Julie Klassen Die Ehre der Sophie Dupont

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 10 Rezensionen
(11)
(4)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Ehre der Sophie Dupont“ von Julie Klassen

Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat. Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten. Sophie ist hin und her gerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut? Der neue Roman der Erfolgsautorin Julie Klassen - eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung.

Schöne Geschichte mit gewohnt gutem Schreibstil

— Tonia
Tonia

Ein Feuerwerk des geschriebenen Wortes und somit einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. <3 <3 <3

— YumikoChan28
YumikoChan28

Seit langem mal wieder ein gelungener Roman aus Julie Klassens Feder. Ich habe ihn sehr genossen!

— Smilla507
Smilla507

Stöbern in Historische Romane

Marlenes Geheimnis

Ein absolut gelungenes Lesevergnügen- ein perfektes Buch, mit Geschichte, die mich fesselte, die Emotionen auslöste mit lebendigen Figuren

Buchraettin

Die Stadt des Zaren

Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an St. Petersburg, anhand zahlreicher Einzelschicksale inkl. des Zaren, von 1703-1712

danielamariaursula

Das Ohr des Kapitäns

Wenig Handlung, lange Gespräche zum Erinnerungsaustausch. Wie in einem guten Geschichtsunterricht. Der Schluß kurz und unglaubwürdig.

Wichella

Die Salbenmacherin und die Hure

Mord im mittelalterlichen Nürnberg - und Olivera mittendrin!

mabuerele

Möge die Stunde kommen

Wieder einmal ganz wunderbar geschrieben.

Popi

Die schöne Insel

Ein packender, kurzweiliger und sehr abenteuerlicher Roman, der noch Raum für eigene Fantasien und Schlußfolgerungen läßt

Tulpe29

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Buchbloggerin

    Buchbloggerin

    15. May 2017 um 17:41

    Vielleicht wisst ihr ja schon, dass ich Julie Klassens Romane besonders gerne lese, daher habe ich mich soo gefreut, als ich erfahren habe, dass ein neuer Roman – Die Ehre der Sophie Dupont – von ihr herausgekommen ist (mittlerweile ist aber schon ein neueres Buch raus!). Mir war klar, dass ich das Buch früher oder später lesen muss, ist ja schließlich von Julie Klassen. Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat. Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten. Sophie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut? Der neue Roman der Erfolgsautorin Julie Klassen – eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung. Das Interessante an Julies Geschichten ist immer, dass sie sich zu diesen durch reale Orte inspirieren lässt – diesmal von dem Städtchen Lynmouth in England. Das fiktive Anwesen Overtree Hall, auf dem sich ebenfalls ein Großteil der Handlung abspielt, entspricht dem echten Anwesen Chastleton House. Wer sich das Ganze beim Lesen „der Realität entsprechend“ vorstellen möchte, kann auf der Webseite der Autorin Fotos vom Ort und dem Herrenhaus ansehen. Doch auch ohne, dass ich die Fotos vorher gesehen habe, fiel es mir nicht schwer, mir die Orte im Kopf auszumalen, denn die Beschreibungen im Buch waren sehr gelungen und ich hatte nicht selten Lust, selbst an der Klippe in Lynmouth zu stehen und die Seeluft zu spüren. Captain Black, Stephen, war für mich der männliche (Traum)Protagonist schlechthin – auch wenn seine Ausstrahlung recht düster und er den Beschreibungen nach keine große Schönheit war, mochte ich ihn sofort. Man hat schnell gemerkt, dass er das Kommandieren gewohnt, denn er hat im Krieg gekämpft und eine angesehene Stellung im Militär erreicht. Oft habe ich vergessen, dass er „nur“ der zweite Sohn war und sein leichtsinniger, egoistischer Bruder Wesley der Erstgeborene, der es mit seinen Verantwortungen nicht sonderlich genau nahm. Sophie war mir von ihrer Art her ebenfalls schnell sympathisch geworden. In ihrer zurückhaltenden Art und Haltung stand sie ungern im Mittelpunkt und war ihren Mitmenschen immer freundlich gesinnt. Nach einiger Zeit wurde dem Leser schnell klar, warum sowohl Stephen als auch Wesley sehr angetan von ihr waren. Es fiel mir aber schwer, mir vorzustellen, dass sie den Fehler in ihrer Vergangenheit tatsächlich begangen hat, doch wie sie mit ihrer Situation umgegangen ist, war sehr klug und uneigennützig – was schließlich das Beste für sie war. Der Fokus in diesem Buch lag hauptsächlich auf der Beziehung zwischen Stephen und Sophie. Oft ging es um die Frage, ob er/sie mich liebt, ob die überstürzte Heirat richtig war oder nicht, usw… Ich hätte mir doch mehr gewünscht, dass es nicht so viel darum gehen würde, als mehr um die Beziehung der einzelnen Charaktere zu Gott. Das hat mir ein wenig zu oft gefehlt. Mich haben außerdem einige Szenen gestört, die meiner Meinung nach nicht in einen christlichen Roman gehören. Während mir das erste Drittel des Buches nicht so sehr gefallen hat, fand ich den Rest der Geschichte umso interessanter. Julie Klassen hat gut recherchiert, schön geschrieben und somit einen tollen Roman zustande gebracht. Von mir erhält er 4 von 5 Sterne.

    Mehr
  • Eine schwierige Entscheidung...

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    18. October 2016 um 18:56

    England 1815: Stephen Overtree ist auf der Suche nach seinem Bruder Wesley, der nach Hause kommen soll, um seinem gesundheitlich angeschlagenen Vater bei der Betreuung des Anwesens zu helfen. Doch statt Wesley trifft er auf die junge Künstlerin Sophie Dupont, die als Assistentin ihres Vaters arbeitet. Schnell findet er heraus, dass sie sich in einer Notlage befindet, an der sein Bruder Wesley mitschuldig ist. Um ihre Ehren zu retten entschließt er sich, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Sophie ist hin und hergerissen: Soll sie auf Wesley warten oder das Angebot seines Bruders annehmen? Am Anfang des Buches wusste ich nicht, in welche Richtung die Geschichte führt. Die oben beschriebene Inhaltsangabe wurde innerhalb der ersten 70 Seiten thematisiert. Nach und nach habe ich Orientierung gewonnen, fühlte mich aber erst angekommen, als deutlich wurde, an welchem Ort sich der Großteil der Geschichte abspielen wird. Auch ohne die Orientierung hat es mir großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Wie in vielen Büchern von Julie Klassen handelt es sich auch hier um eine spannende Geschichte mit viel Abwechslung, Handlungen und Geheimnissen. Der Roman lässt sich leicht und schnell lesen. Die Atmosphäre, die durch die historischen und kulturellen Beschreibungen entsteht, hat mir sehr gefallen und es macht Spaß, sich auf dem Alltag in diese andere Welt der reichen und schönen Menschen zu denken. Auch das Thema des Buches finde ich wichtig und gut umgesetzt: Nach welchen Kriterien trifft man Entscheidungen? Welche Rolle kann Gott dabei spielen? Und kann aus allen Konsequenzen immer etwas Gutes entstehen? Das Buch wird aus Stephens und Sophies Sicht, teilweise auch aus Wesleys Sicht geschrieben. Die beiden Brüder sind beide sehr facettenreich dargestellt, dass man auch als Leser nicht weiß, was für eine Entscheidung man Sophie raten soll. Insgesamt ein toller, neuer Roman von Julie Klassen, den ich, wie alle Bücher von ihr, nur sehr weiterempfehlen kann. Wer historische Liebesromane liebt, wird mit diesem Buch sehr viel Freude haben.

    Mehr
  • „Distanz, Overtree, Distanz…“

    Die Ehre der Sophie Dupont
    LEXI

    LEXI

    15. August 2016 um 10:03

    Als der schöne Herzensbrecher Wesley Dalton Overtree der Tochter des Malers Claude Dupont in Lynmouth begegnet, scheint es ihm unmöglich, die nötige Distanz zu der attraktiven zarten Sophie Dupont zu halten. Der junge Adonis überredet sie, ihm Modell zu sitzen und verführt die unschuldige junge Frau. Sophie verliebt sich in den Maler, für den seinerseits stets die Kunst an erster Stelle steht. Nachdem sich ihm eine Mitreisegelegenheit bietet, verschwindet der charmante und leichtlebige Mann jedoch nach Italien und hinterlässt Sophie lediglich ein paar nichtssagende Zeilen zum Abschied. Nachdem kurz darauf unvermutet Wesleys Bruder Stephen in Lynmouth auftaucht, trifft er anstatt seinen Bruder nur dessen kompromittierte Geliebte an. Als Captain der britischen Armee und gottesfürchtiger Mann mit großem Ehrgefühl bietet er Sophie Dupont einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage an und stürzt sie damit in einen großen emotionalen Konflikt…Bereits der Klappentext verspricht eine tief romantische Geschichte mit einigen Verwicklungen. Julie Klassens wunderschöne Sprache und die Handlung dieses Buches erinnern ein klein wenig an die Romane Jane Austens, worauf sie sich im Nachwort auch bezieht. Der erlesene Schreibstil, die exzellente Wortwahl und die behutsam beschriebenen Emotionen der handelnden Personen haben mich zutiefst berührt. Julie Klassen versteht es ausgezeichnet, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Im vorliegenden Buch hat sie sowohl ihre Protagonisten, als auch die Nebenfiguren äußerst überzeugend dargestellt. Im grimmig erscheinenden Stephen Overtree mit seinem markanten Gesicht, seiner grüblerischen Persönlichkeit, seiner ruhigen Selbstsicherheit und der ihm eigenen tiefen Religiosität kreierte sie eine starke Kontrastfigur zu dessen leichtlebigen, sorglosen und das Abenteuer suchenden Bruder Wesley. Abgesehen von Kate Overtree und Sophies Freundin Mavis Thrupton waren meine favorisierten Nebenfiguren definitiv Stephens schrullige alte Kinderfrau Winnie Whitney und Stephens warmherziger Großvater, Colonel George Horton. Die größte charakterliche Entwicklung durchlebte die Person des Carlton Keith. Der ehrenhaft entlassene Leutnant ohne eigenes Vermögen, der sich an der Seite seines Freundes Wesley dem Laster des Trinkens hingab, erstaunte mich im Verlauf des Buches durch seine Läuterung und Umkehr.Das Buch verdeutlicht die schwierige und schier aussichtslose Lage einer kompromittierten jungen Frau im England Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Gesellschaftliche Konventionen werden zwar ebenso thematisiert, bleiben jedoch eher dezent im Hintergrund. Ehre und Pflichterfüllung spielen eine gewichtige Rolle, und zu meiner großen Freude hatte auch der Glaube an Gott hat eine wichtige Position im Buch inne. Speziell bei Stephen Marshall Overtree stellen das Gebet und sein christlicher Glaube wichtige Indikatoren bei all seinen Entscheidungen dar. Durch den Beruf von Wesley, Sophies Vater und Sophies eigener Mitarbeit in der Royal Academy of Arts in Lynmouth wird auch auf die Malerei großes Augenmerk gelegt.Auch die Gestaltung des Buchcovers ist dem Verlag meiner Meinung nach vortrefflich gelungen. Es zeigt die vor einem weißen Fenster stehende, im Profil abgebildete Sophie Dupont bei ihrer Arbeit an einer Portraitskizze, wobei die äußerlichen Beschreibungen der Protagonistin im Buch detailliert umgesetzt wurden. Fazit: Dieser Roman stellt eine exzellente Unterhaltung für Liebhaber historischer Romane mit christlichem Bezug dar, die ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann! Ich empfand „Die Ehre der Sophie Dupont“ als wundervolle, herzerwärmende Lektüre und habe jede einzelne Seite davon zutiefst genossen. Für mich persönlich war dies das bislang beste Buch aus der Feder Julie Klassens und es fiel mir wirklich schwer, mich nach knapp fünfhundert Seiten von den mir vertraut gewordenen Figuren verabschieden zu müssen.

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Ehre der Sophie Dupont" von Julie Klassen

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Arwen10

    Arwen10

    Heute möchte ich euch das neuste Buch von Julie Klassen vorstellen, frisch erschienen im SCM Verlag. Ein großes Dankeschön an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Die Ehre der Sophie Dupont von Julie Klassen Zum Inhalt: Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat. Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten. Sophie ist hin und her gerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut? Der neue Roman der Erfolgsautorin Julie Klassen - eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung. Zur Leseprobe: http://www.scm-haenssler.de/fileadmin/mediafiles/scm_shopproduct/PDF/395717000_Leseprobe.pdf Infos zur Autorin: Julie Klassen arbeitete 16 Jahre lang als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Seitdem hat sie 10 Romane aus der Zeit von Jane Austen geschrieben, von denen 3 den begehrten Christy-Award gewannen. Ihre Geschichten voller Spannung und Romantik begeistern Leserinnen in vielen Ländern. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA). Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 23. Juni 2016, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ? Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

    Mehr
    • 67
  • Innere Schönheit siegt

    Die Ehre der Sophie Dupont
    pallas

    pallas

    24. July 2016 um 12:13

    1815 Devonshire,Captain Stephen Overtree reist an die malerische Küste Devons um seinen Bruder Wesley zu finden. Wesley soll endlich seine Aufgaben als ältester Sohn und Erbe des Hauses ernst nehmen und seinem Vater zur Hand gehen, zumal dieser ernstlich erkrankt ist.Als Stephen in Lynmouth ankommt, stellt er mit Entsetzen fest, dass sich Wesley schon auf dem Weg nach Italien aufgemacht hat. Seine Geliebte und Modell Sophie Dupont, die Tochter eines Malers, hat er entehrt und ließ sie schwanger zurück.Captain Stephen fühlt sich nun verpflichtet die Ehre der jungen Dame zu retten und ihr folglich die Ehe anzubieten. Sophie ist nun von diesem Angebot und ihrer eigentlichen Liebe zu Wesley hin und hergerissen. Sie möchte ihr Kind jedoch keinesfalls in Schande zur Welt bringen und entschließt sich deswegen Captain Stephen, den sie eigentlich gar nicht kennt, zu heiraten. Ist es überhaupt möglich, dass die beiden in ihrer Ehe in Liebe zueinander finden werden? Julie Klassen hat mit dem Roman "Die Ehre der Sophie Dupont" eine emotional sehr bewegende Geschichte geschrieben. Ihre lockere und einfache Sprache ermöglicht es dem Leser sich unbeschwert auf eine große Reise einzulassen, die von Bangen, Hoffnung und Erwartung geprägt ist.Die Autorin  setzt scharf detaillierte Chareterzeichnungen ein, um die Protagonisten eindeutig für die Story wirken zu lassen. Ihre Sprache ist jedoch auch einfühlsam und für die Geschehnisse psychologisch überzeugend gewählt. Somit entsteht im Leser ein authentisches und überzeugend realistisches Kopfkino in der angenehmen Atmosphäre einer Welt Englands des frühen neunzehnten Jahrhunderts.Der Roman zeigt sehr deutlich, wie schwer es zur damaligen Zeit ledige, schwangere Frauen hatten und welch hohen Preis ihnen die Gesellschaft dieser Epoche zahlen ließ. Für diese geächteten Frauen gab es praktisch keine Chance. Die Wege, die diese bedauernswerten Frauen gingen mussten äußerst schwer gewesen sein.Der Glaube spielt in diesem Roman eine große Rolle. Man erfährt wie sich die Proganisten in äußerster Not an Gott  wenden und auf Hilfe hoffen. Gerade dies macht den Roman so glaubwürdig, denn auch wir beten oftmals nur dann, wenn wir uns in einer ausweglosen Situation befinden.Aus meiner Sicht ist dieser Roman sehr wertvoll und ich möchte ihn jedem an's Herz legen, der sich in einer ergreifend-fesselnden Geschichte in historischer Zeit wieder finden möchte. Ich schätze Julie Klassen als eine offensichtlich wahre Meisterin in der Darstellung von Sittengemälden der englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. JH.Ein herzliches Dankeschön an SCM Verlag für diesen zu Herzen gehenden und sehr gelungenen Roman.

    Mehr
    • 2
  • Eine fesselnde Liebesgeschichte!

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Dominika

    Dominika

    23. July 2016 um 19:34

    Meine Beschreibung: 1815 - Devonshire/ England Sophie Dupont ist eine hübsche, junge Frau, die ihrem Vater im Atelier aushilft. Er ist ein berühmter Maler. Eines Tages kommt ein junger Künstler in ihre Gegend und mietet für eine kurze Zeit ein Cottage. Wesley Overtree ist so begeistert von der malerischen Gegend, dass er sie unbedingt auf seiner Leinwand festhalten muss. Mit seinem Charme überredet er Sophie für ihn Modell zu stehen. Er malt sehr viele Bilder von ihr und eines seiner Bilder wird später für Sophie zum Verhängnis. Sophie und Wesley verlieben sich in einander. Doch eines Tages als sie zu ihm kommt, um ihm von ihrer Schwangerschaft zu erzählen, ist Wesley fort. Verreist nach Italien. Für Sophie bricht eine Welt zusammen. Sie fürchtet sich vor der Zukunft. Ein uneheliches Kind bringt Schande über die Mutter und ihre Familie. Und einen Namen, das ihm Schutz bieten soll, hätte es somit auch nicht. Kurze Zeit später kommt Wesleys Bruder, Captain Stephen Overtree, in ihre Gegend, um nach seinem Bruder zu suchen und ihn heim zu bringen, da ihr Vater krank ist und Wesley als Nachfolger sein Erbe antreten soll. Doch er war längst fort. Stattdessen findet er Sophie. Er bietet ihr eine Ehe an, um sie vor der Schade zu bewahren und dem Kind ein Heim und seinen Namen zum Schutz, da er sich sicher war, dass Wesley nicht mehr zurückkehren und sie heiraten würde. Sophie ist hin und her gerissen. Sie liebt den Captain nicht. Noch dazu hatte ihr Wesley so viel Schlechtes über ihn erzählt. Die Entscheidung fällt ihr schwer, doch sie tut es. Und mit der Zeit verliebt sich Stephen in sie. Doch zwischen ihnen ist noch eine Prophezeihung. Stephen würde seinen 30. Geburtstag nicht erleben. Und ausgerechnet in ihren Flitterwochen bricht erneut der Krieg aus, zwischen England und Frankreich. Wird Stephen die Schlacht überleben und zu Sophie und dem Baby zurückkommen oder hat das alte Kindermädchen recht, er würde sterben? Das Buch ist sehr spannend! Ich habe es so gern gelesen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und flüssig. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben, auch ihre Gefühle. Die Geschichte hat eine Mischung von Stolz und Vorurteil (von Jane Austen) und Jane Eyre. Zu meinen Lieblingsfiguren wurden Sophie und Stephen. Sophie ist jung. Sie glaubt an Gott, aber sucht kaum seine Nähe. Geht auch nicht in die Kirche. Die Kunst ist ihre Leidenschaft. Sie hat Geduld mit ihrer Stiefmutter, auch wenn sie von ihr schlecht behandelt wird, und liebt ihre Stiefschwestern. Sophie hat keine Erfahrungen mit Männern. Und ausgerechnet dann kommt der Falsche. Sie öffnet ihm sein Herz und begeht einen großen Fehler. Doch Gott macht aus diesem Fehler etwas Gutes. Das finde ich sehr schön. Es zeigt mir, dass Gott Liebe ist. In ihrer Not fängt Sophie über Gott nach zu denken. Not bringt uns Menschen zu Gott immer näher. Stephen ist ein furchtloser, zielstrebiger und orientierter junger Mann. Er hat einen starken Charakter. Das mag ich an ihm so. Auch wenn seine Schale etwas hart ist, so ist er im Innern gutherzig. Er bekommt Mitleid mit Sophie und versucht ihr zu helfen. Zuerst als Nächstenliebe, später wird es Liebe. Er glaubt an Gott und lebt seinen Glauben aus. Ich finde die Geschichte wunderbar, schön und sehr lesenswert!

    Mehr
  • Die Ehre der Sophie Dupont

    Die Ehre der Sophie Dupont
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    22. July 2016 um 11:54

    Inhalt: Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat. Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten. Sophie ist hin und her gerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut? Der neue Roman der Erfolgsautorin Julie Klassen - eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung.Meine Meinung: Bei diesem Buch habe ich mich anfangs ein wenig schwer getan, mich in die Geschichte einzufinden und mit den Personen warm zu werden, doch von Abschnitt zu Abschnitt wurde es dann doch besser und ich habe mich zum Schluss wirklich wahnsinnig wohl gefühlt. Hätte ich so nicht erwartet. Der Schreibstil von Julie Klassen ist wie auch schon beim letzten Buch, welches ich lesen durfte einfach nur genial. Sie kann einen überzeugen, zeichnet die Charaktere so toll und so einzigartig, dass man sie sich super vorstellen kann und so, dass auch jede Person ihre Eigenheiten hat. Einfach nur klasse (wie auch schon ihr Name sagt). Ich fand den kompletten Handlungsaufbau echt gut gelungen. Man konnte sich richtig gut in den Aufbau einfühlen. Es war wirklich eine Achterbahn der Gefühle, man wusste nie, was als nächstes passiert, da sich alles immer wieder in eine andere Richtung als erwartet, entwickelt hat. Man kann wirklich hoffen, dass wir noch sehr viel von dieser wirklich tollen Autorin hören werden, denn sie verdient es wirklich bekannter zu werden. Fazit: Auf jeden Fall lesen!

    Mehr
  • Wenn das Herz sich entscheiden muss...

    Die Ehre der Sophie Dupont
    YumikoChan28

    YumikoChan28

    09. July 2016 um 19:26

    In einer Zeit, in der die Ehre einer jeden Frau auch über ihren gesellschaftlichen Rang entschied und das zur Welt bringen eines unehelichen Kindes, die größte Schande darstellte, die eine Frau über sich bringen konnte, muss die junge Malerstochter Sophie sich zwischen ihrer Vergangenheit und der Zukunft entscheiden. Inhalt: Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat. Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten. Sophie ist hin und her gerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut? Die Hauptcharaktere: Sophia Magarethe Dupont/ Overtree: Diese junge Frau, die seit ihrer Kindheit nur Sophie gerufen wird, ist die Tochter eines Malers aus Devonshire. Sie assestiert ihrem Vater in dessen Atelier. Als sie jedoch Wesley Overtree begegnet, ändert sich ihr Leben für immer. Von ihm in einer misslichen Lage zurück gelassen, muss sie sich Hals über Kopf zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden... Captain Stephen Marshall Overtree: Stephen ist der jüngere der beiden Overtree Brüder und ist es gewohnt, für seinen älteren Bruder ständig die Verantwortung zu übernehmen. Er reist nach Devonshire, um seinen Bruder nach Hause zu holen, muss aber entsetzt feststellen, dass dieser sich nach Italien abgesetzt hat und die arme Sophie in einer schwierigen Lage zurück gelassen hat. Aufgrund dessen fühlt er sich gezwungen zu handeln und macht ihr kurzerhand einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten... Wesley Dalton Overtree: Wesley – der ältere der beiden Brüder – ist ein strebsamer junger Maler, der eines Tages nach Devonshire kommt, um dort zu malen. Dabei lernt er Sophie kennen und lieben. Dennoch scheint ihm seine Karriere wichtiger und er verlässt Sophie um nach Italien zu reisen. Ohne vernünftigen Abschied und ohne zu ahnen, in welcher Lage sich Sophie befindet, lässt er sie in Devonshire einfach so zurück.Claude Dupont: Er ist ein mehr oder minder bekannter Maler, mit eigenem Attelier in Devonshire und Sophies Vater. Er ist im Grunde sehr abhängig von seiner Tochter, gibt dies aber in der Öffentlichkeit nicht zu. Augusta O´Dell – Dupont: Sie ist Sophies Stiefmutter, die augenscheinlich nicht viel von der Tochter ihres neunen Ehemannes hält und dies auch offen kunt tut. Maurice O´Dell: Er ist der Neffe von Augusta und der Assistent von Sophies Vater. Zudem ist er in Sophie verliebt und ist demnach sichtlich ungehalten, als diese beschließt, den Captain überstürtzt zu heiraten. Mavis Thromptan: Eine Nachberin und gute Freundin von Sophie in Devonshire. Auf sie kann sich Sophie immer verlassen und Mavis ist auch später in den schwierigen Situationen immer für Sophie da. Katherine Overtree: Kate ist die jüngere Schwester von Wesley und Stephen und lange Zeit die jüngste in der Familie Overtree. Ihre offene und neugieriege Art, macht sie zu einem kleinen Wirbelwind und sehr schnell zu einer guten Freundin von Sophie, die sie sehr schnell ins Herz schließt. Mr. & Mrs. Overtree: Sie sind die Eltern von Wesley, Stephen und Kate. Während Mrs. Overtree, Sophie anfangs offen feindsehlig gegenüber tritt, ist Mr. Overtree eher zurückhaltend. Colonel Overtree: Er ist der Großvater von Wesley, Stephen und Kate. Auch ist er der Vater von Mrs. Overtree. Im Gegensatz zu seiner Tochter, empfängt er Sophie von Anfang an mit offenen Armen und wird ihr mit der Zeit nicht nur ein guter Freund, sondern auch eine große Stütze. Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Carlton Keith: Er ist ein ehemaliger Leutnant unter Stephens Aufsicht. Anfangs ein Trinker, mit nur einem Arm wird er im Laufe der Geschichte doch zu einem unersetzbaren Freund für alle Overtrees. Miss Jane Angela Blake: Eine Nachberin der Overtrees und zudem eine liebe Freundin von Kate. Da ihre Mutter ebenfalls Jane hießt, wird sie stets mit "Angela" angesprochen, um Verwirrung zu vermeiden. Sie wirkt stets etwas geheimnisvoll und im Laufe der Geschichte weiß man auch, dass das auf jeden Fall einen Grund hat. Sie und Mr. Keith verstehen sich außerordendlich gut. Meine Meinung: Was habe ich mich gefreut diesen Roman lesen zu dürfen. Ich wollte schon immer einmal etwas von Julie Klassen lesen und als ich dann Die Ehre der Sophie Dupont in den Händen hielt, war ich natürlich mehr als nur gespannt. Ich flog förmlich nur so durch die Seiten, so begeistert war ich von diesem Roman und dessen Autorin. Julie Klassen, hat die wundervolle Begabung mit ihren geschriebenen Worten, auch die noch so kleinste Situation in ein wahres Feuerwerk, der von mir assoziierten Bilder, zu verwandeln. Ich war einfach nur Hin – und Weg von der Art und Weise ihrer Beschreibungen für diese Geschichte. Deshalb kann ich zweifelsfrei sagen, dass dies definitiv nicht der letzte Roman der Autorin sein wird, den ich lesen werde. Mein abschließendes Fazit: Ein Feuerwerk des geschriebenen Wortes und somit einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. <3 <3 <3

    Mehr
    • 3
  • Etwas schwächer als seine Vorgänger, aber dennoch toll!

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Cellissima

    Cellissima

    07. July 2016 um 17:17

    Devonshire, England, im Jahre 1815: Hierher reist Wesley Overtree, um zu malen. Er verliebt sich nicht nur in die raue Landschaft, sondern auch in Sophie Dupont, die Tochter seines Gastgebers. Schon bald reist Wesley überstürzt und ohne sich von Sophie zu verabschieden nach Italien ab. Kurz darauf gesellt sich zu Sophie´s Enttäuschung auch Panik, stellt sie doch fest, dass sie schwanger ist. Die Rettung naht in Gestalt von Captain Stephen Overtree: Wesley´s Bruder ist auf der Suche nach diesem, als er auf Sophie trifft und ihre Lage erkennt. Stephen fühlt sich dazu verpflichtet, den Fehler seines Bruder wiedergutzumachen und Sophie zu helfen, und so bietet er ihr an, sie zu heiraten und für sie und das Kind zu sorgen. In ihrer Verzweiflung willigt diese ein. Im Laufe der Zeit verlieben sich Stephen und Sophe tatsächlich ineinander, sodass alles perfekt sein könnte - doch dann kehrt Wesley wider Erwarten aus Italien zurück und Stephen muss zum Regiment. Was tun, wenn Stephen nicht mehr zurückkehrt? Und wenn er es tut - für wen soll sie sich dann entscheiden? Für den Mann, den sie ursprünglich nur aus der Not heraus geheiratet hat, oder für den, der sie schon einmal bitter enttäuscht hat? ****** Der neueste Roman aus der Feder von Julie Klassen - wie gewohnt verzaubert die Autorin durch ihren atmosphärischen, bildhaften und detaillierten Schreib- und Erzählstil. Der Leser kann Satz für Satz genießen und in der Geschichte versinken, in Gedanken ins Devonshire des Jahres 1815 reisen. Die Grundidee dieses Romans kennt man schon von anderen Werken der Autorin. Die Figuren sind wie immer liebevoll und detailliert gezeichnet, mit Stärken und Schwächen, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren und mitfühlen kann. Romantik und Spannung halten sich wie gewohnt die Waage. Auf mich persönlich wirkte das Hin und Her mit diesen beiden Männern fast schon ein wenig zu konstruiert - andererseits wird dadurch aber viel Spannung und Dramatik aufgebaut. Es bleibt bis zuletzt offen, für wen sich Sophie am Ende entscheiden wird. Man möchte einfach weiterlesen, weil man wissen möchte, was noch passieren und wie das alles enden wird. Das christliche Element wurde wie immer stimmig und wohldosiert in die Handlung eingeflochten. ****** Fazit: Julie Klassen, wie man sie kennt und liebt! Mich persönlich konnte "Die Ehre der Sophie Dupont" ein klein wenig weniger fesseln und begeistern als ihre bisherigen Werke, da ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, dass man diese Thematik und Handlung schon kennt, und sie ein wenig konstruiert wirkte. Aber das ist sicher Geschmackssache und ändert nichts daran, dass es eine sehr gut geschriebene, spannende und schöne Geschichte ist, die man als Leser einfach genießen kann. Alle, die Julie Klassen, England, das 19. Jahrhundert und/oder eine Mischung aus Spannung und Romantik lieben, werden die Lektüre sicher nicht bereuen! 4,5 Sterne

    Mehr
  • Entscheidung für die Liebe

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Dreamworx

    Dreamworx

    03. July 2016 um 13:51

    1815 Devonshire/England. Captain Stephen Overtree ist auf der Suche nach seinem Bruder Wesley in Lynmouth angekommen, wo Wesley sich in einem Atelier eingemietet haben soll, um zumalen. Doch sein Bruder hat sich Hals über Kopf auf den Weg nach Italien gemacht und sein Model und Geliebte Sophie Dupont, die Tochter eines Malers, allein und schwanger zurück gelassen. Stephen verflucht seinen egoistischen Bruder und macht Sophie kurzerhand einen Heiratsantrag, um für die familiäre Verfehlung einzutreten. Sophie, deren Herz immer noch an Wesley hängt, obwohl er sie so schmählich im Stich gelassen hat, weiß sich keinen anderen Rat, als den Antrag anzunehmen, wenn sie nicht als unverheiratete und schwangere Frau als gebrandmarkt gelten will. Gleich nach der Eheschließung reist sie mit Stephen auf dessen Familiensitz Overtree Hall, wo sie die restlichen Familienmitglieder sowie deren Freunde kennenlernt und sich langsam einlebt und sich an ihren neuen Ehemann gewöhnt. Doch dann wird Stephen in sein Regiment zurückgerufen, um in den Krieg gegen Napoleon zu ziehen und kaum ist er aufgebrochen, kommt Wesley nach Overtree Hall, wo er auf Sophie trifft. Sophie ist hin und hergerissen, was soll sie nur tun? Julie Klassen hat mit ihrem Buch „Die Ehre der Sophie Dupont“ einen spannenden historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, nimmt den Leser von Beginn an mit an die Seite der Protagonistin Sophie, lässt ihn an ihren Gedanken und ihrer Gefühlswelt teilhaben und mit ihr hoffen und bangen. Der Spannungsbogen wird schon zu Beginn der Handlung recht hoch angesetzt, steigert sich im späteren Verlauf der Handlung sogar noch. Der Leser ist aufgefordert, die vielen kleinen Geheimnisse und Verwicklungen nach für nach aufzuklären und wird oftmals mit überraschenden Entwicklungen konfrontiert. Die Autorin zeigt in ihrem Buch zudem die damaligen Gesellschaftsstrukturen auf, in denen unverheiratete „gefallene“ Frauen von ihrem Umfeld geächtet wurden und ihnen oftmals gar keine andere Möglichkeit blieb, ihr Kind fernab von ihrer gewohnten Umgebung im Geheimen zu bekommen, um es anschließend in einem Kloster oder in einem Findelheim unterzubringen und danach wieder ein Leben zu führen, als hätte es diesen Teil ihres Lebens gar nicht gegeben, nur um dem Ruf der Familie zu entsprechen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber detailliert angelegt. Sie wirken durchweg lebendig und authentisch. Sophie ist eine sympathische junge Frau, die noch unerfahren an den falschen Mann gerät. Sie liebt die Malerei, hat selbst genügend Talent geerbt und unterstützt so ihren Vater bei seinen Bildern. Sophie hat keine Vorstellung von ihrer Wirkung in Bezug auf Männer und vertraut weil verliebt dem falschen Mann. Sehr schön zu beobachten ist die Entwicklung von Sophies Wesen innerhalb der Handlung, denn aus ihrer Unsicherheit erwächst eine recht gestärkte junge Frau, die sich nimmt, was sie sich erträumt. Stephen ist ein integrer Mann, gläubig und mit Ehrgefühl ausgestattet. Seine militärische Laufbahn hat ihn geprägt, innerlich und äußerlich, so wirkt er oft hart und erbarmungslos. Doch im Kern ist auch er nur auf der Suche nach der einzigen Liebe. Wesley ist ein arroganter, selbstverliebter und egoistischer Mann, der sich immer im Recht sieht und die Schuld auf andere schiebt. Auch die anderen Protagonisten sind so vielfältig und interessant skizziert und beleben die Handlung mit ihren kleinen Nebengeschichten und Episoden. Besonders erwähnenswert sei hier noch, dass es sich um einen Roman mit christlichem Bezug handelt. Die eingefügten Gebete und Gedanken der Protagonisten an Gott sind wunderbar ausgewählt zur jeweiligen Situation und wirken daher besonders glaubhaft.„Die Ehre der Sophie Dupont“ ist ein sehr schöner historischer Roman, der im alten England spielt und der sowohl eine Liebesgeschichte wie auch einige Geheimnisse in sich birgt. Alle Liebhaber dieses Genres bei ihrer Wahl nicht enttäuscht werden. Absolute Leseempfehlung!

    Mehr
  • Gehört zu Julie Klassens besten Romanen

    Die Ehre der Sophie Dupont
    Smilla507

    Smilla507

    23. June 2016 um 14:17

    „Es scheint mir nicht richtig zu sein, ihn (Gott) um Hilfe zu bitten. Ich habe ihn doch all die Jahre einfach ignoriert, aber ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit so viel gebetet habe wie nie zuvor. Ich weiß nicht, ob er mich erhört, aber ich hoffe, er vergibt mir.“ (S. 42) Devonshire, 1815: Sophie Dupont steckt in einer prekären Lage, als Wesley Overtree plötzlich nach Italien aufbricht, ohne sich richtig von ihr zu verabschieden. Der Maler hatte viele Monate bei ihr und ihrem Vater, welcher ebenfalls Maler ist, gewohnt. Nun steht plötzlich Captain Stephen Overtree vor ihr, der auf der Suche nach seinem älteren Bruder ist. Ohne zu wissen, wo genau sich Wesley befindet bzw. wann er zurückkehrt, sieht sich Stephen schon nach einem Tag gezwungen Sophie einen Heiratsantrag zu machen. Sophie ist hin- und hergerissen, ob sie auf ihre große Liebe warten oder den schutzbietenden Heiratsantrag annehmen und auf eine Liebesheirat verzichten soll. Sehr auffällig ist bei diesem Roman, dass Julie Klassen sich bemüht hat, christliche Bezüge von Anfang an in die Handlung einzuweben. Das habe ich in ihren früheren Büchern oftmals vermisst aber diesmal hat sie sich wirklich ins Zeug gelegt. Schon gleich zu Beginn steigt der Spannungsbogen enorm an. Ich flog nur so durch die Seiten, konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lauter kleine Geheimnisse warten darauf gelöst zu werden und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Nach ca. der Hälfte flacht die Spannung etwas ab, trotzdem konnte ich die Story weiter genießen, weil sie sehr Jane-Austen-mässig war. Während des Lesens kamen mir ein paar Erinnerungen an Stolz und Vorurteil, aber auch eine Szene aus Jane Eyre hat sich Julie Klassen „gemopst“, wie sie selbst zugibt. Es ist aber nicht so, dass Klassens Roman starke Ähnlichkeiten hätte mit den beiden Klassikern. Ihr Werk hebt sich dann doch in vielem davon ab. Nun ja, was die Protagonistin betrifft hat sich die Autorin ein wenig wiederholt. Ein „gefallenes Mädchen“ gab es bei ihr schon ein paarmal. Gut gefiel mir die Rahmenhandlung, in der es um die Malerei geht. Interessant ist, dass die Perspektiven der Protagonisten häufig ineinander überfließen – also nicht wie sonst abschnitts-/kapitelweise wechselnd. So liest sich die Handlung wie aus einem Guss, man kann sich alles immer gut vorstellen und in die Regency-Zeit abtauchen. Meiner Meinung nach einer der besten Romane von Julie Klassen!

    Mehr