Julie Kenner Blood Lily Chronicles - Erwachen

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Inhaltsangabe zu „Blood Lily Chronicles - Erwachen“ von Julie Kenner

Nach dem Tod ihrer Mutter hat Lily Carlyle versprochen, ihre jüngere Schwester zu beschützen. Als diese angegriffen wird, schwört Lily, sich an dem Schuldigen zu rächen. Das gelingt ihr auch, doch dabei verliert sie ihr eigenes Leben. Anstatt zu sterben erhält sie vom Himmel eine zweite Chance, unter der Bedingung, dass sie sich den Kräften des Guten anschließt. Und kurz darauf erwacht sie im Körper der toten Alice Purdue. Alice ist unter rätselhaften Umständen gestorben, und Lily beschließt, Genaueres über ihren Tod in Erfahrung zu bringen. Da begegnet ihr der mysteriöse und gut aussehende Deacon Camphire, der ein finsteres Geheimnis verbirgt.

Ein tolles Buch, mit spannenden Szenen und unerwarteten Wendungen :)

— CandyCherry

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  • Rezension zu "Blood Lily Chronicles 01" von Julie Kenner

    Blood Lily Chronicles - Erwachen

    Rosenmaedchen

    03. November 2011 um 17:16

    Nach dem Tod ihrer Mutter hat Lily Carlyle versprochen, ihre jüngere Schwester Rose zu beschützen. Als diese verfolgt, gefoltert und vergewaltigt wird, schwört sich Lily sich an dem Schuldigen, namens Lucas Johnson, zu rächen. Das gelingt ihr auch, doch dabei verliert sie ihr eigenes Leben. Anstatt zu sterben erhält sie vom Himmel eine zweite Chance, unter der Bedingung, dass sie sich den Kräften des Guten anschließt. Kurz darauf erwacht sie im Körper der toten Alice Purdue. Alice ist unter rätselhaften Umständen gestorben, und Lily beschließt, Genaueres über ihren Tod in Erfahrung zubringen. Dabei begegnet ihr der mysteriöse und gut aussehende Deacon Camphire, der ein finsteres Geheimnis verbirgt. Ist er etwa für Alices Tod verantwortlich? •●• Das Buch stand schon länger auf meiner Wunschliste, der Inhalt klingt sehr interessant. Ich lese sehr gern Urban-Fantasy und als eine Freundin sich es gekauft hatte, habe ich es mir ausgeliehen. Und es trifft wirklich ganz meinen Geschmack. Der Titel „Erwachen“ ist übrigens sehr passend gewählt wurden, da die Hauptperson ja stirbt und anschließend in einem anderen Körper wieder aufwacht, was eines der Hauptthemen des Buches ist. ~ Schon nach den ersten Sätzen merkt man den lockeren und fesselnden Schreibstil der Autorin. Sie versetzt einen richtig in die Hauptperson Lily rein, so als wäre man die handelnde Person. Lily ist einem dabei sofort sympathisch, wie eine gute Freundin, die man Jahre nicht gesehen hat. Auch ziehen sich sarkastische und zynischen durch das Buch, was mir persönlich sehr gefallen hat. Ich liebe es, wenn ich neben ernster, kalter Handlung auch mal lächeln und grinsen kann. Die Handlung direkt beginnt sofort mit dutzenden Fragen und spannenden Gegebenheiten. Dabei ist man als Leser genauso ahnungslos wie Lily und es macht riesigen Spaß, dass alles mit ihr herauszufinden. Auch auf das erste Treffen mit Deacon braucht man nicht lange warten. Jedoch tritt er da ziemlich brutal und gefährlich auf, da er einen Riesen von Mann einfach so durch die Bar schleudert, in der Lily-Alice arbeitet. Immer öfter treffen sie auf einander, was nicht zuletzt Deacon zu verdanken ist, da er Lily regelmäßig beschattet. Die Handlung nimmt ihren Lauf - es gibt überraschende Wendungen, auch wenn sie nur sehr klein sind, die einen zum Lesen weiterverleiten. Immer wieder neue, dutzende Fragen über Alices Leben, ihren mysteriösen Tod, ihre merkwürdige Verbindung zu Deacon usw. Ich kam teilweise von dem Buch gar nicht mehr los. Doch gibt es nicht nur Fragerunden. Die vielen, gut geschriebenen Kampfszenen machten die Handlung abwechslungsreich und lockerten so manche, mit Fragen überflutete, Szene auf. Gegen Ende merkt man, dass nicht jeder das ist, was er anfangs zu sein scheint. Viele Personen haben einen anderen Charakter, die Autorin täuscht ihre Leser sehr. Da ich so etwas niemals gedacht hätte und auch nicht bemerkt hatte, kam das für mich sehr überraschend. Aber es war so gut! Doch das Ende selbst war für mich viel zu abrupt. Es bricht einfach mitten in der Handlung ab, und lässt einen mit sehr vielen Fragen zurück. Zum Glück gibt es schon den zweiten Band. ~ Lily war, vor ihrem Tod, eine einfache junge Frau. Sie hatte nicht viel Geld, keinen anständigen Job. Ihre Mutter verstarb vor wenigen Jahren, ihr Stiefvater interessiert sich nicht für sie oder ihre kleine Schwester Rose, welche ein traumatisches Erlebnis durchleben musste und Lily mehr denn je braucht. Lily hat sich einfach so durchs Leben geboxt, die unmöglichsten Jobs getan, um an Geld zu kommen und dabei vor allem versucht, ihre Schwester zu beschützen. Doch das misslang ihr in dem Moment, wo Johnson sich Rose schnappte. Trotzdem hätte sie alles das nicht gemeistert, wenn sie keine so starke und taffe Frau wäre. Als sich Lily dann in einem fremden Körper und einem fremden Leben wiederfindet, merkt man, wie groß die Unterschiede zwischen den beiden Frauen waren. Im Gegensatz zu Lily hatte Alice eine liebe Familie, einen Job, sie hätte studieren können, sie hatte Freunde. Man hätte sie bei ihrem Tod vermisst. Alice führte ein gutes Leben, und nun stolpert Lily da rein, die nichts davon je so wirklich besessen hat. Sie muss sich in ihrem neuen Leben zurechtfinden ohne aufzufallen, und das ist ziemlich schwer, wenn man nichts über die Person, die man nun ist, weiß. Nebenbei muss sie noch trainieren und die Welt retten. Denn sie wurde dazu auserkoren, die neunte Pforte der Hölle zu schließen, damit keine Dämonen mehr auf die Erde kommen. Das alles im Gesamtbild ist eine sehr interessante Idee. ~ Doch auch Lily schafft nicht alles und steckt mit der Zeit in einem Zwiespalt. Da wäre ihr altes Leben und die Schuld, die sie gegenüber ihrer Schwester verspürt, da sie mit Lilys Tod nun allein ist und dann ist da jetzt ihr neues Leben, ihre Mission. Sie muss alles hinter sich lassen und vergessen. Doch das will sie nicht. Hier und an weiteren Stellen zeigt sich, dass auch Lily, trotz neuer gefährlicher Fähigkeiten, nicht Superwoman ist, und nicht alles schafft. Das gefällt mir gut. Das ist viel realistischer, als das sie alles schaffen würde, was sie anfängt. Nein, dem ist nicht so. Lily steckt auch viele Niederlagen ein. ~ Deacon hat vom ersten Moment an irgendetwas an sich, was mich fasziniert hat. Er ist ein sehr geheimnisvoller Mann und man kann nur durch einen Vorfall erahnen, dass er einiges durchgemacht hat, weswegen er so geworden ist. Zwischen Lily und ihm ist auch von Anfang an eine gewisse Anziehung vorhanden, die besonders er spürt. So hat er doch für die alte Alice nie etwas empfunden, und das bringt ihn ins Grübeln. Auch hat Deacon etwas Böses an sich, was Lily beim ersten Blick sofort auffällt. Alles stellt ihn in ein sehr mysteriöses Licht, da man einfach nicht weiß, auf welcher Seite er steht. Das bleibt auch bis fast zum Ende so und lässt das ganze spannend werden. Gefallen hat mir, dass diese Anziehung und die Gefühle der beiden vorhanden waren, aber nie wesentlich in den Vordergrund rückten. So blieb immer die Mission im Auge, die Sorge um Rose und das neue Leben, in dem sich Lily befindet. Natürlich spielt Deacon da auch eine Rolle, aber eben nicht die des Liebhabers, und das war sehr erfrischend zu lesen. Auch wenn Lily öfters mit sich rang, ob sie einen kühlen Kopf behalten sollte, oder der Anziehung nachgibt, die sie umgibt. Deacon ist gefährlich, und das weiß sie, doch trotzdem will sie nichts dagegen tun. Doch leider weiß er mehr, als ihr lieb ist, und das hat Folgen. ~ Auch treten noch andere, nicht unwichtige Personen auf. Da wäre erst einmal Clarence, der ein froschähnliches Wesen ist und bei Lily auftaucht, nachdem sie den Körper gewechselt hat. Er sagt selbst, er sei ein Bote Gottes, der Lily helfen soll, mit dem sie aber vor allem anfangs nie sonderlich gut klar kommt. Auch ihr Ausbilder Zane ist nicht so unwichtig. Von ihm bekommt sie eine sehr interessante Fähigkeit, die ihr mehr als einmal den Arsch rettet. Er ist ein atemberaubend, gut aussehender Trainer, der jedoch sehr undurchsichtig dargestellt wird und geheimnisvoll. Irgendwie mag ich ihn, wenn er seinen französischen Charme versprüht und etwas Leid tat er mir auch. •●• Ich habe es geliebt, Lily in ihrem neuen Leben zu begleiten und es hat mir viel Spaß gemacht. Die Figuren fand ich gut ausgearbeitet, es ist mir nie langweilig geworden, da sich die Handlung sehr gut abwechselte. Die letzten 100 Seiten waren die spannendsten, wo sich noch einmal alles änderte. Das Buch war wirklich sehr gut. Das ist wieder ein perfektes Beispiel für gute Urban-Fantasy und ich weiß jetzt wieder einmal, wieso ich dieses Genre so toll finde. Ich hoffe, ich kann baldigst den zweiten Teil lesen, da das Ende wirklich sehr abrupt war.

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  • Rezension zu "Blood Lily Chronicles 01" von Julie Kenner

    Blood Lily Chronicles - Erwachen

    SinjeB

    30. July 2011 um 21:33

    Unentschlossen-wirrer Auftakt zu dämonischer Urban-Fantasy-Trilogie Zum Inhalt: Lily Carlyle war eine ganz normale junge Frau. Nicht sonderlich attraktiv, beruflich kaum ambitioniert. Umso mehr aber war sie von der Sorge um ihre Schwester Rose geprägt und fühlte sich nach dem Tod der Mutter für sie verantwortlich. Als Rose eines Tages in die Fänge eines Mannes, Lucas Johnson, gerät und von diesem gefoltert und missbraucht wird, steht für Lily Roses Schutz an erster Stelle. Mehr noch, sie beschließt, als der Verbrecher davonkommt, ihre Schwester zu rächen. Es gelingt ihr, Johnson zu töten, kommt dabei aber selbst ums Leben. Sie spürt ganz deutlich, wie sie stirbt, doch im nächsten Moment findet sie sich in einem fremden Körper wieder. Nun muss sie sich unter dem neuen Namen Alice nicht nur in diesem Körper und diesem neuen, fremden Leben zurechtfinden, sondern es kommt auch noch ein seltsamer Kerl namens Clarence daher, der ihr weismacht, sie sei die Auserwählte, die die Welt vor Dämonen schützen und dafür sorgen soll, dass die neunte Höllenpforte geschlossen wird. Clarence und ein weiterer undurchsichtiger Mann, Zane, lernen Lily-Alice also an und trainieren sie zur Dämonenjägerin. Zusätzlich tritt Deacon Camphire auf den Plan, der offenbar mit Alice noch etwas zu klären hat, in Lily aber ambivalente Gefühle weckt. Während sie also fleißig beschäftigt ist, Dämonen zu vernichten, versucht sie aber auch, Rose nicht aus den Augen zu lassen, und findet nach und nach mehr über ihre ebenfalls tote Körperspenderin Alice heraus. Frisch fröhlich stolpert Lily blindlings in ihre Weltrettungsaufgabe und erlebt eine faustdicke Überraschung. Meine Meinung: Ich muss vorausschicken, dass ich nicht mehr weiß, wie "Blood Lily Chronicles: Erwachen" in mein Regal gekommen ist, denn Kurzbeschreibung/Klappentext und auch Cover sprachen mich nicht an. Trotzdem habe ich versucht, die Lektüre möglichst ohne Vorurteile in Angriff zu nehmen. Auch wenn der Buchumschlag auf den ersten Blick nicht zu Begeisterungsstürmen veranlasst, hat er doch einen inhaltlichen Bezug, was bedauerlicherweise nicht oft der Fall ist. Zu sehen sind zum einen Lilien, denn die Protagonistin heißt nicht nur Lily, sondern es spielt auch ein Lilientattoo eine wichtige Erkennungsrolle. Im unteren Teil gibt es die genretypische Stadtansicht, über die sich ein Nebel zieht, den der im Hintergrund abgebildete Beau einzuatmen scheint. Mit etwas Fantasie kann man das sicherlich als Synonym für das Besetzen eines anderen Körpers verstehen. Insgesamt leitet die Gestaltung allerdings eher in Romanzenrichtung fehl. Die "Blood Lily Chronicles" sind bislang nämlich überhaupt keine Romanze, wie das Cover der Originalausgabe auch unmissverständlich klarmacht. Protagonistin und Ich-Erzählerin Lily hat zwar einerseits Riesenglück, noch eine Chance zu bekommen, andererseits damit auch mächtig in die Toilette gegriffen, denn wer möchte schon, wenn er getötet wird und noch einmal auf Erden zurückkehren darf, sich abrackern, um das Böse zu bekämpfen. So versucht sie zwar erst einmal, im Leben ihres neuen Körpers Fuß zu fassen, kann dann aber gegen die buffymäßige Berufung nichts mehr machen. Widerspruchlos lässt sie sich von dem seltsamen Männlein, der nach eigenen Angaben kein Engel ist, mitzerren und ausbilden. Wer vertraut denn schon blindlings jemanden, der Clarence heißt und dann auch noch kein Engel ist? Hat die Gute denn nie den Jimmy-Stewart-Weihnachtsklassiker gesehen? Schon der Name Clarence hätte mich aufhorchen und mich sang- und klanglos kehrt machen lassen. Der geübte Urban-Fantasy-Leser weiß natürlich, dass man keinem Charakter trauen sollte, vor allem nicht den übermäßig auf das Gute pochenden Guten. Dabei hat der Leser der Protagonistin aber deutlich etwas voraus, denn die ficht sich hörig übers neue Schlachtfeld, steckt ein, teilt aus, schlüpft durch Portale und lässt sich an der Nase herumführen. Jedenfalls nimmt Lilys Kampfausbildung mehr Zeit in Anspruch als die Geschichte um ihre Schwester Rose, ihren neuen Körper Alice und deren Leben, und als sie endlich die Grauzonen von Gut und Böse erkennt, ist der Roman fast zuende. Es passiert somit über gut zwei Drittel des Romans nichts Wesentliches, sodass man "Erwachen" titelgerecht tatsächlich nur als Vorbereitung für die weiteren Teile der Trilogie auffassen kann. Ob das die Autorin, die eine Vorliebe für das Dämonische zu haben scheint, so beabsichtigt hat, sei einmal dahingestellt. Löblich ist, dass Lily durch ihren Körperwechsel ihre Vergangenheit nicht vergessen hat. Sie ist immer noch Lily, fühlt und denkt wie Lily. Alice Purdue ist lediglich ein Gefäß und Lily vollkommen fremd. Daher widersetzt Lily sich sogar den Anweisungen, nimmt an ihrer eigenen Beerdigung teil und sieht auch nach ihrer Schwester, der sie sich natürlich nicht zu erkennen geben kann. Auch bemüht sie sich trotz aller Kampfausbildung folgerichtig, Näheres über Alice zu erfahren, die ebenfalls ermordet wurde und sogar magische Ambitionen hatte. Die Erklärungen kommen allerdings sehr spät und aufgrund der bereits fortgeschrittenen Seitenzahl arg gedrängt. Für Aufklärung sorgt ausgerechnet der mysteriöse Mann, von dem sie sich fernhalten sollte: Deacon Camphire. Zwar lassen Klappentext und Kurzbeschreibung vermuten, dass dieser als Love Interest viel beizutragen hat, aber seine Auftritte sind begrenzt und, selbst wenn Lilys Körper mit allerlei elektrischem Kribbeln auf ihn reagiert, wenig romantischer Natur. Erst auf den letzten fünfzig Seiten wird seine wahre Identität aufgedeckt, die der mitdenkende Leser sicherlich bereits erahnt haben dürfte. Und da nimmt auch endlich die Handlung tüchtig Fahrt auf und überrascht mit Wendungen. Allein der flotten Sprache der Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist und mit frischen Metaphern wie auch Selbstironie aufzuwarten weiß, ist es zu verdanken, dass "Erwachen" flüssig zu lesen ist und keine Langeweile aufkommt. Am Ende droht Lily, dass sich die Dämonen nun auf eine stinksaure Jägerin gefasst machen können, und es bleibt zu hoffen, dass sie diese Drohung in der Fortsetzung Blood Lily Chronicles 02. Zerrissen auch wahrmacht, denn wirklich Lust auf mehr macht Band 1 leider nicht. Fazit: Auftaktband, der sich viel Zeit für die Neuentwicklung der Protagonistin zur taffen Jägerin lässt und damit noch etwas unentschlossen wirkt. Für rettende Dynamik sorgen schnörkellos flotte Sprache und zahlreiche Kampfszenen. Romanzenhoffnungen werden jedoch kaum genährt. Gesamteindruck 3 von 5 Punkten

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