur zwischen den Feen ein Konflikt auf, auch im Leser selbst: Welche Seite vertritt man, auf welches Ende wird gehofft? Ich kann nicht behaupten, dass ich diese Frage jetzt schon für mich beantworten kann und bin gespannt, was noch auf uns zukommt. Daneben gibt es noch so einige Punkte, bei denen ich gespannt bin, worauf sie am Ende hinauslaufen. Da wäre Kenzie zum einen, dann aber auch die Beziehung zwischen Meghan und Ethan, genauso die Verbindungen zwischen anderen Charakteren, die bisher nur angedeutet wurden oder aber weder richtig vorhanden sind noch vorhanden sein sollen – und bei denen der Grund dafür noch im Dunkeln liegt. Es gibt genügend Details und Fragen, die alles andere als geklärt sind, ohne das Buch unabgeschlossen wirken zu lassen. Ich für meinen Teil freue mich auf das Kommende. Julie Kagawa bietet in „The Lost Prince“ vieles, was wir schon aus bisherigen Büchern kennen, aber letzten Endes macht es doch wesentlich mehr Spaß. Das hat den einfachen Grund, dass Ethan ein wesentlich angenehmerer Protagonist als seine Schwester ist. Kombiniert mit keiner schlichten Schwarz-Weiß-Charakterisierung, einer Menge Drama, das nicht nur mit Liebe zu tun hat, und dem typischen, leicht zu lesenden Schreibstil, ergibt das kurzweilige Leseunterhaltung.

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  • Rezension zu "The Lost Prince" von Julie Kagawa

    The Lost Prince

    IraWira

    19. January 2013 um 19:13

    Gerade bei längeren Buchreihen, ist es ja immer ein Wagnis, wenn man sich an den neuesten Band rantraut. Wie oft musste ich schon feststellen, dass ich mir den xten band einer Reihe dann doch besser erspart hätte, aber... "The Lost Prince" gehört definitiv nicht zu diesen Reinfällen, im Gegenteil, sowohl von der Geschichte her als auch vom Erzählstil her, hat er mir unwahrscheinlich gut gefallen! Die Erzählung wird aus der Sicht von Ethan, dem Bruder von Meghan, der Königing des Eisernen Hofes erzählt. Ethan ist durch seine Fägigkeit, Feen, Elfen und andere übernatürliche Wesen sehen zu können, von klein auf immer wieder Zielscheibe für Angriffe und bösartige Streiche der übernatürlichen Wesen gewesen, die teilweise auch seine Freunde gefährdet haben. Um sich und alle um sich herum zu schützen, hat er sich deshalb in sich zurückgezogen und weist alle Menschen zurück. Nicht zum ersten Mal muss er an einer neuen Schule anfangen, sein schlechter Ruf eilt ihm schon voraus und er bemüht sich sehr, diesem gerecht zu werden. Trotzdem funktioniert es diesmal nicht ganz so wie gedacht, Kenzie St.James lässt sich nicht einfach so abwimmeln und als auch noch Todd, der Halb-Pouhka mit ins Spiel kommt, wird Ethan schnell klar, dass er diesmal nicht drumrum kommt, sich auf andere Menschen einzulassen, zumal er mit einer Feenart konfrontiert wird, die er noch nie gesehen hat und die schrecklicher und gefährlicher sind als alle Wesen, denen er jemals vorher begegnet ist. Diese Gefahr treibt ihn genau dorthin, wo er um keinen Preis der Welt jemals wieder hin wollte - zurück ins Nevernever.... Der gewohnte lebhafte und fesselnde Schreibstil, sympathische Charaktere und eine weitere gute Story, lassen auch diesen Band wieder zu einem Lesegenuss werden. Klare Leseempfehlung von mir, allerdings denke ich, man sollte auf jeden Fall die ersten Bände schon gelesen haben. Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen, aber viele Zusammenhänge werden einem einfach aus dem Kontext der Reihe erst wirklich deutlich.

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  • Rezension zu "The Lost Prince" von Julie Kagawa

    The Lost Prince

    books_and_senses

    07. December 2012 um 23:06

    Was.Für.Ein.Buch! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Wer meinen Blog regelmäßig besucht, weiß bestimmt, dass ich ein großer Fan der Plötzlich Fee Reihe (EN: The Iron Fey) von Julie Kagawa bin. Ich habe die ersten 4 Bände quasi verschlungen und werde sie mit Sicherheit nie nie nie wieder hergeben und noch ein paar Mal lesen. Als dann rauskam, dass es eine Spin-Off Reihe geben wird, in der Ethan, Meghans Bruder, die Hauptrolle spielen wird, war mir natürlich sofort klar, dass ich auch diese Reihe lesen muss. Meine Erwartungen an das Buch waren dementsprechend sehr hoch und die Chance, dass das Buch mich enttäuschen könnte, ebenso. Abeeerrrr.... es hat mir unglaublich gut gefallen, wenn es auch ein paar Aspekte gab, die nicht ganz meinen Vorstellungen entsprochen haben. Was man eigentlich nicht extra erwähnen muss ist, dass das Buch aus Ethans Perspektive, in der Ich-Form geschrieben ist. Dass Julie Kagawa ihren weiblichen Leserinnen auch männliche Protagonisten näher bringen kann, hat sie bereits in Plötzlich Fee Frühlingsnacht bewiesen, welches aus der Sicht von Ash geschrieben ist. Ich konnte mich also gut in Ethan hineinversetzen. Obwohl... Anfangs ist er ein echter Idiot. Entschuldigt wenn ich das sage, aber zu Beginn ist er einer dieser typischen Jugendbuch-Bad-Boys: gutaussehend, aber unnahbar und echt fies und miesepetrig. Der Typ, dem alle Mädchen (aus welchem Grund auch immer) total verfallen, ohne ihn zu kennen. "Was ist bloß aus dem süßen kleinen Ethan geworden?", war mein erster Gedanke. Er ist mit seinen 17 Jahren ziemlich verbittert, kalt und unglücklich. Schuld daran sind die Feen, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgen, einfach nur, weil er sie sehen kann. Er ist aber auch verbittert, weil Meghan ihn einfach im Stich gelassen hat. Er denkt, sie hat kein Interesse mehr an ihm und ihrer Familie. Seine Mutter leidet sehr darunter und deswegen ist er noch wütender auf sie und verspürt einen regelrechten Hass auf Ash, weil er es war, der ihm Meghan fortgenommen hat. Natürlich konnte ich ihn und seine Abneigung gegenüber den Feen verstehen, aber seine Einstellung fand ich dennoch schlimm. Er war mir deswegen aber nicht unsympathisch, ich habe viel eher Mitleid mit ihm gehabt. Alles was er tut, tut er aus guten und auch selbstlosen Gründen und wird dabei leider immer selbst verletzt. Ethan und ich hatten also keinen reibungslosen Start in sein Abenteuer, aber ich war mir sicher, es wird sich schon noch zeigen, aus welchem Holz er wirklich geschnitzt ist. Dann taucht Kenzie auf. Selbstbewusst, dickköpfig, neugierig, sarkastisch und humorvoll. Ich habe sie vom ersten Moment an geliebt und wusste, die beiden sind eine interessante Kombination. Sie ist im nämlich ebenbürtig, was die Sprüche angeht und lässt sich von seiner kalten Art nicht abschrecken, sondern geht gelassen und ziemlich witzig damit um. So lockt sie Ethan nach und nach aus seiner Deckung. Sie lernt ihn besser kennen, aber auch als Leser bekommt man einen besseren Eindruck von Ethan und man merkt, dass unter der harten Schale durchaus ein weicher Kern steckt. Je mehr man über Ethans Vergangenheit lernt, desto mehr versteht man auch, wieso er so "schwermütig" geworden ist. Er hat wirklich einiges durchgemacht, um das man ihn nicht beneidet. Sein Leben wird aber dann erst richtig auf den Kopf gestellt, als eine Halb-Fee, mit der er mehr oder weniger "befreundet" ist, entführt wird und Ethan rausfindet, dass es noch mehr solcher Fälle gibt. Dann tauchen Feen auf, die sich selbst "The Forgotten" nennen, also Feen, die in Vergessenheit geraten sind. Wer von euch Plötzlich Fee Winternacht gelesen hat wird sich vermutlich noch an das Dorf erinnern, in das solche Feen normalerweise zum Sterben gehen. In The Lost Prince spielt diese "Gattung" eine entscheidende und auch bedrohliche Rolle. Es kommt, wie es kommen muss und Ethan landet ungewollt im Nimmernie, den Ort, den er so sehr hasst, zusammen mit Kenzie... Von da an beginnt... HALT! Erst sollte ich euch wohl verraten, wer natürlich wieder mit dabei ist: Grimalkin! Schnippisch, allwissend und Kater wie eh und jeh! Hach, was habe ich mich gefreut! Er ist in Höchstform und hat die Lesestunden sehr bereichert. Aber wo war ich.. ach ja: Im Nimmernie angekommen beginnt für Ethan und Kenzie ein Abenteuer, das beide an ihre Grenzen bringt. Doch die beiden sind nicht allein. Ihr "Team" wird durch Keirran verstärkt und später noch durch eine andere Fee. Keirran. Keirran... klingelt da was bei euch? Ja? Gut, denn er ist es wirklich... Wahnsinn, oder? Ich muss zugeben, ich hatte ihn mir etwas anders vorgestellt. Er ist.. mh... wie sage ich das am besten... jemand, der gerne blöde Entscheidungen trifft und für Trubel sorgt? Er erinnert mich nicht wirklich an seine Eltern. Ich mochte ihn schon, aber wirklich begeistert war ich nicht von ihm. Bei ihm ist es wie bei Ethan: Er hat es nicht immer leicht und seine Gründe sind eigentlich immer gut, deswegen ist es auch hier eher Mitleid, das man verspürt, als Abneigung. Ich hoffe einfach, in den kommenden Bänden ändert sich das noch etwas. Die Handlung in The Lost Prince ist unglaublich mitreißend, weswegen ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen habe. Hinweise suchen, Theorien aufstellen, sich über den Kater ärgern, Angst vor den Vergessenen haben... all das hält einen ganz schön auf Trab. Das Ende ist nicht vorhersehbar und hat, oh Wunder, keinen miesen, gemeinen Cliffhanger, aber unbedingt sofort weiterlesen will man trotzdem. Die Charaktere ändern sich auf ihrer "Reise" sehr und die Entwicklung ist am Ende noch nicht vollkommen abgeschlossen, weswegen man von keinem von ihnen wirklich sagen kann, was da wohl noch kommen wird. Ich mochte die Konstellation von Ethan, Kenzie, Keirran und Annwyn sehr gerne. Gut ist nämlich, dass es mal KEIN Liebesdreieck gibt! Wuhuuu! Ethan hat also keinen Konkurrenten, wenn es um Kenzie geht. Dennoch ist die Beziehung der beiden zueinander nicht ganz einfach, weil beide so ihre Hemmungen haben, sich dem andern zu öffnen. Ich fand die beiden einfach toll zusammen. Ethan verliert einen Großteil seiner Bitterkeit und Kenzie lernt durch ihn Dinge kennen, die ihr viel bedeuten. Romantisch ja, aber fern ab von Kitsch und sehr, sehr berührend. So und jetzt denkt ihr euch bestimmt: "Was labert die so rum? Interessiert mich nicht! Was ich WIRKLICH wissen will ist: Kommen Meghan, Ash und Puck wieder vor???" Die gute Nachricht ist, ja, das Trio taucht wieder auf. Die schlechte ist, es ist nur kurz. Meghan trifft man nur einmal, Ash zweimal, ebenso Puck. Sie alle haben sich verändert, aber dadurch, dass man so wenig Zeit mit ihnen hatte, erfährt man nicht, wie es ihnen wirklich geht... Das fand ich echt sehr sehr traurig! Auch hier hoffe ich einfach mal auf die Folgebände, in denen Ethan sich hoffentlich mehr Zeit nehmen wird, mehr über das Eiserne Königreich zu erfahren. Ich könnte noch viel viel mehr schreiben, aber das würde dann zu weit führen und zu viel spoilern. FAZIT Julie Kagawa. Ethan. Das Nimmernie. Abenteuer. Grimalkin.... muss ich echt noch mehr sagen? Ich denke, wer die Plötzlich Fee Reihe gelesen hat (und das sollte man unbedingt, bevor man sich der Spin-Off Reihe widmet) und ebenso toll fand wie ich, dem wird auch The Lost Prince sehr gut gefallen. Es ist etwas "schwergängiger" als die erste Reihe, was einfach an Ethans Charakter zu Beginn des Buches liegt. Ich bin mir aber sicher ihr werdet ihn dann auch lieb gewinnen, wie ich es getan habe. Die anderen Charaktere, bekannte und unbekannte, sind ebenso greifbar, brauchen aber noch etwas, bis sie sich voll entfalten. Ich denke, man darf gespannt sein, was noch kommt...Besser als die erste Reihe? Nein, aber dennoch ein Must-Read für alle Iron-Fey Fans!

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  • Rezension zu "The Lost Prince" von Julie Kagawa

    The Lost Prince

    Shiku

    16. October 2012 um 08:38

    Dreizehn Jahre sind vergangen, seit Ethan Chase von Feen ins Nevernever entführt und von seiner Halbschwester wieder zurückgeholt wurde. Seitdem ist viel geschehen: Meghan ist nun endgültig Teil der Feenwelt und kehrt nicht wieder zurück, doch andere Feen lassen den jungen Mann nicht in Ruhe. Er kann sie sehen und das wissen sie. Immer wieder machen sie ihm das Leben zur Hölle, und bringen ihn in Situationen, denen er anderen Menschen nicht erklären kann. Mittlerweile vollkommen pessimistisch hält er sich von Feen und Menschen zugleich fern, um seine Ruhe zu haben und niemanden zu gefährden. Doch dann trifft er auf Todd und Kenzie – ersterer ist ein Halbblut, das eigentlich gar nicht so übel ist, wie Ethan feststellen muss. Zweitere ist ein junges Mädchen, das für seinen Geschmack viel zu hartnäckig ist und das er viel zu sehr mag. Beide kann er nicht davor bewahren, mit den Feen in Kontakt zu kommen, und ausgerechnet jetzt ist es gefährlicher denn je: Geisterhafte Wesen tauchen auf, die von Menschen und Feen zugleich vergessen wurden. Nun werden sie dafür kämpfen zurückzukommen – um jeden Preis. „The Lost Prince“ liest man am besten, wenn man schon die vorangegangene Reihe, „The Iron Fey“, kennt. Zwar versteht man das Buch auch so recht gut, doch Meghans Geschichte fügt zu diesem Buch ein paar Ebenen hinzu, auf denen es gleich noch mehr Spaß macht, und sei es nur, dass man sich so über das Wiedersehen mit einigen Charakteren freuen kann. So weiß man auch schon in etwa, womit man rechnen kann. Julie Kagawas Schreibstil ist nach wie vor ein einfacher, der durchaus ins Detail geht, nie aber zu ausladend wird und sich letztlich schnell weglesen lässt. Auch was die Geschichte angeht, wird wieder eine Reise geboten, die quer durch das Nevernever, aber hier auch vor allem durch die Menschenwelt führt. Stillstand ist etwas, das vielleicht den Feen nützen könnte, in den Büchern aber nicht vorkommt. Nicht immer ist das Ziel dieser Reise ganz klar, doch früher oder später taucht der rote Faden wieder auf und weiter geht’s. Was dem Buch fehlt, ist unnötiges romantisches Drama und ich kann nicht behaupten, dass es mir fehlen würde. Ethan ist nun einmal nicht wie seine Schwester und es bleibt zu hoffen, dass er auch in Zukunft keine „Ich probier es mal mit meinem besten Freund“-Aktionen bringt, bei denen von vornherein klar ist, dass aus dieser Beziehung absolut nichts wird. Er ist auch ganz gewiss kein kleiner Junge, der als stark beschrieben wird, sich letztlich aber überhaupt nicht selbst verteidigen kann; im Gegenteil. Seit jeher kämpft er gegen die Feen und versucht, die Menschen um ihn herum so gut es geht herauszuhalten. Er versucht vor allem, seine Familie zu verteidigen und auch wenn ihm keine Feenmagie zur Verfügung steht, so hat er gelernt, mit Waffen umzugehen. Er braucht also nicht zwangsläufig ständig einen Retter – was nicht heißt, dass Hilfe nicht gern gesehen ist – und damit ist er ein wesentlich angenehmerer Protagonist als Meghan. Natürlich kann das alles nicht ganz ohne Drama vonstattengehen, doch es ist einmal erfrischend anders, dass nicht ausgerechnet die klassische Romeo-und-Julia-Konstellation im Vordergrund steht. Auch wenn sie vorhanden ist, so betrifft das keineswegs Ethan und Kenzie – Probleme gibt es auch bei diesen beiden, nicht aber weil ihre „Familien“ miteinander verfeindet sind. Alles ist das auch nicht; verständlicherweise ist Ethan sehr wütend auf seine Schwester, auch wenn er ihr in vielen Dingen unrecht tut. Gerade während dieser Parts musste ich besonders mitleiden und habe mir gewünscht, dass sie doch endlich vernünftig miteinander reden! Ethans Gegenpart, Kenzie, ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Sie ist ein junges, forsches Mädchen, das entschlossen ist, zu tun, was getan werden muss, um ihre Ziele zu erreichen, ohne dabei jedoch auf anderen herumzutrampeln. Sie hat ihre ganz eigene Bürde zu schleppen und ist, ganz kurz gesagt, einfach liebenswert. Gleiches gilt nicht unbedingt für Keirran, der aber ein bisschen Kontroverse mit in das Buch hineinbringt. Denn wie zu erwarten, sind die meisten nicht sonderlich erfreut über das Auftauchen der vergessenen Feen, die ihre Existenz bedrohen. Einiges erinnert an das Auftauchen der Iron Fey damals, bei denen erst nach und nach gezeigt wurde, dass sie eigentlich gar nicht so übel sind. Hier nun ist die erste Reaktion Abweisung. Was diese Neuankömmlinge tun, kann nicht gutgeheißen werden und doch … und doch. Müssen sie wirklich alle so sein? Gibt es vielleicht andere Lösungen – für sie und ohne dass sie erneut ausgelöscht werden? Es ist ein bisschen schwierig, Gut und Böse herauszupicken, da jede Seite ihre starken und schwachen Argumente hat. Daher braut sich nicht nur zwischen den Feen ein Konflikt auf, auch im Leser selbst: Welche Seite vertritt man, auf welches Ende wird gehofft? Ich kann nicht behaupten, dass ich diese Frage jetzt schon für mich beantworten kann und bin gespannt, was noch auf uns zukommt. Daneben gibt es noch so einige Punkte, bei denen ich gespannt bin, worauf sie am Ende hinauslaufen. Da wäre Kenzie zum einen, dann aber auch die Beziehung zwischen Meghan und Ethan, genauso die Verbindungen zwischen anderen Charakteren, die bisher nur angedeutet wurden oder aber weder richtig vorhanden sind noch vorhanden sein sollen – und bei denen der Grund dafür noch im Dunkeln liegt. Es gibt genügend Details und Fragen, die alles andere als geklärt sind, ohne das Buch unabgeschlossen wirken zu lassen. Ich für meinen Teil freue mich auf das Kommende. Julie Kagawa bietet in „The Lost Prince“ vieles, was wir schon aus bisherigen Büchern kennen, aber letzten Endes macht es doch wesentlich mehr Spaß. Das hat den einfachen Grund, dass Ethan ein wesentlich angenehmerer Protagonist als seine Schwester ist. Kombiniert mit keiner schlichten Schwarz-Weiß-Charakterisierung, einer Menge Drama, das nicht nur mit Liebe zu tun hat, und dem typischen, leicht zu lesenden Schreibstil, ergibt das kurzweilige Leseunterhaltung.

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  • Rezension zu "The Lost Prince" von Julie Kagawa

    The Lost Prince

    MartinaBookaholic

    03. September 2012 um 10:22

    Ich war wieder zurück im Nevernever und ich habe den Besuch genossen! Besonders, da es schon eine gewisse Zeit her war und ich auch einige Charaktere darin sehr vermisst habe. . Mir ist bewusst, dass ich voreingenommen bin und die Bücher von Kagawa nicht mehr objektiv bewerten kann, weil ich einfach an Fan von ihr und ihrer Welt voller Feen bin. Andere dürfte dieses Buch vielleicht nicht so gefallen wie mir, ich sehe nämlich auch die Schwachstellen in der Geschichte und bei den Charakteren, aber trotzdem war ich begeistert – so ist es wohl immer, wenn man verliebt ist, so wie ich in ihre Geschichten. Und auch ihr Schreibstil ist wie immer grandios, mit wundervollen und traumhaften Beschreibungen der Szenerie – malerisch wie auf einem Gemälde. . Dieses Buch handelt also nun von dem kleinen Bruder von Meghan, Ethan Chase, der gar nicht mehr so klein und lieb ist, wie wir ihn in der Plötzlich Fee Reihe kennengelernt haben, sondern er ist ganz schön bockig, widerspenstig und groß geworden–gut gebaut und attraktiv. (Schaut euch nur das Cover an! ^^) . Ethan kann seit jeher die Feen sehen, verheimlicht das aber, weil sie ihm nur Ärger einhandeln, mächtigen Ärger, was dazu führt, dass Ethan sich zurück gezogen hat und ein mehr oder weniger einsames, tristes Leben führt. Die einzigen die von seiner Fähigkeit wissen, sind Meghan, die in das Feenland abgehauen ist und seine Mutter, die über diese Dinge aus Angst nicht mit ihm spricht. Er ist also ganz auf sich allein gestellt. Daher ist es nachvollziehbar, dass er ein ziemlicher Miesepeter ist, zumindest zu Beginn. Natürlich ändert das seine Bekanntschaft mit Kenzie, wo wir auch schon beim weiblichen Hauptcharakter wären. . Beide, Ethan und Kenzie, haben mir sehr gut gefallen und man konnte sich gut mit ihnen einlassen. Sie gaben es gutes Pärchen ab, ein nettes hin und her. Wobei ich gestehen muss, dass Ethan mich doch sehr an Ash erinnert, mit seiner oft miesen Laune und seinem ständigen Gebrummel. Dafür ist aber Kenzie komplett anders als Meghan! Sie ist eine widerspenstige, sture, freche und starke Persönlichkeit und hat kein einziges Mal gejammert, obwohl auch sie einige harte Dinge zu bewältigen hat. Ich glaube, für mich ist sie nun eine meiner neuesten Lieblingscharaktere und ich finde sie toll, wirklich toll und ich freue mich schon auf den nächsten Teil um mehr von ihr zu lesen. . Leider konnte ich aber nicht ganz so mitfiebern, wie bei der ersten Reihe, was wohl daran liegt, dass Ethan die Geschichte erzählt und dadurch ganz klar, weniger auf die Gefühle eingegangen wird, die in ihm herrschen. Oft ist es mir auch so gegangen, dass er ständig und zu oft über das gleiche Problem grübelte, obwohl es schon besprochen wurde und ich fürchte, dass dies auch in den nächsten Teil noch so weitergehen wird. Aber ich freue mich trotzdem darauf, besonders weil ich auch wissen will, wie es mit den anderen Charakteren weitergeht. Besonders mit Keeiran und Annwyln. . Schade finde ich aber, dass wenig von Ash, Meghan dabei war – war ja für mich klar war. Aber das auch Puck und Grimalkin sehr abwesend waren, hat mich doch überrascht. Hatte für Puck gehofft, dass er wieder eine nette Nebenrolle bekommt und dieses Mal sein Happy End kriegt, aber leider nein. Und statt Grimalkin hat diese Razor die stetigere Rolle neben den Hauptfiguren bekommen, wobei es beim ersten Mal ja noch lustig war, als er ‚Bad Kitty’ gezirpt hat, dann aber nicht mehr so. Schade, schade. . Auch ist es von der Handlung her nicht sehr überraschend gewesen, Teile habe ich voraus gesehen und wurden mir dann auch bestätigt, wie zb. Die Sache mit der Königin oder das mit Kenzie. Da hat Kagawa wohl schon zu früh darauf hingewiesen, wie auch die Sache mit den ‚Forgotten’ war kein Überraschungseffekt mehr dabei. Aber ich denke dass sehe ich eher so, weil ich die anderen Bücher schon alle gelesen habe. Für jemanden der ‚Plötzlich Fee’ noch nicht kennt, bietet das Buch mehr neues. Dafür ist aber auch die Wiedersehens-Freude bei den Charakteren aus der anderen Reihe nicht da. Also hat alles seine Vorteile. Aber ich denke, man kann dieses Buch auch lesen, ohne vorher die Plötzlich Fee Reihe gelesen zu haben. Es wird alles erklärt und man kann der Geschichte auch ohne Vorwissen folgen. Für mehr Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/08/30/rezension-the-lost-prince/

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